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650D - Testbericht

650D - Testbericht
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Bild-Qualität - Fazit - Video - Technik - Beispiele - Rangliste

 

Die seit Juni 2012 erhältliche EOS 650D glänzt mit höherer Serienbildgeschwindigkeit, ausgedehnten ISO-Werten, vor allem aber durch einen schwenkbaren Monitor mit Touch-Screen. Neu ist auch der kontinuierlich nachgeführte Autofokus in der Liveview bzw. im laufenden Video!

 

 

Wir sind auf Anhieb von der 650D begeistert. Sie liegt gut in der Hand, bietet das geniale Schwenkdisplay wie schon die 600D bzw. 60D, glänzt darüberhinaus aber noch mit Touch-Fähigkeiten. Und die haben es in sich! Schauen wir aber zunächst den Body näher an.

 

feine Gehäuse-Optimierungen

Der 650D-Body sieht fast wie ein Klon der EOS 600D aus. Praktisch alle Tasten und Bedienelemente sind am gewohnten Platz zu finden. Geboten werden hier also viele Direktzugriffstasten, allerdings fehlt ein Joystick oder Daumenrad wie in der nächsthöheren DSLR-Klasse. Sieht man genauer hin, fällt am Programmwahlrad die neue, zweite Rastposition auf. Die aktiviert ergänzend zum Ein- bzw. Ausschalten der Kamera jetzt noch den Videomodus. Soll es schnell gehen, kann man jetzt praktisch blind den Videomodus aktivieren statt noch lange das Movieprogramm am Wahlrad suchen zu müssen. Auch die noch am Vorgänger zu findende Disp.-Taste ist verschwunden. Die ist jetzt entbehrlich geworden, da die 650D automatisch via Annäherungssensor zwischen Livebild und optischem Sucher umschaltet, sobald man sich mit den Augen nähert oder entfernt - zwei wirklich praktische Optimierungen!

 

Schwenk-Komfort mit genialem Touchscreen

Der hochauflösende 650D-Monitor ist frei dreh- und schwenkbar. Das Prinzip kennt man bei Canon schon vom Vorgänger bzw. der EOS 60D. Die Vorteile liegen auf der Hand: Man hat auch in schwierigeren Position etwa über Kopf, im Bodenbereich aber auch in Repro-Stellungen oder vor der Kamera regelmässig einen optimalen Einblick auf das Foto- oder Videolivebild. Zum Schutz kann man das 1.040k-auflösende Display auch zur Kamera hin einklappen und ist so vor Kratzern und Stössen gesichert. Der ansonsten aus hochwertigem Kunststoff (Polykarbonat) bestehende Body bietet hier gleich auch eine veredelte Oberfläche, denn die Monitorrückseite ist aus Metall gefertigt.

Durchgehend begeistert sind wir auch von den neuen Touchfähigkeiten des Monitors, denn ein Fingertipp reicht, um z.B. incl. Autofokussierung an der gewünschten Position scharfzustellen und gleich auszulösen. Das beste ist aber der jetzt viel schnellere Zugriff auf Kameraparameter oder bei der Bildkontrolle. Eine Spreizgeste reicht, um etwa in der Bildwiedergabe auf 100%-Ansicht einzuzoomen und so die Detailschärfe exakt abzulesen. Eine Wischgeste ändert den Ausschnitt. Das geht um ein Vielfaches schneller, als wenn man klassisch via Zoom- und Scolltaste operiert. Und man kann eben auch Parameter überspringen. Egal ob man einen Menükarteireiter gezielt ansteuern oder einen Aufnahmeparameter sofort ändern möchte. Und das geht eben auch in jenen Positionen, bei denen man ohne Touchscreen Verrenkungen durchführen oder etwa vor der Kamera stehend hinter sie greifen und blind Buttons suchen musste. Auch bei Dunkelheit braucht man jetzt keine Taschenlampe mehr, um die Bedientasten zu finden. Willkommen ist auch der kapazitive Touchscreen, der - wie von Smartgeräten bekannt - nicht auf Druck sondern auf Berührung sehr feinfühlig reagiert.

Dass Canon beim Touchscreen dennoch Luft für Optimierungspotenzial hat, zeigt sich z.B. bei der eigentlich unnötigen Tipp-Schaltfläche, um in die Liveview einzuzoomen. Hier wäre die viel schnellere Spreizgeste der Bildwiedergabefunktion wünschenswert. Manche Kamerafunktion muss man auch nach wie vor via Taste vornehmen. Beispielsweise fehlt eine touchgesteuerte Umschaltung von der Aufnahme- in den Bildwiedergabemodus. Möchte man z.B. eine Aufnahmen bei Dunkelheit kontrollieren heisst es jetzt, eben doch wieder zu schauen, wo denn die Playtaste zu finden ist. Jammern auf hohem Niveau....

 

Direktvergleich: Die EOS 650D liegt gegenüber der kompakteren EOS M deutlich besser in der Hand, während eine EOS 60D wegen des noch grösseren Body haptisch am überzeugendsten wirkt, dafür wiederum auch etwas mehr Volumen in der Fototasche beansprucht!

 

Vorteile durch optischen Sucher

Beim Blick durch den Sucher der 650D hat sich hinsichtlich Grösse und Helligkeit gegenüber der 600D nichts getan. Das heisst man sieht dort 95% des aufgenommenen Fotos und nutzt ein im Vergleich zu einer 1Dx-Profikamera auf 66% verkleinertes Sichtfenster (EOS 1100D 63%, EOS 60D 75%, EOS 7D 82%). Auch die 9 rautenförmig angeordneten Autofokusfelder sind am gewohnten Platz, nur dass sie jetzt alle als Kreuzsensoren ausgelegt sind und damit gleichzeitig horizontale wie auch vertikale Kontraste detektieren können. Am Vorgänger gilt dies nur für das zentrale AF-Feld.

Angesichts der teils verbauten elektronischen Sucher mancher spiegelloser Systemkamera oder von neueren Sony DSLR (SLT) sei angemerkt, dass ein optischer Sucher noch immer unserem natürlichen Blick am nächsten kommt. Bei elektronischen Suchern hat uns vor allem bei Kunstlicht der häufig erstmal vorhandene Farbstich irritiert und auch das unscharfe Sucherbild bei Kameraschwenks oder Flackern bei meist niederfrequentem Kunstlicht gestört. Natürlich haben elektronische Sucher auch Vorteile, um z.B. gleich die Bildwirkung bzw. den Weissabgleich des aufzunehmenden Fotos beurteilen zu können. Angesichts der massiven Werbung der spiegellosen Systemkamera-Hersteller sollte man sich aber eben auch die enormen Vorteile optischer Sucher vergegenwärtigen! Man stelle sich eine Videobrille vor, mit der man permanent die Welt sehen müsste. Irgendwann wird man es leid und möchte sie direkt betrachten. Letzteres lässt sich analog eben nur mit einem optischen Sucher durchführen, spürbar werden die Vorteile eines von Elektronik befreiten Sucherblicks insbesondere bei längeren Foto-Aufnahmesessions, bei denen man z.B. in aller Ruhe ein natürliches Motiv komponieren möchte.

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überzeugende Bildauflösung

Wie fast schon zu erwarten, hat Canon seiner derzeiten Gewohnheit folgend auch der 650D ein nominell mit 18 Megapixel auflösenden CMOS-Bildsensor im APS-C-Format spendiert. Bei unserer Auflösungsmessung im RAW-Format mit dem hochauflösendsten, derzeit erhältlichen Canon-Objektiv (Canon 180mm/3,5L Macro) ergibt sich kein signifikanter Unterschied zum Vorgänger. D.h. die Bildqualität liegt auf dem gewohnt hohen Niveau und zeigt sich relativ rauschfrei und eben sehr hochaufgelöst. In der Fotopraxis wird es dann letztlich unterschiedlos sein, mit welcher 18-Megapixel-Kamera man von Canon Bilder aufnimmt, das spielt sich alles auf einem Niveau ab. Oder anders formuliert: man sollte an der EOS 650D keinen signifikanten Qualitätsvorsprung erwarten, wenn man schon eine vielleicht etwas ältere 18-Megapixelkamera von Canon wie z.B. eine EOS 550D im Einsatz hat. Einen solchen Sprung wird man dann erst mit einem noch grösseren Bildsensor wie an einer EOS 6D bzw. EOS 5D (II/III) realisieren und spüren. Unterm Strich hat Canon für das APS-C-Format allerdings einen klugen Kompromiss gewählt und die Auflösung nicht etwa auf 24 Megapixel hochgedreht, wie man sie z.B. bei Nikon oder Sony auch im Einstiegssegment finden kann. Hier muss man dann vor allem in höheren ISO-Werten eben auch stärkeres Rauschen hinnehmen und auch früher mit Beugungsunschärfen rechnen, weil die Bildpixel halt auch kleiner als bei 18 Megapixel sind.

 



Die EOS 650D erreicht im Schnitt (zentrales AF-Feld) eine Auflösung von 2.075 Linien (f4 - f22) und liegt damit ziemlich exakt auf dem Niveau einer EOS 600D (2.073 Linien) bzw. einer EOS 550D (2.051 Linien). Das ISO-Rauschen ist mit durchschnittlich 31kb ebenfalls sehr ähnlich zur EOS 600D (32kb) bzw. der EOS 550D (33kb).

 

Die tatsächlich realisierbare Auflösung hängt natürlich vom jeweils genutzten Objektiv ab. Nachfolgend zeigen wir verschiedene mit der EOS 650D getestete Objektive. Der Test wird dann noch laufend ergänzt und kann in aktueller Fassung hier im APS-C-Objektivtest eingesehen werden.

 

 

neuer aber gemütlicher Livebild-Autofokus

Eine Besonderheit der EOS 650D ist der neu eingeführt Hybrid-Autofokus, der den Bildsensor nutzt, um dem dort bislang ansonsten nur per Kontrastverfahren arbeitenden AF-System eine Scharfstellung per Phasendetektion zur Seite zu stellen. Normalerweise konnte bislang das mit Winkel-Abstandsmessung arbeitende Phasenverfahren nur mit speziellen Hilfsensoren ausserhalb der Liveview genutzt werden.

Der Vorteil liegt auf der Hand: jetzt kann man auch in der Liveview und im laufenden Videobetrieb kontinuierlich fokussieren. Leider ist Canon die Implementierung noch nicht perfekt gelungen. Die Abstimmung von Kontrast- und Phasendetektion könnte besser sein, denn die Livebild-Fokussierung pumpt manchmal doch noch etwas und ist von der Geschwindigkeit nicht auf allerhöchstem Niveau angesiedelt. Zwar benötigt man oft nur etwas über 1 Sekunde Fokussierzeit und halbiert damit gegenüber dem bisherigen, reinen Livebildkontrastverfahren die Geschwindigkeit, doch die Fokussierzeit ausserhalb der Liveview ist noch immer erheblich schneller und veranschlagt etwa 0,2 Sekunden (Normalbrennweite, von Unendlich auf 1m bei guten Lichtverhältnissen). Ähnliche Leistungen bringen auch einige spiegellose Systemkameras wie z.B. eine Lumix GH3 oder Olympus OM-D, die dabei jedoch auch nur auf ein Livebild-Kontrastverfahren zurückgreifen. Immerhin stört es im laufenden Video nicht, dass die Fokuszeit nicht auf allerschnellstem Niveau liegt, denn hier sind etwas gemächlichere Scharfstellzeiten durchaus erwünscht, um das Livebild nicht ruckhaft wirken zu lassen.

Alles in allem ist jedoch der neue Livebild-Autofokus zumindest innerhalb der Canon DSLR-Klasse ein echter Fortschritt. Wer klassisch durch den Sucher fokussiert, wird die erwähnten 9 Kreuzsensoren zu schätzen wissen, die sowohl horizontale als auch vertikale Kontraste erkennen, während der Vorgänger hier entsprechendes nur mit dem zentralen AF-Feld bietet. Die Autofokus-Geschwindigkeit haben wir im Vergleich zu Canon Vollformatmodellen und der EOS 7D im Labor mit überraschend guten Ergebnissen für die 650D hier in DSLR-Woche 18, Teil 1 ermittelt. Wie gut der 650D-Autofokus bei Bewegtmotiven abschneidet, zeigen wir im Mitglieder-Report DSLR-Woche 18, Teil 2!

 

Serienbild-Leistung

In Sachen Serienbildgeschwindigkeit bietet die EOS 650D nominell 5,5 Bildern/Sek. und ist damit deutlich flotter als der Vorgänger mit nominell 3,7 B/Sek. unterwegs. Gemessen haben wir im Schnitt 5,2 Bilder/Sek. und liegen damit dicht an den Herstellerangaben. Die Geschwindigkeit kommt nicht nur Actionmotiven zugute sondern macht sich auch bei automatischen Belichtungsreihen vorteilhaft, bei denen langsam bewegte Motive bzw. aus der Hand durchgeführte Belichtungen deckungsgleicher eingefangen und fehlerfreier zu HDR-Bildern verrechnet werden können.

Die Speicherzeit beträgt an den derzeit schnellsten Karten mit 95MB/Sek. (UHS-1) jedoch maximal 46 MB/Sek. D.h. man kann genausogut eine Karte mit 45 MB/Sek. erwerben, ohne dadurch an der Kamera nennenswerte Performanceeinbussen zu spüren. Wer im RAW-Format aufnimmt, kann 6 - 7 Bilder unverzögert mit voller Geschwindigkeit nutzen und ist danach - je nach Speicherkarte - mit rund 2 - 3 Bilder/Sek. unterwegs. Im JPEG-Format kann man fast unbegrenzt mit voller Geschwindigkeit ablichten, die 650D bricht an schnellen Karten zwar auf rund 4 B/Sek. nach einer grösseren Anzahl ein, aber das spürt man praktisch kaum  (mehr Infos im Speicherkarten-Test).

 

Videomodus mit neuem AF

schnell erreicht: Der Videomodus lässt sich an der 650D schnell über den Einschalter in oberster Position aktivieren!

Der 650D-Videomodus bietet wie gewohnt Full-HD mit 30, 25 und 24 Bildern/Sek. im Mov.-Format (h264). In HD-Qualität gelten dann 60 bzw. 50 Bilder/Sek. (abhängig von der Videonorm NTSC oder PAL), so dass man hier noch etwas flüssigere Kameraschwenks oder Bewegtmotive einfangen kann. Besonders praktisch ist die Möglichkeit, den Videomodus einfach durch nach vorn gedrückten Kamera-Einschalter zu aktivieren, ohne erst noch am Programmwahlrad auf das Movie-Programm wechseln zu müssen, wie dies an der EOS 600D/550D noch verlangt wird. Allerdings lässt sich das Video nur dann manuell hinsichtlich Blende/Zeit und ISO-Wert steuern, wenn das Programmwahlrad auf "M" steht. In den übrigen Programmen nutzt der Videomodus vollautomatische Parameter. Steht man auf einem der Kreativpgramme (AV/TV/P), kann man hier allerdings noch die Belichtung via Dreh am Hauptwahlrad bei gleichzeitig gedrückter AV-Taste anpassen bzw. die Belichtung via Sterntaste speichern. Die maximale Empfindlichkeit der EOS 650D liegt im Videomodus bei ISO 12.800 (heisst dann "H"), sie ist also noch für LowLight-Bedingungen sehr gut geeignet, natürlich wird man dann mit ISO-Rauschen im Videobild konfrontiert!

Der Ton lässt sich über das kamerainterne Stereomikrofon ebenfalls automatisch oder aber manuell auspegeln . Letzteres ist allerdings nur vor der Videoaufzeichnung möglich. Optional lässt sich auch ein externes (Stereo-)Mikrofon über die 3,5mm Klinken-Eingangsbuchse nutzen.

Der Autofokus kann wie im Foto-Livebild auch im Video kontinuierlich nachgeführt werden. Dafür muss man im Videokarteireiter den Menüpunkt "Movie-Servo-AF" aktivieren, sonst fokussiert die 650D nur, wenn man den Auslöser halb herunterdrückt. Im Servobetrieb kann man auch den touchsensitiven Monitor nutzen und so schnell auf ein zu fokussierendes Detail wechseln. Als Autofokusmethode steht ein kleiner Rahmen oder auch ein automatisch erkennender Multirahmen (FlexiZone - Multi) zur Verfügung. Gesichter können automatisch per Facedetektion scharfgestellt werden. Spielen Gesichter keine Rolle, kann man auch ein beliebiges Motiv verfolgen lassen. Der äusserte Randbereich ist dabei allerdings nicht einbezogen, sondern nur etwa eine Fläche von rund 80% kann grundsätzlich fokussiert werden. Verschwindet das zu verfolgende Motiv kurzzeitig aus dem Bild, muss man es erneut registrieren.

Face-Detection: Im Videomodus kann die 650D automatisch auf Gesichter kontinuierlich scharfstellen!

Für den kontinuierlichen Autofokusbetrieb im Videomodus empfiehlt sich vor allem das Canon 18-135mm/3,5-5,6 STM-Objektiv, weil es praktisch unhörbar arbeitet. Der Autofokusmotor ist genauso wie der Bildstabilisator flüsterleise. Nur wenn man zoomt und dann an das Brennweitenende oder den Anfang anschlägt, nimmt man noch Bediengeräusche auf. Andere Canon-Objektive ohne STM-Technologie (=Stepper Motor) funktionieren regelmässig auch mit kontinuierlicher Scharfstellung an der 650D, sind aber im Betrieb lauter und meist auch nicht ganz so schnell. Man sollte alternativ zum STM-Objektiv dann am besten ein Objektiv mit dem Bezeichnungszusatz USM  (Ultraschall-Motor) nutzen. Für Mitglieder haben wir eine umfangreiche Analyse von STM und Nicht-STM-Objektiven an der EOS 650D hier im Video durchgeführt!

Wie schon an der 600D findet sich auch an der 650D ein Video-Schnappschussmodus, bei dem sich in 4-sekündigen Abschnitten kurze Videosequenzen automatisch zu einem Film zusammenschneiden lassen. Am Vorgänger konnte man noch zusätzlich zwischen 2- und 8-sekündigen Abschnitten wählen. Es besteht auch die Möglichkeit, während einer laufenden Aufzeichnung ein Foto aufzunehmen, das dann das Video für rund 1 Sekunde unterbricht. Das Video wird anschliessend - mit einer Zeitlücke - automatisch fortgesetzt.

Insgesamt profitiert die 650D vor allem durch die Möglichkeit, mit dem Canon 18-135mm STM-Objektiv praktisch lautlos und mit kontinuierlichem Autofokus zu filmen. Damit liegt sie schon auf dem Niveau von Camcordern, auch wenn die Haptik natürlich eher für die Fotografie und weniger für einhändiges Filmen ausgelegt ist.
 

Neues im Menü

Schaut man ins Menü der 650D fallen einige Neuerungen gegenüber dem Vorgänger auf. Hinzugekommen ist die Objektivkorrektur für Farbsäume, die neben der schon bekannten Beseitigung von Vignettierungen jetzt auch für registrierte Objektive chromatische Aberationen weitgehend reduziert. Rauschreduktion bei Langzeitbelichtungen und High ISO-Rauschreduzierung sind ebenfalls neu hinzugekommen und können jeweils ein oder abgeschaltet werden.

Hinzugekommen ist im Karteireiter "Play" der Eintrag "Fotobucheinstellung", hier kann man JPEG-Bilder selektieren, die dann bei Nutzung der Canon-Software EOS-Utility in einen speziellen Ordner am PC gespeichert werden. Um nachträglich JPEG-Bilder einen Bildeffekt zuzuweisen, bietet die 650D zu den schon auch an der 600D vorhandenen Effekten "Körnigkeit S/W", "Spielzeugkamera", "Weichzeichner", "Fischauge" und "Miniaturisisierung" jetzt zusätzlich "Ölgemälde" und  "Aquarell". Wählt man einen der Effekte, wird eine neue Bilddatei auf der Speicherkarte abgelegt.

Wer das Canon GPS-Gerät (GP-E2) nutzen möchte, kann es jetzt auch an der EOS 650D verwenden. Im entsprechenden Menüpunkt "GPS-Geräteeinstellungen" kann z.B. der Verbindungsaufnahme-Intervall zu den GPS-Satelliten oder im Loggingmodus der Aufzeichnungsintervall einstellt und auch Infos zu den gerade aktiven Satelliten und Geokoordinaten abgerufen werden.

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gelungen: Die EOS 650D finde ich klasse - vor allem mit dem neuen 18-135mm-STM-Objektiv macht sie richtig Spass!

Auch der Touchscreen überzeugt mich, so kann ich z.B. zweihändig schnell Werte ändern oder auf dem Monitor ganz schnell einen Punkt zwecks Livebildkontrolle zum Einzoomen bestimmen, ohne lange scrollen zu müssen.

Mit der EOS 650D macht Canon eigentlich alles richtig. Sie bietet gegenüber dem Vorgänger eine gesteigerte Serienbildleistung und mehr Kreuzsensoren, weiss jedoch auch durch den neuen Touchscreen und einen kontinuierlichen Autofokus im Livebild und laufenden Video wirklich zu gefallen. Letzteres kann man aber nur geniessen, wenn man sich gleich auch das Canon 18-135mm STM-Objektiv zulegt. Dann ist der Autofokus relativ flott und Betriebgeräusche sind so gut wie unhörbar.

In Sachen Bildqualität bleibt sie auf dem gewohnten Niveau der EOS 550D und 600D. Mit 18 Megapixel auf dem APS-C-Bildsensor hat Canon eine gute Wahl getroffen und scheint uns richtig beraten, sie nicht weiter anzutasten. Natürlich würden wir es begrüssen, wenn Canon beim Bildsensor-Design mal einen spürbaren Fortschritt erzielen würde, aber das ist gemäss unseren Untersuchungen auch in der höheren Kameraklasse schon seit einiger Zeit nicht der Fall.

Immerhin erzielt die 650D eine Auflösung mit Spitzenobjektiven, die an die EOS 6D heranreicht und das ist schon überraschend, zumal letztere ja nominell mit 20 Megapixel noch etwas mehr Potenzial vorgibt. Natürlich bekommt man im Vollformat mehr Rauschfreiheit und auch etwas mehr Bilddynamik (im RAW-Format). Auch eine EOS 7D bietet für Bewegtmotive im Foto-Autofokus mehr Leistung (höhere Serienbildfequenz und bessere Trefferquote) und das professionellere Gehäuse, ist einer 650D bei der Bildauflösung aber leicht unterlegen. Die EOS 60D punktet gegenüber der 650D zwar auch mit dem professionelleren Gehäuse, Customprogramm und Digital-Wasserwaage, muss sich aber in Sachen RAW-Bildqualität, dem schnelleren Live-AF und wegen fehlenden Touchscreens dann letztlich knapp geschlagen geben.

kompakte Alternativen zur EOS 650D

Wer sich für eine Spiegelreflexkamera wie die EOS 650D entscheidet, kann gegenüber den idR kompakteren spiegellosen Systemkameras eine solider in der Hand liegende Kamera, mehr und besser platzierte Direktzugriffstasten und das grössere Objektivangebot nutzen. Eine EOS M bietet zwar via Adapter ebenfalls volle Kompatibilität zu Canon Objektiven, ihr fehlt aber Schwenkdisplay, Sucher und einige Bedientasten.

Auch in der Kompaktkameraklasse wie z.B. der Powershot G-Klasse sind wir hinsichtlich potenter Alternativen nicht so richtig fündig geworden. Hier stört uns vor allem die etwas langsame Bedienung und die kaum brauchbare Möglichkeit, gezielt manuell fokussieren zu können.-Von der Bildqualität reicht am ehesten noch eine Powershot G1x an die 650D heran.

Wer allerdings bereit ist, in eine spiegellose Lumix GH-3 etwas mehr zu investierten, kann ein zu DSLR in vielen Bereichen vergleichbar professionelles System nutzen, gewinnt beim Livebild-Autofokus und im Videobetrieb teils sogar noch mehr Leistung hinzu, hat dann aber mit einem vergleichbaren Gewicht und Volumen wiederum zu kämpfen. Immerhin relativiert sich dies aber, wenn man die Lumix zusammen mit mehreren Objektiven betrachtet, die bei DSLR dann doch ein paar Kilogramm mehr auf die Waage bringen.

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Juni 2012

UVP 799 EUR (ohne Objektiv)

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17,9 Megapixel (CMOS, APS-C)

22,3 x 14,9mm | 4,3 µm Pixel

bis 5,5 B./Sek. (6 RAW)

5.184 x 3.456 Pixel

3-Zoll mit 1.040.000 (Sub-) Pixel

9 Kreuzsensoren

ISO 100 bis 25.600

30 bis 1/4000 Sek./ Korr. +-5 EV

520 gr. solo | 13 x 10 x 8cm | Kunstst/St.

weitere Ausstattung:
  • Auto-ISO 100 - 6.400
  • Live-View
  • Full HD-Video (1080p mit 30/25 oder 24 Bildern/Sek.), HD-Video mit bis zu 60B/Sek., MOV-Format (h.264)
  • Kontinuierlicher Autofokus in der Liveview und im laufenden Video, Gesichtserkennung und Motivverfolgung
  • durchschnittlich 12Min. Video am Stück aufzeichenbar, max. 4GB-Datei
  • Video-Schnappschuss
  • Integrierte Sensorreinigung
  • Automatische Belichtungsoptimierung, automatische Belichtungsreihe mit 3EV max Spreizabstand, Bel-Korr +-5 EV
  • Schnell-Einstellbildschirm via Q-Taste
  • Touchscreen
  • HDMI-Out, USB 2.0, Fernauslöser 2,5mm-Klinkenbuchse
  • Akku: LP-E8
  • Sucher: 95%, 0,85fach, 19mm, Realgrösse 68%
  • Langzeitbelichtung über 30 Sek. (unendlich bis Akku leer)
  • Speicherkarten: SD, SDHC, SDHX (auch UHS-I-kompatibel) und Eyefi-kompatibel

 

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ISO 320 - f5,0 - 1/100s - 59mm
Canon 18-135mm STM
Original (JPEG konvert.)
 

ISO 100 - f8 - 1/10s
Canon 180mm/3,5 Makro
Original (JPEG konvert.)

Original-RAW (22,3 MB, für Mitglieder)

 

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Dieser Report wurde am Dienstag, 27. November 2012 erstellt und zuletzt am Dienstag, 18. August 2015 bearbeitet.


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