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Die Lumix GH2 im Traumflieger-Test Teil 3


Report Teil 1
Teil 2 – Teil 3 –
Teil 4
Teil 5

Objektive

BildqualitätBelichtung
ISOZeiten
HDRDynamik
BlitzSerien

 
Panasonic Lumix GH2

 

Bildqualität

Die GH2 nutzt einen 17,3 x 13mm grossen und mit
effektiven
16-Megapixel ausgestatteten

CMOS-Sensor
(in Panasonic-Terminologie „Live-MOS“),
der einem Verlängerungsfaktor gegenüber Kleinbild-Sensoren von 2 entspricht. Mit
einer Pixelgrösse von 3,7


Mikrometer

sind die Fotodioden der Lumix GH2 noch kleiner als die 4,3 Mikrometer aktueller
18-Megapixel-Sensoren wie z.B. an einer Canon EOS 7D/60D oder 550D. Aber
rauschen sie auch stärker Im unteren Bereich bis ISO 1.600 wirken die Bilder
praktisch so wie an den vorgenannten Canon DSLR. D.h. ISO 800 ist auch voll
aufgelöst in der Regel in sehr hoher Qualität nutzbar, ISO 1.600 meist
ebenfalls. Ab ISO 3.200 wirken sie schon verrauschter und Qualitätsfans müssen
hier bei 100%-Ansicht erste Abstriche machen. Im Vergleich zu einer EOS 60D sind aber
auch die hohen Werte von 3.200 und 6.400 an der GH2 kaum stärker verrauscht.

Auch in Sachen Auflösung braucht
sich die GH2 nicht zu verstecken, denn Werte von knapp 2.500 Linien mit
entsprechend hochwertigen Objektiven (wie z.B. dem Leica Elmarit Makro) liegen
auf dem Niveau der 18-Megapixel DSLR von Canon. Allerdings setzen die
Beugungsunschärfen an der GH2 schon etwas früher ein, ermöglichen aber noch bis
Blende 11 ein in der Praxis hochaufgelöstes Bildergebnis.




Die Auflösung liegt
bei einem Maximum von 2.492 (f5,6) und durchschnittlich 1.921 Linien
(f4-f22) auf einem hohen Niveau, das an 18-Megapixel-Sensoren von Canon
DSLR reicht (Schnitt EOS 60D:1.878, EOS 7D: 1.984, EOS 550D: 2.051). Damit
können grosse Ausgabeformate etwa bis DIN A2 in sehr guter Qualität bedient werden. Das ISO-Rauschen erzeugt im Schnitt von ISO 160 bis 1.600
eine 37 KB grosse Datei, die auf ähnlichem Niveau einer EOS 60D (34 KB),
EOS 7D (35 KB) oder 550D (33 KB) liegt. In höheren Regionen rauscht die
GH2 bei 12.800 ähnlich stark wie eine EOS 60D; eine EOS 7D gewinnt hier
rund eine Stufe und rauscht bei 12.800 wie die GH2 oder 60D bei ISO 6.400.

[Informationen zum Testverfahren]

Belichtung

Die GH2 bietet komfortable Eingriffsmöglichkeiten zur Belichtungssteuerung auf
aktuellem DSLR-Niveau. Die mittlere Belichtungsstufe kann im Fotomodus um +-5
und im Videobetrieb um +-3 EV angepasst werden. An Belichtungsprogrammen bietet
sie die Mehrfeldmessung, eine mittenbetonte Integralmessung sowie
Spotmessung. Letztere ist nicht wie an Canon DSLR* an das Bildzentrum gebunden
sondern kann über das weitgehend frei verschiebbare AF-Feld an beliebigen Positionen des
Motivs genutzt werden. Damit können an der GH2 z.B. Überstrahlungen kleiner
Bildpartien sehr effektiv vermieden werden. Die auf 144 Messzellen
zurückgreifende Mehrfeldmessung lässt das aktive AF-Feld unberücksichtigt,
arbeitet aber mit hervorragenden Ergebnissen, so dass auch Szenerien mit
schwierigen Kontrasten regelmässig optimal angemessen werden.

Eine separate Zugriffstaste für den Belichtungsmodus ist nicht vorhanden, die
Messmethode lässt sich aber auf eine frei programmierbare Taste legen oder per
Touchscreen und im tastengesteuerten Schnelleinstellbildschirm flott aufrufen.

Diskrepanzen zwischen Liveview und tatsächlicher Aufnahme sind idR nicht
vorhanden, allerdings kann bei wenig Umgebungslicht eine Unterbelichtung
auftreten, während die Liveview noch ein ausreichend helles Bild zeigt**.
Erstaunlicherweise kehrt sich das Verhältnis im Video bei wenig Licht um und
zeigt zunächst vor Start ein zu dunkles Livebild an. Darauf
sollte man achten, wenn kein Blitzlicht für Aufhellzwecke eingesetzt wird.

* Multispotmessung an 1D-Modellen ausgenommen

**Erstaunlicherweise kehrt sich das Verhältnis im Video bei wenig Licht ggf. um
und kann zunächst vor dem Start ein zu dunkles Livebild anzeigen.


ISO

Der ISO-Bereich von
160 – 12.800 bietet reichhaltige Anpassungsmöglichkeiten, um auch bei wenig
Licht die Sensorempfindlichkeit ggf. bis auf den Endwert – besser aber bis
maximal ISO 6.400 zu steigern. Automatismen zur ISO-Steuerung werden über die
AUTO-Funktion geboten. Die Logik beharrt relativ starr auf 1/60 Sek., um Verwackler aus der Hand zu vermeiden und kümmert sich nicht um die genutzte
Brennweite, die eigentlich für eine aus dem DSLR-Lager bekannte,


faustformel-basierte
Empfindlichkeitsanpassung sinnvoll
wäre.

Wird keine
Obergrenze im Menüpunkt „Max ISO-Wert“ definiert, dann nutzt AUTO-ISO höchstens
den Bereich bis ISO 400. Diese Obergrenze gilt allerdings generell für die
Scenen- und Automatikprogramme. In den Kreativprogrammen sollte man daher
tunlichst MAX ISO-Wert definieren und höher als 400 stellen, um nicht unnötig
mit Verwacklungsunschärfen bei wenig Licht konfrontiert zu werden.

Bei
Blitzlichteinsatz verhält sich AUTO-ISO in den Kreativprogrammen
recht schlau und berücksichtigt offenbar die Blitzreichweite. In Innenräumen
reicht der interne Blitz meist, so dass ISO 160 angewendet wird. Draussen bei
Dunkelheit geht er dann aber bis ISO 3.200 hoch. Offenbar beeinflusst der
Messblitz den AUTO-ISO-Wert, um erst nach der Messung für den Hauptblitz den
passend erscheinenden ISO-Wert einzustellen. Bei Langzeitsynchro (Blitz kein
Hauptlicht) herrscht an der GH2 allerdings eine ISO 160-Tendenz vor, was wir für
nicht optimal halten; hier wäre mehr Dynamik oder ein fixer ISO 400-Wert (wie an
Canon DSLR) aus Gründen kürzerer Belichtungszeiten wohl optimaler.

intelligentes
AUTO-ISO

Normalerweise
können Auto-ISO-Logiken nur Verwacklungs- aber keine Bewegungsunschärfen
abmildern. Die GH2 bietet allerdings gegen Bewegungsunschärfen den Modus
„i-ISO“, der mit Hilfe des Signal-Prozessors Motivbewegungen erkennt und den
ISO-Wert entsprechend anpasst. Im kontrollierten Versuch mit einem
Carrera-Rennwagen reagierte i-ISO mit dem 14-140’er-Objektiv und erhöhte den
ISO-Wert von 400 auf 1.250, sobald er durchs Bild fuhr. Ganz scharf wurde der
Wagen trotzdem nicht, offenbar scheut sich i-ISO eine kürzere Zeit als 1/125
Sek. einzustellen. Die Logik benötigt etwas Zeit, denn der  Racer musste
schon ein Stück durchs Bild gefahren sein, damit der ISO-Wert überhaupt
angehoben wurde. Am nicht für schnellen AF-Betrieb optimierten Pancake 20mm/1,7
änderten sich die ISO-Werte bei Durchfahrt des Carrara-Wagens hingegen nicht.  

Interessant ist
i-ISO auch gegen Verwacklungsunschärfen, denn der Parameter arbeitet nicht stur – wie AUTO-ISO – nach einer festen Logik sondern berücksichtigt dynamische
Eigenbewegungen. Geht man z.B. auf ein Motiv zu und lichtet es in der Bewegung
ab, dann verkürzt i-ISO die Belichtungszeit und erhöht den ISO-Wert; Übrigens
auch am 20mm-Pancake und anderen Systemobjektiven. Die i-Logik erkennt auch, ob ein Bildstabilisator aktiv
ist und greift dann sinnvollerweise auf einen niedrigeren ISO-Wert zurück. I-ISO
ist durch seine Intelligenz AUTO-ISO überlegen und die bessere Einstellvariante,
wenn man sich nicht händisch um den ISO-Wert in den Kreativprogrammen kümmern
möchte oder kann. Ohne Frage ein Highlight an der Lumix.

Belichtungszeiten

Belichtungszeiten von 60 bis 1/4.000 Sekunde erreichen an der GH2 im oberen
Bereich zwar keine 1/8000 Sek. wie ein- und zweistellige Canon DSLR, verdoppelt
wird dafür im unteren Bereich die 30sekündige DSLR-Grenzmessung. Actionmotive
sind regelmässig mit 1/4.000 scharf eingefangen aber bei Gegenlicht kann die
Blende an der GH2 um eine Stufe weniger weit geöffnet werden als an
höherwertigen Canon DSLR. Bei Dunkelheit muss der GH2-Anwender hingegen bei
Zeiten bis 1 Minute nicht ins umständlichere Bulb-Programm wechseln, was
oberhalb von 30 Sekunden bei DSLR nötig wird. Dies ist auch bei
Belichtungsreihen für HDR-Zwecke interessant, die Spätabends oder Nachts in der
Grenzbelichtung schnell mal länger als 30 Sekunden dauern können.

Bei Langzeitbelichtungen liegt die Grenze an der GH2 bei 120 Sekunden, was auch
für nächtliche Szenerien ausreicht. Astrofotografen brauchen manchmal
aber längere Belichtungszeiten im Bulb-Modus und stossen ggf. an die
GH2-Grenzen.

HDR

Automatische
Belichtungsreihen werden an der GH2 mit 3, 5 und 7 Stufen unterstützt. Mit
Ausnahme der professionellen 1D-Modelle bieten Canon DSLR hingegen nur 3 Stufen.
Allerdings ermöglicht die GH2 maximal einen Spreizabstand von 1 EV, so dass bei
der 7stufigen Reihe maximal +-3 EV abgedeckt werden. Diesen Abstand erreicht man
z.B. auch an einer EOS 60D oder 7D, wenn die dreistufige Reihe auf 3 EV
gespreizt wird. Allerdings ist dann an der GH2 die Gradation häufig feiner und lässt
sich leichter und rauschfreier zu einem HDR-Bild verrechnen, wenngleich sie auch
7 statt 3 Aufnahmen benötigt.

Eine 7stufige Reihe
wird an der GH2 bei kurzen Belichtungszeiten in 3,7 Sekunden abgearbeitet und
erreicht damit eine Frequenz von 1,9 Bildern/Sek. Nicht besonders flott, wenn
man dagegen z.B. die 5,3 bzw. 8 Bilder/Sek. an einer 60D oder 7D vergleicht. An
ihnen können so noch wenig bewegte HDR-Motive gelingen, während sich an der GH2
eher Geisterbilder zeigen, zumindest wenn Motivbewegungen eine Rolle spielen.

Wird das
JPEG-Format genutzt, so bremst einen die GH2 mit flotten SD-Karten auch bei
mehreren, nacheinander durchgeführten 7-stufigen Belichtungsreihen nicht aus.
Dies ist z.B. bei Panoramen eine oft genutzte Technik, bei der man etwa mit
einem 8mm-Fischauge 6 Belichtungsreihen relativ flott für eine
360-Grad-Abdeckung nacheinander durchführt. Anders ist es beim RAW-Format, das
auch mit schnellen Karten meist die letzte Aufnahme der Belichtungsreihe erst
verzögert verarbeitet und in der nächsten Reihe dann schon ab der 4. oder 5.
Aufnahme ausbremst. Schnell operierende HDR-Panoramafotografen werden im
RAW-Format an der GH2 also ggf. etwas ausgebremst.

Eine Kopplung des
Selbstauslöser-Modus an die Belichtungsreihe vermissen wir an der GH2. Das ist
an Canon DSLR z.B. spätabends äusserst praktisch, da nur einmal der Auslöser (im
zweisekündigen Verzögerungsmodus) gedrückt und die Reihe dann automatisch
abgearbeitet wird. Die GH2 führt die Reihe zwar vollautomatisch aus wenn der
Auslöser kontinuierlich gehalten wird, Abends mit längeren Belichtungszeiten
setzt man aber zwischendurch ab und muss dann die Folgeaufnahmen erneut
auslösen. Spätestens jetzt wird ein Fernauslöser regelmässig zur Pflicht, um
zumindest bei wackeligen Stativmontierungen keine Verwackler beim mehrfachen
Drücken des Kameraauslöser hinzunehmen. Besser als an Canon DSLR ist hingegen
der Zugriff auf die Belichtungsreihenfunktion gelöst, da die GH2 hierfür einen
eigenen Schalter bietet.


Dynamik

Die RAW-Dateien der
GH2 bieten gegenüber Canon DSLR etwas weniger Potenzial, um Überstrahlungen
nachträglich im Rohdatenkonverter zu korrigieren. Dafür steckt mehr Zeichnung in
den Tiefen. Ähnliches haben wir schon bei Nikon (D5000) gesehen. Unterm Strich
erreicht die GH2 10,3 EV an Dynamik, während EOS 60D und 7D 10,5 EV bieten.
Tendenziell empfiehlt es sich daher an der GH2, Überstrahlungen zu vermeiden und
lieber Schatten aufzuhellen (mehr Details in unserem

Mitglieder-Report).

Die Lumix bietet –
wie fast alle DSLR oder Kompaktkameras – einen Parametersatz, um bei hohem
Kontrast JPEG-Aufnahmen zu verbessern und Schatten bzw. Lichter zu korrigieren.
An der Lumix heisst die Funktion „i-Dynamik“ und wird in 4 Stufen angeboten.
Überstrahlungen werden praktisch nicht korrigiert, Schatten jedoch in der
stärksten Einstellung („high“) um rund 1 Blendenstufe aufgehellt. Damit
entspricht die Wirkung ziemlich genau der Auto-Lighting-Funktion, wie sie in
Canon DSLR zu finden ist. Eine Lichterkorrektur analog zu Canons


Tonwertpriorität
bietet die Lumix
nicht. RAW-Anwender können auf diese Parameter regelmässig verzichten und sie
mit meist besseren Ergebnissen im

Rohdatenkonverter
nachstellen.


Blitz

Der interne
GH2-Blitz kann bedarfsweise eingesetzt werden und leuchtet ca. 3 Meter* weit.
Bei wenig Umgebungslicht klappt er auch in den automatischen Programmen nicht
selbständig aus sondern muss erst händisch via Schalter aktiviert werden. Dann
stehen bis zu sieben Modi zur Verfügung, um beispielsweise den Blitz nur als
zusätzliches Aufhell-Licht (Langzeit-Synchro) oder zur Hauptlichtquelle (dann
idR mit 1/60 Sek.) zu machen.

An Canon DSLR klappt der Blitz in den
Automatikprogramme oft selbständig aus, so dass vor allem Einsteiger an der GH 2
daran denken sollten,  den Popup-Blitz bei wenig Umgebungslicht oder
Gegenlicht händisch zu aktivieren. Die Modusanwahl und auch Helligkeitskorrektur
(+-2 EV) können z.B. Über eine der drei Funktionstasten direkt aufgerufen werden. Im
Men findet sich ausserdem eine Synchronisation auf den 1. oder


2. Verschlussvorhang
.

kabellos

Kabellose
Blitzfunktionen stehen kameraintern – wie an der 60D oder 7D – nicht zur
Verfügung. Wir konnten aber mit Funkblitzauslösern auch externe
Kompaktblitzgeräte auslösen, da der Mittenkontakt am Blitzschuh standardmässig
unterstützt wird. Blitzgeräte mit eingebautem Servoauslöser** können natürlich
auch problemlos kabellos genutzt werden. Panasonic und Metz bieten zudem
leistungsstarke Kompaktblitzgeräte***, die mehr Blitzleistung gegenüber dem
internen Blitz ermöglichen. Ohne Frage ist aber das Angebot an Blitzzubehör etwa
für Canon oder Nikon DSLR grösser. Kabelloses Blitzen im TTL-Betrieb ist derzeit
noch DSLR-Systemen vorbehalten. Wir bevorzugen allerdings idR den
manuellen Betrieb und vermissen daher im Lumix-System wenig. Wünschenswert wäre
eine etwas kürzere Synchronzeit unterhalb der gebotenen 1/160S, um gezielte
Umgebungs-Abdunkelungen etwas flexibler durchzuführen.

*mit dem
14-140’er-Kitobjektiv bei ISO 160 und 22mm (Leitzahl 13,9). In höheren
ISO-Werten oder bei lichtstärkeren Objektiven auch durchaus rund 10 Meter (z.B.
ISO 1.600 und Startbrennweite mit dem 14-42’er-Objektiv). **Z.B. der

Traumflieger-Slave-Blitz aber auch

Nissin Di622 können kabellos an der Lumix GH2 via
Blitzlicht ausgelöst werden (nur manuelle Blitzleistung, Traumflieger Slaveblitz
kann auch auf der Lumix GH2 aufgesteckt werden und dort blitzen). ***Panasonic bietet
z.B. Kompaktblitzgeräte wie den


DMW FL 500

(Leitzahl 50, ca ?450) oder


DMW FL


360

(Leitzahl 36, ca. ?250) –

Metz bietet für die Lumix z.B. den


Metz 58 AF1

(Leitzahl 58, ca. ?300) oder den


Metz 48 AF1

(Leitzahl 48, ca. ?200).


Serienbilder

Die Lumix GH2
bietet für alle Bildgrössen drei verschiedene Serienbildmodi, die mit 2, 3 und 5
Bildern/Sek. abgestuft werden. In einem zusätzlichen High-Speed-Serienbildmodus
werden gar 40 Bilder/Sek. für 40 JPEG-Aufnahmen bei einer Auflösung von 4
Megapixel geboten.

High-Speed

Der Highspeedmodus ist ein interessantes Highlight, bietet immerhin
eine
Auflösung von 2.336 x 1.752 Pixel und ist damit eine höher auflösende Alternative
als eine Einzelbildentnahme aus einem Full-HD-Video (dann nur 1.920 x 1.080). Wie
rechts zu sehen, können ungewöhnliche Motive eingefangen werden – die benötigten
700 Testaufnahmen waren innerhalb weniger Minuten durchgeführt und mussten dann
natürlich noch nach Erfolg selektiert werden.

Liveview

Einschränkungen
finden sich bei der Motivverfolgung, denn nur im langsamen und mittleren
Serienbildmodus wird die Liveview rechtzeitig aktualisiert. Wird der schnelle
Modus mit 5 oder gar 40 Bilder/Sek. benutzt, dann operiert der Anwender für die
Dauer der Aufnahme blind. In der Praxis wird man daher bei Bewegtmotiven meist
mit 3 Bildern/Sek. vorlieb nehmen.

Leistung

Im schnellen „5
Bilder/Sek.“-Serienbildmodus konnten wir eine Geschwindigkeit von maximal 4,6
B/Sek. für grosse JPEG-Aufnahmen und im grössten RAW-Format 4,1 Bilder/Sek.
messen*. Unverzögert werden 9 JPEG bzw. 7 RAWs in Folge durchgeführt. Dann
bricht die Serienbildgeschwindigkeit je nach Speicherkarte auf rund 1
Bild/Sek (JPEG) bzw. 0,5 B/Sek (RAW) ein. Während sich an Canon DSLR
mit SD-Karten schon 22 – 23 MB/Sek. speichern lassen, schafft die Lumix
höchstens 10,4 MB/Sek. Selbst eine 16 GB Sandisk mit nominell 30 MB/Sek.
erreichte lediglich knapp 10 MB/Sek. Insoweit lohnen sich keine schnelleren Karten an
der Lumix. Wartezeiten nach der Startsequenz dauern – je nach Karte – zwischen
12 bis 30 Sekunden, bis sie den Buffer geleert und vollständig abgespeichert
hat (mehr Details in unserem

Speicherkarten-Test).

* genormte Motivgrösse bei JPEG 7 MB, RAW 18,9 MB.


Auslöseverzögerung

Die
Auslöseverzögerung der GH2 liegt bei 100


Millisekunden
(ohne AF-Zeit) und damit auf dem Niveau einer
diesbezüglich recht langsamen EOS
7D. Schneller sind z.B. die EOS 60D (65 Millisek.) oder EOS 550D (75
Millisek). Vergleicht man aber die DSLR-Liveview zur GH2 (die ja stets in der
Liveview aufnimmnt), dann sind die DSLR meist um 20 – 30% langsamer (140 – 150
Millisek.) was letztere z.B. bei Aufnahmesequenzen im Makrobereich unter
Verwendung der Liveview-Lupe benachteiligt.

Bei der Dunkelzeit
in der Liveview kann die GH2 mit 0,2 Sekunden deutlich punkten und bringt die
kürzeste Black-Out-Zeit aller bisher getesten Kameras (mehr in unserem

Mitgliederreport).


    

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Freitag, 18. September 2026