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Kapitel 7.1 - Stativ und Bodenlücken entfernen

Kapitel 7.1 - Stativ und Bodenlücken entfernen

Aufrufe: 33.064

2 von 2 Lesern fanden diesen Report hilfreich.

Entscheiden Sie selbst:


Stativ entfernen mit Pano2VR - Bodenlücke mit PTGui schliessen - Bodenpunkt mit Hugin korrigieren - Viewpoint-Correction mit PTGui  -  manuelle Operationen mit Photoshop - Inhaltsverzeichnis



7.1 - Stativ und Bodenlücken entfernen

Der Bodenbereich und Zenit wird in einem Kugelpanorama vollständig erfasst. Unten steht die Fotoausrüstung und die Kamera nimmt Stativ und  Panoramakopf beim Blick gegen den Boden mit auf. Dezenter sind solche 360x180 Grad-Panoramen jedoch, wenn das Aufnahmegerät unsichtbar bleibt.

Links die sogenannte equirectangulare Ansicht, in der oben noch der motorisierte Stativkopf allerdings weit in die Breite gestreckt zu sehen ist. Um den Bodenpunkt in Bildbearbeitungsprogrammen wie Photoshop nacharbeiten zu können, wird eine unverzerrte Ansicht wie im interaktiven Webbrowser (rechts) benötigt.

 

Das Stativ kann z.B. durch eine Freihandaufnahme ersetzt oder aus der Umgebung überstempelt werden. Das Problem dabei ist leider, dass der auch als Nadir bezeichnete Bodenpunkt verzerrt ist und im Bildbearbeitungsprogramm nicht ohne weiteres korrigiert werden kann.

Er muss wie in der interaktiven Webbrowser-Ansicht beim Blick nach unten unverzerrt dargestellt werden und retouchierbar sein, damit das Fotoequipment durch intakte Bildbereiche ersetzt werden kann. Dafür gibt es Spezialprogramme wie Pano2VR aber auch Lösungen innerhalb einiger Stitcher. Möchte man nicht pauschal ein Logo oder eine Spiegelkugel überblenden, dann kommt auch noch Photoshop & Co ins Spiel.

Verzerrter Boden und Zenit


Der Zenit und Bodenbereich (auch Nadir genannt) eines Kugelpanoramas ist ausserhalb einer interaktiven Webbrowseranwendung stets verzerrt dargestellt und lässt sich daher idR nicht direkt im Bildbearbeitungsprogramm retouchieren. Hintergrund ist die Problematik, dass sich eine Kugel bzw. ein Bildwinkel oberhalb von 120 Grad nicht unverzerrt auf einer rechteckigen Fläche abbilden lässt und dies nur über Stauchungen und Verzerrungen realisiert werden kann.

 

Pano2VR kann gezielt den Boden oder Zenit unverzerrt extrahieren und ermöglicht - nach entsprechender Bearbeiung - ein stativloses Kugelpanorama. Man kann jedoch auch in PTGui oder Hugin das Kugelpanorama verdreht auf Boden und Zenit exportieren und nach entsprechenden Bildkorrekturen wieder reimportieren.

Mittlerweile sind allerdings auch sogenannte Multiview-Point-Korrekturen z.B. in PTGui und Autopano integriert worden, mit denen ein aus versetzter Position aufgenommener Bodenpunkt korrigierbar ist. Diese unterschiedlichen Varianten werden nachfolgend besprochen.

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Stativ entfernen mit Pano2VR


Pano2VR ist eigentlich als Tourensoftware ausgelegt, um mehrere Panoramen miteinander zu verknüpfen oder Einzelpanoramen mit interaktiven Elementen anzureichern und im Webbrowser darzustellen (siehe auch Kapitel 3.2 und 8). Es bietet jedoch auch Konvertierungsfunktionen, die äusserst praktisch und in sehr hoher Qualität durchführbar sind. Dazu gehört auch die gezielte Anwahl des unverzerrt dargestellten Bodenpunktes, um dort das Stativ sauber retouchieren zu können.
 

Schritt 1 – Bodenbereich extrahieren
Laden Sie zunächst ein bereits mit einem Stitching-Programm verrechnetes Panorama nach Pano2VR. Klicken Sie auf die Schaltfläche „Korrektur der Quelle“ und im nächsten Dialogfenster auf „Neue Korrektur“>“Hinzufügen“. Im anschliessenden Dialog können Sie mit der Maus auf den Bodenpunkt scrollen oder im Feld Neigung „-90“ einstellen. Klicken Sie anschliessend auf die Schaltfläche „Extrahieren“. Lassen Sie das Dialogfenster noch geöffnet.
 

In Pano2VR wird das fertig entwickelte Panorama (equirectangular) korrigiert und auf den Boden geschwenkt, um dort das Stativ unverzerrt zu extrahieren.

 

Schritt 2 – Retouche in Photoshop
Laden Sie den gerade exportieren Abschnitt in ein Bildbearbeitungsprogramm. Im Beispiel ist dies Photoshop. Retouchieren Sie den Bodenpunkt, indem das Stativ z.B. aus dem Randbereich überstempelt oder eine ähnliche Bodenfläche aus einem Einzelbild einkopiert wird. Sie können auch eine Freihandaufnahme nutzen, die ohne Stativ den Bodenpunkt zeigt.

Hier wird in Photoshop das Stativ mit einer Grasfläche abgedeckt, die noch grösser aufgezogen wird. Speichern Sie den Ausschnitt mit demselben Namen und im selben Format.


Schritt 3 – Bildkorrekturen in Pano2VR erneuern

Klicken Sie jetzt im noch aus Schritt 1 geöffneten Dialogfenster in Pano2VR auf die Schaltfläche „OK“ und bestätigen die Abfrage „Bildkorrekturen erneuern“.
 

Klicken Sie jetzt im noch aus Schritt 1 geöffneten Dialogfenster in Pano2VR auf die Schaltfläche OK und bestätigen die Abfrage Bildkorrekturen erneuern.

 

Schritt 4 – Bildexport
Sie können das stativkorrigierte Panorama bei Bedarf exportieren und so eine stativlose Version erzeugen. Dies wird über die Schaltfläche „Quelle umwandeln“ durchgeführt, bei der im nächsten Dialog „Panorama umwandeln“ unbedingt der Haken für „Alle Korrekturen umwandeln“ gesetzt werden muss.
 

Stellen Sie den Typ auf Equirectangular und setzen unter Korrekturen einen Haken - anschliessend klicken Sie auf Konvertieren!

 

Cubeexport für unverzerrtes Bodenbild


Falls Ihnen Pano2VR nicht zur Verfügung steht und Sie den etwas mühsamen Weg umgehen wollen, den Bodenbereich durch einen veränderten Nickbildwinkel im Stitcher unverzerrt zu exportieren, können manche Panoramaprogramme bzw. Tourenprogramme equirectangulare Kugelpanoramen auch als Cube exportieren. Dabei wird der Boden und Himmel wie bei einem Würfel flächig-unverzerrt abgebildet. Nach der Retouche kann man dann diesen Cube meist wieder ins equirectangulare Format zurücktransferieren. Eine solche Funktion bietet beispielsweise Panotour Pro.

 

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Die Bodenlücke mit PTGui schliessen



Sie können auch PTGui über einen veränderten Neigewinkel nutzen, um den Bodenpunkt für eine unverzerrte Nachbearbeitung bereitzustellen. Im Beispiel wurde der Bodenbereich garnicht erst verrechnet, sondern es soll nachträglich die Freihandaufnahme vom Nadir eingearbeitet werden.
 

Schritt 1 – Numerische Transformation
Nachdem Sie das Kugelpanorama verrechnet haben, öffnen Sie im Panorama-Editor über das Icon „123“ das Dialogfeld zur numerischen Transformation.

Nachdem Sie das Kugelpanorama verrechnet haben, öffnen Sie im Panorama-Editor über das Icon „123“ das Dialogfeld zur numerischen Transformation.

Geben Sie im Dialogfeld für Pitch (=Nickwinkel) „-90“ ein.

 

Unter Pitch -90 eingeben!

 

Nachdem Sie auf „Apply“ geklickt haben, wird das gesamte Panorama auf den Bodenpunkt verschoben.
 

Nach Klick auf Apply dreht sich das Panorama auf den Bodenpunkt!

 

Der Bodenpunkt wurde im Kugelpanorama noch nicht erfasst (15mm-Fischauge mit horizontaler Ausrichtung) aber wird im nächsten Schritt durch eine Freihandaufnahme gefüllt.

 

Schritt 2 – Retouche in Photoshop
Exportieren Sie in PTGui das Panorama wie gewohnt über die Registerkarte oder Schaltfläche „Create Panorama“.

Laden Sie es anschliessend in Photoshop. Im Beispiel wird ein Einzelfoto benutzt, bei dem der Boden frei aus der Hand ohne enthaltenes Stativ abgelichtet wurde. Es dient dazu, die Leerfläche im Panorama auszufüllen. Hier ist die Grasfläche leicht zu kopieren, ohne dass Anschlussflächen problematisch werden.Kopieren Sie den intakten Untergrund, indem er  mit Auswahlwerkzeug (Kurztaste M) markiert und über „strg + c“ ins Panorama als neue Ebene kopiert wird (strg + v). Die beiden Ebenen werden dann über „strg + e“ fusioniert und der Rand noch mit dem Stempelwerkzeug so bearbeitet, dass er keine Kanten zum Umfeld aufweist.

Das Panorama wird in Photoshop geöffnet und ein Abschnitt einer Freihandaufnahme dort überkopiert!


Speichern Sie das untergrundkorrigierte Panorama mit Photoshop. Legen Sie in PTGui ein neues Projekt an (das alte am besten vorher speichern) und laden das soeben unter Photoshop gespeicherte Panorama.
 

Schritt 3 – Reimport in PTGui
Da im Panorama höchstwahrscheinlich keine Exif-Daten enthalten sind, öffnet PGTui direkt nach dem Öffnen ein Dialogfenster „Camera / lens data (EXIF)“, das Sie ohne irgendwelche Angaben zu machen über die Schaltfläche „Cancel“ schliessen.

Falls dieses Abfragefenster auftaucht, dann schliessen Sie es einfach über Cancel!


Nehmen Sie anschliessend im Feld „Camera / lens parameter“ den Haken vor „Automatic“ weg und wählen als Lens type: „Equirectangular panorama“ aus. Geben Sie im Feld „Hor. Field of View: „ 360 ein.

Geben Sie unter Lens type Equirectangular panorama vor und als Hor. Fild of View 360 Grad ein!

 

Schritt 4 – Anpassungen im Panorama-Editor
Öffnen Sie den Panorama-Editor und wählen als Projektion „Equirectangular“ (rundes grüne Icon). Ziehen Sie auch die Anfasser für den Bildwinkel maximal auf, so dass er 360 x 180 Grad beträgt.
 

Im Panorama-Editor wird die Projektion Equirectangular über das Kugelicon gewählt und über die Anfasser das Panorama ganz aufgezogen!

 

Klicken Sie erneut auf das Icon „123“ für die numerische Transformation und geben diesmal „90“ im Feld „Pitch“ ein.
 

Transformieren Sie den Pitch um 90 Grad!

 

Anschliessend ist das Panorama wieder horizontal ausgerichtet.
 

Tipp: Boden und Zenit gleichzeitig korrigieren


Sie können sowohl den Boden als auch Zenit in einem Zuge korrigieren, wenn Sie in der numerischen Transformation bei „YAW“ und „Roll“ jeweils „-90“ eingeben. Das erzeugt ein retouchierfähiges Bild, bei dem sowohl der Nadir (Boden) als auch Zenit gleichzeitig unverzerrt abgebildet werden. Später wird die Transformation dann mit entsprechenden Positivwerten wieder zurückgenommen.

Bodenpunkt in Hugin korrigieren


Auch in Hugin kann das Panorama ähnlich wie bei PTGui in den Bodenpunkt geneigt werden. Dazu wählen Sie in der schnellen Panoramavorschau den Karteireiter „Bewegen/Ziehen“ und geben unter „Nickwinkel (Pitch)“ 90 Grad ein. Nach Export und Retouche z.B. in Photoshop kann das ganze auch über einen Reimport rückgängig gemacht werden. Geben Sie beim Reimport im automatisch aufklappenden Abfragedialog „Kamera- und Objektivdaten“ unter Objektivtyp „Sphärisch (Equirectangular)“ und beim horizontalen Bildwinkel (HFOV) 360 Grad ein. Ziehen Sie das Panorama über die Anfasser gross und stellen über einen Nickwinkel von -90 Grad in der schnellen Panoramavorschau im Karteireiter „Bewegen/Ziehen“ das Panorama dann wieder gerade.

 

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Bodenpatch vom versetzten Stativ aus ablichten



Um ein stativlosen Bodenpunkt ins Panorama montieren zu können, bietet sich eine Freihandaufnahme an. Die kann man jedoch bei schwachen Lichtverhältnissen kaum verwacklungsfrei durchführen was insbesondere auch für Reihenbelichtungen gilt. Eine Alternative besteht jedoch in der Möglichkeit, den Bodenpunkt von einem etwas verschobenem Standort aus mit leicht versetztem Stativ aufzunehmen. Dabei ensteht jedoch das Problem, dass sich die Kameraposition nicht mehr im Nodalpunkt befindet.
 

Viewpoint Correction mit PTGui Pro

PTGui Pro bietet seit Vers. 9.1 gegen den Versatz durch eine verschobene Bodenposition als Lösungsmöglichkeit die Viewpoint Correction. Man muss PTGui nur mitteilen, dass der Bodenpunkt von einem versetzten Standort aufgenommen wurde und etwas abmaskieren. Aber Achtung, diese Methode funktioniert nur, wenn keine erhabenen Elemente im Bodenbereich des ursprünglichen Stativ-Standorts liegen. Ragen dort Elemente herein oder befinden Sie sich auf einer Treppe o.ä., dann schlägt die Methode fehl! Oft ist der Boden aber im Stativbereich relativ plan und daher kann die Viewpoint-Correction eine praktische Lösung sein!
 

Beim Kugelpanorama in 4 Abschnitten zeigt sich, dass im Bodenbereich eine Lücke entsteht und die Stativbeine zu sehen sind. Dieses Problem soll durch eine 5. Aufnahme mit leicht versetztem Stativ korrigiert werden.

 

Das Stativ wird um rund 1,5m vom alten Standpunkt versetzt, um den Bodenpunkt stativlos aufnehmen zu können.

 

Schritt 1 – Bilder laden
Zunächst werden die 4 Aufnahmen plus der versetzten Aufnahme vom Bodenpunkt in PTGui geladen. Nach Klick auf „2. Align Images..“ gibt PTGui die Fehlermeldung aus, dass nicht alle Verknüpfungen durchgeführt werden konnten. Verständlich, denn der Bodenpunkt ist ja mit 1,5m Versatz ausserhalb des Nodalpunkt abgelichtet werden. Starten Sie daher den ControlPoint Assistenten, um Kontrollpunkte für die 5. Aufnahme zu vergeben.
 

Schritt 1

 

Schritt 2 – Kontrollpunkte im Boden vergeben
Im Beispiel wurde das Bodenbild von PTGui überhaupt nicht verknüpft, daher werden manuell Verknüpfungspunkte gesetzt. Diese werden ausschliesslich im Bodenbereich vergeben, da nur der flache Boden ohne Parallaxenversatz eingearbeitet werden kann. Verknüpfungen an in der Tiefe gestaffelten Elementen würden Probleme verursachen, da sie ja nicht vom Nodalpunkt aus aufgenommen wurden. Das Bodenbild (im Beispiel Bild Nr. 4) wird mit allen anderen Aufnahmen anhand von markanten Bodendetails verknüpft. Hier reichen je Bild drei bis vier Controlpoints.
 

Schritt 2


Schritt 3 – Optimizer
Nachdem im Schritt 2 die Kontrollpunkte vergeben wurden, lassen Sie das Panorama über die F5-Taste neu berechnen. Wahrscheinlich wird dort ein schlechtes Verknüpfungsergebnis ausgegeben, das aber nicht weiter stört.

Wechseln Sie in den ersten Karteireiter „Projekct Assistant“ und starten dort über die Schaltfläche „Advanced>>“ den Advanced-Modus, der weitere Karteireiter einblendet.

Befolgen Sie die Schritte, wie unter den Bildern angemerkt:
 

Wählen Sie den Karteireiter „Optimizer“ und dort die Schaltfläche Advanced>> (nur erreichbar, wenn Sie im ersten Karteireiter den Advanced-Modus gestartet haben!)

Setzen Sie anschliessend im Bodenbild (im Beispiel Bild Nr. 4) einen Haken in der Spalte „Viewpoint“ und drücken die F5-Taste zur Neuberechnung. Höchstwahrscheinlich verbessert sich das Verknüpfungsergebnis etwas.

 

Schritt 4 – maskieren
Wechseln Sie in den Karteireiter „Mask“ und wählen das Bodenbild aus. Malen Sie mit roter Farbe die Bereiche aus, die nicht den Bodenbereich betreffen (die ja auch ausserhalb des No Parallax Points liegen).
 

Übermalen Sie mit roter Farbe ausserdem auch die Stativbeine im Bodenbild...

...und übermalen auch die in allen anderen Aufnahmen noch unten hereinragenden Stativsegemente.

 

Schritt 5 – Ergebniskontrolle
Betrachten Sie im Panorama-Editor und via Lupen-Icon am besten auch im Detail-Viewer mit Schwenk auf den Bodenbereich, ob das Bodenbild sauber eingearbeitet wurde. Im Beispiel ist die Aktion gelungen!
 

Im Detailviewer zeigt sich, dass die Viewpoint-Correction gelungen ist!

 

Stativ extern maskieren


Die Maskierung im Stitcher (PGTui, Hugin) ist vor allem auch zur Korrektur des Bodenpunktes nützlich, um das Stativ möglichst zu minimieren. Nicht alle Stitching-Programme bieten jedoch eine Maskierungsfunktion. Hier kann man sich oft so behelfen: Öffnen Sie die Bodenbilder in Photoshop oder auch Gimp und maskieren bzw. radieren alle Bereich mit Störelementen wie Stativbeinen heraus. Speichern Sie diese Datei im PNG-Format ab. PNG wird von vielen Stitchern aktzeptiert und speichert Transparenzen. Das Stitchingprogramm minimiert dann die Bildfehler so als wenn Sie mit einer programminternen Maskierungsfunktion arbeiten würden. Deutlich komfortabler und flexibler ist allerdings eine im Stitcher vorhandene Maskierungsmöglichkeit.

 

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Manuelle Operationen mit Photoshop


Nicht immer kommt man umhin, den Bodenpunkt oder auch andere Bereiche mit Photoshop nachträglich einzupassen. Selbst wenn entsprechend sauberes Bildmaterial für die Viewpoint-Correction unter PTGui bereitsteht zeigt die Praxis, dass man nicht immer mit dieser Funktion zum Ziel kommt. Manchmal fehlen am Boden ausreichend erkennbare Strukturen, um Verknüpfungspunkte zu setzen oder PTGui weigert sich aus unerfindlichen Gründen, eine saubere Verrechnung durchzuführen. Auch wenn die Aufbereitung mit anderen Stitchingprogrammen durchgeführt wird ist Photoshop oft eine Lösung, um Teilbereiche nachträglich einzuarbeiten.

Bei unauffälliger Bodenbeschaffenheit etwa durch Grasflächen, bei Sandwegen oder auch asphaltierten Strassen reicht unter Photoshop meist eine simple Stempelaktion. Zeigt der Boden jedoch interessante und vor allem nachvollziehbare Strukturen wie etwa Steinplatten, Kacheln oder Holzplanken dann kann eine nachträgliche Retouche aufwändiger werden.

Stativ durch Holzplanken überdecken

Nachfolgende Schrittanleitung zeigt, wie sich Bodenstrukturen durch Einkopieren aus intakten Bereichen reparieren lassen. Der Bodenpunkt wurde aus dem Kugelpanorama zuvor mit Pano2VR unverzerrt extrahiert. Wie beschrieben funktioniert der unverzerrte Export des Bodenbereichs auch in PTGui, Hugin und anderen Panoramaprogrammen (z.B. auch über Cubeexport).

 

Bei dem nächtlichen Kugelpanorama zeigt sich im Bodenbereich (Detailviewer) eine kleine Lücke und auch ein störender Stativschatten. Beides soll nach Bildexport des Bodenpunktes (z.B. mit Pano2VR) in Photoshop korrigiert werden.

 

Schritt 1 – intaktes Material auswählen


Da aus der Hand wegen Dunkelheit kein freihändiges Foto vom stativfreien Bodenpunkt möglich ist, wird das Stativ etwas verrückt und der nun freie Bereich aus schräger Position abgelichtet. Aus diesem Originalfoto wird der intakte Bereich ausgewählt und versucht, ihn in Photoshop sauber über das Stativ zu legen. Das gelingt jedoch nicht, weil er perspektivisch zu sehr abweicht. Hier wäre eine Viewpoint Correction unter PTGui überlegen (siehe vorhergehende Schrittanleitung), im Beispiel bieten aber die Holzplanken zu wenig Details, um mit vertretbarem Zeitaufwand manuelle Verknüpfungspunkte zu setzen.
 

Die aus dem versetzen Bodenpunkt abgelichtete, intakte Bodenposition (Bild links) lässt sich in Photoshop wegen perspektivischer Abweichung praktisch nicht sauber überlagern. Die Holzplanken finden auch nach Verzerren mit den Anfasser-Eckpunkten keinen sauberen Anschluss (auch durch Verkrümmen nicht).


In diesem Fall werden aus dem Umfeld des Bodenfotos intakte Stellen gewählt, die sich perspektivisch besser eignen. Dazu werden die rechten Holzplanken mit dem Auswahlwerkzeug (Kurztaste M) bzw. alternativ auch durch das Zeichenstiftwerkzeug (Kurztaste P) ausgewählt und eine neue Ebene erzeugt (strg + j). Die neue Ebene reicht, um die eine Hälfte des Stativschattens durch Verschieben zu überdecken. Um die Planken anschliessen zu lassen wird die Ebene über „strg + t“ transformierbar gemacht und die Eckpunkt bei gedrückter strg-Taste durch Ziehen angepasst. Kleinere Fehler werden später noch korrigiert.

 

Schritt 2 – Maskieren


Auch aus dem linken Bereich werden intakte Holzplanken ausgewählt und per „strg + j“ eine neue Ebene erzeugt. Auch sie wird verschoben und deckt dann den linken Bereich des Stativschattens ab. Anschliessend wird beiden Korrekturebenen jeweils eine Ebenemaske angefügt..

 

Ein Teilbereich wird über den Stativschatten gelegt!

 

.. und in diese mit dem Pinzelwerkzeug (Kurztaste B) und schwarzer Farbe so reingemalt, dass die harten Kanten nicht mehr auffallen (möglichst intakte Bereiche der unteren Ebene kommen partiell zum Vorschein).
 

Jetzt werden Masken für die einkopierten Bereiche angelegt!

 

Schritt 3 – Finish


Um noch letzte Unreinheiten zu beseitigen, werden über die Tastenkombination „strg + shift + alt + e“ alle sichtbaren auf eine neue Ebene kopiert und dort noch letzte Anschlussfehler überstempelt (Kurztaste S). Dabei hilft es an Schrägen, in der Werkzeugpalette „Kopierquelle“ den Winkel zu ändern


 

Letzte Retouchen werden am Summenbild vorgenommen.

 

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Dieser Report wurde am Mittwoch, 04. Juni 2014 erstellt und zuletzt am Donnerstag, 05. Juni 2014 bearbeitet.

Leserkommentare:


Autor: erazone 22.11.2017 - 11:02:25
Bewertung des Reports: 5 von 5 Sternen!
Ganz große Klasse!
Das Panorama "Buch" ist sehr informativ und
wie die ganze Traumflieger-Seite super gemacht :)

Gruß
Jörg

0 von 0 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich. Entscheiden Sie selbst:

Autor: Anonym 17.07.2014 - 13:42:55
Habe mir mit viel Begeisterung das Panoramabuch durchgelesen und möchte erst einmal ein großes Dankeschön für die Arbeit und das Buch aussprechen.

Allerdings möchte ich eine Frage loswerden. Da PTGui doch ein paar Euros kostet und ich nicht weiß ob sich die Investition für mich lohnt, versuche ich mömentan meine sphärischen Panoramen mit der kostenfreien Software Hugin zusammenzubauen. Die funktioniert prima. Beim schräg aufgenommenen Nadirbild komme ich aber mit Hugin an meine Grenzen. In PTGui gibt es ja die Viewpoint Correction dafür, dies würde ich gerne auch mit Hugin umsetzen.

Meine Frage wäre ob es diese auch in hugin gibt bzw. ob man diese irgendwie in Hugin umsetzen kann. Eine Suche im Netz war bisher leider erfolglos.

Ich würde mich über einen Tipp sehr freuen.

MFG

2 von 3 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich. Entscheiden Sie selbst:

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