Die Canon EOS 7D
im Vergleich zur 50D, 5D Mark II, 1D Mark
III
ein Report von
Stefan Gross
– Oktober 2009
- 1. Teil: Überblick, Ausstattung, Gehäuse, Sucher, Programme
- 2. Teil: Auflösung, ISO-Rauschen, Autofokus, Belichtung
- 2. Teil(B): Auflösung/ISO-Rauschen Ergänzung 7D/50D
- 3. Teil: Video, Farbe, Serienbilder, Zubehör
- 4. Teil: Fazit, Wertung, Leserfeedback
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Auflösung und ISO-Rauschen Autofokus Belichtung und Dynamik |
Pixelwahn
?
Um an der EOS 7D die 18 Megapixel auf der
Sensorfläche im APS-C-Format zu platzieren, mussten die Pixel gegenüber der EOS 50D nochmals verkleinert werden (4,3
?m gegenüber 4,7 ?m). Damit sinkt normalerweise die
Lichtausbeute und das Bildrauschen steigt in höheren Empfindlichkeitsstufen an.
Canon hat jedoch die Mikrolinsen näher an die Dioden herangerückt und – wie schon an
der 5D Mark II und 50D – Lücken minimiert. In Verbindung mit dem DIGIC4-Bildprozessor mit paralleler
Achtkanalverarbeitung sollen an der 7D
lt. Hersteller weitere Rauschreduzierungseffekte erzielt werden. Die
vergleichsweise grossen Pixel der EOS 5D Mark II (6,4 ?m) und vor allem der EOS
1D Mark III (7,2 ?m) dürften jedoch das beste Signalverarbeitungspotenzial
haben.
Linienauflösung
Zwecks ?berprüfung haben wir das
neue, sehr hochauflösende
Canon 100mm/2,8L IS USM Makro-Objektiv mit der Profitester-Software IMATEST
auf Linienauflösung bei identischem Bildwinkel ausgemessen (Info).
Ergebnis:*
EOS 7D – Schnitt 1.856, max 2.152
EOS 50D – Schnitt 1.751, max 2.035
EOS 5D II – Schnitt 2.162, max 2.354
EOS 1D III – Schnitt 1.783, max 1.977
Danach löst die EOS 7D absolut
gesehen höher als die EOS 50D und 1DIII auf aber mit einem durchschnittlichen
Wirkungsgrad
je Bildpixel
von 53,7% ergibt sich eine vergleichsweise niedrige Ausbeute (Wirkungsgrad EOS 50D: 55,3%, EOS 5D II: 57,8%, 1D III: 68,8%).
Die EOS 7D erreicht gegenüber der 1D III aufgrund der höheren
Pixelzahl ein Auflösungsplus von 38% und gegenüber der 50D effektiv rund 15%.
Umrechung auf effektive Megapixel*
EOS 7D – 53,7% v. 17,9 Megapixel =
9,6 Megapixel
EOS 50D – 55,3% v. 15,1 Megapixel = 8,4 Megapixel
EOS 5D II – 57,8% v. 21,1 Megapixel = 12,2 Megapixel
EOS 1D III – 68,8% v. 10,1 Megapixel = 6,9 Megapixel
*Basis: Linien je Bildhöhe, MTF50, ISO 100, RAW
mit Lightroom bei Standardparametern entwickelt (geringe Nachschärfung),
Schnitt = gesamter Bildbereich von f 2,8 bis f 16, max = Bildzentrum bei f4,0
bzw. f5,6
Interpolation
Interpoliert man einen identischen
100%-Ausschnitt der 1D Mark III auf die Bildgrösse der 7D, dann wird deutlich,
dass die Auflösung trotz des höheren Wirkungsgrades der 1D-Bildpixel unterhalb
der 7D liegt. Allerdings bleibt bei dieser Betrachtung das geringere
ISO-Rauschen und der grössere Bildwinkel der 1D gegenüber der 7D aussen vor:
ISO-Rauschen
Unsere Umfragen haben ergeben, dass
die Mehrzahl der Canon DSLR-Fotografen/-innen das hauseigene Digital Photo
Professional (DPP) für die Konvertierung der RAW-Dateien verwendet. Insofern
gibt nachfolgendes Tableau einen entsprechenden Überblick über das ISO-Rauschen
und Auflösungsverhalten in den einzelnen Empfindlichkeitsstufen. Entwickelt
wurden die grossen RAW-Dateien mit den Standardeinstellungen* unter DPP:
*Die Rauschunterdrückung wird von Canon unter DPP
standardmässig vorbelegt. Angegeben wird die Stärke mit „RU“
erster Wert = Stärke Helligkeitsrauschunterdrückung, zweiter Wert = Stärke
Farbrauschunterdrückung.
Auf den ersten Blick ähnelt das Rauschverhalten
der EOS 7D dem der EOS 50D. Ein genauerer Blick zeigt aber, dass die 7D in den
ISO-Werten bis ISO 800 fast eine ISO-Wertstufe stärker rauscht. Die höheren
Wertstufen ab ISO 3.200 und besonders im Endwert von 12.800 offenbaren jedoch
Vorteile für die 7D wie im Tableau II unten besser zu erkennen ist.
Auch an der EOS 5D Mark II greift Digital Photo
Professional (DPP) recht massiv auf die Rauschreduktion zurück. Die glättet zwar
den Hintergrund, bügelt jedoch auch Motivdetails weg. Der optische Vergleich
im oben gezeigten Tableau I ist insbesondere zur EOS 1D Mark III (pauschal RU
0/2) schwierig.
Die Auswertung wird jedoch vereinfacht, wenn
identische Parameter angewendet werden, wie dies unsere Analyse unter Lightroom mit linearer und
sehr reduzierter Rauschreduktion nachfolgend (Tableau II) zeigt:
An der 7D ist das Rauschen schon beim
ISO-Basiswert von 100 erkennbar, während die anderen drei Kameras eine deutlich
geringere Körnung aufweisen. Ab ISO 3.200 steigt dann an der 50D der Rauschpegel
am stärksten an und liegt über dem der EOS 7D. Die 5D Mark II zeigt einen sehr
niedrigen Level, wird jedoch von der 1D Mark III unterboten.
Ergänzung 11.6.09: Wir haben die EOS
7D und 50D unter DPP mit abgeschalteten Rauschparametern nachgetestet,
siehe hier !
Der Signal-Rauschabstand lässt sich recht gut zur
Pixelgrösse in Beziehung bringen. Die 1D Mark III mit den grössten Pixel (7,2
?m)
rauscht um rund 10% weniger als die 5D Mark II, letztere Pixel sind analog auch
um rund 11% kleiner (6,4
?m). Die 7D mit
4,3
?m-Pixeln (40% kleiner) rauscht um
durchschnittlich 50% stärker, während die 50D-Pixel mit 4,7 Mikrometer (35%
kleiner als 1DIII-Pixel) jedoch im Schnitt ebenfalls 50% mehr Bildrauschen als
an der 1D Mark III zeigen.
Es gilt also die Pauschal-Annahme: „je kleiner die
Pixel, umso höher der Rauschpegel“. Allerdings sind die kleineren Pixel der
7D in höheren ISO-Werten der 50D überlegen und rauschen daher im Schnitt nicht
stärker.
Stellt sich die Frage, wie der Bildeindruck bei identischer Grösse in der 100%-Ansicht aussieht. Dafür haben wir die EOS 7D und 50D etwas
weiter vom Motiv entfernt und die 1D Mark III etwas dichter aufgerückt, um alle
Kameras auf eine gleiche 100%-Ansicht bei gleicher Brennweite abzustimmen:
Wie bereits erwähnt, zeigt sich der geringere Wirkungsgrad der EOS 7D-Bildpixel im vorstehendem Tableau III. Die
7D-Ausschnitte wirken sowohl bei ISO 100 als auch ISO 3.200
am geringsten aufgelöst. Etwas besser gibt sich die EOS 50D während EOS 5D Mark II und 1D III
deutlich detaillierter abbilden. Tendenziell wirkt das Ziffernblatt der 1D III
am kontrastreichsten.
Zu beachten gilt natürlich, dass der Bildwinkel an der 7D
bei obiger Betrachtungsweise grösser als an der 50D/1DIII ist (7D ist am
weitesten vom Motiv entfernt) und dass die absolute Auflösung über der EOS 50D
und 1D III liegt ! D.h. es lassen sich – aufgrund er höheren Pixelzahl – ohne
weiteres die Bilder der EOS 7D auf die Grösse der 1D III oder 50D
herunterrechnen und damit etwas höher aufgelöste 100%-Ausschnitte und
abgemildertes Rauschen gewinnen !
Nachfolgend demonstrieren wir daher diesen
umgekehrten Fall: Basis ist ein 100%-Ausschnitt der 1D Mark III bei ISO 3.200, auf den die
7D/50D und 5D Mark II bei gleicher Distanz und Brennweite bikubisch mit
Photoshop heruntergerechnet wird:
Bei Nachverkleinerung auf den 100%-Auschnitt der
1D III (Tableau IV) liegt das Bildrauchen der 7D nur noch 20% höher als an der 1D
(50D +28%, 5D II +4%) aber der Bildwinkel ist an der 7D auch kleiner.
Ergo: die EOS 7D löst effektiv* um
38% höher als die 1D Mark III auf, rauscht jedoch im Schnitt um 50% mehr.
Gegenüber der 5D Mark II löst die 7D effektiv um 27% niedriger auf und rauscht
um rund 36% stärker. Die 50D hingegen rauscht im Schnitt so stark wie die 7D,
löst aber effektiv um 15% niedriger auf. Canons offizielle Eingruppierung der
EOS 7D zwischen 50D und 5D Mark II lässt sich in Sachen Bildqualität daher recht
gut nachweisen. Die 1D Mark III platziert sich aufgrund des niedrigen
Rauschpegels (der auch die Auflösung in höheren ISO-Stufen verbessert) noch vor
der 7D aber hinter der 5D Mark II.
*effektiv bezieht sich auf ISO 100. Die Angaben zu den
Rauschparametern gelten als Durchschnittswert für ISO 100 – 6.400
Beispielbilder
Nachfolgend finden sich hochaufgelöste Aufnahmen
vor allem zu den höheren ISO-Werten:
| EOS 7D | EOS 50D | EOS 5D Mark II | EOS 1D Mark III | |
| ISO 100 | ||||
| ISO 800 | ||||
| ISO 1.600 | ||||
| ISO 3.200 | ||||
| ISO 6.400 | ||||
| ISO 12.800 | ||||
| ISO 25.600 | ||||
Langzeitrauschen
Bei wenig Umgebungslicht wie z.B. bei nächtllichen
Städtetouren bzw. Astromotiven sind lange Belichtungszeiten gefordert.
Tendenziell kumulieren lange Belichtungszeiten das ISO-Rauschen, auch jetzt
auftretende Hotpixel und Verstärkerglühen können die Aufnahmequalität
herabsetzen.
Unser Test zeigt, dass die EOS 7D auf sehr
moderatem Rauschniveau bei Langzeitbelichtungen liegt und nahezu hotpixelfrei
ist. Die 50D rauscht eine Idee stärker, hält sich jedoch auf gutem Niveau. Die
1D III rauscht am geringsten, zeigt jedoch vereinzelte, deutlich erkennbare
Hotpixel. Auffällig wird die 5D Mark II mit den stärksten Artefakten; aber
dieses Verhalten kann individuell variieren, wie wir
hier zur 5D Mark II zeigen.
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EOS 7D legt beim
Autofokus zu
Canon hat der EOS 7D im Autofokusbetrieb einige Neuerungen
spendiert und z.B. – erstmals unterhalb der 1D-Klasse – einen speziellen
Prozessor verbaut. Auch die 19 engmaschig verteilten Kreuzsensoren bieten
an der 7D mehr Potenzial, um horizontale und vertikale Kontraste als etwa die 50D
(9 Kreuzsensoren) oder 5D Mark II (ein Kreuzsensor) zu erfassen. Gegenüber
der 1D Mark III ist die Kreuzsensorempfindlichkeit durchschnittlich gesteigert.
Alle Sensoren der 7D arbeiten im Kreuzbetrieb bis zu einer Lichtstärke von f5,6
während die mit ebenfalls 19 Kreuzsensoren ausgestattete 1D III für den gleichzeitig horizontal und vertikal detektierenden
Kreuzsensorbetrieb wenigstens
eine Lichtstufe (f4,0 mit dem Zentrum, f2,8 mit den aussermittigen
Kreuzsensoren) mehr verlangt.
Punkten kann die EOS 7D zudem mit der komfortablen
Möglichkeit, den Autofokus während des Livebildes
via halb durchgedrücktem Auslöser zu nutzen. An der EOS 50D und 5D Mark II muss
hierfür noch der AF-ON-Taster bemüht werden, während an der 1D III die Liveview
zur automatischen Fokussierung beendet werden muss. Der Servobetrieb mit
automatischer Schärfenachführung ist an keiner der DSLR während des
Livebildbetriebes bzw. während der Videoaufzeichnung möglich.
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Der 7D-Anwender kommt aber auch in den
Im Gegensatz zur automatischen Messfeldwahl
Wir haben die EOS 7D mit ihren Geschwistern einem |
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Unser ergänzender Test anhand einer Carrera-Bahn unter noch
reproduzierbareren Bedingungen bescheinigt der EOS 7D einen Vorsprung vor der
50D und 5D Mark II, während hier die 1D Mark III die besten Resultate abliefert
(siehe hier).
Um die Position vorgewählter Autofokusfelder bei
horizontaler Kameraausrichtung auch im Hochformat zu nutzen, kann der
7D-Anwender die relative Feldposition auch nach dem Schwenk nutzen. Praktisch
ist auch die Möglichkeit, beispielsweise die Abblendtaste mit der bedarfsweisen
Umschaltung von AI-Servo in den One-Shot Betrieb zu belegen. Möglichkeiten, die
nur die 7D innerhalb unseres Testfeldes bietet.
One Shot-Betrieb
Die Genauigkeit im One-Shot-Betrieb haben wir mit
dem zentralen AF-Feld an unserem Testchart mit 3 Canon Objektiven (Canon
70-200mm/4,0 L IS USM, Canon 70-200mm/2,8L IS USM, Canon 300mm/2,8L IS USM)
sowohl mit dem Phasenkontrast-Verfahren als auch mit dem „Live-AF“ (kontrastbasiert)
an allen vier Kameras auf die Treffgenauigkeit untersucht. Dabei erzielten wir
im Gesamtdurchschnitt eine hohe Trefferquote von 97%, wobei der Live-AF
tendenziell etwas genauer arbeitet. Lediglich die 7D macht – trotz
Firmwareupdate auf 1.09 – eine Ausnahme und schneidet etwas schwächer als im
phasendetektierenden Verfahren mit durchschnittlich 94% ab. Als besonders
signifikant würden wir die Unterschiede der einzelnen Kameras zueinander jedoch
nicht einschätzen.
neue
iCFL-Belichtungsmessung
Canon führt mit der
EOS 7D die neue iFCL-Belichtungsmessung (intelligent Colour Focus Luminance)
ein. Dabei wird eine farbsensitive Messung durchgeführt, die mittels zwei neu
implementierter Filter rot/grün und blau/grün differenziert.
Das soll
beispielsweise bei Motiven mit hohem Rotanteil zu einer exakteren
Belichtungsmessung führen. Zusätzlich werden sämtliche Autofokusfelder in die
Messung einbezogen, um das Motiv in der Schärfeebene zu detektieren und eine
genauere Gewichtung vorzunehmen. Canon betont auch, dass die farbsensitive
Messung Backfokusprobleme unter rotstichigem Kunstlicht abfangen soll.
Bei unserem Test
anhand eines roten Ford-Mustangs konnten wir zur EOS 50D keine grossen
Unterschiede bei der Belichtungsmessung feststellen; beide Kameras ermitteln in
der Mehrfeldmessung eine zutreffende Belichtung innerhalb einer Varianz von rund
0,5 Blendenstufen. Der automatische Weissabgleich führt jedoch an beiden Kameras
zu einer fehlerhaften Wiedergabe (orangestichig), wenn auch der Hintergrund
keine neutrale Referenz bietet.
Gleichstand beim Dynamikumfang
Ein hoher Dynamikumfang bietet Potenzial, um nachträglich Überstrahlungen oder
zeichnungslose Dunkelfelder zu korrigieren. Die
Kontrastverarbeitung
aller im Test vertretener Modelle unterscheidet sich nicht signifikant. D.h.
beim JPEG-Format stehen 8 Blendenstufen bereit und bei Verwendung des grossen
RAW-Formats bieten rund 10 Blendenstufen noch zwei EV mehr, um nachträgliche
Belichtungskorrekturen vorzunehmen. Bei ISO 50 (5D Mark II und 1D Mark III) verliert der Fotograf jedoch 1
Blendenstufe an Ausgangsdynamik genauso wie in den kleineren RAW-Formaten.
hochdynamische Belichtungsreihe (HDR)
Auch wenn keine der Kameras eine interne
HDR-Funktion bietet, so lassen sich an allen Modellen immerhin vollautomatische
Belichtungsreihen von wenigstens 3 Aufnahmen mit einem Spreizwert bis 2 EV
durchführen (im zweisekündigem Selbstauslösermodus). Später kann diese Reihe
z.B. mit dem beliebten Photomatix oder auch unserem kostenlosen
Traumflieger-DRI-Tool zu einem hochdynamischen Bildergebnis verrechnet
werden.
Die EOS 7D bietet jedoch einen Spreizwert von bis
zu 3 EV und kann die mittlere Belichtungsstufe von -8 bis +8 verschieben. Damit
lässt sich ein Kontrastumfang von bis zu 26 Blendenstufen abdecken und relativ
bequem z.B. mit dem Programm AV durchführen. EOS 5D Mark II und 50D schaffen – ausserhalb des
Programms M – nur -4 bis +4 EV und decken so höchsten 18 Belichtungsstufen
ab (10 EV im RAW + 8 EV bei zweifacher Belichtungsreihe).
An der 1D ist der Komfort aber am höchsten, da
hier flexibel bis zu 7 Belichtungen bei einem maximal dreiststufigem Spreizwert
vollautomatisch durchgeführt werden können.
Tonwertpriorität und automatische Belichtungskorrektur
Eine Hilfe zur Vermeidung von Überstrahlungen wird an allen Vertretern des
Testfeldes kameraintern mit der
Tonwertpriorität (CFn
II Nr. 3) geboten. Dabei belichtet die DSLR – für den Anwender unmerklich – um
eine Belichtungsstufe unter und hellt die dunklen Tonwerte intern um eine EV
wieder auf. Das führt zu einem leichten Anstieg des Bildrauschens z.B. in
Schattenpartien, hilft jedoch weniger bildbearbeitungserfahrenen Anwendern, dass
helle Bildbereiche weniger stark ausbrennen. Nachteil: der ISO-Wertebereich wird
eingeschränkt, so dass z.B. ISO 100 nicht mehr wählbar wird.
Die an der 7D, EOS 5D Mark II und 50D angebotene
„Autom. Belichtungsoptimierung“
hellt zu dunkel geratene Bilder lediglich linear intern um bis zu 1 EV an. Für Einsteiger sicherlich eine Hilfe, ambitionierte
Anwender des RAW-Formats können derartige Optimierungen jedoch besser im RAW-Konverter
nachstellen.
- 1. Teil: Überblick, Ausstattung, Gehäuse, Sucher, Programme
- 2. Teil: Auflösung, ISO-Rauschen, Autofokus, Belichtung
- 2. Teil(B): Auflösung/ISO-Rauschen Ergänzung 7D/50D
- 3. Teil: Video, Farbe, Serienbilder, Zubehör
- 4. Teil: Fazit, Wertung, Leserfeedback
