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Kapitel 3.2 - Programmwahl leicht gemacht

Kapitel 3.2 - Programmwahl leicht gemacht

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Entscheiden Sie selbst:


Die Vollautomatik - Creativ Automatik - Scene-Programme - Das Programm P - Das Programm TV - Das Programm AV - Das Profiprogramm M - Langzeitbelichtungen mit Bulb - Inhaltsverzeichnis



3.2 Programmwahl leicht gemacht

 

Zu den wichtigsten Einstellungen gehört die Wahl des passenden Aufnahmeprogramms. Es entscheidet darüber, mit welcher Logik Sie aufnehmen, und darüber, mit wie vielen Automatismen bzw. Eingriffsmöglichkeiten Sie fotografieren können.

Das Programmwahlrad

 

Ihre 6D bietet am Programmwahlrad zehn verschiedene Positionen. Von denen ist nur die Vollautomatik (grün) eingefärbt und – neben CA – mit einem stilisierenden Rahmen versehen. CA steht für Creative Auto und ermöglicht den einfachen Eingriff in die Schärfentiefe. Individuelle Eingriffsmöglichkeiten bestehen in beiden Automatikprogrammen, insgesamt sind es aber nur sehr wenige. Dies gilt auch für die sogenannten Scene-Programme, hinter denen sich konfektionierte Einstellungen für Porträt, Nahaufnahme, Landschaft etc. verbergen.

Die nächste Sektion wird nur durch die Buchstaben P/Tv/Av/M/B gekennzeichnet. Sie gelten als sogenannte Kreativprogramme, die teils weitreichenden Parameterzugriff bieten. Invertiert sind die Programme C1 und C2 dargestellt. Ihnen kann eine Funktion via Menü vererbt werden. Sie arbeiten daher im Prinzip genauso wie die vorgenannten Kreativprogramme P/Tv/Av/M/B, können aber individuelle Menüeinträge speichern und auch von den übrigen Programmen unabhängige ISO-Werte, Belichtungsmessungen, Weißabgleich und Drive-Einstellungen etc. nutzen. Um Ihnen die Entscheidung für das jeweilige Programm zu erleichtern, finden Sie nachfolgend Anwendungstipps. Details zu den eher für fortgeschrittene Anwender geeigneten Custom-Programmen finden Sie in Kapitel 6.1.

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Eher für den Anfang: die Vollautomatik


Die Vollautomatik hilft Ihnen immer dann, wenn keine Zeit für vorbereitende Einstellungen wie Blende, ISO-Wert, Autofokusmethode etc. bleibt. Sie können mit den Tasten oben am LC-Display nur noch die Drive -Taste nutzen, z. B. um zwischen Einzelund Serienbildmodus zu wechseln. Die Vollautomatik stellt sicher, dass Sie bei Freihandaufnahmen unverwackelte Bildergebnisse erzielen können. Dafür wendet sie die sogenannte Faustformel an, die den Kehrwert der verwendeten Objektivbrennweite in Sekunden wählt. Mit einem 50-mm-Objektiv wählt sie selbstständig in der Regel Werte um 1⁄50 Sek.

Jeweils spontane Freihandaufnahme: links mit der Vollautomatik, rechts mit dem Programm P. Links liegt die Schärfe auf dem Fensterrahmen, weil der Autofokus dort den besten Kontrast mit seiner willkürlichen AF-Feld-Wahl gefunden hat. Rechts mit P liegt die Schärfe dagegen wunschgemäß auf der Landschaft, da das zentrale AF-Feld genutzt werden konnte. Im Ergebnis bringt das Programm P hier in der Regel die besseren, weil gezielter einstellbaren Ergebnisse.

 

 

Vollautomatik mit Plus?


Ältere Canon-Modelle zeigen die Vollautomatik am Programmwahlrad nur als grünen Rahmen, ohne den Buchstaben A und ohne Pluszeichen. Canon hat an der 6D – wie schon an der 5D III, EOS 600D und 60D – der Vollautomatik eine Intelligenz spendiert, die auf einer Szenenerkennung beruht, und macht mit dem Pluszeichen darauf aufmerksam. Das heißt, wird ein gespeichertes Muster in der Aufnahme gefunden, etwa eine Himmel-Erde-Teilung, ein Gesicht etc., dann optimiert die Automatik die Belichtung entsprechend. Das gelingt jedoch in der Praxis nicht immer. Wie auch? Ein Gesicht im Gegenlicht ist nicht nur für uns schwer zu erkennen, sondern dann umso mehr auch für die kamerainterne Szenenerkennung. Eine Silhouettenerkennung wäre allerdings eine Lösung, die von Canon technisch jedoch nicht realisiert wurde.

 

Trotz intelligenter Szenenerkennung schafft es die Vollautomatik hier im Test nicht, Personen im Gegenlicht ausreichend aufzuhellen (rechtes Bild).

 

Da die Formel allerdings noch aus dem Zeitalter der Analogfotografie stammt und stillschweigend von kleineren Papierabzügen ausgeht, sind Details am Monitor betrachtet leider nicht immer wirklich scharf. Eigentlich passt die Formel hier nur, wenn Sie ein Objektiv mit aktiviertem Bildstabilisator verwenden. Steht allerdings reichlich Umgebungslicht zur Verfügung, wählt die Vollautomatik stufenweise eine kürzere Belichtungszeit und erhöht auch die Blendenzahl oft auf f5.6. Jetzt sind Verwacklungsunschärfen kein Thema mehr. Problematisch ist allerdings die automatische Wahl des Autokusfeldes. Da Sie z. B. nicht mehr das mittlere AF-Feld gezielt vorwählen können, sind Sie der Automatik ausgeliefert. Der Automatismus wählt ein oder mehrere Felder, je nachdem, wo er den besten Kontrast finden kann – manchmal sogar kaum nachvollziehbar. Und leider liegt die Schärfeebene dann oft nicht auf dem erwünschten Motivdetail.

Vorenthalten bleiben Ihnen auch die Anpassung der mittleren Belichtungsstufe sowie die Wahl der Bildqualität, und leider sind auch alle individuell zugewiesenen Tastenfunktionen außer Kraft gesetzt. Haben Sie z. B. die SET-Taste mit der Bildqualitätswahl belegt, funktioniert sie jetzt weder in der Live View noch bei der Bildwiedergabe. Die Nachteile sind beim Einsatz der Vollautomatik immens. In der Praxis erntet man zwar im Schnitt vielfach brauchbare Ergebnisse, aber das ist eben nicht sichergestellt. Am besten ignorieren Sie die Vollautomatik einfach, denn die Alternative ist mit dem Programm P deutlich mächtiger, funktional im Spontaneinsatz aber sehr ähnlich. Interessant kann die Vollautomatik ansonsten sein, wenn Sie Ihre 6D in dritte, fotografisch unbedarfte Hände geben. Da kaum Verstellmöglichkeiten bestehen, werden auch unerfahrene Anwender immerhin durchschnittliche Ergebnisse erzielen können, ohne durch versehentliche Fehlkonfiguration mit einem Totalausfall rechnen zu müssen.

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Creative Auto mit Umgebungseffekten


Canon hat das Automatikprogramm Creative Auto (CA) vor Jahren für die Anwender eingeführt, die zwar spontan und ohne Hintergrundwissen im Prinzip vollautomatisch ablichten wollen, aber dennoch den Eingriff in die Schärfentiefe nutzen möchten.

Drücken Sie im Programm CA auf die Q-Taste, dann können Umgebungseffekte, Schärfentiefe sowie der Drive-Modus bestimmt werden.

 

Drücken Sie die Q-Taste, dann lässt sich in fünf Stufen die Schärfentiefe ändern. Bei Porträts wird dann der Hintergrund umso unschärfer, je weiter die Skala nach links bewegt wird. Gesteuert wird die Schärfentiefe dann von der 6D über die Blendenzahl, wobei sie darauf achtet, dass keine Verwackler entstehen. Daher hängt der Grad der Schärfentiefe stets auch von der Umgebungshelligkeit, der genutzten Brennweite und Lichtstärke des Objektivs ab. Viel gezielter können Sie die Schärfentiefe im weiter unten besprochenen Programm Av oder auch M steuern. Grundsätzlich sind Sie auch mit CA eingeschränkt und können weder den ISO-Wert, noch das Autofokusfeld oder den Weißabgleich selbst bestimmen. Gegenüber der Vollautomatik besteht immerhin noch die Möglichkeit, sogenannte Umgebungseffekte anzuwenden. Diese ähneln den Bildstilen, nur dass sie sich nicht so weitreichend individuell anpassen lassen.

Über Umgebungseffekte können Sie im Programm CA Ihren Aufnahmen noch eine individuelle Bildanmutung verleihen. Diese greifen jedoch nur im Foto- und nicht im Videomodus.

 

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Scene-Programme für Standardsituationen


Hinter den Scene-Programmen (SCN) verbergen sich die von den kleineren Canon- DSLRs bekannten Motivprogramme, die dort separat mit Bild-Icons auf dem Programmwahlrad anwählbar sind. An Ihrer EOS 6D müssen Sie hingegen nach Wahl der SCN-Position zusätzlich die Q-Taste drücken und können dann Standard-Setups für Porträt, Nahaufnahme, Landschaft, Nachtaufnahme ohne Stativ, Sport, Nachtporträt sowie HDR-Gegenlicht anwählen. Wie im Programm CA können Sie auch Umgebungseffekte einstellen sowie den Drive-Modus wählen. Zusätzlich wird – mit Ausnahme der Programme Nachtaufnahme ohne Stativ, Nachtporträt und HDR-Gegenlicht – auch die Einstellung für den Weißabgleich geboten. In der Regel finden Sie zu jeder der Standardsituationen bessere Alternativen bei den Kreativprogrammen. Sie können dort viel differenzierter über den Rauschgrad, die Schärfentiefe, Autofokusmethode etc. bestimmen und Ihr Ergebnis optimieren. Die Scene-Programme ignorieren beispielsweise, ob Sie vom Stativ, frei aus der Hand oder mit Bildstabilisator aufnehmen, und geben daher nicht wirklich dynamisch angepasste Werte vor.

Porträt

 

Dennoch eignen sich auch die Scene-Programme, wenn es schnell gehen soll bzw. wenn Einsteiger sich gerade nicht im Klaren über die optimalen Einstellungen sind. Für Porträts wählt das Motivprogramm den Serienbildmodus vor. Für einen möglichst unscharfen Hintergrund sind der Einsatz von Teleobjektiven sowie ein geringer Abstand zum Porträtierten empfehlenswert.

Landschaft

 

Das Scene-Programm Landschaft sorgt für große Schärfentiefe, damit sowohl Vorder- als auch Hintergrund scharf abgebildet werden. Bei Zoomobjektiven empfiehlt sich in der Regel die Weitwinkelstellung.


 

Nahaufnahme

 

Das Scene-Programm Nahaufnahme eignet sich für kleine Motive. Am besten verwenden Sie ein dediziertes Makroobjektiv. Details zur Makrofotografie finden Sie in Kapitel 8.2.

 

 

Sport

 

Für schnell bewegte Motive kann das Sportprogramm gewählt werden. Preset-Einstellung ist der Serienbildmodus sowie der kontinuierlich nachführende AI-Servo-Modus (ohne Scharfstellbestätigung). Mehr Details zu Actionmotiven finden Sie in Kapitel 4.8.

 

 

Nachtporträt

 

Für nächtliche Porträts empfiehlt der Hersteller das Scene-Programm Nachtporträt. Am besten wird die 6D dabei gepaart mit einem Stativ und ergänzendem Blitzlicht genutzt! Mehr zu Nachtaufnahmen finden Sie auch in Kapitel 3.7 und 4.5.

 

 

Nachtaufnahmen ohne Stativ

 

Für Freihandaufnahmen bei Nacht können Sie das Scene-Programm Nachtaufnahmen o. Stativ wählen. Ihre 6D macht dann vier Aufnahmen nacheinander, die sie zu einer einzigen Aufnahme fusioniert. Dabei wird das Bildrauschen reduziert.

 

 

HDR-Gegenlicht

 

Bei hoch kontrastreichen Motiven wie etwa Landschaften mit Sonne im Bild können Sie das HDRGegenlicht- Programm nutzen. Ihre 6D macht dann drei Aufnahmen nacheinander und verrechnet sie automatisch. Dabei entsteht stets ein Beschnitt, selbst wenn Sie vom Stativ aus aufgenommen haben. Mehr zu hohen Lichtkontrasten finden Sie in Kapitel 3.4.

 

 

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Für Spontaneinsätze: das Programm P


Das Programm P lässt sich prima für spontane Aufnahmen einsetzen, bei denen es weniger um eine perfekte Gestaltung als vielmehr um eine weitgehend scharfe Aufnahme geht. Ein typisches Einsatzgebiet sind z. B. Feiern, die einem aufgrund ständig wechselnder Motivsituationen wenig Zeit für optimale Kameraeinstellungen lassen. Beim Programm P ermittelt die Kameralogik der EOS 6D automatisch eine geeignete Blende-Belichtungszeit- Kombination. Dabei versucht sie zunächst, eine Zeit einzustellen, die zu einer unverwackelten Aufnahme aus der Hand führt. Fehlt es an genügend Umgebungslicht oder ist die Offenblende des Objektivs zu klein (das Objektiv nicht lichtstark genug), können Sie dennoch auslösen, müssen jedoch mit Unschärfen aufgrund von Verwacklern rechnen (Alternative: Auto-ISO aktivieren, dann wird bei wenig Licht in der Regel die Offenblende und ein höherer ISO-Wert vorgewählt).

Blitz im Programm P einsetzen


Ist das Umgebungslicht knapp, empfiehlt sich der Einsatz eines externen Blitzgerätes. Die Programmlogik stellt jetzt 1⁄60 Sek. und eine kleine Blendenzahl ein, um Verwacklungsunschärfen zu vermeiden – also ganz ähnlich wie bei der Verwendung der Vollautomatik mit Blitzlicht. Im Gegensatz zu den Automatikprogrammen können Sie jedoch den ISO-Wert hochsetzen und so eine optimierte Mischung aus Umgebungs- und Aufhellblitz nutzen. Verwenden Sie das Daumenrad und drehen Sie es nach rechts (mittlere Belichtungsstufe), dann fangen Sie noch mehr Umgebungslicht ein, die Blende wird dann weiter geöffnet.

 

Ist ausreichend Umgebungslicht vorhanden, erhöht das Programm P automatisch die Blendenzahl. Sie können jedoch jederzeit in die vorgegebene Blendenzahl mit dem Hauptwahlrad eingreifen und sie nach Ihren Wünschen ändern, um beispielsweise die Schärfentiefe durch eine niedrigere Blendenzahl herabzusetzen. Diese geänderte Blendenzahl wird jedoch nach 6 Sek. gelöscht und die ursprüngliche, automatisch ermittelte Zeit- Blende-Kombination kommt wieder zum Zuge.

Ergibt sich spontan eine interessante Szenerie, dann schalten Sie schnell aufs Programm P um. Jetzt ist die Chance auch ohne weitere Kameraeinstellungen hoch, dass die Aufnahme gelingt. Beispiel: Brasilianische Diamantensucher-Kinder sind fasziniert vom Fotografen, die Schmetterlinge ganz unten am Rand kennen sie ja schon. Aufnahme mit ISO 400 | f11 | 1⁄250 Sek.

 

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Achtung bei Auto-ISO und P


Wenn Sie Auto-ISO einstellen, sorgt die ISOLogik dafür, dass in der Regel unverwackelte Aufnahmen aus der Hand gelingen. Wenn Sie allerdings im Programm P die Blende shiften und z. B. eine höhere Blendenzahl via Dreh am Hauptwahlrad vorgeben, dann besteht Verwacklungsgefahr. Die Logik erhöht dabei nicht – wie zu erwarten – den ISO-Wert, sondern verlängert einfach nur die Belichtungszeit. Dies gilt selbst dann, wenn Sie im Menü für Auto-ISO eine Mindestverschlusszeit hinterlegen. Sie wird beim Shiften im Programm P einfach ignoriert. Die Mindestverschlusszeit greift nur dann, wenn Sie die Blende nicht shiften!

 

Das gilt es, bei P zu beachten!

  • Falls Sie das Bildformat JPEG nutzen (im Menü im ersten Register oder im Schnelleinstellungsbildschirm einstellbar), stellen Sie den Weißabgleich am Tag auf AWB und für Kunstlicht auf die Glühbirne.
  • Bevor Sie das Programm P einsetzen, sollten Sie unbedingt den ISO-Wert (Empfindlichkeit des Bildsensors) überprüfen. Sie können hier gut den Wert Auto-ISO einstellen, die EOS 6D wird die Empfindlichkeit den Lichtverhältnissen dynamisch bis ISO 12800 (mit Erweiterung bis 25600) anpassen. Allerdings nur, solange Sie nicht shiften (d. h. solange Sie nicht über das Hauptwahlrad die Zeit verlängern bzw. dann automatisch auch die Blendenzahl erhöhen).
  • Ist an einem sonnigen Tag sehr viel Licht vorhanden, bietet sich ein niedriger Wert wie ISO 200 an. Er führt zu geringerem Bildrauschen und verhindert dann gleichzeitig, dass die Programmlogik stets eine sehr hohe Blendenzahl einstellt bzw. gegebenenfalls auch überbelichtet. (Zeit und Blende blinken bei einer Überbelichtung im Sucher.)
  • Stellen Sie die Belichtungsmessmethode auf Mehrfeldmessung. Für spontane Aufnahmen eignet sie sich am besten.

 

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Programm Tv – gezieltes Timing


Eine fest vorgegebene Zeit hat Vorteile bei der Actionfotografie oder ist nützlich, um Langzeitaufnahmen bei Tageslicht durchzuführen. Sie können aber auch gezielte Werte einstellen, um bei Freihandaufnahmen garantiert scharfe Aufnahmen zu erhalten. Im Programm Tv (steht für Time Value) stellen Sie über das Hauptwahlrad die Zeit ein und Ihre EOS 6D passt die Blendenzahl so an, dass die Zeit- Blende-Kombination in der Regel zu einer korrekten Belichtung führt. Die Logik ist praktisch für Belichtungszeiten, deren Werte bekannt sind. Bewegtmotive wie z. B. fliegende Vögel benötigen eine Zeit von etwa 1⁄1000 bis 1⁄1600 Sek. Wird diese Zeit eingestellt, passt die Kamera den Blendenwert automatisch an.

Derselbe fliegende Starenschwarm im Programm Tv mit 1⁄800 Sek. abgelichtet. Oben im Detail unscharf, unten jedoch scharf. Die unterschiedliche Bewegungsgeschwindigkeit, Motivdistanz bzw. eingesetzte Brennweite sind wichtige Einflussfaktoren, ob scharfe Aufnahmen gelingen. Bei kleinen, flinken Singvögeln empfiehlt sich in der Regel eine deutlich kürzere Zeit etwa um 1⁄1600 bis 1⁄2000 Sek.

 

Reicht das Umgebungslicht, erhöht sie die Blendenzahl und Sie können mit mehr Schärfentiefe rechnen. Ist weniger Licht vorhanden, wird die Blendenzahl automatisch heruntergesetzt und zumindest eine Ebene (im Idealfall der Kopf bzw. die Augenpartie) scharf abgebildet. Würden Sie alternativ das nachfolgend besprochene Programm Av benutzen, wäre stets die Zeit im Hinterkopf zu behalten. Die dort fest vorgegebene Blende kann bei sich änderndem Umgebungslicht schnell zu Bewegungsunschärfen führen.

Mitzieher, im Programm Tv durchgeführt. Voreingestellt wurde 1⁄6 Sek.

 

Bewegungsunschärfen an Wasserläufen bei Tage erzeugen einen Schleier und lassen sich als kreatives Element einsetzen. Mit dem Tv-Programm wird in der Regel zwischen 1⁄2 bis 1⁄15 Sek. der erwünschte Effekt erzielt. Um bei Mitziehern die Umgebung, nicht jedoch das Actionmotiv unscharf zu zeichnen, bietet sich die sogenannte Faustformelzeit an. Stellen Sie einfach im Programm Tv den Kehrwert der Brennweite (z. B. bei 100 mm 1⁄100 Sek.) ein. Jetzt vermeiden Sie beim Mitziehen Verwacklungsunschärfen, die Umgebung verschwimmt aber beim Mitziehen. Die Alternative im Programm Av mit Auto-ISO führt meiner Erfahrung nach nicht zu dem vorhersehbaren Ergebnis mit fester Zeiteinstellung im Programm Tv. Auto-ISO verkürzt nämlich bei ausreichend Licht die Belichtungszeit, sobald ISO 100 erreicht ist. Das würde dann aber wiederum zu keinen Mitziehunschärfen führen.

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So reagiert Auto-ISO im Programm Tv


Wenn Sie eine feste Zeit im Programm Tv vorgeben, stellt die Logik dann eine dazu passende Blende ein: Ist ausreichend Licht vorhanden, wird eine höhere Blendenzahl eingestellt und erzielt damit eine bei Bewegtmotiven oft erwünscht höhere Schärfentiefe. Nutzen Sie Auto-ISO, dann gesellt sich ein zweiter Automatismus hinzu: Auto-ISO versucht, Verwacklungsunschärfen nach der Faustformel zu vermeiden. Das heißt, falls Sie Bewegungsunschärfen durch eine sehr kurze Belichtungszeit zu vermeiden suchen, aber gleichzeitig eine möglichst hohe Schärfentiefe erreichen wollen, ist Auto-ISO ungeeignet. Geben Sie lieber manuell einen hohen ISO-Wert von z. B. 1600 vor, dann wird das Programm bei ausreichend Licht die Schärfentiefe erhöhen. Auto-ISO tendiert dagegen dazu, im Programm Tv ISO 100 gepaart mit der Offenblende so lange zu nutzen, bis Verwacklungsgefahr droht. Da dies bei sehr kurzen Belichtungszeiten nicht gegeben ist, verlieren Sie ungewollt die Tv-Logik und arbeiten in der Regel mit der Offenblende bei niedrigen ISO-Werten.

 

Abfliegender Buntspecht, formatfüllend mit 400 mm/f2.8 eingefangen. Im Programm Tv wurde eine Zeit von 1⁄1600 Sek. voreingestellt, die hier ausreichend Schärfe auf der Augenpartie sicherstellt. Diese gelang mir allerdings nur im manuellen Fokusbetrieb mit vorhersehbarem Flugkorridor bei vorgeplanter Schärfeebene (und nach Hunderten von Versuchen).

 

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Im Programm Av die Schärfentiefe steuern


Das Programm Av (Aperture Value = Blendenwertvorgabe) zählt ohne Zweifel zu der Standardbetriebsart kreativer Fotografen. Über das Hauptwahlrad wird die Blendenzahl vorgegeben und die Kamera stellt automatisch die passende Belichtungszeit dazu ein. Mit der Blende steuert der Fotograf die Schärfentiefe und braucht sich nicht um die Belichtungszeit zu kümmern – eine schnelle und elegante Möglichkeit, um Aufnahmen zu optimieren bzw. die Schärfeebene kreativ zu setzen. Auch hier – wie in allen Kreativprogrammen – gelten die generellen Empfehlungen zur Vorbereitung der Kameraparameter. Das heißt, ISO-Wert, Weißabgleich, Bildformat (L oder RAW), Belichtungsmessung etc. sollten vor dem Einsatz überprüft werden. Erst zum Schluss operieren Sie mit der Blendenzahl. Hier gilt: Je kleiner der Wert, umso geringer wird die Schärfentiefe; je höher die Blendenzahl, umso weiter dehnt sie sich aus.

Den höchsten Wasserfall der Erde (Salto Angel in Venezuela, Fallhöhe rund 1km) habe ich aus dem Hubschrauber mithilfe des Programms AV eingefangen. Einfach eine kleine Blendenzahl von f4.0 und einen noch rauscharmen ISO-Wert von 200 vorgegeben - dies ermöglichte hier eine Belichtungszeit von 1/400 Sek., die Verwacklungs- und auch Bewegungsunschärfen vermeidet (Canon EF 17-40mm/4.0L USM bei 40 mm).

 

Unschärfen durch eine hohe Blendenzahl vermeiden


Achten Sie bei der Werteinstellung für die Blendenzahl auf die Anzeige, dass bei Aufnahmen aus der Hand der Kehrwert der Objektivbrennweite nicht überschritten wird (sogenannte Faustformel, also für 250 mm 1⁄250 Sek. und kürzer), und reduzieren Sie ggf. die Zahl bzw. erhöhen Sie alternativ den ISO-Wert. Werfen Sie auch einen Blick auf eine ggf. blinkende Wertanzeige. Sie weist darauf hin, dass die eingestellte Blende zu einer Unter- bzw. Überbelichtung führt (auch hier ggf. den ISO-Wert anpassen oder Safety-Shift in der C.Fn I-6 auf Nr. 1 oder Nr. 2 stellen). Die Blende sollten Sie insgesamt auch nicht zu hoch wählen, denn ab ca. f11 nimmt die Schärfe aufgrund der Beugungsunschärfe eher wieder ab.

 

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Das Profiprogramm M – alles manuell


Feste Zeit- und Blendeneinstellungen werden im Programm M (steht für Manuell) vorgegeben. Ihre 6D greift in diese manuell eingestellten Werte nicht ein, selbst wenn sie versehentlich zu misslungenen Aufnahmen führen sollten. Das Programm M ist immer dann die beste Wahl, wenn weitgehend konstante Lichtverhältnisse vorherrschen. Insbesondere wenn Sie mit Bildserien arbeiten, führen die fest hinterlegten Werte zu keinen störenden Helligkeitsschwankungen der Aufnahmen zueinander. Typische Beispiele dafür sind Panoramen, timergesteuerte Zeitrafferaufnahmen und Videofilme (die ja auch auf einer Bildsequenz beruhen). Darüber hinaus ist das Programm M auch eine elegante Methode, um im Nah- und Makrobereich durch Einsatz von Blitzlicht oder lichtstarken Power-LED-Taschenlampen nur das Vordergrundmotiv aufzuhellen, während die Umgebung durch eine sehr kurze Belichtungszeit abdunkelt. Nachfolgend der Workflow dazu:

1 Basiswerte einstellen


Im Beispiel soll ein Pilzmotiv im Nahbereich stimmungsvoll inszeniert werden. Da eine Unterperspektive gewählt wird, setzen sich die Buchenschleimrüblinge jedoch nicht ausreichend vom hellen Himmel ab.

Testaufnahme im Programm M

 

Die Basiseinstellungen sind hier im Programm M zunächst 1⁄100 Sek., Blende f8 und ISO 100. Sie können dazu eine Testaufnahme machen oder besser noch die Live View starten. Dann sehen Sie die Bildwirkung der Parameter sofort am Kameramonitor.

Basiswerte einstellen

 

2 Zeit verkürzen


Verkürzen Sie die Belichtungszeit. Im Beispiel um zwei ganze Stufen auf 1⁄400 Sek. Betrachten Sie das Motiv. Hier ist der Himmel allerdings noch zu hell.

Programm M 1/400 f8.0

 

3 Nochmals kürzer


Noch immer ist der Himmel zu hell, daher wird eine weitere Zeitverkürzung im Beispiel auf 1⁄1600 Sek. vorgenommen.

Programm M 1/1600 f8.0

 

4 Motiv aufhellen


Der Himmel ist jetzt ausreichend abgedunkelt; es zeigt sich endlich das real vorhandene Blau. Die Pilzgruppe ist allerdings viel zu dunkel. Für Aufhellzwecke kann man z. B. ein entkoppeltes Blitzgerät nutzen; hier reicht aber auch eine leistungsstarke LED-Lampe (z. B. von NiteCore, Fenix oder Wolf-Eyes).

Aufgehelltes Motiv

 

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Belichtungssimulation im Programm M


Im Programm M können Sie Werte einstellen, die zu einer starken Abdunklung des Umfelds führen. Starten Sie jetzt die Live View, können Sie erst einmal nichts weiter sehen und daher nicht oder nur sehr schwer manuell scharf stellen. Wenn Sie allerdings im fünften (roten) Karteireiter die Belichtungssimulation deaktivieren, wird das Livebild in normaler Helligkeit angezeigt. Das heißt, es ignoriert die eingestellten Werte im Programm M und versucht – soweit noch ausreichend Restlicht vorhanden ist –, die Umgebung hell darzustellen. Hilfreich ist das auch beim Blitzlichteinsatz. Canon Speedlites werden dabei automatisch erkannt und das Livebild gleich hell dargestellt. Beim Einsatz von Blitzgeräten, die hier nicht unterstützt werden, deaktivieren Sie den Parameter zur Belichtungssimulation. Alternativ können Sie auch kurzfristig in das Programm Av wechseln, um ein helleres Livebild zu nutzen.

 

Mit einer Power-LED-Taschenlampe (oder auch Blitzlicht) kann das Umfeld gezielt abgedunkelt werden und so das Motiv stärker zur Geltung kommen. Am besten nutzen Sie für solche Kreativtechniken das Programm M mit fest eingestellten Werten für Zeit, Blende und ISO-Wert.

 

Der Vorteil gegenüber verrechneten Belichtungsreihen in HDR-Technik (siehe Kapitel 3.4) ist ein in sich konsistenteres Bildergebnis ohne Tonwertsprünge bzw. aufwendige Detailkorrekturen im Bildbearbeitungsprogramm. Wäre das Beispiel im Programm Av mit einer denkbaren Korrektur der mittleren Belichtungsstufe auf –4 EV durchgeführt worden, hätte die Taschenlampenbelichtung zu einem nochmals nachdunkelnden Himmel geführt. Die Belichtungsabstimmung hätte weiter austariert werden müssen, bis man dann doch ins Programm M gewechselt wäre.

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Langzeitbelichtungen mit Bulb


Für Langzeitbelichtungen über 30 Sek. ist das Programm B (Bulb = Ballon) zuständig. Die ansonsten in den Kreativprogrammen maximal verfügbare Belichtungszeit von 30 Sek. ist noch gerade für den Belichtungsmesser ermittelbar, wenngleich er bei hohen ISO-Werten bereits ab etwa 15 Sek. auch dort ungenau arbeitet (neigt zu Unterbelichtungen).

Typische Einsatzgebiete für Langzeitbelichtungen länger als 30 Sek. sind Nacht- und Astroaufnahmen. Für Astroaufnahmen von Deep-Space-Objekten wie Kugelsternhaufen oder Galaxien werden nicht selten mehrminütige Belichtungszeiten verwendet. Interessant können solche Zeiten auch in nächtlichen Umgebungen sein, bei denen keine oder nur sehr schwache Kunstlichtquellen leuchten. Ich nutze manchmal Zeiten um zwei bis drei Minuten im nächtlichen Wald, um ungewöhnliche Lichtsituationen einzufangen, wenn dort eine einsame Weglaterne in der Ferne leuchtet. Auch bei Feuerwerksraketen lässt sich experimentell mit >30 Sek. die komplette Abbrennphase aufzeichnen.

Langzeitbelichtung in der sogenannten LAPP-Technik (Light Art Performance Photography), bei der ich einen Stab mit Taschenlampe über den Kopf und zu den Füßen rotierend bewegt habe, um abschließend mit einem roten Diffusor die drei Figuren (Orbs) miteinander zu verbinden (14 mm | ISO 125 | f8 | 176 Sek.).

 

Strichspuraufnahmen, bei der Einsteiger mit Taschenlampen oder Wunderkerzen ihren eigenen Namenszug in den nächtlichen Himmel malen und Fortgeschrittene geometrische Figuren nach der sogenannten LAPP-Technik (Light Art Performance Photography) kreieren, sind weitere Anwendungsbeispiele für das Programm B.

Langzeitbelichtung im Bulb-Modus mit dem Funkfernauslöser Kaiser Twin1 RFC. Er hat den Vorteil, dass der Blitzschuh an der 6D frei bleibt (Empfänger wird einfach in die Fernauslösebuchse eingekoppelt).

 

Die Langzeitbelichtung wird beim Durchdrücken des Auslösers gestartet, und er muss so lange, wie die Belichtung andauern soll, festgehalten werden. Nutzen Sie jedoch einen Fernauslöser mit Bulb- Unterstützung, dann können Sie sich das Festhalten sparen. Es gibt verschiedene Varianten: Bei einigen Fernauslösern wird der Auslöser manuell durch Hochschieben arretiert, andere erfordern lediglich einen zweiten Tastendruck zum Beenden bzw. es muss nur ein separater Schalter umgelegt werden. Kabellose Langzeitbelichtungen mit bequemem START/STOP-Druck sind z. B. mit der Canon RC-6 oder RC-1 möglich (dort allerdings nur vor der Kamera).

 

Mit lichtstarken Objektiven den Bulb-Modus vermeiden


Der Bulb-Modus ist mit gewissen Komforteinbußen verbunden. Von Haus aus will der Auslöser kontinuierlich runtergedrückt sein, und man weiß erst einmal nicht, mit welcher Zeit eine passende Belichtung erzielt werden kann. Hinzu kommt die fehlende Belichtungsreihenfunktion, um daraus hochdynamische Bilder (HDR) zu erzeugen. Sie können zwar vielfach noch mit einem erhöhten ISO-Wert den Bulb-Modus vermeiden, viel besser sind Sie aber mit sehr lichtstarken Objektiven dran. Für nächtliche Szenerien empfehlen sich Lichtstärken ab f1.8, besser f1.4 oder f1.2. Im Weitwinkelbereich nutze ich daher gerne das Canon 24mm/1.4 oder auch das deutlich günstigere Pendant von Walimex. Ist das Motiv weit genug entfernt, kann man auch eine ausreichende Schärfentiefe mit Offenblende erreichen. Der große Vorteil: Auch in stockdunklen Ecken braucht man meist nicht in den Bulb-Modus zu wechseln, sondern schafft selbst mehrstufige Belichtungsreihen im Programm Av oder M.

 

Persönlich nutze ich gerne den Kaiser Twin1 RFC, weil er per Funk mit bis zu 100 m Distanz auch den Bulb-Modus unterstützt und dabei mit einem sehr kleinen Empfänger direkt in der Fernauslösebuchse den Blitzschuh frei lässt.

Wird die 6D per USB-Kabel oder über die Wi-Fi- Funktion per Remotebetrieb mit der Software EOS Utility und deren Funktion Fernaufnahme genutzt, dann reicht ein Druck auf die [Leertaste] jeweils zum Starten und Beenden der Langzeitaufnahme. Auch dort wird – wie im Flüssigkristall-Display an der 6D – ein Timer eingeblendet, der die verstrichene Belichtungszeit anzeigt. Sie können im Programm EOS Utility unter Fernaufnahme auch einen Timer starten (Klick auf Stoppuhr-Icon) und dort exakte Zeitvorgaben ggf. mit Intervallen kombiniert einstellen. Eine interessante Variante ist die Nutzung eines mit der 6D gekoppelten Handys. Für Android-Betriebssysteme gibt es einige Apps wie z. B. DSLR Controller, die über Langzeitbelichtungsfunktionen verfügen und Ihre 6D entsprechend im Bulb-Modus sogar inklusive automatischer Belichtungsreihenfunktion fernsteuern können. Die App EOS Remote bietet derzeit (Version 1.0) hingegen leider keine Langzeitbelichtungsunterstützung. Mehr DSLR-Zubehör wird in Kapitel 10 besprochen. Infos zu den Custom-Programmen finden Sie in Kapitel 6.1.

Hier habe ich im Bulb-Modus mit langer Belichtungszeit von 37 Sek. – unter Zuhilfenahme von Taschenlampen mit orangem Diffusor – ufoähnliche Strichspuraufnahmen im Hausflur erzeugt.

 

Auf Langzeitrauschunterdrückung verzichten


Bei Langzeitbelichtungen insbesondere oberhalb von 30 Sek. können bunte Pixel (Hotpixel) und verstärktes Rauschen die Aufnahmequalität verschlechtern. Dagegen hilft der Menüeintrag Rauschreduzierung bei Langzeitbelichtungen (vierter roter Karteireiter, zweiter Eintrag). Leider verdoppelt er die Aufnahmezeit, weil er einen sogenannten Dunkelbildabzug durchführt. Nutzen Sie das RAW-Format und entwickeln es mit Adobe Lightroom, dann können Sie auf die nervige Zeitdopplung meiner Erfahrung nach verzichten. Lightroom unterdrückt von sich aus schon sehr effektiv die Hotpixel. Astrofotografen sind oft bei mehrfacher Belichtung desselben Deep-Space-Objekts mit einem separaten Dunkelbildabzug besser beraten, da er nur einmal durchgeführt zu werden braucht (wohingegen die Langzeitrauschunterdrückung nach jeder Belichtung die Zeit verdoppelt).

 

 

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Dieser Report wurde am Dienstag, 06. Mai 2014 erstellt und zuletzt am Mittwoch, 04. Juni 2014 bearbeitet.


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