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| Canon EOS 600D |
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Komfort durch Schwenkdisplay
Mit einem frei dreh- und schwenkbaren Kameramonitor bietet die 600D neben der
kabellosen Blitzsteuerung zwei sehr spannende Merkmale, die sie von der 60D
geerbt hat. Erwartungsgemäss wird die seit März 2011 erhältliche 600D von einem
18-Megapixel-Bildsensor befeuert, der es qualitativ in sich hat. An Neuerungen
sind im Videobereich Full-HD-Digitalzoom und Hintergrundsounds hinzugekommen
während sich Einsteiger auf eine „intelligente“ Vollautomatik und Kreativfilter
freuen können. Ob die Vorfreude gerechtfertigt scheint ist eine Frage, der wir
auf den Grund gehen.
Die 600D soll offiziell den kleineren Bruder EOS 550D nicht ablösen sondern die
Linie der dreistelligen DSLR nach oben hin ergänzen. Canon verfolgt auch an der 600D das
bekannte Konzept, bei der zunächst die grösseren Modelle der zweistellligen
Klasse technologisch weiterentwickelt und die Innovationen anschliessend in die
Einsteigerklasse abstrahlen. So etwa beim Schwenkdisplay, das erstmals zuvor an
der 60D jetzt auch die 600D ziert. Die kabellose Blitzsteuerung erbt die Neue
ebenfalls mit vergleichbarem Funktionsumfang von der EOS 60D.
Das Gehäuse der 600D liegt überraschend kompakt und
noch griffiger als die 550D in der Hand. Dafür sorgt vor allem eine stärker
ausgebuchtete
Daumenmulde. Beim
Blindversuch in unserer Redaktion bestätigt sich diese Einschätzung zu Gunsten
der 600D auch in kleineren Händen.
Wegen des neuen Schwenkmonitors musste aus
Platzgründen der Augensensor zur automatischen Displayumschaltung weichen
und wurde ersatzlos gestrichen. Dafür übernimmt jetzt der neu platzierte
Disp.-Taster neben dem Auslöser seine Funktion. Die rückseitigen Tasten
sind an der 600D jetzt teils etwas stylischer angeschrägt bzw. gerundet,
ansonsten aber am selben Platz geblieben. An der 60D sind sie hingegen
konsequent auf der rechten Seite angesiedelt während der 600D-Anwender
z.B. für den Blick ins Men noch die linke Hand bemühen muss.
Navigations-Pfeiltasten anstelle eines
Multicontrollers bzw. Daumenrades sind nach wie vor Standard in der
dreistellligen Klasse und somit auch an der 600D mit Funktionsdopplung
z.B. für Weissabgleich, Selbstauslösermodus oder AF-Betriebswahl
vorhanden. Vorteil dieser Lösung ist eine überschaubare Zahl von
Tastenelementen und die damit kompakter realisierbare Bauweise, während
z.B. 60D- oder 7D-Anwender etwas mehr Komfort durch das Daumenrad bzw. die
Joystickfunktion geniessen, dafür aber mehr Tasten überblicken müssen.
Vom Gewicht hat sich an der 600D nicht viel getan, gegenüber der 550D ist sie
incl. Akku mit 570 gr. rund 50gr schwerer, während eine 60D bzw. 7D mit rund
zwei- bzw. dreihundert Gramm spürbar mehr auf die Waage bringen, dafür in
grösseren Händen noch eine Idee griffiger liegen.
das ist neu an der 600D
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Schwenkmonitor
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kabellose Blitzsteuerung
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Anwender-Hinweise
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Intelligente Vollautomatik
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Formatmarkierung im Livebild (z.B. 16:9)
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nachträgliche Kreativfilter
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nachträgliche Grössenänderung (JPEG)
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Sterne-Wertung
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manuelle Tonauspegelung im Video
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hinterlegbarer Sound im Video
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Schnappschuss im Video
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Digital-Zoom im Videomodus
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freie Ordnerwahl
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Mit über einer Million Subpixeln liegt der dreh- und
schwenkbare
600D-Monitor auf Rekordniveau. Derzeit bietet kein anderer
DSLR-Hersteller mit Schwenkdisplay eine vergleichbar hohe Auflösung von 720 x
480 RGB-Pixeln.
Geerbt hat die 600D das Display von der 60D, das sich um 180
Grad ausschwenken und um 270 Grad um die Achse rotieren lässt. Durch den
3:2-Ratio unterstützt er die native Foto-Auflösung zudem optimal und
stellt sie formatfüllend ohne Ränder dar. Der Nutzen des Schwenkdisplays zahlt
sich in allen Positionen aus, die nicht auf Augenhöhe des Fotografen liegen.
Dazu gehören Aufnahmen über Kopf, im Bodenbereich, auch für Portraits vor der
Kamera und insbesondere die Videofunktion profitiert vom Schwenkdisplay.
Ergänzend sind auch Reproaufnahmen erheblich erleichtert (Kamera über einem
Motiv) oder der Anwender kann ein Stativ aus geringerer Höhe bedienen und so bei
Wind unververwackeltere Aufnahmen mit Hilfe der Liveview und dem Schwenkdisplay
bequemer realisieren. Zum Transportschutz lässt sich der Schwenkmonitor auch
nach innen oder kann in gewohnter Position wie an fest verbauten Displays
arretiert werden. Mechanisch ist der Rastmechanismus zudem hoch entwickelt und
beschleunigt via Feder Standardpositionen.
Sucherqualität
Im
Sucher (95%-Abdeckung) sieht es so wie an der 550D aus: neun
Autofokusfelder sind dort relativ mittig platziert und eine grüne LED-Zeile
zeigt
Kameraeinstellungswerte an. Im Vergleich zeigt der
60D-Sucher eine
Realgrösse von
75% und der
7D-Sucherblick 82%
und damit etwas mehr vom Sichtfeld als die 600D mit einer Realgrösse von lediglich 68%. Spitzlichter werden im
Bokeh klassentypisch etwas zerfasert.
Erstmals an Canon DSLR werden an der 600D
Erläuterungen zu Programmen und
Funktionseinstellungen eingeblendet. Steuert man z.B. im
Schnelleinstellbildschirm die Blendenzahl an, gibt die Hilfe „Blende zum
Steuern des Schärfebereichs einstellen“ an. Für Hinweise auf weitere
Abhängigkeiten wie z.B. eine veränderte Belichtungszeit und ggf. ein zu
empfehlender Stativeinsatz gegen Verwacklungsunschärfen etc. fehlte
offenbar der Platz. Einträge im Kameramen werden zudem garnicht
erläutert. Immerhin helfen die optional abstellbaren Erläuterungenstexte
Einsteigern bei der Erstorientierung oder klären in einigen Programmen
über eingegraute Felder auf, dass z.B. im Programm CA bei
Blitzlichteinsatz die Schärfentiefe nicht änderbar ist. Mancher
Hinweistext dürfte auch für weniger Verwirrung sorgen wie z.B. bei
aktivierter
Tonwertpriorität, bei der jetzt deutlicher klargemacht wird,
dass sich der niedrigste und höchste ISO-Wert nicht mehr ansteuern lässt.
Eine drahtlose Blitzfunktion hat Canon seinen höherwertigen DSLR seit der
EOS 7D spendiert. Nach der 60D kann jetzt auch die 600D slavefähige
Kompaktblitze (siehe Liste unten rechts) kabellos auslösen. Spannend ist diese Funktion für kreative
Fotografen, die gezielte Lichtakzente legen wollen oder im Nah- bzw.
Makrobereich durch eine Extraportion Licht mit höherer Schärfentiefe bzw.
kleineren ISO-Werten rauschfreier arbeiten wollen. Gekonnt eingesetzt sind
so reichhaltigere Lichtverhältnisse herstellbar und auch im
Portrait-Studio willkommen. Die 600D-Drahtlosfunktion ist auf dem Niveau
der 60D ausgebaut und kann zwei
Blitzgruppen ansteuern. Man kann
beispielsweise zwei Kompaktblitzgeräte im Raum aufstellen und sie jeweils
einer unterschiedlichen Gruppe zuordnen (A oder B). Aus dem Blitzmen der
600D kann jetzt im ETTL-Betrieb die Blitzstärke direkt für das jeweilige
Gerät separat verändert und zusätzlich auch noch optional der interne
Blitz davon unabhängig einstellt werden.
Slavefähige Kompaktblitzgeräte, die mit der Drahtlosfunktion
von Canon DSLR wie der EOS 600D, 60D und 7D zusammenarbeiten (Angaben
ohne Gewähr).
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Canon Speedlite
430 EX (gebraucht, ca. ?190),
430 EX II (ca. ?230),
580 EX (gebraucht, ca. ?280),
580 EX II (ca. ?405),
270 EX II (ca. ?190),
320 EX (ca. ?280). -
Nissin Di
622 Mark II (ca. 140),
Di 866 (ca. ?235),
Di 866 Mark II (ca. ?340) -
Sigma
EF 530 DG Super (ca. ?240),
EF 610 DG Super (ca. ?280),
EF 500 SG Super (gebraucht, ca. ?130) -
Metz
58 AF-1 C (ca. ?310),
48 AF-1 C (ca. ?220),
15 MS 1 (Makroringblitz, ca. ?240)
Im Portraitstudio könnte beispielsweise der interne Blitz als frontales
Aufhell-Licht dienen, links vom Portraitierten ein Kompaktblitz das
Gesicht formen und fürs
Kopflicht oder als Hintergrundaufhellung der
dritte Blitz dienen. Die jeweilige Blitzdosierung wird dann mit einigen
Testblitzen direkt in der 600D angepasst. Im Blitzmen kann optional auch
der manuelle Drahtlosmodus aktiviert werden und die Lichtleistung separat
von 1/128 bis voller Blitzleistung definiert werden. Sollen mehr als zwei
zusätzliche Blitzgeräte genutzt werden, können sie ebenfalls ausgelöst
werden, müssen jedoch einer der beiden Gruppen A bzw. B zugeordnet sein
und sind so von der 600D nicht mehr einzeln ansprechbar.
Die Drahtlos-Blitzfunktion
liegt in der Ausbaustufe auf dem 60D-Niveau während die 7D sogar drei Gruppen (A, B und C) separat steuern
und auch im Solobetrieb den internen Blitz manuell oder im Multiblitz
nutzen kann.
Da die Drahtlosfunktion den kamerainternen Blitz mit Hilfe von dezenten
Blitzsalven zur Kommunikation nutzt, unterliegt sie
Reichweitengrenzen und
konkurriert auch mit Sonnenlicht. Draussen mit einstrahlender Sonne
konnten wir an der 600D und dem Speedlite 580 EX im Schatten 11 Meter und
in der Sonne 8 Meter mit direkter Sichtlinie ?überbrücken. Mit dem
Speedlitetransmitter rund die doppelte Distanz und bei Einsatz eines
Funblitzauslöser (Hähnel Combi TF) stiessen wir mit 35 Metern an die
Grenzen des Testareals. Wird der Blitz
abgeschattet, um ihn z.B. selbst
nicht sichtbar im Bild mit aufzunehmen, weil ein Diffusor oder
Reflektorschirm ihn abschattet oder vielleicht auch nur Gräser etc. die
Sichtlinie unterbrechen, bricht die interne Drahtlosfunktion auf rund 1
Meter ein. Mit Transmitter lag die abgeschattete Obergrenze bei 2
Metern und beim Hähnel-Funkblitzauslöser waren es noch rund 18 Meter.
Fehlerhaft kann der ETTL-Betrieb im Nahbereich bzw.
bei höheren ISO-Werten sein und dann entweder deutlich unter- oder
überbelichten. Hier empfiehlt sich daher der Wechsel in den manuellen
Drahtlosmodus mit anwenderdefinierten Helligkeitswerten. Die klassische
Lösung, Blitzgeräte mittels
Funkblitzauslöser auszulösen ist der kamerainternen Lösung zumindest
in Sachen einer höheren Reichweite bei entsprechend leistungsstarken
Geräten allerdings deutlich überlegen.
Die 600D bietet fast erwartungsgemäss einen CMOS-Bildsensor mit 18
Megapixel, so wie er schon am Vorgänger EOS 550D aber auch an der 7D und
60D Standard ist. Bislang konnten wir im RAW-Format im Bereich der
18-Megapixel-Sensoren der 550D die höchste Detailauflösung bescheinigen,
die jedoch jetzt von der 600D übertroffen wird. Zumindest messtechnisch
mit dem derzeit am höchsten auflösenden Canon Objektiv (dem Canon
180mm/3,5L Makro) liessen sich im Schnitt 23 Linienpaare mehr Auflösung
(bei ISO 100) als an der 550D ermitteln; nicht besonders viel aber
gegenüber den weiteren Kontrahenten 60D (+194 Linien) bzw. 7D (+88 Linien)
schon erkennbar mehr.
Optisch wird man den Unterschied idR nur wahrnehmen, wenn man das
RAW-Format nutzt und bei 100%-Ansicht Feinstrukturen untersucht. In der
gängigen Praxis dürfte der 600D-Auflösungsvorteil nicht immer auffällig
werden. Wie nachfolgend zu sehen, zeigt sich der Unterschied jedoch in
100%-Ausschnitten (Vergleich 600D zu 60D). Offen bleibt allerdings die
Frage, ob Adobe nicht klammheimmlich die Standardschärfungsparameter für
die 600D angezogen hat. Wir vermuten eher nicht, da auch die JPEG-Bilder
an der 600D besser aufgelöst sind und sich die 60D-Schärfe durch
Parametererhöhung nicht auf das 600D Niveau bringen lässt.
Auch beim ISO-Rauschen fallen die Werte von 100 – 1.600 an der 600D im
Schnitt positiver als bei den Kontrahenten aus, zumindest messtechnisch
und hier auch nur geringfügig. In der Praxis wird man den Unterschied
kaum spüren; dies gilt auch für die nicht gewerteten, höheren
ISO-Werte von 3.200 bis 12.800 zumindest gegenüber der 60D und 550D. An
der 7D rauschen diese hohen ISO-Werte allerdings minimal geringfügiger als
an der 600D.
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[Informationen zum Testverfahren] |
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>
Report Teil 2
(Teil 3)
