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Kapitel 2.1 - Panoramaköpfe im Überblick

Kapitel 2.1 - Panoramaköpfe im Überblick

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Entscheiden Sie selbst:


Eigenbau - intelligent frei aus der HandInhaltsverzeichnis


 

2.1 Panorama-Köpfe im Überblick

Wer gelegentlich ein Panorama vielleicht auch aus der Hand ablichtet und z.B. zwei oder drei Abschnitte aufnimmt, der wird sich wohl keine grossen Gedanken um spezielle Panoramaköpfe oder leistungsfähige Verrechnungsprogramme machen. Notfalls werden die Abschnitte dann manuell zusammengefügt und Probleme wie perspektivische Inkonsistenzen im Nahbereich übergestempelt.

Wollen Sie aber gezielt Panoramen fotografieren, dann empfiehlt sich eher ein strategisches Vorgehen und die Anschaffung optimierter Panoramahardware sowie die passende Stitching-Software. Wer darauf verzichtet und dennoch intensiver Panoramen ablichtet, muss ansonsten mit einer hohen Leidensfähigkeit gesegnet sein, denn die Nachbearbeitung wird ohne sauberes Aufnahmematerial überproportional aufwändiger.

Einfache aber hochwertige Kameraplatte (Benro MPB10), mit der die Kamera soweit an einem Stativkopf zurückgezogen wird, bis der Nodalpunkt getroffen wurde. Hierfür benötigt man für den Unterbau einen arca-kompatiblen Kopf mit Panorama-Ebene wie er z.B. von Benro, Sirui, Markins, Triopo etc. angeboten wird.


Panoramaköpfe und –programme machen zwar eine Investition nötig belohnen aber mit einer entsprechenden Zeitersparnis, besseren Ergebnissen und machen nebenbei auch viel Spass, sobald man sich eingearbeitet hat und dann spielend mit ihnen umgehen kann.

Einen Panoramakopf haben Sie vielleicht schon, auch wenn Sie ihn möglicherweise als solchen nicht unbedingt bewusst einsetzen. Viele Stativköpfe verfügen nämlich über eine sogenannte Panoramaplatte, die sich auch zum Verdrehen des Kopfes eignet, um die Kamera beispielsweise in allen Positionen ins Hochformat abneigen zu können.

Viele Stative verfügen zudem über eine rotierbare Mittelsäule, zumindest solange sie gelockert und nicht ausgezogen wurde. Die Köpfe und auch Stative können dabei für die punktuelle Rotation um die Horizontalachse genutzt werden. Diese Funktion ist mehr oder weniger komfortabel. Es gibt beispielsweise zahlreiche Einsteiger-Köpfe, die zwar eine Panoramaplatte bieten, jedoch über keine separate Feststellschraube verfügen. Man fixiert mit der Kamera dann gleichzeitig die Panoramaebene, was für anschliessende Schwenks ungeeignet ist.
 

Stativköpfe mit einfacher Panoramafunktion, wie man sie auf Leichtbau- bzw. Einsteigerstativen findet.

1.) Kugelkopf mit separater Panoramaebene, so dass der Kopf bei festegestellter Kamera um die Achse rotierbar ist (Sirui T-0005).

2.) Kugelkopf aber ohne separate Panoramaebene, hier kann jedoch die Mittelsäule eingefahren rotiert werden (Benro A150F),

3.) Mehrwege-Neiger, der über eine separate Schraube für die Horizontal-Rotation verfügt (Slik 340DX).

 

Mit dieser Panoramafunktion kann man zwar entferntere Motive in mehreren Abschnitten einfangen und diese ggf. sogar im Hochformat durchführen. Aber das Problem der Parallaxenverschiebung bei näheren Objekten lässt sich nicht lösen, weil die Kamera idR zentriert um den Mittelpunkt der Stativsäule rotiert, nicht jedoch um den Nodalpunkt. D.h. um perspektivische Inkonsistenzen zu vermeiden und so eine saubere Panoramamontage zu ermöglichen, muss die Drehachse auf Höhe der Eintrittspupille des Objektivs liegen.

Auch wenn sich der Nodalpunkt begrifflich eingebürgert hat wird dieser Punkt im englischsprachigen Raum korrekter als „No Parallax Point“ bezeichnet (siehe Info-Box). Im Buch nutzen wir der Einfachheit halber aber meist den umgangssprachlich gebräuchlicheren Begriff des Nodalpunktes, der Verschwenkfehler vermeidet.
 

Nodalpunkt oder NPP?


Panorama-Anwender und Hersteller sprechen oft vom sogenannten Nodalpunkt-Adapter oder Nodalpunkt-Panoramakopf. Die mit Nodalpunkt gemeinte und korrekte Bezeichnung ist jedoch der parallaxfreie Punkt, auch aus dem englischen als „No Parallax Point“ (NPP) benannt. Der Nodalpunkt ist hingegen eigentlich ein Knotenpunkt, der bei einer einfachen Linse die Hauptebene bezeichnet, von der aus die Brennweite gemessen wird. Vergleichbar mit einem Lupenglas durch das die Sonne einfällt und in einiger Entfernung ein heller, meist sehr heisser Lichtpunkt geworfen wird.
 

Hier ist der Nodalpunkt im Zentrum des Lupenglases zu finden. Moderne Objektive sind jedoch mehrlinsig und noch in mehrere Linsengruppen aufgeteilt. Hier lässt sich die Hauptebene, bzw. ein Nodalpunkt nicht mehr so einfach festlegen, weil sich das optische System gegenseitig beeinflusst und mehrere Nodalpunkte eine Rolle spielen.
 

Um Parallaxenfehler zu vermeiden ist allerdings die Eintrittspupille des Objektivs entscheidend, die man noch optisch erkennen kann, wenn man durch die Front- oder Rücklinse des Objektivs sieht. Allerdings ist der Ort dennoch nicht ohne weiteres lokalisierbar, weil die davorliegenden Linsen beim Blick ins Objektiv die Position optisch brechen.
 

Der „No Parallax Point“ wird daher in der Praxis nach einem Trial und Error-Verfahren ermittelt, bei dem solange die Position des Objektivs/der Kamera verschoben wird, bis keine Parallaxenfehler mehr erkennbar sind. Vor allem bei Fischaugen wird die Angelegenheit schwieriger, weil sich die Eintrittpupille winkelabhängig ändert, hier wird ein Kompromiss gesucht, bei dem auf die geringstmögliche Parallaxen-Abweichung abgestellt wird. Man spricht hier vom „Least Parallax Point“.

Um den Nodalpunkt/NPP zu treffen, bietet der Markt sogennannte Nodalpunkt-Adapter, die einen Versatz der Kamera in den Drehpunkt der Eintrittspupille ermöglichen. Oft sind sie sogar so ausgelegt, dass sich die Kamera im Hochformat nutzen lässt. Wie dargelegt, bietet das Hochformat mehr Raum, um detaillarme Motivbereiche wie den Himmel in einem Foto zu erfassen und den Stitchingprogrammen so eine bessere Hilfestellung für die Montage zu bieten. Man spart sich ggf. auch eine oder zwei zusätzliche Reihen gegenüber Querformataufnahmen, was generell begrüssenswert ist weil mehrzeilige Aufnahmen anspruchsvoller wegen der vermehrt zur berücksichtigenden Überlappungsbereiche sind und beim Einstellen Zeitlücken entstehen.

Obwohl das Hochformat meist sehr nützlich ist, lässt sich mit einer längeren Kameraplatte oder einem simplen Makroschlitten bereits der Nodalpunkt im Horizontalformat einstellen. Der Vorteil liegt in der einfachen und kostengünstigen Montierung.
 

Vierwege-Makroschlitten, der sich für horizontal ausgerichtete DSLR eignet, um die Eintrittspupille des Objektivs in die Drehachse einzustellen. Als Unterbau dient ein beliebiger Stativkopf, der über eine separat feststellbare Panoramaebene verfügt.

Links bei der Montage mit einem Nodalpunktadapter liegen beide Drehachsen auf der Eintrittspupille des Objektivs, das führt beim Stitching zu korrekten Anschlussbildern, während rechts bei Freihandaufnahmen die horizontale Drehachse im Körperzentrum und nicht kurz hinter der Objektiv-Frontlinse liegt. Das führt – wie unten gezeigt - bei der Panoramamontage zu Verschwenkungen und gravierenden Anschlussfehlern vor allem an nahen Motiven, die das Stitchingprogramm nicht mehr korrigieren kann.

Sobald das Hochformat ins Spiel kommt, wird die Montierung etwas komplizierter, denn jetzt dient ergänzend ein Hochformatwinkel zur Einstellung für den Nodalpunkt.

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Eigenbau


Man kann sich im kostengünstigsten Fall so eine Hochformat-Montage selbst z.B. mit Winkel- und Langblechen zusammenbauen, wie sie etwa für Regalwandmontagen oder zur Stabilisierung von Tisch- oder Schrankplatten im Baumarkt angeboten werden. Auch Konstruktionen aus Fensterprofilen oder Foto-Blitzschienen sind denkbar.
 

Nodalpunkt-Adapter Marke „Eigenbau“. Die Elemente mit klappbarem Hochformat-Winkel, die Schiene eines Vierwege-Makroschlittens sowie eine Schnellwechselhalterung sind durchaus komfortabel aber die Gesamtstabilität für die 5D Mark II und die Schlittenlänge für das Fischauge sind nicht mehr ganz optimal. Eine Bauanleitung findet sich hier: Eigenbau-Anleitung

Persönlich habe ich einige Zeit 360-Grad-Panoramen mit einem klappbarem Hochformatwinkel und einer daran montierten Makro-Schlittenschiene fotografiert. Der Vorteil lag im geringen Gewicht und kleinem Packmass, denn zusammengeklappt passte er meist noch in ein etwas grösseres Fach meiner Fototasche.

Der Klappvorteil war aber zugleich auch sein Nachteil, denn mit der eingesetzten EOS 5D Mark II musste ich den rechten Winkel schon sehr fest anziehen, damit er sich nicht langsam aber sicher selbständig abneigte. Die verbaute Schnellwechselhalterung im Arca-Standard war zwar praktisch, um die Kamera flott an- und abzusetzen aber die fixe Position am Schlittenende führte dazu, dass sie noch eine Idee an einem 15mm-Fischauge ins Bild ragte. Dieses Fragment blieb dann zwar beim Stitching unberücksichtigt, war aber im Prinzip nicht besonders elegant.

Ein weiteres Experiment kann man mit sogenannten Tele-Schwenkbügeln versuchen, falls Sie im Besitz eines solchen sind. Derartige, sehr hochwertige und stabile Kardanköpfe bietet z.B. Wimberly oder Benro eigentlich zur Ausbalancierung von langen und schweren Teleobjektiven an.

Wird das Kupplungsstück für die Objektivschelle durch eine arca-kompatible Schnellwechselhalterung ersetzt und diese mit einer langen Flachkopf-UNC-Schraube (1/4‘‘) von hinten gegen die Kamera geschraubt, dann lässt sich der Nodalpunkt einstellen. Allerdings kann die ansonsten komfortable Panoramaebene kaum am Kardankopf genutzt werden, weil der L-Winkel nicht seitlich verschiebbar und an die Kamerabautiefe anpassbar ist. Hier kann man sich mit einer langen, untergeschraubten Kameraplatte behelfen, die dann seitlich auf den Drehachsenmittelpunkt verschoben wird. Schade, dass die Modifikationen nicht wirklich optimal sind, ansonsten wäre die Stabilität und Usability genial. Der Kauf eines Schwingbügelkopfes für reine Panoramazwecke scheint daher unverhältnismässig und wäre besser in dezidierte Panorama-Köpfe investiert.

 

Umbau eines mechanisch hervorragenden Benro Gimbal GH2 zum Nodalpunkt-Panoramakopf. Gegengeschraubte Schnellwechselhalterung und lange Kameraplatte unter dem Gimbal sind aber wenig optimal. Immerhin zeigt das unten mit dem Kopf durchgeführte Test-Kugelpanorama (für eine Videodemo incl. Kameramann und Fotoequipment) keine grossen Anschlussfehler.

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Kopflos aber intelligent frei aus der Hand


Bevor man sich alternativ zum Selbstbau zum Kauf eines Adapters entschliesst, empfehlen sich ggf. aber auch Freihand-Techniken. Um dabei Verschwenkfehler bei nahen Motiven zu vermeiden, muss dann um die Eintrittspupille des Objektivs rotiert werden. Das schaffen geübte Fotografen bei nicht allzu kritischen Motiven ggf. noch mit zufriedenstellenden Ergebnissen. Besser ist jedoch die optische Kontrolle mit einem Pendel, das freischwingend auf einen bodennahen Punkt zeigt und den der Fotograf umkreist, ohne die Position zu verlieren. Der Pendelfaden muss dann am Objektiv möglichst optimal auf Höhe der Eintrittspupille gewickelt und mittig fixiert werden. Gleichzeitig gilt es mittels Wasserwaage (z.B. aufgesteckt auf dem Blitzschuh oder – soweit vorhanden – als Digitalversion in der Kamera) auf eine saubere Horizontalausrichtung zu achten.

Das ist noch immer nicht ganz leicht durchführbar aber mit etwas Übung praktikabel. Immerhin ist man so nicht unbedingt auf ein Stativ und aufwändigen Nodalpunktadapter angewiesen und viel schlanker unterwegs. Der ein oder andere Passant mag sich vielleicht ob des ungewöhnlichen Pendels wundern und einen esoterisch veranlagten Fotografen mutmassen aber mit Stativ und grösserem Kopf erregt man regelmässig mehr Aufmerksamkeit. D.h. manche Aufnahmen können mit Stativ garnicht durchgeführt werden. Eine diesbezüglich drastische Erfahrung musste ich in einer südamerikanischen Kleinstadt erleben, wo allein aufgrund meines Stativeinsatzes ein Verhör in einer entlegenen Dschungelkaserne wegen Spionageverdachts folgte. Dabei war alleiniges Motiv, bei nicht ganz optimalen Lichtverhältnissen vom öffentlichen Bürgersteig aus eine blühende Bananenstaude abzulichten.

Eine Freihandaufnahme kann jedoch selten die Qualität eines per Stativ und Nodalpunktadapter aufgenommenen Panoramas ersetzen. Es lässt sich auch nur schwer die mit dem Procedere verbundene Ruhe und Konzentration eines per Dreibein abgelichteten Panoramas erzielen. Längere Belichtungszeiten oder Belichtungsreihen für eine spätere HDR-Verrechnung sind praktisch auch nur in hoher Qualität vom Stativ umsetzbar.

Mit einem Pendel oder Lot am Bindfaden und am besten einer punktuellen Markierung am Boden z.B. mit einer ausgelegten Münze (rechtes Bild) kann frei aus der Hand um den Nodalpunkt auch im Hochformat rotiert werden. Mehrreihige Aufnahmen kontrollieren Spezialisten noch zusätzlich mit einem an der Kamera montierten (oder per Tesafilm festgeklebtem) Laserpointer, der einen Lichtspot zur Neigewinkel-Orientierung auf den Boden werfen kann. Der Pendel-Praxiseinsatz im Video demonstriert!

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Dieser Report wurde am Mittwoch, 15. Januar 2014 erstellt und zuletzt am Montag, 20. Januar 2014 bearbeitet.


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