Nikon erweitert sein Z-System um das Nikkor Z 120-300 mm F2.8 TC VR S. Das für professionelle Sportfotografie entwickelte Vollformat-Telezoom soll Mitte November 2026 erscheinen und kombiniert eine konstante Lichtstärke von F2,8 mit einem integrierten 1,4fach-Telekonverter.
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Was ist neu?
- Der Brennweitenbereich von 120 bis 300 mm lässt sich auf 168 bis 420 mm bei F4 erweitern.
- Mit 2.735 g fällt das Objektiv rund 515 g leichter aus als das Vorgängermodell für das F-Mount-System.
- Ein Multi-Focusing System mit Silky Swift VCM und neuem Steuerungsalgorithmus unterstützt den Autofokus auch bei hohen Serienbildraten.
- Der optische Bildstabilisator erreicht mit kompatiblen Kameras per Synchro VR bis zu 6,5 Blendenstufen nach CIPA-2024-Standard.
- Das Objektiv besitzt Innenzoom, Innenfokussierung, einen abnehmbaren Stativadapterring sowie Anschlüsse für vordere und rückseitige Filter.
Die Details
Die Entwicklung des Nikkor Z 120-300 mm F2.8 TC VR S war bereits im Mai angekündigt worden. Das Objektiv ist als weltweit erstes Telezoom mit durchgehend F2,8 und integriertem 1,4fach-Telekonverter konzipiert. Wird der Konverter zugeschaltet, verändert sich der nutzbare Bereich auf 168 bis 420 mm bei einer Lichtstärke von F4.
Der optische Aufbau besteht aus 30 Linsen in 24 Gruppen. Davon entfallen 8 Linsen in 5 Gruppen auf den Telekonverter. Im gesamten System sind jeweils 1 ED-, Super-ED-, asphärische, Fluorit- und SR-Linse enthalten. Meso-amorphe und Arneo-Vergütungen sollen Reflexe und Geisterbilder verringern. Ein Schutzglas mit Fluorvergütung vor der Frontlinse erleichtert die Reinigung. Für die Blende kommen 9 abgerundete Lamellen zum Einsatz.
Autofokus und Stabilisierung
Beim Autofokus setzt das Telezoom auf ein Multi-Focusing System mit Silky Swift VCM. Ein neuer Steuerungsalgorithmus soll die Motivverfolgung auch bei hohen Serienbildraten zuverlässig unterstützen. Der optische Bildstabilisator arbeitet mit kompatiblen Kameras über Synchro VR zusammen und erreicht nach dem CIPA-2024-Standard bis zu 6,5 Blendenstufen.
Fokussierbereich und Bedienung
Die Naheinstellgrenze ist von der gewählten Brennweite abhängig. Bei 120 mm liegt sie bei 0,98 m, bei 150 mm bei 1,03 m, bei 200 mm bei 1,38 m und bei 300 mm bei 2 m. Ohne Telekonverter wird bei 150 mm ein größter Abbildungsmaßstab von 1:5,5 erreicht. Mit aktiviertem Konverter beträgt der maximale Maßstab bei 210 mm 1:4.
Für die Bedienung sind ein Einstellring, 2 L-Fn-Tasten und ein Fn-Ring vorhanden. Der Einstellring lässt sich alternativ als Fokussierring nutzen. Der Stativadapterring kann abgenommen werden und ist für Arca-Swiss-Schraubklemmen ausgelegt. Von Hebelklemmen wird abgeraten, da ihre Haltekraft möglicherweise nicht ausreicht.
Vorn nimmt das Objektiv 112mm-Schraubfilter auf. Zusätzlich können rückseitige Einschubfilter verwendet werden. Das gegen Staub, Schmutz und Feuchtigkeit abgedichtete Gehäuse misst etwa 12,8 cm im Durchmesser und 35,4 cm in der Länge.
Preis und Verfügbarkeit
Das Nikkor Z 120-300 mm F2.8 TC VR S soll Mitte November 2026 in den Handel kommen. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 15.749 Euro.
Zum Lieferumfang gehören der Frontdeckel LC-112B, der Rückdeckel LF-N1, die Gegenlichtblende HB-120, der Trageriemen LN-4 und die Objektivtasche CL-L3.
Einordnung
Für professionelle Sportfotografen verbindet das Objektiv einen großen Telebereich mit einer konstanten Lichtstärke von F2,8 und erweitertem Zugriff bis 420 mm bei F4. Innenzoom und Innenfokussierung halten die Baulänge beim Zoomen und Fokussieren konstant, während das gegenüber dem F-Mount-Vorgänger um rund 515 g geringere Gewicht den Einsatz erleichtert.
