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Kapitel 5.4 - Gekonnt entfesselt blitzen

Kapitel 5.4 - Gekonnt entfesselt blitzen

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Funkbasierter Drahtlosbetrieb - Inhaltsverzeichnis



5.4 Gekonnt entfesselt blitzen

 

Das Licht lässt sich viel gezielter und reichhaltiger gestalten, wenn man Blitzgeräte entkoppelt vom Blitzschuh der Kamera nutzen kann. Canon bietet dafür sein sogenanntes Off-Camera Shoe Cord (OC-E3) an, ein Spiralkabel, mit dem man auf rund 60 cm zumindest im direkten Nahbereich mit Ma- kroobjektiven noch seitliches Licht legen kann. Man kann auch mithilfe eines Synchronkabels einige Kompaktblitzgeräte mit entsprechender Eingangsbuchse – wie etwa die Speedlites 600/580EX – auf größere Distanz nutzen, muss dann jedoch auf E-TTL-Fähigkeiten verzichten.

Ein Off-Camera Shoe Cord ist die einfachste Lösung, um entkoppelt vom Blitzschuh der Kamera zu blitzen. Hier nutze ich das kostengünstige, aber zum Canon-Original baugleiche JJC Off-Camera Shoe Cord FC-E3.

 

Komfortabler sind allerdings drahtlose Systeme, die Ihnen an der 6D mit sogenannten masterfähigen Blitzgeräten bereitgestellt werden. Dabei sendet der Master an ein Slave-Gerät optisch oder per Funk codierte Daten, die dem Slave den Blitzbefehl erteilen. Das Master-Gerät sitzt dabei in der Regel auf dem Blitzschuh der 6D, nur der Slave kann frei im Raum platziert werden. Der Slave-Blitz erhält dabei auch Informationen, mit welcher Blitzstärke er auslösen soll. Das Ganze funktioniert also genauso, als würde der Slave direkt auf der Kamera sitzen. Hinzu kommt allerdings die Möglichkeit, mehrere Blitzgeräte als Slave kabellos auszulösen. Diese können dann noch in ihrer Helligkeit unterschiedlich konfiguriert werden, wobei man eine sogenannte Gruppenzuordnung nach Buchstaben (A, B und C) erteilt. Man kann daher auch mehrere Blitze der Gruppe A z. B. mit voller Blitzleistung zuordnen und gleichzeitig in Gruppe B einen oder mehrere slavefähige Blitze mit halber Leistung auslösen.
 

Was hinter dem Begriff E-TTL steckt


E-TTL steht für Evaluate Through the Lens, was frei übersetzt „rückversichert durch das Objektiv“ bedeutet. Der Begriff fällt häufig im Zusammenhang mit Canon-Blitzgeräten und bedeutet, dass die Blitzlichtmessung nicht mehr – wie früher – durch einen externen Messsensor, sondern direkt von der Kamera vorgenommen wird. Der große Vorteil: Das Motiv wird so ausgemessen, wie es vom Objektiv mit der vorhandenen Schärfentiefe und dem gegebenen Bildwinkel erfasst wird. Diese kamerainternen Messsensoren sitzen oben im Spiegelkasten der 6D. Wenn Sie die Live View gestartet haben, muss der Spiegel bei E-TTL-Blitzgeräten zunächst herunterklappen, weil er nur so die Messsensoren mit Licht bedienen kann. Das rumpelt dann etwas, daher ist E-TTL-Blitzlicht in Verbindung mit der Live View zwar praktisch, aber nicht besonders leise.

 

Master-Fähigkeiten haben allerdings meist nur die Spitzenmodelle. Bei Canon beherrschen dies die Blitzgeräte 600EX-RT sowie 580EX (I/II), auch die im vorherigen Abschnitt vorgestellten Geräte von Sigma, Metz und Nissin sind dazu in der Lage. Die aktuellen kleineren Modelle von Canon sind immerhin noch slavefähig, können also vom Master drahtlos ausgelöst werden.
 

Hier wurde die schlankste Variante gewählt, um mit einem Canon Speedlite funkbasiert drahtlos auszulösen. Ein Transmitter ST-E3-RT dient als Master, der das in der Hand gehaltene Speedlite 600EX-RT auslöst.

 

Wenn man vom Begriffspaar Master-Slave-Fähigkeiten bei Kompaktblitzgeräten spricht, ist also stets die volle E-TTL-Kompatibilität im Drahtlosbetrieb gemeint. Darüber hinaus verfügen manche Geräte noch über einen sogenannten Servo-Blitzauslöser. Der benötigt dann einen Blitzimpuls zum Auslösen, der nicht notwendigerweise von einem Master-Gerät stammen muss, sondern von einem beliebigen Blitzgerät ausgehen kann. Er enthält keine weiteren Informationen, sondern dient wie bei einem Schalter lediglich zum Auslösen des Servo-Blitzes.

Canons Lösung sah bis vor Kurzem lediglich die optische Datenübertragung vom Master an den Slave vor. Die Speedlites 580EX (I/II) senden dabei über Blitzlicht (und nicht über Infrarot, wie es oft zu lesen ist) zunächst einen simplen Auslöseimpuls an den Slave-Blitz. Dieser Startblitz wird auch als Messblitz bezeichnet, er teilt der Kamera nichts weiter als eine erste Motivhelligkeit durch den Blitz mit, die dann interpretiert und angepasst zu einem weiteren Blitzimpuls führt. Der Slave blitzt dann mit korrekter Helligkeit ein zweites Mal für das eigentliche Foto. Da der erste Messblitz so schnell auf den Hauptblitz folgt, nimmt man beide normalerweise nur als einen einzigen Blitz wahr. Mit langen Belichtungszeiten (und Blitz auf den zweiten Verschlussvorhang) oder bei Druck auf die Sterntaste an der 6D kann man Mess- und Hauptblitz jedoch deutlich voneinander trennen.
 

Das masterfähige Steuergerät Canon Speedlite ST-E3-RT kann selbst nicht blitzen, ist ansonsten aber vom Display, den Tasten und den funkbasierten Remote-Steuerungsmöglichkeiten zum 600EX-RT baugleich. Hier ist die Gruppensteuerungsmöglichkeit mit gemischten Modi von E-TTL und M (Gruppe C) zu sehen. Der ST-E3-RT kostet rund 280 Euro.

 

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Funkbasierter Drahtlosbetrieb


Mit dem Speedlite 600EX-RT bietet Canon nicht nur die optische, sondern auch eine funkbasierte Möglichkeit, um Slave-Blitze aus bis zu 30 m drahtlos auszulösen. Da allerdings das Funksignal nicht mehr zu älteren bzw. kleineren Slave-Blitzen kompatibel ist, muss man schon wenigstens zwei 600EX-RT einsetzen, um einen als Master und den zweiten als Slave im Funkbetrieb nutzen zu können. Canon bietet als Master allerdings alternativ auch den günstigeren Transmitter ST-E3-RT an, der dann jedoch nicht mehr selbst mitblitzen kann. Canons Funklösung ist gegenüber der bisherigen optischen Übertragung nicht nur vorteilhaft, um auch winkelunabhängig oder bei Sichthindernissen drahtlos zu blitzen, sondern bietet auch eine Erweiterung von drei (A/B/C) auf fünf Gruppen (A/B/C/D/E). Im Porträtstudio mit ausgefeiltem Setup, etwa mit Frontallicht, zwei Seitenlichtern, einem Auflicht sowie zwei Hintergrundblitzen, können sich die fünf Gruppen bezahlt machen, da man alle Blitze zentral und einzeln in der Helligkeit von der 6D aus regeln kann.

Es ist auch ein Mischbetrieb mit unterschiedlichen Modi z. B. von E-TTL und M möglich. So kann man etwa beim Zieleinlauf von Sportlern mit drei Blitzen im Modus M das Umfeld ausleuchten und mit zweien im E-TTL-Modus die Sportler variabel in Szene setzen. Man braucht allerdings einige Investitionsfreude, um die fünf Gruppen auszuschöpfen. Fünf 600EX-RT und ein Transmitter ST-E3-RT sind schon in der 3.000-Euro-Preisklasse angesiedelt.
 

Bedeutung von Gruppen und Kanälen


Im Master-Slave-Betrieb spielt die Gruppenzuordnung der Slave-Blitze eine wichtige Rolle. Jede Gruppe kann man in der Helligkeit separat regeln. Meist stehen dafür die Gruppen A, B und C zur Verfügung. Der Slave-Blitz wird dann am Gerät selbst einer dieser Gruppen zugeordnet. Manche Blitzgeräte lassen sich jedoch nicht ändern. Das Canon Speedlite 270EX II ist z. B. fest der Gruppe A zugeordnet. Man kann daher mehrere 270EX II im Drahtlosbetrieb nicht unterschiedlich vom Steuergerät aus regeln. Neben den Gruppen sind noch Kanaleinstellungen, meist von 1–4, zu beachten. Sie sind dafür gedacht, dass sich mehrere Fotografen in der Nähe nicht ins Gehege kommen. Normalerweise ordnet man alle Blitze dem Kanal 1 zu.


Wer allerdings die Vorteile des Funkbetriebs kostengünstiger nutzen möchte, kann ggf. schon vor-handene Kompaktblitzgeräte auch mit alternativen Nachrüstsystemen bestücken. Phottix bietet mit dem Odin-System E-TTL-Fähigkeiten mit Gruppensteuerung (A/B/C) für Canon Speedlites im Funkbetrieb mit bis zu 100 m Entfernung an. Ähnlich leistungsfähig in der manuellen Drahtlossteuerung, aber ohne E-TTL-Unterstützung ist der Hähnel Viper, der besonders durch simple Steuerungsmöglichkeiten und eine hohe Skalierungsfähigkeit interessant ist (z. B. kann ein Mischbetrieb mit einem Canon 600EX und Transmitter ST-E3-RT dank durchgeschleiftem Blitzschuh aufgebaut werden).
 

Die Steuereinheit Phottix Odin bietet die funkbasierte E-TTLSteuerung, aber auch den Mischbetrieb im manuellen Modus. Das Set besteht aus der gezeigten Steuereinheit und einem Empfänger, der unter ein Canon Speedlite gesetzt wird. Phottix bietet weitere Empfänger für den Systemausbau einzeln an.

 

 

 

Eingeschränkt durch eine feste Gruppenzuordnung wird auch der Hähnel Tuff TTL als günstiges Set aus Sender und Empfänger mit bis zu 200 m Reichweite angeboten. Pixel Knight und Pocket Wizard sind weitere E-TTL-fähige Funkblitz-Nachrüstsysteme.

Kabelloses Setup mit drei Blitzen (vorne rechts mit Softbox), die mit dem Phottix Odin ausgelöst werden.


Häufig ist jedoch der manuelle Blitzbetrieb erwünscht, weil E-TTL oft zu schwer einschätzbaren Ergebnissen führt. Im Fotostudio werden daher stets manuell konfigurierte Blitze eingesetzt, um so ein ausgefeiltes Lichtsetup sicherzustellen, das im E-TTL-Betrieb stets anders – je nach Haarfarbe, Kleidung und Position des Models – ausfallen würde. Auch hier sind die E-TTL-fähigen Funkblitzlösungen sehr nützlich, weil man die Slave- Blitze regelmäßig eben auch im manuellen Modus betreiben und dann von der zentralen Steuereinheit aus die manuelle Leistung der Slave-Blitze regeln kann.
 

Vorhandene Canon Speedlites können mit dem Empfänger von Phottix Odin aufgerüstet und so kabellos per Funk ausgelöst werden, E-TTL-Fähigkeiten inklusive.

 

 Wer allerdings auf den Einstellungskomfort an der Master-Einheit verzichten kann, kommt mit sogenannten Funkblitzauslösern nochmals deutlich günstiger weg. Ist keine E-TTL-Fähigkeit angegeben, senden diese Systeme nur einen Impuls und lösen den mit einem Empfänger bestückten Blitz ohne weitere Helligkeitsregulierung aus (Ausnahme ist der Hähnel Viper, der auch die Blitzhelligkeit aktueller Canon Speedlites zentral steuern kann). Das funktioniert dann nur über den Mittenkontakt am Blitz. Einige Dritthersteller haben allerdings Probleme, ihre Blitzgeräte lediglich per Mittenkontakt auszulösen. Hier sind z. B. einige Nissin-Geräte zu nennen (Di466, Di622), die mit Funkblitzauslösern Probleme machen. Am besten informiert man sich dann im Internet bzw. beim Anbieter hinsichtlich der Kompatibilität. Aktuelle, aber auch etwas ältere Canon EX Speedlites haben hier regelmäßig kleine Auslöseschwierigkeiten.
 

Hier nutze ich an einem älteren 270EX ein Funkblitzsystem von Hähnel (Hähnel Combi TF), das den Blitz ganz einfach per Mittenkontakt auslöst. Der Hähnel Combi TF bietet als zweite Funktion noch die Möglichkeit, als Kamerafunkfernauslöser mit bis zu 100 m Distanz genutzt zu werden (Kostenpunkt rund 60 Euro).

 

Vorteile durch Funkbetrieb


Gegenüber optischen Übertragungswegen, wie ihn noch der Canon Transmitter ST-E2 oder die masterfähigen Modelle 580EX (I/II) nutzen, können im Funkbetrieb auch Hindernisse durchdrungen werden. Man kann daher einen im Funkbetrieb angesprochenen Slave-Blitz z. B. dezent hinter einem Baumstamm verbergen und ihn dennoch kabellos auslösen. Auch bei aufgesetzten Softboxen oder großen Diffusoren haben Funksysteme keine Probleme, den verdeckten Slave-Blitz auszulösen. Dagegen habe ich mich manchmal geärgert, wenn ich nachts meine Slave-Blitze im Gras platziert hatte und dann der optisch steuernde Master die Slave-Blitze nicht auslösen konnte, weil eine direkte Sichtverbindung fehlte. Aber auch Funk ist gegen Störungen nicht immer gefeit, weil die Master-Geräte bzw. Sender hierzulande regelmäßig das auch von Handys genutzte 2,4-GHz-Frequenzband verwenden. Manchmal bricht die Distanz stark ein; die Herstellerangaben beziehen sich hingegen meist auf Optimalbedingungen.

 

Auch mit einem kabellosen Blitz können Sie bei ruhenden Motiven das Licht von mehreren Seiten legen. Nutzen Sie dafür einfach die Mehrfachbelichtungsfunktion an Ihrer 6D und verrechnen Sie bis zu neun Aufnahmen zu einem Gesamtbild. Wenn Sie allerdings das RAW-Format nutzen wollen, dann verrechnen Sie die Aufnahmen am besten später z. B. mit dem Compositing-Werkzeug (Menü »Extras«) unter Digital Photo Professional (Verrechnungsmethode »Aufhellen« oder »Durchschnitt«).

 

 

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Dieser Report wurde am Montag, 02. Juni 2014 erstellt und zuletzt am Mittwoch, 04. Juni 2014 bearbeitet.


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