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home - Fototechnik - 37 Kugelköpfe im Test |
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Bilora Perfect Pro (40 Euro) - Cullmann Magnesit (70 Euro) - Feisol CB 30C (99 Euro) neu im Test - Kaiser 6017 (60 Euro) - Manfrotto 484 (55 Euro) - Manfrotto 486 (60 Euro) - Novoflex Ball 40 (85 Euro) - Sirui C-10 (ca. 35 Euro) neu im Test - Sirui G-10 (ca. 81 Euro) neu im Test - Sirui G-20 (ca. 85 Euro) neu im Test - Walimex FT-001 (60 Euro) - Walimex Action-Griff (55 Euro) - Traumflieger-Kommentar |
Der für rund 40
Euro erhältliche und damit günstigste Test-Vertreter Bilora PerfecPro
macht
angesichts des Preises einen erstaunlich wertigen Ersteindruck. Alle Teile sind
aus Metall gefertigt und stammen aus deutscher Produktion. Er bietet ein
Schnellwechselsystem mit Sicherungsbügel und integrierter Wasserwaage. Die im
Lieferumfang enthaltene Schnellwechselplatte rastet trotz Hebelverschluss meist
ohne Nachruckeln sicher ein.

Der Feststell-Hebel lässt sich bei Platzmangel (z.B. weil die Stativplatte im Weg ist) teilentkoppeln und zwecks stärkerer Hebelwirkung neu positionieren. Er wird allerdings nicht gesichert und lässt sich nach wenigen Umdrehungen komplett vom Kugelkopf abdrehen. Letzteres gilt leider auch für die Friktionsschraube, die ansonsten in der Schraubfassung angenehm rund läuft und einen wertigen Eindruck hinterlässt. An der Basis findet sich eine Panoramaplatte, die jedoch nicht separat feststellbar ist; sie dient daher hauptsächlich beidseitigen Schwenks ins Hochformat.
Die leicht gefettete und eine Idee kratzig laufende Kugel hielt in Schräglage mit einem noch verträglichen Nachsacken von 5mm ein fototechnisches Auflagegewicht von maximal rund 2 KG. Für das schmale Budget ist der 320 Gramm schwere Kopf insgesamt empfehlenswert.

Der taiwanesische Hersteller Feisol bietet hierzulande seinen Feisol CB-30C für rund 99 Euro an. Klein und leicht ist er, nur 235gr belasten den Fotografen auf dem Stativ zusätzlich. Und trotzdem kann er eine vollwertige, arca-swiss-kompatible Schnellwechselhalterung und sogar eine Friktion als optionale Bremse nutzen. Die Hauptfeststellschraube fixiert gleich auch die Panorama-Drehplatte.
Man kann den Drehteller daher nicht separat feststellen. Das ist eine gewisse Komforteinschränkung, wenn z.B. für den finalen Ausschnitt nurnoch eine Idee geschwenkt werden soll, löst man daher auch gleich die komplette Kameraposition. Panoramaschwenks scheiden damit auch aus. Andererseits ist man aber schneller unterwegs, wenn die Panoramaebene keine Rolle spielt, weil man dann nicht zwei sondern nur die Hauptfeststellschraube bedienen muss.
Die
Fixierschraube ist zwar griffig geriffelt aber nicht gummiert sondern aus
Metall gefräst. Trotzdem liegt sie gut in der Hand und weil sich der Kopf mit
nur geringem Kraftaufwand über eine dreiviertel Drehung bombenfest fixieren lässt, stört dies kaum.
Gummiert wäre uns die Feststellschraube dennoch lieber gewesen. Apropos
bombenfest: der Kopf ist von den Haltefähigkeiten eine kleine Sensation,
zumal er - hinter dem Sirui C10 - der leichteste Kopf im gesamten Testfeld ist und dennoch in der
kritischsten Schräglage noch rund 8kg hält. Das schaffen selbst dreimal so
schwere Köpfe nur in Ausnahmefällen.
Angenehm auch, dass die 30mm-Kugel kratzfrei und ungefettet schön ruhig läuft.
Die Friktion ist als kleines Metallrädchen separat montiert. Sie ist recht intelligent nutzbar; wird sie reingedreht, dann speichert sie die zuletzt genutzte Andruckstärke des Haupt-Feststellbuttons. Auch hier wäre etwas mehr Fingerfreundlichkeit nett gewesen, aber sie kann auch mit Handschuhen genutzt werden und im Regelfall wird man sie eher selten verwenden. So bleibt sie schön unauffällig, ohne die intuitive Einhand-Bedienung zu stören.
Die Schnellwechsel-Halterung passt zu allen Arca-Platten und Feisol liefert gleich eine passende mit. Mit Durchrutschsicherung via Pin ist die Halterung gut ausgestattet, allerdings hätte die Feststellschraube abdrehgesichert sein dürfen. Man wird sie zwar nicht ganz abdrehen und verlieren aber wenn man vergisst, den Sicherungspin zu drücken, dann löst sich die Kamera nicht und man dreht unnötig lang. Kleinigkeiten...
In Sachen Dämpfung darf man von einem so kleinen Kopf mangels Masse nicht viel erwarten. Er fängt zwar noch Erschütterungen ab aber der Effekt fällt doch eher gering aus. Dafür sind die Haltefähigkeiten geradezu sensationell. Wir konnten sogar eine 1Ds Mark 3 mit einem 400mm/2,8L IS USM in der schrägsten Lage fixieren. Meist wird man mit weniger Gewicht unterwegs sein, aber man kann stets sicher sein, dass nichts nachsackt. Das gilt auch, wenn das Stativ samt Kamera mal eben wegen temporärem Ortswechsel geschultert wird, da klappt dann die Kamera nicht ab, selbst wenn hier starke Kräfte einwirken.
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Fotografen, die ihr Reisegewicht bis ins letzte Gramm optimieren und z.B. die extrem hochwertige Carbon-Klasse im 1KG-Bereich nutzen, werden den Kopf lieben. Er steigert das Gewicht kaum mehr als zwei 100gr Schokoladentafeln. Und er passt auch zu Ministativen und kann sogar als Haltewunder externe Monitore und weiteres Equimpment von professionellen Filmern locker fixieren. Insoweit ist der Kopf wegen seiner Haltefähigkeiten bei geringstem Eigengewicht im gesamten Testfeld derzeit konkurrenzlos.
Noch mehr Haltefähigkeiten und eine separat fixierbare Panoramaebene bietet der grössere Bruder CB-40D.

Der rund 70 Euro teure Cullmann Magnesit wird aus 6061 Aluminium gefräst und ist laut Hersteller für 12 KG Auflagegewicht geeignet. Der Kopf wirkt sehr wertig, die mit einer griff-freundlichen Gummierung versehenen, ansonsten aus Metall bestehenden Feststellschrauben laufen butterweich und ohne Nachwackeln. Zudem sind alle Schrauben gegen versehentliches Abdrehen gesichert.
Die grosse Schraube zum Ansetzen an die
Kamera besteht allerdings aus Kunststoff, fasst sich dennoch gut und erleichtert
die Montage durch die
gummierte Riffelung. Es empfiehlt sich trotzdem, den Kopf
mit einem Schnellwechsel-System nachzurüsten. Optional lässt sich die
1/4''-Schraube auch umkehren und Mittelformatkameras mit 3/8''-Anschlussgewinde
aufsetzen.
Wir konnten ein Gewicht von bis zu 6,5 KG auch in Schräglage nutzen, bei unserem 3. Testequipment mit 4 KG Auflage (EOS 1D + 300mm/2,8) sackte der Kopf allerdings um 30mm nach. Bei bis zu 3 KG neigt sich der Kopf jedoch nur um rund 4mm nach dem Feststellen ab. Die Dämpfung von Erschütterungen liegt mit 20 Linien allerdings auf unterdurchschnittlichem Niveau.
Der 446 gr schwere Kopf wird mit einer skalierten Panoramaplatte ausgeliefert, die sich über einen separaten Feststell-Button fixieren lässt und unabhängig von den übrigen Feststellwegen arbeitet. Leider wackelt die Panoramaplatte um ein paar Millimeter und die Friktionsschraube ist etwas gross geraten, was den ansonsten sehr guten äusseren Eindruck etwas trübt.

Made in Germany ist der Kugelkopf 6017 von Kaiser Fototechnik. Mit lediglich 290 gr ist er der drittleichteste Vertreter im Testfeld und auch preislich reiht er sich im unteren Bereich mit rund 60 Euro ein. Haptisch kann der aus Aluminium gefertigte Kopf durchaus überzeugen, wenngleich die Konkurrenz vielfach mit Feststellschrauben aus Metall aufwartet, die bei ihm nur aus Kunststoff bestehen. Verzichtet wurde auf einen Abdrehschutz der Schrauben sowie auf eine Friktion.
Erfreulich
allerdings ist die separat feststellbare und mit Skalierung versehene
Panoramaplatte, die sich mittels Madenschrauben gegen Wackeln nachjustieren
lässt.
Wenngleich ein Schnellwechsel-System idR flotter im Handling ist, so bietet
der Kopf immerhin eine abdrehbare Montageplatte mit Griff-Fläche, um ihn noch
mit vernünftiger Festigkeit von Hand unter die Kamera zu schrauben.
Schnellwechselplatten-Systeme, die sich optional mittels Werkzeug aufschrauben
lassen, verfügen dennoch idR. über eine festere Verbindung zur Kamera und haben
damit ein geringeres Absackpotential.
Das Testgewicht mit einer angesetzten EOS 40D + 70-200/2,8 + Kompaktblitzgerät mit rund 2,8 kg hielt der Kopf so gerade eben noch und sackte dabei um 1cm nach. Mit 40 Linien Erschütterungsdämpfung liegt der Kaiser 6017 eher im unteren Bereich, empfiehlt sich jedoch als Leichtgewicht insbesondere für die unbeschwerte Reise oder für den Ministativeinsatz wie etwa an einem Joby Gorillapod SLR-Zoom.

Der Manfrotto 484 RC2 kommt mit einer relativ kleinen Kugel aber massivem Druckguss-Alu-Gehäuse und recht ausladendem Schnellwechselsystem daher. Seine kleine Basis von nur 3,4 cm Durchmesser macht ihn auch in Kombination mit Ministativen interessant.
Der rund 55 Euro teuere Kopf wirkt solide gefertigt, bietet einen dearretierbaren (jedoch nicht gegen Herausdrehen gesicherten) Feststellhebel und eine Panorama-Basisplatte allerdings ohne separate Feststellmöglichkeit. Der Kopf lässt sich daher mittels Lösen des Feststellhebels in alle Positionen drehen aber man verliert dabei die Kameraausrichtung.
Köpfe mit separatem
Feststellhebel für die Panoramaebene
würden die Kamerausrichtung weiterhin fixiert lassen und sind daher für
Panoramaaufnahmen oder leichte Ausschnittskorrekturen besser geeignet als der
484 RC2 bzw. die weiteren Köpfe ohne solche eine Fixiermöglichkeit.
Im Lieferumfang ist eine Schnellwechselplatte (200 PL 14) mit Flügelschraube enthalten. Das Schnellwechselsystem nimmt die Platte nur in einer Richtung auf und kann bei nicht exaktem Einlegen etwas Nachruckeln erfordern. Mittels eines Minihebels lässt sich die Platte bzw. die mit ihr verschraubte Kamera in der Halterung sichern.
Für Kameraequipment bis rund 2 kg ist der rund 55 Euro teure Kopf mit geringer Feststellabweichung verwendbar, oberhalb von 2,4 kg neigt er jedoch zu stärkerem Absacken. Die Dämpfung von Erschütterungen liegt mit 20 Linien auf unterdurchschnittlichem, für die leichten Köpfe jedoch typischem Niveau.


Der Manfrotto 486 RC2 ist der grosse Bruder des oben vorgestellten 484-Manfrotto-Kopfes. Praktisch baugleich, jedoch voluminöser mit einer grösseren Kugel und breiterem Gehäuse wird die Tragfähigkeit mit 6 KG angegeben. Tatsächlich fixierte er - im Gegensatz zum 484-Kopf - die schwerste Testkombination mit 3,9 KG noch, sackte jedoch in Schräglage um spürbare 2cm nach.
Die zweite Testkombination mit einem 70-200'er/2,8-Teleobjektiv hielt der Kopf mit recht geringem 5mm-Nachsacken und beweist damit seine grössere Tragfähigkeit.
Mit 460 gr ist der
486 RC2 allerdings auch etwas schwerer als sein 320gr leichter Bruder, obwohl er
sich mit rund 60 Euro fast auf dem gleichen Preislevel ansiedelt.
Die Schnellwechselplatte rastet mit etwas Druck in der Halterung automatisch ein, allerdings ist etwas Nachruckeln bei dem - auch in einigen anderen Manfrottoköpfen verbauten - RC-Haltesystem manchmal nötig. Ein Sicherungshebel lässt sich umlegen, um versehentliches Abnehmen der Kamera zu verhindern.
Der Einsatz bietet sich eher für grössere Stativbasen an, dort lässt er sich dann auch mit ggf. vorhandenen Fixier-Madenschrauben aufgrund seiner Basis von 5cm Durchmesser fest mit dem Stativ verklemmen. Die gefettete Kugel kann sich allerdings als Schmutzfänger erweisen und bei Kontakt ölige Finger verursachen.
Erschütterungen werden auch beim 486 kaum abgefangen und liegen mit 20 Linien Dämpfung auf einem geringen Niveau.


Im Feld der Köpfe bis 100 Euro bietet Novoflex den Ball 40 für rund 85 Euro an. Er ist damit der teuerste und mit 485gr auch - den Pistolengriff von Walimex ausgenommen - der schwerste Vertreter dieser Testgruppe.
Der aus einer Aluminium-Magnesium Legierung gefertigte Kopf ist recht spartanisch ausgestattet und bietet lediglich einen einzigen Feststellhebel zur Kugelfixierung an. Der Hebel ist aus Kunststoff gefertigt und bietet keine Sicherung gegen komplettes Abschrauben.
Da es sich bei der
Montageplatte um eine
reine
Kontermutter zur Festigung des 1/4-Zoll Bolzens an der Kamera handelt, muss man
die Kamera recht umständlich mittels Rotation auf den Kopf aufschrauben.
Im Gegensatz zu den anderen Kugelköpfen quietschte die fettfreie Kugel auffällig laut und hätte scheue Motive verjagen können. Insbesondere da sich der Kopf komplett auseinanderschrauben lässt, sollte ein leichtes Nachfetten (z.B. mit Nähmaschinen-Fett) kein Problem darstellen und das Problem minimieren.
Zieht man die Anschaffung trotz reduzierter Ausstattung in Erwägung, dann lässt sich mit dem Ball 40 selbst schweres Equipment ohne grosses Nachsacken sicher fixieren. Beim schwersten Testequipment mit 300mm/2,8 Brennweite sackte der Kopf nur 8mm nach und bewegte sich bei den leichteren Testauflagen auf noch deutlich geringerem Niveau. Die Dämpfung von Erschütterungen unterstreicht die gute Testleistung und liegt mit 340 Linien in der Klasse bis 100 Euro zusammen mit dem Sirui G20 auf Spitzeniveau.

Den Sirui C-10 haben wir im Set mit Stativ für ingesamt rund 70 Euro erworben (Sirui T-005). Den Preis für den Kopf kann man daher mit etwa der Hälfte und ca. 35 Euro ansetzen, mittlerweile wird er auch separat für rund 60 Euro angeboten..
Der aus Aluminium gefertigte Kopf ist mit Panorama-Ebene, Schnellwechselhalterung und -platte ausgestattet. Auf Sicht wirkt er schlank aber edel verarbeitet. Die Feststellschrauben sind mit gummierten, grifffreundlichen Ringen versehen und gegen Abdrehen gesichert. Die Panoramaebene bietet eine Gradeinteilung durch ein flexibel verschiebbares Sichtfenster.
Der leichteste im gesamten Testfeld vertretene Kopf wiegt nur 180gr. und hält dafür ein überraschend hohes Auflagegewicht. Der Hersteller gibt zwar für das Stativset ein Maximalauflagegewicht von 4 KG an aber solche Angaben werden meist für horizontal austarierte Ausrüstungen gemacht und berücksichtigen auch das sehr leichte Stativ. Insoweit erstaunlich, dass zumindest der Kopf selbst unser höchstes Test-Auflagegewicht von 3,9kg in der kritischsten Schräglage noch verträgt. Und das ohne nennenswertes Nachsacken. Wesentlich mehr Gewicht sollte dem Sirui aber nicht zugemutet werden, da er etwa ab 5kg in Schräglage absackt.
Auch
beim Dämpfungstest überzeugt der Sirui C10 mit einem Ergebnis, das hier in
der Preiskategorie (bis 100 Euro) oben angesiedelt ist. Angesichts seiner
Dimension (5,5 x 8cm) sind natürlich auch die Bedienelemente klein
gehalten. Dennoch bietet die Hauptfeststellschraube ausreichend
Grifffläche, um den Kopf sicher zu fixieren. Dabei läuft sie sauber und
ohne Spiel im Verstellweg. Die Verwendung von harzigem Fett bei der
Panorama- und Hauptfixierung verhindert einen noch höheren Qualitätswert,
stört in der Praxis jedoch praktisch nicht, wenngleich man mal ein
leichtes Schmiergeräusch hören kann.
Die im Lieferumfang enthaltene Schnellwechselplatte (Arca-Standard) bietet eine Durchrutsch-Sicherung und kann frei von oben in die Halterung eingesetzt werden. Da ihr eine gummierte Auflage fehlt, empfiehlt es sich, sie per Inbusschlüssel gegen Wegrutschen unter der Kamera zu fixieren. Man kann alternativ mit höherer Zugkraft aber auch einen Schraubenschlüssel oder eine Münze verwenden.
Allein schon wegen des Kopfes lohnt der Kauf im Stativset. Er lässt sich natürlich abdrehen und auch mit anderen Stativen beliebig kombinieren (3/8''-Anschlussgewinde). Kompliment an den Hersteller Sirui, der hier mit dem C-10 eine ausgezeichnete Qualität ausliefert. Der Kopf ist für besonders gewichtsoptimierte Foto-Touren oder als schlanker Partner nicht nur für DSLR, spiegellose System- und Kompaktkameras sondern auch im Einsatz auf Ministativen (z.B. Gorillapod mit Übergangsgewinde u.ä.) auch für entkoppelte Blitzgeräte etc. geeignet. Für Einsätze auf Makroschienen oder auf dem Kamera-Blitzschuh etc. halten wir das Gewicht allerdings für grenzwertig, da sind Miniköpfe deutlich unter 100gr gewichtstechnisch noch im Vorteil.
Wir stellen den Sirui C-10 im Video "5 Sirui Stativköpfe" ausführlich vor!

Für rund 80 Euro wird der Sirui G-10 angeboten. Er soll lt. Hersteller 18kg Auflagegewicht vertragen, ist aus Aluminium gefräst und schwarz eloxiert.
Ausstattungsmässig bietet der Kopf eine separat fixierbare 360-Grad-Panormaplatte (incl. Gradeinteilung via Sichtfenster), neben Friktion und Hauptfestellschraube auch eine arca-kompatible Schnellwechselhalterung. Die ist gegen Durchrutschen pin-gesichert und bietet zudem eine eingelassene Wasserwaage für horizontale Ausrichtungen. Insoweit bietet der Sirui G-10 reichhaltige Features.
Alle
Feststellschrauben sind mit einem haptisch angenehmen Gummiring versehen.
Etwas schmatzend klang die Friktionsschraube beim Drehen durch eine
harzige Fettung, die manchmal im Inneren Blasen zu werfen scheint. Auch
die Hauptfeststellung und Friktion sind
offenbar
mit Klebefett geschmiert, was aber nur auffällt, wenn man den Kopf direkt
ans Ohr hält. Alle Elemente
sind abdrehgesichert und laufen leichtgängig. Das gilt auch für die
wichtige Hauptfeststellschraube, die satt zugreift und ohne Spiel rund
läuft.
Der 300gr. leichte Sirui hält im Test alle drei Auflagegewichte und sackt auch bei 3,9kg in kritischer Schräglage nur 7mm nach. Maximal trauen wir dem G-10 Haltefähigkeiten von etwa 6kg zu. Der Kopf dämpft zudem den Spiegelschlag und erzielt hier eine Verbesserung von 290 Linien gegenüber einer Montage ohne Stativkopf.
Im Lieferumfang wird ein kleiner Neopren-Beutel, eine Garantiegarte (6 Jahre bei normalem Gebrauch) und ein Inbusschlüssel geboten. Letzterer ist zum Festziehen der Schnellwechselplatte unter der Kamera gedacht aber nicht in jedem Fall nötig, da auch ein kleiner Haltebügel zum manuellen Festdrehen vorhanden ist.
Insgesamt ist der reisetaugliche Kopf zwar nicht zum Schäppchenpreis erhältlich aber noch vergleichsweise preiswert, da er gut ausgestattet ist, über ein hochwertiges Schnellwechselhaltesystem incl. Schnellwechselplatte verfügt und auch leistungsmässig überzeugt. Klarer Kauftipp in dieser Klasse, falls man nicht den nachfolgend besprochenen G-20 ins Auge fasst, der allerdings auch etwas schwerer ist.
Wir stellen den Sirui G-10 im Video "5 Sirui Stativköpfe" ausführlich vor!

Mit rund 85 Euro ist der Sirui G-20 kaum teurer als der oben besprochene G-10. Dafür aber 100r. schwerer, ansonsten aber identisch ausgestattet. Sprich: Neben drei Feststellschrauben für Friktion, Panoramaebene und Hauptfeststellung ist auch die luxeriöse Schnellwechselhalterung dabei.
Die bietet auch hier Arca-Swiss-Kompatibilität, eine Durchrutschsicherung und sinnvollerweise einen roten Pin, um die Sicherung bequem zu lösen. Der kleine Sicherungsbolzen in der Halterung ist daher gefedert und erhöht so die Arca-Kompatiblität (mittlerweile sind verschiedene Arca-Platten zahlreicher Anbieter im Umlauf und wenn der Plattenrand auf einen gefederten Sicherungsbolzen trifft, dann bleiben auch kleinere Platten ansatz-kompatibel). In der Halterung ist auch eine Wasserwaage zum horizontalen Ausrichten enthalten. Für saubere Panoramaschwenks wird allerdings zusätzlich an der Basis noch eine Wasserwaage benötigt, die dann am Stativ vorhanden sein sollte.
Wie der G-10
sind auch am G-20 die Feststellschrauben abgdrehgesichert, laufen weich und ohne
Spiel.
Sie sind von der Ausführung und Grösse zum G-10 identisch. Der
Kugeldurchmesser ist allerdings mit 36mm gegenüber 25mm (G-10) und auch
der Tubus entsprechend um 1cm breiter. Diese etwas solidere Ausführung
zeigt sich in etwas besseren Dämpfungwerten aber die Haltefähigkeiten sind
zum G-10 praktisch identisch. D.h. der Kopf trägt auch das schwerste
Gewicht mit einem 300mm/2,8-Teleobjektiv klaglos, ohne nennswert
nachzusacken. Ca. 6,5kg stellen dann in Schräglage die
Gewichtsobergrenze dar, bei höherer Auflage müsste man ansonsten die Friktion
und Hauptfestellschraube schon sehr massiv anziehen (was wir im Test aber
nicht machen).
Auch am G-20 besteht der Lieferumfang aus Schnellwechselplatte, einem Neopren-Transportbeutel, der Garantiekarte (6 Jahre bei normalem Gebrauch) und einem Inbusschlüssel. Die Schnellwechselplatte lässt sich aber nicht nur per Inbusschlüssel sondern auch von Hand durch einen Haltebügel festziehen.
Optisch erscheint uns der G-20 etwas wohlproportionierter als der G-10, da der Tubus auf die Grösse der Bedienelemente angepasst ist und etwas weniger kopflastig wirkt. Vom Gewicht muss man zwar noch immer recht mobile 400gr aber immerhin schon 100gr mehr als am G-10 mitnehmen. Dafür sind die Dämpfungswerte auch etwas besser. Unterm Strich tut sich zwischen G-20 und G-10 jedoch wenig. Klassensieger sind beide mit fast identischer Punktzahl geworden.
Wir stellen den Sirui G-10 im Video "5 Sirui Stativköpfe" ausführlich vor!

Der vergleichsweise grosse Kopf von Walimex für rund 60 Euro bietet gleich zwei Libellen am Rahmen der Schnellwechselhalterung. Damit lassen sich sogar Panorama-Aufnahmen im Hochformat horizontal ausrichten. Unterstützend bietet der Walimex eine mit separater Feststellschraube versehene Panorama-Platte mit numerischer Skalierung an.
Die gegen Herausdrehen nicht gesicherten Feststellschrauben sind angenehm gummiert, bieten jedoch
keinen ansteigenden Widerstand beim Festziehen. Von
butterweichem Lauf kann daher keine Rede sein.
Spürbar kratzig läuft die gefettete Kugel, zumindest wenn sie nicht - wie bei unserem Testexemplar - frisch nachgefettet wurde. Der aus Magnesium gefertigte Kopf wird mit einer Schnellwechselplatte ausgeliefert, die sich durch Nachruckeln erst noch optimal in die ungesicherte Schnellwechsel-Halterung einfügen muss.
Im Test ergab sich das Kuriosum, dass der Kopf bei kleinem Auflagegewicht stärker nachsackte als mit unserer mittleren Konfiguration. Dies dürfte vermutlich an der unterschiedlichen Gewichtsverteilung liegen (einmal Body angesetzt, bei Testkonfig. 2 mit Stativschelle am Objektiv).
Die schwerste Auflage von 3,9 KG bewältigte der Kopf jedoch nicht mehr in Schräglage und sackte komplett ab. Beim Dämpfungstest belegt der Walimex mit 0-Linien den letzten Platz des gesamten Feldes.

Walimex
FT-011 H
(Action-Griff)
Der für rund 55
Euro angebotene Walimex Actiongrip ist mit 840gr der schwerste Vertreter im
gesamten Testfeld und wirkt auch
entsprechend solide in seiner Ausführung. Fast alle Bauteile einschliesslich des
grossen Griffs sind aus Aluminium gefertigt. Letzterer dürfte bei kühlem Wetter
allerdings durch fehlende Gummierung das Kälteempfinden steigern. Typisch für
Actiongriffe ist das Feststellen der Kugelposition durch Loslassen des Griffs.
Wird der Griff gedrückt, lässt sich am Walimex dank einer integrierten
Panoramaeinheit um 360 Grad
schwenken und 180 Grad neigen.
Als opulent darf die Ausstattung mit drei Libellen (Wasserwaagen) bezeichnet werden. Ähnlich luxeriös ist die Schnellwechselhalterung mit Rutschsicherung (rastet automatisch beim Einsetzen ein, zum Lösen einmal niederhalten) und die ergänzende Fixierung mittels Rändelschraube. Um die im Lieferumfang enthaltene Schnellwechselplatte samt Kamera aufzusetzen, ist man allerdings auf eine Richtung verpflichtet, was sich in der Praxis etwas mühsam gestaltet und dem Gedanken einer Schnellwechseleinheit nicht unbedingt gerecht wird. Eine Friktionsmöglichkeit wird zudem nur - aber immerhin - über eine Imbusschraube mittels Werkzeugeinsatzes ermöglicht.
Wer empfindliche Sehnen hat bzw. über keine allzu grossen Muskeln in den Fingern verfügt, kann nach wiederholtem Repositionieren ermüden oder sich gar eine Zerrung holen. Dies ist allerdings ein generelles Problem bei Actiongriffen. Im Test schneidet der Walimex FT-001 H bei der Feststellgenauigkeit mit 6mm bei relativ geringem Gewicht bis 1,3 kg vernünftig ab, bei höheren Auflagegewichten sackt er jedoch in Schräglage komplett ab. Erfreulich ist die gute Dämpfung von Erschütterungen mit 300 Linien Verwacklungskompensation.

Den ein oder anderen Kompromiss wird man in der hier vorgestellten
Einsteigerpreisklasse machen müssen. Der Bilora Perfect Pro
zählt mit rund 40 Euro zu den günstigsten Köpfen und ist incl. Schnellwechsel-System gut
ausgestattet, die Kugel läuft allerdings etwas kratzig und in der Praxis kann
man Friktion und Feststellhebel schnell verwechseln.

Der Cullmann Magnesit macht haptisch einen hochwertigen Eindruck, sackt kaum nach, bietet aber leider kein Schnellwechselsystem und wackelt etwas an der Panoramaplatte. Kaiser bietet mit dem Kugelkopf 6017 zu einem fairen Preis eine gute Ausstattung; die etwas plastikhaften Feststellbuttons könnten dennoch hochwertiger gearbeitet sein. Auch hier wäre ein Schnellwechselsystem wünschenswert.
Manfrotto schickt zwei bewährte Köpfe mit dem 484 und 486 RC2 ins Rennen. Beide wirken solide, überzeugen durch übersichtlichen Aufbau und bieten Schnellwechselsysteme. Komforteinbussen durch die nicht separat fixierbare Panoramaebene und die etwas hakelig einzusetzenden Schnellwechselplatten muss man aber in Kauf nehmen.
Der Novoflex Ball 40 sammelt eine hohe Gesamtpunktzahl, hauptsächlich weil er sehr gute Halte- und Dämpfungsfähigkeiten mitbringt. Er ist allerdings nicht besonders leicht und recht spartanisch ausgestattet.
Die von uns neu getesteten Sirui-Köpfe (Juli 2011) erorbern die Klasse bis 100 Euro im Sturm. Sie bieten die vor allem für ambitionierte und gut bestückte Fotografen wichtige arca-kompatible Schnellwechseleinheit (hohe Kompatiblität mit vielen Platten), sind haptisch und auch von den Leistungen überzeugend und wildern damit in Gefilden, die bislang den höheren Preisklassen vorbehalten waren. Ob man sich für den Sirui C10, G10 oder G20 entscheidet ist eigentlich eine Frage des aktzeptierten Gewichts, ja mehr umso besser die Dämpfung - von den Haltefähigkeiten sind alle drei Köpfe auch für schwerere Teleobjektive geeignet. Nach dem Test stand für uns fest, die Sirui-Köpfe wollen wir auch unseren Kunden anbieten und haben sie daher in den Traumflieger-Shop aufgenommen.
In unserem Testupadte vom Mai 2012 ist der Feisol CB-30C hinzugekommen. Und der schlägt in der Preisklasse bis 100 Euro in Sachen Haltefähigkeiten alles bislang dagewesene - absoluter Hammer, da fallen Kleinigkeiten wie fehlende Panorama-Fixierung bzw. eine etwas grobe Haptik kaum ins Gewicht. Klarer Testsieger in dieser Klasse.
Der Walimex-Kugelkopf FT-001 ist prima ausgestattet, läuft aber recht kratzig und dämpft keine Erschütterungen. Bleibt der Walimex Pistolengriff, der angesichts des Kaufpreises und der umfangreichen Ausstattung fast als Schnäppchen angesehen werden kann. Obwohl er punktemässig recht gut in der Gesamtkategorie "Haltefähigkeiten/Dämpfung" aufgrund seiner Erschütterungsdämpfung wegkommt sollte nicht übersehen werden, dass er nicht besonders viel Auflagegewicht verträgt und im Dauerbetrieb die Pistolengriffe Kraft- bzw. Sehnenbelastungen einfordern.
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Wissen |
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Wozu eigentlich das RAW-Format ? Das RAW-Format bietet gegenüber JPEG-Aufnahmen zwei wesentliche Vorteile: es ermöglicht feiner aufgelöste Details und ausgebrannte Lichter oder zu dunkle Bildpartien können im RAW-Konvertierungsprogramm erheblich besser als im JPEG-Format rekonstruiert werden.
Nachteile des Rohdatenformats: Es ist idR 2,5x so speicherintensiv, verbraucht daher nicht nur mehr Speicherplatz sondern auch mehr AKKU-Power, muss erst noch entwickelt werden und im Serienbildmodus ist die unverzögerte Erstsequenz reduziert. Was also tun? Empfehlenswert ist eine flexible Handhabung. Nutzen Sie bei einmaligen Aufnahmesituationen das RAW-Format und bei "Allerweltsmotiven" bzw. wiederholbaren Aufnahmen das JPEG-Format ! Übrigens: Die Kameratests führen wir auf Traumflieger.de im RAW-Format durch. Tests im JPEG-Format werden u.E. den Kameras nicht gerecht und taugen nur als ergänzende Information (testet Ihre bevorzugte Foto-Fachzeitschrift im RAW-Format ?). |
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Wissen |
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wie erzeugt Canon die kleineren Bildformate ? Neben dem grossem Bildformat (JPEG-Large oder RAW) bieten Canon DSLR kleine Formate (z.B. JPEG M oder S) oder Videoformate mit geringerer Auflösung. Doch wie werden sie erzeugt ? Oft wird vermutet, dass Canon Pixel-Binning (to bin = gruppieren) nutzt. Dabei wird die Ladung mehrerer Pixel zu einer einzigen zusammengefasst. Dies würde jedoch Probleme beim Demosaiking (Entwicklung der Bildrohdaten) bereiten, denn jedem Pixel ist ein RGB-Farbfilter (Stichwort "Bayer-Pattern") vorgelagert, der beim Binning nicht mehr ausdifferenziert würde. Genausowenig nutzt Canon eine reduzierte Sensorfläche für die kleineren Formate, denn hierdurch würden unterschiedliche Bildwirkungen (z.B. höhere Schärfentiefe) resultieren. Canon macht u.W. zwar keine konkrete Aussage, höchstwahrscheinlich werden die kleinen Formate jedoch schlicht durch kamerainterne Rechenvorgänge erzeugt (Interpolation). |
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die Megaseller |
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Powershot G12 Neu: 7 edle Weitwinkel im Test Neu: Polfilter-Test ! endlich da: der ultimative Kameravergleich ! Flaschenhals Einsteiger-Objektiv ?
Canon 400mm/2,8 getestet zwei neue Telekonverter im Test (mit neuem Sieger)
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