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Canon Powershot G5X im Test

Canon Powershot G5X im Test

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kompakter Profi?
Die Canon Powershot G5X im Traumflieger-Test

Mit einem Feuerwerk an Ausstattungsmerkmalen will die kompakte Canon Powershot G5X selbst professionelle Anwender begeistern. Direktzugriffs-Elemente und ein großer Sucher sollen Systemkamera-Feeling bei maximaler Mobilität ermöglichen. Im Kern werkelt ein für Kompaktkamera-Verhältnisse vergleichsweise großer 1''-Sensor mit 20 Megapixel. Hat die Powershot wirklich das Zeug, gehobene Ansprüche zu erfüllen?

Demo-Video - Vergleich zur anderen Kompakten - Body und Bedienung - Bildqualität - Video und Wifi - Fazit - Technik - Rangliste - Links - Leserkommentare

Die Powershot G5X ist seit Oktober 2015 zu einer UVP von 789 Euro im Handel. Die Featureliste ist beeindruckend, denn sie bietet einen integrierten, elektronischen Sucher sowie einen frei dreh- und schwenkbaren, touchfähigen Monitor. Mit zahlreichen Tastern und griffigen Einstellrädern verspricht sie zudem, auch in den Kreativprogrammen einen schnellen Parameterzugriff oder manuellen Fokusbetrieb ähnlich wie an ausgewachsenen Systemkameras.

Wifi mit Smartgerätesteuerung, Full-HD-Videomodus mit manueller Belichtungssteuerung, ein Rohdatenformat, Fokuspeaking sowie ein lichtstarkes 24 - 100mm / f1,8 - 2,8-Objektiv mit 4,2x-Zoom und Bildstabilisator sind ebenfalls an Bord. Der eingebaute Blitz, ein speedlite-kompatibler Blitzschuh sowie Fernauslöser-Anschluss komplettieren die G5X. Auch der Autofokus bietet eine hohe Geschwindigkeit.

Klingt so, als könnte man mit der G5X wunschlos glücklich werden. Vorausgesetzt, das Ganze ist in der Praxis auch gut abgestimmt und die Abbildungsleistung stimmt. Wir nehmen Canons Werbeaussagen beim Wort und untersuchen, ob die G5X wirklich eine "erstklassige Qualität und Profisteuerung"* ermöglicht!

*lt. Überschrift zur G5X auf der Webseite von Canon Deutschland Stand Dezember 2015

Die G5X hat allerdings starke Konkurrenz nicht nur durch die Fotofunktion von Smartgeräten sondern allen voran durch die Edelkompakten der Sony RX100-Modellreihe (III / IV) oder einer Panasonic Lumix LX100. Letztere nutzen auch einen relativ großen Sensor und bieten einen integrierten Sucher, verzichten aber auf Touchfähigkeiten. An der RX100 IV schlägt Sony wegen 4k-Video und Superzeitlupe preislich ordentlich zu (derzeit rund 1.000 Euro), während die ebenfalls 4k-fähige Lumix LX100 schon für unter 700 Euro erhältlich ist.

Auch im eigenen Haus hat Canon die G5X von zwei Geschwister-Modellen G3X und G9X flankiert, die auch den 1''-Sensor mit 20 Megapixel nutzen, allerdings ohne Sucher und mit Superzoom (G3X) bzw. kleinerem und lichtschwächerem 3x-Zoom daherkommen (G9X).

Auch die schon im Herbst 2014 erschienene Powershot G7X teilt den gleichen Sensor und sogar das 4,2x-Zoom mit der G5X, verzichtet aber auch auf einen integrierten Sucher bzw. den voll artikulierten Monitor. 

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Demo-Video


 mit Makro-Special: Vergleich zur Lumix LX100, Sony RX100 (II) und Canon EOS 5Ds

 Hier gehts zum Demo-Video zur Canon Powershot G5X!
 

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Body & Bedienung


In der Hand liegt die 377gr schwere G5X recht massiv. Das spürbare Gewicht aber auch das fast durchgehend in Metall* gefasste Gehäuse vermitteln uns einen hochwertigen Eindruck. Dank Daumenstütze lässt sie sich auch noch einhändig gut halten, wenngleich wir sie schon etwas fester in die Hand pressen müssen. Zugegeben, eine Systemkamera bietet noch mehr Griff-Fläche und einen entgegenkommenderen, weil angeschrägten Auslöser, ist dafür aber weniger transportfreundlich. Die G5X kann man noch gut in einer Jackentasche mitführen, für die Hosen- oder Hemdtasche ist aber auch sie zu massiv.

Eingeschaltet benötigt die G5X rund 2,5 Sek. bis die erste Aufnahme ausgelöst ist. Die Zeit wird hauptsächlich verbraucht, um das Zoomobjektiv in die stets genutzte Weitwinkel-Position zu fahren. Flotte Systemkameras schaffen das schnappschusstauglicher oft innerhalb der ersten Sekunde. Dabei spricht die G5X generell schnell bei Parametereingriffen, Menüoperationen oder beim Autofokus (rund 0,3Sek. bei 70mm KB) an.

Der Schwenkmonitor lässt sich an der G5X leicht ausklappen und in alle Richtungen auch nach vorn drehen. Dank Touchfähigkeiten kann nicht nur der Autofokus simpel gesetzt sondern praktisch auch alle Parameter teils mit ziehenden Gesten oder auch Menüpunkte bzw. Karteireiter schnell angesprungen werden. Mechanisch ist er solide verarbeitet und wirkt nicht zu wackelig aufgehängt. Er ist nicht nur für Überkopf- oder bodennahe Operationen nützlich sondern lässt sich auch zum Transportschutz zuklappen.

*Kameraunterseite und Sucherbuckel sind aus Kunststoff

riesiger Sucherblick - für Canon-Verhältnisse

Beim Blick durch den elektronischen Sucher zeigt sich ein klares und helles Bild, das mit 0,58x schon erheblich größer und unbeschnitten im Vergleich zu den unsäglichen "Realbild-Zoomsuchern" der Powershots bis zur G16 ausfällt. Von der Größe ist er identisch zu einer EOS 70D. Eine Lumix LX100 bietet allerdings einen noch großflächigeren Sucherblick (0,66x) und wenn man aktuelle Systemkamera-Sucher der gehobenen Klasse gewohnt ist, wirkt er zwar nicht mikrig aber doch etwas kleiner. Pixelstrukturen fallen uns nicht auf, bei schnelleren Schwenks oder in dunklen Umgebungen kommt er aber doch etwas ins Ruckeln.

Im Hochformat springt die Werteanzeige um, so dass Parameter auch bei Portraits gut ablesbar bleiben. Ein Annäherungssensor ist erfreulicherweise auch an Bord, so dass automatisch von Monitor auf Sucherbetrieb umgeschaltet wird. Um die Umschaltung zu fixieren, ist allerdings ein Gang ins Menü notwendig, da eine eigene Taste hierfür fehlt.

Griffige Einstellringe

Um die Parametersteuerung auf kleinstem Raum zu vereinfachen, hat Canon der G5X zwei griffige Einstellringe spendiert. Per Zeigefinger ist in Nähe des Auslösers ein ungewohnt massives Metall-Rädchen erreichbar, das vor allem für die Blendensteuerung zuständig ist. Es ist überraschend leichtgängig, dank Rastung aber angenehm bedienbar. Für uns ein Plus gegenüber den bisher gewohnten, oft etwas schmalen Einstellrädchen. Der Einstellring am Objektiv kann für Zeit- oder Blendenwerte, den Zoom aber auch für den manuellen Fokus genutzt werden. Er ist ebenfalls gerastet was wir generell begrüßen. An den Sony RX100-Modellen fehlt die Rastung was die Bedienung oft etwas zäh macht.

Chaos: der Objektiv-Ring ändert die Logik

Welchen Parameter man mit dem Objektiv-Einstellring steuert, wird an der G5X per Menübefehl "Funktionszuweisung" hinterlegt. Und hier gibt es eine Abhängigkeit vom eingestellten Programm. Nutzt man AV, kann mit ihm entweder der ISO-Wert, die Zoomstufe oder der manuelle Fokus* getriggert werden. Wir bevorzugen hier den manuellen Fokus-Betrieb ähnlich, wie man es vom Einstellring der Systemobjektive kennt. Doch wechselt man ins Programm M oder den manuellen Videomodus, dann kann der Ring nicht mehr den MF-Betrieb oder die Zoomstufe nutzen und man muss dafür auf das Daumenrädchen ausweichen. Einerseits umständich, dass Canon die Steuerung nicht konsistent und übergreifend anbietet, andererseits steht im Programm M so für jeden der 3 wichtigen Parameter Zeit-, ISO-, und Blendenwert ein eigener Einstellring zur Verfügung.

Der manuelle Fokusmodus ist an der G5X generell ein riesiger Fortschritt, zumindest wenn man als Maßstab Canons Kompaktkameras nimmt. Bislang musste dafür an den Powershots bis zur G16 das unpraktischere Daumenrädchen und maximal eine nicht besonders genau ablesbare Vierfachachlupe genutzt werden. Jetzt steht jedoch eine 5x- und 10x-Lupe auch im besser erkennbaren Sucher bereit, die dort sogar automatisch aufgerufen wird, wenn man etwa am entsprechend konfigurierten Objektivring dreht. Optional sogar mit einer Fokuspeaking-Unterstützung incl. roter Farbe.

* daneben kann auch "Kontrastkorr.", Schattenkorr. und Weißabgleichskorr., Seitenverhältnis hinterlegt werden

MF zwar verbessert aber umständlich

Ist die Welt damit in Ordnung? Nicht so ganz. Auch wenn der Objektivring haptisch eine wahre Freude ist, so gelingt uns die Feineinstellung im manuellen Fokus der G5X nicht immer auf Anhieb. Die Fokusschritte verstellen sich nicht linear und sind nicht besonders intuitiv abgestimmt. Manches mal drehen wir zu schnell und überspringen größere Fokussierbereiche oder drehen langsam aber müssen zu viele Rastschritte wählen. Der MF-Modus beendet sich auch nicht automatisch nach dem Auslöser-Druck, wie man es von hochwertigen Panasonic-, Olympus- oder Sony-Kameras mit DMF-Unterstützung gewohnt ist. An der G5X bleibt man dann im manuellen Fokusbetrieb und die Lupe bleibt ständig aktiv, bis man die Set-Taste drückt.

Mit der MF-Logik kann man sich durchaus arrangieren aber Canon hätte sie doch eleganter lösen können. Die Lumix LX100 ist hier schlicht vorbildlich mit einer feinfühligen Justierung und automatischem Lupenaufruf*, der sich beim Durchdrücken des Auslöser selbständig beendet. Auch die Sony RX100 macht es entsprechend nach Druck auf die Set-Taste** und legt den manuellen Fokus deutlich gezielter. Warum kann die Canon das nicht?.

* im Menü "AF+MF" aktivieren, wenn man nicht ganz in den MF-Betrieb wechseln möchte.
** wenn im Menü so konfiguriert

wo sind die Tasten für ISO-Wert und WB?

Dedizierte Tasten für ISO-Wert und Weißabgleich fehlen der G5X. Will man nicht auf den Touchscreen ausweichen, dann stehen zwei Buttons zur individuellen Konfiguration bereit. Leider werden sie aber mit den Standardfunktionen benötigt. Die konfigurierbare Record-Taste wird für den Videobetrieb und die Messfeld-Wahltaste für die aussermittige Ansteuerung des Fokuspunktes gebraucht. Wer beim Sucherblick darauf zugreifen will, guckt in die Röhre.

Ein Ausweg für den ISO-Wert liegt im Daumenrädchen wenn dort nicht der manuelle Fokus liegt. Jetzt geht also eine ganze Konfigurationskette los, weil Canon je nach Programm unterschiedliche Zuordnungen vorsieht. Eine Lösung sehen wir auch beim Blick durch den Sucher im Schnell-Einstellbild-Schirm, wo man den ISO-Wert schnell erreichen kann. Canon macht es einem aber wahrlich nicht leicht, die G5X intuitiv einzurichten.

Pluspunkte verbucht die G5X allerdings wieder dadurch, dass Auto-ISO immerhin in 3 Stufen dynamisch anpassbar ist und auch im Programm M - bei Auto-ISO - die mittlere Belichtungsstufe geändert werden kann. Durch letztere Variante lässt sich z.B. im Videoprogramm eine AV-Logik nachstellen, die ansonsten nur eine Vollautomatik oder gänzlich manuelle Steuerung anbietet..

Karteireiter statt Scroll-Listen

Der Touchscreen bietet generell sehr entgegenkommend seine Parameter an. Oft finden wir Kurzwege, die per Icon am Monitor eingeblendet werden. Auch im Menü finden sich (abschaltbare) Hilfe-Einblendungen, die einen selten über die Funktion im Unklaren lassen. Canon verzichtet erfreulicherweise hier auch auf die längeren Scroll-Listen der bisherigen G-Modelle und hat eine Menüstruktur mit Unterkarteireitern sowie MyMenü ähnlich neueren DSLR bzw. der EOS M-Reihe eingeführt.

Dennoch vermissen wir hier den ein oder anderen Eintrag. Individualfunktionen etwa für die Reihenfolge und anwenderdefinierte Anzahl von automatischen Reihenbelichtungen suchen wir vergeblich (mehr als 3 mit bis zu +-2EV geht nicht). Auch die mit einer Belichtungszeitverdopplung einhergehende Langzeitrauschunterdrückung ist nicht abschaltbar. Zudem fehlen generell Sonderfunktionen wie z.B. einen ausgewachsenen Timer, den etwa eine Lumix LX100 bietet und die Aufnahmen sogar kameraintern zu hochwertigen 4k-Zeitraffervideo verarbeitet. Immerhin lässt sich an der G5X ein Selbstauslöser-Modus per Schnell-Einstellbildschirm mit 2 und 10 Sek. Vorlauf oder variabel mit bis zu 10 Aufnahmen und 30 Sek. aktivieren.

Fehlanzeige: ein Panoramaprogramm werden viele vermissen

Am Programmwahlrad finden sich auch Einsteiger-Hilfen wie Vollautomatik und Szeneprogramme für Standardsituationen wie Portrait, Sternenspuraufnahmen, HDR, Miniatureffekt, Fisheye etc. Im Portraitprogramm kann man per Fingertouch noch die Hintergrundunschärfe, Helligkeit und Hautglättung einstellen und auch einen Fingertouch-Auslöser aktivieren. Nicht alle Effekte - wie z.B. den Fisheye-Effekt - lassen sich für den auch aus den Szeneprogrammen aktivierbaren Videobetrieb nutzen. Ein Panoramaprogramm fehlt gänzlich. Wer Effektfilter in den Kreativprogrammen nutzen will geht leer aus, hier lässt sich beim JPEG-Format nur eine magere Schattenaufhellung, Farb- und Kontrastanpassung einstellen. Wo ist der Weißabgleich mit Kelvin-Werten, den wir z.B. im parallelen Videobetrieb mit zwei unterschiedlichen Kameras gut gebrauchen können? Fehlanzeige!

Überraschung: HDMI gibt ein Livebild aus!

Anschluss findet die G5X über Buchsen für einen Fernauslöser (2,5mm Klinke), HDMI oder USB. Optionen, um auch die Videoaufzeichnung per Fernauslöser zu starten und zu stoppen oder einen IR-Fernauslöser - ohne eigenes Empfängerteil - direkt zu betreiben, bestehen allerdings nicht.

Per Micro-HDMI-Kabel (Typ D) lässt sich ein TV-Display anschließen und die Bild- bzw. Videowiedergabe starten. Erfreulicherweise wird auch das Foto- und Videolivebild per HDMI ausgegeben, so dass sich z.B. ein mobiler HD-Monitor zwecks Bildkontrolle sogar während der Videoaufzeichnung nutzen lässt. Lupenfunktionen bzw. Fokuspeaking sind aber im Livebild per HDMI bedauerlicherweise deaktiviert. Eine Sony RX100 (getestet mit der II) bietet auch das Foto- und Videolivebild per HDMI und liefert hier sogar die Lupenfunktion, während wir eine Lumix LX100 zu keiner Livebildwiedergabe bewegen können. Mit Letzterer kann man aber per Wififunktion incl. Videolivebild auf die Smartgerätesteuerung ausweichen.

Per USB (2.0) kann die G5X Bilder mit einem pictbridge-fähigem Drucker ausgeben oder eine Verbindung zum PC aufbauen. Am PC ist aber keine Remote-Software zur Kamerafernsteuerung verfügbar sondern es können nur Bilder transferiert werden. Außerdem lässt sich per USB-Kabel der eingelegte Akku der G5X laden. So verbunden kann man auch während des Ladevorgangs Bilder wiedergeben aber die G5X nicht im Aufnahmebetrieb nutzen. Benötigt wird ein Micro-USB-Kabel (kameraseitig: Micro B), wie man es von vielen Android-Smartgeräten kennt, wenn man nicht auf das optionale Canon-Kabel (IFC-600PCU) zurückgreifen will. Im Lieferumfang der G5X ist weder ein HDMI- noch ein USB-Kabel enthalten.

Kompromiss: Der Akku teilt sich das Fach mit der Speicherkarte

Wie in der kompakten Kameraklasse üblich, teilt sich der Akku ein Fach mit der SD-Speicherkarte. Das ist im Stativeinsatz unpraktisch, zumal das Stativanschlussgewinde noch so eng an der Fachklappe liegt, dass praktisch jede noch so schmale Schnellwechselplatte blockiert. Der im Lieferumfang enthaltene Akku NB-13L (1.250mAh) hält im Sucherbetrieb etwas magere 215 Aufnahmen durch. Ärgerlich, dass ein originaler Ersatzakku derzeit unverschämt teuer ist. Immerhin legt Canon im Lieferumfang ein Ladegerät bei.

 

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Bildqualität


Was kann man von dem 1''-Sensor mit 20 Megapixeln und 2,7x-Crop der G5X erwarten? Panasonic hat schon an der Superzoomkamera Lumix FZ1000 mit einem vergleichbaren Sensor gezeigt, dass er sich für Tageslichtverhältnisse gut eignet, in Lowlight aber an seine Grenzen stößt. Das gilt auch für die G5X, die - vergleichbar zu Sonys RX100-Modellen - rund 3 Stufen mehr als ein Vollformat-Sensor rauscht. Aber eben nicht 4 oder 5 Stufen mehr, wie man es an den Fotofunktionen von Smartgeräten oder Kompaktkameras mit 1:1,7 oder 1:2,3''-Sensoren kennt. Abgefangen wird übermäßiges ISO-Korn durch das relativ lichtstarke Objektiv, das im Weitwinkel immerhin f1,8 liefert. So gelingen an der G5X auch in dunkleren Umgebungen noch verhältnismäßig überzeugende Impressionen, die bis ISO 1.600 durchaus genießbar daherkommen.

schwacher Weitwinkel

Einen ersten Test mit der G5X machen wir allerdings von einer Regelwand bei Tageslicht und sind ernüchtert, dass sie auch abgeblendet in einem ziemlich breiten Bereich im Weitwinkel signifikante Unschärfen aufweist. Ein späterer Labortest und auch Outdoor-Aufnahmen bestätigen das eher schwache Ergebnis. Auch in den weiteren Brennweitenbereichen sind noch Randunschärfen erkennbar aber nicht so deutlich ausgeprägt. Auch eine Lumix LX100 weist Randunschärfen auf aber sie sind insgesamt deutlich unauffälliger und selbst wenn man die 20 Megapixel-Bilder der G5X auf die 12 Megapixel der LX100 herunterrechnet, zeigt letztere noch augenscheinliche Auflösungsvorteile. Die im Test untersuchte Sony RX100 II zeigt sich vor allem im rechten Randbereich ähnlich schwach wie die G5X bei offenblendigen Weitwinkelaufnahmen, schneidet hier aber insgesamt dennoch etwas besser ab.

 

Nachfolgend vergleichen wir die G5X mit einer Lumix LX100, Sony RX100 (II) und der Powershot G16. Gezeigt werden 100% aufgelöste Testbilder im RAW-Format bei Offenblende und f5,6 jeweils in der Start- und Endbrennweite (entwickelt mit Adobe Lightroom per Preset). Die Belichtungszeiten liegen zwischen 1/100s (f5,6) und 1/1.250s (f1,7), jeweils ISO 200.


 

Portraits gelingen prima

Im Bildzentrum erreicht die G5X hingegen beachtliche 2.670 Linien (f2,8, WW) und liefert bei niedrigen ISO-Werten hochdetaillierte Ergebnisse, wie man sie auch an Systemkameras mit ähnlichen Nominalauflösungen angeliefert bekommt. In der Endbrennweite kann man auch gut Portraits ablichten und sie dann vor dem Hintergrund bei Offenblende durchaus noch überzeugend freistellen. Die Schärfentiefe ist zwar generell 3 Blendenstufe höher als am Vollformatsensor aber gegenüber der Fotofunktion von Smartgeräten, wo meist nur ein Weitwinkel und ein praktisch durchgehende Schärfentiefe vorliegt, sind klare Vorteile zu erkennen.


erfreuliche Dynamik im RAW-Format

Aufhellungen im RAW-Format gelingen an der G5X für die Sensorgröße bzw. Kompaktkamera-Verhältnisse überraschend rauscharm und liegen - im unteren ISO-Bereich - auf Canon DSLR-Niveau. Das erreicht aber auch eine Lumix LX100 oder die Sony RX100-Modelle. Vorteile verbucht die G5X bei der Farbwiedergabe, die meist einen angenehm natürlich wirkenden Weißabgleich selbst unter Kunstlicht abliefert. Farbsäume verbleiben an Kontrastkanten aber auch noch im JPEG-Format der G5X. Erkennbar sind auch im Weitwinkel deutliche, tonnenförmige Verzeichnungen.

Abtauchen in die Makrowelt

Wer in den Nahbereich will, kann bis auf 3cm ans Motiv mit der Frontlinse heranrücken und dann im Weitwinkel 8cm formatfüllend in der Breite abbilden. So können durchaus eindrucksvolle Insektenmotive von weniger scheuen Gesellen - etwa Schnecken, ruhende Laufkäfer etc. gelingen. In der Praxis haben wir aber öfter Schwierigkeiten, weil das Fokusfeld zu groß und der AF nicht auf einem gezielten Detail zu liegen kommt oder der manuelle Fokus will sich nur widerspenstig selbst mit dem entsprechend belegten Objektivring in der 5x oder 10x-Lupe einstellen.

Der maximale Abbildungsmaßstab liegt in Weitwinkelstellung bei 0,17x, was auf Kleinbild umgerechnet immerhin 0,45x entspricht. Das Objektiv wirft aber so noch einen deutlichen Schatten auf den unteren Bildrand, wenn hier der interne Blitz für Aufhellzwecke eingesetzt wird.

Im Tele lassen sich 14cm formatfüllend ablichten wobei ein Abstand von 35cm zur Frontlinse einzuhalten ist. Von Makrofähigkeiten im engeren Sinne lässt sich kaum noch sprechen, wenngleich der Nahbereich noch erschlossen wird. Wer Nahlinsen nutzen möchte, wird ein Filteranschlussgewinde vermissen. Auch wenn es nicht die professionellste Lösung ist, kann man sich aber durchaus mit einem Gummiband und einer Raynox Nahlinse 250 weiterbehelfen und so in der Endbrennweite 3,5cm in der Breite bei einem Abstand von knapp 10cm Frontline-Motiv realisieren (Abbildungsmaßstab 0,37x bzw. 1x KB).

Wie ist die Abbildungsleistung? Wie wir im Demo-Video ausführlich zeigen, sind die Makroaufnahmen bei Offenblende im Weitwinkel meist etwas weich, wenngleich noch Zeichnung vorhanden ist. Abgeblendet lässt sich dann jedoch im Zentrum eine hohe Schärfe erreichen. Der äußere Randbereich bleibt aber auch abgeblendet zumindest in der Startbrennweite fast schon unangenehm unscharf. Auf größere Brennweite ist die Leistung im Zentrum und Randbereich auf Mindestdistanz gut. Auch mit Nahlinse (via Gummiband fixiert) am Teleende erreichen wir hochdetaillierte Aufnahmen!

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Video & Wifi


Videofähigkeiten werden an der G5X entweder mit vollautomatischen Belichtungsparametern oder mit einem manuellen Modus in Full HD bis 60 B/Sek. unterstützt. Differenzierte Programme,  wie man sie im Fotomodus etwa mit AV zur Blendensteuerung kennt, werden nicht geboten. Wie erwähnt kann man die Logik aber über Auto-ISO und durch Anpassung der mittleren Belichtungsstufe im manuellen Movie-Modus nachstellen. Steht das Programmwahlrad auf Movie, können auch kurze Filmchen im Schnappschussmodus oder im iFrame-Format genutzt werden. Letzteres ist zum Transfer (via Wifi) und Videoschnitt z.B. auf einem iPad mit iMovie geeignet.

Der Digitalzoom ist verlustbehaftet

Der kontinuierliche Autofokus greift im laufenden Video ohne zu pumpen meist zielsicher und mit einem guten Kompromiss aus Geschwindigkeit und Laufruhe. Bedarfsweise kann aber auch im laufenden Video der manuelle Fokus und - in Ermangelung einer Lupe - als Scharfstellhilfe eine Fokuspeaking-Funktion aktiviert werden. Belichtungsspeicherung via Sterntaste oder Zeiten von 1/8 bis 1/2.000s und ISO 125 - 6.400 sind einstellbar. Auch im laufenden Video kann gezoomt werden. Dabei greift per Standard nach dem optischen 4,2x-Zoom ein Digitalzoom, der allerdings stark verlustbehaftet ist und im Video unscharf wirkt. In der Zoomfahrt entsteht zum Digitalzoombereich hin auch eine Lücke durch eine Zoompause. Da hilft es nur, den Digitalzoom per Menübefehl abzuschalten.

Der Audioton wird über das interne Mikrofon in Stereo aufgezeichnet und stets vollautomatisch ausgepegelt. Manuelle Eingriffe oder eine Pegelanzeige sind nicht vorhanden. Externe Mikrofone lassen sich nicht einkoppeln. Hier wird deutlich, dass Canon sich in Sachen Videofunktion schlicht auf einem schwach ausgebautem Kompaktkamera-Niveau bewegt.

Smartgeräte-Steuerung ohne Video, Lupe und MF

Per interner Wifi-Funktion kann die G5X auch mit Smartgeräten kommunizieren und Bilder transferieren oder ferngesteuert werden. Dafür ist die App "Canon Camera Connect" zuständig, die für iOS und Android kostenlos verfügbar ist. Das Fotolivebild wird an Tablets großformatig dargestellt und Parametereingriffe für Zeit, ISO, Blende und mittlere Belichtungsstufe stehen bereit. Die Livebildverzögerung fällt generell gering aus (ca. 0,2s) und es kann in der App der Zoom per Slider verstellt werden.

Die G5X ist allerdings während der Smartgerätesteuerung außer Gefecht gesetzt und zeigt parallel weder ein Livebild an noch können Parameter verändert werden. Sie vererbt jedoch das eingestellte Programm des Programmwahlrads. Will man es wechseln, muss man die App zurück ins Hauptmenü versetzen.

Langzeitbelichtungen werden an der G5X bis 250 Sek. unterstützt. An der Kamera selbst reicht es, den Auslöser einmal zu drücken, um die Langzeitbelichtung zu starten und später durch erneuten Druck wieder zu stoppen. In der App muss man den Softwarebutton dagegen unkomfortablerweise die ganze Zeit festhalten. Immerhin wird der Bulb-Modus überhaupt per App geboten, was nicht selbstverständlich ist.

Noch immer ist es bei Canon nicht möglich, über die App ein Videolivebild zu nutzen oder überhaupt ein Video zu starten. Panasonic und Sony kriegen das ohne weiteres auch an ihren Kompaktkamera-Modellen (LX100, RX100) hin! An der LX100 stört allerdings, dass direkt in der App keine Blendensteuerung ermöglicht wird, selbst wenn der Blendenring am Objektiv in Automatik-Stellung steht.

Geradezu ärgerlich ist es, dass an der G5X per Wifi nicht einmal eine Lupenfunktion oder ein manueller Fokusbetrieb unterstützt wird. Gerade im Makrobereich bietet sich eine Smartgerätesteuerung an. Aber hier kann man sich kaum auf den stets beim Auslösen selbst aktivierenden Autofokus verlassen, der dann gerne im Hintergrund zu liegen kommt. Eine manuelle Fokussteuerung ist Pflicht und eine Lupe wird dann auch benötigt. Hier stößt man leider an die Grenzen der G5X-Wifi-Funktion. 

Immerhin wird überhaupt ein Fotolivebild unterstützt, was bis zur G16 nicht der Fall ist. Dank dynamischem NFC kann man sogar an NFC-fähigen Android-Smartgeräten eine Verbindung zur G5X aufbauen, ohne letztere überhaupt eingeschaltet zu haben. Dafür wird das Smartgerät einfach an die Kameraunterseite mit dem entsprechenden Sensor gehalten.

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Fazit


nur fast genial: Im Ersteindruck gefällt mir die Powershot G5X wirklich ausgezeichnet. Guter Sucher, klasse Schwenkmonitor mit vorbildlichen Touchfähigkeiten. Flotter Autofokus, lichtstarkes Objektiv sogar mit 100mm-Teleende! Dazu die beiden, haptisch überzeugenden Einstellringe. Aber näher hingeschaut kann sie vielfach das von Canon gewohnte Kompaktkamera-Niveau kaum verlassen.

 

Ich hatte gehofft, hier eine Kompakte vorzufinden, auf die ich mich so wie bei einer Systemkamera häuslich einrichten kann. Das geht aber nur zum Teil. Die Bedienung ist generell klasse mit den Einstellringen aber es nerven doch einige Parameter-Beschränkungen. Z.B. werden Einzelaufnahmen im RAW-Format ausgebremst. Automatische Reihenbelichtungen aus der Hand sind so praktisch nicht möglich. Manuelles Fokussieren ist trotz Lupe und Fokusring nicht immer leicht, weil die Schärfeebene auf Anhieb desöfteren schwer zu treffen ist. Viele Anwendern wird das nicht oder kaum stören und sie können sich zu Recht an einer sehr hochwertigen, generell gut bedienbaren Kompakten freuen. Wer nicht zu kritisch hinsieht, wird sich ggf. auch nicht groß an den Randunschärfen im Weitwinkel stören.

 

Ich muss mich noch etwas an die G5X gewöhnen. Insgesamt macht sie aber mittlerweile wirklich Spaß. Aber die Konkurrenz ist stark und ob ich letztlich nicht doch eine Lumix LX100 oder ggf. auch eine der noch kompakteren Sony RX100 vorziehen würde? Beiden fehlt der voll schwenkbare Monitor mit Touchscreen, sie bieten aber 4K-Video (zumindest bei den RX100 die IV) und auch Sonderfunktionen wie einen ausgewachsenen Timer bzw. InApp-Möglichkeiten (RX100). Auch beim Wifi ist die Smartgerätesteuerung ausgereifter.


Unterm Strich ist die Canon G5X so oder so sehr interessant und ein Kauftipp!

Canon bietet endlich eine Kompaktkamera, die in den wesentlichen Ausstattungsmerkmalen komplett ist. Dazu zählt allen voran der integrierte, elektronische Sucher, der zwar kein riesiges aber ein noch sehr brauchbares, hochaufgelöstes Livebild bietet. Dazu gesellen sich zwei große Einstellringe, mit denen die Bedienung tatsächlich professioneller und erheblich flotter gelingt. Touchscreen und Schwenkmonitor sind weitere, begrüßenswerte Komfortmerkmale, die Canon vorbildlich umgesetzt hat.

Dass sich der Objektiveinstellring nicht einheitlich konfigurieren lässt hat Vor- und Nachteile. Canon will damit sicherstellen, dass im Programm M für Zeit-, Blende- und ISO-Wert jeweils ein Einstellrad zur Verfügung steht, während in den übrigen der Objektivring individuell belegbar wird. Nachteil ist die uneinheitliche Bedienung, wenn man häufiger das Programm wechselt. Die Lupenfunktion ist zwar gegenüber bisherigen G-Modellen verbessert aber noch nicht ganz auf Systemkamera-Niveau. Dabei stört etwas, dass sich die Lupe nicht selbst beendet und der elektronisch übersetzte Fokus per Objektivring nicht besonders intuitiv einstellen lässt.

Hauptkritikpunkt dürfte aber die Randunschärfe im Weitwinkel sein, die einfach ziemlich auffällt. Das hätte sich Canon eigentlich nicht leisten dürfen, auch wenn Sony mit der RX100 ähnliche Schwierigkeiten hat und kameraintern durch Nachschärfung der JPEGs die Unschärfen nicht immer ins Gewicht fallen. Auch Parametereinschränkungen nageln die G5X noch immer auf das übliche Canon-Kompaktkamera-Niveau fest, wo man auf Zeiten von 1s - 1/2000s im Programm AV eingeschränkt wird. Immerhin kann ein 3stufiger ND-Filter aktiviert werden, der offenere Blenden auch in helleren Umgebungen oder Langzeitbelichtungen begünstigt. Trotzdem: selbst bei Tageslicht wird man z.B. bei ruhigeren Makromotiven abgeblendet schnell oberhalb von 1sekündigen Belichtungszeiten liegen und muss dann ins generell unkomfortablere Programm M wechseln.

Sonderfunktionen sind leider Mangelware an der G5X, wenn man einmal von der löblichen Fokus-Peaking-Funktion und dreistufigen Schärfenreihe absieht. Canon bietet weder einen vollwertigen Timer, noch Zeitlupen o.ä. Schlicht nervig ist die Tatsache, dass bei Langzeitbelichtungen stets eine nicht abschaltbare Rauschunterdrückung greift, die noch einmal so lange wie die Belichtung selbst dauert.

Die Videofunktionen sind mit kontinuierlichem AF, einem auch für Kamerafahrten geeigneten Bildstabilisator und immerhin 60B/Sek. recht gut ausgebaut. Eine vollautomatische Tonpegelung gefällt uns dabei aber weniger. Mittlerweile wäre auch ein leider nicht vorhandenes 4k-Videoformat angesagt. Panasonic zeigt, dass man hier auch bei der Fotofunktion durch Entnahme von 8 Megapixel-JPEGs profitieren kann.

Erfreulich ist sicherlich die Tatsache, dass Canon eine Wifi-Funktion offeriert, bei der endlich auch ein Foto-Livebild incl. Parametereingriff unterstützt wird. Doch wegen fehlendem MF-Betrieb und nicht vorhandener Lupenfunktion stößt man schnell an seine Grenzen. Canon ist offenbar auch als einer der letzten Kamerahersteller immer noch der Ansicht, dass heutzutage ein Videobetrieb per Wifi-Funktion nicht unterstützt zu werden braucht.

Schlussendlich kann man mit der G5X insgesamt durchaus glücklich werden, wenn man sich an dem hochwertigen Body und der kompletten Ausstattung incl. Kompatibilität zu Canon Speedlite-Blitzgeräten freut. Für eine Kompaktkamera bietet sie viel und deutlich mehr, als die Powershots bis zur G16. Auch in Lowlight sind jetzt dank 1''-Sensor brauchbare Bildergebnisse möglich. Der Autofokus arbeitet flott und der Bildstabilisator überzeugend.

Auflösungsschwächen im Weitwinkel, zahlreiche Parametergrenzen, eine gewöhnungsbedürfte Objektivring-Konfiguration aber auch die Langsamkeit im Serienbildmodus bei Nutzung des RAW-Formats (0,9 B/Sek.) zeigen allerdings die Grenzen der G5X auf. Canon hat also noch Potenzial, um eine zukünftige Kompaktkamera noch weiter auszureifen zu lassen. Derweil ist die G5X aber in der Tat sicherlich eine der spannensten Kompakten am Markt!

  • hochwertige Verarbeitung mit einem fast durchgehenden Metallgehäuse
  • hochauflösender, elektronischer Sucher mit 0,58x (KB)
  • generell gute Bildqualität bis ISO 1.600
  • lichtstarkes Zoomobjektiv mit 24 - 100mm/1,8 - 2,8 (KB)
  • voll ausschwenkbarer Monitor mit Touchfähigkeiten
  • schneller Autofokus mit guten Lowlightfähigkeiten (etwa bis -3 EV)
  • hochwertige Einstellringe beim Auslöser und am Objektiv
  • dynamisches Auto-ISO
  • mittlere Belichtungsstufe kann im Modus M bei Auto-ISO genutzt werden
  • 3-stufige ND-Filter
  • optionale Bild in Bild-Lupe
  • Akku-Lademöglichkeit per Mikro-USB-Kabel
  • Foto- und Videolivebild per HDMI-Out
  • Langzeitbelichtungen werden per Auslöser gestartet und gestoppt
  • Wifi-Modus mit Fotolivebild und Parameter-Zugriff (aber kein Videomodus)
  • dynamische NFC
  • Fernauslöser-Buchse
  • zweiachsige Wasserwaage auch im Sucher einblendbar
  • Akku-Ladegerät im Lieferumfang
  • deutliche Unschärfen im Randbereich des Weitwinkels
  • vertrackte Konfiguration des Objektivrings (nicht einheitlich)
  • manueller Fokus auch mit Lupe nicht immer leicht zu treffen, keine Direkt-Funktion im AF-Betrieb
  • Stativanschluss versetzt und blockiert mit Schnellwechselplatte Akku/Speicherkartenfach
  • keine Firmware-Updates möglich
  • Brennweiten-Einblendung nicht im Sucher, wenn Zoom per Zoomhebel
  • kein Filteranschlussgewinde am Objektiv
  • Verschlusszeitgrenzen im Programm AV 1s - 1/2000s
  • kein Puffer im Serienbildmodus (RAW stets mit 0,9 B/Sek.)
  • flotte Einzelaufnahmen auch im JPEG-Format werden durch einsekündige Zwischenpausen ausgebremst
  • Audiopegel im Videomodus nur vollautomatisch
  • Langzeit-Rauschunterdrückung nicht abschaltbar
  • kein Weißabgleich in Kelvin-Werten
  • Wifi-Modus ohne Videolivebild, ohne Lupe und ohne MF
  • relativ kurze Betriebsdauer des Akkus (rund 215 Bilder im Sucherbetrieb), teure Original-Ersatzakkus

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Technische Daten
UVP 789 EUR - kaufen bei Amazon
Markteinführung Oktober 2015 (im Handel)
Sensor 20 Megapixel, 1'' (13,2 x 8,8mm), 2,7x-Crop
Objektiv fest verbaut 8,8 - 36,8mm / 1,8 - 2,8 (KB = 24 - 100mm), ohne Filteranschluss, Motorzoom, konfigurierbarer Objektivring
Autofokus 1-AF-Feld, verschiebbar auf ca. 80% der Bildfläche, 31 Felder-Automatik (AiAF), Motivverfolgung/Gesichtserkennung
ISO-Bereich 125 - 12.800 (Auto-ISO bis 6.400, Video ISO 125 - 6.400), Dynamisches Auto-ISO in 3 Stufen
Belichtung Programm M: 30s - 1/2.000s, Programm AV: 1s - 1/2000s,  Bulb (bis 250Sek.), Korrektur +-3EV
Serienbilder ohne Buffer, RAW 0,9 B/Sek., JPEG bis Speicherkarte voll, maximal 5,9B/Sek,, mit AF 4,4B/Sek. lt. Hersteller. (UHS-I kompatibel)
Monitor 3'' mit 1,04k - ausschwenk- und drehbar, touchfähig (kapazitiv)
Sucher elektronisch mit 2,36 Megapixel, ca. 0,58x (KB)
Blitz eingebaut, synch. auf 1. + 2. Verschlußvorhang, LZ ca. 5
Video Video bis 1.080/60p (auch 50p, 30p, 25p), 720 / 30 / 25p, 480 / 30 / 25p, automatische Tonpegelung (eingeb. Stereomikrofon), Schnappschuss-Modus, iFrame-Video, manueller Videomodus
Wifi integriert, 802.11b/g/n, 2,4GHz, dynamisches NFC, Kamerafernsteuerung via Canon Camera Connect App (nur Fotomodus)
Speicherkarten SD / SDHC / SDXC (UHS-I kompatibel)
Buchsen Mini-HDMI-Out (Typ D), USB 2.0 (Micro), Fernauslöser 2,5mm Klinke
Akku NB-13L, 1250mAh, reicht für ca. 215 Aufnahmen (sucherbasiert, Cipa)
Gehäuse Metallgehäuse (bis auf Sucherbuckel und Unterseite), 112 x 76 x 44 mm
Gewicht 377 gr (inkl. Akku und Speicherkarte)
Objektiv fest verbaut 8,8 - 36,8mm / 1,8 - 2,8 (KB = 24 - 100mm), ohne Filteranschluss, Motorzoom, konfigurierbarer Objektivring, optischer Bildstabilisator
Besonderheiten Fokus-Peaking auch in roter Farbe, im Videomodus unterstützt, in Lupenfunktion (im Fotomodus) unterstützt. 3 stufige Reihenbelichtung bis 2EV Spreizabstand, 3stufige Fokusreihe, ND-Filter 3EV, zweiachsige Wasserwaage
Bedienungsanleitung Bedienungsanleitung zur Canon Powershot G5 X in deutsch

 

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Dieser Report wurde am Mittwoch, 23. Dezember 2015 erstellt und zuletzt am Montag, 04. Januar 2016 bearbeitet.

Leserkommentare:


Autor: Uwe 09.07.2017 - 16:25:51
Bewertung des Reports: 5 von 5 Sternen!
Hallo !
Der Report ist schon etwas älter, aber das Modell ist ja noch aktuell. Ist schon was bekannt zu geplanten Nachfolgemodellen ?
Ich überlege derzeit meine alte G12 durch die G5 X zu ersetzen.
Bin nun aber etwas irritiert wegem dem Unschärfeproblem.
Der Haupteinsatzzweck sind bei mir Landschaftsaufnahmen.
Sehe ich das richtig, dass das gezeigte Problem vor allem bei Weitwinkelnutzung im Nahbereich auftritt ?
Oder muss ich auch damit rechnen, dass solche Unschärfen bei Weitwinkelnutzung für Landschaftsaufnahmen auftreten ?

0 von 0 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich. Entscheiden Sie selbst:

Autor: Anonym1 15.04.2016 - 14:38:36
Bewertung des Reports: 4 von 5 Sternen!
Hallo,

vielen Dank für den Report. Mir erschließt sich nicht ganz, weshalb es für Canon Powershot G5X kein Firmware Update geben soll?

2 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich. Entscheiden Sie selbst:

Autor: Stefan G. 05.01.2016 - 22:42:26
@Newbi: Die Lichtstärke bzw. Blendenzahl ist eine Eigenschaft des Objektivs und ändert sich nicht. Eine Umrechnung auf Kleinbildformat durch den sogenannten Brennweitenverlängerungsfaktor andert nichts an der effektiven Lichtausbeute, auch wenn sich manche Kompaktkamera vor allen in höheren ISO-Werten nicht an den Standard hält (z.B Sony RX100-Modelle sind teils deutlich dunkler bei gleicher ISO-/Blenden-/Zeitkombination). Die Schärfentiefe steigt allerdings um rund 3 Stufen, aber das ist eine Sekundäreigenschaft.

VG Stefan

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Autor: Newbi 30.12.2015 - 12:55:49
Vielen Dank für den guten Reports
Eigentlich wie immer. Es ist immer wieder sehr interessant.
Was mir aber nach wie vor ein Rätsel ist, ist die nur partielle Umrechnung zum Kleinbild.
Die Aussage 8,8 - 36,8mm 1,8 - 2,8 wird zu (KB = 24 - 100mm) ist doch nicht vollständig.
Muss es nicht heissen, 8,8 - 36,8mm mit f 1,8 - 2,8 wird zu (KB = 24 - 100mm mit f 4,9 - 7,6)?
Bitte um Aufklärung.

1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich. Entscheiden Sie selbst:

Autor: Stefan_tf 29.12.2015 - 15:21:52
@Anonym: wir haben eine G5X getestet. Sind aber mit der schwachen WW-Randauflösung nicht allein. Digitalkamera.de schreibt ähnliches zur G5X: "der Ranbdabfall der Auflösung im Weitwinkel ist zu beklagen"

VG Stefan_tf

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Autor: Anonym 29.12.2015 - 11:32:58
Bewertung des Reports: 4 von 5 Sternen!
unschärfe im randbereich kann ich nicht nachvollziehen. habt ihr nur das eine modell getestet oder mal geschaut ob es ein montagsmodell war?

3 von 5 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich. Entscheiden Sie selbst:

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