visueller Vergleich A7 II / A7 – technische Daten – Traumflieger-Meinung – FE-Objektive – Canon-Objektive an Sony A7 – Leserkommentare
Sony erneuert seine spiegellose Vollformat-Systemkamera A7 und bringt die A7 II mit integriertem Bildstabilisator heraus.
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5-achsiger Bildstabilisator: Die A7 II bietet einen kamerainteren Bildstabilisator, der auf 5 Achsen und mit bis zu 4,5 EV Verwacklungen, sowie Dreh- und Shiftbewegungen ausgleichen soll! |
Mit einem Paukenschlag hat Sony im November 2013 mit der A7 und A7R (24 bzw. 36 Megapixel) zwei spiegellose Modelle herausgebracht, die dem Wunsch nach vergleichsweise leichten und kompakten Systemkameras mit einem Vollformat-Bildsensor nachkommen. Später ist die Sony A7S (12 Megapixel) im Juni 2014 gefolgt, die sich auf Lowlight und Videoanwendungen spezialisiert. Doch jetzt folgt die Sony A7 II, die wie der Vorgänger einen 24 Megapixel Vollformatsensor bietet, dafür jedoch einen sensorbasierten Bildstabilisator liefert, der auf 5 Achsen bis zu 4,5 Blendenstufen (CIPA) ausgleichen soll.
Werden bildstabilisierte Objektive FE-Objektive (OSS) angesetzt, soll die A7 II eine Mischstabilisierung aus sensorbasiertem IS und optischer Stabilisierung nutzen. Der Hybrid-Autofokus ist nominell zwar zur A7 mit 107 Phasen- und 25 Kontrastfeldern identisch, soll aber um 30% schneller und beim Tracking um 50% effektiver arbeiten. Die Lowlight-Empfindlichkeit ist um 1 Stufe (von 0 auf -1EV) gesteigert. Auch die Startzeit der A7 II soll um 40% kürzer als beim Vorgänger sein.
Unterstützt wird jetzt auch das XAVC-S-Videoformat mit 50 Megabit/Sek. und bis zu 50 B/Sek. sowie das dynamiksteigernde S-Log2-Profil, wie man es bereits in der A7S findet, ohne dass jedoch 4k-Fähigkeiten wie in der S-Version per HDMI-Out geboten werden.
Der Body ist ausserdem überarbeitet: Er bietet einen größeren, weiter ausgeformten Handgriff und senkt auch den Auslöser leicht ab. Die Frontplatte ist ausserdem – wie schon an der A7R und A7S – in Metall ausgeführt, was das Bajonett stabilisiert, während die A7 hier noch eine Kunststoff-Platte nutzt. Zu den sonst 3 programmierbaren C-Funktionstasten ist jetzt eine vierte ergänzt worden.
Ansonsten bleibt es bei den bekannten Ausstattungsmerkmalen wie einem großen elektronischen 0,71-Sucher mit 2,36 Megapixel Auflösung, vier Rändelrädchen, Anschluß für Kopfhörer und externes Mikrofon sowie einem nach oben bzw. unten ausklappbarem 3“-Monitor (107 bzw. 41 Grad neigbar). Auch eine Wifi-Funktion u.a. zur Smartgerätesteuerung ist mit an Bord.
Der Verkauf soll in Japan ab 5. Dezember 2014 starten (190.000 Yen = ca. 1.280 EUR); Hierzulande startet der Verkauf Mitte Januar 2015, die UVP liegt bei 1.799 EUR für den Solobody und im Kit mit dem FE 28-70mm/3,5 – 5,6 OSS bei 2.099 EUR. Einen neuen Batteriegriff wird es für die A7II mit der Bezeichnung VG C2EM geben.
Hier gehts zum offiziellen Pressetext.
Nur 9,95 EUR
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Innovations-Maschine: Mit noch griffigerem Body, internem Bildstabilisator und einer Extra-Funktionstaste macht sich die A7 II durchaus interessant. Schade, dass es keinen Silent-Modus wie an der A7S gibt. Das wäre noch ein Bonus, der aber wohl die teure S-Version zu sehr torpediert hätte.
Letztlich wird sich die A7 II sicherlich durchsetzen, wenn sich die Preisdiffernez nicht allzuhoch zum weiterhin gelisteten Vorgänger einpendelt. Die UVP legt allerdings mit 1.799 EUR kräftig gegenüber dem Vorgänger zu (1.499 EUR). Für ein differenzierteres Urteil muß ich sie aber erstmal Reallive in den Händen halten und ins Testlabor schicken, was wir baldmöglichst nachholen werden! |
Während man bei Canon meist im 5-Jahresrythmus auf neue Oberklassemodelle warten kann, läßt Sony jetzt innerhalb Jahresfrist schon das 4. Vollformatmodell folgen. Die Innovationen sind zwar beachtlich, fallen aber – wen wunderts – nicht übermäßig reichhaltig aus. Der Bildstabilisator ist zwar reizvoll aber Sony hat ja schon die Standardzooms mit OSS ausgestattet. Bleibt zu hoffen, dass der interne Bildstabilisator beim Shiftausgleich nicht das gleiche Problem wie Olympus (OMD-EM1) aufweist und im Videomodus zwar Kamerafahrten merklich stabilisiert aber leider auch zu Umgebungs-Verkrümmungen führt.
Während Olympus sein spiegelloses System mit integriertem Bildstabilisator (IBIS) stringenter konzeptioniert hat und bei seinen m.zuiko-Objektiven einen Bildstabilisator folgerichtig wegläßt, bleibt abzuwarten, was Sony bei zukünftigen Objektiven tun wird. Fehlt er dann, gucken die A7-Anwender vor der Mark 2-Version in die Röhre. Hier wäre es interessant, ob die kombinierte Bildstabilisierung vom optischen und internem Stabilisator ggf. noch mehr als 4,5 EV ausgleichen kann. Nur für diesen Fall schiene uns ein FE-Objektiv mit OSS ebenfalls systemkonform oder Sony läßt bald auch für die beiden anderen A7-Modelle Mark2-Versionen folgen.
Ansonsten ist aber ein Stabilisierungs-Vorteil für Festbrennweiten-Nutzer bzw. auch adaptierte Altgläser begrüssenswert. Wir nutzen allerdings die Sony-A7-Modelle häufig via vollformatkompatiblem Adapter mit bildstabilisierten Canon-Objektiven und vermissen so einen IN-Body-Bildstabilisator kaum.
Ein griffigerer Body ist ebenfalls willkommen, wenngleich auch schon die bisherigen A7-Modelle – gemessen an der Größe – überraschend gut in der Hand liegen. Verbessert scheint neben dem tieferen Handgriff der abgesenkte Auslöser und auf der Rückseite die bislang etwas schwer zugängliche obere Tastenzeile mit Menü- und Lupenbutton. Der Record-Taster für die Videoaufzeichnung ist noch immer unglücklich seitlich im Handgriff eingelassen.
Das Gewicht wächst an der A7 II mit 599gr allerdings um 125gr. gegenüber dem Vorgänger (474gr incl.) schon spürbar an. Der Autofokus war auch bislang schon recht flott mit von uns gemessenen 0,34 Sekunden, da bringen 30% jetzt nicht den riesigen Gechwindigkeitsschub (siehe wer hat den schnellsten Autofokus).
Das SLog2-Profil mag reizvoll sein, ist an der Sony A7S jedoch nur ab ISO 3.200 verfügbar. Man kann das Profil aber auch durch eine zweistufige Unterbelichtung und nachträgliche Schatten-Aufhellung weitgehend nachstellen.
Viel wichtiger fänden wir einen 1. und 2. elektronischen Verschlußvorhang, wie ihn die Sony A7S bietet. An ihr kann man absolut geräuschlos auslösen, während die A7 / A7 II nur den 1. Verschlußvorhang bietet und auch damit ein vergleichsweise lautes und etwas rumpeliges Auslösegeräusch von sich gibt.
Ob Sony im Lieferumfang wieder so sparsam ist und kein externes Ladegerät beilegt, wie an der A7 / A7R ist derzeit ungewiß. Hier muß man entweder auf externe Angebote ausweichen oder legt die A7 / A7R für die Ladedauer an die Leine und muß mit dem beigelegten USB-Kabel den Akku kameraintern laden. An der A7S sind hingegen im Lieferumfang ein relativ nobles, mit 4 Status-LED ausgestattetes, externes Ladegerät und gleich zwei Akkus enthalten.
Technik
| Sony A7 II |
Sony A7 |
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| Kaufpreis, ca. |
UVP 1.799 EUR | ca. 1.100 EUR (Straße Nov. 2014) |
| Markteinführung | Mitte Januar 2015 | Nov. 2013 |
| Sensor | 24,3 Megapixel, 33,8 x 23,9mm, Vollformat | 24,3 Megapixel, 33,8 x 23,9mm, Vollformat |
| Fotoformate | RAW (14bit), RAW+JPEG, JPEG (max 6.000 x 4.000 Pixel) | RAW (14bit), RAW+JPEG, JPEG (max 6.000 x 4.000 Pixel) |
| Sucher | elektronisch, 2,36 Megapixel, 0,71fach | elektronisch, 2,36 Megapixel, 0,71fach |
| Monitor | klappbar (107/41 Grad), 1.228.800 Subpixel | klappbar (90 / 45 Grad), 921.600 Subpixel |
| Autofokus | empfindlich von -1 bis 20EV, 107 Phasen- und 25 Kontrastfelder | empfindlich von 0 bis 20EV, 107 Phasen- und 25 Kontrastfelder |
| Wifi | integriert, NFC-fähig, Appsteuerung, 802.11bgn | integriert, NFC-fähig, Appsteuerung, 802.11bgn |
| Belichtung | 30s – 1/8000s, bulb (Video 1/4s – 1/8000s) | 30s – 1/8000s, bulb (Video 1/4s – 1/8000s) |
| ISO | 100 – 25.600 (erw. 50 – 25.600), Auto 100 – 6.400, Video: 200 – 25.600 (Auto 200 – 6.400) | 100 – 25.600 (erw. 50 – 25.600), Auto 100 – 6.400, Video: 200 – 25.600 (Auto 200 – 6.400) |
| Serienbilder | max 5 Bilder/Sek. 25 unverz. RAW in Folge | max 5 Bilder/Sek. / k.A. |
| Videoformat | Full HD 1.080 50p/30p/24p, XAVC-S max 50Mbps | Full HD 1.080 50i/50p/30p/24p, AVCHD max 28Mbps |
| Bildstabilisator | kameraintern, 5-achsig, Ausgleich bis 4,5 EV | nur mit externen Objektiven mit OSS |
| Fokuspeaking | ja, rot/weiss/gelb | ja, rot/weiss/gelb |
| Blitz | nicht eingebaut, externe Blitzunterstützung vorhanden, 1/250s Synchron, Multi-interface | nicht eingebaut, externe Blitzunterstützung vorhanden, 1/250s Synchron, Multi-interface |
| Mikrofon | integriert für Video, stereo | integriert für Video, stereo |
| Abmessungen | 126,9 x 95,7 x 59,7mm | 126,9 x 94,4 x 48,2mm |
| Buchsen | Kopfhörer, Mikrofon, USB, HDMI | Kopfhörer, Mikrofon, USB, HDMI |
| Akku | NP-FW50 (Alternative), 270 Fotos mit Sucher, 350 mit Sucher (Cipa) | NP-FW50 (Alternative), 270 Fotos mit Sucher, 340 mit Sucher (Cipa) |
| Gewicht | 599gr (incl. Akku u. Speicherk.) | 474gr (incl. Akku u. Speicherk.) |
| weitere Technikdaten |
Datenblatt Sony (engl.), Pressetext (dt.) |
Datenblatt Sony (engl.) |
Objektive für Sony A7-Modelle (E-Mount, vollformat-kompatibel)
Sony bzw. Zeiss bietet für die A7-Modelle eine noch recht überschaubare Palette an Objektiven, die sich ohne Adapter direkt ansetzen lassen und die den vollen Bildkreis unterstützen. Sie werden mit dem Zusatz „FE“ als vollformat-kompatibel gekennzeichnet.
Canon-Objektive an Sony A7-Modellen per Adapter nutzen

