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Erfahrungsbericht: CamRanger teuer aber genial?

Erfahrungsbericht: CamRanger teuer aber genial?

Aufrufe: 72.671

35 von 36 Lesern fanden diesen Report hilfreich.

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Den CamRanger haben wir bereits im Traumflieger-Video ausführlich vorgestellt. Was fehlt ist ein persönlicher Erfahrungsbericht, den ich hier einmal nachholen möchte und der laufend ergänzt wird.

ein Traumflieger-Report von Stefan Gross - Update perSept. 2016
besprochene App-Versionen:
CamRanger (1.67 iOS / 0,81 Android), EOS Remote 1.1.0.0, Lumix Link 2.1.21, Panasonic Image App 1.8.5 DSLR Controller 0.99.3, DSLR Camera Remote 1.4.3, iUSBport Camera 1.0 (iOS)


Direktlinks

Vorab: der CamRanger bietet die Möglichkeit, mit Hilfe einer kleinen WiFi-Box Canon und Nikon DSLR drahtlos mit einem Apple iOS-Smartgerät (iPad, iPad mini, iPhone, iPod touch) und neuerdings auch per Android-Devices fernzusteuern. Dabei kann man typische Parameter wie Blende-, ISO- und Zeit-Wert sowie Drive-Modus, Weissabgleich, Bildstil, Bildqualität etc. ändern, sowie Fotos lokal auf dem Smartgerät speichern. Timer, Schärfenreihe, HDR- und Bulb-Modus werden ausserdem geboten. Natürlich lässt sich auch das Foto- und Video-Livebild nutzen. Letzteres ist allerdings nicht unbedingt selbstverständlich, wie ich gleich weiter ausführen werde.

Der CamRanger ist nicht gerade als Schnäppchen zu haben, hierzulande kostet er derzeit über 300 Euro. Wer die Summe investiert, bekommt allerdings das derzeit Beste im Bereich drahtloser DSLR-Steuerung vom iOS-Smartgerät aus. Mittlerweile kann auch die Android-App "DSLR Controller" mit der WLAN-Box TP-Link kabellos zusammenarbeiten und stellt für Android-Smartgeräte eine ebenso mächtige aber kostengünstigere Alternative dar (siehe auch unseren Spezialreport dazu).


so begann die Drahtlos-Steuerung


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TV-Funk-Versuche: Als praktikable aber nicht mehr ganz zeitgemässe und umständliich zu wartende Lösung nutzte ich eine programmierbare TV-Funkfernbedienung. Die Kamera ist dabei per USB-Kabel mit dem Rechner verbunden.

Um diese Behauptung zu unterfüttern kurz zur Vorgeschichte: Ich erforsche regelrecht seit Jahren die Möglichkeit, insbesondere Canon DSLR drahtlos zu steuern. Angefangen hat das wie bei vielen Anwendern mit Infrarot- und Funkfernauslösern. Canon selbst bietet hier nicht allzuviel Hardware. Profis greifen ggf. auf einen rund 600 - 700 Euro teuren WLAN-Transmitter zurück, der aber ziemlich umständlich in der Handhabung ist, zumindest unterhalb der 1D-Klasse. Obwohl Canon hier eine auch auf Smartgeräten laufende Javascript-basierte Browsersteuerung implementiert hat, ist sie bis Dato unbefriedigend, weil z.B. Zeitwerte unterhalb von 1/30 Sek. einfach abgeschnitten und somit nicht einstellbar sind.

Ein Designproblem stellt auch die an unterschiedliche Smartgerätegrössen schlecht adaptierte Screenausgabe dar. Ein Videolivebild fehlt. Das mag Event- und Sport-Fotoprofis, die hier hauptsächlich einen ftp-Upload nutzen, wenig jucken; mich als multimedialer Allrounder allerdings schon! Eine Sackgasse also, insbesondere auch deswegen, weil der WLAN-Transmitter an der von mir gern genutzten 5D 3 praktisch nicht montierbar ist (siehe unseren WFT-E7-Report).

Zwischendurch programmierte ich eine TV-Funkfernbedienung, um via Tastenmakros mehr als nur die Kamera auslösen zu können. Das funktionierte auch ziemlich gut, incl. schneller Parameteränderungen für Zeit-, Blende- und ISO-Werten etc. Das darauf aufsetzende EOS-Utlitiy (Canon Software u.a. zur PC-Fernsteuerung) wird allerdings mit jeder neuen Canon DSLR immer wieder geändert, so dass mir die Zeit und Lust schliesslich fehlte, die Tastenmakros daran immer wieder anzupassen. Auch dieses Projekt ist daher mittlerweile versandet. Die TV-Fernbedienung wird auch nicht mehr vertrieben.

Der nächste Lichtblick kam dann im letzten Jahr mit der App DSLR Camera Remote von OnOne. Jetzt konnte ich im Studio das DSLR-Livebild und auch zahlreiche Kameraparameter drahtlos am iPad nutzen (siehe Videoreport). Allerdings funktioniert das nur über eine drahtlose Verbindung via WLAN-Router zum PC, auf dem eine Server-Software läuft. Das ist soweit praktikabel solange man es in eine Studioumgebung einbindet, was jedoch mobil im Ausseneinsatz kaum realisierbar scheint, wenn man von Notlösungen mit mobilen WLAN-Routern und Mini-PCs einmal absieht.

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"DSLR Controller" revolutioniert die DSLR-Steuerung


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Revolutionär: Während die Kamera hoch oben am Stativ thront, kann sie unten vom Handy bequem incl. Livebild gesteuert werden (App DSLR Controller)!

Die Revolution kam dann etwas später mit der App DSLR Controller, die derzeit nur auf Android-Smartgeräten und mit Canon DSLR läuft (siehe unseren Report). Die App ist schlicht genial und bietet derzeit die umfangreichste Kamerasteuerung überhaupt. Von Schärfenreihen, Foto- und Videolivebild, HDR-Belichtungsreihen, Langzeitbelichtungen auch mit HDR kombiniert über Timerfunktionen und Schärfenpeak-Anzeige etc. wird  alles geboten. Nur ist dafür ein USB-Kabel zum Smartgerät (und ein USB-Hostkabel) nötig.

In der Version 0.96 kam dann allerdings ein im Prinzip spannender Wifi-Passthrough-Modus hinzu, bei dem man mit zwei Smartgeräten eine Drahtlosverbindung aufbauen kann. Ich hab das auch ausgiebig z.B. bei der Pilzfotografie genutzt, aber letztlich dann doch einige Stabilitätsproblemen hinnehmen müssen. Es kam ab und an vor, dass ich sowohl die Kamera als auch die beiden drahtlos kommunizierenden Android-Geräte (Samsung Galaxy S3 und Google Nexus 7) komplett neu starten musste. Da musste dann auch die Reihenfolge eingehalten werden mit Restart des mobilen Hotspots etc. Eine Aktion die einige Minuten dauert bis wieder alles funktioniert. Nervig. Manchmal läufts aber wie geschmiert und ich konnte schon einige mehrstündige Sessions problemlos mit Drahtlosverbindung nutzen. Aber wenns dann wieder losgeht, ist das nervenaufreibend.

Seit Vers. 0.97 lässt sich zudem die EOS 6D und auch 70D drahtlos über die interne WiFi-Funktion in Verbindung mit einem mobilen Hotspot nutzen. Bei ersten Tests war die Stabilität in Ordnung, generelle Probleme scheinen aber noch immer vorhanden. Manchmal ist die Button-Steuerung beispielsweise deaktiviert und man muss als Workaround  in den Fullscreen-Modus wechseln. Die Videofunktion ist an der 6D und 70D leider ausser Gefecht gesetzt, sobald man den WiFi-Modus aktiviert hat - wirklich bedauerlich. Das ist allerdings Canon und nicht dem App-Anbieter anzulasten!

Mit der Vers. 0.99.3 besteht erfreulicherweise die Möglichkeit, die App DSLR Controller mit praktisch allen Canon DSLR kabellos in Verbindung mit der kostengünstigen TP-Link-Box zu betreiben. Damit ist die Lösung jetzt sehr ähnlich wie mit dem Camranger (der auch eine WLAN-Box von TP-Link nutzt). Beachten Sie bitte hierzu unseren ausführlichen Webreport "Canon DSLR kabellos per DSLR Controller und TP-Link-Box steuern!"

Seit dem Update 0.97 ist endlich auch die Möglichkeit vorhanden, Bilder direkt an das Android-Smartgerät zu übertragen. Spannend ist auch die neue Funktion, die Kamera-Auslösezahl über die Optionen anzeigen zu lassen.

Mittlerweile kann man die Lösung via DSLR Controller und der TP-Link-Box auf Augenhöhe mit dem Camranger ansehen.

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nur ziemlich klasse: drahtlose EOS 6D, 70D, 80D, 5D IV etc. via Canon Camera Connect (vorher "EOS Remote")


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immerhin: einige Canon-Modelle wie die EOS 6D, 70D, 80D, 750D/760D / M3 bzw. 5D IV und 1Dx II brauchen kein Kabel mehr. Die App Canon Camera Connect bietet ein Fotolivebild aber nur rudimentäre Steuerparameter. Ein Videolivebild fehlt leider!

Dann gings auf der Photokina 2012 mit der EOS 6D und Lumix GH3 los, die beide eine kamerainterne Wifi-Funktion bieten und mittels der Hersteller-Apps meinen persönlichen Traum zu erfüllen schienen. Zunächst habe ich die EOS 6D ausgelotet. ISO-, Zeit- und Blendenwert lässt sich zwar einigermassen flott mit der App Canon Camera Connect (vormals EOS Remote) einstellen, aber der Zugriff liegt hinter einer gemeinsamen Schaltfläche verborgen. Das erfordert einen unnötigen Zusatztastendruck. Auch an der Kamera möchte der Praktiker die wichtigsten Parameter im Direktzugriff, warum also nicht auch auf dem Smartgerät? DSLR Controller und die unten besprochene Camranger-App bieten diesen und verkürzen damit den Weg. Genau das sind Feinheiten, die einen intuitiven und schnellen Workflow ermöglichen und den Anwendungsspass erheblich steigern können. Canon Camera Connect gewinnt an Symphatie aber immerhin durch optionale Trennung von Fokus- und Auslösevorgang durch einen Schieberegler in Nähe des Auslösebuttons. Damit wird eine Art halber Tastendruck simuliert, wie man ihn von der Kamera kennt.

Grosse JPEG- und RAW-Bilder lassen sich mit der EOS App gleich betrachten und sogar ans Tablet (Android und Apple iOS) übertragen. Wichtig ist mir auch ein Livebild. Das wird zwar für den Fotomodus aber nicht für den Videomodus geboten. Sobald die App bzw. der Wifi-Modus aktiviert ist, kann man noch nichteinmal direkt an der 6D bzw. 70D, 1Dx II, 80D etc. den Videomodus starten. Eine böse Falle, denn natürlich will ich das Smartgerät auch als Videokontrollmonitor einsetzen. Geht nicht. Bitter. Canon wollte wohl schnell alle Unwägbarkeiten ausklammern und hat mögliche Problemquellen gnadenlos abgeklemmt. Dazu gehört bedauerlicherweise auch, dass sich ein EyeFi-Karteneinsatz und sogar eine USB-Kabelverbindung mit der Wifi-Funktion an der EOS 6D ausschliessen. Damit wird eine Bilddatenübertragung per Eyefi-Karte ins LAN oder an einen lokalen PC bei gleichzeitger Drahtlos-Steuerung am Smartgerät ausgeschlossen.  Wer sich allerdings auf den Notebook- oder PC-Einsatz beschränkt, kommt in den Genuss einer kabellosen, gut funktionierenden Lösung über die mit der DSLR ausgelieferten Software EOS-Utlitity, die auch Videolivebild, Timer etc. bietet. Nur fehlt dann eben ein direkt am Motiv platzierbarer, mobiler Touchscreen + Livebildmonitor per Smartgerät.

Stärken hat die App allerdings auch bei der Bildrückschau nach der Aufnahme, die gleich am Smartgerät aufrufbar ist. Der neue WLAN-Adapter Canon W-E1 für die EOS 7D II und 5Ds/R kommuniziert ebenfalls mit der App.

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Lumix GH3 via Lumix Link - nicht schlecht aber es geht besser


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Lumix Link: Die Oberfläche von Lumix Link bietet das Fotolivebild, einen Slider zum manuellen Fokussieren (geht auch im AF-Betrieb per Touch AF) und via Set-Schaltfläche u.A. Änderungen von Zeit, Blende, Belichtung und ISO-Wert.

Die nächste Hoffnung keimt mit der Lumix GH3 auf. Hier ist die App "Lumix Link" gegenüber "EOS Remote" schon aufgebohrter und bietet neben Zeit-, ISO- und Blendensteuerung auch manuelle Fokusmöglichkeiten, Blitzmodus, Bildstil, Bild- und Videoqualität und Änderung wie Weissabgleich etc. Als Alleinstellungsmerkmal bietet die App in Verbindung mit motorgesteuerten Zoomobjektiven (wie z.B. dem Lumix 14-42mm oder 45-175mm Powerzoom) die Möglichkeit, diese per Slider vom Smartgerät aus zu verstellen. Insgesamt also schon deutlich mehr als die Canon App. Auch können Bilder direkt ans Tablet übertragen werden. Nur RAW-Dateien lassen sich weder betrachten noch übertragen, aber dafür kann man immerhin mit einem Workaround mit "RAW + JPEG" arbeiten.

Ein grosses Fotolivebild wird ebenfalls geboten, nur das Videolivebild wird nicht angezeigt. Videostart ist zwar möglich, aber das Stoppen des Videos funktioniert nur über einen in der App aktivierbaren Countdown (Timer). Immerhin kann man damit schonmal das Fotolivebild bis zum Videostart nutzen. Deutlich besser als an der Canon App aber noch immer beschränkt. Das Smartgerät (iOS und Android) kann man daher nicht als Video-Kontrollmonitor nutzen, sobald das Video läuft. Ich habe mich damit aber anfreunden können, weil - im Gegensatz zur EOS 6D - auch Eye-Fi-Karten parallel zur laufenden App genutzt werden können. Damit kann ich im Studio gut arbeiten: die Bilder werden per EyeFi-Karte direkt ins LAN-Netzwerk übertragen, während ich das Smartgerät drahtlos als Kontrollmonitor nutze.

Natürlich verwende ich Lumix Link auch bei Outdooreinsätzen (dann ohne EyeFi-Karten). Allerdings ist die App hinsichtlich Parameteränderungen etwas umständlich programmiert. Viele Einstell-Parameter sind in Menüs verschachtelt, das erfordert unnötig viele Zugriffe, der Rückweg zum Livebild gestaltet sich wenig intuitiv. Die App zeigt an iOS-Geräte gegenüber Android ein grössere Livebild an*, aber der manuelle Fokusbetrieb via Slider scheint ungenauer zu sein. Hier konnte ich nicht ernsthaft manuell scharstellen. Fokussiert man dann stattdessen via Objektiv-Einstellring, wird laufend "Betriebsvorgang findet an der Kamera statt" in der App eingeblendet, was sehr stört, weil die Anzeige manchmal 10 Sekunden und länger nicht verschwindet. Unter Android taucht die Meldung zwar auch auf, aber hier ist der manuelle Fokusslider feinfühliger, so dass ich nicht laufend wegen Objektiveingriffen mit der Einblendung gestört werde.

Bedauerlicherweise lässt sich keine Schärfentiefe-Vorschau im eingezoomten Livebild anzeigen, das ist sowohl an der Lumix GH3 als auch per App so. Gerade im Makrobereich ist es daher kaum möglich, schnell die Schärfentiefe genau einzuschätzen. Auch in Lowlight bei Nutzung des Programms M gibt es Schwierigkeiten, weil die GH3 dann das Livebild nurnoch mit der genutzten Zeit simuliert. Verwendet man 1 Sek. dann muss man 1 Sek. warten, bis sich das Livebild aktualisiert. Da ich gerne auch in der blauen Stunde mit Kunstlichtquellen arbeite, ist das Programm M hier kaum brauchbar - und das brauchen Profis dann sehr oft, weil die anderen Programme je nach Lichteinfall dann wieder eine ganz andere Belichtung ausmessen und man z.B. mehrere Taschenlampen zueinander nicht sauber austarieren kann.

Insgesamt scheint mir Lumix Link vieles zu können, in der Praxis ist der Parameterzugriff aber umständlich, der manuelle Fokus nur bei Android brauchbar und eine eingezoomte Schärfentiefevorschau ist insbesondere bei Makroanwendungen nicht möglich. Damit kann ich zwar oft leben, aber es gibt eben bessere, weil professionellere Apps, wie zu "DSLR Controller" bzw. unten zu "Camranger" beschrieben - leider arbeiten diese Apps nicht mit der GH3 zusammen.

*Auch an einem iPad Air mit Retina-Display lässt sich die Bildqualität bedauerlicherweise nur maximal auf QVGA eingestellen, was ein unscharfes Livebild ergibt. Erst beim Einzoomen scheint es etwas besser zu werden.


  Panasonic Lumix GX7 mit der App "Panasonic Image App"


Die App "Panasonic Image App" (Beschreibung siehe hier) hat eine fast identische Oberfläche wie "Lumix Link", sie arbeitet jedoch nicht mit der Lumix GH3 zusammen, dafür aber mit der Lumix GX7, Lumix FZ1000 und Lumix GH4, die ja auch eine interne Wifi-Funktion nutzen. Im Gegensatz zu "Lumix Link" wird mit der "Panasonic Image App" auch ein laufendes Videolivebild unterstützt sowie eine Fokus Peaking-Funktion.
 

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Lumix GH4 und Lumix FZ1000 via Panasonic Image App


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Panasonic Image App: Hohe Funktionalität aber das Livebild ist am 5,1-Zoll-Monitor des Samsung Galaxy S5 kaum grösser als am Lumix GH4-Monitor.

Panasonic hat die Remote-App an der GH4 geändert und nutzt nicht mehr - wie noch an der GH3 - Lumix Link sondern die Image App. Natürlich ist sie ebenfalls kostenlos und steht für iOS und Android zur Verfügung. Das bisherige Manko eines fehlenden Videolivebildes wurde behoben. Ansonsten ist sie funktional ähnlich zur oben besprochenen App Lumix Link. Die App funktioniert auch mit der genialen Panasonic Lumix FZ1000 mit praktisch identischer Funktionalität. Besprochen wird hier aber die GH4.

Die GH4 kann sich via NFC mit dazu fähigen Android-Geräten verbinden. Man muß allerdings die Image App zunächst starten, damit überhaupt eine NFC-Verbindung zustande kommen kann. Das macht z.B. Sony mit der PlayMemories App besser, die automatisch mitgestartet wird. Die Verbindung zum Samsung Galaxy S5 bzw. Sony Xperia Z2 (Android 4.2.2) klappt ansonsten meist auf Anhieb.

Was mir gleich aufstößt ist die Grösse des Livebildes egal ob im Foto- oder Videomodus. Vom Smartgerät wird dafür etwas mehr als die Hälfte des Displays genutzt. An aktuellen Handys mit 5,1 oder 5,2'' werden nur 3'' verwendet. Das Livebild ist also nicht grösser als am Kameramonitor selbst. Es nützt auch nichts, den Button "DISP." anzutippen, der blendet nur ein paar Infoanzeigen aus, ohne das Livebild zu vergrössern. An Tablets ist es ähnlich übel, auch dort werden nur rund 2/3tel der Fläche genutzt, egal ob an Android-Tablets oder dem iPad.

Und noch etwas nervte schon bei Lumix Link und wurde unglücklicherweise von der Image App übernommen. Stellt man manuell am Objektiv scharf, wird die App mit einem Overlay überblendet mit dem Schriftzug "Vorgang findet in der Kamera statt". Gerade im Makrobereich nutze ich die Scharfstellung gerne direkt am Objektiv und werde dann immer ein paar Augenblicke ausgebremst bis das Livebild wieder klar erkennbar ist. Um z.B. eine automatische Lupenfunktion zu beenden muss ich dann erst noch den Auslöser kurz antippen. Nungut, immerhin scheint die App schneller zu reagieren bis das Overlay weg ist und erkennbar ist das Livebild am Smartgerät dann immer noch einigermassen.

Die Bedienungsmöglichkeiten sind ansonsten umfangreich. Weissabgleich, ISO-Wert, mittlere Belichtungsstufe, Autofokus-Feld, Lupenfunktion sowie kombinierte Lupe mit manueller Scharfstellung (via Soft-Slider in der App) gefallen! Es gibt auch einen Touch-AF, der das Foto direkt aufnimmt. Bestätigungstasten gibt es keine, da muss man meist die Zurück-Taste des Betriebssystems nutzen, was manchmal redundant scheint. Parallele Werteingabemöglichkeiten sind ansonsten Mangelware, immerhin ist im Programm M Zeit und Blende gleichzeitig änderbar. Im Optionsmenü kann man noch eine Reihe Änderungen wie z.B. zur Video- oder Fotobildqualität vornehmen. Der Softauslöser verfügt auch über eine Serienbild-Dauerfunktion, wenn man den entsprechenden Modus (auch bei Reihenbelichtung) an der GH4 über das linke Drehrädchen vorwählt.

Fokus-Peaking kann man ganz einfach via Softtaste einschalten oder deaktivieren. Im Fotomodus läßt sich das Peaking auch in der Lupe nutzen, wenn man noch exakter scharfstellen möchte. Bedauerlich jedoch, dass die Konturnachzeichnung im Videomodus nur bis zum Start des Films aktiv ist. Am Kameramonitor der GH4 wird sie als Scharfstellhilfe auch im laufenden Videolivebild angezeigt, am Smartgerät-Livebild jedoch nicht. Immerhin kann man im laufenden Video via Softslider die Schärfe manuell verlagern, auch wenn der Slider dabei in recht groben Schritten vorgeht, vieles wird man dennoch ausreichend genau nachschärfen können, auch wenn kein Peaking angezeigt wird.

Bilder und Videos kann man direkt in der App wiedergeben bzw. abspielen. Letzteres ist nicht selbstverständlich und funktioniert z.B. am S5 auch mit 4K-Videos sowohl im .mp4 als auch .mov-Format. Bilder kann man auch direkt ans Smartgerät übertragen. Allerdings funktioniert das nicht mit RAW-Dateien, man sollte daher RAW + Fein oder RAW + Standard parallel aufzeichnen, um dann das JPEG-Bild ans Smartgerät übertragen zu können.

Die Livebild-Verzögerung ist beim Test mit dem Galaxy S5 vergleichsweise lang. Etwa 0,6 Sekunden braucht die App, bis das Ereignis am Smartgerät dargestellt wird. Andere Apps schaffen das meist in einem Drittel der Zeit. Für Actionaufnahmen ist sie daher zu lang, das Ereignis schon vorüber, wenn man den Software-Auslöser drückt.

Schön allerdings, dass der GH4-Kameramonitor parallel zur App das Livebild darstellt. Und klasse natürlich, dass überhaupt ein Videolivebild - auch in 4K - bereitsteht. Das ist ansonsten absolute Mangelware bei den Apps bzw. Kameras mit integrierter WLAN-Funktion. Insgesamt ist die Bedienung zwar umfangreich aber im Workflow teils etwas holprig, grösstes Manko ist das zu klein geratene Livebildfenster. Ansonsten aber Kompliment an Panasonic, dass zur absolut vorbildlich bedienbaren GH4 (uns ist neben der GH3 keine Kamera bekannt, die sich intuitiver und flotter bedienen liesse) eine so umfangreich konfigurierbare App zur Seite gestellt wird. Sogar Sonderfunktionen wie Stop-Motion werden geboten. An den Einstell-Komfort von Canon DSLR mit Camranger oder der TP-Link-Box (App DSLR Controller) kommt die WLAN-Lösung der GH4 aber nicht ganz heran.

Siehe auch die deutsche, kurz gehaltene Bedienungsanleitung zur Image App mit der GH4 von Panasonic!

Mehr Infos finden sich im Lumix GH4-Tagebuch und Lumix FZ1000-Reisetagebuch!

 

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iUSBport Camera vielversprechend aber derzeit noch nicht zu empfehlen


Der Vorgänger von iUSBport Camera war die App Cameramator, die jedoch keine Sonderfunktionen und vor allem kein Livebild bot und daher für uns nicht ernsthaft diskutierbar war.

Mittlerweile ist CameraMator eingestellt worden und wird durch "iUSBport Camera" von Sanho fortgeführt.  Genauso wie Camranger nutzt iUSBport Camera eine kleine Wifi-Box, die man sogar direkt auf den Blitzschuh stecken kann und die mit einem USB-Kabel mit einer Canon oder Nikon DSLR verbunden wird. Die App unterstützt jetzt auch - im Gegensatz zum CameraMator -  eine Livebildsteuerung incl. Videolivebild, HDR- und Timerfunktionen werden ebenfalls geboten. Erste Versuche zeigten aber noch einige - gelinde gesagt - grobe Ungeschliffenheiten, die den Praxiseinsatz schwierig gestalten. Wir haben dem Hersteller hierzu einige Optimierungs-Hinweise gegeben, mal sehen, ob sie kurzfristig umgesetzt werden können.

Bis dahin können wir kaum eine Empfehlung für die Software aussprechen. Bei unserem Test mit einer EOS 5D Mark 3 und iPad mini ergaben sich schleppende Livebild-Wiederholraten, eine Zoomfunktion nur in Foto-Teilbereiche (und damit keine Garantie, auf das gewünschte exakt manuell fokussieren zu können) aber auch mangelnde Autofokusgenauigkeit, schlecht ablesbare Kontraste bei der Parametersteuerung, unnötige Parameterbestätigungabfragen und ein zu gering aufgelöstes Wiedergabebild. Wir haben unsere damit durchgeführte Portrait-Session alsbald frustriert aufgegeben. Der Hersteller ist aber sehr rege und wird die Probleme hoffentlich mit einer überarbeiteten App bald ausräumen...abwarten. Demnächst soll neben iOS auch Android unterstützt werden. Mehr zum iUSBport Camera berichten wir später.

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endlich begeistert: CamRanger kommt ins Haus


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Spitze: CamRanger im Studio-Einsatz. Drahtlos und mit überzeugender Parameter-Steuerung incl. Videolivebild kann ich hier vor der Kamera den optimalen Ausschnitt kontrollieren (Motiv sind Technikaufnahmen für das EOS 6D Kamerahandbuch). Die benutzte EOS 5D III funkt dann gleichzeitig die Bilder per EyeFi-Karte ins LAN-Netzwerk!

Dann kommt der CamRanger und er erfüllt meinen Wunsch nach einer vielseitigen und komfortablen Drahtlos-Steuerung bis Dato insgesamt noch am besten. Einziger Haken: er kostet wie erwähnt doch nicht gerade wenig aber die App bietet einige geniale Funktionen, die es nirgendwo sonst gibt.  Dazu zählt die Möglichkeit, an einigen Canon DSLR auch das Videolivebild während der Aufzeichnung anzuzeigen. Derzeit funktioniert dies bei Canon DSLR mit der EOS 7D, 5D III, 6D, 70D, 1D IV und 1Dx. Das ist schon klasse aber herausragend ist die Möglichkeit, per App-Tastendruck zu entscheiden, ob man ein Foto auslösen oder ein Video aufnehmen möchte. Praktischer Nebeneffekt: kurz auf den Videomodus umgeschaltet lässt sich so im Livebild auch die Schärfentiefe realistisch einschätzen, zumal bei allen hier vorgestellten Apps sonst keine Schärfentiefen-Vorschau angeboten wird. Neu seit der Vers. 1.64 ist am iPad ein DOF-Button, mit dem die Schärfentiefe im Livebild direkt angezeigt wird und der Workaround über den Videomodus entfallen kann. Die Livebildunterstützung ist jetzt auch im Timer- und HDR-Modus gegeben. Es ist Camranger prinzipiell egal, in welchem Modus sich die Canon DSLR gerade befindet. Mit der App DSLR Controller muss man vorher noch zur Kamera und den Video- oder Fotomodus aktivieren.

Ähnlich praktisch ist bei CamRanger auch die Möglichkeit gelöst, einfach schaltflächengesteuert zwischen Autokus- und manuellem Fokusbetrieb zu wechseln. Andere Apps setzen hier Eingriffe an der Kamera bzw. am AF-/MF-Objektivumschalter voraus (bei EOS Remote wird darüberhinaus kein manueller Fokus via App unterstützt).

Entscheidend ist bei CamRanger auch die wirklich gelungene Parametersteuerung, egal ob man gerade den Fullscreen-Modus aktivieren oder Kameraparameter ändern möchte. Alles findet man sofort im Zugriff. Einzoomen per Fingertouch geht auch per Doppeltipp. Klasse auch, dass sich das Livebild nach aktivierten Funktionen - etwa beim Selbstauslöser- oder im Timermodus - noch aktualisiert, um vor der Aufnahme z.B. noch schnell Korrekturen des Ausschnitts oder der Schärfeebene vorzunehmen. Sowas nutze ich im Studio häufig.

Zu meinem Glück fehlt aber für den Ausseneinsatz noch ein wirklich mobiles Gerät, denn die iPads vor allem ab dem iPad3 sind doch recht schwer und ein iPhone zeigt das Livebild derzeit zu klein an (Fullscreen-Option soll lt. Herstellerinfo noch programmiert werden). Also musste ein iPad Mini her. Der 7,9''-Zöller wiegt nur rund 300gr und bietet eine flüssige Bedienung. Heute bei der ersten 5-Stunden-Session hat der Akku nur um 10% von 81 auf 71% runtergeschaltet (zwischendurch gabs immer mal kleine Aufnahme-Pausen mit aktivem Bildschirmschoner aber kontinuierlicher WLAN-Verbindung) und auch die Akkuladung am CamRanger hat nicht schlapp gemacht. Sicherlich hätte ich noch deutlich länger arbeiten können.


  Camranger mit Android


Mittlerweile ist auch eine Android-Version (Beta, beschrieben wird hier die Vers. 0.8.1) von Camranger verfügbar, die Android 3.2 und höher voraussetzt. Sie bietet ähnliche Funktionen wie unter iOS für Apple-Geräte. Bei einem ersten Test mit einem Samsung Note 2 und der  EOS 70D lief es recht stabil, sogar für den kontinuierlichen Servo-Modus im Livebild taucht ein Aktivierungs-Button auf.

Im Videobetrieb zeigte das Livebild im Querformat allerdings kein Bild sondern nur den "Camranger"-Schriftzug. Hier muss man im Moment noch im Hochformat mit einem kleineren, am Note 2 mit 5,5''-Monitor rund 3,2'' entsprechendem Videolivebild leben. Im Fotolivebild funktioniert auch das grössere Querformat via Fullscreen-Button mit einer Formatdiagonale von 4'' (10cm). Ein bischen Platz wird also noch verschenkt. Einblendbare Optionen, um z.B. durch Linienkennung den tatsächlich gefilmten Ausschnitt bei 16:9 zu erkennen, wird in der Android-Beta noch nicht angeboten. Ein zweiter Test mit der 70D und einem Google (Samsung) Nexus 10 zeigte zuverlässig eine grosses Fotolive-Livebild jedoch nur gelegentlich das verkleinerte mit eingeblendeten Funktionsschaltflächen. Auch hier wird im Full-Screen recht viel Platz verschenkt, in der Diagonale ergaben sich 20,3cm. Im Vergleich bringt das nominell deutlich kleinere iPad Mini (8'') immerhin auch schon 19cm im Full-Screen.

Ansonsten sind aber auch die unten für die iOS-App erwähnten HDR- und Timerfunktionen (incl. Bulb-Unterstützung) sowie Live-Histogramm nebst manuellen Steuerungs-Softtasten und Schärfentiefe-Automatik mit an Board. Der Schärfentiefe-Button (DOF) fehlt allerdings noch. Ansonsten wird auch die Parametersteuerung mit Zeit-, Blende, ISO-Wert, Drive-Modus (Serienbild, Einzelbild, Selbstauslöser etc.), Weissabgleich und Bildqualität unterstützt.

Wer sich ein Smartgerät massgeschneidert für die DSLR und Camranger zulegen will, dem empfehlen wir derzeit das iPad Mini, weil es besser als die Android-App die Bildfläche ausnutzt, wegen Schärfentiefe-Button und Overlaymöglichkeiten auch funktonal besser ausgestattet ist. Für uns derzeit das Optimum was die Smartgeräte/DSLR-Steuerung per App angeht!
 

CamRanger hat noch Optimierungspotenzial. Z.B. kann man derzeit noch keine Kelvin-Werte beim Weissabgleich direkt eingeben oder im eingezoomten Livebild scrollen (Doppeltipp zum Ein- und Auszoomen), aber die App ist insgesamt robuster als DSLR Controller, verarbeitet auch ohne weiteres Programm-Wechsel an der DSLR und versucht sich bei einem Verbindungsabbruch, den ich bei Outdoor-Distanzen oberhalb von 25m schon hinnehmen musste, von selbst wieder zu verbinden. Muss man dann doch einmal die WLAN-Verbindung am iPad wieder aktivieren, wird allerdings aus unerfindlichen Gründen oft die Password-Eingabe erneut fällig (einen Workaround hat Gerald unten in den Kommentaren gepostet!).

CamRanger bietet auch Sonderfunktionen wie HDR-Belichtungsreihen, Timer- und Bulbfunktionen, sowie automatische Schärfenreihen. Noch nicht ganz auf dem Niveau von DSLR Controller aber kommt dem schon recht nahe. Letztlich begeistert mich aber die Praxistauglichkeit, der schnelle Zugriff und die Wifi-Box lässt sich auch recht elegant an dem Handy und DSLR Connector Tablet via Montagepack montieren. Parallele Appsteuerung und EyeFi-Karteneinsatz für den direkten Bildtransfer ins lokale Netzwerk funktionieren an der EOS 5D III erfreulicherweise auch!
Im Moment ist CamRanger State of the Art in meinem Umfeld. Mal sehen, wie sich die Smartgeräte-Steuerung noch weiter entwickelt.

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wie es wohl weiter geht...


Ohne Frage ist hier eine Evolution im Gange. Nach der Livebildeinführung mit der Canon 1D III im Jahre 2007 kam dann an der 5D II Ende 2008 - knapp 1,5 Jahre später - der Videomodus in die DSLR-Welt und jetzt langsam aber sicher eine zunehmend reifende Drahtlos-Steuerung per Smartgerät. The next big thing...wir bleiben am Ball und werden auch diesen Report laufend weiter pflegen!


 


Dieser Report wurde am Freitag, 08. Februar 2013 erstellt und zuletzt am Samstag, 03. September 2016 bearbeitet.

Leserkommentare:


Autor: pieter 09.05.2016 - 14:57:09
Bewertung des Reports: 4 von 5 Sternen!
Durch den Report finde ich meine Erfahrungen mit dem CamRanger weitgehend bestätigt, bin aber kein poweruser! Über den angeblich hohen Preis will ich mich nicht auslassen, wer für eine moderne, hochwertige Ausrüstung 2 oder 3000 Euro hinlegt, sollte für bei einem genialen Teil wegen der paar Euro nicht stöhnen. Anders wäre es, wenn diejenigen Recht hätten, die das gleiche Gerät für einen Bruchteil gesehen haben!
Ich habe aber noch ein Problem, für das ich auch hier keine Lösung gefunden habe: Das ist die verzögerte Auslösung. Wie kann ich zeitnah auslösen, wenn zwischen Befehl und Ausführung ein oder zwei Sekunden liegen? Ich habe die 5D MK III und 100-400 L IS II. Weiß jemand Rat?

0 von 0 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich. Entscheiden Sie selbst:

Autor: TomD 19.03.2016 - 16:35:36
Bewertung des Reports: 5 von 5 Sternen!
Habe jetzt den Camranger angeschafft und verwende ihn in folgender Infrastruktur:
- Canon 5d MK3
- Windows 10 Notebook/Tablet convertible
Einsatz sowohl outdoor als auch im Studio
Hier meine Erfahrungen:
- Installation unter Windows war sehr "hakelig", da die Software registriert werden will via Internet, aber gleichzeitig der Camranger verbunden sein sollte. Da win10 aber nur ein Netzwerk gleichzeitig verbindet, kam es zu teilweise sehr abstrusen Fehlermeldungen.
Am Ende klappte es nach mehreren Versuchen aber dennoch.
- wenn man gleichzeitig Internet und Camranger nutzen möchte, empfiehlt sich das sogenannte Netzwerk "bridgen". Das wird zwar von Camranger als Funktion für "advanced users" beschrieben, war aber sehr einfach (habe Anleitung von Camranger website benutzt)
Seitdem geht mein Notebook zuhause wieder automatisch ins Internet-Netzwerk meines DSL routers, und falls der Camranger eingeschaltet ist, kann ich ihn ohne Netzwerk Wechsel zeitgleich parallel betreiben.
Zur Hardware:
Es empfiehlt sich, alle involvierten Akkus immer voll aufzuladen (Kamera, Camranger und Notebook). Ansonsten kam es bei mir zu den vielfältigsten Fehlern in der Software. Und sich auf die Restkapazitätsanzeige der Kamera oder die "grüne" Ladezustandsanzeige des Camranger zu verlassen, war keine gute Idee. Seitdem ich aber alle Akkus immer möglichst vollgeladen einsetze, ist die Stabilität bei mir auch gut.
Zur Software:
Man merkt es der Windows Version schon an, daß diese Plattform vielleicht nicht "präferiert" ist von Camranger.
Laut Camranger Support werden wohl auch nicht alle neuen Funktionen der iOS Version überhaupt oder zumindest nicht gleichzeitig auch in der Win version eingebaut.
Das Fernsteuerungsfenster kann auf maximale verfügbare Displaygrösse skaliert werden. Der Liveview Bereich zum Navigieren und Scharfstellen kann noch dadurch weiter vergrössert werden, indem man die Thumbnail Leiste ausblendet, was leider auch gleichzeitig die Steuerungsknöpfe (Auslöser etc) mit ausblendet. Da muß man dann schon hin und herschalten, oder eben nur einen nicht maximalen Bereich des Monitors nutzen.
Auf meinem touchfähigen 11Zoll Monitor mit Full-HD Auflösung sind die Camranger-Schaltflächen für mich nicht mehr so leicht zu treffen.
Bei der HDR Funktion kann man entweder den kamera internen HDR Modus nutzen oder den Camranger HDR Modus.
Leider zeigt die Software beim kamerainternen Modus immer an, daß drei Images erstellt werden, auch wenn die Kamera auf 5 oder 7 Bracket-Bilder eingestellt ist. 5 oder 7 Bilder kann man auch nur an der Kamera selbst einstellen. Tröstlich, daß trotz der Anzeige "3 Images" immerhin beim Auslösen die an der Kamera eingestellte volle Anzahl an Bildern erstellt wird.
Vom camranger HDR Modus hatte ich mir noch mehr versprochen. Man kann zwar einige Konstellationen wählen, die die Kamera selbst nicht mehr beherrscht. Dennoch scheint der Camranger hier zu fordern, daß alle Brackets einen festen Lichtwert-Abstand haben müssen. Also das erste Bild mit LW0 gefolgt von einem zweiten Bild mit +1LW und dann einem dritten Bild mit -5LW habe ich nicht einstellen können. Für so eine HDR Reihe musste ich dann schon 7 Bilder (+1,0,-1,-2,-3,-4,-5) mit jeweils 1LW Abstand einstellen, auch wenn ich eigentlich die dazwischenliegenden Bracketabstufungen gar nicht brauchte.
Neben der fernsteuerung kann man auch den Kartenbrowser zum runterladen nutzen. Leider hat dieser Modus keine Dateityp-Filterung (also nur JPGs oder nur RAWs) Da muß ich dann schon die Bilder alle einzeln antippen zum Auswählen.
Auch zeigt das Auswahlfenster immer nur die allerneuesten Bilder auf der Karte an. Die nächsten muß man dann immer (in ca 20er Schritten) erst ins Auswahlfenster holen bevor man sie runterladen kann. Wenn man ein komplettes Panorama mit 500 Bildern runterladen möchte, dann ist also schon der Auswahlprozeß recht mühselig.
Ich habe auch keine gute Erfahrung damit gemacht, die Bilder automatisch durch die Camranger Software während der laufenden Reihen-Aufnahmen runterladen zu lassen. Das kam je nach Anzahl der Bilder immer wieder zu Verbindungsabrüchen und Softwareabstürzen, meist dann, wenn die Kamera bei vollem internen Puffer (6 raws) Zeit braucht mit dem Schreiben auf die Karte. Und bei Nutzung der Autoimport-Funktion von Lightroom musste ich immer sehr aufpassen, nach Abschluß des Autoimports im Camranger Fenster nicht auf ein Vorschau-Thumbnail zu klicken. Denn das referenzierte Bild wurde ja von Lightroom Autimport mittlerweile schon an seinen Zielort verschoben. Das quittiert die Camranger Software mit einem harten Absturz statt mit der Meldung "file not found".
Insgesamt jedoch ist der Camranger für mich auch in der Windows 10 Variante eine Bereicherung meiner Möglichkeiten.
Und falls Camranger die Win-Plattform auch künftig nur so "nebenher" unterstützt, na ja, vielleicht wechsle ich dann doch mal auf iOS oder Android.

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Autor: TomD 03.03.2016 - 18:25:14
Bewertung des Reports: 4 von 5 Sternen!
Habe ein Windows-tablet und möchte nicht speziell für die Kamerafernsteuerung noch ein teures Ipad-Gerät anschaffen. Möchte daher gerne wissen, ob auch eine direkte Kombination der 5dMK3 mittels Camranger mit einem Windows (w10) notebook/tablet outdoor (also ohne einen zusätzlichen stationären WLAN-Hotspot im Studio) möglich ist und welche Erfahrungen da vorliegen. Fast alle Kommentare beziehen sich auf iOS oder Android. (Bei DSLR controller habe ich bisher auch noch keine Version fürs Windows-Betriebssystem gesehen).
Danke vorab fürs feedback!

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Autor: Cal 26.09.2015 - 19:04:08
Bewertung des Reports: 5 von 5 Sternen!
Habe den Cam Ranger selber und kann dem Report nur voll zustimmen. Gutes Gerät
Betreibe diesen an einer Nikon D750 oder 5100 mit Telezoom und dem Motor. Bei Wildtieraufnahmen genial. Bis auf fliegende Vögel alles möglich.
Hatte Anfangs noch ein altes IPad ohne Retina und damit manchmal Aussetzer, nach Wechsel auf das neueste Model Air läuft das problemlos.
Entfernung bis 50 Meter sehe ich nur möglich, wenn man selbst auch im Freien ist und nicht im Auto. Da scheint die Abschirmung zu groß, aber so 20-25 Meter gehen, allerdings muß man darauf achten, wohin der Ranger zeigt, strahlt anscheinend nicht rundum gleich.

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Autor: Anonym5 15.02.2015 - 17:30:25
Hallo Traumfliegerteam,
Mich würde interresieren, ob es möglich ist, die Reichweite auf ca. 300-500m zu erhöhen. Ich betreibe Luftbildfotografie mittels Multikopter und da wäre eine größere Reichweite interresant. Ggf. mit zwei Mini-Bridge-Routern? Die Sendeleistung ist ja in Deutschland auf 25mW begrenzt. Kann man die Daten und Fernbedienungsfunktion über eine Bridge betreiben?

Gruß Andreas

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Autor: Anonym4 09.08.2014 - 21:00:46
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hat jemand eine Ahnung ob der Camranger auch mit dem Notebook geht

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Autor: Anonym 16.12.2013 - 14:10:33
Bewertung des Reports: 5 von 5 Sternen!
Danke für diesen guten Bericht, ich bin schon lange beim suchen für
meine EOS 7D und dem Ipad,
Das ipad mini habe ich schon, da wird der Camranger meine nächste Anschaffung
sein. Danke nochmals für den Erfahrungsbericht.

schöne Feiertage noch aus Tirol

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Autor: DeOs 13.03.2013 - 11:48:42
Wirklich schade dass die Canon eigene App für iPhone/iPad kein LiveView bei Videoaufnahmen per WLAN z.b. bei der 6D zulässt. Hätte folgende Fragen:
- Ist die Steuerung+LiveView vielleicht über USB (per AppleCameraConnection Kit) möglich, so dass WLAN nicht benötigt wird?
- Gibt es eine vergleichbare Software, ohne die o.g. Einschränkung, ähnlich der für Android "DSLR Controller", auch für iPhone/iPad?

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Autor: Günter Weber 12.03.2013 - 20:02:51
Bewertung des Reports: 5 von 5 Sternen!
Heute habe ich mir die Beta-Version für MAC OSX heruntergeladen . Funktioniert fast wie auf dem iPad. Wenn noch eine Version für Windows folgt, dürften keine Wünsche offen bleiben.
Gruss Günter

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Autor: Anonym 20.02.2013 - 19:11:03
Bewertung des Reports: 5 von 5 Sternen!
Hab' mich gefühlt wie in einer Runde zufriedener Technik-Nutzer ! Aufmerksam, und einer erzählt ! Die erzählte Geschichte kann man(n) zufrieden noch mal lesen und entdeckt " IST UNS GENAU SO ERGANGEN !"

Danke !!! Freundliche Grüße und sind gespannt wie's weitergeht !

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Autor: Gerald 13.02.2013 - 17:19:09
Bewertung des Reports: 5 von 5 Sternen!
Sehr guter Überblick!

Kurzer Input zum CamRanger (kam gestern vom Herstellersupport):

Yes, there is a work-around for the password. If it asks you for a password, just hit cancel and try to join the network again. It will work nearly every time.
We are working on iPhone landscape support and will have it available in a future update.

Ich hoffe, das hilft zumindest bei der Passworteingabe, die man einfach abbrechen kann.

Gruß Gerald

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Autor: famkos 12.02.2013 - 23:48:35
Prima Bericht!

Ein wenig grummeliges Gefühl hat der Bericht allerdings doch bei mir ausgelöst: ist für meine 5D2 an Android PAD/Smartfone leider immer noch nicht verwendbar - schade.

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Autor: Anonym 10.02.2013 - 15:57:04
Bewertung des Reports: 5 von 5 Sternen!
Ein sehr guter Report. Für den Laien und auch den ambitionierten Fotografen ist hier das Für und Wider des kabellosen Fotografierens mittels Smartphone und Tablet-PC ausführlich geschildert.

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Autor: Anonym 08.02.2013 - 22:16:26
Bewertung des Reports: 5 von 5 Sternen!
Wir haben Sie schon früher einmal "bewundert" als Sie für "UNSEREN"-Kamera-Report auch sportliche Leistungen eingebracht haben.

Die Freude, die Sie an dem Thema Fotografie, haben UND weitergeben, kann man an diesem ZUSATZREPORT über CamRanger erkennen und nutzen.
Sachlich, fachlich UND hilfreich ! Vielen Dank !!!

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