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neue Power LED-Taschenlampen im Test, Teil 1

neue Power LED-Taschenlampen im Test, Teil 1

Aufrufe: 446.914

79 von 89 Lesern fanden diesen Report hilfreich.

Entscheiden Sie selbst:

Acebeam K40L- Acebeam K40M - Acebeam K40S - Acebeam K60 - Acebeam K70 - Acebeam T20 - Acebeam X60M - Acebeam X65

- Test Teil 1 - Test Teil 2 - Teil 3 - Teil 4 - Teil 5 - Beamshots (Mitglieder) - Rangliste


Neu im Test:



Die obere Leistungsklasse

Neue Power-LED-Taschenlampen im Test (Update 2017)

Aktuelle Power LED-Lampen bringen Leistungen bis zu 10.000 Lumen. Teilweise sind sie heller und leuchten weiter als ein PKW-Fernlicht und das im Taschenformat. Wir stellen die leistungsstarke Oberklasse vor, die nicht nur für reine Flashaholics sondern auch für Fotografen und Videofilmer höchst spannend sein dürfte.

Noch vor nicht allzu langer Zeit war eine Nitecore TM 26 und danach auch eine Betty Lupine TL2S mit extremen Lumenwerten Weltrekordler in der kompakten LED-Lampenklasse. Mittlerweile bringt es eine Acebeam K60 auf knapp 5.000 Lumen, eine Thrunite TN36 gar auf 6.000 Lumen und die Acebeam X65 ist nominell mit sagenhaften 12.000 Lumen angegeben. Höchste Zeit also, jetzt Anfang 2017 wieder ein Testupdate zu machen..

Stimmen die Lumen- und Luxwerte lt. Herstellerangaben wirklich? Welche Ausstattung bieten die Lampen und was kostet der Spaß? Wir geben auch Hinweise, ob sich die Lampen für fotografische Zwecke bzw. den Videoeinsatz eignen. Gerade letztere kommen im Zusammenhang mit Taschenlampen-Reports oft zu kurz. Eine Taschenlampe kann und will ein kreativer Lichtpartner für Sie und Ihre hochwertige Foto- oder Vidoeausrüstung sein! Dabei geht es häufig gar nicht mal nur um eine herausragende Lichtstärke sondern wichtiger kann die Mobilität sein, auch die Farbstabilität, natürliche Farbwiedergabe, Verfügbarkeit von Zubehör wie etwa Aufsteck-Diffusoren und Stativkompatiblität sind oft nicht minder wichtig!

Zugegeben, der Reiz des Neuen ist hoch und so versuchen sich die Hersteller, etwa im Jahresturnus mit neuen Reichweiten- oder Lumen-Rekorden gegenseitig zu überbieten. Deren LED-Zulieferer wie Luminus, Nichia oder Cree locken mit der neuesten LED-Generation. Cree hat z.B. seit Herbst 2015 mit der XP-L hi seine Lichtleistung zur Vorgänger-Generation praktisch rund verdoppelt. Genauso eindrucksvoll kann es aber sein, mit einem Aufsteckdiffusor einen Orb in die Nacht zu malen oder einen alten Baum stimmungsvoll auszuleuchten und dafür ist die reine Lichtleistung allein nicht entscheidend.

Unser Report-Update 2016 beeinhaltet neben 9 Neuvorstellungen aktueller Power-LED (alles Acbeam in diesem 1. Teil, Nitecore P36, Nitecore SRT7 + weitere SRT-Modelle) auch überarbeitete Wertungen, Tipps und Fazits, denn wir haben zwischenzeitlich teils zwei Jahre an Praxiserrfahrungen gesammelt, die wir Ihnen nicht vorenthalten wollen!

Der Test teilt sich in in drei Bereiche auf:

  • Powerlampen, die nicht mehr so ganz kompakt aber besonders lichtstark sind: Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4 (alphabetisch sortiert).
  • Powerlampen, die besonders leicht und kompakt sind: Teil 5
  • Alle Beamshots und Technikdaten auf einen Blick: Beamshots (für Mitglieder)

Rangliste


getestete Lampen im Überblick!

Je heller umso besser?

Für Taschenlampen gilt regelmäßig das Gleiche wie für Objektive: Lichtstärke ist durch nichts zu ersetzen. Lichtstarke LED-Lampen leuchten weiter und heller. Fotografen können kürzere Belichtungszeiten oder rauschärmere ISO-Werte einsetzen oder der Nutzer just for Fun mit mächtigen Lichtschwertern die Luft zerteilen. Jogger oder Biker können sich im Dunkeln wegen verbesserter Weitsicht sicherer und somit schneller bewegen. Mit einer hohen Taschenlampen-Leuchtstärke lässt sich auch ein Motivhintergrund leichter abdunklen, wenn man die Kameraparameter entsprechend auf das dann hell angestrahlte Hauptmotiv einstellt. Aber: manchmal braucht man auch wenig Licht, um z.B. unauffälliger zu sein, damit sich die Pupillen nicht zu stark verengen und man nicht gleich nachtblind wird.

Achten Sie daher auch bei den Power-LED darauf, dass sie niedrige Lichtstufen bieten. Angenehmer Nebeneffekt: die LED-Lampe erhitzt nicht so schnell und hält länger durch! Und wer eine Sony A7S nutzt kann sogar im Videobetrieb mit ISO-Werten bis etwa 51.200 relativ rauscharm auch mit Lowlight-Lichtquellen kreative Lichtmischungen erzeugen, die einen weder vor Hitze- noch vor Akku-Laufzeitprobleme stellen.

Einige LED-Lampen wie die Nitecore SRT7 bzw. Nitecore MR27 bieten auch farbige LED, die allerdings vergleichsweise wenig leuchtstark sind. Mit langen Belichtungszeiten im Fotomodus oder mit der Sony A7S können aber auch diese farbigen LEDs weite Umgebungsbereiche ausleuchten. Hier gilt: je empfindlicher und rauschärmer der Sensor bzw. je lichtstärker das verwendete Objektiv, umso weniger Helligkeit wird von der Taschenlampe gefordert!

Thrower oder Flooder?

Die Lampen verfolgen unterschiedliche Leuchtkonzepte. Unterschieden wird zwischen Flutlichtern (Flooder) und Lichtwerfern (Thrower). Fluter erleichtern die Orientierung im Dunkeln und kommen unserem natürlichen Blick entgegen. Thrower sind hingegen für eher punktuelle Details auf größere Distanzen geeignet und machen als Lichtschwerter Spaß. Aus fotografischer Sicht lassen sich größere Motive in näherer Umgebung wie Bäume oder Gebäude mit einem Flooder vollständiger und am besten auch ohne Hotspots einfangen, während ein Thrower schneller störende Lichtinseln bildet, dafür den gezielten Blick auf entferntere Motive begünstigt.

Dazwischen gibt es viele Kompromisse, eine tief im Lampenkopf verborgene LED wirft das Licht weiter und streut es weniger. Solche Reflektoren werden meist mit SMO für smooth gekennzeichnet, weil die Spiegelfläche glatt ist. Bei einem Flooder ist der Lampenkopf nicht so tief gebaut bzw. die Reflexionsfläche des Reflektors ist etwas angerauht (auch als OP= Orange Peel bezeichnet). Solche Lampen bieten meist mehr Lumen, leuchten dabei aber oft nicht so weit wie ein Thrower mit weniger Gesamtlicht-Output.

Einige der Test-Neuzugänge 2016 (aus dem Jan. 2016)!

Insoweit lohnt es, je nach Anwendungszweck die Beamshots näher zu studieren und entsprechend die passende Lampe zu wählen. Profis nutzen zudem meist mehrere LED-Taschenlampen mit unterschiedlichen Leuchtkonzepten.

Enternungsangaben und die Sache mit Lux und Lumen

Je höher der Lux-Wert, umso weiter leuchtet die Lampe. Wir geben die Luxwerte für alle Lampen in den technischen Daten an. Die Hersteller machen oft werbewirksame Angaben zur Leuchtweite der Lampen und beziehen sich dabei auf einen ermittelten Lux- oder Candelawert (beide synonym verwendbar*), der in Meter umgerechnet wird.

Dabei wird allerdings von einer ziemlich geringen Lichtstärke von 0,25 Lux ausgegangen, was etwa der Mondscheinhelligkeit in der Nacht entspricht**. D.h. man erkennt dann eigentlich nur hell reflektierende Motive, dunklere Motive sind also bei dieser Entfernungsrechnung auch weiterhin kaum oder nicht erkennbar. Ein weiteres Problem stellt Dunst oder Nebel dar, der die Sichtweite sehr oft in der Praxis begrenzt und der bei der Entfenungsberechnung unberücksichtigt bleibt. Weitere Faktoren wie eine nicht optimale Anpassung der Augen an die Dunkelheit bleiben ebenfalls unberücksichtigt. In soweit unterstellt die Maximalentfernungsangabe Idealbedingungen. Tatsächlich wird man aber auch bei Lampen mit sehr hoher Leuchtweite oft nur auf deutlich geringere Distanz etwas erkennen. Als Faustformel kann man die Hersteller-Entfernungsangabe oder auch unsere Angabe - die wir anhand der von uns gemessenen Luxwerte ermitteln - durch 3 teilen.

Ein Thrower wie die Fenix TK75 bietet von uns gemessene 101.000 Lux auf 1m Distanz und somit unter Idealbedingungen eine Leuchtweite von rund 636m. Unter realen und guten Witterungsbedinungen bei mittelmäßig hellen Motiven wird man aber mit ihr kaum mehr als 210m weit sehen können. Lampen um 20.000 Lux haben noch immer sehr beachtliche Reichweiten von theoretisch rund 280m, die in der Praxis dann aber bei knapp unter 100m liegen.

Im Unterschied zu Lux sagen Lumen nichts über die Leuchtweite sondern über die Gesamtlichtmenge der Lampe aus. Ein hoher Lumenwert muss nicht gleichzeitig sehr weit leuchten, aber er leuchtet die Umgebung dann breitflächiger aus. In der Regel erkennt man einen Thrower also an einem hohen und einen Flooder an einem niedrigen Lux-Wert, letzterer ist dann mit einem höheren Lumenwert gepaart. Beispielsweise eine Lupine Betty mit einem sehr hohen Lumenwert von 4.000 und einem mittleren Luxwert von 26.900 deutet an, dass ihr Licht eher in die Breite geht als dass es auf Weite ausgelegt ist. Eine Olight SR95S bietet einen moderaten Lumenwert von 1.400 aber einen Luxwert um 175.000. Sie leuchtet daher extrem weit aber bündelt das Licht zu einem engen Strahl (mehr zu Lux und Lumen).

* Candela (cd) ist die Lichtstärke, die eine Lampe in eine Richtung abstrahlt. Lux ist die Lichtstärke, die auf einer Fläche auftrifft. Oft geben die Hersteller Candela als Kenngröße für die Lichtstärke einer LED-Lampe an, wir messen jedoch den Lux-Wert in 1m Distanz, da das Messgerät nur die auftreffende Lichtstärke auf einer Sensorfläche ermittelt. Dabei ist der Luxwert bei 1m Distanz zum Candelawert identisch wie sich aus folgender Formel ergibt: Umechnung Candela in Lux = Candela / (Abstand *Abstand)

** Umrechnung des Lux-Wertes (oder Candela) in Meter Leuchtweite = Wurzel aus [Luxwert x 4]). Prämisse: 0,25Lux sind die Mindesthalligkeit.

Demo-Video Neuzugänge 2016



 


 

warm oder eher cool?

Licht ist nicht gleich Licht, es kann sich in der Farbe teils erheblich unterscheiden. Eine HID wie die FireFoxes FF4 leuchtet ziemlich gelbstichig aber lässt Naturmotive umso angenehmer, fast sonnenähnlich wirken. Die Hersteller kennzeichnen auch die LED-Lampen nach der sogenannten Farbtemperatur. "Cool white" deutet auf eine eher kühle Lichtfarbe und "neutral white" auf wärmere Farbtemperaturen hin. Die verwendete LED wie z.B. die Cree XM-L mit dem Zusatz U2 (= cool) oder T6 (= neutral white bzw. warm) gibt darüber Aufschluss. Darüber hinaus bietet eine Cree MT-G2 und auch eine XP-L hi eine noch etwas wärmere Farbtemperatur, wobei man nächtliche Naturmotive meist noch etwas detaillierter und angenehmer wahrnehmen kann.

Auch Lampen mit einer LED von Nichia (z.B. Eagtac MX23L3 Nichia) sind aufgrund ihrer etwas wärmeren, teils als sehr natürlich empfundenen Farbtemperatur beliebt. Liegt kein Mischlicht mit jeweils unterschiedlicher Farbtemperatur vor, dann gleicht ein automatischer Weißabgleich Farbstiche meist weitgehend selbständig aus. Bei einer Mischung mit Tageslicht kann die LED-Farbtemperatur Neutral White bzw. rötlichere Farben allerdings zu Farbverschiebungen führen, die bei "Cool white" regelmäßig weniger auffällig werden!

Neben der Farbtemperatur geben manche LED-Hersteller wie Cree auch die Farbtreue der Lichtquelle mittels CRI-Wert (Color Rendering Index) an. Dabei spielt die Bandbreite des Farbspektrum eine wichtige Rolle, die von der LED abgedeckt wird. Je höher der CRI-Wert, umso natürlicher und feiner ausdifferenziert werden idR Farben von beleuchteten Körpern wiedergegeben. Bei unserem Test mit verschiedenen LEDs und Farbtafeln konnten wir allerdings diesbezüglich keine wirklich praxisrelevanten Unterschiede erkennen.

Generell kann allerdings die Farbtemperatur vom Zentrum (Spot) zum Rand (Spill) teils erheblich abweichen. Je höher die Farbtemperaturdifferenz, umso stärker ist ein Farbstich erkennbar. Unten geben wir für verschiedene Lampen / verbaute LED die Farbtemperatur getrennt für Spot und Spill an. Sie können daraus auch auf die Tauglichkeit für fotografische und videofilmerische Zwecke schließen. Dabei gilt die Regel: je geringer der Unterschied in der Kelvin-Angabe, umso farbstabiler leuchtet die Lampe vom Zentrum bis in den Randbereich. Allerdings spielt auch das abgeckte Farbspektrum, ein ggf. verbauter Dom ( = Sammellinse über der LED) und die Verteilung der Phosphorschicht eine gewisse Rolle, so dass auch unabhängig vom generellen Farbtemperaturgefälle - in manchen Fällen - dennoch Farbverschiebungen auftreten können, die in Kelvin-Werten schwer erfassbar sind.

Die generelle Farbtemperatur - ob warmtönig, neutraler oder kühler - haben wir für viele der hier vorgestellten Lampen mit Angabe der verwendeten LED übersichtlich für Mitglieder hier zusammengestellt und in Beamshots visualisiert!

von uns ermittelte Farbtemperaturen:

  • Acebeam K40L mit Cree XP-L w2: Spot = 5.500K / Spill = 5.200K
  • Acebeam K40M mit Cree MT-G2 q0: Spot = 4.300K / Spill = 4.100K
  • Acebeam K40S mit Cree XP-L hi: Spot = 3.800K / Spill = 3.700K
  • Acebeam K60 mit Cree XHP70: Spot = 5.350K / Spill = 5.950K
  • Eagtac MX25L3 Nichia: Spot = 4.150K / Spill = 3.900K
  • Eagtac MX25L3 mit Cree XM-L2 T6: Spot = 4.800K / Spill = 4.150K
  • Eagtac MX25L4 mit Luminus SBT-70: Spot = 5.850K / Spill = 4.850K
  • Fenix TK35 mit Cree XM-L2 U2: Spot = 5.550K / Spill = 4.450K
  • Fenix TK35 mit Cree XM-L2 T6: Spot = 4.850K / Spill = 4.050K
  • Fenix TK51 (alle Lampen an) mit Cree XM-L2 U2: Spot = 5.850K / Rand = 5.700K
  • Fenix TK75 mit Cree XM-L2 U2: Spot = 5.450K / Spill = 6.100K
  • Fenix TK76 (alle Lampen an) mit Cree XM-L2 U2 und T6 : Spot = 5.850K / Rand = 5.080K
  • Firefoxes FF4 (HID): Spot = 4.150K / Spill = 3.800K
  • LED-Lenser X21.R2: eingezoomt: 5.500K / Spill = 4.450K, ausgezoomt: Zentrum = 6.200K / aussermittig = 5.600K
  • LED-Lenser X21 mit Cree XR-E: eingezoomt = 5.800K, / Spill = 3.900K, ausgezoomt: Zentrum = 5.250K / aussermittig = 4.750K
  • Lupine Betty TL2S mit Cree XM-L2 U2: Spot = 5.500K / Spill = 6.050K
  • Lupine Betty Piko TLMax mit Cree XM-L2 = 5.250K / Rand = 5.150K
  • Nitecore SRT7 mit Cree XM-L2 T6: Spot = 5.400K / Spill = 4.450K
  • Nitecore TM26 mit Cree XM-L U2: Spot = 5.550K / Spill = 5.650K
  • Olight Marauder mit Cree XM-L U2: Spot = 5.700K  / Spill = 6.750K
  • Olight SR95S mit Luminus SBT70: Spot = 6.450K / Spill = 5.300K
  • Trustfire TR-J18 mit Cree XM-L T6: Spot = 6.000K / Spill =  5.750K

Ermittlung auf 10m Distanz und - soweit nicht anders angegeben - mit höchster Lichtstufe. Messung im Spill bei mittlerer Helligkeit und gleicher Distanz vom Zentrum zum äußersten Rand .

* Der Begriff Farbtemperatur basiert auf einem ideal schwarzen Körper, der zunehmend stärker erhitzt wird. Dabei glüht er zunächst dunkelrot, was niedrigen Farbtemperaturen entspricht. Je stärker er erhitzt wird, umso blauer wird er, was hohen Farbtemperaturen entspricht. Niedrige Farbtemperaturen wirken also eher rötlicher bzw. geblicher.

Batterien oder Akku?

Wenn Sie nur gelegentlich eine Powerlampe nutzen, dann sind Batterien sehr praktisch, weil überall verfügbar. Die Nitecore EA4 oder LED-Lenser X21 nutzen Batterien. Manche von den kleineren Lampen verwenden auch CR123A-Batterien, die besonders kompakt und leistungsstark sind. Wenn Sie häufiger LED-Lampen nutzen und auch die sehr lichtstarken Varianten bevorzugen, werden Sie regelmässig 18650'er-Akkus einsetzen. Sie bieten eine längere Laufzeit und eine konstantere Spannung unter hoher Last als Batterien. Die meisten der vorgestellten Lampen nutzen sie. Je höher der mAH-Wert ist, umso länger leuchtet die Lampe. Derzeit sind 18650'er-Akkus mit 3.500mAh die leistungsstärksten. Setzen Sie unbedingt Marken-Akkus ein, mischen Sie diese weder von der Marke noch vom Ladestand in einer Lampe. Achten Sie auch darauf, dass es verschiedene Baulängen bei den 18650'er-Akkus gibt. Flat-Top-Versionen verzichten idR aus Leistungründen auf eine Sicherung und sind etwas kürzer gebaut. Sie passen z.B. nicht in die hier getesteten Lampen von Eagtac oder Nitecore. Die Firefoxes FF4 benötigt die Flattop-Akkus z.B., während man in den Käfigen von Acbeam K40-Modellen oder der K60 sowohl Flat- als auch Button-Top-Akkus unterbringen kann.

Einige der grösseren Modelle wie die Olight SR95S, Fenix RC40, LED-Lenser X21R.2 oder die Lampen von Lupine haben auch Akkupacks, die man direkt via Netzgerät in der Lampe laden kann. Es gibt auch Modelle wie eine Nitecore TM26, MH27 oder eine Acebeam X40, die eingelegte Akkus in der Lampe via Ladekabel (meist per USB-Netzteil) aufladen können. Ansonsten benötigen Sie noch ein Akku-Ladegerät!

Einhandbedienung ist praktischer

Nicht zuletzt sollte die Lampe von der Bedienung Spaß machen und intuitiv sein. Eine übersichtliche Bedienung mit nur wenigen Daumentasten oder einem leichtgängigen Drehkranz in Nähe des Lampenkopfes ist meist ideal. Aber wehe dort liegen zu viele Funktionen drauf, dann sollte man sich für die Lampe etwas Zeit nehmen. So mancher Schatz lässt sich hier noch heben, die modernen LED-Lampen sind mehr als simple Funzeln.

Demovideo zum LED-Lampeneinsatz bei Makros (Libellen & Co)

Mehr zum Fokus Staking bzw. Fokus Breaketing siehe unser Video mehr Schärfe bei Makros, Teil 2.


 

 

 

neu im Test: Acebeam K40L (Cree XPL - w2)


Die Acebeam K40L zählt zu den schön satt in der Hand liegenden aber noch gut transportablen Power-LEDs!

Mit rund 19cm Länge und knapp 500gr (ohne Akku) ist die Acebeam K40M noch mobil aber kein ganz leichter Kandidat mehr!

Acebeam kann nicht nur als Newcomer sondern auch als Shooting-Star unter den internationalen Taschenlampen-Herstellern angesehen werden. Früher bekannt unter dem Label "Supbeam" hat sich die in der südchinesischen Millionen-Metropole Shenzen ansässige Firma Anfang 2015 zu Acebeam umfirmiert. Beliebt sind Acebeam-Power-LED aufgrund der generell hohen Fertigungsqualität, wegen hohem Leistungsoutput sowie einem grundsätzlich verbauten, anwenderfreundlicher Drehkranz, der maximalen Komfort und einen intuitven Leuchtstufen-Zugriff ermöglicht. Die K40L macht dabei keine Ausnahme und nutzt 3 x 18650'er-Akkus, mit denen sie eine Leuchtleistung mit von uns gemessenen 1.000 Lumen und 162.000 Lux anliefert. Dank tiefliegendem SMO-Reflektor sind so Leuchtweiten von bis zu 800 Meter möglich. Die K40L ist generell ein Thrower, der den Lichtstrahl hart bündelt, aber noch einen weichen Lichtkranz für die Peripherie-Ausleuchtung abgibt.

Das Interface ist angenehm simpel: Per Clicky wird die K40L generell ein- oder abgeschaltet. Ist sie eingeschaltet, wird per Drehkranz die Helligkeit in 6 Stufen angesteuert. Dann schaltet die nächste Rastung die Lampe entweder aus oder man erreicht ganz rechts in der 8. Raststufe noch einen Stroboskop-Modus, der automatisch zwischen schneller und langsamer Fequenz wechselt.

Interface-Vorteil: Man kann zwischen ausgeschaltet und höchster Lichtstufe einhändig wechseln, ohne erst noch den Clicky auf der Rückseite bedienen zu müssen.

Die verbaute Cree XPL-W2 bietet ein angenehm neutrales, nicht zu kühles Licht, das sich meist ideal für fotografische Zwecke nutzen lässt. Es ähnelt Tagelichtlampen und kommt von der Farbtemperatur einem sonnigen Tag um die Mittagszeit nahe. Wir haben eine Farbtemperatur im Spot von 5.500 Kelvin ermittelt.

Der äußere Lichtkranz ist vollständig spillfrei und liefert somit ein breitflächiges, homogenes Licht. Im Zentrum um den Spot herum findet sich eine 4blättrige Blüte, die auf größere Distanzen kaum störend auffällt, im Nahbereich bzw. auf unstruktierten Flächen wie Häuserwänden aber erkennbar bleibt. Der recht eng gezogene Spot leuchtet auf 1m Distanz eine Fläche von rund 8cm aus und ist spillfrei und homogen. Auf 100m Entfernung kann man Motive noch sehr hell ausleuchten und dann etwa eine Fläche von 10m regelmäßig sehr gut erkennen. In der Praxis sind natürlich auch noch weitere Distanzen ausleuchtbar, auch wenn Leuchtweiten oberhalb von 300m in der Praxis selten Anwendung finden und oft auch durch Dunst etc. begrenzt werden.

Der Tubus hat einen Durchmesser von 49mm und fordert daher schon recht große Halterungen wie eine Superklemme ein, wenn man die K40L auf einem Stativ einsetzen möchte. Mit einem Kopfdurchmesser von 73mm ist es auch nicht ganz leicht einen Diffusor zu finden, wenn man das Licht weich machen möchte.

Im Lieferumfang ist ein Holster, eine Handschlaufe sowie Ersatz-Dichtungsringe enthalten. Die generelle Verarbeitung ist hervorragend, die Anodisierung einwandfrei. Der Schaltkranz ist auch einhändig noch gut bedienbar, wenngleich er noch eine idee leichtgängiger sein könnte. Schade, dass Acebeam das Gewinde mit Klebefett gängig macht. Da sollte man etwas aufpassen, mit ihm nicht zu sehr in Kontakt zu kommen, um sich klebrige Finger zu ersparen. Der Akku-Käfig ist ansonsten sehr hochwertig mit Stegen und Kopfteilen aus Metall verbaut und wirkt sehr robust. Er nimmt auch Flat-Top-18650'er-Akkus entgegen und kann somit alle Arten von 18650'er-Akkus verarbeiten. Schön auch, dass der Käfig aufgrund Verpolungsschutz beliebig herum eingesteckt werden kann, was ein Akkuwechsel in der Dunkelheit erleichtert.

 


Aufnahmeparameter: 1/30s - f1,4 - ISO 2.000 - AWB  - EOS 5D IIII - 24mm - Distanz zum Wegende ca. 100m

alle Beamshots im Direktvergleich (für Mitglieder)
 

K40-Serie: Direktvergleich bei höchster Leuchtstufe. Unten der Zoom auf 100m-Distanz zeigt, dass die K40L weiter als die K40M leuchtet aber hier nicht ganz an die K40S heranreicht!


Fazit


Die Acebeam K40L ist ein grundsolider Thrower, der entfernte Motive in angenehm neutraler, nicht zu kühler Farbtemperatur schön hell und klar ausleuchtet, dabei aber auch das nähere Umfeld noch etwas erhellt. Damit ist die K40L durchaus noch als Allrounder anzusehen. Das Interface ist simpel und dank Drehkranz auch einhändig intutiv bedienbar. Dank Clicky und 0-Stellung am Drehkranz ist auch eine doppelte Transportsicherung gegen versehentliches Einschalten gegegeben.

Mit 507gr (ohne Akku) und einer Baulänge von rund 19cm ist die K40L eine satt in der Hand liegende, nicht übermäßig große Power-LED, die man noch in eine Manteltasche oder Fototasche unterbringt, die sich dort aber schon etwas breiter macht. Erfreulich ist ein im Lieferumfang enthaltenes Holster. Anwendungen am Stativ fordern aber schon eine größere Superklemme und wegen des schon größeren Kopfes ist es nicht leicht, hier einen passenden Diffusor zu finden, wenn das Licht breitflächiger und weicher gemacht werden soll.

Mit einem Straßenpreis um 120 Euro ist die K40L eine vergleichsweise günstige Power-LED-Lampe und liefert ein hervorragendes Preisleistungsverhältnis.

Wir ziehen von der Höchstwertung 0,5 Sterne ab; hauptsächlich wegen eingeschränkter Kompatibilität zu Diffusoren bzw. der Erfordernis, beim Stativeinsatz große Klemmen nutzen zu müssen. Benötigen Sie diese nicht, betrachten Sie die Wertung als "hervorragend - 5 Sterne".

Traumflieger-Wertung: sehr gut  - 4,5 Sterne

> ACEBEAM K40L hier kaufen / passende Akkus (3 erforderlich) / Akku-Ladegerät / Superklemme als Stativhalterung

Kurzfazit: Die Acebeam K40L ist eine satt in der Hand liegende, aber noch nicht zu schwere Power-LED, mit eng gezogenem Spot, ohne das Umfeld dabei außer Acht zu lassen. Das Preisleistungs-Verhältnis ist super!

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neu im Test: Acebeam K40M (Cree MT-G2 q0)


Die Acebeam K40M zählt zu den ausgewachsenen aber noch gut mitführbaren Power-LED-Lampen!

Mit rund 19cm Länge und knapp 500gr (ohne Akku) ist die Acebeam K40M noch mobil aber kein ganz leichter Kandidat mehr!

Die Acebeam K40M folgt dem generellen Bedienkonzept der K40-Serie und nutzt den intuitiven Drehkranz, um einhändig per Rastposition eine von 6 Helligkeitsstufen schnell zu erreichen. Für Energie sorgen drei 18650'er-Akkus, die mit der Cree MT G2 und einem tief liegenden, SMO-Reflektor für ordentlich Lichtleistung sorgen. Mit von uns gemessenen 2.400 Lumen ergibt sich ein hoher Gesamt-Lichtstrom, der sich in einer Kombination aus Thrower und Flooder verteilt. Für Reichweite sorgt der zentrale Spot, der mit von uns gemessenen 88.700 Lux noch Motive bis auf knapp 600m Distanz erhellt. Aber auch das Umfeld kommt nicht zu kurz und wird breitflächig und heller als bei den anderen K40-Modellen erleuchtet. Bei voller Leistung ergibt sich ein unglaublich hell erleuchtetes Umfeld mit Fokus auf eine Fernsicht. Damit ist die K40 ein interessanter Allrounder.

Das Bedienkonzept ist gleichmaßen intutiv wie praktisch und zur weiter oben vorgestellten K40L oder auch einer K40S identisch. Per Clicky wird an der Hinterseite die K40M ein oder ausgeschaltet und per Drehkranz erreicht man insgesamt 8 Rastpositionen, wobei 6 verschiedene Helligkeitstufen ansteuern, eine schaltet die K40M dabei aus und die 8. Stufe triggert einen Stroboskop-Modus, der automatisch zwischen schneller und langsamer Frequenz wechselt.

Vom Lichtbild leuchtet der innere, harte Spot einen Durchmesser aus 1m Distanz von rund 13cm aus. Er ist dabei an kritischen Motiven vor allem im Nahbereich und auf mittlere Distanzen noch mit einem inneren Muster durchsetzt, also nicht ganz homogen. Der äußere Leuchtkreis deckt auf 1m Distanz rund 1,50m im Durchmesser ab. Er ist artefaktefrei und somit homogen, wenn man von einer leichten Farbtemperaturabweichung absieht, die im zentraleren Bereich minimal warmtöniger als im äußeren Bereich daherkommt (Zentrum: 4300, Spill: 4100 Kelvin). Dennoch kann das Lichtbild und die Farbtemperatur als insgesamt noch recht gleichmäßig angesehen werden. Die generelle Farbtemperatur ähnelt dabei einer untergehenden Sonne.

Mit einem Tubus-Durchmesser für den Handgriff von 49mm werden beim Stativeinsatz schon größere Superklemmen gefordert. Auch der Kopf-Außendurchmesser von 73mm ist schon etwas groß, um hier noch Aufsteck-Diffusoren im Markt zu finden (die meist bei 50mm enden).

Wie in der Acebeam K40-Serie gewohnt ist auch bei der K40M nicht nur der Akku-Käfig hochwertig hauptsächlich in Metall gehalten und kann wegen Verpolungsschutz in beiden Richtungen eingesetzt werden sondern auch im Lieferumfang ist ein praktischer Holster, eine Handschlaufe sowie Ersatz-Dichtungsringe enthalten.

 


Aufnahmeparameter: 1/30s - f1,4 - ISO 2.000 - AWB  - EOS 5D IIII - 24mm - Distanz zum Wegende ca. 100m

alle Beamshots im Direktvergleich (für Mitglieder)
 

K40-Serienvergleich: Direktvergleich bei höchster Leuchtstufe. Die K40M leuchtet aus dem Trio das Umfeld heller aus, erreicht auf Distanz aber etwas weniger Helligkeit im Vergleich zur K40L bzw. K40S!


Fazit


Die Acebeam K40M leuchtet hell, gleichermaßen breitflächig wie weit. Damit ist sie eine der interessantesten Allrounder-Modelle überhaupt am Markt. Das Interface ist - wie in der K40-Serie gewohnt - intuitiv und 6 Helligkeitsstufen sowie ein Stroboskop können bequem einhändig per Dreh am gerasteten Einstellkranz erreicht werden. Selbstredend merkt sich die K40M auch nach dem Ab- und Einschalten per Clicky die zuletzt genutzte Helligkeitsstufe.

Mit 498gr (ohne Akku) und einer Baulänge von rund 19cm liegt die K40M durchaus satt in der Hand und füllt schon eine größere Manteltasche. Dank im Lieferumfang enthaltenem Holster kann man sie aber auch am Gürtel noch gut mitführen. Der Stativeinsatz fordert allerdings schon größere Superklemmen und Aufsteck-Diffusoren sind wegen 73mm Kopfdurchmesser auch schwer am Markt zu bekommen.

Wer ein mobiles, sehr helles Flutlicht mit einem kleinen Schwerpunkt auf entferntere Motive sucht, wird an der Acebeam K40M kaum vorbeikommen zumal sie auch in der Preisklasse um 120 Euro praktisch konkurrenzlos ist. Eine K40L zieht den Spot hingegen schärfer, was auch für die K40S gilt. Beide sind daher eher für den Fernblick gedacht, während die K40M sich am ehesten im Allround-Einsatz bewährt und auch das unmittelbare Umfeld noch stärker beleuchtet.

Wir ziehen von der Höchstwertung für die K40M 0,5 Sterne ab; hauptsächlich wegen eingeschränkter Kompatibilität zu Diffusoren bzw. der Erfordernis, beim Stativeinsatz große Klemmen nutzen zu müssen. Benötigen Sie diese nicht, betrachten Sie die Wertung als "hervorragend - 5 Sterne".

Traumflieger-Wertung: sehr gut  - 4,5 Sterne

> ACEBEAM K40M hier kaufen / passende Akkus (3 erforderlich) / Akku-Ladegerät / Superklemme als Stativhalterung

Kurzfazit: Die Acebeam K40M ist ein satter Allrounder mit extremer Lichtleistung (2.400 Lumen, eigene Messung), der gleichmaßen Entferntes wie auch den Nahbereich sehr hell ausleuchtet. Das Preisleistungs-Verhältnis ist praktisch konkurrenzlos!

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Neu im Test: Acebeam K40S (Cree XPL Hi)


Die Acebeam K40S ist ein ausgewachsener, lupenreiner aber noch mobiler Thrower!

Mit rund 19cm Länge und knapp 500gr (ohne Akku) ist die Acebeam K40S nicht mehr die kompakteste aber dennoch gut mitführbare Power-LED.

Die Acebeam K40S ist als reinrassiger Thrower auf Reichweite getrimmt. Dank tief im Smooth-Reflektor versenkter Hochleistungs-LED neuester Generation (Cree XP-L Hi) sind Leuchtweiten bis 916m mit von uns gemessenen 210.000 Lux möglich. Dennoch wird auch das Umfeld noch bedacht und dezent und weitgehend artefaktefrei ausgeleuchtet. Von der Leuchtweite spielt die Acebeam K40S klar in der Weltrekordliga mit, zu denen man eine Firefoxes FF4 und auch eine Olight SR95S zählt. Letztere sind aber größer, schwerer und teurer als die K40S!

Vom Bedienkonzept findet sich der aus der K40-Serie bekannte Einstellkranz, der 6 Leuchtstufen einhändig intuitiv erreichbar macht und die Stufen auch nach dem Aus- und Wiedereinschalten via Tail-Clicky vormerkt. Dank Standby-Position am Einstellkranz kann man die K40s aber auch einhändig abschalten und über eine Rastposition auch gleich wieder auf höchster Leuchtstufe betreiben. Damit realisiert sie ein perfektes Einhand-Konzept! Die 8. Rastposition triggert dann einen Stroboskop-Modus.

Das Lichtbild teilt sich in drei generelle Regionen, wobei der harte Spot im Zentrum homogen und warmtönig daherkommt. Auf 1m Distanz leuchtet er einen Durchmesser von rund 7cm aus (auf 100m also rund 7m). Um den Spot findet sich eine in der Outdoorpraxis regelmäßig unauffällige Korona, die allerdings weitgehend artefaktefrei daherkommt. Der äußere Leuchtkreis zeigt paktisch keine Farbvarianzen und kommt spillfrei daher. Insgesamt zeigt die K40S somit ein harmonisch-ruhiges Leuchtbild in einer warmtonigen Farbtemperatur (lt. unserer Messung 3.800 Kelvin).

Wer einen Stativeinsatz plant, benötigt wegen Griff-Durchmesser von 4,9cm meist eine größere Superklemme. Aufsteckdiffusoren sind wegen 73mm Kopfdurchmesser auch Mangelware.

 


Aufnahmeparameter: 1/30s - f1,4 - ISO 2.000 - AWB  - EOS 5D IIII - 24mm - Distanz zum Wegende ca. 100m

alle Beamshots im Direktvergleich (für Mitglieder)
 

K40-Serienvergleich: Direktvergleich bei höchster Leuchtstufe. Die K40S leuchtet auf Distanz am hellsten, der zentrale Spot wird dafür am engsten gelegt!


Ultra-Thrower-Vergleich: Auch mit den derzeit lichtstärksten Throwern der 400-Euro-Preisklasse Nitecore TM36 und einer Olight SR95S kann die Acebeam K40S mithalten!

Aufnahmeparameter: ISO 1.600 - 1/25s - f1,4 - 24mm - AWB


Fazit


In der linken Hand nutzen wir die K40S als ultimativen Thrower, um ein Lichtschwert-Foto aufzunehmen (mehr dazu hier)!

Die Acebeam ist ein ultimativer Thrower der obersten Liga und spielt von der Leuchtweite in der Weltrekordklasse wie eine Firefoxes FF4 bzw. einer Olight SR95S oder einer Nitecore TM36 Lite bzw. Acebeam K70 mit. Dabei bleibt die K40S aber deutlich mobiler und preisgünstiger. Wer allerdings einen noch insgesamt schlankeren Ultra-Thrower sucht, der sollte sich unbedingt auch die Acebeam T20 ansehen!

Dank äußerem Leuchtkreis deckt die K40s aber auch noch etwas Umfeld ab, so dass man nicht wie mit einem reinen Laserschwert durch die Nacht marschieren muss. Dennoch sollte man sich über das Throw-Konzept der K40S im klaren sein. Man hat hier schon eher ein Brennglas und weniger ein gutmütiges, breitflächiges Flutlicht. Der Funfaktor ist allerdings entsprechend hoch!

Vom Bedienkonzept macht die K40s alles richtig und liefert den einhändig gut erreichbaren Einstellkranz mit Memorie-Funktion, der praktischen Standby-Funktion und sichert gegen versehentliches Einschalten durch einen Clicky zusätzlich den Transport. Standfuss-Funktion, Wegrollschutz und einen im Lieferumfang enthaltenen Holster vervollständigen die Featureliste.

Eigentlich machen wir bei erschwertem Stativeinsatz bzw. Nichtverfügbarkeit von Aufsteckdiffusoren einen 0,5-Sterne-Abzug. Da die K40S aber als Ultra-Thrower und dabei vergleichsweise mobil und gut bedienbar daherkommt, fängt sie den Nachteil über einen 0,5-Sterne-Expertenbonus wieder auf!

Traumflieger-Wertung: super  - 5 Sterne

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Kurzfazit: Die Acebeam K40S ist ein gnadenloser Thrower mit einer Reichweite von knapp 1km. Dennoch kommt auch das Umfeld nicht zu kurz.  Das Preisleistungs-Verhältnis ist herausragend!

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Neu im Test: Acebeam K60 (Cree XHP70)


Die Acebeam K60 ist eine zwar noch gut mitführbare aber mit solo 618gr und rund 21cm Baulänge schon ziemlich eindrucksvoll gebaute Power-LED-Lampe

Im Testfeld platziert sich die K60 schom im Drittel, mit etwas länger gebauten Rohren!

Brachiale 5.000 Lumen proklamiert Acebeam für die K60. Tatsächlich erreicht sie auch lt. unserer Messung fast den Nominalwert und liegt mit 4.850 Lumen nur wenig hinter der Spezifikation. Damit zählt sie zur absoluten Spitzengruppe der noch gut mitführbaren LED-Taschenlampen mit dem höchsten, real erzielbaren Lumenoutput. Überraschen mag, dass die Acebeam K60 gleichermaßen auf Reichweite getrimmt ist und bei unserer Messung aus realer 1m-Distanz knapp 150.000 Lux erreicht. Befeuert wird sie durch eine tief im OP-Reflektor liegende Cree SBT70. Damit erzielt sie einen Throw von rund 720m, gibt aber gleichzeitig noch ordentlich Licht für eine Umgebungsaufhellung ab. Sie ist gleichermaßen Thrower wie Fluter und kann als echter Allrounder angesehen werden.

Eine Fenix RC40 erreicht zwar im Prinzip näherungsweise und von der Leuchtcharakteristik ähnliche Werte, ist aber insgesamt nochmals deutlich länger und sperriger gebaut. Auch Acebeam hat mit der X60M einen länger gebauten Kandidaten, der mit nominell 10.000 Lumen noch mehr Lichtleistung abgibt (Test folgt). Die K60 ist dennoch eine ausgewachsene Lampe, die mit solo 618gr zuzüglich rund 200gr für die insgesamt 4x 18650'er-Akkus und einer Baulänge von rund 21cm schon sehr satt in der Hand liegt.

Acebeam bleibt beim gewohnten und bewährten Bedienkonzept und setzt auf einen einhändig bedienbaren Einstellkranz, der 6 Leuchtstufen per Rastung ansteuert. Die 7. Stufe schaltet in den Standby-Betrieb und per 8. Rastung wird ein Stroboskop-Modus aufgerufen. Im Tail findet sich der Clicky für die generelle Inbetriebnahme (mit Forward-Funktion, um sie direkt mit der letzten Leuchtstufe per festgehaltenem Druck zu triggern). An unserem Testmuster lässt sich das Rotation-Wheel gut einhändig und noch leichtgängig genug bedienen, wenngleich dies nicht immer und für alle Muster gelten muss, wie manch Webbeitrag etwa im Tachenlampenforum berichtet.

Die höchste Stufe hält mit guten Akkus (3.400'er oder 3.500mAh) im Schnitt gute 50min, dann schaltet sie in die nächstniedrigere Stufe 5 von nominell 5.000 auf 4.000 Lumen. Dabei wird sie allerdings schon - insbesondere am Drehkranz - richtig warm, was bei der Leistung auch nicht wirklich verwunderlich ist.

Auf 1m-Distanz zeigt sie einen Spot von 18cm (100m = 18m), der allerdings nicht wie bei reinen Throwern hart gezogen ist sondern etwas weicher ausfaded. Der äußere Lichtkreis ist dabei spillfrei und weitgehend homogen. Die Farbtemperatur geht in den Bereich eines beginnenden Cool-White, bleibt aber mit den von uns gemessenen, durchschnittlichen 5.650 Kelvin im Bereich von Tageslichttemperaturen, ohne dabei ins Blaustichige zu tendieren. 

 


Aufnahmeparameter: 1/30s - f1,4 - ISO 2.000 - AWB  - EOS 5D IIII - 24mm - Distanz zum Wegende ca. 100m

alle Beamshots im Direktvergleich (für Mitglieder)
 


Fazit


Als Allrounder mit einem real erzielbaren Output von sagenhaften 4.850 Lumen und knapp 150.000 Lux bietet die K60 sowohl richtig viel Reichweite als auch genügend Umgebungsaufhellung. Damit ist sie gleichmaßen praktisch, um großflächige Feldbereiche zu überblicken als auch Spots auf Distanz zu erhellen. Und bringt nicht nur richtig Fun sondern ist schlicht praktisch. Wenn man sich mit Größe und Gewicht anfreunden kann. Sie ist sicherlich keine Immerdabei-Lampe sondern setzt schon einen gezielteren Einsatz voraus. Dennoch ist sie kein sperriges Langrohr wie man es von der Fenix RC40 oder den diesbezüglich unsäglichen LED-Lenser X21-Derivaten kennt.  Mobilitätsfördernd ist - wie von Acebeam gewohnt - ein Holster im Lieferumfang enthalten.

Der Griff-Rohrdurchmesser ist allerdings mit 50mm nicht besonders stativfreundlich. Auch der Kopf-Außendurchmesser kommt Aufsteck-Diffusoren mit 88mm nicht gerade entgegen.

Wer sich mit einem Einsatzgewicht von rund 820gr und 21cm Baulänge anfreunden kann, der bekommt ein Lichtmonster und wird reichlich Freude haben und Eindruck schinden. Allerdings sollte man ggf. auch eine schlankere Alternative mit einer in der Praxis von der Lichtleistung nicht allzu weit entfernt liegenden Acebeam K40M in Erwägung ziehen - mit der dort verbauten Cree MT-G2 kommt sie Freunden eines wärmeren Farbtons auch entgegen. Auch eine Nitecore TM26 spielt in einer ähnlichen Lichtleistungs-Liga bei sogar noch kompakteren Abmessungen, bewegt sich allerdings preislich in anderen Regionen. Die bislang bei vielen beliebte Fenix TK75 muss sich zumindest von der brachialen Leistung der Acebeam K60 geschlagen geben, wenngleich letztere noch immer eine sehr leistungsfähige Alternative bleibt.

Wegen Experten-Bonus "brachialer Allrounder", sehr gutem Interface und hochwertiger Verarbeitung vergeben wir die Höchstnote!

Traumflieger-Wertung: hervorragend  - 5 Sterne

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Kurzfazit: Die Acebeam K60 ist ein sehr satter Allrounder mit extremer Lichtleistung (knapp 5.000 Lumen), der gleichmaßen Entferntes wie auch den Nahbereich sehr hell ausleuchtet.

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Neu im Test: Acebeam K70 (Cree XHP35 hi)


Die Acebeam K70 ist 20,6cm lang und wiegt solo 588gr. Damit ist sie zwar noch mobil aber schon etwas kräftiger gebaut!

Im Testfeld platziert sich die K70 von der Bauhöhe mit 20,6cm im letzten Drittel der längeren LED-Lampen!

Acebeam feiert mit der K70 im März 2016 einen Neuzugang und proklamiert eine unglaubliche Reichweite von 1.300m bei einem Lichtstrahl mit einer Leuchtstärke von 422.000 Candela. Damit würde sie den Leuchtweiten-Weltrekord stellen, denn die Konkurrenz mit der Nitecore TM36 bzw. eine Olight SR95s UT liegen lt. Herstellerangaben noch unterhalb dieser Spezifikation.

Und tatsächlich können auch wir eine größere Distanzhelligkeit erkennen als die bisherige Reichweiten-Oberklasse. Unser Luxmeter weist auf 1m Distanz rund 262.000 Lux aus, während die Konkurrenz idR noch deutlich unterhalb dieses Wertes angesiedelt bleibt. Auch auf die messtechnisch konsistentere 12m Distanz ergeben sich rund 3.300 Lux was zurückgerechnet auf 1m tatsächlich der Herstellerangabe mit 422.400 Candel bzw. Lux entspricht.  Eine Nitecore TM36 (Lite) messen wir auf 12m mit 2.300 Lux und eine Olight SR95S UT mit 1.800 Lux. Eine Acebeam K40S erreicht hier 1.700 Lux während wir für die HID Firefoxes FF4 hier knapp 2.700 Lux ermitteln. Die Thrunite TN42 toppt allerdings sogar die Acebeam K70 nochmals in Sachen Lumenausbeute auf Distanz (ca. 3.700 Lumen).

Interessanter dürfte die Leistung auf größere Distanzen sein. Hier haben wir einen Leuchtturm und auch dunklere Baumgruppen auf 150m Entfernung untersucht. Auch wenn die Unterschiede hier nicht mehr so schlagend sind so ist die Acebeam K70 auch hier im Spot noch erkennbar heller!



Der Spot  der Acebeam K70 ist artefaktefrei und zeigt auf 1m-Distanz einen Durchmesser von ca. 10cm was einen Spot auf 100m Entfernung von rund 10m ergibt. Im Unterschied zur Nitecore TM36 bzw. einer Olight SR95S UT zeigt sich dort kein Donat (dunklerer Bereich) sondern eine durchgehende und weitgehend homogene Lichtfläche. Die Farbtemperatur der K70 verorten wir etwa bei 5.600 Kelvin. Damit weist sie sich im Bereich eines Coolwhite aus, ohne jedoch blaustichig zu leuchten.

Das Interface hat Acebeam mit einem Smartring erfreulicherweise beibehalten und bietet 6 Leuchtstufen, eine Off-Stellung sowie eine Stroboskop-Position an. Der Ring kann also einhändig gedreht werden. Gegenüber bisherigen K-Modellen ist die Haptik allerdings durch Erhebungen bzw. Kreisvertiefungen verbessert worden. So kann der Anwender auf den Ring seitlich besseren Druck ausüben und findet den Ring auch noch schneller im Dunkeln (wobei er eh idR gleich in Griffposition zu finden ist).

Im Inneren findet sich der gewohnt hochwertige Acebeam-Käfig, der praktisch alle Arten von 18650-Akkus aufnimmt. Egal ob geschützt oder ungeschützt, ob button-top oder flat-top - der Käfig schluckt klaglos alle 18650'er-Typen.

Auf der Rückseite findet sich ein Tailstand sowie einen Forward-Clicky. Acebeam gibt die für Taschenlampen höchste Wasser-Schutzklasse mit IPX8 (2m Wassertiefe) an. Der Lieferumfang bietet eine Holster sowie Lanyard.


 


Aufnahmeparameter: 1/30s - f1,4 - ISO 2.000 - AWB  - EOS 5D IIII - 24mm - Distanz zum Wegende ca. 100m

alle Beamshots im Direktvergleich (für Mitglieder)
 


Fazit


Acebeam greift mit der K70 zum Reichweiten-Rekord und zeigt auch in unserer Vergleichmessung die größte Distanzhelligkeit. Dabei kann uns die K70 durch das gewohnt praktische Interface mit Einhandbedienung aber auch durch einen nochmals griffigeren Ring dank zahnkranzartiger Erhebungen bzw. Vertiefungen überzeugen. Auch sehr lichtschwache Stufen mit bis zu 1 Lumen sind einstellbar, was für bisherige Ultrathrower eher ungewöhnlich ist. Der Käfig schluckt alle Arten von 18650'er-Akkus.

Im Vergleich ist die Acebeam K70 zu einer Nitecore TM36 (Lite) nochmals spürbar leichter und wiegt mit 4 x 18650'-Akkus rund 788gr, während die TM36 Lite nicht nur kopflastig sondern auch um rund 300gr schwerer daherkommt. Eine Olight SR95S UT ist hingegen incl. Akkupack mit rund 1,2KG nochmals spürbar schwer und auch rund 12cm länger gebaut.

Insgesamt gehört die Acebeam K70 mit zur Spitzenklasse bei den ultra-reichweitenstarken, noch mobilen Taschenlampen und schlägt im Spot sogar eine HID wie die Firefoxes FF4 durch erkennbar mehr Helligkeit. Die zwischenzeitlich angekündigte und mit einer vergleichbaren Reichweite angegebenen Acebeam K50 V3 soll lt. Hersteller nicht weiter im Handel vertrieben werden. Eine seit Anfang 2017 verfügbare Thrunite TN42 setzt allerdings noch etwas mehr an Throw drauf.

Nichtsdestotrotz kann man mit einer etwas günstigeren und leichteren Acebeam K40S einen in der Praxis auch sehr hellen Throw erreichen und bleibt noch mobiler - wenn man sich mit der etwas wärmeren Farbtemperatur der K40S anfreunden kann. Wer allerdings Maximaleistung will, wird mit der noch mobilen Acebeam K70 seine helle Freude haben!


Traumflieger-Wertung: hervorragend  - 5 Sterne

> Acebeam K70 hier kaufen / passende Akkus (4 erforderlich) / Akku-Ladegerät / Traumflieger Taschenlampenhalterung MC1 - Superklemme als Stativhalterung

Kurzfazit: Die Acebeam K70 bietet Reichweite pur und beleuchtet entfernte Motive extrem hell. Derzeitiger Weltrekord bei den Ultrathrowern!

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Neu im Test: Acebeam T20 (Cree XP-L hi)


Die Acebeam T20 ist zwar etwas länger gebaut, dafür aber mit schlankem Rohr und kann auch optional noch verkürzt werden!!

Voll ausgebaut ist die T20 25cm lang, wiegt aber solo nur 286gr. Optional kann das Rohr noch auf 19cm verkürzt werden!

Ultra-Thrower aber dabei schön schlank gebaut. So kann man die Acebeam T20 kurz umschreiben. Sie nutzt nur zwei 18650'er-Akkus und erzielt lt. Hersteller eine fulminante Reichweite von 1.050 Metern!  Grund für den extremem Throw ist ein vergleichsweise riesiger SMO-Reflektor, der die neueste LED-Generation mit einer hocheffizienten Cree XP-L hi nutzt. Auch wenn Acebeam mit einer Angabe von 275.500 cd wirbt, so liegt unsere Messung mit 221.400 Lux zwar darunter, zeigt aber noch immer, dass hier ein Lichtschwert mit extremer Reichweite vorliegt. Umgerechnet kommen wir so noch auf eine Leuchtweite von 941 Metern!

Der besonders schlanke Rohrduchmesser hat zwei Gründe: die 18650'er-Akkus liegen hintereinander im Rohr und beanspruchen so weniger Durchmesser. Acebeam kann so eine Breite von 2,54cm realisieren, was mit 1'' dem Rohrschellendurchmesser von Jagdgewehren entspricht. Dem Anwender hierzulande muss diese Kompatiblität aber egal sein, da die Jagd in Deutschland mit Kunstlichteinsatz verboten ist. Wem die Acebeam T20 zu lang gebaut ist, der kann sie aber verkürzen und ein Teilstück einfach abschrauben. So wird sie dann nurnoch mit einem 18650'er betrieben und von 25 auf 19cm deutlich verkürzt. Die Lichtleistung sinkt dadurch aber praktisch kaum ab (gemessene 150.000 Lux), nur die Leuchtdauer verkürzt sich auf die Hälfte. Und so verkleinert ist sie durchaus eine schlanke, sehr mobile Power-LED-Lampe, die dabei einfach sehr handlich bleibt, wenn man vom großen Kopf einmal absieht.

Statt eines Rotation-Rings setzt Acebeam bei der T20 auf zwei Daumen-Taster: einer steppt 5 Leuchtstufen durch, während der obere via Dauer-Druck einen Stroboskop-Modus aktiviert. Die zuletzt aufgerufene Leuchtstufe merkt sich die T20 auch, wenn man sie generell via Clicky an der Endkappe ab- und wiedereingeschaltet hat. In der Praxis funktioniert das Prinzip gut, wenngleich wir gerne auch eine Standby-Stellung sowie eine separat aktivierbare, volle Powerstufe (z.B. statt des Stroboskop-Modus) auf den Daumentastern bevorzugt hätten. Acebeam nutzt hier aber ein gängiges Tasteninterface, wie man es z.B. auch ähnlich bei Fenix findet. In der Praxis wechseln wir dabei häufiger einmal versehentlich von der höchsten Powerstufe auf die niedrigste, weil wir nicht mitgezählt haben und hofften, über die höchste Stufe hinaus noch mehr Leuchtpower zu erreichen. Das zu verhindern wäre mit einem separaten Taster für die maximale Leuchtstufe einfacher in der Bedienung gewesen. Nitecore realisiert die maximale Powerstufe z.B. einfach über einen langen Tastendruck, was auch eine gute Option ist, wenngleich dies für Einsteiger dann leider auch nicht mehr so ganz intuitiv ist.

Wie erwähnt, ist die T20 konzeptionell als reinrassiger Lichtwerfer ausgelegt und bietet einen hart gezogenen Spot, der auf 1m Distanz einen Kreisdurchmesser von rund 7cm anliefert (auf 100m dann ca. 7m). Dabei wird auch das Umfeld mit einem weiteren Leuchtkreis etwas aufgehellt. Das Bild ist artefaktefrei und auch von der Farbtemperatur angenehm homogen. Sie leuchtet eher warmtönig mit lt. unserer Messung von ca. 3.800 Kelvin. Damit entspricht sie von der Wärme exakt einer Acebeam K40S und ähnelt stark Modellen, die eine ebenfalls warmtönige Cree MT-G2 verwenden (wie z.B. eine Eagtac SX25L3 MT-G2).

Während der Lampenkopf mit einem Außendurchmesser von 71mm idR nicht mehr zu Aufsteckdiffusoren affin ist, so kann man dank schmalen Griffrohres von 2,54cm noch gut schlanke Taschenlampen-Halterungen verwenden, um die T20 auf dem Blitzschuh einer Kamera oder auf einem Stativ zu nutzen.

 


Aufnahmeparameter: 1/30s - f1,4 - ISO 2.000 - AWB  - EOS 5D IIII - 24mm - Distanz zum Wegende ca. 100m

alle Beamshots im Direktvergleich (für Mitglieder)
 


Fazit


Die Acebeam T20 ist ein Spezialist, der auf maximale Leuchtweite ausgelegt ist. Knapp 1KM Reichweite sind auch laut unserer Messung mit 221.400 Lux drin. Da stört es wenig, dass wir statt der angegebenen 1.500 Lumen nur 1.100 Lumen als Gesamtlichtoutput messen konnten. Besonders wenn man die T20 durch Entnahme des Teilstücks verkürzt, bringt Acebeam mit ihr eine Throwpower, wie man sie ansonsten nur viel kräftiger und massiver gebauten LED-Lampen wie einer Olight SR95S oder eine Firefoxes FF4 angeliefert bekommt.

Sowowhl von der Leuchtweite als auch dem warmtönigen Licht bzw. dem generellen Leuchtbild entspricht sie ziemlich genau der noch schlanken aber schon etwas kräftigeren Acebeam K40S. Die T20 bleibt dabei aber noch mobiler. Wer zwischen der K40S und einer T20 entscheiden möchte, der wird höchstwahrscheinlich überlegen, ob er lieber etwas mehr Gewicht und Volumen einer K40S in Kauf nimmt, dafür aber einen intuitiven Rotation-Ring sowie Tail-Standfähigkeiten nutzen kann oder doch lieber auf das schlankere Design der T20 zurückgreift und die Tasterlogik dafür verwendet. Konzeptionell ähnelt allerdings auch einer Eagtac M30LC2 der T20.

Stärken hat die T20 nicht nur als sehr mobiler Ultra-Thrower sondern wegen schlanken Griff-Rohres auch aufgrund der Kompatiblität zu schlanken Taschenlampenhalterungen, die eine K40S so nicht bietet.


Traumflieger-Wertung: hervorragend  - 5 Sterne

> ACEBEAM T20 hier kaufen / passende Akkus (1 oder 2 erforderlich) / Akku-Ladegerät / passende, schlanke Taschenlampen-Halterung für Kamera-Blitzschuh oder Stativ

Kurzfazit: Die Acebeam T20 ist ein besonders mobiles Lichtschwert, das aber auch noch etwas Umgebungsaufhellung bietet

 

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Neu im Test: Acebeam X60M (Cree MT G2 q0)


Die Acebeam X60M ist schon etwas mächtiger und länger gebaut!

850gr plus 300gr für 6 Akkus auf einer Länge von 28cm resultieren in einer unglaublichen Lichtleistung an der X60M!

Mit 10.000 Lux verspricht Acebeam eine Gesamtlichtlichteistung, die so am Markt einzigartig in einem noch mobilen Lampengehäuse bereitgestellt wird. Dabei werkeln gleich 3 Cree MT G2-LEDs in einem Reflektor, der eher als Fluter als auf Reichweite ausgelegt ist. Die schiere Leistung befeuert aber dennoch reichlich Licht auf Entfernung. Warum unser Luxmeter allerdings 114.200 statt der angegebenen 69.000 cd auf 1m Distanz anzeigt bleibt rätselhaft. Realistischer ist hier ausnahmsweise die Herstellerangabe, wie wir später auf den Beamshots auch im Vergleich zu anderen LED-Lampen erkennen.

Die Messung des Lumen-Outputs ergibt hingegen einen Wert von 7.180 Lumen und liegt schon etwas unterhalb der in Aussicht gestellten 10.000 Lumen. Der Grund ist einfach: Acebeam rät dazu, die X60M mit ungeschützten 18650'er und 20Ampere-Akkus zu betreiben, um die volle Leistung zu entfalten. Wir nutzen aber per Standard geschützte 3.400mAh-Akkus und erreichen daher nicht die volle Lichtleistung, werden aber eine entsprechende Messung bei nächster Gelegenheit nachholen. Nichtsdestotrotz: auch 7.180 Lumen sind ein Rekordwert. Dabei erfreut unser Auge auch die auf uns angenehm wirkende Cree MT G2 q0, die Acebeam mit 5.000 Kelvin angibt. Sie wirkt weder zu kühl noch zu warmtönig und gibt Naturmotive sehr angenehm wider.

Vergleich mit festem Weißabgleich von 5.000 Kelvin zu anderen, lichtstarken Taschenlampen:


Wie von Acebeam gewohnt, bietet auch die X60M ein simples aber intuitives Interface. Ein leichtgängiger Einstellring ist sogar stufenlos bedienbar und kann die X60M frei dimmen. Das ist Luxus pur und ähnliches haben wir nur an der X40 oder an Nitecore SRT-Modellen gesehen. Eine Rastposition findet sich im Uhrzeigersinn mit einer separaten Low-Lightstufe bei nominell 30 Lumen und gegenüberliegend ein Stroboskoplicht. Komfortabel ist auch die interne Lademöglichkeit via per Magnetkopf andockbarem Kabel. Tailstand, eine Ladungsindiaktor-LED (dreifarbig) sowie ein toleranter und hochwertig aus Metallverstrebungen gefertigter Käfig für 6 x 18650'er-Akkus komplettieren die allerdings nicht ganz schlanke X60M.

Nachfolgende Lichtstufe Level 3 ist nur eine Stichprobe aus dem fei dimmbaren Bereich. Und - wie erwähnt - nutzen wir hier geschützte Akkus, die nicht ganz die volle Leistung entfalten aber noch immer brachiale 7.180 Lumen ermöglichen!


Aufnahmeparameter: 1/30s - f1,4 - ISO 2.000 - AWB  - EOS 5D IIII - 24mm - Distanz zum Wegende ca. 100m

alle Beamshots im Direktvergleich (für Mitglieder)
 


Fazit


Die Acebeam X60M liefert eine Rekord-Lichtleistung, die man mit ungeschützten Akkus auf die Spitze treiben kann. Auch mit den von uns genutzten, geschützten Akkus erzielen wir ein Lumenoutput, wie wir ihn bislang in keiner anderen mobilen Taschenlampe gesehen haben, wenn man von der noch lichtstärkeren Acebeam X65 absieht. Dabei wirkt das Licht angenehm natürlich in der Farbtemperatur und bietet sich an, großflächige Motive weitgehend spotfrei auszuleuchten.

Die X60M ist sicherlich keine Lampe, die man eben mal auf einen Spaziergang mitnimmt und schon eher für professionellere Anwender gedacht, die auf extreme Lichtleistung setzen. Und die werden mit ihr fraglos glücklich. Dazu trägt die makellose Verarbeitung sowie der Ausstattungskomfort bei. Freie Dimmbakeit mit einem leichtgängigen Einstellring ist schon Luxus pur.

Bei der Wertung sind wir etwas zwiegespalten: Wegen Rekord-Lichtleistung, Verarbeitung und Ausstattung hat sie fraglos die Höchstnote verdient. Fehlende Diffusoren und Kompatiblität zu leichten Stativhalterungen ändern daran wenig. Aber die X60M ist halt nicht mehr in der leichten und kompakten Lampenklasse angesiedelt. Und genau deswegen wird man es sich in der Praxis schon gut überlegen, ob man sie wirklich im Gepäck dabeihaben möchte. Letztlich ziehen wir daher doch einen halben Stern ab.

Traumflieger-Wertung: sehr gut  - 4,5 Sterne

> Acebeam X60M hier kaufen / passende Akkus (6 erforderlich) / Akku-Ladegerät // Superklemme als Stativhalterung

Kurzfazit: Die Acebeam X60M bringt eine brachiale Lichtleistung und super Aussatttung. Aber sie ist schon in der Oberliga vom Gewicht / Volumen aber auch vom Preis her angesiedelt!

 

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Neu im Test: Acebeam X65 (Cree XHP 35 High, 5x)


Die Acebeam X65 ist schon etwas mächtiger und länger gebaut!

Mit 1.290gr incl. des fest verbauten Akkupacks und einer Länge von rund 28cm ist die X65 noch mobil, gehört aber zu den größeren Power-LED-Lampen.

Acebeam gibt sagenhafte 12.000 Lumen für die X65 an und proklamiert im Herbst 2016 den Rekord hinsichtlich Leuchtweite bzw. Lichtausbeute. Und in der Tat, 12000 Lumen sind ein Wert, der uns anderweitig noch nicht untergekommen ist. Damit liegt sie zumindest nominell 2.000 Lumen oberhalb der X60m. Befeuert wird sie durch einen integrierten Akkupaack (6.400mAh, 14,8V), der auch gleich via im Lieferumfang enthaltenem Netzgerät geladen wird. Dafür dreht man eine Dichtungschraube aus dem Tail heraus und findet hier den Lade-Anschluss.

Als Leuchtweite gibt Acebeam für die X65 einrucksvolle 1.301 Meter und einen Candelawert von 423.000 auf 1m an. Ganz ähnlich also wie etwa für die mobilere Acbeam K70, die allerdings als reiner Ultrathrower und nicht als Suchscheinwerfer ausgelegt ist. Die X65 leuchtet zwar ebenfalls mit einem ziemlich hart gezogenen Spot in die Ferne, beleuchtet damit aber deutlich mehr Fläche als die reine Ultra-Thrower-Klasse. Auf 100m Distanz zeigt der Spot eine Breite von rund 20m während hier reine Ultra-Thrower wie z.B. die Acebeam K70 nur rund 8m Fläche bei vergleichbarer Helligkeit erfassen. Die X65 kann so noch größere Gebäude ausleuchten. Da hier 5 Cree XHP-35 High verbaut sind, zeigt sich das Leuchtbild auf ebenen Flächen als etwas blütenartig.

Die Farbtemperatur wirkt wie ein klassisches Cool-White, während sich die X60m hier deutlich wärmer gibt.

Das Interface

Das Interface ist als Ein-Button-Lösung realisiert. Die normalen Betriebsmodi Low, Mid und High werden über einfachen Druck erreicht, wobei man den Daumen durchgedrückt hält, um zwischen den drei Betriebsarten automatisch zu wechseln. Soll der Turobo gestartet werden, dann wird er via schnellem Doppeltip aus dem High-Modus aktiviert. Der Turbo MAX-Modus will aus dem Turbo-Modus noch einmal via Doppelklick aktiviert werden, um so die maximale Leuchtstärke zu erreichen. Die normalen Modi haben eine Memo-Funktion wobei die zuletzt genutzte Leuchtstufe beim Einschalten erneut aufgerufen wird. Via Doppelklick aus dem ausgeschalteten Modus erreicht man dann jedoch sehr schnell die Turbo-Stufe (mit 6.000 Lux). Der Firefly-Modus mit leuchtschwachen 4 Lumen wird aktiviert, wenn aus dem ausgeschalteten Stadium der Einschalter längere Zeit durchgedrückt festgehalten wird. Einen Stroboskop-Modus erreicht man aus dem ausgeschalteten Zustand, wenn man den Einschalter dreimal schnell nacheinander antippt.

Der Ladestand wird durch eine ringförmige Indikator-LED um den Einschalter realisiert, die solange grün bleibt, bis der Ladestand unterhalb von 40% fällt. Dann wechselt sie auf rot. Unterhalb von 10% lässt dann die Leuchtrkaft deutlich nach.



Aufnahmeparameter: 1/30s - f1,4 - ISO 2.000 - AWB  - EOS 5D IIII - 24mm - Distanz zum Wegende ca. 100m

alle Beamshots im Direktvergleich (für Mitglieder)
 


Fazit


Die Acebeam X65 ist als extremer Suchscheinwerfer ausgelegt, der auf große Distanzen dann Motive relativ breitflächig erfasst. Quasi ein mobiler Leuchtturm bzw. ein Suchscheinwerfer, wie er sich für die Küstenwache empfiehlt. Soviel Leuchtweite haben wir bislang nur an den Rekord-Throwern wie einer Acebeam K70 gesehen, ohne dass letztere dabei so viel Fläche erfassen können.

Das Interface ist als Einbutton-Lösung simpel gelöst. Ähnliches bietet auch Thrunite bzw. Nitecore oder Olight. Der integrierte Akkupack ist im Lieferumfang enthalten und als Sorglospaket kann es via im Lieferumfang enthaltenem Netzgerät gleich geladen werden. Dabei zeigt sich eine LED-Lampe beim Laden rot und wechselt bei vollem Akkustand auf grün. Vorbildlich ist die Möglichkeit, die X65 dank 1/4''-Anschlussgewinde auch direkt auf einem Stativ aufzusetzen.

Derzeit ist die X65 konkurrenzlos hinsichtlich des Gesamthelligkeits-Outputs. Eine Acebeam X60m leuchtet hingegen wärmer und noch flächiger ohne Artefakte im Spill aus. Dafür gibt es an der X65 deutlich mehr Power auf Distanz.

Unterm Strich stimmt alles an der Acebeam X65, wenn man mit der größeren Bauweise zu Recht kommt. Für die Manteltasche ist sie eindeutig überdimensioniert, der Transport wird über einen im Lieferumfang enthaltenen Tragegurt realisiert.


Traumflieger-Wertung: sehr gut  - 4,5 Sterne

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Kurzfazit: Die Acebeam X65 bringt unglaublich viel Leuchtkraft auf Distanz, ohne dabei jedoch - wie die reinen Ultra-Throwern - lediglich einen engen Kegel auszuleuchten.

 

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Dieser Report wurde am Dienstag, 04. Februar 2014 erstellt und zuletzt am Samstag, 28. Januar 2017 bearbeitet.

Leserkommentare:


Autor: Edgar 13.01.2017 - 21:28:40
Bewertung des Reports: 5 von 5 Sternen!
Vielen Dank für diesen genialen und ausführlichen Report.

1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich. Entscheiden Sie selbst:

Autor: Floky 28.11.2016 - 19:50:20
Bewertung des Reports: 5 von 5 Sternen!
Diesen report las ich zum ersten Mal. da wird endlich mal Klartext geschrieben und wenig Heuchelei.
Die Erklärungen zwischen Lux und Lumen und CD ist wirklich gut gelungen und erzeigt in mir die Erkenntnis, die vom Hersteller stammenden Leucht und Lichtwerte deutlich kritischer zu sehen als die tatsächlich gemessenen Werte.
Da ich selbst mehrere LED Taschenlampen besitze, ( die meisten von Lenzer) bisher, war mir dieser Bericht sehr viel wert.
Werde mich nach einiger zeit hier wieder einwählen um eventuell neue Kommentare und Wissen zu erlangen!

2 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich. Entscheiden Sie selbst:

Autor: Anonym2 13.11.2016 - 15:32:08
Bewertung des Reports: 5 von 5 Sternen!
Sehr guter Report die Hintergrund Infos sind einfach super selten so einen tollen Report gelesen, DANKE !!! für die tolle Info.

4 von 4 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich. Entscheiden Sie selbst:

Autor: Anonym1 12.10.2016 - 10:47:58
Bewertung des Reports: 5 von 5 Sternen!
Hat mir bei der Wahl sehr geholfen Danke!!!

2 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich. Entscheiden Sie selbst:

Autor: Stefan_tf 30.11.2014 - 08:50:21
@Anonym: der Test ist aktuell, das Erstell- und Überarbeitungsdatum ist direkt hier über den Kommentaren ersichtlich.

15 von 15 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich. Entscheiden Sie selbst:

Autor: Anonym 30.11.2014 - 07:12:32
Bewertung des Reports: 3 von 5 Sternen!
Ein Titel wie "neue Power..." ist nicht sehr informativ, wenn nicht deutlich erkennbar ist, auf welches Datum das "neu" Bezug nimmt. Der Report kann von 2005 sein oder 2011. Woher soll ich das wissen? Sicher war jeder Beitrag irgendwann mal neu. Ich suche eine Taschenlampe nach Erkenntnisstand 2014.

32 von 36 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich. Entscheiden Sie selbst:

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