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Sony ZV-E10 II: Wie gut ist die kompakte Vlogging-Kamera?

Sony ZV-E10 II: Wie gut ist die kompakte Vlogging-Kamera?

Die Sony ZV-E10 II ist Sonys zweite APS-C-Vlogging-Systemkamera mit E-Mount. Ein neuer Sensor, ein leistungsfähigerer Prozessor, überarbeiteter Autofokus, ein deutlich größerer Akku und ein schnelleres Kartenfach stehen Einsparungen bei Gehäusebeschichtung und Verschluss gegenüber. Dieser Test ordnet Bildqualität und Praxistauglichkeit der kompakten Kamera ein.

Die wichtigsten Fakten im Schnellüberblick

  • APS-C-Systemkamera mit Sony E-Mount und Schwerpunkt Vlogging
  • Abmessungen: 115 × 65 × 54 Millimeter
  • Gewicht: 375 Gramm ohne und 482 Gramm mit Sony E 16–50 mm F3.5–5.6 OSS PZ II
  • Schwenk- und drehbarer Touchscreen, aber kein elektronischer Sucher
  • Maximale Display-Leuchtdichte: 750 cd/m²
  • Zwei Einstellräder, frei konfigurierbare Bedienelemente und 3-Kapsel-Mikrofon
  • Sehr gute Bildqualität bis ISO 800, deutlicher Qualitätsverlust oberhalb von ISO 3.200

Die kleine Kamera richtet sich in erster Linie an Vlogger, beherrscht aber ebenso die komplette Fotofunktionalität. Das aufgedruckte griechische Alpha-Symbol bedeutet dabei nicht, dass Sony sie der Alpha-Reihe zuordnet: Die ZV-Modelle bilden ein eigenes Segment für Videomacher. Das Zeichen verweist hier lediglich auf die Wechselobjektivtechnik mit E-Bajonett.

Mit 115 × 65 × 54 Millimetern fällt die ZV-E10 II handlich aus. Gegenüber der ersten ZV-E10 ist sie allerdings neun Millimeter tiefer geworden, weil der größere Akku im Griff untergebracht ist. Das Gewicht steigt dadurch auf 375 Gramm für das Gehäuse allein beziehungsweise 482 Gramm inklusive des Kitzooms Sony E 16–50 mm F3.5–5.6 OSS PZ II.

Abseits von Objektiv und Griff präsentiert sich das Gehäuse kantig und fast blockförmig. Die äußere Anmutung wirkt zunächst solide, doch beim Halten fällt die fehlende Gummierung auf: Sony verwendet am Griff lediglich eine Kunststoffstruktur mit begrenzter Rutschfestigkeit. Beim Vorgänger war dieser Bereich griffiger ausgeführt.

Wer sich grundsätzlich für spiegellose Systemkameras interessiert, kann sich mit einem passenden PDF-E-Book einen Überblick verschaffen. Es erklärt die Besonderheiten dieser Kameraklasse, beschreibt wichtige Ausstattungsmerkmale und nennt Kriterien für die Kaufentscheidung. Vorgestellt werden 92 aktuelle Modelle mit ihren Stärken, einer Kurzbeschreibung sowie einer Einschätzung, die auf bis zu drei Testberichten basiert. Das 252-seitige E-Book kostet 9,99 Euro; eine kostenlose Leseprobe mit 20 Seiten steht ebenfalls zur Verfügung.

Trotz der sparsamen Griffoberfläche liegt die ZV-E10 II dank des größeren Handgriffs ordentlich in der Hand. Wahrscheinlich kalkuliert Sony bei der Vlogger-Zielgruppe damit, dass die Kamera häufig auf einem Stativ oder Gimbal montiert wird und deshalb weniger oft sicher aus der Hand gehalten werden muss.

Sauber verarbeitet ist das Gehäuse dennoch. Die Spaltmaße erscheinen gleichmäßig, und auch die Abdeckungen für Anschlüsse sowie Einschübe sitzen ordentlich. Die Schnittstellen sind mit festen Gummiklappen geschützt; Karten- und Akkufach besitzen Kunststoffabdeckungen mit Verriegelung.

Bei den Bedienelementen setzt Sony auf eine überschaubare, aber nicht unterbestückte Ausstattung. Zwei Einstellräder stehen bereit: eines oben auf der Kamera, das andere rund um das rückseitige Steuerkreuz. Beide sind für Rechtshänder gut erreichbar. Ergänzt werden sie durch eigene Funktionstasten auf der Ober- und Rückseite.

Ein klassisches Moduswahlrad gibt es nicht. Ein Schieber auf der Oberseite wechselt zwischen Foto, Video und S&Q, also „Slow & Quick“ für Zeitlupen und Zeitraffer. Das konkrete Aufnahmeprogramm wird anschließend über Menü, Schnellmenü oder Funktionstaste ausgewählt.

Auf einen elektronischen Sucher verzichtet die Vlogging-Kamera vollständig. Der Monitor lässt sich drehen und schwenken, bietet jedoch keine besonders hohe Auflösung. Seine maximale Helligkeit von 750 cd/m² reicht unter den meisten Bedingungen aus.

Im oberen Bereich des Griffs sitzen der Auslöser, der Ein-/Ausschalter und die darum angeordnete Zoomwippe. Diese Wippe arbeitet nur mit einem motorisch verstellbaren Zoom, etwa dem mitgelieferten E 16–50 mm. Hinzu kommen die große Videoaufnahmetaste und eine weitere Funktionstaste.

Von den vier Richtungen des rückseitigen Steuerkreuzes können drei individuell mit anderen Aufgaben belegt werden. Auch die obere Funktionstaste und der Videoauslöser lassen sich umwidmen. Ist am verwendeten Objektiv eine eigene Taste vorhanden, kann auch sie eine andere Funktion erhalten. Funktionsmenü und „Mein Menü“ sind ebenfalls konfigurierbar – auf Wunsch für Foto und Video getrennt.

Der Multi-Interface-Zubehörschuh nimmt neben Blitzgeräten auch Mikrofone und weiteres Zubehör auf. Einen auffällig großen Teil der Oberseite beansprucht allerdings das integrierte Mikrofon. Statt eines schlichten Stereoaufbaus nutzt Sony drei Mikrofonkapseln, was für hörbar bessere Aufnahmen sorgen soll. Zum Lieferumfang gehört außerdem ein flauschiger Windschutz.

Bereits am 10. Juli 2024 wurde auf den neuen Sensor und Prozessor sowie den vergrößerten Akku hingewiesen. Das neue Kitobjektiv soll zudem schneller fokussieren.

Am 12. Dezember 2025 kam eine Einschränkung bei den zusätzlichen Bildraten hinzu: Den Freischaltschlüssel erhält nur, wer seine Kamera über die Seriennummer registriert.

Am 16. Dezember 2025 wurde bekannt, dass ein Firmware-Update Probleme verursachen konnte. Die Ursache war zu diesem Zeitpunkt noch nicht geklärt; der Download der betreffenden Firmware ist inzwischen nicht mehr verfügbar.

Die am 1. Januar 2026 zusammengefassten Messergebnisse bescheinigen der Kamera vor allem bis ISO 800 eine sehr hohe Bildqualität. Jenseits von ISO 3.200 fällt die Qualität dagegen deutlich ab.

Für den 13. Mai 2026 wurde eine Aufnahmemöglichkeit mit 30 Bildern pro Sekunde bei 66 Megapixeln genannt. Dabei sollen Sucherbild und Autofokusverfolgung ohne Unterbrechung weiterarbeiten.

Am 16. Juni 2026 wurden erste APS-C-Objektive der Evo-Serie angekündigt. Sie verfügen über STM-Autofokus und einen Blendenring und sollen in Ausführungen für drei verschiedene Anschlüsse erscheinen.

Eine am 18. Juni 2026 vorgestellte Pancake-Festbrennweite ist besonders kompakt. Sie besitzt eine USB-C-Buchse, einen integrierten Schutz und eine fest eingestellte Blende von F4.5.

Am 1. Juli 2026 wurde das Tamron 17–70mm F2.8 Di III-A VC RXD auch für Fujifilm X angekündigt. Das APS-C-Standardzoom war damit zusätzlich zu seinen bisherigen Varianten für das Fujifilm-X-System vorgesehen.

Ein weiterer Beitrag vom 7. Juni 2026 befasste sich mit einem Reisezoom für Sony-Vollformatkameras. Im Mittelpunkt standen der große Brennweitenbereich, die kompakte Konstruktion und der integrierte Bildstabilisator.

Am 3. Juni 2026 wurde außerdem ein durchgehend lichtstarkes Vollformatzoom für Sony E und Nikon Z beschrieben. Sein Einsatzgebiet reicht von Reportage und Alltag bis zur Porträtfotografie.

Für die seit 2011 durchgeführten Bildqualitätstests kommt der DXOMARK Analyzer zum Einsatz.

Der Testautor Benjamin Kirchheim ist 48 Jahre alt und schloss 2007 sein Informatikstudium an der Universität Hamburg mit dem Baccalaureus Scientiae ab. Seit 1998 arbeitete er journalistisch für verschiedene Atari-Computermagazine und beschäftigt sich seit 2000 mit Digitalfotografie. Ab 2004 war er zunächst freiberuflich als Autor und Tester tätig; 2007 wechselte er als fest angestellter Redakteur in eine Redaktion nach Lübeck. Zu seinen Schwerpunkten zählen Kameratests, Kamera-Neuigkeiten und praktische Fototipps.

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Freitag, 18. September 2026