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Zeiss Loxia 35mm / f2 im Test an Sony A7-Modellen

Zeiss Loxia 35mm / f2 im Test an Sony A7-Modellen
Zeiss Loxia 35mm / f2 im Test an Sony A7-Modellen Zeiss Loxia 35mm / f2 im Test an Sony A7-Modellen

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9 von 9 Lesern fanden diesen Report hilfreich.

Entscheiden Sie selbst:


Ausstattung - Technische Daten - Auflösung - Kontrast - BokehVerzeichnung / Vignettierung / Farbsäume - Fokus und Bildstabilisator - Handhabung - 100%-Bildbeispiele - Fazit - Links - Leserkommentare



Traumflieger-Test im RAW-Format an Sony A7-Modellen


Zeiss Loxia 35mm / 2,0 im Test

Speziell für die spiegellosen Sony A7-Modelle hat Zeiss das lichtstarke Loxia 35mm/2 konstruiert. Manuelle Steuerelemente wie Blendenring und fehlender AF-Motor scheinen den Komfort einzuschränken. Doch das Loxia geht trotzdem eine enge Verbindung mit den Sony-Systemkameras ein. Wie die Anwendungs-Praxis aussieht und ob es auch optisch überzeugt, klärt dieser Test!

ein Traumflieger-Report von Stefan Groß

Dieser Traumflieger-Report ist unabhängig von Zeiss erstellt. Zeiss hat uns zwar das Objektiv freundlicherweise für einen Test geliehen, wir berichten jedoch unabhängig und uneingefärbt.

Neben dem 50mm/2.0-Loxia bietet Zeiss mit dem hier getesteten 35'er eine auf Sony A7-Modelle maßgeschneiderte Objektivserie. Die sind relativ schlank, kommen ohne Autofokus oder Bildstabilisator dafür mit einem manuellen Blendenring daher. Doch die Steuerung hat einige Überraschungen auf Lager.

Im Test haben wir das 35mm-Loxia mit den Sony A7-Modellen A7R, A7II und A7s untersucht. Ein funktional uneingeschränkter Betrieb ist auch an einer Sony A6000 oder den NEX-Modellen mit einer entsprechenden Brennweitenverlängerung möglich.

 

Ausstattung


Das Zeiss Loxia 35mm/2 eignet sich als gemäßigter Weitwinkel für die Architektur-, Reportage- und Street-Fotografie. Dabei ist es dank seiner guten Lichtstärke von f2 auch bei kritischeren Lichtverhältnissen einsetzbar. Generell ist es eine Allroundbrennweite mit Lowlight-Fähigkeiten.

Zeiss macht u.W. keine offizielle Aussage zur Bezeichnung "Loxia". Da Zeiss auch einige Vogelbeobachtungsstationen unterhält, dürfte es naheliegend sein, dass der Fichtenkreuzschnabel als einziger deutscher Singvogel der Loxia-Art (Loxia pytyopsittacus) Namenspate stand.

Der optische Aufbau des Loxia 35mm entspricht dem eines Biogon-Objektivs. Einer Bauweise, die von Zeiss hauptsächlich für Weitwinkel-Objektive entwickelt wurde. Die Linsenanordung ist dabei nahezu symmetrisch und umfasst neun Elemente in sechs Gruppen. Als Frontlinse kommt eine Linse aus Sonderglas mit anormaler Teildispersion zum Einsatz um chromatische Aberrationen zu minimieren.

Da im Objektiv kein Autofokus-Motor verbaut wurde, erfolgt die Fokussierung rein manuell. Dabei kommen aber einige Automatik-Hilfen zum Zuge, die wir weiter unten besprechen.

Der Fokusweg bietet einen weitläufigen Einstellweg von 180 Grad.

Die Blende wird über einen manuellen Blendenring eingestellt, die aber an der Kamera erkannt und angezeigt wird. Optional kann der Anwender eine "DeClick"-Funktion nutzen, bei der über eine Schraube am Bajonett der Rastmechanismus des Blendenrings abgeschaltet und somit - z.B. im Video-Modus - eine stufenlose Anpassung der Blende vorgenommen werden kann.

Das Gehäuse ist aus Metall gefertigt. Gleiches gilt für das Bajonett, das über einen Dichtungsring verfügt.

Im Lieferumfang befindet sich neben Schutzdeckel für Front- und Rücklinse noch eine Streulichtblende.

 

Technische Daten
UVP / Strasse (01/2015) 1.149 EUR / 1.149 EUR (kaufen hier bei Amazon)
Markeinführung Ende 2014
Gewicht 340gr
Bajonett Sony E-Mount (Vollformat-Bildkreis unterstützt)
Brennweite 35mm
Naheinstellgrenze 30cm
Abbildungsmaßstab 0,18 (eigene Messung)
optische  Elemente 9 Linsen in 6 Gruppen, Frontlinse mit anormaler Teildispersion, nahezu symetrischer Linsenaufbau
Filteranschluß 52mm
Anzahl Lamellen 10
Blendenumfang f 2 - f 22
Bildstabilisierung nein
AF-Motor nein
Größe 62,1 x 66mm (Durchmesser x Länge mit Deckel)
Lieferumfang Frontdeckel, Rückdeckel, Streulichtblende, Einstellschlüssel zum Entrasten der Blendenstufen
Besonderheiten Blendenring, Bajonett-Abdichtung, T*-Antireflexions-Beschichtung



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Auflösung


Getestet mit Sony A7-Modellen im RAW-Format mit Adobe Lightroom bei Standardeinstellungen mit der aktuellen Prozessversion (2012). Wir nutzen hierfür ein Testchart im 3:2-Format . Wertangaben in Linien je Bildhöhe nach MTF50 bei einem MIndestkontrast von 50%. Max.-Wert sind an der A7R = 4.912 Linien / A7 (I + II) = 4.000 Linien / A7S = 2.832 Linien. In der Praxis lassen sich jedoch an der A7R maximal ca. 4.200 Linien, an der A7 (I + II) ca. 3.500 Linien und an der A7S maximal 2.500 Linien erzielen. Die nominellen Auflösungen wären bei einem Mindestkontrast von 10% (MFT) erreichbar aber in der Praxis ist das hier verwendete Verfahren MFT 50 mit 50% Mindestkontrast gängiger. Daher sind die maximal erzielbaren Linienauflösungen etwas geringer. Mess-Software Quick MFT mit Angleichung an Imatest-Standard (Faktor 1,3), Kompatibel zu Messungen für Canon APSm4/3, Samsung NX aber nicht zum Canon Vollformat-Test, da wir hier unter Lightroom aus historischen Kompatibilitätsgründen die etwas weniger hochauflösende Prozessversion 2003 nutzen.

Chartvergleich: Alle Objektiv-Auflösungs-Charts an der Sony A7R - A7 II - A7S im Direktvergleich für Traumflieger Mitglieder finden Sie hier. Die Übersicht wird laufend ergänzt. Es sind auch zahlreiche Auswertungen vorhanden, für die (noch) kein kompletter Testreport vorliegt!

Auch wenn die mit einem Mindestkontrast von 50% praktisch erreichbare Maximalauflösung von ca. 4.200 Linien an der Sony A7R mit dem Loxia z.B. bei f5,6 mit 3.639 Linien nicht ganz erreicht wird, so sind hier dennoch durchgehend bis in den Randbereich sehr hochaufgelöste Bildergebnisse möglich. Messtechnisch fällt der Rand bei der lichtstarken Offenblende ab aber in der Fotopraxis konnten uns hier die Ergebnisse dennoch gefallen (siehe 100%-Bildbeispiele).

An der Sony A7 II (gilt auch für die A7) zeigt sich ein ähnliches Bild, nur dass die Auflösungswerte im Schnitt etwas weniger hoch ausfallen, da die nominelle Auflösung mit 24 Megapixel hinter den 36 Megapixeln der A7R-Version reduziert ist. Die Sony A7s fällt mit insgesamt 2.047 Linien nicht soweit ab wie es die eher magere Nominell-Auflösung von 12 Megapixel vielleicht erwarten liesse.

Vergleicht man z.B. das Standardzoom Zeiss 24-70mm/4 mit dem Loxia 35mm jeweils ab Blende f4 (f4 - f22), dann sind am Loxia an der Sony A7R durchschnittlich rund 500 Linien und an der A7II rund 230 Linien an Auflösungsgewinn realisierbar. Auch an der A7S sind es noch beachtliche 200 Linien. Insoweit bietet das 35'er nicht nur mehr Lichtleistung sondern ist auch auflösungstärker als das Standardzoom bei vergleichbarer Brennweite.

 

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Kontrast und Lensflares


 

An die hervorragende Kontrastverarbeitung im Gegenlicht eines adaptierten und diesbezüglich hochoptimierten Zeiss Otus 55mm/1,4 kommt das Loxia erwartungsgemäß nicht heran. Dennoch: die Sonnenstrahlen wissen hier bei F8 zu gefallen und das Bild ist nicht durch farbige Artefakte durchsetzt, wie sie beim Zeiss 24-70mm/4 auftreten und meist auch typisch sind. Ein an der Sony A7 adaptiertes Canon 40mm/2,8 STM kann vom Kontrast und der Freiheit von Linsenflecken (wenn man sie nicht wünscht) ebenfalls überzeugen, stellt die Sonne eher als Oval und nicht zerstrahlt dar (Aufnahmen jeweils bei f8 an der Sony A7R).

 

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Bokeh und Unschärfekreise


 

Das Bokeh und die Unschärfekreise am Loxia finden wir überzeugend. Ersteres wirkt cremig und die Unschärfekreise gestalten sich meist rund. Dies auch dank der fulminanten Anzahl von ganzen 10 Lamellen, die nicht zu wabenartig segmentiert sind, wie man es sonst bei oft nur 7 verbauten Lamellen findet (mit der Sony A7s auf Mindestdistanz von 30cm fokussiert).

 

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Verzeichnung, Vignettierung & Farbsäume


Verzeichnungen, Vignettierungen und Farbsäume spielen am Loxia praktisch keine Rolle. An Randabdunkelungen sind bereits bei Offenblende lediglich 0,8EV messbar, die dann beim Abblenden schnell gegen 0 tendieren. Verzeichnungen sind nur am Testchart in minimalster Ausprägung zu erahnen aber normalerweise nicht sichtbar. Auch die Farbsäume, die sich meist im Randbereich an harten Konturen zeigen können, fallen an der A7R mit 2,2 Pixel in der Breite kaum auf. An der A7s verbleiben sogar nur 1-Pixel große Säume.

Seit Lightroom 5.7 kann man sich der minimalen Restfehler via Mausclick entledigen, da ein Korrekturprofil aktivierbar ist.

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Fokussierung & Bildstabilisator


Wer den Komfort eines Autofokus-Betriebes gewohnt ist, mag angesichts des fehlenden Antriebsmotors beim Loxia vielleicht etwas argwönisch dreinschauen. Da Zeiss aber mit Sony eine Kooperation eingegangen ist, haben sie sich ein Schmankerl einfallen lassen. Zwar steht an den A7-Modellen beim Ansatz des Loxia nur die manuelle Fokusbetriebsart bereit, aber ein Dreh am Scharfstellring ruft sofort im Sucher oder am Monitor die Fokuslupe auf, wenn man den Menüpunkt "MF-Unterstützung" aktiviert hat (Im Zahnrad-Karteireiter 1. Seite). Das ist ein Komfort, der schnelles und genaues Fokussieren ziemlich bequem macht. Ergänzend oder alternativ kann auch Fokuspeaking dazugeschaltet werden.

Angenehm ist dabei auch die Haptik des Fokusrings, der einen weiten Einstellweg (180 Grad) bietet sowie praktisch geräuschlos und butterweich läuft. Nur bei schnelleren Bewegtmotiven im Serienbildmodus wird man einen kontinuierlichen AF vermissen. Andererseits verführt einen die hervorragende Haptik beim Fokussieren zu mehr Bewusstheit und zielgerichteteren Operationen. Gegenüber den ansonsten meist elektronischen Einstellringen (z.B. am Sony 28-70mm/3,5-5,6 oder Zeiss 24-70mm/4) verliert sich die eingestellte Fokusebene auch nicht, wenn man das Objektiv oder den Akku wechselt. Angenehm ist auch der feste Anschlag auf Nahdistanz oder Unendlich. Die Unendlicheinstellung ist allerdings - um temperaturbedingte Materialdehnungen auszugleichen - idR eine Idee vor dem rechtsseitigen Anschlag zu finden.

Einen Bildstabilsator kann man nur an der Sony A7 II nachrüsten, da sie derzeit als einzige aus dem A7-Quartett einen kamerainternen Bildstabilisator bietet (Stand Feb 2015). Hier ist ein Verwacklungsausgleich von etwa 3 Stufen realistisch. Beim Versuch mit aktiviertem Steady-Shot haben wir mit bis zu 1/4 Sek. ein knackscharfes 100%-Bildergebnis frei aus der Hand hinbekommen, während bei abgeschaltetem, kamerainternem Bildstabilisator (Steady-Shot im Menü der A7 II: 1. Karteireiter, 7. Seite) dies nur bis zu 1/30s gelingt . Die A7 II stabilisiert das Loxia übrigens offenbar auch dann, wenn der Steady-Shot auf "Auto"-Einstellung steht, auch wenn das Verwacklungs-Icon dann im Sucher blinkt.

 

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Handhabung und Fertigungsqualität


Das Loxia ist komplett aus Metall gefertigt. Es fasst sich schlicht hervorragend an. Dies vor allem auch dank des erwähnt butterweich laufenden Scharfstellrings, der dann optional auch gleich die Sucherlupe aufrufen kann. In Nähe des Bajonetts liegt auch der manuelle Blendenring, der sich in Drittelstufen von f2 - f22 gerastet einstellen lässt.

Die Blenden-Rastfunktion kann aber dank der neu entwickelten Zeiss "De-Click"-Funktion auch abgestellt werden. Dafür nutzt man direkt am Bajonett eine kleine Schraube, die mit dem im Lieferumfang enthaltenen Einstell-Werkzeug entsprechend verdreht wird . Aber aufgepasst: die Entrastung wird via Rechtsdreh um ca. 90 Grad aktiviert. Dreht man versehentlich in die falsche Richtung gegen den Uhrzeigersinn, dann kann sich das Werkzeug (ist nur ein dünnes Blech) leicht verbiegen. Entrastet läßt sich nicht nur der Blendenklick abstellen sondern auch die Blende von den Drittelstufen zu einer stufenlosen Verstellung ändern. Letzteres kommt vor allem professionellen Videofilmern entgegen, die sich nicht nur des Klick-Geräusches entledigen, sondern die Belichtung dann stufenlos im manuellen Programm den Lichtverhältnissen sehr komfortabel und ohne Flackergefahr anpassen können.

Die Blende wird übrigens auch in der Kamera angezeigt und in den Exif-Daten gespeichert. Dies ist ansonsten bei rein manuellen Objektiven normalerweise nicht üblich. Allerdings kann man die Blende kameraintern nicht überstimmen, so dass die Logik im Programm S nicht unterstützt wird. Die Programm-Logik A einschließlich automatischer Reihenbelichtungen bzw. das Programm M sind aber uneingeschränkt nutzbar.

Der Blendenring selbst hätte unseres Erachtens noch etwas prominenter - etwa durch eine abgesetzte Erhebung - ertastbar sein dürfen. Andererseits findet man ihn direkt am Bajonett und nach etwas Eingewöhnung dürfte man ihn auch stets intuitiv bedienen können.

Einen Wetterschutz hat Zeiss am Bajonett durch einen blauen Gummiring realisiert, der auch zu einer ziemlich festen Kameraverbindung führt, ohne dass das Objektiv im Bajonett wackeln würde. Der Hersteller spricht lediglich von einem Bajonett-Schutz und gibt den Hinweis, dass kein vollständiger Spritzwasser-Schutz gewährleistet sei.

 

 

 

 

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100%-Bildqualitätsvergleich (RAW)


Nachfolgend einige voll aufgelöste Testbilder des Zeiss Loxia 35mm/2 mit der Sony A7R, die wir im RAW-Format mit Adobe Lightroom  bei Standardeinstellung entwickelt haben. Hier finden Sie alle Testbilder für Mitglieder!

Hier finden Sie alle Testbilder für Mitglieder!

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Fazit


Am 35mm/2,0-Loxia stimmt eigentlich alles. Die Detailauflösung kann sogar schon bei Offenblende überzeugen, auch wenn noch ein Rest an malerischer Unschärfe über feinen Strukturen liegt.  Feinzeichnung liegt dennoch bis in den Randbereich vor.  Ein Phänomen, das die Mess-Software nicht erfassen kann. 

Analogfeeling mit Komfort: Das Loxia ist nicht für Point-and-Shoot'er gedacht sondern für Fotografen oder Videofilmer, die das Motiv bewusst komponieren und ebenso bewusst eine edle Haptik und Laufruhe am Objektiv schätzen. Mich begeistert diese Philosophie von Zeiss und ich bin fast froh, dass hier kein Autofokus geboten wird, der mich vielleicht doch wieder zur reinen Bequemlichkeit verführen könnte.

 

Entscheidend ist für mich - neben der hervorragenden Haptik und den kompakten Abmessungen - aber die sofortige Verfügbarkeit der Sucherlupe. Dieser Komfort macht für mich die Kombination aus Sony A7 und Loxia zu einer neuen Erfahrung mit noblem Analog-Feeling. Etwas, was mir schon an der genialen Panasonic Lumix LX100 so gut gefällt, jetzt aber noch eine Spur edler am Vollformat-Sensor verfügbar ist.

Die Haptik ist ein Traum, nicht nur, dass hier ein vollständig aus Metall gefertigtes Schmuckstück vorliegt, sondern einfach weil der Einstellring butterweich läuft und optional gleich die Lupenfunktion im Sucher aktiviert. So vermissen wir bei ruhigeren Motiven den Autofokusbetrieb nicht.

Die Vorteile des mechanisch übersetzten Einstellrings liegen in der noch direkteren Ansprache, in der Orientierungsmöglichkeit durch seitlichen Anschlag und rein subjektiv auch in einer bewussteren Einstellung der Fokusebene. Das Loxia will offenbar mehr zum Fotografieren und weniger zum schnellen Knipsen inspirieren. Bei uns gelingt dies mit Bravour.

Zudem zeigt sich das Loxia praktisch verzeichnungsfrei, vignettiert kaum und Farbsäume sind auch kein Thema. Linsenflecken fallen relativ dezent aus und überdecken bei unserem Test im Gegenlicht keine Flächen mit Farbstichen.

Trotzdem wären Optimierungen durch eine Erhebung zwecks noch besserer Ertastbarkeit des Blendenrings denkbar. Auch eine Parkposition oberhalb von f22 wäre schön gewesen, um die Blendensteuerung optional der Kamera zu überlassen und so z.B. die Blendenautomatik zu ermöglichen (Programm S). Eine eingeblendete Distanzskala im Sucher wäre ebenso wie ein vollständiger Spritzwasser-Schutz willkommen.

Insgesamt gefällt uns das Loxia aber so gut, dass wir um die Höchstwertung von 5 Sternen nicht umhin kommen, selbst wenn noch bessere Auflösungsmesswerte denkbar sind. Die Praxis überstimmt hier schlicht die Mess-Software. Wer allerdings auf den Komfort eines AF-Betriebes nicht verzichten will, sollte sich anderweitig z.B. beim Zeiss FE 35mm/2,8 umsehen oder ggf. auf die weniger lichtstarken Standardzooms zurückgreifen.

Der Preis mit einer UVP von 1.149 Euro scheint uns angemessen, ein Schnäppchen ist das Zeiss Loxia dennoch nicht.

 

  • sehr hohe Fertigungsqualität
  • mit f2 lichtstark
  • breit übersetzter, butterweich und leise laufender Scharfstellring mit Distanz- und Schärfentiefeskala
  • Frontlinse und Tubus drehen nicht
  • insgesamt sehr gute Auflösungsleistung
  • edle Streulichtblende aus Metall im Lieferumfang enthalten (für Transport verkehrtherum steckbar)
  • Dichtung am Bajonett
  • Blende mit 10 Lamellen
  • mit 52mm sind kostengünstige Filter ansetzbar
  • manuelle Blendensteuerung mit edlem Analog-Feeling, Lupenunterstützung und De-Click-Funktion
  • mit 340gr ein noch moderates Gewicht, auch vom Volumen sehr passend zu den A7-Modellen
  • kein Autofokus-Antrieb
  • nicht gerade günstig (aber preiswert)
  • Blende kann nicht aus der Kamera heraus gesteuert werden


Das Zeiss Loxia 35mm / f2 bei Amazon  

 

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weiterführende Links


 

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Dieser Report wurde am Donnerstag, 26. Februar 2015 erstellt und zuletzt am Dienstag, 10. November 2015 bearbeitet.

Leserkommentare:


Autor: Anonym 12.07.2018 - 00:29:35
Bewertung des Reports: 5 von 5 Sternen!
jetzt fehlt nur noch das loxia 21mm f2 kann man da nicht was mache liebes Traumflieger Team ?

0 von 0 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich. Entscheiden Sie selbst:

Autor: David F. 11.05.2015 - 14:55:45
Bewertung des Reports: 5 von 5 Sternen!
Klasse Report !!!
Da würde mich der vergleich mit dem neueren 35mm f2 is USM sehr interessieren,halb so teuer wiedas Zeiss und durch den Bildstabi sicher auch sehr interessant für Leute die nicht die A7II mit internem Stabi haben . Beste Grüße David

1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich. Entscheiden Sie selbst:

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