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Sony RX10 V zu teuer? Diese gebrauchten Bridgekameras sind Alternativen

Sony RX10 V zu teuer? Diese gebrauchten Bridgekameras sind Alternativen

Sony hat am 15. August 2026 die RX10 V vorgestellt – neun Jahre nach dem letzten Modell und mehr als zwölf Monate, nachdem die Vorgängerkamera ausverkauft war. Die große Superzoom-Bridge bringt einen neuen Prozessor, moderne Autofokusfunktionen, einen hervorragenden Sucher, ein überarbeitetes Gehäuse, einen ausdauernden Akku und eine überzeugende Ergonomie mit. Mit rund 2.500 Euro ist sie allerdings teuer. Ein aktuelles Neugerät mit vergleichbarem Konzept gibt es nicht; wer weniger bezahlen möchte, muss sich auf dem Gebrauchtmarkt umsehen.

Was die RX10 V von Systemkameras unterscheidet

Das zentrale Merkmal der RX10 V ist die Verbindung aus einer ordentlichen Bildqualität und einem extrem vielseitigen 25-fach-Zoom. Es deckt umgerechnet auf das Kleinbildformat 24 bis 600 Millimeter ab und steht jederzeit ohne Objektivwechsel zur Verfügung. Genau diese Kombination lässt sich mit einer Systemkamera kaum nachbilden: Ein 600-Millimeter-Objektiv bietet normalerweise keinen Weitwinkel, während selbst Reisezooms am kurzen Ende selten bis 600 Millimeter reichen.

Am ehesten kommt eine Micro-Four-Thirds-Ausrüstung an dieses Konzept heran. Olympus beziehungsweise OM-System bietet mit dem M.Zuiko Digital ED 12–200 mm F3.5–6.3 ein Reisezoom, das einem Kleinbildbereich von 24 bis 400 Millimetern entspricht. Das Objektiv gilt allerdings nicht als herausragend scharf. Außerdem ist der Micro-Four-Thirds-Sensor zwar etwas größer als der 1-Zoll-Chip der RX10 V, der Unterschied fällt jedoch nicht besonders groß aus. Ein deutlicher Qualitätssprung ist daher nicht zu erwarten. Der wesentliche Vorteil der Systemlösung besteht vielmehr darin, das Objektiv wechseln zu können:

  • Für eine kompaktere Ausrüstung lässt sich bei fehlendem Bedarf an langen Brennweiten das Standardzoom montieren.
  • Für eine höhere Bildqualität kommen eine Festbrennweite oder ein hochwertigeres Zoom infrage.

Das 12–200-mm-Objektiv von Olympus beziehungsweise OM-System wurde unter anderem an einer OM-D E-M1 Mark II eingesetzt. Ohne den Wunsch nach wechselbaren Objektiven führt der Weg jedoch zwangsläufig zur Bridgekamera.

Der Begriff Bridge beschreibt die vermittelnde Position zwischen kleinen Kompaktkameras und großen Systemkameras. Das Objektiv ist fest integriert wie bei einer Kompaktkamera, Bedienung und Gehäuse orientieren sich dagegen eher an einer Systemkamera. Auch die Bildqualität liegt typischerweise dazwischen. Gegenüber einer kleinen Reisezoom-Kamera kann das größere Objektiv lichtstärker ausfallen. An die Qualität einer APS-C- oder Vollformat-Systemkamera mit gutem Objektiv reicht eine Bridge in der Regel dennoch nicht heran.

Für wen eine Superzoom-Bridge sinnvoll ist

Für viele Fotografen ist die Qualität einer Bridgekamera trotzdem ausreichend. Als grobe Orientierung kann die Hauptkamera eines guten Smartphones dienen: Wer mit deren Ergebnissen zufrieden ist, dürfte auch an einer Superzoom-Bridge mit 1-Zoll-Sensor wenig auszusetzen haben. Sie bietet darüber hinaus meist ein höheres Arbeitstempo, präziseres Auslösen, Serienaufnahmen und einen schnelleren Autofokus.

Der größte praktische Zugewinn ist der optische Zoom bis weit in den Telebereich. Die Bildqualität bleibt über den gesamten Brennweitenumfang brauchbar und bricht nicht – anders als beim Smartphone – unmittelbar ein, sobald der native Bereich der Hauptkamera verlassen wird.

Alle Bridgekameras verfügen außerdem über einen Sucher, der bei den besseren Modellen eine solide bis sehr gute Qualität erreicht. Sony verwendet in der RX10 V denselben exzellenten Sucher wie in der Alpha 7 V. Dieses Bauteil trägt wesentlich zum Preisaufschlag gegenüber dem Vorgänger bei.

Wer bisher ausschließlich mit dem Smartphone fotografiert und die Kamera nur mit ausgestreckten Armen nutzt, wird den Sucher zunächst möglicherweise nicht vermissen. Ein Versuch lohnt sich dennoch: Durch den Sucher lässt sich der Bildausschnitt deutlich genauer kontrollieren. Die Umgewöhnung sollte nicht unter Zeitdruck erfolgen. Der Sucher kann außerdem bei der Bildwiedergabe verwendet werden. Gerade bei hellem Sonnenlicht ist die Kontrolle der letzten Aufnahme durch den Sucher oft wesentlich zuverlässiger als auf dem spiegelnden Kameramonitor.

Auch die Bedienung spricht für die Bridgekamera. Das größere Gehäuse bietet Platz für zahlreiche Tasten und Einstellräder. Im Grundprinzip arbeitet sie ähnlich wie eine Systemkamera und stellt vergleichbare technische Funktionen bereit. Der Nachteil gegenüber dem Smartphone ist die höhere Komplexität: Die vielen Optionen müssen erst erlernt werden. Wer in die anspruchsvollere Fotografie einsteigen möchte, findet in einer Bridgekamera daher eine ebenso geeignete Ausgangsbasis wie in einer Systemkamera.

RX10 III und RX10 IV als gebrauchte Alternativen

Als naheliegende Gebrauchtoptionen kommen vor allem die beiden direkten Vorgänger infrage: die RX10 III und die RX10 IV. Beide besitzen wie die RX10 V das 25-fache Zoomobjektiv und bewegen sich bei Abmessungen und Gewicht in einer ähnlichen Größenordnung.

Das Gehäuse der RX10 V wurde deutlich verändert und erinnert stärker an die Alpha-7-Familie als an die bisherigen RX10-Modelle. Außerdem nutzt sie den größeren Akku, der auch in vielen Alpha-7-Kameras zum Einsatz kommt. Die älteren Generationen haben dafür ein großes Statusdisplay auf der Oberseite. Eine solche Anzeige findet sich ansonsten überwiegend an professionellen Kameras oder den jeweiligen Spitzenmodellen eines Herstellers – bei Sony außerhalb dieser Reihe praktisch gar nicht.

Welche Form besser in der Hand liegt, bleibt eine Frage des persönlichen Geschmacks. Einen konkreten Vorteil bieten die älteren Modelle mit ihrem integrierten Blitz. Er kann zumindest Motive im Nahbereich aufhellen, etwa ein Gesicht bei Gegenlicht. Für erste Erfahrungen mit Blitzlicht ist diese Lösung besser als keine. Bei der RX10 V muss dagegen zusätzlich ein Aufsteckblitz angeschafft werden.

Zwischen RX10 III und RX10 IV liegen keine grundsätzlichen Welten. Die vierte Generation arbeitet schneller, besitzt den leistungsfähigeren Autofokus und bietet mehr Möglichkeiten bei 4K-Video. Während die RX10 IV mit einem Hybrid-AF arbeitet, setzt die RX10 III ausschließlich auf Kontrastmessung. Bei der Vorstellung im Herbst 2017 kostete die RX10 IV bereits rund 2.000 Euro. Das etwa eineinhalb Jahre zuvor erschienene Vorgängermodell RX10 III lag bei 1.600 Euro – auch das war für diese Kameraklasse zu jener Zeit bereits ein hoher Betrag.

Die Gebrauchtpreise spiegeln dieses Verhältnis weitgehend wider. Die RX10-Modelle erweisen sich als ungewöhnlich wertstabil. Fast neuwertige Exemplare der RX10 IV liegen nur knapp unter ihrem früheren Neupreis. Angesichts des erneut deutlich höheren Preises der RX10 V dürfte sich daran zunächst wenig ändern. Beim Anbieter MPB werden für die RX10 IV je nach Zustand ungefähr folgende Beträge aufgerufen:

  • „Ausgezeichnet“: etwas mehr als 1.700 Euro
  • „Gut“: etwa 1.600 Euro

Die RX10 III ist deutlich günstiger. Für ein Exemplar im Zustand „wie neu“ werden knapp 1.350 Euro verlangt, „ausgezeichnete“ Kameras beginnen bei ungefähr 1.200 Euro und der Zustand „gut“ liegt bei rund 1.100 Euro.

Weitere Meldungen und technische Bezugspunkte

Im thematischen Umfeld der Bridge-, Kompakt- und Superzoom-Kameras finden sich folgende Stationen:

  1. 16. Oktober 2013: Eine spritzwassergeschützte Digitalkamera kombiniert einen 1-Zoll-Sensor mit einem lichtstarken 24–200-mm-Zoom und einer Anfangsblende von F2,8.
  2. 12. Juni 2014: Die Panasonic FZ1000 nimmt als erste Kompaktkamera 4K-Videos auf. Auch die Fotoqualität ihres 1-Zoll-Sensors soll überzeugen.
  3. 16. September 2014: Eine SLR-ähnliche Kamera setzt auf ein 16-fach-Zoom, einen 20-Megapixel-Sensor im 1-Zoll-Format und 4K-Video.
  4. 29. August 2014: Eine neue Firmware ergänzt XAVC S mit 50 Mbit/s für eine höhere Qualität sowie Bildraten von 100 fps im PAL- und 120 fps im NTSC-Modus.
  5. 13. August 2015: Die ersten Objektive unterstützen den Dual-IS der neuen Lumix DMC-GX8. Für die FZ1000 und die TZ58 erscheinen Fehlerkorrekturen.
  6. 30. August 2020: Ein Praxistipp zeigt, wie sich bestimmte Sony-Kameras mithilfe einer kleinen Software als Webcams einsetzen lassen.
  7. 15. Juli 2025: Eine Kleinbild-Kompaktkamera kehrt in einem leicht veränderten Design, mit aktueller Technik und fest eingebautem Display zurück.
  8. 26. September 2025: Starke Verzeichnung und ein deutlicher Randabfall beeinträchtigen die Bildqualität. Ihr Optimum erreicht die Kamera nur bei ISO 100.
  9. 9. Juli 2026: Nach langer Pause erhält die RX10-Familie eine neue Generation mit mehr Technik aus der Alpha-Serie, KI-gestütztem Autofokus und moderneren Videofunktionen.
  10. 12. Juli 2025: In einem Test muss die Canon PowerShot V1 zeigen, wie gut ihre Foto- und Videofunktionen sowie ihre Bildqualität tatsächlich ausfallen.

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