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Kapitel 7.1 - Neuerungen und Technik des Videomodus

Kapitel 7.1 - Neuerungen und Technik des Videomodus

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Entscheiden Sie selbst:


Neue Videofunktionen der 6D - Das richtige Videoformat einstellen - Die passende Framerate wählen - Das richtige Format: IPB oder AII-I? - Die Tonaufzeichung optimieren - Automatische/manuelle Tonpegelung - Audiokontrolle verbessern - Inhaltsverzeichnis



  7.1 Neuerungen und Technik des Videomodus

 

Lernen Sie die Videofunktionen im Detail kennen, vermeiden Sie Fehlbedienungen und verinnerlichen Sie das Generelle Konzept. Dann steht hochwertigen Videoproduktionen mit der 6D nichts im Wege.

Die Full-HD-Videofunktion wurde noch an der 5D Mark II als Revolution auch von professionellen Filmern begeistert aufgegriffen. Ein derart großer Bildsensor bietet Freistellungsmöglichkeiten, wie man sie bis dato nur von aufwendigen Kinoproduktionen kannte. Und dort werden Videokameras in vier- bis fünfstelliger Preisklasse eingesetzt.

Mit einem Rig ist die 6D für Videozwecke deutlich besser ausbalanciert. Hier nutze ich das Sevenoak SK-R01 Shoulder Support Rig.

 

Durch die hohe Eingangsempfindlichkeit erschlossen sich auch Low-Light-Produktionen, die sich selbst bei sehr aufwendigen Dokumentationen sonst nur mit Infrarotkameras oder mit noch erkennbarem Rauschanteil realisieren ließen. Hinzu kommt die Möglichkeit, auf die zahlreichen Fotoobjektive zurückgreifen zu können, die eine unglaubliche Bandbreite vom Fischauge über Tilt-Shift-Linsen bis hin zum lichtstarken Teleobjektiv bieten. Insoweit war es kein Wunder, dass die Filmindustrie zunehmend auf die DSLR-Videofunktionen, insbesondere auch die lange Zeit einzigartige EOS 5D Mark II, zurückgriff und immer noch -greift.

Trotz der herausragenden Videofunktion der Canon-DSLRs sollte man die Vorzüge eines Camcorders nicht vergessen. Der hier gezeigte Canon LEGRIA HF G10 bietet ein lichtstarkes 30-304-mm-Objektiv (f1.8 bis f2.8), Motorzoom und liegt wie angegossen in der Hand. Bei den Low-Light-Fähigkeiten kann er sogar fast mit der 6D mithalten (Preisklasse um 1.000 Euro).

 

Diese Vorzüge gelten im Wesentlichen bis heute und machen die nochmals deutlich optimierte Videofunktion der 6D auch für Berufsfilmer äußerst attraktiv. Hochzeitsfotografen können gleichzeitig ohne großen Zusatzaufwand noch Filme anbieten und Naturfotografen Diashows mit Filmabschnitten und Originalton bereichern. Natürlich bieten sich auch Fotoreportern neue Möglichkeiten, um der Redaktion für den Internetauftritt gleich noch ein aktuelles Video vom Geschehen zu liefern.

Persönlich habe ich meine Camcorder seinerzeit durch Canon-DSLRs komplett ersetzt, verwende sie jetzt aber parallel und kann so die Stärken beider Systeme jeweils gezielt nutzen.

Die Vorteile von Camcordern schätzen


Eine DSLR und die zugehörige Optik sind speziell für Fotozwecke entwickelt worden. Der Videobetrieb ist dort eine Zusatzfunktion, die historisch gesehen erst nachträglich integriert wurde. Das bringt ein paar Schwierigkeiten mit sich, die an einem Camcorder vermieden werden. Letzterer liegt z. B. viel besser ausbalanciert in der Hand, unterstützt motorgestützte Zoomfahrten, und die Bedientasten etwa zum Start und Stopp der Aufnahmen sind oft noch besser im Zugriff. Die Bildstabilisierung ist am Camcorder so dezent, dass sie nicht als Hintergrundgeräusch mit aufgezeichnet wird, und der Autofokus ist auch im laufenden Video deutlich schneller als bei einer DSLR. Hinzu kommen oft auch Fernauslösefunktionen, die nicht nur den Videostart und -stopp, sondern auch Zoomfahrten etc. bieten. Schwenkbare Displays gehören ebenso zum aktuellen Camcorder-Standard wie ein elektronischer Sucher, und unterbrechungsfreie Aufzeichnungen können auch weit über 30 Minuten durchgeführt werden. Insoweit bietet ein Camcorder gegenüber der DSLR-Videofunktion viele Vorzüge, auch wenn er regelmäßig weniger Freistellungspotenzial bereitstellt und in lichtschwachen Umgebungen oft auch stärkeres Bildrauschen produziert.

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Neue Videofunktionen der 6D


Canon hat an der 6D einige Schwächen im Videobetrieb älterer Canon-DSLRs ausgeräumt. Um eine Nachbearbeitung auch auf nicht ganz so leistungsfähigen Computern zu ermöglichen, bietet die 6D jetzt ein alternatives Videoformat (ALL-I). Außerdem werden Videoclips an der 6D bei Erreichen der Dateiobergrenze von 4 GByte nicht mehr nach rund zwölf Minuten gestoppt, sondern automatisch durch die verzögerungsfreie Neuanlage weiterer Videodateien auf bis zu 30 Minuten ausgedehnt.

Canon-DSLRs und vor allem auch die 6D werden zunehmend von professionellen Filmern genutzt. Hier der Multimediakünstler Mateusz Koscur bei der Arbeit.

 

Neu ist zudem der HD-Videomodus, um mit 1.280 x 720 Bildpunkten bis zu 60 Bilder/Sek. und damit fließendere Kameraschwenks oder nachträgliche Zeitlupenaufnahmen realisieren zu können. Für Kontrollzwecke an externen HD-Monitoren steht erfreulicherweise das Videosignal per HDMIout nun – anstelle von 640 x 480 Pixeln wie am Vorgänger – in voller Auflösung mit 1.920 x 1.080 Bildpunkten bereit.

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Das richtige Videoformat einstellen


Ihre 6D bietet drei verschiedene Videoformate, die dabei noch jeweils in zwei Kategorien unterteilt und mit unterschiedlichen Frameraten einstellbar sind. Sie haben grundsätzlich die Wahl zwischen Full HD mit 1.920 x 1.080, HD mit 1.280 x 720 sowie SD mit 640 x 480 Bildpunkten. Full HD bietet natürlich die höchste Bildauflösung und ist mittlerweile Branchenstandard. Zahlreiche TV-Sender, aber auch Blu-ray-Produktionen bieten Full-HD-Auflösungen an und bedienen damit die mittlerweile dafür optimierten Flachbildmonitore in Millionen von Haushalten. Für professionelle Produktionen gehört die Full-HD-Auflösung daher schon länger zum Pflichtprogramm.

Vielfach wird aber auch das HD-Format genutzt, dem man seine geringere Auflösung nicht immer sofort ansieht. Im Internetstream, aber auch bei HD-Videos auf Videoportalen wie YouTube wird stets ein Kompromiss aus Bildauflösung und Übertragungsrate gesucht. Bei YouTube werden daher hochgeladene Videos nochmals neu gerendert, um das Format anzugleichen, aber vor allem auch den Videodatenstrom möglichst klein zu halten. Sie werden daher beim Abspielen der Videos zwischen Full-HD- und HD-Auflösung kaum einen Unterschied wahrnehmen.

Die Videoformate im Größenvergleich: Full HD bringt eine deutlich höhere Auflösung als HD, während das SD-Format fast schon Daumenkino-Größe bietet.

 

HD mit 1.280 x 720 Bildpunkten bietet gegenüber der Full-HD-Auflösung an der 6D zwar keine wesentlich kleineren Dateien, dafür aber eine höhere Framerate. Sie können im HD-Format mit bis zu 60 Bildern/Sek. gegenüber maximal 30 Bildern/ Sek. (Full HD) Bewegungen fließender einfangen. Das gilt z. B. auch für Kameraschwenks, die dann im Video weicher und fließender aussehen als mit 30 Bildern/Sek. Ein zweiter Vorteil ist die Möglichkeit, die Geschwindigkeit im Videoschnitt nachträglich z. B. auf 30 Bilder/Sek. zu reduzieren und so eine 50 %-Zeitlupenaufnahme realisieren zu können.

Bei der Wahl von PAL als Videosystem stehen in Full HD maximal 25 Bilder/Sek. zur Auswahl, während bei NTSC 30 Bilder/Sek. möglich sind.

 

Die SD-Auflösung mit 640 x 480 Bildpunkten empfiehlt sich eigentlich nur für Notfälle, wenn der Speicherkartenplatz knapp wird. Oder für leistungsschwache Computer, auf denen nur wenig Haupt- und Festplattenspeicher für den Videoschnitt zur Verfügung steht. Sicherlich reicht die Auflösung auch für manches Internetvideo, vielfach wird aber auch hier vom Publikum der im Videoplayer zum Standard gehörende Vollbildschirmmodus genutzt und eine entsprechend höhere Auflösung erwartet. Das Seitenverhältnis von 4:3 orientiert sich zudem wenig an unseren Sehgewohnheiten.

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Die passende Framerate wählen


Die Framerate wird grundsätzlich von der eingestellten Videonorm bestimmt. Sie ist nicht im ersten Karteireiter, sondern weiter hinten im gelben Register unter Videosystem zu finden. Ist dort PAL eingestellt, können Sie Full HD mit bis zu 25 Bildern/Sek. und HD mit bis zu 50 Bildern/ Sek. vorwählen. Nur wenn NTSC eingestellt wurde, stehen die höheren Frameraten mit bis zu 30 Bildern/Sek. (Full HD) bzw. 60 Bildern/Sek. (HD) zur Verfügung.
 

Videonorm und Stromnetz


Das Videosystem basiert auf den unterschiedlichen Fernsehnormen. PAL ist in Europa weitverbreiteter TV-Standard und orientiert sich an der Frequenz des Stromnetzes mit 50 Hertz. Die vor allem in Nordamerika genutzte NTSC-Norm basiert hingegen auf der höheren Wechselstrom-Wiederholrate von 60 Hertz.

 

Wenn Sie nicht gerade direkt für einen TV-Sender arbeiten und dort dann entsprechende Vorgaben mit PAL-Standard bekommen, können Sie in der Regel bedenkenlos auch NTSC einstellen. Die meisten aktuellen Wiedergabegeräte wie TV und Computermonitore passen sich automatisch an die Aufzeichnungsnorm an und können Videos sowohl mit NTSC (bis 60 Bilder/Sek.) als auch PAL (bis 50 Bilder/Sek.) anzeigen. Nur empfiehlt es sich, die Norm für dasselbe Videoprojekt identisch zu halten, weil das Videoschnittprogramm sonst eine teilweise Neucodierung intern vornehmen muss. Was einerseits zu Inkonsistenzen – einzelne Frames werden z. B. unsauber umcodiert – und andererseits ggf. auch zu Performanceproblemen im Schnitt führen kann.

Nutzen Sie im Videoschnittprogramm am besten die gleichen Projekt-/Sequenzeinstellungen, die auch an Ihrer 6D voreingestellt sind. Hier in Premiere CS ab Version 5 werden gleich passende Vorlagen angeboten.

 

Für Full HD können Sie an der 6D auch 24 Bilder/ Sek. wählen. Diese Framerate ist bei Kinofilmen Standard und schlichtweg historisch gewachsen. Auch hier bestimmt das grundlegende Videoprojekt die Framerate. Wenn Sie ein Filmprojekt in 24 Bildern/Sek. anlegen und an der 6D aber 25 Bilder/Sek. vorgewählt haben, muss das Videoschnittprogramm diese Diskrepanz angleichen und einzelne Frames droppen. Das kann z. B. zu Tonschwankungen führen. Werden etwa Kinofilme im TV gezeigt und dort anstelle der vorgesehenen 24 im PAL-Standard 25 Bilder/Sek. wiedergegeben, dann ist die Tonhöhe auch minimal angehoben.

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Das richtige Format: IPB oder All-I?


An der 5D Mark II hatte man noch keine Wahl zwischen unterschiedlichen Formaten. Hier wurden die Videos stets als MPEG-4 im H.264-Container einheitlich nach dem sogenannten IPP-Standard komprimiert. Dabei werden in einsekündigem Abstand jeweils ein Schlüsselbild und für die nachfolgenden Frames nur noch die Unterschiede festgehalten. Dieses Kompressionsverfahren wird, etwas verfeinert (bidirektional) mit Wahl von IPB, auch an der 6D genutzt. Dabei wird das Video rund 3x stärker komprimiert als bei der Wahl von ALL-I. Diese Kompression muss im Videoschnittprogramm wieder decodiert werden.
 

Interlaced und progressives Video


Ihre 6D nimmt die Videos im sogenannten progressiven Format auf, d. h., alle Frames werden vollständig belichtet und nicht etwa zeilenweise, wie es beim Interlaced-Verfahren der Fall ist. Durch das progressive Verfahren steigt auch die Bildqualität, weil hier bei der Bildwiedergabe keine Zeilen mehr zusammengeführt werden müssen. Oft wird das Verfahren auch in Abkürzungen mit 1080p oder 720p als besonders hochwertig gekennzeichnet. Steht dort 1080i, weiß der Kenner, dass es sich um das Interlaced-Verfahren handelt, das vor allem bei Motivbewegungen oft einen unschönen Kammeffekt aufweist.

 

Das geschieht normalerweise während der Laufzeit und kann daher an weniger performanten Computern zu deutlichen Rucklern führen. Auch beim direkten Abspielen im Videoplayer kann die Wiedergabe ins Stocken geraten. Bei der Wahl des ALL-I–Parameters werden hingegen alle Frames als sogenannte Intraframes abgelegt. Wie bei einem Daumenkino liegen daher sämtliche Informationen in allen Einzelbildern vor. Der Videoplayer oder das Videoschnittprogramm muss also keine aufwendigen Differenzbild-Rückrechnungen durchführen. Die Performance ist daher auch an leistungsschwächeren Computern ausreichend. Nur kostet ALL-I mehr Speicherplatz. Ein ALL-I-Video zeichnet mit rund 11,4 MByte/Sek. auf, während IPB hier nur 3,9 MByte/Sek. benötigt. Wenn Sie die maximale Aufzeichnungslänge von 29m:59s bei Full-HD-Qualität ausschöpfen, haben Sie mit ALL-I ein Datenvolumen von rund 20 GByte, mit IPB jedoch nur rund 7 GByte vorliegen. Bei ALL-I liegen Ihnen dann auch durchschnittlich 5–6 Einzeldateien mit jeweils bis zu 4 GByte vor, die man zwar unterbrechungsfrei im Videoschnitt montieren kann, aber bei IPB sind es dann nur zwei Videodateien.

Wird eine zu langsame Speicherkarte verwendet, startet zwar das Video zunächst, bricht dann aber bald mit der Meldung »Movie-Aufnahme wurde automatisch angehalten« ab.

 

Farbsampling an der 6D


Das von der 6D genutzte 4:2:0 YUV-Farbformat zählt nicht zum High-End-Farbsampling, dürfte jedoch für die meisten Anwendungen ausreichend sein. Dabei enthält jedes Pixel Informationen für Helligkeit, und jedes zweite Pixel jeder zweiten Zeile speichert zwei Farbwerte. Alternative und hochwertigere Samplingformate sind z. B. 4:4:4, bei dem jedes Pixel neben der Helligkeit auch zwei bzw. drei Farbwerte enthält. Bei 4:2:2 enthält jeder zweite Bildpunkt die vollständigen Farbwerte. Je höher die Samplingrate, umso leichter können nachträgliche Farbkorrekturen durchgeführt werden. An der 6D mit 4:2:0 können Änderungen hingegen schnell zu ausgewaschenen Farben oder ausbrennenden Lichtern führen. Achten Sie daher schon bei der Videoaufzeichnung auf möglichst ausgewogene Helligkeitskontraste und einen zutreffenden Weißabgleich.

 

Für ALL-I-Videos sind auch schnellere Speicherkarten Voraussetzung, z. B. eine SD-Karte mit wenigstens 20 MByte/Sek. Schreibrate. Beim IPBFormat reichen hingegen schon 6 MByte/Sek. (Class 6). Diese Herstellerempfehlungen sind allerdings recht vorsichtig formuliert. Ich konnte durchaus problemlos mit ALL-I eine SD-Karte Class 10 (10 MByte/Sek.) unterbrechungsfrei auch mit detaillierteren Motiven nutzen. Allerdings geht man besser auf Nummer sicher, um im Fall der Fälle von unliebsamen Überraschungen verschont zu bleiben.
 

Meine 6D-Empfehlung für Sie:


Nutzen Sie IPB für höhere Kompatibilität, geringeren Speicherverbrauch und wenn Sie tendenziell eher weniger Videoschnitt betreiben. ALL-I verwenden Sie besser, wenn Sie auf langsameren Computern noch recht viel schneiden möchten und wenn die Speicherkartengröße und -geschwindigkeit nicht begrenzt sind.

 

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Die Tonaufzeichnung optimieren


Parallel zum Video wird auch eine Tonspur aufgezeichnet. Ihre 6D nutzt dabei das interne Mikrofon in Mono; Sie können alternativ ein externes Mikrofon, optional auch in Stereo, über die Eingangsbuchse anschließen. Die Qualität des internen Mikrofons ist durchaus sehr brauchbar, nur wenn Sie z. B. Interviews durchführen, lässt sich meist ein hochwertigerer Ton durch ein externes Richtmikrofon erzielen. Vor allem, wenn der Abstand zur Tonquelle zu groß wird, verhallt der Ton und klingt schnell amateurhaft.

Hier sollte man daher mit einem externen Mikrofon möglichst dicht aufschließen. Steht Ihnen kein externes Mikrofon zur Verfügung, können Sie sich manchmal mit einem Weitwinkelobjektiv behelfen, das sich oft wesentlich dichter ans Motiv bringen lässt. Allerdings hat man dann ggf. mit optischen Verzeichnungen zu kämpfen, die mit Normal- bzw. Teleobjektiven nicht auftreten.

Setzen Sie bei luftigen Außeneinsätzen ein Windfell auf externe Mikrofone. Das verhindert starke Übersprechgeräusche, die ein Video sonst unbrauchbar machen können.

 

Ein zweiter Vorteil externer Mikrofone ist die Möglichkeit, sie mit einem Softcover bzw. Windfell zu bestücken. Erstere reduzieren Störgeräusche bei scharfen Worten, die mit einem „P“ beginnen. Windfelle vermeiden bzw. reduzieren hingegen meist dumpf schlagend klingende Laute, die durch den Wind am Mikrofon erzeugt werden. Ohne Windfell kann eine Videotonaufzeichnung völlig unbrauchbar werden. Da hilft Ihnen der im Menü zuschaltbare Windfilter leider auch nicht weiter. Bei Außenaufnahmen mit böigem oder stärkerem Wind gilt daher: Ohne Windfell sind Audioaufzeichnungen kaum möglich, suchen Sie dann in jedem Fall eine windgeschützte Stelle auf.

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Wann sich die automatische und manuelle Tonpegelung empfiehlt


Im Menü haben Sie die Möglichkeit, die Tonaufzeichnung entweder automatisch oder manuell auszupegeln (P/Av/Tv/B/M). Die manuelle Pegelung wird von versierten Filmern regelmäßig bevorzugt, weil dann Audiopumpeffekte bzw. in ruhigeren Momenten störende Pegelanhebungen mit deutlichem Rauschen vermieden werden. Die manuelle Pegelung muss jedoch sorgfältig durchgeführt werden. Sie setzt eine relativ enge Bandbreite von minimalem und maximalem Audiopegel voraus, d. h., ein Sprecher sollte schon eine relativ konstante Lautstärke und Mikrofonentfernung einhalten, damit der Ton einerseits nicht zu leise wird und andererseits nicht verzerrt.

Der manuelle Aufnahmepegel sollte im Durchschnitt im gelben Bereich liegen.

 

In schwer einzuschätzenden Situationen ist allerdings die automatische Pegelung empfehlenswerter, weil sie sich dynamisch nachregelt und so den Tonpegel auch in plötzlich ruhig werdenden Umgebungen aufrechterhält oder Tonübersteuerungen in unvermittelt laut werdenden Umgebungen vermeidet. In sehr lauten Situationen wie z. B. auf Rockkonzerten sollten Sie allerdings besser auf externe Rekorder zurückgreifen, weil das interne bzw. ein extern gekoppeltes Mikrofon trotzdem noch übersteuern kann.
 

Die Audiofrequenz von 48 und 44,1 kHz nicht mischen


Da die 6D Audiodateien mit 48 kHz (16 Bit, lineares PCM) aufzeichnet, sollten Sie darauf achten, dass Ihr Projekt im Videoschnittprogramm auch mit einer 48-kHz-Tonspur angelegt wird. Wählen Sie die früher häufig verwendeten 44,1 kHz, dann wird die Tonspur zu hoch klingen. Probleme kann auch der Mischbetrieb machen, wenn während des Videoschnitts in 48 kHz noch andere Anwendungen geöffnet sind, z. B. Internetseiten mit Multimediainhalten, die auf 44,1 kHz basieren. Manche Soundkartentreiber können den Mischbetrieb nicht sauber verarbeiten, und bei Audionachvertonungen greift das Videoschnittprogramm dann auf Standardtreiber mit hohen Latenzen zurück. Das heißt, der für Nachvertonungen meist genutzte ASIO-Treiber wird gegen einen Standardtreiber ersetzt, und Sie hören dann Ihre eigene Stimme im Kopfhörer deutlich zeitversetzt. Schließen Sie daher am besten vor dem Videoschnitt alle anderen Programme bzw. Internetseiten mit Multimediainhalten.

 

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Audiokontrolle verbessern


Die Audiokontrolle kann über das Ge- bzw. Misslingen einer Videoaufzeichnung entscheiden. Ein Video mit verzerrtem Originalton kann vollständig unbrauchbar sein, weil eine Nachvertonung ggf. wegen Lippenasynchronität nicht realisierbar ist. Die Qualitätssicherung des Tons ist daher mindestens genauso wichtig wie die Bildkontrolle. Sie können bereits vor der Videoaufzeichnung den Audiopegel optisch kontrollieren und den in Dezibel (dB) angegebenen Ausschlag prüfen. Wenn Sie die manuelle Tonaufnahme wählen, steht Ihnen die Anzeige auch während des laufenden Videos am Kameramonitor zur Verfügung; Sie müssen dann ggf. mehrfach die INFO.-Taste zur Anzeige drücken.

 

 

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Dieser Report wurde am Mittwoch, 04. Juni 2014 erstellt und zuletzt am Montag, 30. Juni 2014 bearbeitet.


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