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Motive freistellen mit Photoshop

Bildoptimierung

Nicht immer
gelingt ein Foto auf Anhieb optimal. Die Bildkontrolle vor Ort am kleinen
Display der Digitalkamera stellt sich als schwierig heraus, da neben der
Abbildungsgrösse auch der Lichteinfall auf den Monitor Beurteilungsprobleme
bereiten können. So stellt sich oft am grossen Computer-Monitor daheim heraus,
dass vermeintlich gelungene Aufnahmen noch einiger Nachbesserungsarbeiten
bedürfen.

In diesem Workshop wird dies anhand
eines Pilzes demonstriert, der aufgrund seiner Einbettung ins Umfeld noch nicht
richtig zur Geltung kommt:


Der Pilz (Goldfarbener Glimmerschüppling) links entfaltet noch
keine überzeugende Bildwirkung: Unruhiges Umfeld, flaue Farben und geringe
Bildschärfe erfordern eine Nachbearbeitung


Überblick

Step 1: Wesentliche Merkmale erkennen
Step 2: Original schätzen und Tonwertangleichungen
Step 3: Hintergrundschärfe mindern
Step 4: störende Elemente wegstempeln
Step 5: Feintuning


Step 1: Wesentliche Merkmale erkennen

Genauso wie beim
Fotografieren vor Ort empfiehlt es sich vor der eigentlichen Bildbearbeitung,
die wesentlichen Merkmale zu erkennen, auf die es sich hinzuarbeiten lohnt.
Bei
diesem Bildbeispiel sind es zwei Kriterien, die eine Nachbearbeitung lohnenswert
erscheinen lassen: ein interessanter und relativ seltener Pilz und die
Farbharmonie des Pilzes zum Eichenblatt bzw. der farblich passende grüne
Hintergrund

Falls Sie die
Aufnahme im Internet ausstellen, dann ist dabei nicht nur das eigentliche Foto
wichtig, sondern  auch die kleine Bildvorschau. Wirkt das Foto im Thumbnail
nicht überzeugend und reizvoll, so werden sich wenige Besucher die Mühe machen,
es sich noch im Grossformat anzusehen.

Beurteilen Sie also
in diesem Fall die Aufnahme auch immer in dem Thumbnailformat und überlegen Sie,
ob es hier bereits interessant und einladend wirkt.

Wenn Sie den Workshop
anhand dieses Beispiels nachvollziehen möchten, so finden Sie das Originalfoto
hier (rechte Maustaste, „Ziel speichern unter“
wählen)


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Step 2: Original schätzen und Tonwertangleichung

Zunächst wird das
Originalbild als neue Ebene über die Tastenkombination „str. + j“ dupliziert.
Dadurch bleibt es im Original immer erhalten und Zwischenarbeitsschritte können
z.b. rückgängig gemacht werden bzw. die Bildwirkung lässt sich schnell mit dem
Original vergleichen. Gearbeitet wird dann nurnoch mit duplizierten Ebenen.

Um eine zu flaue
Bildwirkung zu vermeiden, sollten die Tonwerte über die Tonwertkorrektur mittels
Tastenkombination „strg + L“ kontrolliert und angepasst werden:


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Step 3: Die Hintergrundschärfe mindern

Im Gegensatz zu
einfarbigen Hintergrundflächen lassen sich bei diesem unruhigen Hintergrund kaum
automatische Funktionen nutzen, wie dies ansonsten z.B. Über die selektive
Farbwahl möglich wäre.

Verschiedene Methoden
sind möglich, am genauesten kann hier jedoch mit dem Werkzeug „Zeichenstift“
gearbeitet werden. Das
Werkzeug erfordert ein wenig Übung im Umgang, die Mühe lohnt sich jedoch, da mit
ihm auch Rundungen sehr genau erfasst werden können.


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Step 4: Störende Elemente wegstempeln

Über den Fuss des Pilzstiels
ragt ein Stengel, dessen oberes Blatt bereits unscharf gezeichnet wurde und
der etwas ablenkend wirkt.

Er wird mit dem Kopierstempel-Werkzeug
entfernt. Die
zu kopierende Quelle wird über die Alt-Taste gewählt und aus den unmittelbar
angrenzenden Flächen übernommen.

Achten Sie darauf, dass sich
keine Strukturen wiederholen, was ansonsten zu einem unnatürlich wirkenden
Muster führt und Amateurarbeiten schnell als solche identifiziert.


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Step 5: Feintuning

Zur Feinabstimmung
werden noch die Helligkeitsverhältnisse, Farbesättigung und Bildschärfe
angepasst:

– Der Hintergrund (Ebene
1) wird über die Gradationskurven (strg + M) abgedunkelt, indem die Kurve etwas
nach innen gezogen wird.

– leichte Anhebung der
Farbsättigung des Pilzes (Ebene 2) über die Funktion „Farbton/Sättigung“ (strg +
U).

– Anpassung der
Bildschärfe über den Filter „Unscharf maskieren“ (siehe Menüpunkt Filter). Der
Schwellenwert wird auf 0, Radius auf 1 und die Stärke auf 100 eingestellt.
Variieren Sie hier die Stärke nach eigenem Geschmack, achten aber darauf, dass
keine ?berschärfen auftreten.

Schlussendlich werden
Pilz und Hintergrundebene (Ebene 1 + Ebene 2) miteinander verschmolzen, indem
die Ebene 2 markiert und anschliessend die Tastenkombination „strg + e“ gewählt
wird. In dem fusionierten Bild werden jetzt noch letzte Unregelmässigkeiten, die beim  Ausschneiden des Pilzes entstanden sind,
bereinigt. Dies geschieht ebenfalls wie in Step 4 mittels der
Kopierstempelfunktion.

Das fertige Bild können
Sie in voller Grösse betrachten, indem Sie mit der Maus auf das nachfolgende
Bild klicken:
 


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Freitag, 18. September 2026