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Kapitel 9.2 - Objektive im Überblick

Kapitel 9.2 - Objektive im Überblick

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Entscheiden Sie selbst:


Objektivwahl - Die Normalobjektive - Klasse der Telebrennweiten - Klasse der Weitwinkelobjektive und Fischaugen - Die Klasse der Mega- und Superzooms - Die Klasse der Makroobjektive - Inhaltsverzeichnis



9.2 Objektive im Überblick

 

Die EOS 6D lässt sich mit mehr als 200 verschiedenen, mit dem EF-Bajonett kompatiblen Objektiven kombinieren. Rechnet man nur die aktuellsten, im Fachhandel nicht als Gebrauchtobjektiv ausgeschriebenen Linsen zusammen, verbleiben noch immer gut 150 Objektive.

Hierunter finden sich alle erdenklichen Preis- und Leistungsklassen vom Einsteigerobjektiv wie dem Canon 50mm 1:1.8 um 100 Euro aufwärts bis in die Preisklasse der Superteleobjektive ab 300 mm und mit Preisen bis weit über 10.000 Euro. Um den Überblick nicht zu verlieren, lassen sich die Objektive in Kategorien einteilen, die sich am Brennweitenbereich bzw. Verwendungszweck orientieren.

Objektivwahl


Ein Objektiv für alle Anwendungsfälle mag ein Wunschtraum sein. In Erfüllung ist er bisher aus Gründen verminderter Abbildungsleistung nicht gegangen und würde auch zu einer Verarmung der Zubehörlandschaft führen. Man stelle sich einen Handwerker vor, der zur Installationsarbeit lediglich mit einem Schweizer Messer anstelle eines gefüllten Werkzeugkastens aufkreuzen würde. Analog braucht der ambitionierte Fotograf in der Regel eine Anzahl von Objektiven, die je nach Situation eingesetzt werden.

Planen Sie also wenigstens zwei oder drei Objektive für die Anschaffung ein, um eine breite Motivauswahl abdecken zu können. Empfehlenswert sind generell Festbrennweiten, da sie gegenüber den Zooms optisch besser abgestimmt und in der Regel in der Abbildungsleistung überlegen sind. Im Nahbereich setzen sie die nominelle Brennweite auch besser um, sprich der Abbildungsmaßstab ist größer als an Zoomobjektiven. Es gibt jedoch auch unter den Zoomobjektiven sehr attraktive Vertreter.

Nachfolgend stelle ich Ihnen bei den Einzelporträts meine persönlich im Einsatz befindlichen Objektive vor. Nur so ist es auch möglich, sie alle an der 6D im realistischen Größenverhältnis zu zeigen und nicht auf irgendwelche Katalogbilder zurückgreifen zu müssen. Natürlich ist die Auswahl auch in den Listenzusammenstellungen nicht abschließend, aber doch weitgehend aktuell.

Informationen zum Auflösungs-und Autofokustest


Die Angaben zur Auflösungs- und Autofokusleistung einzelner Objektive wurden im Traumflieger-Labor speziell an der 5D Mark II ermittelt, sie gelten ohne wesentliche Abstriche auch für die 6D, da beide Sensoren eine sehr ähnliche Auflösung aufweisen. In den Tabellen ist daher die Angabe „Auflösung an der 6D“ erwähnt. Nähere Angaben zum Testverfahren finden Sie unter www.traumflieger.de/5D2-Test.php.

 

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Die Normalobjektive


Die Wirklichkeit ist manchmal so spannend, dass man sie möglichst unverändert wiedergeben möchte oder sollte. Dafür wird das sogenannte Normalobjektiv benötigt.

Was bedeutet Normalobjektiv?


Der Begriff des Normalobjektivs ist eng mit der Interpretation unserer Normalsicht verknüpft. Doch welche Sichtweise ist normal? Konzentrieren wir uns auf ein Detail, etwa beim TV-Schauen, dann ist der Bildwinkel recht eingeschränkt. Blicken wir jedoch schweifend in die Landschaft, wird der Blick einen weiteren Bildwinkel abdecken. Die Hersteller definieren üblicherweise ein 50-mm-Objektiv als Normalobjektiv. Alles, was darunterliegt, wird Weitwinkelobjektiv genannt, darüber ist dann das Teleobjektiv angesiedelt. Abgeleitet werden die 50 mm von der Sensordiagonalen, die beim Kleinbildformat bei rund 43 mm liegt. Für die EOS 6D liegt sie daher auch bei 43 mm.

 

Falls Sie die EOS 6D im Set beispielsweise mit dem Canon 24-105mm/4L IS USM erworben haben, dann liegt Ihnen ein Normalzoom bereits vor. Sie decken bei 24 mm in etwa den Bildwinkel ab, der unserer alltäglichen Sicht entspricht. Bei 70 mm entspricht der Blick durch den Sucher etwa der Vergrößerung, die das andere Auge direkt aus der Umgebung wahrnimmt.

Ein Normalobjektiv empfiehlt sich bei Personen und bekannten Strukturen, um sie unverzerrt und wohlproportioniert wiederzugeben.

 

Objektiv Preis ca. Auflösung Canon EOS 6D
Canon 24-70mm/2.8L USM 1.030 Euro 1.960/Linien
Canon 24-70mm/2.8L II USM 2.300 Euro 2.135/Linien
Canon 24-70mm/4L IS USM 1.400 Euro 1.789/Linien
Canon 24-105mm/4L IS USM 840 Euro 1.864/Linien
Canon 28-105mm/4-5.6 USM 180 Euro k.A.
Canon 28-135mm/3.5-5.6 IS USM 430 Euro 1.795/Linien
Canon 40mm/2.8 Pencake 230Euro k.A.
Canon TS-E 45mm/2.8L 1.300 Euro k.A.
Canon 50mm/1.8 II 90 Euro 1.998/Linien
Canon 50mm/1.4 USM 350 Euro 1.905/Linien
Canon 50mm/1.2L USM 1.450 Euro 1.646/Linien
Sigma 50mm/1.4 EX DG HSM 450 Euro 1.735/Linien
Sigma 24-60mm/2.8 DG 350 Euro 1.754/Linien
Tamron 28-75mm/2.8 XR Di 340 Euro 1.874/Linien

 

Canon 24-105mm 1:4L IS USM

 

Das Canon 24-105mm 1:4L IS USM ist eines der beliebtesten Objektive und wird häufig im Set erworben. Die optische Leistung ist grundsolide, das Gewicht mit 670 g noch moderat und der Preis um 800 Euro scheint angemessen. Was mir fehlt, ist eine Tubusarretierung z. B. bei längerer Zoomstellung gegen den Himmel oder Boden. Ansonsten ist das Objektiv aber konkurrenzlos, wenn man nicht schon mit dem Canon 24-70mm 1:2.8 eingedeckt ist oder mit dem Canon 28-135mm 1:3.5- 5.6 klarkommt.

Canon 24-70mm 1:2.8L USM

 

Das Canon 24-70mm 1:2.8L USM ist unverzichtbar, wenn man Lichtstärke und eine flexible Standardbrennweite schätzt. Leider mit 950 g ziemlich schwer und ohne Bildstabilisator. Dennoch von Profis die wohl meistgekaufte Brennweite. Die chromatischen Aberrationen sind allerdings deutlich an harten Konturen ausgeprägt, die erst beim Nachfolger (Mark II) besser ausfallen. Das ist dann auch 150 g leichter, noch höher auflösend, aber auch teurer.

Canon 24-70mm 1:4L IS USM

 

Das Canon 24-70mm 1:4L IS USM bietet einen speziellen Makromodus, der mit 0,7 fast schon einem 1:1-Abbildungsmaßstab klassischer Makroobjektive nahekommt. Dafür muss man das Objektiv am Brennweitenring weit nach links über 70 mm hinaus drehen und einen kleinen Locktaster betätigen. Allerdings ist der Frontlinse-Motiv-Abstand dann ziemlich gering, sodass Abschattungsgefahr besteht.

Die generelle Abbildungsleistung liegt auf einem guten, aber keinem absoluten Spitzenniveau. Braucht man den Makromodus nicht, dürfte das deutlich günstigere Canon 24-105mm 1:4L IS USM wegen des größeren Telebereichs noch attraktiver sein, auch wenn der Bildstabilisator um 1 Blendenstufe weniger effektiv arbeitet und es keine Fluoridlinsenvergütung bietet.

Canon 28-135mm 1:3.5-5.6 IS USM

 

Das Canon 28-135mm 1:3.5-5.6 IS USM ist im Prinzip sehr ähnlich zum Canon 24-105mm 1:4L IS USM, bietet jedoch keine durchgehende Lichtstärke, ist dafür noch etwas leichter und optisch eine Idee schwächer.

Auch haptisch wirkt es etwas weniger überzeugend (fühlt sich manchmal so an, als wenn die Linsen im Tubus etwas wackeln), aber noch immer gut. Für Budgetfreunde dennoch eine Alternative bei rund dem halben Preis des 24-105mm 1:4L.

Canon 50mm 1:1.4 USM

 

Das Canon 50mm 1:1.4 USM ist haptisch in Ordnung, bietet Vollzeiteingriff in die Fokussierung, ist mit 290 g relativ leicht und hat einen 58-mm- Filteranschluss. Als lichtstarker Allrounder auch für Porträts sehr geschätzt. Insgesamt eine gute Performance, wenngleich bei Offenblende etwas weich. Insgesamt für viele ein Must-have-Objektiv.

Canon 50mm 1:1.8 II

 

Das Canon 50mm 1:1.8 II ist die Budgetalternative für Sparfüchse. Es kostet nur rund 100 Euro und ist haptisch auf entsprechendem Niveau angesiedelt. Das bedeutet: komplett aus Kunststoff gefertigt (auch das Bajonett), Mikromotor ohne Vollzeiteingriff (schabt etwas), dafür optisch überzeugend und relativ lichtstark. Auf Reisen sehr angenehm aufgrund des geringen Eigengewichts (nur 130 g).

Canon 40mm 1:2.8 STM Pancake

 

Das Canon 40mm 1:2.8 STM Pancake ist extrem flach gebaut (steht am Gehäuse nur 23 mm ab) und mit 123 g angenehm leicht. Optisch durchweg überzeugend, etwa auf dem Niveau des 50mm/1.8 II bzw. 50mm/1.4 (jeweils abgeblendet). Als leichter Reisepartner oder für die große Manteltasche inklusive Body optimal. Preislich um 230 Euro noch fair. Der Stepping Motor (Schrittmotor) ist angenehm leise und flott.

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Klasse der Telebrennweiten


Telebrennweiten finden ihren Haupteinsatzbereich bei weiter entfernten bzw. unzugänglichen Motiven. Für Naturfotografen mit scheuen Motiven oder in der Sportfotografie werden sie zur Pflicht. Sie haben zudem den Vorteil, dass sich der Bildwinkel hinter dem Motiv verkürzt und das eigentliche Motiv kompakter wirkt.

Daher werden sie auch gerne in der Porträtfotografie eingesetzt. In der Produktfotografie eignen sie sich, wenn z. B. ein abgehängter, ansprechend oder neutral gestalteter Hintergrund nicht breit genug ist und ein Weitwinkel- bzw. Normalobjektiv dann zu viel vom Umfeld erfassen würde. Mit dem Teleobjektiv entfernt man sich weiter vom Motiv, erfasst dafür aber auch weniger vom Umfeld. Ähnliches gilt für den Blitzlichteinsatz, dessen Licht zwar abgeschwächt, aber doch weitreichender und ausgleichender leuchtet als beim Normalbzw. Weitwinkelobjektiv.

Ist der Weg zu weit, versperrt oder ist das Motiv zu scheu oder gefährlich, dann hilft ein Teleobjektiv weiter.

 

Auch im Makrobereich kann man sich die Winkelverkürzung z. B. mit 150- oder 180-mm-Makroobjektiven nutzbar machen, da der Hintergrund in der Regel noch unschärfer wirkt (bekannte Strukturen werden weiter auseinandergezogen und wirken dann unschärfer). Man braucht in diesen Fällen allerdings ausreichend Platz vor dem Motiv. Beliebte und z. T. auch hochprofessionelle (teure) Objektive der Teleklasse finden Sie in der folgenden Tabelle:

Objektiv Preis ca. Auflösung Canon EOS 6D
Canon 70-200mm/4L USM 600 Euro k.A.
Canon 70-200mm/4L IS USM 1.050 Euro 2.109 Linien
Canon 70-200mm/2.8L USM 1.130 Euro k.A.
Canon 70-200mm/2.8L IS USM 1.580 Euro 1.974 Linien
Canon 70-200mm/2.8L IS II USM 2.200 Euro 2.153 Linien
Canon 70-300mm/4-5.6L IS USM 1.300 Euro 2.019 Linien
Canon 70-300mm/4-5.6 IS USM 460 Euro 1.700 Linien
Canon 70-300mm/4.5-5.6 DO IS USM 1.050 Euro 1.624 Linien
Canon 75-300mm/4-5.6 IS USM (gebraucht) 300 Euro k.A.
Canon 75-300mm/4-5.6 USM 230 Euro k.A.
Canon 100-400mm/4.5-5.6L IS USM 1.330 Euro 1.975 Linien
Canon 85mm/1.8 USM 350 Euro 2.149 Linien
Canon 85mm/1.2L USM 1.400 Euro 1.975Linien
Canon TS-E 90mm/2.8 1.300 Euro k.A.
Canon 135mm/2L USM 1.000 Euro 2.091 Linien
Canon 200mm/2L IS USM 5.500 Euro 2.237 Linien
Canon 200-400mm/4L IS USM Ext. 1,4 k.A. k.A.
Canon 300mm/4L IS USM 1.000 Euro 2.119 Linien
Canon 300mm/2.8L IS USM 4.100 Euro 2.195 Linien
Canon 300mm/2.8L IS II USM 6.600 Euro k.A.
Canon 400mm/2.8L IS USM 8.000 Euro 2.221 Linien
Canon 400mm/2.8L IS II USM 10.500 Euro k.A.
Canon 600mm/4L IS  USM 8.300 Euro 2.008 Linien
Canon 600mm/4L IS II USM 12.000 Euro k.A.
Canon 800mm/5.6L IS USM 12.000 Euro 2.028 Linien
Sigma 70-200mm/2.8 EX DG Makro HSM 850 Euro 1.536 Linien
Sigma 70-300mm/4-5.6 DG APO 165 Euro k.A.
Sigma 80-400mm/4.5-5.6 EX DG OS 1.040 Euro k.A.
Sigma 100-300mm/4 EX DG 980 Euro k.A.
Sigma 120-300mm/2.8 EX DG 2.250 Euro 1.980 Linien
Sigma 135-400mm/4.5-5.6 DG APO 520 Euro k.A.
Sigma 170-500mm/5-6.3 DG APO 650 Euro k.A.
Sigma 300mm/2.8 EX DG APO HSM 1.900 Euro k.A.
Tamron AF 70-300mm/4-5.6 Di LD Macro 1:2 120 Euro k.A.
Tamron SP AF 70-300mm/4-5.6 Di VC USD 320 Euro 1.993 Linien
Tokina 80-400mm/4.5-5.6 AT-X 840 AF D 540 Euro k.A.
Walimex Pro 85mm/1.4 IF 250 Euro 1.838 Linien


Das Walimex Pro 85mm/1.4 IF ist mit einem Kaufpreis von 250 Euro besonders attraktiv, der Käufer muss dafür aber auf eine automatische Blendenübertragung und Autofokus verzichten. Optisch und haptisch liegt es dennoch auf einem insgesamt sehr guten Niveau (im Schnitt 1.838 Linien Auflösung). An dem Objektiv klappert nichts, und es liegt richtig satt in der Hand; rein haptisch würde ich im Blindversuch sicherlich ohne Weiteres eine 1.000-Euro-Preisklasse annehmen. Klarer Geheimtipp für Fotografen oder Videofilmer, die auf hohe Lichtstärke setzen und die manuellen Einstellungen in Kauf nehmen oder sogar gerne selbst vornehmen.
 

Canon 70-200mm 1:4L IS USM

 Für ein noch lichtstarkes Telezoom ist das Canon 70-200mm 1:4L IS USM relativ leicht und schlank. Optisch hervorragend, schon bei Offenblende ist die Linse ohne Fehl und Tadel. Wer Gewicht sparen möchte, hat ein hervorragendes Objektiv in der Fototasche und kann sogar auf eine Stativschelle verzichten (760 g, Nahgrenze 120 cm, kostet rund 1.050 Euro).
 

Canon 70-200mm 1:2.8L IS USM

 Von Hallensport bis Porträt ist mit dem lichtstarken Canon 70-200mm 1:2.8L IS USM alles machbar. Nur bei Offenblende zeichnet es etwas weich, was aber am Nachfolger (Mark II) ausgemerzt wurde. Dafür passen noch Slimfilter ohne Vignetterung drauf, was beim Mark II nicht mehr geht. Haptisch auf Spitzenniveau, entsprechend lässt sich der Hersteller/Handel die Qualität vergüten (ca. 1.600 Euro, Mark II: 2.300 Euro).
 

Canon 300mm 1:4L IS USM

 Wer eine optische Topleistung im erweiterten Telebereich wünscht, liegt beim Canon 300mm 1:4L IS USM richtig. Schon bei Offenblende bietet es Spitzenergebnisse bis in den Randbereich, dabei ist es nicht zu schwer. Erfreulich auch die integrierte ausziehbare Streulichtblende (Preis um 1.300 Euro, 1.165 g, 77-mm- Filter, Nahgrenze 150 cm). Für mich das beste Allroundteleobjektiv überhaupt. Auf Reisen können Sie noch einen Zwischenring mitnehmen und sich so ein extra Makro sparen.
 

Keine Montage, sondern eine reale Szene aus dem Nürnberger Tierpark, in dem eine Fotografin versehentlich ihr Canon-Objektiv 70-200mm/2.8 in das Eisbärengehege fallen ließ. Der Bär Felix griff es spielfreudig auf. Fotografiert von Dieter und Marion Sempf. Weitere Bilder dieses Szenarios finden sich auf der Fotocommunity-Webseite (www.fotocommunity.de/fotograf/dieterundmarion/829452).

 

Für professionelle Sport- und Naturfotografen wird das Canon 300mm 1:2.8L IS USM dank der hohen Lichtstärke gerne noch mit einem 1,4-fach- Teleextender kombiniert. Ich nutze es gelegentlich, wenn mir die Lichtstärke des 300mm 1:4 nicht reicht, etwa um Singvögel im Flug einzufangen.

Optisch wie haptisch, aber auch vom Preis auf Spitzenniveau. Bietet AF-Stopp-Tasten (programmierbar aus der 6D), abrufbaren Schärfespeicher (verliert sich allerdings nach ein paar Fahrten), kostet rund 4.300 Euro, 2.550 g, Nahgrenze 250 cm. Mit Zwischenringsatz noch im Nahbereich auf ca. 90 cm einsetzbar (dann ca. 1:2,5 Abbildungsmaßstab). Der Nachfolger Mark II legt preislich noch eine ordentliche Schippe drauf (rund 6.300 Euro), soll dafür mit den Extendern Mark III noch schneller beim Autofokus sein und ist 150 g leichter (2.400 g), auch die Nahdistanz sinkt um 50 cm auf 200 cm.

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Klasse der Weitwinkelobjektive und Fischaugen


Die Weitwinkelobjektive sind das Gegenstück zu den Telebrennweiten und werden als solche ab Brennweiten von 24 mm (F 80° Bildwinkel) und kleiner am Vollformatsensor bezeichnet. Bei wenig Platz vor einem Motiv, wie etwa in engen Gassen am südländischen Urlaubsort, bei Innenraumaufnahmen oder auch in der Landschaft finden sie ihr typisches Einsatzgebiet. Brennweiten von 12– 24 mm bzw. 16–35 mm sind typische Bereiche an Weitwinkelzoomobjektiven für den Vollformatsensor der EOS 6D.

Weitwinkel empfehlen sich im Landschaftsbereich oder wenn wenig Platz vorhanden ist. Stürzende Linien bei Architekturaufnahmen sind aber kaum zu vermeiden (Aufnahme mit dem Canon 24mm 1:1.4L USM, 7-stufige HDR-Verrechnung).

 

Fischaugen sind spezielle Objektive mit einem extremen Bildwinkel. Bei 15 mm entspricht der Winkel in der Diagonalen 180°, man spricht daher auch von Diagonalfischaugen. Fischaugen sind für spezielle Effekte zunehmend auch bei Videofilmern beliebt, vor allem aber Panoramafotografen, die 360°- bzw. Kugelpanoramen erstellen, bedienen sich gerne dieser Objektivklasse. Die Auflösungsmessung von Fischaugen ist in der Regel nicht möglich, weil man zu dicht ans Testchart aufrücken muss und dann durch Linsenkrümmung Beugungsunschärfen entstehen, die bei einem realistischen Einsatz aus größerer Distanz nicht auftreten.

Beliebte Objektive der Weitwinkelklasse (inklusive Superweitwinkel und Fischaugen) sind:

Objektiv Preis ca. Auflösung Canon EOS 6D
Canon 8-15mm/4L Fisheye USM 1.300 Euro k.A.
Canon 14mm/2.8L USM II 2.000 Euro 1.947 Linien
Canon 15mm/2.8 Fisheye 760 Euro k.A.
Canon 16-35mm/2.8L USM II 1.350 Euro 1.908 Linien
Canon 17-40mm/4L USM 700 Euro 1.766 Linien
Canon TS-E 17mm/4L 2.200 Euro k.A.
Canon 20mm/2.8 USM 450 Euro k.A.
Canon 24mm/1.4L USM II 1.500 Euro 1.833 Linien
Canon TS-E 24mm/3.5L 1.300 Euro 1.692 Linien
Canon TS-E 24mm/3.5L II 1.900 Euro k.A.
Sigma 8mm/3.5 EX DG Fisheye 750 Euro k.A.
Sigma 12-24mm/4.5-5.6 EX DG 640 Euro 1.493 Linien
Sigma 14mm/2.8 EX, gebraucht 700 Euro 1.752 Linien
Sigma 15mm/2.8 EX DG Fisheye 650 Euro k.A.
Sigma 17-35mm/2.8-4 EX DG 280 Euro 1.598Linien
Sigma 20mm/1.8 EX DG 380 Euro k.A.
Tamron 14mm/2.8 Asph. 970 Euro k.A.

 

Canon 16-35mm 1:2.8L USM II

 

Das Canon 16-35mm 1:2.8L USM II ist derzeit für Canon-Freunde konkurrenzlos. Als lichtstarkes Weitwinkelzoom bietet der Markt sonst in der Ausstattung wenig Alternativen. Man kann mit dem Objektiv durchaus zufrieden sein, optisch ist es aber durchwachsen. Vor allem im Randbereich und bei den größeren Brennweiten lässt es deutlich nach. Wer auf höchste Qualität im Randbereich Wert legt, wird enttäuscht und kann sich ggf. beim diesbezüglich wesentlich besseren Canon TS-E 17mm 1:4 oder dem 14mm 1:2.8 umsehen (siehe auch www.traumflieger.de/desktop/objektive/weitwinkel/ index.php). Gewicht 635 g, ungünstige 82-mm-Filtergröße (teure Pol- und Graufilter), Kostenpunkt rund 1.350 Euro.

Canon 17-40mm 1:4L USM

 

Rund 700 Euro werden beim Kauf des Canon 17- 40mm 1:4L USM fällig. Im Prinzip ist es ähnlich dem oben vorgestellten 16-35mm, nur eben lichtschwächer. Auch optisch etwas weniger hochauflösend in den Randbereichen und stärker verzeichnend. Dafür ist es aber eben auch günstiger. Für APS-C-Kameras sicherlich ein attraktives Objektiv, am Vollformatsensor jedoch nur eingeschränkt empfehlenswert. Immerhin nutzt es die gängigere 77-mm-Filtergröße.

Die sehr hohe Lichtstärke im Weitwinkelbereich bietet mit dem Canon 24mm 1:1.4L USM II außergewöhnliche Freistellungseffekte, aber auch Potenzial für nächtliche Einsätze, ohne bei Offenblende das Programm Av oder M verlassen und in den unkomfortableren Bulb-Modus wechseln zu müssen. Lens Flares sollten durch die neue Glasbeschichtung der Vergangenheit angehören. Das ist zwar tagsüber der Fall, aber nachts mit seitlichen Lichtquellen leider nicht. Nichtsdestotrotz bietet es ein sehr schönes Bokeh. Der Preis liegt bei rund 1.500 Euro.

Als Vertreter der Tilt-Shift-Objektive kann man mit dem Canon TS-E 24mm 1:3.5L stürzende Linien begradigen oder im Tilt-Betrieb die Schärfe dehnen und interessante Sweetspots setzen (selektive Schärfe auf einen gezielten Punkt). Optisch muss man bei Offenblende an dem rund 1.300 Euro teuren Objektiv einen Auflösungskompromiss hinnehmen, denn erst ab f5.6 liegt die Auflösung im erweiterten und äußeren Rand am Vollformatsensor auf einem guten Niveau. Der von mir nicht weiter untersuchte Nachfolger kostet noch mal rund 600 Euro mehr und dürfte die Schwächen hoffentlich verbessern (Canon TS-E 24mm 1:3.5L II).

Im extremeren Weitwinkel bietet Canon auch das TS-E 17mm 1:4L an, das selbst im Randbereich bei Offenblende bereits sehr hoch auflöst, allerdings auch noch mal teurer ist (ca. 2.200 Euro). Der Autofokus wird an Tilt-Shift-Objektiven generell nicht unterstützt.

Das Sigma 14mm/2.8 EX ist nur noch gebraucht erhältlich und für etwa 600–700 Euro zu ergattern. Die hohe Lichtstärke macht es attraktiv, es will aber leider für eine akzeptable Randschärfe bis auf f8 abgeblendet werden, und selbst dann sind noch immer Unschärfen deutlich. Auf der Habenseite verbucht es eine sehr geringe Nahgrenze von nur rund 10 cm (von der Frontlinse bis zum Motiv). Das Oberflächen-Finish platzt relativ schnell ab. Sigma hat es wohl zu Recht nicht mehr im Programm.

Für rund 400 Euro wird das Walimex Pro 35mm/ 1.4 für Canon angeboten. Das Objektiv zeichnet zwar bei Offenblende weich, ist aber optisch kaum schlechter als das dreimal so teure Canon 35mm/1.4. Abgeblendet ab f2 auch im Randbereich zunehmend scharf, Topschärfe ab f4.0 bis in den äußersten Rand. Haptisch sehr überzeugend, allerdings mit manuellem Blendenring und ohne Autofokus. Wer ein lichtstarkes Weitwinkel sucht und auf Komfortmerkmale verzichten kann, wird sehr gut bedient.

Canon 8-15mm 1:4L USM Fisheye

 

Das Canon 8-15mm 1:4L USM Fisheye ist ein marktweit einzigartiges Fischaugenzoom für den Vollformatsensor. Haptisch, auch vom Produktdesign herausragend. Optisch ebenfalls ohne Fehl und Tadel. Allerdings wandert der Nodalpunkt etwas stärker (wird auch als Least Parallax Point bezeichnet), sodass man besser mehrzeilig sphärische Panoramen zumindest mit ausgeprägten Vordergrundelementen durchführt.

Insgesamt vor allem für Panoramafotografen ein tolles Objektiv, und dank Zoom kann man Kugelpanoramen entweder schnell oder höher auflösend durchführen. Der Preis liegt bei rund 1.300 Euro.

Sigma 15mm/2.8 EX DG Fisheye

 

Das Sigma 15mm/2.8 EX DG Fischauge ist für rund 650 Euro zu haben. Optisch steht es dem Canon 8-15mm bei 15 mm nicht nach und ist sogar eine Blendenstufe lichtstärker. Ziemlich randscharf selbst bei Offenblende. Unempfindlich gegen Lens Flares oder Geisterbilder und dabei sehr ähnlich zum 8-15mm von Canon. Wer Kugelpanoramen durchführt, kann sogar eine noch höhere Stitching-Qualität erwarten, da der Least Parallax Point weniger stark als beim Canon 8-15mm ausgeprägt ist. Sicherlich ist dieses Objektiv nicht schlechter als das Canon Fisheye 15mm 1:2.8, unterstützt dafür aber eine noch geringere Nahdistanz, was letztlich bei mir kaufentscheidend war.

Das Sigma 12-24mm/4.5-5.6 EX DG ist das weitwinkligste Zoomobjektiv für Canons Vollformat. Leider verlangt der Rekord seinen Tribut. Selbst stark abgeblendet wird es noch nicht mal im mittleren Bereich des Sensors scharf. Wer mehr als mittlere Bildgrößen als Endausgabe nutzen will, sollte lieber die Finger davon lassen. Kostenpunkt rund 700 Euro.

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Die Klasse der Mega- und Superzooms


Die sogenannten Superzooms mit sehr großen Brennweitenbereichen beispielsweise im Extremen von 28–300 mm sind von besonderem Interesse. Es sind typische Reiseobjektive, die einerseits dem Wunsch nach einer größeren Brennweite und meist geringem Gewicht nachkommen und andererseits einen Objektivwechsel vielfach unnötig machen.

Vielfältige Motive und relativ schnelle Ortswechsel mit unterschiedlichem Platzangebot erlebt man z. B. im Zoo. Hier ist man gut mit einem Superzoom unterwegs.

 

So verlockend die Superzooms auch sein mögen, sie sind leider relativ lichtschwach und enden oft erst bei f6.3. Da bei diesen Objektiven vor allem in den höheren Brennweitenbereichen die Offenblenden- Abbildungsleistung deutlich abfällt, wird zweifaches Abblenden meist zur Pflicht. Das führt jedoch zu einer verhältnismäßig geringen Lichtausbeute, sodass diese Objektive zumindest für spezielle Motive mit der Forderung nach einer sehr hohen Abbildungsleistung kaum oder in der Regel nur bei besten Lichtverhältnissen geeignet sind.
 

Objektiv Preis ca. Auflösung Canon EOS 6D
Canon 28-200mm/3.5-5.6 USM 370 Euro k.A.
Canon 28-300mm/3.5-5.6L IS USM 2.350 Euro 1.586 Linien
Sigma 28-200/3.5-5.6 DG Macro 230 Euro k.A.
Sigma 28-300mm/3.5-6.3 DG Macro 240 Euro k.A.
Sigma 50-500mm/4.0-6.3 EX DG 1.000 Euro k.A.
Tamron 28-300mm/3.5-6.3 XR Di VC 520 Euro k.A.

 

Canon 28-300mm 1:3.5-5.6L IS USM

 

Mit dem Canon 28-300mm 1:3.5-5.6L IS USM bietet Canon das einzige aktuell erhältliche Superzoom mit L-Status an. Ich setze es unterwegs gerne mal ein, wenn vor allem Vielfalt auf dem Programm steht. Die Bildqualität ist bei 300 mm und Offenblende oft noch brauchbar, man sollte allerdings den Nahbereich ausklammern. Bei mittlerer und kleiner Brennweite sind die Bildergebnisse gut bis sehr gut.

Den Friktionsring musste ich bereits nach Ablauf der Garantie austauschen lassen. Wenn möglich, nehme ich lieber mehrere Festbrennweiten, auch wenn ich dann wegen der Objektivwechsel langsamer bin. Videozoomfahrten sind wegen der Offenblendenzahl- Änderung und etwas hakeligem Schiebezoom nicht zu empfehlen.

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Die Klasse der Makroobjektive


Abbildungsmaßstäbe jenseits des Gewohnten sind mit Makroobjektiven möglich. Aufnahmen von Kleinlebewesen, aber auch Schmuck oder Münzsammlungen sind das Haupteinsatzgebiet dieser Objektivgattung.

Mit einem Makroobjektiv lassen sich spontan Details am Wegesrand festhalten oder lässt sich auch gezielt die schillernde Insektenwelt erforschen.

 

Bei der Angabe des 1:1-Abbildungsmaßstabs nimmt das Motiv den gleichen Platz auf dem Sensor ein wie in Wirklichkeit. (Sie können also Motive mit Abmessungen von 2,4 x 3,6 cm formatfüllend und scharf ablichten.) Die Brennweitenbereiche von Makroobjektiven sind weit gestreut und reichen von 50–180 mm. Zur EOS 6D kompatible Makroobjektive sind:

Objektiv Preis ca. Auflösung Canon EOS 6D
Canon EF 50mm/2.5 Macro 250 Euro k.A.
Canon MP-E 65mm/2.8 1-5x Macro 930 Euro k.A.
Canon EF 100mm/2.8 Macro USM 450 Euro 2.131 Linien
Canon EF 100mm/2.8L IS Macro USM 850 Euro 2.162 Linien
Canon EF 180mm/3.5L Macro USM 1.380 Euro k.A.
Sigma 50mm/2.8 DG Makro 250 Euro 1.978 Linien
Sigma 70mm/2.8 DG Makro 370 Euro k.A.
Sigma 105mm/2.8 EX DG Makro 640 Euro 2.200 Linien
Sigma 150mm/2.8 EX DG Makro 570 Euro 2.089Linien
Sigma 180mm/3.5 EX DG Makro 790 Euro k.A.
Tamron 90mm/2.8 Di Macro 380 Euro 2.012Linien
Tamron 180mm/3.5 Di Macro 690 Euro k.A.
Tokina 100mm/2.8 AT-XM Macro 420 Euro 2.183 Linien
Zeiss Makro Planar T*50mm/2 1.100 Euro 2.184 Linien
Zeiss Makro Planar T*100mm/2 1.600 Euro 2.184 Linien

 

Canon 100mm 1:2.8L IS USM

 

Am Canon 100mm 1:2.8L IS USM ist der integrierte Bildstabilisator besonders interessant. Er gleicht die im Makrobereich auftretenden Shift- Bewegungen aus und wurde daher völlig neu konstruiert. Allerdings ist die Effektivität beim 1:1-Abbildungsmaßstab mit 1 Blendenstufe recht begrenzt, bei 1:2 sind dann schon 2 Blendenstufen an Verwacklungsausgleich und auf weitere Entfernung dann bis zu 4 Stufen möglich. Optisch ist das Makro bereits bei Offenblende bis in den Randbereich hervorragend. Der Tubus ist komplett aus Kunststoff. Kostenpunkt rund 850 Euro. Der Vorgänger ohne IS ist allerdings optisch kaum schlechter und kann auch haptisch überzeugen.

Canon 180mm 1:3.5L Macro USM

 

Die Haptik mit breitem Scharfstellring und Metalltubus ist am Canon 180mm 1:3.5L Macro USM schlichtweg begeisternd. Mit einer Mindestdistanz von rund 30 cm von der Frontlinse zum Motiv können auch scheuere Motive eingefangen werden, und dank Winkelverkürzung wird der Hintergrund noch weiter in die Unschärfe gebracht als mit kleineren Makrobrennweiten. Auf größere Entfernung ist der Scharfstellweg allerdings sehr kurz, sodass man, manuell fokussierend, im Millimeterbereich am Scharfstellring operieren muss. Die Auflösung liegt auf absolutem Spitzenniveau, ein höher auflösendes Objektiv habe ich noch nicht erlebt. Der Preis inklusive der im Lieferumfang enthaltenen Stativschelle liegt bei rund 1.400 Euro.

Canon Lupenobjektiv MP-E 65mm 1:2.8

 

Canons Lupenobjektiv MP-E 65mm 1:2.8 deckt den Abbildungsmaßstab von 1:1 bis 5:1 ab und bringt damit eine bis zu 5-fach höhere Vergrößerung gegenüber klassischen Makroobjektiven. Die Abbildungsleistung ist in allen Bereichen – sogar am äußersten Rand – des Vollformatsensors auf Spitzenniveau und sehr hoch aufgelöst. Man braucht allerdings reichlich Licht, vor allem in den höheren Stufen. Die Motivdistanz zur Frontlinse variiert zwischen 3 cm und 5 cm, auf weitere Entfernungen kann nicht scharf gestellt werden. Da der Tubus sehr lang ausfährt, ist die Positionierung schwierig. Ein Makroeinstellschlitten wird praktisch zur Pflicht. Wer damit outdoor arbeitet, braucht zudem eine sehr stabile Montierung und Muße zum Einstellen. Autofokusbetrieb ist nicht vorhanden. Kostenpunkt rund 930 Euro.

Für rund 250 Euro kann man das Sigma 50mm/ 2.8 EX DG Makro erwerben. Die Offenblende zeichnet noch etwas weich, ab f4 sind allerdings auch im Randbereich sehr gute Ergebnisse und ab f5.6 bis zum äußersten Rand Topauflösungen erreichbar. Mit 50 mm hat man auch in beengten Umgebungen einen sehr guten Aktionsradius. Da das Sigma den 1:1-Abbildungsmaßstab unterstützt, ist es für mich interessanter als das Canon 50mm/2.8 Macro, das diesen Abbildungsmaßstab nur mit Live-Size-Konverter erreicht. Haptisch ist das Sigma auf mittlerem Niveau angesiedelt.

Das Sigma 150mm/2.8 EX DG Makro habe ich mir als Kompromiss zwischen einem 100-mmund 180-mm-Makro zugelegt. Optisch ist es bei Offenblende bereits sehr gut, bei f4 und zunehmend sogar bis in den äußersten Rand des 6D-Sensors scharf. Auch haptisch überzeugend, wenngleich das Finish relativ empfindlich bei robustem Außeneinsatz ist. Der Autofokus ist allerdings kaum brauchbar, stellt oft nicht zutreffend scharf. Trotzdem empfehlenswert. Die teurere Nachfolgeversion mit Bildstabilisator (OS) hat allerdings offenbar keinen Shift-Ausgleich wie der Bildstabilisator am Canon 100mm 1:2.8L IS USM und dürfte damit nur außerhalb des Makrobereichs effektiv sein.

Das Tamron SP AF 90mm/2.8 Di Macro 1:1 war mein erstes Makroobjektiv und hat einige strapazierende Reisen überstanden. Es ist angenehm leicht (nur 405 g) und trotz Kunststofftubus sehr stabil. Optisch ist es hervorragend, nur bei Offenblende im äußersten Rand etwas weich, ab f5.6 aber auch hier einwandfrei. Beim Autofokus ist die Bedienung etwas hakelig, wenn man über den Schiebemechanismus des Scharfstellrings vom manuellen in den AF-Betrieb umschaltet. Der Mikromotor schabt und ist kaum zuverlässig. Daher besser manuell fokussieren. Kostenpunkt um 380 Euro.

Das Tokina AF 100mm/2.8 Macro AT-X ist im Prinzip sehr ähnlich zum Tamron 90mm/2.8 gebaut. Schaltet auch den AF/MF-Betrieb etwas hakelig über den Schiebemechanismus des Fokusrings um. Wirkt insgesamt sehr robust, ist mit 540 g aber etwas schwerer. Wegen des oft das Ziel nicht treffenden Mikromotors im AF-Betrieb kaum empfehlenswert. Optisch allerdings auf Spitzenniveau, selbst bei Offenblende bis in den äußersten Rand. Wegen eingelassener Frontlinse gegen Regentropfen unempfindlich. Kostenpunkt rund 420 Euro.
 

Objektive online


Für Canon-DSLR-Kameras ist im Internet eine Objektivdatenbank verfügbar, die sich nach vielen Kriterien wie beispielsweise Preis, Brennweitenbereich, Motivpräferenzen und Ausstattungsmerkmalenauswerten lässt:
www.objektivberater.de
Diskussionen und Anwenderaustausch mit Tipps und Ratschlägen für den Objektivkauf finden Sie auch in den Fachforen, wie beispielsweis unter: www.traumflieger.de/forum
www.d-forum.de
www.dslr-forum.de

 

 

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Dieser Report wurde am Dienstag, 01. Juli 2014 erstellt und zuletzt am Donnerstag, 10. Juli 2014 bearbeitet.

Leserkommentare:


Autor: Stefan G. 10.07.2014 - 17:01:33
@Roger: ist geändert, danke für den Hinweis!

0 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich. Entscheiden Sie selbst:

Autor: trubbert 10.07.2014 - 16:33:39
Bewertung des Reports: 5 von 5 Sternen!
Ein tolles Angebot, das Buch online zu stellen! Herzlichen Dank!

Zum Kapitel "Objektive im Überblick" sollte man bei den Auswahlkriterien anmerken, daß der besonders sensible zentrale Autofokus-Punkt der 6D nur bei Objektiven mit einer Offenblende von 2.8 und besser funktioniert. Für mich ist das ein wichtiges Auswahlkriterium bei Objektiven - unabhängig vom Freistellungspotential der besonders lichtstarken Linsen. Leider sind die entsprechenden Canon-Zoom-Objektive für mich als Amateurfotograf außerhalb meiner finanziellen Möglichkeiten. So kostet das Standardzoom 24-70/2.8 L ohne IS (!) bereits auf rd. 2.000 Euro, für das daran anschließende 70-200/2.8L IS muß man noch einmal mit 2.500 Euro rechnen, zusammen also 4.500,-.

Für mich ist daher die relativ neue Kombination von Tamron SP 24-70/2.8 Di VC und SP 70-200/2.8 Di VC USD (das dem Canon nach meiner Meinung um nichts nachsteht) für insgesamt 2.000 Euro die bessere Wahl. Leider sind beide Objektive noch nicht im Traumflieger Objektiv-Vergleich verfügbar.

Auch bei den Festbrennweiten hat sich seit dem Erscheinen des Buches einiges getan. Ich halte derzeit die Sigma-Modelle für die beste Wahl in Kombination mit der 6D: Sigma 35/1.4 DG HSM A (qualitativ besser als Canon 35/1.4L und wesentlich günstiger), Sigma 50/1.4 DG HSM A (qualitativ besser als Canon 50/1.2, dabei günstiger) und Sigma 85/1.4 EX DG HSM (qualitativ vergleichbar dem Canon 85/1.2L, zum halben Preis).

Wie gesagt, alle genannten Linsen sind nach dem Erscheinen des Buches herausgekommen.

1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich. Entscheiden Sie selbst:

Autor: Roger 10.07.2014 - 12:50:28
Bewertung des Reports: 5 von 5 Sternen!
Vielen, vielen Dank. Werde in den nächsten Tagen und Wochen sicherlich noch oft hier verbringen.

Eine Sache ist mir eben aber aufgefallen:

Kapitel Objektive:
Canon 20mm 1:2.8 STM Pancake

ein 20mm Pancake gibt es leider nicht. Richtig wären 40mm.
Eine Kleinigkeit ;-)

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