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Canon Powershot G11



Nach einem Jahr
löst die Canon G11 den Vorgänger ab und bietet seit Oktober 2010 in der G-Klasse
wieder ein Schwenkdisplay. Zudem wird die Auflösung deutlich auf 10 Megapixel
reduziert, um den Rauschpegel abzusenken. Sie erfahren, was sich ausserdem getan
hat und ob die G11 eine kompakte Alternative für DSLR-Anwender sein kann.

Erwartungsgemäss
weiss auch die Nr. 11 aus der Powershot-
G-Reihe mit edlem Gehäuse und Design beim Erstkontakt zu
überzeugen. Der Body wirkt
auch durch sein vergleichsweise
hohes Gewicht von 355gr incl. Akku bei noch kompakten Abmessung schlichtweg
hochwertig. Für die Hemdtasche ist die G11 allerdings etwas schwer und zu
voluminös, findet aber in der Jackentasche durchaus ihren Platz.

Materialtechnisch
wurde gegenüber den Vorgängern etwas gespart. Die Verschalung ist jetzt nicht
mehr durchgehend aus Magnesium sondern zur Hälfte aus Kunststoff gefertigt. Das fällt uns
allerdings erst nach einem genaueren Temperaturtest und nicht unmittelbar auf.

Etwas hübscher ist
beispielsweise der Einschalter abgerundet und auch die
Short-Cut-Tastenbeschriftung ist besser integriert worden. Generelle
Bedienelemente wurden vom Vorgänger übernommen. Beispielsweise die

Kombination

aus Vierwegetaste mit unterlegtem Daumenrad aber auch Tastenanzahl, übrige
Einstellräder und Position am Body entsprechen der G10. 

Erfreulicherweise
hat Canon der G11 wieder ein dreh- und schwenkbares

Klappdisplay
spendiert. Das
ermöglicht auch schwierige Aufnahmepositionen im Bodenbereich oder bei
überkopfaufnahmen. Kontrollen vor der Kamera z.B. für Videoreports, bei Selbst-
oder Gruppenportraits sind auch bei Nutzung eines Stativs machbar. Da sich das 
2,8“ und mit 461.000 Subpixel hochauflösende

G11-Display

auch in Richtung Kameragehäuse einklappen lässt, ist ein wirksamer Kratzschutz
beim Transport gegeben. 

Wie schon an
Vorgängern ist der

Auslöser

nicht besonders ergonomisch, anstelle dem Zeigefinger angeschrägt
entgegenkommend thront er oben auf dem Body. Ein Tribut an die kompakten
Abmessungen. Anfassqualität und Design der G11 gefallen uns trotz der
Kompromisse sehr gut.

Programme und Customfunktionen

Die grundlegende
Bedienung der G11 ist zum


aktuellen G-Klassen-Wertezugriff

konform.
Am Programmwahlrad finden sich die für ambitionierte Anwender wichtigen

Kreativprogramme
,
die allerdings gegenüber DSLR-Kameras mit

Einschränkungen

versehen sind. Unbedarfte Anwender werden hingegen durch

SCENE-Programme

– ähnlich den Motivprogrammen bei Canon-DSLR – unterstützt. Neu ist die
Integration des

Stitch-Assistenten

innerhalb der Scene-Programme sowie zwei separate
Automatikprogramme am Programmwahlrad für wenig Licht und zum sofortigen
Auslösen. ISO 3.200 lässt sich an der G11 – im Gegensatz zu den Vorgängern – auf
alle Bildgrössenformate anwenden.

Am Programmwahlrad
finden sich – wie an einigen Canon-DSLR mit

Customprogrammen – zwei C-Einstellungen, die Funktion und Werte aus den Kreativprogramme P/AV/TV und M
übernehmen und auch individuelle Menüeinstellungen abrufen können. So lässt sich
z.B. das Programm C1 mit einer Belichtungsreihe und Funktionalität des Programm
AV nutzen, während am Programm AV selbst die Belichtungsreihe deaktiviert ist. Die
ISO-Einstellungen gelten allerdings übergreifend und können nicht individuell belegt
werden.

Die Direktwahltaste (Shortcut-Taste)
lässt sich mit Funktionen wie Neutraldichte-Filter, Weissabgleich oder Belichtungsmessverfahren belegen. Diese Funktionen sind
zwar auch im Livescreen via Funktionstaste aber eben etwas schneller über diese
separate Taste erreichbar.
 


Fokussieren

Wie
an Vorgängermodellen kann
an der G11 die Scharfstellzone zum manuellen Fokussieren über den
Bildschirm verschoben werden; ohne jedoch bis
ganz in die Randbereiche heranzukommen. Als Grundorientierung wird eine kleine
Entfernungsskala eingeblendet,

scharfgestellt
wird via

Daumenrad
. Die
Feinjustierungsmöglichkeit empfanden wir als ausreichend gut, auch lässt sich
meist via Zweifachlupe erkennen, ob die Schärfe getroffen wurde; eine noch
höhere Zoomstufe wäre jedoch manchmal willkommen. Besser wäre auch ein
Scharfstellring am Objektiv, um noch feinfühliger und schneller als an DSLR-Kameras
zu fokussieren. Im Nahbereich kann die Scharfstellung fummelig werden, da
abhängig von der Brennweite eine andere Mindestdistanz gilt. Oftmals mussten wir
die Brennweite vermindern, um dann manuell erneut zu fokussieren; ein Procedere,
das an DSLR nicht anfällt.

Auch im Autofokusbetrieb
kann – neben automatischer Messfeldwahl bzw. der Gesichtserkennung – eine flexible Zone gewählt werden, die frei über den Monitor verschiebbar
und auch verkleinerbar ist. Die Randbereiche sind allerdings auch
hier nicht erreichbar; dennoch ist die Abdeckung idR besser als im optischen
Sucher von DSLR-Kameras (ansonsten ist der abgedeckte Bereich in der Liveview zu Canon DSLR etwa vergleichbar).

Der
Fokussiervorgang geht flott vonstatten; die G11 braucht kaum länger als eine Sekunde; selbst wenn vom Nahbereich auf
unendlich fokussiert wird. Das geht meist deutlich schneller als beim kontrastbasierten Live-Autofokus der DSLR-Liga;
Gründe sind  – neben dem kurzen Objektiv-Verstellweg – die generell höhere
Schärfentiefe und eine permanente Vorfokussierung. Bei
wenig Licht hilft ein praktisches

Autofokushilflicht
.

Die schon im
Vorgänger vorhandene Schärfenreihe kann Aufnahmen automatisch mit veränderter
Schärfeebene auslösen. Ausgangspunkt ist eine manuelle Fokussierung, zu der sich
jeweils eine Ebene davor und dahinter gesellt (mit justierbarem
Abstand). Wird der Auslöser bei aktiver Schärfenreihe durchgedrückt, dann löst
die G11 alle drei Aufnahmen automatisch nacheinander aus. Diese Funktion ist z.B.
für

verrechnete Schärfenreihen
nach der

DFF-Technik interessant.

Actionmotive und Serienbilder

Auch die G11 bietet
– wie schon am Vorgänger – einen dedizierten Servo-Modus, der Bewegtmotive
kontinuierlich verfolgt und in dem auch permanent ausgelöst werden kann. Wird das RAW-Format
genutzt, dann sind allerdings im Serienbildmodus mit schnellen Karten maximal
0,9 Bilder/Sek.
möglich, gleich ob im Servomodus oder manuell fokussiert. Die Quote sinkt auf
sehr langsame 0,6 Bilder/Sek, wenn oberhalb von ISO 400 aufgezeichnet wird. Im
grossen JPEG-Format ist die Leistung minimal besser (1,1 B/Sek. bis ISO 400, 0,7
B/Sek. > ISO 400). Langsame SD-Karten wie z.B. eine Sandisk erster Generation
benötigen die doppelte Zeit, wohingegen eine Sandisk Ultra II etwa 30% langsamer
als eine Ultra III an der G11 aufzeichnet. Das sind Werte, die für Actionmotive
regelmässig zu langsam sind. Kein Vergleich zu den erheblich flotteren DSLR,
die zudem über einen internen Speicherpuffer verfügen.


Auslöseverzögerung

Die
Auslöseverzögerung der G11 ist zum Vorgänger etwas verlängert: 105

Millisekunden

(ohne Autofokuszeit, G10 = 75 Millisek.) können manchmal ausbremsen. Wer nach
dem Auslösen unmittelbar schwenkt oder Bewegtmotive aufnimmt, kann ggf. ein Bild
ohne Motiv oder mit deutlichem Versatz ernten. DSLR-Auslöseverzögerungen sind
ausserhalb der Liveview meist um 30 – 40% geringer. In der Praxis kommen an der
G11 noch verlangsamende Faktoren wie das Problem der

Blackout-Zeit
(mit 2,4
Sekunden deutlich länger als noch am Vorgänger mit 1,45 Sek.), Kamerastartzeit
(1,4 Sek.), Zoomzeit (2 Sek.) und Fokussierzeit (rund 1 Sek.) hinzu. Bis das
erste Bild nach Einschalten der G11 im Kasten ist, vergeht regelmässig eine Zeit
von 3 – 5 Sekunden. DSLR schaffen das oftmals innerhalb der ersten Sekunde.

Sucher und Monitor

Der
optische Sucher
offenbart klassentypisch ein
recht kleines Fenster. Nur 80%
Feldabdeckung bei 0,5facher Vergrösserung (Realgrösse von 11%) deuten an,
dass der G11-Fotograf mit dem sogenannten Tunnelblick vorlieb nehmen muss. Optische Sucher der DSLR-Klasse
bieten mehr, sind zudem TTL-fähig (durchs Objektiv) und mit einer
Info-Konsole ausgestattet. Immerhin passt sich der Bildwinkel im Sucher der
G11 an die Brennweite an, kann im Nahbereich jedoch Parallaxenfehler nicht
vermeiden und bietet auch keine optische Schärfebeurteilungsmöglichkeit.

Standardmässig ist
der

2,8“-Monitor

mit 461.000 Subpixel als
Screen vorgesehen. Er ist teilentspiegelt und
so auch bei hellen Umgebungslichtquellen noch relativ reflexionsarm; zudem auch
in der Helligkeit anpassbar. Die Schärfebeurteilung ist bei Verwendung des
RAW-Formats – im Gegensatz zu den anderen Bildqualitätsstufen – allerdings

problematisch.

Schliereffekte durch eine zu langsame Bildwiederholrate – wie noch an der G9 –
fallen bei Schwenks im Livebild nicht auf. Allerdings sind uns
Farbverfälschungen violetter Motive untergekommen, die blau wiedergegeben
werden (am Computermonitor dann korrekt dargestellt).

Soll die Aufnahme
via Playtaste kontrolliert werden, kann sich der G11-Anwender sehr schnell
einzoomen und durchs Bild scrollen. Das geht etwa doppelt so schnell wie an
Canon DSLR selbst neuester Generation.


Auflösung und ISO-Rauschen

Canon nutzt an der
G11 einen kleinen


1:1,7“
–CCD-Sensor.
Um eine ansprechende Bildqualität auch in höheren ISO-Stufen zu gewährleisten,
wurde die Megapixelzahl von 14,6 auf 10 Megapixel deutlich gedrückt. Das ergibt
zwar kleinere Bilder dafür sind aber auch höhere ISO-Werte rauschfreier. Unterm
Strich begrüssen wir die Massnahme, denn in der Praxis sind ISO-Werte oberhalb
von 400 recht häufig anzutreffen und ergeben qualitativ bessere Ergebnisse. Der
Rauschpegel liegt an der G11 gegenüber dem Vorgänger durchgehend um eine Stufe
niedriger. Allerdings ergeben sich an der G10 bis ISO 200 aufgrund der höheren
Auflösung dennoch Vorteile, da hier die Körnung noch gering ausgeprägt ist.

Das
Unschärfe-Problem kleiner Pixel

ist an der G11 gegenüber dem Vorgänger aufgrund grösserer Pixel etwas abgemildert (Pixelgrösse von 2,1
statt 1,7

Mikrometer
), dennoch empfiehlt sich die Wahl der Blende f8 nach wie vor nicht. In der Praxis besteht
auch an der G11 ein eingeschränkter
Blenden-Spielraum, der Anwender kann insbesondere im Telebereich praktisch nur
mit der Offenblende oder bis f5,6 operieren, zumindest wenn er hochdetaillierte Aufnahmen
gewinnen will.




Die Auflösung liegt
bei einem Maximum von 1.500 (f4) und durchschnittlich 1.353 Linien
(f4-f8) auf einem relativ niedrigem Niveau. Dennoch reicht sie, um
grossformatige Ausgabeformate etwa bis DIN A2 in guter Qualität zu
bedienen. Der Vorgänger G10 löst im Schnitt 1.735 Linien auf, kann aber ab
ISO 400 nicht mehr überzeugen. Das ISO-Rauschen ist gegenüber der G10
deutlich um eine Stufe abgesenkt (45 KB gegenüber 55 KB), an rauschfreiere DSLR-Werte um 30 KB kommt die G11 dennoch nicht heran.

[Informationen zum Testverfahren]

Qualität des Objektivs

Nähere Angaben zur optischen Qualität des Objektivs finden Sie

hier.

Belichtung

Die G11 deckt
generell  – wie der Vorgänger – ein Zeitfenster von 15 bis zu 1/4.000 Sekunde ab. Allerdings nicht in
allen Programmen. Im AV-Programm liegt die längstmögliche
Belichtungszeit bei 1 Sekunde und im Programm M und AV ist die kürzeste Zeit auf 1/2.000
beschränkt. Nur im meist weniger interessanten Programm TV sind alle Zeiten
einstellbar. Schwer nachvollziehbar, warum kein einheitliches Zeitfenster
angeboten wird. Im Gegenlicht bzw. an einem sonnigen Tag und hellem Himmel
wird man im Programm AV mit 1/2.000 Sek. regelmässig Überbelichtungen hinnehmen. Zwar bietet die G11 optional eine Saftey
Shift-Funktion (dann mit Zeitunterstützung bis 1/4.000) und würde bei Bedarf die
Blende bis f8 automatisch schliessen aber dann wäre die Auflösung stark
herabgesetzt (siehe oben). Dem kann jedoch durch einen
kamerainternen

Neutraldichtefilter
entgegengewirkt werden. Der bietet eine von
uns ermitteltete, knapp dreistufige Belichtungszeitverlängerung, so dass auch sonnige
Motivszenen noch mit Offenblende aufgenommen werden können. Durch ihn werden
auch gezielte Bewegungsunschärfen bei Tageslicht erleichtert.

Über die Belichtungsmethoden-Taste wird an der G11 die Wahl der Messmethode zwischen Mehrfeld, Mittenbetont und Spot angeboten. Die Mehrfeldmessung berücksichtigt – im
Gegensatz zu Canon DSLR – keine Autofokusfelder sondern mittelt über den
gesamten Bildbereich. Allerdings kann die Spotmessung mit dem aktiven AF-Feld
verknüpft werden. Passt die Messung nicht, lässt sich schnell via Dreh am
Belichtungsrad die mittlere Belichtungsstufe im Bereich von +-2 EV
anpassen. In der Praxis werden damit regelmässig zutreffend belichtete Aufnahmen
an der G11 erzielt. Beispielsweise für hohe Kontraste (
DRI-Technik)
kann auch auf eine automatische Belichtungsreihe zurückgegriffen werden, die in
drei Stufen mit einem Spreizabstand von bis zu 2 EV ausgelegt ist und nach
einmaligen Auslöserdruck vollständig abgearbeitet wird.

Der Dynamikumfang
der G11 von 9,6 Blendenstufen ist im RAW-Format besser als bei JPEG-Aufnahmen,
allerdings sind Korrekturen bei DSLR meist noch umfangreicher möglich (etwa um
10,5 EV). Siehe hierzu auch unseren Mitglieder-Report „
die
besten RAW-Dateien
„.

Video

Die Videofunktion
will – wie am Vorgänger –  eher als nette Beigabe verstanden werden; an die Funktionalität eines Camcorders
oder die Videofunktion höherwertiger DSLR reicht sie nicht heran.
Eingriffsmöglichkeiten während der laufenden Aufzeichnung bestehen praktisch
keine. Man kann weder Zoomen (Ausnahme

Digitalzoom
) noch
Scharfstellen (weder Autofokus noch manuell),
auch die Belichtungsanpassung wird grundsätzlich vollautomatisch durchgeführt. Schärfe und
Zoomstufe müssen daher vor der Videoaufzeichnung eingestellt werden.  Das ist im
Regelfall kein Problem, denn die hohe Schärfentiefe der Kompaktkameraklasse
erfasst mit Ausnahme des Nahbereichs praktisch alle Motive. Einstellbar sind
zudem der Weissabgleich, Farbwirkung und der
Neutraldichte-Filter. Die mittlere Belichtungsstufe lässt sich seltsamerweise
nicht über das Drehrädchen sondern via Sterntaste ändern.

Alles in allem ist
die

Videofunktion
– wie schon an der G10 – brauchbar, die Filme wirken qualitativ
noch hochwertig, wenngleich aufgrund des kleinen Sensor kein gestalterischer
Spielraum besteht (Spiel mit der Schärfentiefe) und wichtige Parametereingriffe
fehlen. Wer ernsthaft filmen möchte wird mit Camcordern oder den Video-DSLR idR
besser bedient.


Sonstige Funktion

Die G11 bietet einen
integrierten Blitz, der Motive bis in maximal 7 Meter Entfernung aufhellt
(Endbrennweite bis 4m). Er lässt sich im manuellen oder automatischen Modus
betreiben, in der Helligkeit um +-2 Stufen korrigieren und auch auf den 1. oder


2. Verschluss
synchronisieren. Wem der interne Blitz nicht reicht, kann über den
Zubehörschuh auch externe Kompaktblitzgeräte beispielsweise Canon Speedlites
430/580 I und II aber auch Drittanbieter nutzen; auch

Slaveblitze

lassen sich betreiben.

Der Selbstauslöser-Modus
bietet umfassende Optionen. Es können Presetwerte mit 10 oder 2 Sekunden aber
auch anwenderdefinierte Werte mit bis zu 10 Aufnahmen bei flexibler
Intervallzeit abgerufen werden (z.B. 7 Aufnahmen mit einer Pause von 5 Sekunden
oder 10 Aufnahmen mit 30 Sekunden Pause dazwischen). Diese Funktion kann einen
klassischen

Timer nicht unbedingt ersetzen aber immerhin deutlich mehr als an Canon DSLR kameraseitig
geboten wird.

Das Men bietet –
neben

weiteren Funktionen

– auch ein MyMen?, in dem favorisierte Menüeinträge individuell für
den Schnellzugriff abgelegt werden können. Auf einen Blick einsehbar sind 5
Punkte, dank Scroll-Liste sind aber auch mehr Einträge hinterlegbar.

Die Akkulaufzeit
(NB-7L) liegt etwa bei 400 Bildern; wird das Display abgeschaltet können bis zu
1000 Aufnahmen durchgeführt werden. An Schnittstellen ist eine
HDMI-Schnittstelle für Flachbildschirme hinzugekommen, auch eine Fernauslöser-Buchse
lässt sich für Fernauslöser mit 2,5mm-Stereoklinkenkabel aber auch für Funk-
oder Infrarotauslöser nutzen. Eine PC-Buchse mit AV-Out bzw. zur Verbindung mit
einem Computer wird als Mini-USB (Adapter auf Cinch vorhanden) ebenfalls
geboten.






Bitte beachten Sie unsere

Hinweise zur Bewertung

Fazit:

In Sachen Bildqualität hat die G11 nicht generell gegenüber
dem Vorgänger aufgeholt, dennoch sind die höheren ISO-Werte spürbar rauschfreier
und so wird man im Schnitt auch mit der niedrigeren Auflösung ggf. zufriedener
sein. Bei wenig Umgebungslicht sind bis ISO 1.600 noch durchaus brauchbare
Aufnahmen möglich.

Die
Konfigurierbarkeit ist grundsätzlich einer DSLR ähnlich, kann aber aufgrund der
eingeschränkten Belichtungs- und Blendenwerte nicht die Flexibilität einer
Spiegelreflexkamera
bieten. Vor allem im  Telebereich fehlt es an Gestaltungsspielraum mit der
Blende. Immerhin hilft einem der einschwenkbare Graufilter in helleren
Aufnahmesituationen.  Für Bewegtmotive ist die G11 – wie schon die
Vorgängermodelle – nur sehr eingeschränkt brauchbar, dafür ist die
Serienbildgeschwindigkeit zu lahm und die Livebild-Dunkelzeit zu lang. Auch
Makroaufnahmen lassen sich aus der Hand an DSLR besser durchführen.

Trotz der Kritik –
die wir als ambitionierte DSLR-Anwender nennen – bietet die G11 für
Standardmotive viel, denn das RAW-Format, automatische Belichtungsreihe und
Customprogramme sind schon sehr hochwertige Features. Nettigkeiten wie eine
automatische Schärfenreihe, flexible Spotbelichtungsmessung und einen
Panoramamodus finden sich – wenn überhaupt – sogar nur in ganz wenigen DSLR-Modellen.
Ein grosser Vorzug ist das frei dreh- und schwenkbare Display,
das sich in Sachen Bildcontrolling während der Aufnahme bewährt.

Als unangenehm
empfinden wir allerdings an der G11 – wie schon an Vorgängern -, dass bei der
Bildrückschau RAW-Dateien aufgrund eines kleinen, eingebunden
JPEG-Vorschaubildes unscharf dargestellt werden und daher unterwegs eine
Schärfenkontrolle erschwert wird. Unbedarften JPEG-Fotografen wird das aber
nichts ausmachen und dank des idR recht zuverlässigen Autofokusbetriebs kann man
dann hoffentlich am heimischen Computer hochdetaillierte RAWs geniessen oder
vorher eine Testaufnahme im JPEG-Format machen.

Alles in allem
erhält die G11 noch unseren Kauftipp-Kompaktkameras.

Technische Daten

Markteinf.:

Preis:

kaufen bei:

Sensor:

Serienbilder:

Bildformat:

Monitor:

Autofokus:

ISO-Bereich:

Belichtung:

Gehäuse:

Oktober 2009

UVP
589 EUR

Amazon |
Preissuchm. |
Ebay

10,0 Megapixel (CCD,
1:1,7“)

7,6 x 5,6mm | 2,1 ?m Pixel

maximal 1,1 Bilder/Sek.

3.648 x 2.736 Pixel

2,8-Zoll mit 461.000 (Sub-) Pixel

frei verschiebb. AF Feld ,
AiAF

ISO 100 bis 3.200, Auto-ISO
bis 800

15 bis 1/4.000 Sek./ Korr. +-2 EV

355 gr. inkl. | 11 x 8 x 5cm |
Magn./Kunstst.

weitere Ausstattung:

  • Objektiv-Lichtstärke 2,8-4,5,
    28 – 140mm (Kleinbild)
  • Dreh- und schwenkbares Display
  • Video 640 x 480 (320 x
    240), Movie-Format (h264)
  • 5fach optisch Zoom,
    4x-Digitalzoom (nur Video und kleine Bildformate)
  • Simultane RAW- und JPEG-Aufzeichnung
  • Gesichtserkennung
  • 22 Aufnahmemodi
  • Auto ISO
  • HDMI-Ausgang
  • im Objektiv Integrierter Bildstabilisator
    (bis ca. 4 Stufen)
  • Safety Shift
  • automatische
    Belichtungsreihe
  • automatische Schärfenreihe
  • einschwenkbarer Graufilter
  • Akku: NB-7L

 


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Beispielbilder

Original-RAW
(10 MB, für Mitglieder)


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Leserkommentare:
Derzeit sind hier 3 Kommentare vorhanden:
 

Matze: Ich möchte nicht kleinlich sein und mir ist bewusst, dass es der testgüte keinen abstrich tut, aber das ist kein Biber sondern ein Otter 😉
(21.10.2010, 20:41 Uhr)

Peter Paul Zehner: Die G11 hat einen etwas differenzierten Eindruck hinterlassen, einerseits ist sie ein ästhetisches Prachtstück – klein schwarz stark – mit super Verarbeitung, andererseits unterscheidet sich die Bedienung doch von einer klassischen Kompakten oder aktuellen digitalen SLR. Mit RAW habe ich sehr gute Ergebnisse erzielen können. Man muss sie lieben…
(17.08.2010, 08:00 Uhr)

Andy: G11 = auch eine Kamera zum Einsteigen, allerdings für Leute das Foto Thema zu erlernen, ohne gleich eine DSLR zu beschaffen.

Meine Kaufgründe:

.) Relativ leichtes Gewicht (also [fast] immer dabei)

.) Die G11 liegt sehr gut in der Hand + gute Verarbeitung

.) Klappdisplay kombiniert mit diesen Kameraabmessungen ist genial

.) Unter Anderen: Manueller Modus ladet zum kreativen Experimentieren aber auch zum „Verstehen“ ein!

Die weniger guten Dinge

-) Telebereich könnte größer sein.

-) vermisse Videoformat 720p als Minimum

-) miniatur und fisheye im Scenery Mode (als firmware update???)

-) relativ hoher Preis für das Unterwassergehäuse, ABER Im/Bei: Schnee (Sport), Sand, Meer/See/Fluß, Regenfall, Wasserrutsche am Rummelplatz etc… auch Videos damit/davon lassen der Kreativität kaum Grenzen…

Bin trotzdem sehr zufrieden, als „Newbie“ mit dieser Kamera ernsthaft begonnen zu haben.

Als Sprungbrett zur DSLR, so denke ich, die ideale Einstiegsdroge – oder wird dann eine DSLR zur Zweitkamera 🙂
(11.08.2010, 13:36 Uhr)

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