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Tamron 12-20 mm F2,8: Ultraweitwinkelzoom für Sony E und Nikon Z

Tamron 12-20 mm F2,8: Ultraweitwinkelzoom für Sony E und Nikon Z

Mit dem Tamron 12-20 mm F2.8 bringt der Hersteller 2026 ein lichtstarkes Ultraweitwinkelzoom für spiegellose Vollformatkameras auf den Markt. Ausgelegt ist das Objektiv auf Sony-E- und Nikon-Z-Bajonette und deckt einen ungewöhnlich kurzen Einstieg von 12 mm ab, während die Lichtstärke über den gesamten Brennweitenbereich bei F2,8 bleibt – bis hin zu 20 mm. Genau diese Kombination macht es besonders interessant für Astro-, Nacht-, Landschafts- und Innenraumfotografie, wenn ein sehr großer Bildausschnitt oder eine kräftige räumliche Wirkung im Vordergrund stehen. Trotz der anspruchsvollen Ultraweitwinkel-Anwendung fällt das Zoom mit 570 g (Sony E) beziehungsweise 585 g (Nikon Z) vergleichsweise leicht aus und eignet sich damit auch für unterwegs, etwa bei längeren Fototouren oder Reisen.

Das Ultraweitwinkel-Objektiv trägt die Bezeichnung Tamron 12-20 mm F2.8 (Modell A084).

Der diagonale Bildwinkel bewegt sich je nach Brennweite von etwa 122 bis 95 Grad. Optisch setzt Tamron auf 17 Linsen in 12 Gruppen. Zur Leistungsoptimierung kommen dabei unter anderem 1 XGM-Element sowie 3 GM-Elemente und weitere Speziallinsen zum Einsatz. Das Ziel dieser Konstruktion ist, typische Probleme eines Ultraweitwinkels zu entschärfen: Randunschärfen und Farbsäume sollen reduziert werden, zusätzlich wird die sagittale Koma korrigiert. Gerade bei punktförmigen Lichtquellen – etwa Sternen oder einzelnen Lampen im Nachtbild – kann diese Art von Abbildungsfehler sichtbar werden. Gleichzeitig ist es das erklärte Ziel, eine gleichmäßig hohe Schärfe bis in die Bildecken zu erreichen. Für die Lichtsteuerung nutzt das Objektiv eine Blende mit 12 Lamellen, die bis zu einer Abblendstufe von etwa zwei Stops weitgehend rund bleibt. Als kleinste Blende steht F16 zur Verfügung.

Für den Autofokus kommt ein VXD-Linearmotor zum Einsatz, der als schnell, präzise und leise beschrieben wird. Die Naheinstellgrenze liegt bei 18 cm bei 12 mm und bei 28 cm bei 20 mm. Daraus ergeben sich maximale Abbildungsmaßstäbe von 1:5,8 beziehungsweise 1:9,1. Damit können nahe Motive relativ groß wirken, auch wenn der Bildraum durch die Ultraweitwinkelbrennweite weiterhin viel Umgebung zeigt – ein Effekt, der sich besonders bei kreativen Perspektiven in der Natur oder in Innenräumen nutzen lässt.

Auf der Bajonettseite wird zudem der integrierte Filterhalter sichtbar.

Bedienseitig bietet das Objektiv einen Zoomring und einen Fokusring, ergänzt um AF/MF-Schalter, einen Custom-Schalter sowie eine Focus-Set-Taste. Der MF-Lock-Schalter sperrt den Fokusring und dient damit als Schutz vor unbeabsichtigten Fokusverlagerungen – etwa bei längeren Aufnahmen oder wenn man beim Setup versehentlich am Ring anstößt. Der Zoom-Lock-Schalter fixiert die Brennweite wahlweise bei 12 mm oder bei 20 mm. Um die Sperre wieder aufzuheben, wird der Zoomring gedreht. Zusätzlich gibt es einen weiteren Schalter, mit dem die Rastung des Blenden- bzw. Steuerrings aktiviert oder deaktiviert werden kann. Ohne Rastpunkte lässt sich der Ring für Videosequenzen gleichmäßig und mit geringem Geräuschpegel bewegen.

Je nach System unterscheidet sich die Ausführung in einigen Bedienelementen. Bei der Sony-E-Variante sind ein Blendenring sowie ein Iris-Lock-Schalter integriert. Dieser sperrt den Ring entweder in der Automatikstellung oder im manuellen Bereich zwischen F2,8 und F16. Bei der Nikon-Z-Ausführung übernimmt stattdessen ein frei belegbarer Steuerring diese Aufgabe: Je nach Konfiguration lassen sich beispielsweise Blende oder Belichtungskorrektur zuweisen. Ein Control-Lock-Schalter legt dabei fest, ob die jeweilige Einstellung über die Kamera oder über den Objektivring erfolgt. Der Custom-Schalter und die Focus-Set-Taste können gemeinsam mit der Tamron Lens Utility angepasst werden. Die Verbindung zur Software erfolgt über den USB-C-Anschluss am Objektiv.

Größen und Handling: Die Sony-E-Version ist 119 mm lang, die Nikon-Z-Variante 121 mm. Der größte Durchmesser liegt bei beiden bei 90 mm. Eine tulpenförmige Gegenlichtblende ist fest integriert und lässt sich nicht abnehmen. Der Frontdeckel kann an der Blende arretieren. Ein vorderes Filtergewinde ist nicht vorhanden; Filter werden stattdessen über einen rückseitigen Halter eingesetzt. Für Einsätze im Freien setzt Tamron auf eine wetterfeste Gehäusekonstruktion sowie eine Fluorvergütung zum Schutz der Front- und Außenflächen. Zur Lieferung gehören Frontdeckel, Rückdeckel und ein weiches Einschlagtuch.

Im Zuge des 12-20 mm F2.8 führt Tamron zudem eine vereinfachte Produktbezeichnung ein. Bei neuen Objektiven entfallen die bisherigen Zusätze Di III, Di III-A und VXD. Außerdem wird der Schrägstrich in der Blendenangabe nicht mehr verwendet. Für künftige APS-C-Modelle soll am Ende der Bezeichnung nur noch ein A stehen. Die interne Modellnummer A084 bleibt weiterhin bestehen.

Zum Verkaufsstart nennt Tamron für die Sony-E-Ausführung den 30. Juli 2026, als unverbindliche Preisempfehlung sind 1.699 Euro vorgesehen. Für die Nikon-Z-Version nennt der Hersteller den 27. August 2026 bei einer unverbindlichen Preisempfehlung von 1.799 Euro.

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Jan-Markus Rupprecht ist 61 Jahre alt und fotografiert seit 1995 mit Digitalkameras. Zunächst war er beruflich vor allem in der Technischen Dokumentation tätig. Aus Begeisterung für die damals neu aufkommende Technik gründete er 1997 digitalkamera.de, das Online-Portal zur Digitalfotografie, bei dem er bis heute als Chefredakteur und Herausgeber aktiv ist. 2013 startete er digitalEyes.de als weiteres Online-Magazin, das den Themenbogen der digitalen Bildaufzeichnung noch weiter spannt.

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