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home - Fototechnik - Panoramakopf im Selbstbau |
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Panoramen lassen sich relativ simpel mit einer Panoramaplatte durchführen, die an vielen Stativkugelköpfen vorhanden ist. Problematisch wird es jedoch, wenn durch Verschwenkung im Nahbereich unterschiedliche Perspektiven die softwaretechnische Montage unmöglich machen. Wir stellen hier mit einem Selbstbau-Panoramakopf eine Lösung vor. Für Panoramen im Querformat kann ein simpler Makroschlitten das Problem bereits lösen, um die Hauptebene des Objektivs auf den sogenannten Nodalpunkt einzustellen. Panoramen im Hochformat machen jedoch aufwändiges Equipment erforderlich, das regelmäßig mehrere hundert Euro verschlingt und meist auch recht schwergewichtig ist. Als preisgünstigere Alternative demonstrieren wir hier den Umbau eines Vier-Wege-Makroschlittens mit einem Hochformatwinkel zu einem Hochformat-Panorama-Kopf, der den Nodalpunkt berücksichtigt und damit Verschwenkungen vermeidet. Mit ihm können Weitwinkel- (bis ca. 12mm) und Teleobjektive (ca. 130mm) selbst mit angesetzten Batteriegriffen oder Canon 1D-Modelle verwendet werden.
Baumaterial Für den Bau des Panoramakopfes werden folgende Materialien verwendet, die Sie z. B. auch in unserem Traumflieger-Shop erwerben können: 1 Vierwegemakroschlitten (verwendet wird nur ein Schlitten davon (Teil C, siehe Bild 3), 1 flexibler Hochformatwinkel (Teil A und B), 1 Schnellwechselhalterung (Teil E), zwei Dosenlibellen (Teil G und F)
Vorbereitungen
Zusammenbau
Die Konstruktion dürfte besonders für gelegentliche Hochformatpanoramen sehr nützlich sein, hochambitionierte Panoramafotografen werden aber sicherlich an speziell gefertigten, professionellen Panoramaköpfen mehr Komfort genießen, müssen aber auch deutlich tiefer in die Tasche greifen. Der Nodalpunkt Jetzt geht es an das Finden des Nodalpunktes. Der sogenannte Nodalpunkt muss individuell für Ihr Objektiv und die
entsprechende Brennweite bestimmt werden und kann nicht irgendeiner Tabelle o.
ä. entnommen werden. Dabei muss der Punkt ermittelt werden, bei dem keine
Verschwenkungen eines nahen und Suchen Sie sich eine Stelle aus, bei der im unmittelbaren Nahbereich und weiter entfernt zwei Linien zu sehen sind (dies können Häuserkanten, Straßenschilder, Laternenmasten o. ä. sein). Im Idealfall befindet sich das hintere Motiv am Horizont bzw. auf unendlich in der Fokussierstellung. Positionieren Sie sich so, dass beide Motive z.B. Laternenmasten eine Linie bilden. Schwenken Sie die Kamera horizontal auf einen neuen Ausschnitt. Sie werden jetzt idR eine Abweichung der beiden Laternenmasten erkennen, sie sind nach dem Schwenk nicht mehr in Deckung. Fahren Sie den Schlitten (Teil C) soweit vor bzw. zurück, bis diese Verschwenkung nicht mehr auftritt (jeweils durch den Sucher kontrollieren). Markieren Sie sich diese Stellung am besten am Schlitten z.B. mit einem kleinen Aufkleber. In dieser Stellung haben Sie den Nodalpunkt gefunden, siehe auch die schematische Abbildung, die nach dem Schwenk weiterhin die (grün gestrichelte) Linie der vorderen zur hinteren Laterne beibehält. Viel Spaß bei Ihren nunmehr technisch einwandfrei durchführbaren Hochformatpanorama-Aufnahmen !
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