Das Sigma 85 mm F1.2 DG Art wurde an der Sony Alpha 7R III mit 42 Megapixeln geprüft. Das lichtstarke Porträtobjektiv liefert schon bei offener Blende eine hohe Schärfe in der Bildmitte und erreicht bei F2 einen bislang unerreichten Messwert. An den Rändern fällt die Leistung dagegen deutlich geringer aus.
Inhalt 6 Abschnitte
Das Wichtigste in Kürze
- An der Sony Alpha 7R III mit 42 Megapixeln ist die Zentrumsauflösung bereits bei Offenblende hoch.
- Bei F2 erreicht das Objektiv den höchsten bislang an dieser Kamera gemessenen Auflösungswert.
- Die Schärfe nimmt zum Bildrand hin erheblich ab, verbessert sich jedoch durch Abblenden.
- Die Vignettierung steigt sanft an und ist bei offener Blende nur gering ausgeprägt.
- Chromatische Aberrationen bleiben selbst bei maximaler Ausprägung nahezu unsichtbar.
- Eine kissenförmige Verzeichnung zeigt sich ausschließlich ganz außen im Bildfeld.
Ausstattung und Technik
Das Sigma 85 mm F1.2 DG Art ist ein besonders lichtstarkes 85-mm-Objektiv. Für die Laborprüfung kam es an der Sony Alpha 7R III zum Einsatz, deren Bildsensor 42 Megapixel auflöst.
Optische Fehler sind insgesamt gut kontrolliert. Die Abschattung zu den Ecken hin nimmt gleichmäßig zu; bei maximal geöffneter Blende bleibt sie nur leicht erkennbar. Farbsäume treten auch in ihrer stärksten Form kaum in Erscheinung. Lediglich im äußersten Bildbereich lässt sich eine tonnenfreie, nach innen gebogene Verzeichnung feststellen.
In der Praxis
Schärfe über das Bildfeld
Im Zentrum startet das Sigma 85 mm F1.2 DG Art schon bei Offenblende mit einer hohen Auflösung. Ein Abblenden auf F2 hebt die Messwerte weiter an und führt an der Sony Alpha 7R III zu einem Rekordergebnis, das bislang kein anderes an dieser Kamera gemessenes Objektiv erreicht hat.
Fotografen sollten zugleich die deutlich niedrigere Auflösung in den Randzonen berücksichtigen. Wer eine gleichmäßigere Schärfe bis in die Ecken benötigt, profitiert vom Abblenden.
Für wen lohnt sich das Sigma 85 mm F1.2 DG Art?
Das Objektiv richtet sich an Fotografen, die bei 85 mm vor allem höchste Detailschärfe im Bildzentrum suchen und die große Öffnung nutzen möchten. Für Motive, bei denen die äußeren Bildbereiche ebenso kritisch sind wie die Mitte, sollte die Blende gezielt weiter geschlossen werden. Die geringe Randabdunklung, kaum sichtbare Farbsäume und die nur am äußersten Rand auftretende kissenförmige Verzeichnung sprechen für eine insgesamt sauber korrigierte Optik.
Technische Daten im Überblick
- Objektiv: Sigma 85 mm F1.2 DG Art
- Brennweite: 85 mm
- Größte Blendenöffnung: F1.2
- Testkamera: Sony Alpha 7R III
- Sensorauflösung der Testkamera: 42 Megapixel
- Beste gemessene Zentrumsauflösung: F2
Unser Fazit
Das Sigma 85 mm F1.2 DG Art setzt an der Sony Alpha 7R III bei F2 einen neuen Auflösungsmaßstab im Bildzentrum. Die Randauflösung bleibt der entscheidende Kompromiss, lässt sich durch Abblenden aber verbessern.
Bei Vignettierung, Farbsäumen und Verzeichnung zeigt die Optik nur geringe Auffälligkeiten. Damit ist sie besonders interessant, wenn zentrale Schärfe und eine sehr große Blendenöffnung im Vordergrund stehen.
