Im Zeitalter der digitalen Bildbearbeitung erscheinen Polfilter auf den ersten Blick vielleicht nicht mehr notwendig. Kontrastoptimierungen und eine vitalere Farbgebung kann der Fotograf schliesslich auch nachtr�glich im Bildbearbeitungsprogramm vornehmen. Dennoch sind manche Polfilter-Effekte nicht simulierbar. Dazu geh�rt vor allem die F�higkeit, Reflexionen abzumildern aber auch ein via Polfilter eingeblauter Himmel l�sst sich nicht immer mit dem Bildbearbeitungsprogramm nachstellen.

Polfilter sind also auch im digitalen Zeitalter sehr n�tzlich. Doch m�ssen es unbedingt teure Versionen sein, die f�r gr�ssere Filterdurchmesser teils in der 150 Euro-Region rangieren ? Wir haben Polfilter unterschiedlicher Preisklassen im Labor sowie draussen untersucht und geben Empfehlungen.

so funktionieren Polfilter

Polarisationsfilter - oder kurz Polfilter - erzeugen besonders satte Farben im blauen Himmel und in der gr�nen Pflanzenwelt. Die Filter mindern Reflektionen auf nichtmetallischen Oberfl�chen und erm�glichen es, durch spiegelnde Glasscheiben und reflektierende Wasseroberfl�chen zu �blicken�. Entscheidend ist dabei die optimale Stellung zu Objekt und Lichtquelle. Himmelsblau, Wolkenfelder oder das Blattgr�n werden besonders satt und kr�ftig aufgenommen, wenn die Sonne seitlich im 90-Grad-Winkel zum Motiv steht. F�llt sie r�ckw�rtig oder frontal ein, dann ist der Filter-Effekt deutlich geringer ausgepr�gt !

Ihre Wirkung erzielen Polfilter, weil sie nur Licht einer Schwingungsebene durchlassen und alles �brige kreuz und quer schwingende Licht herausfiltern. Dadurch werden auch die Reflexionen auf nichtmetallischen Oberfl�chen reduziert. 

In der Fotografie wird zwischen linearen und zirkularen Polarisationsfiltern unterschieden, je nach Art der Polarisation des austretenden Lichts. Die eigentliche Filterung ist hier allerdings immer die der linearen Polarisation. Anders als bei linearen wird bei zirkularen Polarisationsfiltern das linear polarisierte Licht erg�nzend durch eine so genannte 
λ/4-Verz�gerungsplatte in zirkular polarisiertes Licht umgewandelt. Dadurch haben polarisierende Reflexionen hinter dem Filter, zum Beispiel in einer Spiegelreflexkamera, keinen von der Stellung des Filters abh�ngigen Effekt. Das hei�t vor allem: Sie irritieren nicht die Belichtungsmessung bzw. den Autofokusbetrieb. Aus diesem Grunde haben sich die zirkularen Filter auf dem Markt durchgesetzt.

Polfilter werden regelm�ssig - wie auch andere Filter - mit einem Gewinde auf das Objektiv geschraubt. Grunds�tzlich empfiehlt es sich, eine Polfiltergr�sse f�r den gr�ssten Filteranschluss zu erwerben, kleinere Objektiv�ffnungen k�nnen dann mit Step-Up-Anpassungsringen nachbest�ckt werden (eine Auswahl finden Sie z.B. in unserem Shop hier). Ein wesentlicher Unterschied zu herk�mmlichen Filtern besteht darin, dass ein Polarisationsfilter in einer Drehfassung sitzt. Um den gew�nschten Effekt zu erzielen, m�ssen Sie den Filter in die entsprechende Stellung drehen, damit das Polarisationsgitter an das vorhandene Licht optimal angepasst wird.

Bei Spiegelreflexkameras l�sst sich die Wirkung im Sucher kontrollieren. Bei Sucher-Kameras dreht man am besten den Filter bis zur gew�nschten Wirkung vor dem Auge, merkt sich die Stellung anhand eines vorgestellten Ziffernblattes und stellt den Filter nach der Montage am Objektiv entsprechend ein; man kann aber auch ein ggf. vorhandenes Livebild nutzen und dort den Filtereffekt direkt einsehen. 

l�ngere Belichtungszeit

F�r Aufnahmen mit einem Polfilter kann es empfehlenswert sein, ein Stativ zu verwenden. So k�nnen Sie in aller Ruhe das Motiv im Sucher erfassen, die Polfilterscheibe positionieren und vermeiden eventuell auftretende Verwacklungsunsch�rfe durch die verl�ngerte Verschlusszeit. Denn der Nebeneffekt einer verl�ngerten Belichtungszeit sollte im Auge behalten werden, da durch die Filterung dem Gesamtbild Helligkeit entzogen wird.

�blicherweise wird die Belichtungszeit mit Polfiltern um ein bis zwei Stufen verl�ngert. Das kann auch von Vorteil sein, denn so kann der Polfilter die Funktion eine Graufilters mit �bernehmen und z.B. Wasserl�ufe bei Tageslicht verschleiern ! Bei sonnigen Aussenbedingungen wird man jedoch auch mit Polfilter regelm�ssig aus der Hand aufnehmen k�nnen, denn das Licht reicht meist, damit trotz Polfilters keine ungewollten Verwacklungsunsch�rfen auftreten.

Slim-Versionen

Slim-Filtern sind spezielle Polfilter-Versionen, die besonders d�nn gebaut werden. Grund sind Vignettierungen, die sonst auftreten k�nnen, wenn der Filterrand das Objektiv - �hnlich einer zu gross geratenen Streulichtblende - seitlich abschattet. Zu erwarten sind solche Abschattungen bei Nicht-Slim-Versionen etwa ab 16mm-Brennweite und kleiner im Vollformat bzw. an APS-C-Sensoren ab 11mm und kleiner. Im Test ergaben sich bei 17mm mit Ausnahme des Cokin-Filter an keinem Vertreter Vignettierungen, daher w�re eine Slim-Version noch nicht unbedingt n�tig. Am Cokin-Polfilter waren bei 17mm deutliche Vignettierungen jeweils als dunkle Eckpunkte zu sehen, hier stellt eine Brennweite von ca. 20mm am Vollformat die Untergrenze dar. Cokin bietet jedoch noch gr�ssere Haltesysteme f�r entsprechend kleine Brennweiten an.

Wenn Aufschraubfilter einmal festklemmen und sich nur schlecht mit den Fingern greifen lassen, dann k�nnen Sie sich mit einer Schlinge aus Kabelbindern behilflich sein oder auch zur speziellen Filterzange greifen. Zur Frage, ob sich Poilfilter und Streulichtblenden vertragen, finden Sie hier eine Leserbrief-Antwort.

Alternative Bildbearbeitung

Reflexionsminderungen - wie sie der Polfilter erzielt - lassen sich kaum mit einem Bildbearbeitungsprogramm nachstellen. Der Polfilter macht nicht nur reflektierende Fenster oder Wasseroberfl�chen durchsichtiger sondern nimmt auch Reflexionen aus Bl�ttern. Letzteres f�hrt zu dem satteren Gr�n. Wie sieht es aber mit einem blauen mit Wolkenfeldern durchsetzen Himmel aus ? Man bekommt ihn ggf. auch ohne Polfilter ordentlich hin, wenn sich z.B. im Rohdatenkonverter ein erfolgreiches Highlight-Recovering anwenden l�sst oder eine DRI-HDR-Belichtungsreihe verrechnet wird.

Wir haben es aber nicht geschafft, aus einer einzelnen RAW-Datei den Himmel mit Wolkenfeldern derart kontrastiert nachzustellen, wie er sich in einem mit Polfilter aufgenommenen Bild zeigt. Die Wolken sehen einfach mit Polfilter klarer und detaillierter aus. Wom�glich lassen sich �hnliche Ergebnisse in langer und selektiver Kontrastier-Detailarbeit nachstellen aber der Aufwand ist erheblich und oft mit ungewissem Ausgang (ggf. tritt im Workflow zu hohes Bildrauschen etc. auf).


im Testlabor:

F�r den Test wurden 5 verschiedene Hersteller und Typen von Polfiltern mit 77mm-Durchmesser untersucht (Ausnahme Cokin). Die Preisklassen wurden dabei - wie auch besondere Eigenschaften der Filtertypen (MC Verg�tungSlim-Filter und Normal-Filter) - bunt gemischt. Als Testplattform wurde die Canon EOS 5D Mark II mit einem Canon EF 17-40mm Weitwinkelobjektiv der L-Klasse verwendet. Untersucht wurde im Rohdatenformat mit Standardentwcklung unter Adobe Lightroom.

Unser Traumflieger-Labor-Test (so wird getestet) untersuchte folgende Kriterien :

  • Kontrast- und Aufl�sungsreduzierung durch den Filter
  • St�rke des Polaritations-Effektes ("Einblauung")
  • Filterung von Reflektionen auf Glas
  • Verst�rkung von Linsenflecken durch den Filter
  • Belichtungsverl�ngerung durch den Filter
  • Praxis-Qualit�t (Streulichtblende verwendbar, Qualit�t der Drehbarkeit

Test-Ergebnisse:

B+W K�semann MRC CIRCULAR-POL, 77mm 

Solider zirkularer Polarisationsfilter in guter Verarbeitung, mehrfach verg�tet und mit einem geschmierten Drehsegment ausgestattet. In der normalen Ausf�hrung lassen sich sowohl Objektivdeckel, als auch weitere Filter vor den Polfilter setzen. In der (hier optisch nicht getesteten) SLIM Version ist das leider nicht mehr m�glich, da der flachen Ausf�hrung das notwendige Frontgewinde fehlt. Mit einem Stra�enpreis um 110 � liegt der Filter schon im oberen Preissegment. Das R�ndelprofil des Filters f�llt relativ flach aus, wodurch ein Auf- und Abschrauben des Filters nicht ganz so leicht von statten geht. Besonders in der SLIM-Ausf�hrung kann das schon etwas nerven. Die verminderte Aufl�sung ist mit -7,0% in der Praxis kaum relevant, der Filtereffekt und die Flare Erzeugung mit gut bewertet . Die Belichtungsverl�ngerung betr�gt EV 1,67 Stufen. Insgesamt ein empfehlenswerter Polfilter ohne gr�ssere Schw�chen, der allerdings auch seinen Preis hat und etwas schmal ausf�llt.

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Hoya CIR-PL-slim HD-Serie, 77mm

Ein verg�teter, zirkularer Polarisationsfilter in guter Verarbeitung, geschmiertes Drehsegment. Es lassen sich sowohl weitere Filter ansetzen, wie auch ein Objektivdeckel davor stecken. Der Filter ist sehr flach gebaut, leider trifft das auch auf die R�ndelung zu. So greift er sich beim Ansetzen eher schlecht. Der Stra�enpreis um 90 - 100 � platziert den Filter noch im gehobenen Preissegment. Der Filter setzt die Aufl�sung nur um 5,5% herab, was den besten Wert im Testfeld ergibt; allerdings sind die optischen Vorteile zu den anderen Polfiltern  praktisch nicht wahrnehmbar und nur messtechnisch ermittelt. Der Filtereffekt wurde f�r gut befunden; die Verst�rkung von Linsenflecken um die Lichtquelle ist allerdings mit seitlichen Ausreissern erkennbar. Der Filter verl�ngert die Belichtungszeit um rund 1,34 Stufen. Insgesamt ein brauchbarer Polfilter, der sich aber nicht sonderlich hervortut. Die schmale R�ndel-Griff-Fl�che kann bei der hier getesteten Slim-Version Bedienprobleme bereiten.

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Rodenstock POL MC circular HR MC 2,5x, 77mm

Ein zirkularer Polarisationsfilter der Luxus-Preisklasse, denn 130 � Stra�enpreis sind schon eine stolze Summe f�r einen Filter. Die Verarbeitung ist exzellent sowohl die R�ndelung l�sst sich gut und fest greifen, als auch die seidig weiche Schmierung des Drehsegmentes machen diesen Filter zu einem haptischen Genuss. Das Rodenstock-Modell kann problemlos weitere Filter in der Frontgewindefassung aufnehmen, sowie einen Objektivdeckel. Die reduzierte Aufl�sung um 10,5% ist zwar etwa h�her als die der anderen Testkandidaten doch liegt die Aufl�sungsreduzierung noch immer im praktisch nicht wahrnehmbaren Bereich. Der Filtereffekt wurde f�r gut befunden; auch die Flare-Erzeugung wird in unserem Test nicht wesentlich verst�rkt. Die Belichtungsverl�ngerung betr�gt EV 1,34 Stufen. Wer den hohen Kaufpreis zu investieren bereit ist, erh�lt einen empfehlenswerten Filter ohne Schw�chen.

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Phottix PRO C-PL-slim
, 77mm

Der Phottix-Polfilter kommt ohne dokumentierte Verg�tungen aus.  Nichtsdestotrotz ist er gut verarbeitet und wird f�r einen vergleichsweise sehr attraktiven Stra�enpreise um 45 � angeboten. Beim Dreh nimmt man ein dezentes Reibungsger�usch wahr; offenbar ist er nicht separat geschmiert; dennoch l�sst er sich in der Praxis ordentlich rotieren. Die R�ndelung ist gut zu greifen, so dass es trotz der SLIM-Ausf�hrung nicht zu einem Problemfall wird, wenn der Filter auf- und abgeschraubt wird. Die verminderte Aufl�sung ist mit -8,9% noch als gut zu bezeichnen, der Filtereffekt wurde f�r gut befunden und die Flare Erzeugung ist sehr gering ausgepr�gt. Die Belichtungsverl�ngerung betr�gt EV 1,34 Stufen. Insgesamt ist der Phottix f�r preisbewusste K�ufer uneingeschr�nkt empfehlenswert.

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Cokin P164 Circular-POL

Aufgrund des ungew�hnlichen Filtersystems fallen bei Erwerb des Cokinfilters weitere Kosten an. Zuz�glich des Stra�enpreises etwa zwischen 40 - 50 � f�r den zirkularen Polarisationsfilter m�ssen noch rund 10 - 15 � f�r den P-Halter zuz�glich einem passenden Adapter (hier �77mm) investiert werden. Dennoch liegt der Filter noch im unteren Preissegment der Testreihe. Der rel. schwere, dicke und unverg�tete Filter wird nicht aufgeschraubt, sondern in den Halter gesteckt. Die Halterung selbst kann um den Adapterring gedreht werden, um den Filtereffekt einzustellen (leicht schabende Drehbewegung). Der Cokin-Halter bietet auch weiteren Filtern des Herstellers eine Montagem�glichkeit und ist vor allem wegen Einschubm�glichkeit von Grauverlaufsfilter mit exakter Definition der Verlaufszone beliebt.

Bei unserem Test mit 17mm-Brennweite erzeugte der Polfilter am Vollformatsensor eine punktierte, auff�llige Vignettierung in den Ecken, vermutlich wird sich oberhalb von 20mm die Vignettierung reduzieren bzw. - so der Hersteller - ab 28mm ganz verschwinden. Optional kann auch ein gr�sseres Haltersystem (Z- bzw. X-Pro-Serie dann mit eigenen Filtern) gegen die Randabdunkelung genutzt werden. Verbl�ffend war die messtechnisch gesteigerte Aufl�sung von +2,1%, die sich aber optisch zu den anderen Aufl�sungsergebnissen nicht signifikant unterscheidet. Der Filtereffekt wurde f�r gut befunden und die Flare Erzeugung ist nicht �berm�ssig stark ausgepr�gt. Die Belichtungsverl�ngerung betr�gt volle EV 2 Stufen. Der Filter zeigte in unserem Test keine gravierenden Schw�chen und ist im System besonders interessant, wenn der Fotograf z.B. auch die Grauverlaufs-Steckfilter von Cokin nutzen m�chte.

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Testtabelle und Auswertung:

ohne B+W Hoya Rodenstock Phottix*** Cokin
ca. Preis, Strasse (09/2010) - 110 � 95 � 130 � 45 � 65 �
incl. Halter
Aufl�sung* 2117 1979 2007 1917 1944 2162
red. Aufl�sung % - -7% -5,5% -10,5% -8,9% +2,1%
Filtereffekt / Reflexminderung** - 2 2 2 2 2
Flares/Streulichtd�mpfung** - 2 3 2 2 3
Belichtungsverl�ngerung in EV - 1 2/3 1 1/3 1 2/3 1 1/3 2
Streulichtblende verwendbar ja ja ja ja ja nein****
weitere Filter verwendbar ja ja ja ja ja ja****

* Aufl. Linien je Bildh�he, getestet an der 5D Mark II mit Canon 17-40mm/4,0L USM bei 17mm im Zentrum bei f4,0 (Zentrum und auch die Randbereiche weisen allerdings auf Sicht keine relevanten Unterschiede zur Version ohne Filter auf) - ** subjektive Wertung in Schulnoten von 1 (sehr gut) bis 6 (ungen�gend) - *** lt. Hersteller keine Angaben zu einer Verg�tung - **** Cokin bietet jedoch eine eigene Streulichtblende f�r das System an, Filter k�nnen von Cokin ebenfalls additiv aufgesteckt werden, herk�mmliche Filter mit Gewinde sind nicht einsetzbar.


Fazit:

Der Test zeigte, dass s�mtliche Kandidaten die ihnen zugedachte Aufgabe wunschgem�ss erf�llen und polarisiertes Licht ordentlich herausfiltern. Signifikante Unterschiede der Filter zueinander waren dabei weder im Labor noch am erg�nzend durchgef�hrten Outdoor-Test beim Einblauen des Himmels erkennbar. Auch Reflexionen werden an spiegelnden Oberfl�chen von den Filtern gleichermassen gut unterdr�ckt. Das funktioniert generell nicht immer perfekt, wenn z.B. das einfallende Licht nicht durchgehend polarisiert bzw. der Einfallswinkel nicht optimal ist.

Messtechnisch liess sich nachweisen, dass die Filter die Aufl�sung minimal herabsetzen, optisch bei 100%-Ausschnitten konnten wir jedoch keine praxisrelevanten Unterschiede weder im Bildzentrum noch im Randbereich zum Original ohne Filter erkennen (jeweils RAW-Format bei 17mm). Auch chromatische Abberationen werden durch die Filter nicht verst�rkt.

Im Test mit der Fotolampe vor gr�nem Hintergrund konnten wir allerdings unterschiedliche Ergebnisse bei Linsenflecken bzw. dem Streulicht-Halo um die Lichtquelle ausmachen. Hier schneidet der b+w- und Phottix-Filter - dicht gefolgt vom Rodenstock - am besten ab.

Haptisch sind generell die sehr schmal gebauten Slim-Versionen im Nachteil, die im Superweitwinkel-Bereich (<=16mm) Vignettierungen vermeiden, daf�r auch idR entsprechend griff-unfreundliche R�ndelr�der bieten. F�rs Handling gilt daher: wenn vermeidbar, dann sind die Non-Slim-Versionen angenehmer beim An- und Aufsetzen und auch beim Fassen des Verstellr�dchens. Positiv f�llt hier der Phottix-Filter auf, dessen R�ndelrad trotz Slim-Version noch gut zu greifen ist w�hrend der b+w-Filter - trotz Non-Slim-Version - sehr schmal ausf�llt.

Hinweis: Das Ergebnis sollte nicht zu der Annahme f�hren, dass Polfilter generell eine �hnliche Leistung bringen; bei Polfiltern von superg�nstigen Anbietern konnten wir teils gravierende Aufl�sungseinbussen nachweisen; der Filtereffekt war zwar ordentlich aber die Bilder wurden deutlich unsch�rfer. Vor "Noname"-Schn�ppchen sei also gewarnt bzw. es empfiehlt sich vor Kauf eine zuverl�ssige Vorinformation.


 


  Leserkommentare:


Derzeit sind hier 50 Kommentare vorhanden:
 

Andreas: Bei der Suche nach Polfiltertests ist dieser Test hier immer noch als einer der Toptreffer zu finden und auch ich habe mich schon daran orientiert.
Allerdings hat der Test (neben der Inaktualität die mehr grundsätzliche Schlüsse zulässt) einen gravierenden Nachteil, der auch schon in einem 2016er Kommentar zu erahnen ist:
Es wurde mit einer kurzen Brennweite getestet, aber erst bei Telebrennweiten und zumal mit recht offener Blende trennt sich die Spreu vom Weizen. Da ist dann plötzlich ein Filter der eben noch brauchbar erschien nur noch ein störender Flaschenboden.
Wenn diese Seite hier weiter wie eine Referenz für solche Tests wirken soll, wäre meines Erachtens ein neuer Test unter Einbeziehung von Telebrennweiten notwendig.
(23.06.2022, 12:34 Uhr)

Yves: Sigi D, ich habe einen Massa-Filter und bin damit nicht zufrieden. Er war billig und ich hatte damals noch keine Ahnung davon, also ein "guter Einstieg". Neulich wollte ich ihn mal für Landschaftsaufnahmen verwenden, aber die Bilder waren schlecht. Beim Durchschauen wird klar: Verzerrungen und Farbstich. Die Bilder waren auch unscharf. Werd mir demnächst was besseres holen.
(05.12.2016, 22:59 Uhr)

Anonym: Wie steht es mit den rollei pro cpl filtern? Ist ja ein markenprodukt. 16fach beschichtet, sobald ich mit einem meiner objektive zoome scheint die Auflösung erheblich abzunehmen. Bei 200mm unmöglich, etwas scharf abzubilden. Besser, bei höherem blendenwert. Auch ohne zoom nur mit hoherem blendenwert (so 8) scharfe bilder möglich,trotzdem kommt es bei diesem markenfilter nicht an filterlose schärfe heran. Wie viel prozent auflösungsminderung haben diese filter (52mm gewinde)? Sollte ich den zurückbringen, oder ist das so normal?
(15.10.2016, 06:50 Uhr)

vokrap: ich knipse mit der lumix1000, filterdurchmesser 62mm. der polfilter von hama hat einen schlechten halt des objektivdeckels, da nur 2-3 gewindegänge zur verfügung stehen. habe aus zeitnot eine filter von DYNASUN gekauft. da hält der deckel, aber im zoombereich > 300mm stellt der autofocus nicht mehr scharf, total unscharf!
(23.06.2016, 13:16 Uhr)

Georg: Sehr gute Info,hat jemand Erfahrung mit dem Dörr CPL Zirkular Pol-Filter, Digital High Grade 67mm?
(22.01.2016, 18:02 Uhr)

berhane: halo hat yemand B+W 103E selectiv
(15.11.2014, 19:25 Uhr)

Sigi D.: Hallo,
hat jemand Erfahrung mit einem CPL Polfilter 52mm/62mm von MASSA?
Also, ich hatte diesen Filter an einem 50mm AF Nikkor 1:1,4 und einem SIGMA 18-250 verwendet. Die Kamera ist eine Nikon D7000. Speziell beim SIGMA konnte im Bereich 80-250mm keine Schärfe im Fernbereich erreicht werden. Da ich der Annahme war, das SIGMA sei defekt hatte ich es zur Überprüfung und Neujustierung des AF eingeschickt. Die Unschärfe nach Justage blieb. Jetzt hatte ich die D7000 zur Überprüfung zur Vertragswerkstatt von Nikon gegeben. Letztlich stellte sich simples heraus:
Filter ab, superscharfe brillante Aufnahmen. Mit Filter wieder eine extreme Unschärfe. Im Nahbereich waren die Aufnahmen gut.
(02.11.2014, 16:10 Uhr)

Anonym: Hallo,
hat jemand Erfahrung mit einem CPL Polfilter 62mm von MASSA?
Also, ich hatte diesen Filter an einem 50mm AF Nikkor 1:1,4 und einem Sigma 18-250 verwendet. Die Kamera ist eine Nikon D7000. Speziell bei letzterem konnte im Bereich 80mm und darüber keine Schärfe im Fernbereich erreicht werden. Da ich der Annahme war, das SIGMA sei defekt hatte ich es zur Überprüfung und Neujustierung des AF eingeschickt. Die Unschärfe blieb. Jetzt hatte ich die D7000 zur Überprüfung zur Vertragswerkstatt von Nikon gegeben. Letztlich stellte sich simples heraus:
Filter ab, superscharfe brillante Aufnahmen. Mit Filter wieder eine extreme Unschärfe. Im Nahbereich waren die Aufnahmen gut.
(01.11.2014, 18:02 Uhr)

: Pooooool-filter lösen, festsitzende ...

Als Berufsfotograf im Außenbereich kommt es bei mir häufig vor, daß sich Filter nicht mehr oder nur noch schwer vom Objektiv lösen. Ein einfacher Weg, der ohne Kratzer, Anstrengung oder sonstige Nebenwirkungen bisher immer funktioniert hat: ich lege die Innenseite des Kameragurtes (Canon) um den Filter, so eng wie möglich - mit leichtem Dreh (Zug )löst sich der Filter, da der Gurt überall greift.

MARKEN - Heliopan hat sich rundum bewährt. Von B& W bin ich abgekommen, da sich oft der vordere Klemmring löste.

Ja ja, die weltentscheidenden Minimal-Prozente in der Rausch- und Pixelminimierung und in der Objektivauflösung! Stellt Euch vor, ein ganz akriebischer Feinartprinter hat eine superlösung gefunden, um die alten Helmut Newton Negative so zu entwickeln und zu printen, daß auf dem Porträt von Hanga Honza jetzt 55 statt 50 Augenbrauhen aufgelöst werden und: Niemand hat's interessiert!

Saludos esmeraldos
Silverlion
(22.08.2014, 01:08 Uhr)

: Wobei ich das nicht stehen lassen möchte, dass man bei Polfiltern nichts falsch machen kann! Mit einem Polaroid (angeblich MC) hatte ich z. B. "nette" Reflexionen. Geht ja gar nicht! Also es gibt schon auch qualitative Unterschiede, die sich bemerkbar machen!
(09.08.2014, 02:27 Uhr)

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