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Canon EOS 6D Mark 2 im Test!

Canon EOS 6D Mark 2 im Test!

Aufrufe: 13.792

23 von 25 Lesern fanden diesen Report hilfreich.

Entscheiden Sie selbst:

Canon EOS 6D Mark 2 im Test

Trotzdem überzeugend!

Nach knapp 5 Jahren bringt Canon die 6D Mark 2. Auffälligstes Feature ist ein dreh- und neigbarer Touchmonitor. Aber auch am AF-System hat Canon kräftig geschraubt und liefert wieder ein funktional weitgehend komplettes Gesamtpaket ab. Was aber der jetzt nominell mit 26 Megapixel auflösende Sensor tatsächlich leistet und ob ein Upgrade lohnt, soll unser Test klären!

> DEMOVIDEO zur 6D Mark 2


Body - Bildqualität - Autofokus - Video/WifiEOS DSLR im Featurevergleich - Traumflieger-FAZIT - technische Daten - Rangliste - Leserkommentare  

Man kann Canon sicherlich keine Innovationsunlust vorwerfen. Schaut man genauer hin was der Branchenprimus in den letzten 5 Jahren denn getrieben hat, dann kommt doch eine ganze Menge zusammen. Zunächst hat Canon nach und nach touchfähige und frei dreh- und schwenkbare Monitore in den kleineren Produktklassen verbaut, um dann mit der EOS 70D und nachfolgenden Modellen mit einem Dual Pixel AF als führenden Livebild- und Video-Autofokus zuzuschlagen. Selbstbewusst spricht Canon von einem "Gamechanger". Beides bekommt jetzt auch die EOS 6D II spendiert. Ein dreh- und schwenkbarer Monitor ist damit im Canon-Lager bei Vollformatmodellen derzeit ein Alleinstellungsmerkmal.  Dabei erhält sich die 6D II die GPS- und Wififähigkeiten des Vorgängers. Und Neuerungen wie ein interner Timer, erweitertes MyMenü oder dynamisch anpassbares Auto-ISO neben Antiflacker-Funktion sind ebenfalls Innovationen, die Canon zwischenzeitlich entwickelt hat und die auch der 6D II spendiert werden.

Canon spart sich an der 6D II allerdings die mit der 1Dx II und 5D IV eingeführte 4K-Videofunktion und bleibt auf dem Full HD-Niveau. 4K-Video (bzw. UHD-Video) gibt es dann nur bei der internen Zeitrafferfunktion als optionales Ausgabeformat. Und die zwischendurch für Canon-Verhältnisse optimierte RAW-Dynamik hat Canon der 6D II unverständlicherweise vorenthalten. Doch dazu weiter unten mehr.

 

Der neue EOS 6D Mark 2 - Body


  

Die EOS 6D II kommt im für Canon-DSLR typischen Design daher und wiegt solo incl. Akku und Speicherkarte noch moderate 765gr.

 

Vergleich der 6D II (links) zu ähnlichen Canon-Modellen. Frontal ähneln sich die 6D-Modelle und 5D IV schon sehr, während die 80D etwas flacher gebaut ist und dennoch - im Gegensatz zu den Vollformatern - einen internen Blitz bietet.

 

Hier in größerer Ansicht zeigt die 6D II frontal - neben der Objektiventriegelungstaste - eine neue Abdeckung, die Canon schon mit der 5D IV eingeführt hat. Sie ist als N3-Fernauslöser-Anschlussbuchse ausgelegt, die an der 6D ("I") noch seitlich untergebracht wurde.

 

Rückseitig fällt an der 6D II der beweglich aufgehängt Monitor auf. Hier ist auch das Menü modernisiert und in Haupt- und Unterkarteireiter unterteilt, während am Vorgänger noch sehr viele Mini-Karteireiter etwas kleinteilig wirken. Ansonsten ist das Tasten- und Bedienelemente-Layout sehr ähnlich geblieben. Nur der Lockschalter (bzw. die 8-Wege-Wippe) ist mechanisch etwas verändert worden.

 

Auch die 6D II offeriert einen Vollformat-Sensor (35,9 x 24mm), der jetzt allerdings nominell - anstelle von bislang 20 MP - 26 Megapixel auflöst. Auf 80% der Fläche wird für den Livebild- und Videobetrieb zudem eine duale Pixelstruktur genutzt, mit der sich zielsicher und idR ohne zu Pumpen der Autofokus nachführen lässt.

 

Mit 1,04 Megapixel löst der jetzt bewegliche und zudem auch touchfähige Schwenkmonitor auf. Er ist mechanisch überzeugend ausgeführt und wackelt in der Aussparung selbst wenn man nachdrückt so gut wie nicht. Damit hat Canon eine der hochwertigsten Varianten beweglicher Monitore realisiert.  Das Daumenrad wird noch durch eine 8-Wege-Wippe ergänzt, die etwas mehr Hub als am Vorgänger bietet und somit haptisch etwas besser zu bedienen ist. An den Komfort eines Joysticks kommt die Lösung jedoch nicht ganz heran.

 

Ein Blick in den Sucher zeigt an der 6D II ein ähnlich großes Bild, das allerdings mit 98% (97% an der 6D I) den tatsächlichen Bildwinkel eine Idee beschneidet. Die Mattscheibe ist jetzt elektrifiziert, was einige Zusatzfeatures wie eine optional einblendbare, zweiachsige Wasserwaage oder auch AF-Feldgruppierungen ermöglicht. Allerdings wird der Sucherblick eingetrübt, wenn die Kamera nicht in Betrieb und kein geladener Akku eingelegt ist. Neu ist zudem eine weiße Darstellung der Info-Konsole, die sonst bei Canon in leuchtend grün ausgelegt ist. Uns vermittelt sie ein erfrischend neues Design.

 

Der Monitor ist an der 6D II nicht nur ausschwenkbar und lässt sich auch drehen, er kann auch zu Schutzzwecken eingeklappt werden.

 

Die Draufsicht zeigt das gewohnte Bild, wie man es schon am Vorgänger kennt mit LC-Display und eindeutig belegten Funktionstasten. Wer eine Taste für den Weißabgleich vermisst, kann sie sich via Customsteuerung z.B. auf die Set-Taste ablegen. Neu ist jedoch beim Auslöser eine AF-Feldgruppierungs-Wahltaste. Links findet sich das pingesichterte Programmwahlrad, das beim Verstellen stets nach einem Druck verlangt. Warum Canon hier keine Option bietet, wo der Anwender die Wahl zur Sicherung hat, bleibt ein offenes Rätsel. Olympus bzw. Panasonic macht das keine Schwierigkeiten.

 

Linksseitig zeigt sich unter Gummiabdeckungen die Anschluss-Sektion mit 3,5mm Stereoklinken-Eingang für ein externes Mikrofon. Dazu findet sich noch ein HDMI-Out und eine USB 2.0-Schnittstelle. Hier ist für die Wifi-Funktion auch der NFC-Sensor angebracht. Auf der Vorderseite findet sich der schon angesprochene N3-Fernauslöseanschluss.

 

Rechts findet sich das Speicherkartenfach mit gefederter Abdeckklappe. Hier findet eine SD-Karte Platz. Bei unserer Messung erreichen wir im schnellen Serienbildmodus eine Geschwindigkeit von 5,7 Bildern/Sek. und bleiben damit unter der Herstellerangabe von 6,5 B/Sek. Nach 19 RAW ist der interne Buffer gefüllt und speichert dann auf unserer Sandisk 64GB (95MB Schreibrate) 10,5s lang. Damit erreicht die 6D II eine gute Schreibrate von 58,7 MB/Sek. Am Vorgänger haben wir allerdings kaum weniger Geschwindkeit mit 48,5 MB/Sek gemessen. Eine 5D IV erreicht jedoch mit schnellen CF-Karten bis zu 160 MB/Sek. und somit fast die dreifache Performance der EOS 6D II.

 

Auf der Unterseite findet sich ein in der Drehachse zentriertes 1/4''-Anschlussgewinde sowie das Akkufach. Letzteres nimmt den im Lieferumfang enthaltenen Akku LP-E6N (1865mAH) auf, kann aber auch mit dem LP-E6 umgehen, wie man ihn am Vorgänger und zahlreichen weiteren Kameramodellen findet.

 

Die 6D II liegt satt und überzeugend in der Hand! Mit einem nicht zu langen und schweren Objektiv ist sie auch einhändig noch gut ausbalanciert!

 

Unter den Auto-ISO-Einstellungen findet sich jetzt auch die Möglichkeit, die Logik in sieben Stufen dynamisch anzupassen. Etwa mit aktivem Bildstabilisator kann man z.B. bei ruhenden Motiven die Auto-ISO-Logik z.B. um 1 Stufe weniger sensibel oder bei Bewegmotiven noch empfindlicher machen. Auto-ISO kann jetzt auch im Programm M mit Anpassung der mittleren Belichtungsstufe verwendet werden, was auch im Videomodus funktioniert. Am besten man belegt sich via Customsteuerung z.B. die Set-Taste, um die mittlere Belichtungsstufe damit anzupassen; das dafür sonst zuständige Daumenrad ist jetzt nämlich für die Blendensteuerung zuständig!

 

Neu an der 6D II sind auch Menüeinträge wie ein interner Timer, der auch für Langzeitbelichtungen aktiviert werden kann. Hier findet sich eine Antiflacker-Funktion, die bei Kunstlicht Helligkeitsschwankungen minieren kann (bei 100 bzw. 120 Hz).

 

Wird der Videomodus gestartet, dann findet sich im Menü Zugriff auf neue Funktionen wie Video-Schnappschuss, Zeitraffer-Video bzw. einen Videostabilisator. Letzterer führt zu einem Crop und konnte uns bei Kamerafahrten (auch im erweiterten Modus) nicht überzeugen, da er ziemlich rucklig wirkt.

 

Ebenfalls im Videomodus finden sich neue Menüeinträge, um die AF-Reaktion bzw. -Geschwindigkeit anzupassen.

 

Die 6D II bietet jetzt auch Zugriff auf ein um mehrere Karteireiter erweiterbares MyMenü. Jetzt lassen sich bis zu 30 Menüeinträge verwalten!

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Bildqualität


 

Messtechnisch erreicht die 6D II in unserem Labor mit 3.370 Linien (ISO 100 mit einem Canon 24mm/1,4L II) gegenüber der 6D (i) mit max. 3.152 Linien einen Auflösungsvorteil von rund 7%.  Eine 80D erreicht mit max. 2.856 Linien etwas weniger Auflösung, während eine 5D IV mit bis zu 4.160 Linien noch mehr Feinzeichnung anliefern kann.

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Das ISO-Rauschen ist an der 6D II auch bei 100%-Ansicht auf dem gewohnten Vollformat-Niveau angesiedelt, rauscht allerdings in höheren ISO-Werten eine klitzekleine Idee stärker als der Vorgänger oder eine EOS 5D IV. So oder so kann man bei gutem Motivkontrast durchaus noch ISO 12.800 verwenden, während wir die Obergrenze bei APS-C-Modellen bei ISO 6.400 sehen.

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Auch im JPEG-Format scheinen uns an der 6D II ISO 12.800 noch durchaus brauchbar, vorausgesetzt man muss nachträglich keine Helligkeits- oder Kontrastanpassungen durchführen. Spätestens ab ISO 25.600 setzt jedoch der Weichzeichner ein, der Details und Farben ausgewaschen darstellt.

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Im Direktvergleich zum Vorgänger jeweils bei 100%-Ansicht zeigt sich - jeweils links dargestellt - die EOS 6D II insgesamt ebenbürtig. Sehr kritisch beurteilt lässt sich jedoch ein minimaler Rauschvorteil an der 6D I erkennen, der in der Praxis jedoch selten eine Rolle spielen dürfte!

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Die Ergebnisse im JPEG-Format fallen an der 6D II zur 6D I insgesamt sehr ähnlich aus.

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Im RAW-Format lassen sich an der 6D II vor allem tiefdunkle Bildbereiche nachträglich kaum zufriedenstellend aufhellen. Zumindest erreicht sie nicht das Niveau, wie man es seit der 5D IV bzw. 1Dx II von Canon wohlwollend zur Kenntnis genommen hat und wo Canon einen spürbaren Sprung - fast auf das Sony-Niveau - nach vorn gemacht hat.

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Hier ist nach der Tiefenaufhellung im RAW-Format kein Fortschritt gegenüber der 6D I zu verzeichnen. Da die 6D II generell eine kleine Idee stärker rauscht, ist auch hier das ISO-Korn nach der starken Aufhellung eine Idee gröber als an der 6D I. Vom Korrekturpotenzial einer 80D oder 5D IV ist auch die 6D II noch gut 1,5 - 2 EV entfernt!

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Vergleich der RAW-Aufhellung bei ISO 100 mit verschiedenen Stärken. Hier fängt es an der 6D II bei einer vierstufigen Aufhellung schon spürbar zu rauschen an. Bei einer EOS 80D bzw. 5D IV ist das Rauschniveau hingegen deutlich abgemildert und liegt etwa 2 Stufen vor der 6D II (bzw. 6D I).

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Autofokus


Canon hat an der 6D Mark 2 das AF-System überarbeitet und bietet jetzt - ähnlich wie an der EOS 80D - 45 AF-Felder, die alle als Kreuzsensoren ausgelegt sind. Damit kann man also horizontale als auch vertikale Kontraste detektieren. Am Vorgänger gibt es hingegen nur 11 Felder mit einem Kreuzsensor im Zentrum. Zudem ist die Empfindlichkeit gesteigert, denn jetzt können 27 Feld bis f8 genutzt werden. Damit sind jetzt auch im Sucherbetrieb Telekonverterkombinationen im AF-Betrieb möglich wie etwa ein Canon 70-200mm/f4 oder 300mm/f4 mit 2x-Telekonverter.

Die AF-Felder lassen sich jetzt auch gruppieren und 9 AF-Felder als Bereich oder in 3 Zonen zusammenfassen. Neu ist auch ein Spot-AF, der noch enger umrissen den selektierten AF-Punkt ausmisst. Weiterhin lässt sich auch eine automatische AF-Feldwahl anwählen. Auch wenn jetzt deutlich mehr AF-Felder bereitstehen als am Vorgänger, so ist die Sucherabdeckung noch immer relativ zentral. Hochformat-Portraits können so noch immer schwierig sein, wenn man den Fokus sucherbasiert auf die Augenpartie legen möchte!

In der Liveview oder im Videobetrieb steht nicht mehr der nicht ganz unproblematische Kontrast-AF wie am Vorgänger bereit sondern er ist jetzt als Dual Pixel CMOS-AF ausgelegt. Dabei sind die Pixel geteilt, so dass sich durch Winkelberechnungen (Triangulation) auf 80% der Sensorfläche Abstandsinformationen gewonnen werden. So werden Pumpeffekte - wie bei reinen Kontrastverfahren - vermieden. Hier kann auch eine automatische Motivverfolgung incl. Gesichtserkennung, eine Zone oder ein Einzelfeld gewählt werden. Besonders hilfreich kann auch der Touch-Autofokus sein, der ein Motiv im Foto-Livebild sofort fokussieren und gleichzeitig auslösen kann, was in Verbindung mit dem drehbaren Monitor auch aus schwierigen Positionen nochmals eine besondere Hilfestellung offeriert. Im Videobetrieb können so auch Pull-Fokus-Effekte erzielt werden.

Sucherbasiert haben wir den AI-Servobetrieb mit einem Canon 70-200mm/f4L IS USM und einem Canon 70-200mm/2,8L IS USM an der 6D II untersucht. Wir sind mit flottem Tempo auf die Kamera zu marschiert und haben dann im schnellen Serienbildmodus die 6D II kontinuierlich mit Vorwahl des zentralen AF-Feldes ausgelöst. Das gleiche Verfahren haben wir an einem schnell auf die Kamera zulaufenden Hund durchgeführt. Die Scharfstellquote ergab insgesamt für uns überzeugende 86% (insgesamt 237 Testbilder). An der EOS 6D haben wir den Versuch mit dem Canon 70-200mm/2,8L IS USM wiederholt und erreichen hier auch eine beachtliche Scharfstellquote von 84% (insgesamt 114 Testbilder)!

Wir gehen flotten Schrittes auf die 6D II zu und ernten am Canon 70-200mm/4L IS USM bei 200mm eine gute Ausbeute an scharfen Aufnahmen, die auch bei 100%-Ansicht überzeugt (81 scharf, 14 halbscharf, 1 Bild unscharf).

[Für 100%-Ansicht bitte auf das Bild klicken]

 

Der Hund stürmt auf die 6D II zu und wir halten im schnellen Serienbildmodus mit dem Canon 70-200mm/2,8L IS USM bei 200mm im Servomodus mit dem zentralen AF-Feld drauf. 28 Aufnahmen sitzen auf dem Kopf bzw. der Augenpartie, 5 Bilder werden halbscharf und nur 3 Aufnahmen sind gänzlich unbrauchbar von der Schärfe.

[Für 100%-Ansicht bitte auf das Bild klicken]

 

Auch bei größerer Annäherung ernten wir hochaufgelöste 100%-Ansichten (hier ISO 3.200, JPEG). Aber auch mit der EOS 6D (I) ist die Scharfstellquote bei unserem Test kaum geringer!

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Videomodus und Wifi


Auch wenn Canon der EOS 6D II einen 4K-Modus vorenthält bzw. ihn nur als Entwicklungsoption bei internen Zeitraffer-Videos anbietet, so lässt sich immerhin Full HD mit bis zu 60 B/Sek. nutzen. Neu ist auch ein optional aktivierbarer Videostabilisator, der rein softwarebasiert arbeitet und der zu einer Bildverengung (Winkelbeschnitt) führt. Wie schon an der EOS 77D hat uns die Effektivität bei Kamerafahrten jedoch enttäuscht. Deutliche Ruckler sind auch im erweiterten Modus zu sehen. In unserem Test war da sogar der rein optische Stabilisator effektiver. Damit ist er weit entfernt etwa von Stabilisatoren, wie man sie z.B. in gängigen Smartgeräte-Fotofunktionen findet oder bei spiegellosen Systemkameras wie etwa bei Olympus oder Panasonic.

Wie gewohnt kann man an der 6D II auch im Videomodus die Kreativprogramme nutzen und so Zeit, Blende, ISO bzw. neuerdings jetzt auch mit Auto-ISO incl. Korrektur der mittleren Belichtungstufe im Programm M operieren. Hier spielt natürlich auch der erwähnte Dual Pixel AF seine Stärke aus, der pumpfreie Fokussierungen und kontinuierliche Motivverfolgungen ermöglicht und der auch via Monitor per Fingertouch komfortabel verlagert werden kann. Neu ist zudem die Möglichkeit, die Servo-Reaktion und -Geschwindkeit per Menübefehl vorzugeben.

Gespeichert wird ausschließlich im MP4-Container (H264) und nicht - wie sonst bei Canon üblich - im MOV-Format. Damit lässt sich das Video auch gut an Android-Smartgeräten abspielen. Die kompressionsarme aber sehr speicherintensive All-I-Option, wie sie an 5D-Modellen (Mark 3+4) angeboten wird, hat Canon der 6D II nicht spendiert, sondern komprimiert im üblichen IPB-Format mit Keyframes.

Wifi-Modus

Mit der kostenlosen App Canon Camera Connect (Android/ iOS) lässt sich die 6D II incl. Livebild fernsteuern, dabei besteht Parameterzugriff auf Zeit, Blende, mittlere Belichtungsstufe aber auch auf den Weißabgleich. Auch der Videomodus wird incl. Livebild und analogen Parameterzugriffen unterstützt.

Die EOS 6D II verfügt - wie der Vorgänger auch - über eine integrierte Wifi-Funktion. Damit können Bilder transferiert werden und auch eine drahtlose Verbindung zum PC mit Hilfe des im Lieferumfangs enthaltenen Programms EOS-Utility im Menüpunkt Fernaufnahme durchgeführt werden. Auch die Steuerung per Smartgerät ist mit Hilfe der kostenlosen App "Canon Camera Connect" wieder möglich. Hier werden die wichtigsten Parameter incl. des Videomodus unterstützt. Auch eine Lupenfunktion und das Setzen des AF-Punktes per Fingertouch sind möglich.

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Feature-Vergleich ähnliche Canon DSLR


 


 

EOS 6D Mark 2

EOS 5D IV

EOS 80D

UVP / Strasse ca.
2.099 EUR, - 4.065 EUR, 3.600 EUR 1.289 EUR, 1000 EUR
Markteinführung Juli 2017 Sept. 2016 Mai 2016
Sensor 26 MP 30 Megapixel 24 Megapixel
Autofokus 45 AF-Felder, Dual Pixel, -3EV 61 AF-Felder, Dual Pixel, -3EV 45 AF-Felder, Dual Pixel, -3EV
ISO-Bereich 50 - 102.400 (m.Erw.) 50 - 102.400 (m.Erw.) 100 - 25.600
Bel.-Zeiten 30s - 1/4.000s, bulb 30s - 1/8.000s, bulb 30s - 1/8.000s, bulb
Serienbilder bis 5,7 B/Sek.,19 RAW unverz., eigene Messung. bis 7 B/Sek., 21 unverz. RAW bis 7 B/Sek., 25 unverz. RAW
Monitor 3' mit 1,04k, touchfähig, klappbar 3,2' mit 1,62k, feststehend, touchfähig 3' mit 1,04k, touchfähig, klappbar
Sucher 0,71x (KB), 98% 0,71x (KB), 100% 0,58x (KB), 100%
Video Full HD bis 60B/Sek 4K bis 30B/Sek. Full HD bis 60B/Sek.
Video-Stabi ja, vorhanden ./. ./.
Wifi integriert, NFC, Bluetooth-Verb. integriert integriert, NFC
GPS ja ja ./.
Speicherkarte SD-Karte UHS I Dual-Slot, UDMA7, SD-Karte UHS I SD-Karte UHS I
Buchsen HDMI-Out, USB 2.0, Mikrofoneingang, Fernauslöser (N3) HDMI-Out, USB 3.0, Mikrofoneingang, Kopfhörerausg. Fernauslöser (N3), Synchronbuchse, WFT-Transmitter HDMI-Out, USB 2.0, Mikrofoneingang, Fernauslöser (Klinke), Kopfhörerausg.
Akku LP-E6N LP-E6N LP-E6N
Abmessungen (B x H x T) 144 x 110,5 x 74,8mm 151 x 116  x 76mm 139 x 105 x 79mm
Gewicht
765gr (solo) 910gr (solo) 730gr (incl.)

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Traumflieger-Fazit


dennoch überzeugend: 4K-Video und die eigentlich zu erwartende, optimierte RAW-Dynamik sind Themen, die Canon an der 6D II eigentlich unverständlicherweise ausklammert. Wem diese Punkte wichtig sind, der wird sich für die 6D II wohl nicht voll begeistern können. Allen anderen kann man die 6D II aber ans Herz legen. Eine so komplett ausgestattete und von den Features auf das aktuelle Niveau gehobene Vollformat-DSLR ist des Updates würdig und vermittelt einen spürbaren Mehrwert. 

 

Ich persönlich fühle mich jedoch bei einer ähnlich teuren Panasonic Lumix GH5 und Olympus OMD EM1 II pudelwohl, zumal ich auf den Makrobereich spezialisiert bin und hier tolle interne Funktionen verbaut sind (Fokusbracketing), die Canon an der 6D II nicht direkt realisiert hat. Zwar kann ich auf Alternativtechniken ausweichen aber der gebotene Komfort ist in der m4/3-Welt doch ein für mich überzeugendes Argument. Nichtsdestotrotz kann mich die 6D II in vielen Bereichen wirklich begeistern und im Zweifel ziehe ich sie wegen des frei dreh- und schwenkbaren Monitors in meinem Anwendungsumfeld sogar einer 5D IV vor, wenn ich nicht auf die RAW-Dynamik oder 4K-Video angewiesen bin.

Die EOS 6D II bietet zwei wesentliche Innovationen. Allen voran ist hier der jetzt ausschwenkbare und touchfähige Monitor zu nennen. Damit sind schwierige Perspektiven aber auch ein generell entkoppelteres Operieren möglich. Das zweite große Thema ist der überarbeitete Autofokus, der sucherbasiert jetzt anstelle von mageren 11 ganze 45 AF-Felder zudem mit Unterstützung bis f8 bietet. Die Feldabdeckung könnte allerdings dennoch weiter in den Randbereich ragen, um so etwa im Hochformat Portraits mit Fokus auf die Augenpartie zu erleichtern. Bei unserem AF-Test anhand von Bewegtmotiven mit dem zentralen AF-Feld ist die Leistung aber auch schon am Vorgänger überzeugend. Jetzt stehen jedoch auch Feldgruppierungen zur Verfügung, was die noch gezielte Motivverfolgung nochmals erleichtert. Der Dual Pixel ist ebenfalls ein großer Schritt, wenn es um die automatische Fokussierung in der Liveview bzw. im Videobetrieb geht.

Auch weniger offensichtliche Verbesserungen werten die 6D II deutlich auf. Dazu zählt der elektrifizierte Sucher, der jetzt u.a. eine zweiachsige Wasserwaage einblenden kann und so Ausrichtungen erleichtert. Auch die Inidividualisierung wird weiter vorangetrieben: jetzt lassen sich über die Customsteuerung Tasten wie etwa die Set-Taste, AF-On-Taste etc. noch umfangreicher als bislang belegen, wenngleich Canon hier noch weit entfernt von einer Invididualierungsmöglicheit ist, wie sie Sony, Panasonic oder Olympus mit 50 und mehr Befehlen anbietet. Die 6D II ist aber stark in Sachen MyMenü, das jetzt um Karteireiter und auf bis zu 30 persönliche Menüeinträge ausgebaut werden kann. Auch die generelle Menübedienung ist auf das aktuelle Canon-Layout angehoben worden und bietet mit Haupt- und Unterkarteireitern einen intuitiven Zugriff, soweit dies bei der Vielzahl an Befehlen möglich ist. Auf AF-Cases hat Canon an der 6D II aber verzichtet, wie sie etwa seit der 5D III /1Dx für den sucherbasierten Servobetrieb als vereinfachte Presets für standardisierte Bewegtmotivsituationen offeriert werden. Im Gegensatz zur EOS 77D bzw. den drei- und vierstelligen Modellen gibt es allerdings eine AF-Feinjustierung, falls man Probleme mit Front- oder Backfokus haben sollte.

Ein interner Timer auch für Langzeitbelichtung wurde ebenso neu implementiert, wie eine Antiflacker-Funktion für Serienbildaufnahmen unter Kunstlicht (für 100/120Hz-Lichtquellen). Auto-ISO ist jetzt dynamisierbar und kann zudem - im Gegensatz zum Vorgänger - auch mit anpassbarer mittlerer Belichtungsstufe im Programm M genutzt werden. Obendrauf ist  GPS um weitere Satelliten (Glonass/Quasi Zenith) erweitert und es gibt für den Verbindungsaufbau jetzt auch einen NFC-Sensor bzw. das Pairing kann via Bluetooth vorgenommen werden. Sogar den seit der 5Ds/R eingeführten Zeitraffer-Videomodus jetzt incl. kamerainterner UHD-Aufbereitung des Zeitraffervideos bietet die 6D II. Fokus-Peaking bzw. eine Zebrafunktion spart sich die 6D II allerdings aus.

Obendrauf ist die 6D II noch schneller geworden. Zwar erreichen wir in unserer Messung unter erschwerten Bedingungen (ISO 3.200 und hochdetailliertes Motiv) mit 5,7 B/Sek. nicht ganz die versprochenen 6,5 B/Sek. aber gegenüber dem Vorgänger ist die Mark 2 spürbar flotter unterwegs.

In Sachen Fotobildqualität macht die 6D II lt. unserer Laboruntersuchung jedoch keinen großen Sprung nach vorn. Die nominell von 20 auf 26 Megapixel aufgestockte Auflösung spiegelt sich zwar in einer leicht verbesserten Linienauflösung wider (rund 3.300 gegenüber 3.100 Linien in der Bildhöhe, RAW) aber gleichzeitig ist bei 100%-Ansicht auch der Rauschpegel eine Idee angestiegen, so dass der Auflösungsvorteil in unserer Sichtweise den Vorteil wieder kompensiert. Schade schade, dass Canon die RAW-Dynamik nicht optimiert hat und so auf dem etwas mageren Niveau des Vorgängers bleibt. Offenbar hat Canon an der 6D II auf Onboard A/D-Wandler verzichtet. Da ist eine 1Dx II, 5D IV, 80D, 77D spürbar weiter, wenn man sehr dunkle Bildbereiche beim ISO-Basiswert nachträglich aufhellt. In unserer Wertung kostet das 2 Prozentpunkte. Wer sich auf Panoramen bzw. hochkontrastreiche Landschaftsaufnahmen fokussiert, wird ggf. deutlich früher auf HDR-Techniken als eigentlich nötig ausweichen müssen.

Auch UHD- bzw. 4K-Video hätte der 6D II gut zu Gesicht gestanden, zumal dieses Format auch für Einzelframeentnahmen bei einer dann sehr hohen Serienbildgeschwindigkeit, ggf. auch für Stacking-Techniken (Rauschreduzierung, Langzeitbelichtungen via Mittelwertbildung, Schärfentiefenerhöhung etc.) zweckentfremdet werden kann.

Alles in allem punktet Canon aber mit einer wieder fulminant und weitgehend komplett ausgestatteten Vollformat-DSLR, die mit einem großen Sucher, einem gewohnt hervorragend verarbeiteten Body, einem deutlich aufgewerteten AF-System, mit GPS und Wifi, vor allem aber durch ein voll artikulierten Touchmonitor begeistern kann. Wer allerdings auf eine optimierte RAW-Dynamik schielt, wird mit einer EOS 80D alles in allem auch sehr gut bedient. Eine 5D IV punktet hingegen darüber hinaus mit einem zugänglicherem Joystick, Dual-Slot, 4K-Video, einem noch etwas robusterem Body und der insgesamt einen Tick besseren Bildqualität incl. optimierter RAW-Dynamik. Dafür muss man auf den frei schwenkbaren Monitor verzichten. Wer mit der 6D Mark I bislang zufrieden war, wird in Sachen reiner Bildqualität am Nachfolger zwar keinen großen Sprung nach vorn machen, kann aber bei einem Upgrade einen echten Mehrwert durch zahlreiche Optimierungen vor allem durch einen erweiterten AF-Betrieb und den Luxus eines frei dreh- und schwenkbaren Touchscreens genießen.

> DEMOVIDEO zur 6D Mark 2 (ca. 37min)

 

Mit 87 Punkten schneidet die EOS 6D II überzeugend ab wenngleich der Vorgänger mit 82 Punkten nicht allzu weit davon entfernt liegt.

  • dreh- und schwenkbarer Touchscreen!
  • anstelle von 11 jetzt 45 AF-Felder mit Spot-AF und Feldgruppierungsmöglichkeiten
  • AF empfindlich bis f8 und damit telekonvertertauglicher
  • mit einem Dual Pixel AF starker Livebild- und Video-Autofokus
  • GPS incl. Routentracking
  • interne Wifi-Funktion u.a. mit Smartgeräte-Unterstützung auch im Videomodus
  • kamerainterner Timer auch für Langzeitbelichtungen
  • großer optischer Sucher (0,71x, 98% Beschnitt), der jetzt auch eine zweiachsige Wasserwaage und Gitterlinien einblenden kann
  • mit LP-E6 / LP-E6N zum Vorgänger und vielen anderen Canon-DSLR kompatiblen Akku
  • Videomodus gegenüber Vorgänger durch Dual Pixel-AF, Touchscreen und auch mit Full HD bis 60 B/Sek. aufgewertet
  • gewohnt robuster DSLR-Body auf höchstem Fertigungsniveau
  • Anti-Flacker-Funktion
  • Zeitraffer-Video optional auch in UHD
  • dynamisierbares Auto-ISO
  • Auto-ISO auch im Programm M mit anpassbarer mittlerer Belichtungsstufe auch im Videomodus nutzbar!
  • bis zu siebenstufige AEB (Auto Exposure Bracketing) mit Spreizabstand bis zu 3 EV
  • verbesserte Serienbildleistung (in unserem verschärften Test 5,7B/Sek.)
  • kein wesentlicher Sprung in der Fotobildqualität gegenüber Vorgänger
  • RAW-Dynamik nicht verbessert wie Canon dies an der 1Dx II, 5D IV, 80D, 77D EOS M5 realisiert hat!
  • optionaler Videostabilisator bei Kamerafahrten nicht überzeugend
  • kürzeste Verschlusszeit bei 1/4.000s
  • keine Blitzsynchronbuchse
  • 8-Wege-Wippe könnte haptisch noch direkter ansprechen
  • kein Joystick vorhanden, der die 6D II nochmals aufgewertet hätte (AF-Feldwahl via Wippe ist etwas umständlicher)
  • kein interner Blitz (aber Aufsteckoption z.B. für Canon-Speedlites bzw. kompatible Drittanbieter-Angebote)
  • AF-Feldabdeckung im Sucherbetrieb hätte noch weiter in den Randbereich reichen dürfen


Die Canon EOS 6D Mark II hier bei Amazon kaufen!

 

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technische Daten


 

Technische Daten Canon EOS 6D Mark II
UVP 2.099 EUR, kaufen hier bei Amazon
Markteinführung Juli 2017
Sensor 26 Megapixel, Vollformat CMOS (35,9 x 24mm), 5,8µm-Pixel (Pitch), Dual Pixel CMOS-AF
Bildformate
  • bis 6240 x 4.160 (RAW bzw. Jpeg L)
  • RAW, JPEG, RAW+JPEG parallel vorhanden
Autofokus Dual Pixel CMOS AF. 45 AF-Felder (alle Felder als Kreuzsensoren bis f5,6), 27 AF-Felder bis f8,davon 9 mit Kreuzfunktion, -3 - 18EV (Zentrum), in der LIveview -2,5 - 18 im OneShot
ISO-Bereich 100 - 40.000 (Erweiterung bis 102.400, auch ISO 50 verfügbar), Auto-ISO 100 - 40.000, 1/3 oder ganze Stufen, Video 100 bis 25.600 (erweiterbar bis 102.400, auch Drittelstufen), Auto-ISO
Belichtung 30s - 1/4.000s (Halb- oder Drittelstufen einstellbar), Bulb., Korrektur +-5EV, in 1/3 oder 1/2 Schritten, AEB 2,3,5,7 Aufnahmen maximale Spreizung bis 3EV, Belichtungsmessung: Mehrfach, Selektiv, Mittenbetont, Spot
Weißabgleich AWB (zwei Optionen), Sonne, Wolken, Schatten, Kunstlicht, Blitz, Benutzerdefiniert, Kelvin
Serienbilder bis 6,5 B/Sek., 21 unverzögerte RAW bzw. bis 150 JPEG mit schneller Speicherkarte lt. Hersteller
Monitor 3'' mit 1,04MP, dreh- und schwenkbar, touchfähig
Sucher optisch, 0,71x (KB), 98% Abdeckung
Blitz nicht vorhanden, Blitzschuh Speedlite-kompatibel
Video
  • 1.920 x 1.080 60p / 50p / 30p / 25p / 24p
  • 1.280 x 720 60p, 50p, 30p, 25p
  • HDR-Movie 1.920 x 1.080 60p / 50p / 30p / 25p / 24p,
  • Timelapse-Movie 3.840 x 2160 Motion JPEG (30p, 25p)
  • MP4, MOV H264

    eingebautes Mikrofon, Aufzeichnung max 29m59s
Wifi integriert, IEEE802.11b/g/n mit 2,4GHz, Bluetooth, NFC, Smartphone, FTP, EOS Utlity, Web-Upload, kabelloser Druck
GPS ja, Navstar, Glonass, Quasi-Zenith, Tracking mit Interval 1s, 5s, 10s, 15s, 30s, 1min, 2min, 5min.
Speicherkarten 1 x SD UHS I
Extras integrierte Wasserwaage
Buchsen Mini-HDMI-Out (Typ C), Mini-USB 2.0 , externer Mikrofon-Anschluss 3,5mm (stereo); N3-Fernauslöseranschluss
Akku LP-E6 , LP-E6N ür ca. 1.200 Aufnahmen im Sucherbetrieb (bei 23 Grad)
Gehäuse 144 x 110,5 x 74,8mm
Gewicht 765gr (nur Gehäuse incl. Akku und Speicherkarte)
Anleitung derzeit noch nicht dokumentiert (prüfen)
Firmware derzeit noch nicht dokumentiert (prüfen)
Objektive Canon EF- Wechselobjektive, auch von Sigma, Tamron, Tokina, Samyang etc. verwendbar (siehe Objektivtest für Vollformat)

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Dieser Report wurde am Freitag, 08. September 2017 erstellt und zuletzt am Donnerstag, 14. September 2017 bearbeitet.

Leserkommentare:


Autor: Stephan 25.09.2017 - 18:41:57
Bewertung des Reports: 5 von 5 Sternen!
Autor: Stefan_tf 25.09.2017 - 18:10:01
@Piet: mir scheint die 6D II etwas lauter auszulösen als die 6D I. Das Auslösegeräusch der 6D II stelle ich im Video ab Min. 18 hier vor: https://www.traumflieger.de/reports/Kamera-Tests/Canon-EOS-DSLR/EOS-6D-Mark-2/Video-Canon-EOS-6D-Mark-2-Demo-Test::1337.html
VG Stefan


Das kann ich so bestätigen. Die alte 6D löst ein klein wenig "sanfter" aus, v.a. im Silentmodus.

1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich. Entscheiden Sie selbst:

Autor: Stefan_tf 25.09.2017 - 18:10:01
@Piet: mir scheint die 6D II etwas lauter auszulösen als die 6D I. Das Auslösegeräusch der 6D II stelle ich im Video ab Min. 18 hier vor: https://www.traumflieger.de/reports/Kamera-Tests/Canon-EOS-DSLR/EOS-6D-Mark-2/Video-Canon-EOS-6D-Mark-2-Demo-Test::1337.html
VG Stefan

2 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich. Entscheiden Sie selbst:

Autor: Piet 25.09.2017 - 15:57:57
Bewertung des Reports: 5 von 5 Sternen!
Hallo Herr Groß,
darf ich meine Frage wiederholen:
Nach dem Testbericht wüsste ich gerne, wie es mit dem Auslösegeräusch im Vergleich zum Vorgänger steht?
Die 6D war ja die leiseste mir bekannte DSLR und prädestiniert für Aufnahmen in ruhigen Konterten und im Theater. Das hat damals auch im Report zur 6D Beachtung gefunden.
Ist das bei der 6DII genauso oder zumindest ähnlich leise?
Viele Grüße
Piet

1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich. Entscheiden Sie selbst:

Autor: Stephan 20.09.2017 - 19:28:56
Bewertung des Reports: 5 von 5 Sternen!
@stefan_tf:
Vielen Dank für die rasche Antwort bzgl. der Displays und nochmals auch für den ausgewogenen, detailreichen Report. Schade übrigens, dass die 6DII keine wählbare Auto-Helligkeitsoption hat, gerade in sonniger Umgebung.

@Michael:
Nochmal als Hinweis: Ich glaube, das dxo-team hat bei dem Vergleich des Dynamikbereichs in der Grafik die bessere A7RII und NICHT die A7II dargestellt, im Kommentar darunter jedoch ausdrücklich das Verhalten der A7II beschrieben, daher möglicherweise die Konfusion.

Viele Grüße allerseits
Stephan

1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich. Entscheiden Sie selbst:

Autor: Stefan_tf 20.09.2017 - 19:13:11
@Stephan: ich habe jetzt keinen 1:1-Vergleich der Monitore 6D II zur 5D IV gemacht. An der 5D IV ist er mit 3,2'' und 1,6 MP etwas größer und hat etwas mehr Gesamtauflösung. Mir war an der 6D II aber bei direkte Lichteinfall der sehr gute Kontrast bei bester Ablesbarkeit aufgefallen. Ich gehe aber davon aus, das dies auch für das Display der 5D IV gilt (denke, dass beide ClearView II bieten).
VG Stefan

2 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich. Entscheiden Sie selbst:

Autor: Stephan 20.09.2017 - 17:34:33
Bewertung des Reports: 5 von 5 Sternen!
@Michael P. 20.09.2017 - 06:19:06

Hallo Michael,

kann es sein, dass sich da ein Fehler eingeschlichen hat?
Die Nikon D750 ist bei dxo messtechnisch in allen Belangen besser als die 6DII, die Sony aber im High-ISO-Bereich etwas schlechter. Im Grunde liegt der markante Unterschied zwischen den dreien in der schlechteren Dynamik der 6DII und der etwas geringeren High-ISO-Tauglichkeit der A7II. Jene liegt in der Farbtiefe - wohl nicht sichtbar - vorn.
Im übrigen wird ja die 6DII durchaus gelobt und die positiven Eigenschaften (Farbwiedergabe, High-ISO-Eigenschaften) werden den schwächeren Eigenschaften in der Dynamik "ausgleichend" gegenübergestellt, man sieht ja den Sensor gewissermaßen sogar im Trend verbesserter Werte, aber eben nicht in dem Maße, wie sie die 5DIV bietet. Eigentlich ein ähnliches Resümee wie hier bei den Traumfliegern ganz im Sinne einer ausgewogenen Betrachtung.
Nun gut, letztlich ist ja interessant, was nicht messtechnisch, sondern real dabei herauskommt. Und was das betrifft, so sind nach meinen Erfahrungen die 6D und 6DII in Lowlightsituationen deutlich besser zu gebrauchen als die A7II, was die High-ISO-Anwendung betrifft - ungeachtet des Stabilisatorvorteils der A7II.
Andererseits punktet, wie ja bekannt ist, die Sony mit nachvollziehbar besserer Dynamik.

@stefan_tf
Darf ich meine Frage bezüglich der Displayunterschiede zwischen der 5DIV und der 6DII wiederholen?


Allen wünsche ich jenseits dieser ganzen Vergleiche viel Spaß beim Fotografieren!

2 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich. Entscheiden Sie selbst:

Autor: Michael P. 20.09.2017 - 06:19:06
Bewertung des Reports: 5 von 5 Sternen!
Guten Morgen,
Eine Ergänzung zum Thema Sensor: DXOMARK hat seinen Sensortest abgeschlossen und auch einen Vergleich zu den Sensoren von Sony A7II und Nikon D750 gezogen. Er bestätigt, dass die Dynamik-Performance vor allem im Low-Iso-Bereich schlechter ist als die seiner Konkurrenten. Aber im High-Iso-Bereich ist nur die Sony noch etwas besser. Dort sind die D750 und die 6DII auf Augenhöhe.
In den anderen Vergleichskriterien sind die Unterscheide so gering, dass sie nicht praxisrelevant sein dürften.
Einen guten Fototag wünscht
Michael

1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich. Entscheiden Sie selbst:

Autor: Jenne 18.09.2017 - 10:46:04
Bewertung des Reports: 5 von 5 Sternen!
Vielen Dank für diesen ausführlichen und meiner Meinung nach deutlich objektiveren und der Realität angemesseneren Bericht. Das war der Bericht, auf den ich lange gewartet habe.
Natürlich ist das "Problem" mit dem Dynamikumfang gegeben und es ist wirklich unverständlich, was Canon sich dabei gedacht hat. Ich kann es aufgrund der Modellpolitik zwar durchaus nachvollziehen, dass man sich nicht im eigenen Hause eine zu große Konkurrenz zur 5D4 aufbauen will, aber wenn die Qualität bereits in der APS-C Klasse geht, dann sollte es eigentlich hier auch realisiert werden. Insbesondere wenn man ambitioniertere Hobbyfotografen den Einstieg in das Vollformat geben möchte. Doch wenn man ehrlich ist, was bleibt einem Hobbyfotografen wie mir, der nicht sein tägliches Brot damit verdient und mal nicht eben mehrere tausende von Euro in einen kompletten Systemwechsel investieren kann? Könnte ich das würde ich mir die 5D4 kaufen und gut ist es.
Des Weiteren gebe ich dabei auch immer noch zu bedenken, dass es sich hierbei meiner Ansicht nach um Jammern auf ganz hohem Niveau handelt. Es kommt zudem immer darauf an, womit man sie vergleicht. Mal objektiv betrachtet, wer ist die Zielgruppe dieser Kamera und wen löst sie ab? Diese Kamera zielt doch nicht auf jemanden, der sich gerade die 80D gekauft hat, oder der im Besitz einer D750 oder Alpha 7RIIist. Sie zielt auf diejenigen ab, die mit dem Bedienkonzept vertraut sind, bereits länger eine Canon und die entsprechenden Objektive besitzen und jetzt eine Vollformat Kamera sich wünschen. Ich bin schon länger interessiert an einer Vollformat Kamera, aber die 5D3 war mir immer zu teuer und sie hat einfach einige Features nicht, die ich unbedingt haben möchte, z.B. das schwenkbare Touchdisplay, das meine gute alte 650D hat und ich es Liebe. Die 6D war immer eine hervorragende Kamera was die Bildqualität anging (wenn ich die Test hier richtig sehe sogar etwas besser als die 5D3) und einer DER Kameras für die Studiofotografie, hatte jedoch insbesondere wegen dem AF einige schwächen, weswegen sie für mich ebenfalls raus war.
Die 6D2 hat meines Erachtens nach die wesentlichen Baustellen der 6D verbessert, aber Canon hat es verschlafen noch ein Quäntchen Innovation mitzugeben. Betrachtet es man allerdings mal wirklich Objektiv bin ich der Meinung, wer diesen vorhandenen Dynamikumfang voll ausreizen muss, sollte an seiner Technik arbeiten und vielleicht etwas mehr belichten. Sollten dann doch wirklich extreme Lichter und tief dunkle Schatten vorhanden sein, sollte ich über ein HDR Bild nachdenken.
Im übrigen hat mich dieser Test ein wenig an den Test der 5D3 erinnert. Ich zitiere zur Bildqualität der 5D3: "RAW-Anwender bleiben aber im Prinzip auf dem (hervorragenden) Niveau des Vorgängers.", welches nach den Tests hier hinter der Qualität der 6D zurück lag, zwar nur marginal, aber zurück lag.

Für mich heißt es jetzt noch etwas abwarten, bis sich der Preis stabilisiert hat, dann werde ich wohl in die Vollformat Klasse einsteigen und ich freu mich drauf. Die 6D2 ist für mich eine 5D3 mit vielen verbesserten Features und damit dass was ich mir aus rein objektiver Sicht gewünscht habe und das Manko Dynamikumfang ist für mich angesichts der generellen Bildqualität und für meine Anwendungsbereiche hinnehmbar (insbesondere, da es sich bei ISO-Werten größer 100 ganz schnell relativiert).

Darum nochmal Danke für diesen Test.

4 von 4 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich. Entscheiden Sie selbst:

Autor: Stefan G. 18.09.2017 - 09:29:29
@mcinternet: Ein Joystick ist in der 2.000 Euro-Preisklasse mittlerweile nicht mehr ungewöhnlich (z.B. Lumix GH5) und u.E. schlicht komfortabler. Warum haben wir im Video gezeigt.
Ein interner Blitz wäre ein Zusatzkomfort ohne weitere Nachteile. Ein Fehlen muss u.E. besonders in der (Vollformat-)Einsteiger-Klasse deutlich gemacht werden!
VG Stefan_tf

4 von 9 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich. Entscheiden Sie selbst:

Autor: mcinternet 17.09.2017 - 11:16:04
Bewertung des Reports: 2 von 5 Sternen!
Den fehlenden Joystick und nicht vorhandenen internen Blitz bei der 6d II als Negativmerkmal zu werten mag was Persönliches sein, ist aber nicht objektiv (Zumal das beim Test der 5d IV nicht als Negativmerkmal gewertet wurde). Zudem hat keine Einstellige einen internen Blitz, der würde nur nerven.
Der fehlende Joystick ist auch kein Negativmekrmal, sondern die 6er hat schlicht ein anderes - in meinen Augen besseres - Bedienkonzept. Für mich ist der vorhandene Stick ein Negativmerkmal.

Also Mr. Traumflieger - diese beiden von Ihnen künstlich erzeugten Negativmerkmale lassen die 6d II deutlich schlechter abschneiden. Sie ist eine VF-Einsteigerkamera und dafür absolut top.

Gruss

mcinternet

6 von 9 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich. Entscheiden Sie selbst:

Autor: Stefan 18.09.2017 - 08:40:22
Bewertung des Reports: 5 von 5 Sternen!
Danke für den Test. Ich hatte mir von der Mark II eigentlich mehr erwartet.

Was mich wieder total enttäuscht, ist, dass es keine Klinkenbuchse für Studioblitze gibt. Wie kann man das denn vernünftig ersetzen?

0 von 0 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich. Entscheiden Sie selbst:

Autor: Stephan 15.09.2017 - 23:20:18
Bewertung des Reports: 5 von 5 Sternen!
@Stefan_tf
Eine Frage zum Display: Abgesehen davon, dass ich es bedauerlich finde, dass die 6DII keine Auto-Helligkeitsanpassungsoption für das Display hat, gibt es gravierende sichtbare Unterschiede außer der reinen Größe bzw. Auflösung zum festen Display der 5DIV? Ich habe dazu noch nie einen Vergleich gefunden. Ist das 5DIV-Display "besser"?
Danke!

3 von 3 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich. Entscheiden Sie selbst:

Autor: Peter Klein 14.09.2017 - 19:22:00
Bewertung des Reports: 5 von 5 Sternen!
Guten Abend,
@ Akki Moto,
Es gibt eine Empfehlung für Fotos mit möglichst guter Farbenvielfalt: ETTR (Expose To The Right). Da wir die Tiefen links darstellen und die Höhen rechts auf der Belichtungsskala, bedeutet das nichts anderes als "so hell wie möglich aufnehmen". Hintergrund ist der, dass der Farbraum kleiner wird, je weniger Licht zur Verfügung steht. Die technische Erklärung dafür spare ich mir an dieser Stelle, dafür gibt es Tante Go...e.
Bei einer Reduktion um 1 EV reduziert sich bereits der Farbraum deutlich - wobei wir das idR. noch nicht wahrnehmen. Und mit Aufhellen kann man die Farben nicht wieder herstellen, die verloren gegangen sind.
Allzeit gutes Licht und Spaß mit der Kamera
wünscht Peter

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Autor: Stephan 14.09.2017 - 18:23:36
Bewertung des Reports: 5 von 5 Sternen!
@GeoMan vom 14.09.2017 - 10:48:59

"...Behauptungen wie z.B. die gebündeltem AF Felder wären vorteilhaft für die praktische Anwedung der Drittelregel kann ich aber nicht nachvollziehen. Hast du schon mal mit erweitertem AF Feld und Joystick gearbeitet?..."

Ich meinte, dass, obwohl die AF-Punkte nach wie vor recht eng um das Zentrum gebündelt sind, die Drittelregel ohne größere Schwenks eingehalten werden kann, da die entsprechenden AF-Punkte näher an den Kreuzpunkten der Drittelung liegen, was bei der 6dI nicht der Fall war. Deren Rautenmuster reichte da nicht heran. (...) Mit dem Joystick habe ich mal an einer 5D Mark II gearbeitet, das war sehr vorteilhaft!

"Einen 2 SD Schacht benutzt um Kunden direkt ihre Karte mit z.B. JPG's in die Hand zu geben damit diese schon im Vorfeld Bilder zum betrachten haben?"

Nein, ich bin Privatmann und habe keine Kunden. Ich kann den Einwand aber nachvollziehen.

"Wenn man bei CANON bleiben will (wofür es auch gute Gründe geben kann) und das Gebotene für die persönlichen Belange ausreicht, ist die 6D2 ein preiswerter Einstieg in VF ... auch wenn es CANON offensichtlich besser könnte!"

Natürlich ist das so. Unter meinen Voraussetzungen sind die Nachteile aber nicht so gravierend, dass sie meine Nutzerzufriedenheit einschränken. Zu Beispiel habe ich auch geraume Zeit mit einer Sony A7II gearbeitet. Bei allen Vorteilen, die sie hatte, zum Beispiel den elektronischen Sucher, den Stabilisator, die bessere Dynamik etc. etc. war meine Gesamtzufriedenheit geringer, weil der Gewichtsvorteil gering, die Wetterfestigkeit schlechter, die Akkulaufzeit schwächer und vor allem die alltägliche Handhabung beschwerlicher war. Die 6DII funktioniert für mich wie aus einem Guss, die A7II ist in vielen Teilbereichen fortschrittlicher, kann diesen Fortschritt jedoch noch nicht so hinreichend in den Alltag transportieren. Außerdem hat sie grundsätzlich deutlich stärker gerauscht als die 6DII, ein Nachteil, der gravierend ist, jedoch bei weitem nicht so deutlich hervorgehoben wurde/wird wie das Dynamik"problem" der 6DII.
Es ist nun mal eine individuelle Abwägung - dennoch darf Canon solche Fehler nicht ausreizen.

8 von 8 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich. Entscheiden Sie selbst:

Autor: Nobby 14.09.2017 - 18:19:48
Bewertung des Reports: 5 von 5 Sternen!
Guten Abend,
@ Geoman,
Du hast das ganz richtig verstanden. Die 6DII ist sicher ein guter Einstieg ins VF und ebenfalls ein vorteilhaft ausgestatteter Nachfolger der 6D. Aber das Zeug, einer 5DIV den Rang abzulaufen, weil bei einem besseren Sensor die Bedienvorteile durch das Schwenkdisplay höher anzusiedeln sind als ein Joystick und die sonstigen Bedienvorteile der 5DIV - das wollte Canon ganz sicher vermeiden. Da achtet Canon ja sehr darauf, dass die Kameramodelle sich nicht zu sehr in die Quere kommen. Die bereits "rumourte" 7DIII für 2018 ist ein Beispiel dafür, dass die 80D der 7DII zu nahe gekommen ist. Vor allem wegen des besseren Sensors und ausgestattet mit dem Schwenkdisplay...
So hat Canon auch bei der 6DII auch genügend Abstand nach oben geachtet - zum Unwillen der Käufer, die zähneknirschend dann doch den Komfortzuwachs bezahlen, auch wenn die Bildtechnik die gewünschten Verbesserungen vermissen lässt.
Viele gute Bilder wünsche ich - egal, mit welcher Kamera auch immer.
Nobby

11 von 11 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich. Entscheiden Sie selbst:

Autor: GeoMan 14.09.2017 - 10:48:59
@ Nobby

Wenn du damit meinst, dass man mit der 6D2 dennoch hervorragende Bilder machen kann gebe ich dir recht. Und dennoch spricht das eben nicht für CANON in der 6D2 mit dem Sensor in dem Bereich nicht mithalten zu können wie z.B. mit einer 80D oder 5D4 die gerade mal den aufgeschlossen haben zu anderen Systemen.

@ Stephan

Es sind Verbesserungen eingeflossen (vor allem das dreh und- schwenkbare Display!), und die Dynamik ist nicht DAS Hauptkriterium um gute Bilder mit einer Kamera zu machen. Aber wie ich schon zuvor mal geschrieben habe können technische Hilfsmittel den Fotografen bei seiner Arbeit sehr helfen. Behauptungen wie z.B. die gebündeltem AF Felder wären vorteilhaft für die praktische Anwedung der Drittelregel kann ich aber nicht nachvollziehen. Hast du schon mal mit erweitertem AF Feld und Joystick gearbeitet? Einen 2 SD Schacht benutzt um Kunden direkt ihre Karte mit z.B. JPG's in die Hand zu geben damit diese schon im Vorfeld Bilder zum betrachten haben?

Wenn man bei CANON bleiben will (wofür es auch gute Gründe geben kann) und das Gebotene für die persönlichen Belange ausreicht, ist die 6D2 ein preiswerter Einstieg in VF ... auch wenn es CANON offensichtlich besser könnte!

3 von 3 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich. Entscheiden Sie selbst:

Autor: Piet 14.09.2017 - 01:31:27
Bewertung des Reports: 5 von 5 Sternen!
Frühen guten Morgen,
eine Frage, die nach dem Testbericht bei mir noch offen ist: Wie steht es mit dem Auslösegeräusch im Vergleich zum Vorgänger?
Die 6D war ja die leiseste mir bekannte DSLR und prädestiniert für Aufnahmen in ruhigen Konterten und im Theater. Das hat damals auch im Report zur 6D Beachtung gefunden.
Ist das bei der 6DII genauso oder zumindest ähnlich leise?
Viele Grüße
Piet

3 von 3 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich. Entscheiden Sie selbst:

Autor: Stephan 13.09.2017 - 21:06:07
Bewertung des Reports: 5 von 5 Sternen!
Vielen Dank und ein sehr großes Lob für den umfangreichen und von mir schon gespannt erwarteten Report, der die Canon 6D Mark II ins "rechte" Licht rückt, weil er die Gesamtheit der Kamera ausgewogen betrachtet und sie NICHT durch einseitige Fixierung auf den messtechnisch nicht verbesserten Kontrastumfang abwertet. Leider ist genau das in den letzten Wochen auf einigen anderen Fotoplattformen so geschehen und es mag technisch auch gut begründet sein, jedoch sprengt es den Rahmen des im Fotoalltag Relevanten für die allermeisten Lichtsituationen. Stattdessen geraten die Kameras in vielen Tests inzwischen zum akademisch betrachteten Werteträger und der Gebrauchswert gerät ins Hintertreffen. Das hier und da herangezogene Resümee, die Canon 80D liefere ein ausgewogeneres Gesamtpaket, da sie preiswerter, dynamikreicher und in einigen Features besser ausgestattet ist, kann ich so nicht ganz teilen: Die 6Ds spielen - alt wie neu - ihren Vollformat-Vorteil in High-ISO-Situationen aus. Diese treten zumindest für mich häufiger auf als Situationen, die Extremaufhellungen von Schattenbereichen erfordern. Natürlich ist dieser Mehrwert teuer bezahlt, keine Frage, aber wenn man im Canon-System verbleiben möchte, Vollformat im Visier hat, ferner, wem die 5D Mark IV wirklich zu teuer ist - dem bietet die 6DII sicherlich ein reelles Angebot.

Im übrigen spreche ich nicht aus rein theoretischer Perspektive. Ich besitze die 6DII seit dem 28.07.2017 und habe sie, damals allerdings auch in Hoffnung auf evtl. weitere Verbesserungen bei der Bildqualität, ungetestet bestellt. Zuvor hatte ich die 6D, an deren Bildqualität sachlich auch kaum etwas auszusetzen war.
Hauptkaufgrund waren die zahllosen kleinen und größeren Verbesserungen, die an dieser Stelle nicht nochmals aufgezählt werden müssen, da dies der schöne Traumfliegertest ja nun hinlänglich erledigt hat. Ich möchte dennoch nochmals betonen, dass der Klappbildschirm das Arbeiten ungemein erleichtert und auch ungewohnte Perspektiven bequem ermöglicht. Was manch ein Hartgesottener verpönt, hilft dafür anderen, die sich mit Rückenschmerzen plagen oder bodennahe Makros oder über Menschenmengen hinweg fotografieren möchten. Und: Das Spektrum der AF-Punkte mag zu gebündelt sein, aber in der Praxis lässt sich im ganz Wesentlichen die Drittelregel als Orientierung viel besser einhalten, da das primitive Rautenmuster der 6D auf rechteckige Blöcke ausgedehnt wurde.
Meine Erfahrung nach nun sechs Wochen Benutzung ist folgende: Wer mit der 6D (I) grundsätzlich zufrieden war und sie wegen ihrer spezifischen Eigenschaften (Rauscharmut, AF-Fähigkeit im Dunklen, Lowlightfähigkeiten, leises Auslösen usw.) bewusst gewählt hat, der erfährt in der 6DII die gelungene Fortsetzung dieses Prinzips. Sind die Ausstattungsmerkmale der 6DII aber ganz deutlich verbessert worden, so gilt dies nicht in gleicher Weise für die Bildqualität. Die 26MP der 6DII sind natürlich beschnitttauglicher als die 20MP der 6D, ferner erscheinen mir die JPGs harmonischer - wer aber das RAW-Format wählt, sieht praktisch keinen Unterschied. Wohlgemerkt: An den Bildern der 6D gab es meines Erachtens ja nie etwas zu bemängeln.
Für mich zählt vor allem der Gebrauchswert einer Kamera mit Objektiv (Zuverlässigkeit, Bediensicherheit, Wetterschutz, Autofokus, Haptik und Griffigkeit usw. usw.) und nach dem zugegebenermaßen kurzen Zeitraum von sechs Wochen, innerhalb dessen ich ca. 500 ernsthafte Aufnahmen neben unzähligen Tests getätigt habe, stelle ich fest, dass genau dieser Gebrauchswert beträchtlich gestiegen ist, wenn man ohne 4K, zweiten Speicherkartenslot und theoretisch hervorragenden Kontrastumfang auskommen kann. Realistische zwei bis drei Blendenstufen lassen sich übrigens problemlos aufhellen und mehr habe ich bei vernünftiger Belichtung noch nie vermisst.
Zusammengefasst: Ich sah mich ganz zu Beginn, nachdem ich einige Tests zur 6DII gelesen hatte, ein wenig in meinen Erwartungen an die neue Kamera enttäuscht, denn diese Tests kritisierten das zu schlechte Preis-Leistungs-Verhältnis angesichts zu geringer Gesamtprogression. Nach meinen jetzigen Nutzererfahrungen, losgelöst von der Testtheorie, muss ich das klar revidieren, denn das Gesamtpaket sagt MIR sehr zu, ohne dass ich mir einreden muss, mich mit zu wenig zufrieden geben zu müssen, wie es ja manche Tests suggerieren.

ganz kleines PS: Die hervorragenden Traumfliegertests wären noch besser lesbar, wenn die Kommasetzung ein wenig mehr Beachtung fände.

20 von 20 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich. Entscheiden Sie selbst:

Autor: Nobby 13.09.2017 - 20:56:22
Bewertung des Reports: 5 von 5 Sternen!
Guten Abend,
@Geoman:
Das mit der besseren Dynamik gilt nur von ISO 100-400. Danach ist der Vorteil dahin. In meinen Augen ist das überbewertet.
Unabhängig davon hat Canon die 6DII anscheinend aus bereits vorhandene "Zutaten" neu kombiniert. Die Zutaten sind nicht schlecht, so wie eine gute Hausfrau aus ihr bekannten Rezepten ein neues wohlschmeckendes Gericht kreiert. Aber es fehlen echte Innovationen.
Viele Grüße
Nobby

6 von 6 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich. Entscheiden Sie selbst:

Autor: Amina 13.09.2017 - 20:06:47
Bewertung des Reports: 5 von 5 Sternen!
Guten Abend,
den "fehlenden" Joystick wird nur der als Nachteil empfinden, der von anderen einstelligen EOS-Kameras her kommend dessen Benutzung verinnerlicht hat.
Abgesehen von der Sensorleistung sind die "Nachteile" ein Meckern auf hohem Niveau. Ja, vielleicht noch der Preis...
Liebe Grüße
Amina

4 von 5 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich. Entscheiden Sie selbst:

Autor: Stefan G. 13.09.2017 - 19:37:25
@Fliegentraum: Danke! Wir haben den Text angepasst!
VG Stefan

3 von 3 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich. Entscheiden Sie selbst:

Autor: Fliegentraum 13.09.2017 - 19:28:13
Bewertung des Reports: 5 von 5 Sternen!
Sehr guter Test, wie immer. Nur ein kleine Korrektur: Die Eos 5D Mark IV hat auch GPS.

4 von 5 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich. Entscheiden Sie selbst:

Autor: Stefan_tf 13.09.2017 - 18:18:00
@Akki Moto: wir konnten im Labor keine wesentlichen Dynamikunterschiede in den Lichtern der 6D II zur 6D erkennen. Diese Messung ist aber generell sehr heikel, weil der Headroom - im Gegensatz zu den Tiefen - in den Lichtern sehr klein und eine genaue Messung äußerst schwierig ist.
Generell gilt, wenn man per Bildbearbeitung ein Bild nachträglich aufhellt, steigt der ISO-Rauschpegel etwas stärker an, als wenn man das Motiv mit einem höheren ISO-Wert gleich mit der Kamera heller ablichtet. Es gibt aber Modelle mit sehr gutem Dynamikumfang (Sony, Nikon, 5D IV, 80D etc. bei niedrigem ISO-Wert), bei denen der Unterschied kaum erkennbar ist, man spricht hier auch von ISO-Invarianz.
VG Stefan

5 von 5 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich. Entscheiden Sie selbst:

Autor: Akki Moto 13.09.2017 - 17:44:50
Bewertung des Reports: 4 von 5 Sternen!
Vielen Dank für den erwartet guten Report.
Ich habe die 6D und die 6D Mark II. Jeder hat ja so beim Rauschen seine "Hemmschwelle". Bei mir liegt sie recht hoch. An der 6D (I) bin ich bis 6400 hoch gegangen. In diesem Bereich leistet für MICH die 6D II etwas mehr, jetzt bis 12800. Interessant war, dass ein helleres Bild in 12800 besser aussah als das dunklere Bild in 6400 welches danach um eine Blendenstufe aufgehellt wurde.
Auch hat sich subjektiv für MICH am Dynamikumfang etwas geändert, insbesondere mmeine ich, dass man aus den Lichtern wesentlich mehr herausholen kann.
Ich hab nur den Vergleich 6D / 6DII, eine 80D und eine 5DIV habe ich nicht.
Nochmal für den schönen Bericht und ja, diese vielen kleinen Verbesserungen mag ich auch leiden :-) .
Liebe Grüße
Akki Moto

3 von 6 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich. Entscheiden Sie selbst:

Autor: GeoMan 13.09.2017 - 15:44:39
Bewertung des Reports: 5 von 5 Sternen!
Anonym wollte ich nicht posten, schon gar nicht ohne diesen tollen Bericht zu bewerten! Kleine Anmerkung, eine 80D in Vollformat hätte eine sehr viel bessere Dynamik ... weiterhin unverständlich warum Canon bei der 6D2 nicht nachgezogen sind.

3 von 4 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich. Entscheiden Sie selbst:

Autor: Nobby 13.09.2017 - 10:07:51
Bewertung des Reports: 5 von 5 Sternen!
Guten Morgen,
jetzt ist es also "amtlich": Die 6DII ist im Sensorbereich nur linientechnisch aufgewertet.
Ansonsten ist die Ausstattung von der Bedienung her massiv aufgewertet worden, außerdem ist der deutlich verbesserte Autofokus zu nennen.
Unterm Strich aus meiner Sicht: Eine 80D mit Vollformatsensor.
Ich werde sie mir trotzdem leisten. Denn bei höheren Isozahlen liegt sie zwar "nur" auf dem Niveau des Vorgängers, damit jedoch deutlich besser als die 80D. Wenn auch nur aufgrund der größeren Sensorfläche.
Bei gutem Licht werde ich Landschaftsaufnahmen mit der 80D machen, das spart Gewicht an den Objektiven und die bessere Aufhellung bei ISO 100 bringt hier klare Vorteile.
Viele Grüße Nobby

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Autor: Anonym 13.09.2017 - 08:55:45
Mit dem neuen Sensor in der 6D2 erfolgt also kein grosser Sprung in der BQ und der Dynamik. Obwohl Canon nachweislich in der Lage dazu wäre und von vielen sehnlichst nach all den Jahren erwartet wurde. Ich denke das braucht man nicht weiter kommentieren.

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