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Panasonic Lumix G9 im Test

Panasonic Lumix G9 im Test

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65 von 67 Lesern fanden diesen Report hilfreich.

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Panasonic Lumix G9 im Test

Professioneller Body!

Spitzen-Geschwindigkeit und Auflösung sind Attribute, die man nicht unbedingt dem Micro 4/3-Kamerasystem zuordnet. Panasonic will dies mit der Lumix G9 ändern und bietet bis zu 20 B/Sek. mit kontinuierlichem Autofokus. Zudem einen High-Resolution-Modus mit 80 Megapixel. Dazu wird das Gehäuse nicht nur mit einem Joystick sondern auch mit einem separaten Flüssigkeitskristall-Display hochgerüstet und offeriert so professionelle Attribute. Die UVP liegt für das Solo-Gehäuse bei 1.699 EUR. Ist die Lumix G9 tatsächlich in der Profi-Klasse angekommen?

Traumflieger-FAZIT - technische Daten - Rangliste - Leserkommentare  

Panasonic ist traditionell besonders im Videobereich Vorreiter und seine Lumix GH-Modelle zählen hier zur Referenzklasse. Olympus hingegen hat seine Energien u.a. auf einen besonders effektiven Bildstabilisator konzentriert und erreicht hier ebenfalls Referenzqualität wie etwa an seinem Spitzenmodell OMD EM1 II mit bis zu 6,5 Lichtstufen Verwacklungsausgleich. Zudem hat Olympus seinen aktuellen Modellen einen High-Resolution-Modus spendiert, der den beweglich aufgehängten Bildsensor ausnutzt und durch Pixel-Shifting bis zu 80 Megapixel große RAW-Dateien ausgeben kann. Beides übernimmt Panasonic dreist in seine Lumix G9 und proklamiert ebenfalls einen Verwacklungsausgleich von 6,5 Blendenstufen. Ein 80 Megapixel High-Resolution-Modus wird ebenfalls offeriert. Obendrauf zieht die Lumix G9 mit einer erst kürzlich erschienen Sony A9 gleich und liefert einen extrem schnellen Serienbildmodus, der sagenhafte 20 Bilder/Sek. mit kontinuierlichem Autofokus unterstützt. Das Sucherbild wird dabei ebenfalls nicht durch Dunkelbilder unterbrochen. Als wäre das nicht schon genug, setzt die Lumix G9 noch mit einem elektronischen Sucher in Rekordgröße (0,83x KB) eins oben drauf. Zudem werden viele Direktzugriffstasten, ein besonders griffiger Body und noch ein LC-Display wie in der DSLR-Oberklasse geboten!

 

Ausgewachsen und mit vielen Direktzugriffstasten bestückt kommt der edle Metall-Body der Lumix G9 daher. Das Gewicht bleibt jedoch mit 658gr (incl. SD-Karte und Akku) noch moderat!

 

Auch ohne Batteriegriff liegt die Lumix G9 außergewöhnlich griffig in unserer Hand. Panasonic hat sich offenbar auch hier bei Olympus einiges abgeschaut und den Handgriff noch optimaler als etwa bei den Lumix GH-Modellen geshaped. So liegt sie praktisch wie angegossen in der Hand! Direkt am Auslöser liegt der Einschalter, so dass Spontaneinsätze besonders komfortabel per Einhandbedienung möglich sind! Die gelingen auch dank kurzer Einschaltzeit innerhalb von ca. 1,5sek. nach dem Einschalten incl. AF!

 

Frontal zeigt sich ein typischer 20 Megapixel-Bildsensor mit 2x-Crop (17,3 x 13mm). Neu ist allerdings ein linksseitiger Umschalter (sogen. FN-Schalter), der per Preset zwischen mechanischem Verschluss und Geräuschlosmodus umschaltet. Die Stelllung mit den zwei Punkten ist als sogenannte On-Stellung vorgesehen, die jedoch neben dem Geräuschlosmodus per Menübefehl auch den Selbstauslöser-Modus, Bracketing, Touchscreen, Touchpad-AF, Automatische Bildwiedergabe, Fokus Peaking, Nachtmodus oder die Rad-Sperre aktivieren kann. Die Einpunkt-Stellung ist dann als Off-Modus nutzbar. Rechtsseitig vom Bajonett finden sich zwei Funktionstaster, die voll via FN-Tasteneinstellung konfigurierbar sind. Hier kann man aus einer Liste von sagenhaften 96 (!) Einträgen einen beliebigen Befehl hinterlegen und via Druck aktivieren oder entsprechende Optionen aufrufen.

 

Die Rückseite zeigt den touchfähigen und frei dreh- und schwenkbaren Monitor (3'' mit 1.040.000 Pixel) sowie zahlreiche Direktzugriffs-Bedienelemente. Wie schon an der Lumix GH5 findet sich hier auch ein Joystick, mit dem sich nicht nur AF-Felder direkt ansteuern lassen sondern der sich auch für die generelle Navigation und Menübedienung z.B. dank mittigem Druckpunkt eignet. Das robuste aber angenehm leichtgängige Daumenrad bietet noch eine integrierte 4-Wege-Wippe, die sich auch als Direktzugriffstasten umfunktionieren lassen. Sogar der Joystick kann mit seinen 4 Richtungen und mittigem Druckpunkt mit Funktionstastenfunktionalität umkonfiguriert werden. So stehen nicht nur 5 Haupt-Fn-Tasten sondern zusätzlich weitere 9, individuell belegbare Bedienelemente bereit. Hinzu kommen 5 Softwaretasten, die ebenfalls per FN-Tastensteuerung personalisierbar sind.

Wie schon an der GH5 kann auch an der G9 ein optional mehrseitiges MyMenü befüllt werden. Oben rechts findet sich noch ein Direktwahlrädchen, das an der G9 weitgehend frei liegt und nicht mehr im Gehäuse versenkt ist. Auch hier macht Panasonic offenbar Anleihen bei Olympus wie etwa einer OMD EM1 II bzw. EM10 II/III. Die Haptik des Rädchens ist für unser Empfinden optimal. Wir steuern hier die mittlere Belichtungsstufe z.B. im Programm A. Die will jedoch noch per Menübefehl (Rad-Einstellungen) entsprechend konfiguriert werden, damit man nicht die Blendensteuerung zum Einstellrädchen nahe des Auslösers doppelt.

 

Der elektronische Sucher an der G9 ist mit 3,68 Megapixel nicht nur sehr hoch aufgelöst sondern er bietet mit 0,83x auch eine Rekordgröße, die den bisherigen Spitzenreiter (Leica SL mit 0,8x) ablöst. Wie schon an der Lumix GH5 zeigt sich auch der G9-Sucher unverpixel praktisch auf dem Niveau von optischen Suchern und gibt Farben natürlich und ohne nennenswerte Abweichungen wider. Letzteres hat uns teils an Vorgängermodellen bzw. auch bei einer Sony A9 gestört. Schaut man genauer hin, fällt allerdings im Randbereich ein leichtes Trapez auf, möglicherweise stößt Panasonic hier an die Machbarkeit der Suchergröße.

 

Die neue V-Mode-Taster am Sucher kann die Ansicht in zwei Stufen verkleinern, so dass auch Brillenträger das gesamte Sucherfeld überblicken können.

 

Die Oberseite ziert rechtsseitig das LC-Display, das die G9 sicherlich veredelt und schlicht schick aussieht. Der Praxisnutzen dürfte hingegen überschaubar sein, denn dank Schwenkdisplay kann man sich die Kameraparameter auch beim Stativeinsatz flexibel anzeigen lassen. Links das Programmwahlrad ist wie üblich optional pingesichert und bietet neben den Kreativprogrammen auch ein dediziertes Movieprogramm, ein Effektfilter-Modus (22 Filtereffekte wie z.B. Miniatureffekt, Sepia, Retro, Sterneneffekt, mehrere Schwarzweiß-Effekte), Volllautomatik-Modus und drei Customprogramme.

 

Anstelle eines separaten, frei liegenden Wahlrädchens ist das Drive-Moduswahlrad jetzt unter dem Programmwahlrad gestapelt. Hier kann zwischen Einzelbild, zwei Serienbildmodi, 6K/4k-Foto, Postfokus (6K/4K), Selbstauslöser und Timer/Stopmotion gewechselt werden. Das Wahlrädchen lässt sich auch blind beim Sucherblick noch gut einstellen.

 

Die Anschluss-Sektion ist mit USB 3, HDMI, Kopfhörer-Out, Mikrofon-Eingang (3,5mm Stereoklinke) sowie auf der anderen Seite ein 2,5mm Fernauslöser-Klinkeneingang gut ausgestattet. Auf der Frontseite ist noch eine Blitzsynchronbuchse zu finden.

 

Rechtsseitig findet sich ein Dual-Slot für SD-Speicherkarten. Lt. Hersteller sollen beide Laufwerke UHS I und II unterstützen. Bei unserem Test zeigte sich aber, dass die höhere Geschwindigkeit nur im 2. Fach realisierbar ist. Hier erzielen wir mit einer Sandisk Extreme Pro mit 280 MB/Sek. Speicherzeiten von rund 18 Sek. für 50 RAW (14,5 Sek. für 50 JPEG) und somit Schreibraten von rund 65 MB/Sek. Im 1. Fach verdoppelt sich die Speicherzeit selbst mit UHS-II-Karten und liegt hier mit rund 37,5MB auf einem eher mageren Niveau. Mit einer Transcend R285 - W180 MB/Sek. (64GB, UHS II) erzielen wir hingegen knapp die dreifache Geschwindigkeit, wobei das Fach 2 auch hier doppelt so schnell wie Fach ist sichert.

In den elektronischen Serienbildmodi werden nach 50 Serienbildern (RAW oder JPEG) keine zusätzlichen Aufnahmen durchgeführt, selbst wenn man den Finger weiterhin auf dem Auslöser liegen lässt. Dies ist nur in den langsameren Modi mit sog. Liveview der Fall, wo generell auch ein Puffer mit 50 Bildern bereitsteht, der aber eben laufend neu befüllt werden kann, sobald genügend Daten auf die Speicherkarte geschrieben wurden.

 

Die Unterseite bietet einen in der Drehachse mittig zentrierten 1/4''-Stativanschluss, Hinter einer Gummilasche liegen verborgene Anschlusspins für einen optionalen Batteriegriff DMW BGG9e (ca. 280 EUR) und hier findet sich auch das Akkufach incl. Kabelführung für einen Netzbetrieb mit Akku-Dummy. Genutzt wird der bei Panasonic auch bei den GH-Modellen seit langem verwendete Akku-Pack DMW BLF19E (1.860mAh). Der lässt sich via im Lieferumfang enthaltenem USB-Kabel direkt in der Kamera laden. Im Lieferumfang ist aber auch ein Netzladegerät enthalten!

 

In Sachen Auflösung liefert die Lumix G9 das Übliche mit dem m4/3-20 Megapixel-Sensor ab und erreicht in der Spitze bis zu 2.986 Linien. Auch das Rauschniveau ist praktisch zu dem der Lumix GH5 identisch.

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100%-Ausschnitte der G9 im RAW-Format. Sie sind etwa bis ISO 3.200 voll nutzbar, darüber hinaus nimmt der Rauschpegel deutlicher zu.

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Im JPEG-Format setzt der Weichzeichner erkennbar ab ISO 3.200 ein. Spätestens ab ISO 12.800 scheint die uneingeschränkte Nutzung fragwürdig.

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Auch bei der RAW-Dynamik sind keine Überraschungen zu finden. Hier liegt die G9 auf dem gewohnten aber guten Niveau, wie sie auch eine Lumix GH5 oder Olympus OMD EM1 II anliefert.

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Hier haben wir eine Graukarte zunehmend stärker im RAW-Format unterbelichtet und diese dunklen Aufnahmen dann in Adobe Lightroom nachträglich aufgehellt. Auffällig ist der Magenta-Stich bei der extremen Aufhellung um 6 EV, der in der Praxis aber eher selten eine Rolle spielen dürfte. Mechanischer und elektronischer Verschluss zeigen keine Dynamikunterschiede in den Tiefen.

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Direktvergleich der RAW-Dynamik nach starker Tiefenaufhellung bei ISO 100. Die Lumix G9 liegt auf ähnlichem Niveau wie die Lumix GH5 oder OMD EM1 II während eine EOS 80D oder Sony A7 II hier eine erkennbar bessere Dynamik mit reduziertem Rauschen anliefert; eine EOS 5D III jedoch - trotz Vollformat-Sensor - noch unterhalb der G9-Dynamik angesiedelt ist.

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Die Lumix G9 bietet erstmals bei Panasonic einen High Resolution-Modus der via Pixel-Shift und durch 8 direkt nacheinander durchgeführte Aufnahmen ein hoch aufgelöstes Bild mit 80 Megapixel bzw. 10.368 x 7.776 Pixel erzeugt. Vergleichbares liefert auch eine Olympus OMD EM1 II, so dass sich ein Direktvergleich anbietet. Wie oben zu sehen, liegen die Ergebnisse auf einem praktisch identischem Auflösungs-Niveau. Eine dazu verglichene Canon EOS 5DsR zeichnet zwar bei 100%-Ansicht die kontrastreicheren Aufnahmen, liegt jedoch bei der Detailauflösung auf einem ähnlichen Level.

Der High Resolution-Modus ist an der G9 als separater Menüeintrag aufrufbar. Hier kann zwischen einem 80,5 und 40 Megapixel-Bild optional in JPEG, RAW oder RAW+JPEG gewählt werden. Das Bildformat passt sich zudem an das in der G9 generell hinterlegte Seitenverhältnis an und kann daher auch im 3:2-Format aufgezeichnet werden. Überrascht hat uns die hohe Geschwindigkeit im High-Resolution-Modus, denn incl. interner Verrechnung benötigt die Lumix G9 nur 4 Sek. bis das High-Resolution-Ergebnis auf der Speicherkarte abgelegt ist. Eine Olympus OMD EM1 II verbraucht hier mit rund 10 Sek. schon mehr als die doppelte Zeit bis man mit einer weiteren High Resolution-Aufnahme weitermachen kann. Der Stativeinsatz ist allerdings unbedingte Pflicht, denn wir haben selbst unter idealen Bedingungen mit sehr ruhiger Hand und mit kurzen Verschlusszeiten keine Chance auf zufriedenstellende - sprich scharfe - High Resolution-Ergebnisse. Bewegtmotive scheiden generell auch aus, da die 8 Einzelbilder sonst entsprechende Geisterbilder erzeugen! Eine Kombination von High Resolution-Modus und z.B. interne Bracketing-Funktion ist nicht möglich.

Im Gegensatz zur Olympus OMD EM 1 II wird die RAW-Dynamik im High-Resolution-Modus nach unserer Untersuchung nicht in den Lichtern sondern in den Tiefen beschnitten. Man verliert auch hier geschätzte 1 - 1,5 Belichtungsstufen bei nachträglichen, stärkeren Korrekturen und kann also auch bei Panasoic im High Resolution-Modus kein vollwertiges RAW-Format nutzen.

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Wie gut ist der Autofokus an der Lumix G9? Hier haben wir generell sehr gute Erfahrungen gemacht. Er arbeitet einerseits im OneShot-Betrieb extrem schnell. Panasonic proklamiert eine Geschwindigkeit von 0,04 Sek. und damit erneut einen Rekordwert. Die hohe Geschwindigkeit ist für uns auch nachvollziehbar, der AF ist praktisch sofort auf dem Punkt. Er ist so schnell, dass man sogar vielfach bei Bewegtmotiven auf einen kontinuierlichen AF verzichten kann. Ebendies machen wir uns auch hier bei den Möwen im Fluge zu nutzen und lichten sie einfach im OneShot-AF ab.

Nachtest (05/2018):  Mit dem Leica 100-400mm haben wir bei Flugmotiven gemischte Erfahrungen gemacht (Firmware G9: 1.0 - Objektiv: 1.2). Der Autofokus - egal ob im OneShot oder kontinuierlichem AF -  kommt doch häufiger in einen Suchmodus, bei dem das Bewegtmotiv nicht gleich getroffen wird und der Zeit kostet, bis das Motiv ggf. erneut fokussiert werden kann. Der kontinuierliche AF führt zwar zu keinem generellen Refokus mit starker Defokussierung aber er trifft dann nicht immer sauber. Insgesamt muss man hier also mit gewissen Kompromissen leben.

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Auch diese Graugänse erwischen wir dank extrem schnellem AF problemlos im Flug im Einzel-AF. Olympus 12-100mm@100mm, f4, ISO 200, 1/1600s.

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Ungewöhnliche Flugmanöver können dank extrem hoher Serienbildgeschwindigkeit eingefangen werden. Hier nutzen wir den schnellsten Serienbildmodus mit 50 B/Sek. und erfassen so 50 Einzelbilder in 1 Sek! Dort ist eine Foto-Auswahl wie in Superzeitlupe jedoch in voller 20 Megapixel-Auflösung möglich. Olympus 12-100mm@100mm, f4, ISO 200, 1/1600s.

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Wegen Luftbewegungen ist der Mond immer eine fotografische Herausforderung. Hier nutzen wir jedoch ebenfalls den superfast-Modus mit 50 B/Sek. und können später die schärfste Aufnahme auswählen. Aufnahme leicht nachkontrastiert und nachgeschärft, was beim Vollmond generell empfehlenswert ist. Leica 100-400mm 4-6,3@400mm, f6,3, ISO 800, 1/1250s, Freihand.

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Der kontinuierliche AF lässt sich natürlich ebenfalls sehr schön einsetzen. Hier lichtet unser Fotograf Martin Thomas seinen jungen Hund "Zeus" im Sprung schön scharf ab. Wir zeigen einen 50%-Ausschnitt aber auch in 100%-Ansicht ist die Aufnahme knackscharf. Leica 42,5mm f1,2, f4, ISO 200, 1/3.200s.

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Die Lumix G9 bietet auch eine automatische Augenerkennung beim Autofokusbetrieb, die wir hier beim Portrait mit einer hervorragenden Scharfstellquote (um 90%) nutzen. Schön zu sehen ist hier auch das gute Freistellpotenzial mit dem verwendeten Leica 42,5mm/f1,2 bei Offenblende!

 

Abschließend noch ein 100%-Blick auf eine Gruppe Möwen, die wir mit der G9 und dem Leica 100-400mm bei 400mmm ablichten. Hier zeigt sich trotz moderater Blende f6,3, dass noch ausreichend Freistellpotenzial vorhanden ist aber eben auch genügend Schärfentiefe da ist, um das Motiv optimal einzufangen.

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Traumflieger-Fazit


weitgehend perfekt! spätestens mit der Lumix G9 ist das m4/3-System erwachsen geworden. Für mich ist die G9 vom Body optimal gelungen, griffig, hoch konfigurierbar und mit allen Komfortmerkmalen wie Daumenrad und Joystick sowie Touchfähigkeiten bedacht. Hinzu kommt eine extrem hohe Geschwindigkeit, der riesige Sucher, High Resolution-Modus sowie gewohnte aber für mich unverzichtbare Goodies wie internes Fokus-Bracketing bzw. Wifi-Fähigkeiten. Nicklichkeiten wie ein Auslöser ohne definierten Druckpunkt kann ich verzeihen.

 

Der gefühlte Unterschied zu einer Lumix GH5 ist allerdings nicht riesig, zumal sich beide Modelle sehr viele Funktionen teilen. Eine OMD EM1 II ist noch etwas kompakter und insgesamt ebenfalls sehr schnell bedienbar. Auch die bietet einen hocheffektiven Stabilisator, High-Resolution-Modus, Fokus-Bracketing/Stacking und einen superschnellen Serienbildmodus mit 60 B/Sek. jedoch ohne AF und nur für die ersten 45 Bilder. Der Sucher ist jedoch kleiner, der Touchscreen deutlich eingeschränkter nutzbar und der Wifi-Modus (via App Olympus Image Share) nicht so weitreichend ausgebaut wie bei Panasonic, dafür liiefert er Spezialfunktion wie Live-Composit!

 


Erwartungsgemäß bleibt es beim Bildsensor beim gewohnten aber guten Micro-4/3-Niveau, wie man es schon von den 20 Megapixel-Sensoren z.B. an der Lumix GH5 oder Olympus OMD EM1 II aber auch anderen Modellen kennt. Dennoch: die Lumix G9 ist vor allem in Sachen Serienbildgeschwindigkeit stark aufgebort und schafft hier bis zu 50 B/Sek. in voller Auflösung und mit kontinuierlichem AF 20 B/Sek. Damit übertrumpft sie Profikameras wie eine Canon EOS 1Dx II oder Nikon D5 und zieht mit einer Sony A9 gleichauf. Dass die Lumix G9 dennoch nicht in allen Bereichen den Profimodellen Paroli bieten kann, zeigt der etwas zu klein ausgelegte Serienbildpuffer, der nicht mehr als 50 Aufnahmen speichert. Für ausgedehnte Sequenzen ist das zu knapp bemessen. Zudem ist trotz UHS II die Speicherrate in unserer Messung um 65 MB/Sek. nicht besonders performant und geht mit einer Speicherpause von knapp 20 Sek. nach 50 Aufnahmen und für die volle Kapazität einher.

Ein echtes Schmankerl ist der bei Panasonic neu eingeführte High Resolution Modus, der schneller als an einer Olympus OMD EM1 II arbeitet und nach gut 4 Sek. bereits ein 80 Megapixel-Bild gespeichert hat. Damit sprengt auch Panasonic die Grenzen des Bildsensors und wildert in Regionen einer Nikon D850 oder Canon EOS 5Ds/R. Eingeschränkt ist der Anwender allerdings auf unbewegte Motive und der Stativeinsatz ist Pflicht.

Der Autofokus lässt sich gewohnt umfassend nutzen, dabei stehen Augenerkennung, automatische Motivverfolgung, Feldgruppierungen aber auch bis zu 225 Einzel-Felder mit einer weitgehenden Abdeckung bis in den Rand hinein oder ein Spot-AF mit Fadenkreuz zur Verfügung. Lt. unserer Messung mit dem Lumix 12-60mm bei 60mm erzielen wir eine Scharfstellung von Unendlich auf 1m innerhalb von 0,05 Sek. (Videomessung) und liegen damit sehr dicht am von Panasonic angegebenen Rekordwert von 0,04s. Wie beschrieben ist die hohe Geschwindigkeit sogar für manches Bewegtmotiv geeignet und daher eine Alternative zum kontinuierlichen AF, so dass man eine noch höhere Geschwindigkeit als die eh schon sensationell flotten 20 B/Sek. erreichen kann. Mit dem AF-C haben wir gemischte Ergebnisse erzielt und Scharfstellquoten zwischen 50 - 70% bei schnell laufenden Hunden erzielen können. Das ist kein sensationell hoher Wert aber dennoch eine durchaus zufriedenstellende Quote. In den sehr schnellen Serienbildmodi wird auch das Sucherbild laufend aktualisiert, so dass sich das Motiv kontinuierlich weiter verfolgen lässt. Im Menü lässt sich zwar der Serienbildmodus verlangsamen und dort wird auch ein als solcher bezeichneter Serienbildmodus "mit Liveview" angeboten. Der ist jedoch mit relativ langen Dunkelphasen zwischen den Einzelaufnahmen verbunden und erschwert etwas die Motivverfolgung.

Eine der großen Stärken ist nicht nur der riesige elektronische Sucher sondern auch die Tatsache, dass Panasonic es geschafft hat, ihn weitgehend perfekt abzustimmen. Die hohe Auflösung vermeidet Pixelstrukturen, bis 120 Hz-Wiederholfrequenz sorgen für flüssige Kameraschwenks (Tageslicht) und farbliche Irritationen gehören der Vergangenheit an. Ein echtes Schmankerl dürfte für Brillenträger die auf Knopfdruck verkleinerbare Sucheransicht sein, um auch den Rand überblicken zu können. Zugegeben, das leichte Trapez beim Sucherblick hat uns anfangs etwas irritiert, in der laufenden Praxis stört es genauso wenig wie man das eigene Augenblickern registriert.

Der von Panasonic proklamierte Verwacklungsausgleich mit dem dualen Bildstabilsator (intern + optisch) von bis 6,5 Blendenstufen lässt sich nachvollziehen. Mit dem Lumix 12  - 60mm erzielen wir bei 60mm noch scharfe Freihandaufnahmen bis knapp 1 Sek. Belichtungszeit. Teils sind uns noch einigermaßen scharfe Aufnahmen bis zu 2,5 Sek. gelungen was eben auch viel Kreativpotenzial in Lowllight oder bei Mitziehern eröffnet. Damit zieht Panasonic mit dem bislang führenden Stabilisatorbetrieb von Olympus (OMD EM1 II mit 12-100mm/4) gleich.

Beim Videobetrieb ist die G9 gegenüber einer Lumix GH5 etwas abgespeckt. Mit max. 150 MBit und lediglich zwei Videoformaten muss der G9-Anwender leben. Auch fallen gegenüber der Lumix GH5 einige Sonderfunktionen wie etwa anamorphische Formate, Time-Code, 4:2:2/10-Bit-Farbsampling oder Follow-Focus weg. Dennoch offeriert auch die G9 UHD-Video (3.840 x 2.160 Pixel) sogar mit bis zu 60 B/Sek. oder Full HD bis 180 B/Sek. Allerdings gibt es bei 60p eine Laufzeitbegrenzung von 10min und im Hochgeschwindigkeitsmodus wird kein Autofokus ermöglicht. Auf einen Crop verzichtet der Videomodus erfreulicherweise, es sei denn, man aktiviert den optionalen Videostabilisator. Wer über den Fotomodus geht, kann auch an der Lumix G9 6K-Video entweder als schnellen Foto-Serienbildmodus mit 30 B/Sek. oder auch für Videoaufzeichnungszwecke dann allerdings nur im 3:2  bzw. 4:3-Format und nicht in 16:9 bis zu 10min am Stück verwenden.

Trotz des grundsätzlich genialen Bodys muss sich die G9 auch Kritik gefallen lassen. Nervig etwa, dass Panasonic die Unsitte von Olympus etwa von den OMD EM1-Modellen übernommen hat, dem Auslöser einen definierten Druckpunkt vorzuenthalten. Mal eben aus dem Menü in den Aufnahmemodus zu wechseln ist dann kaum per halbem Tastendruck möglich und löst praktisch immer eine ungewollte Aufnahme aus!

Adapterbetrieb

Wer etwa von einer Canon DSLR wechseln oder die Lumix G9 parallel einsetzen möchte, kann auch die Canon-Objektive mit einem Automatik-Adapter an der G9 nutzen. Mit unserem aktuellen Traumflieger Canon>m4/3-Automatikadapter haben wir bei einem Check mit testweise vier Canon-Objektiven eine ebenfalls hohe AF-Geschwindigkeit von rund 0,5Sek. von 1m auf Unendlich gemessen. Damit liegt man also auf gutem DSLR-Niveau. Der kontinuierliche AF pumpt im Fotomodus allerdings, so dass der Einsatz nicht unbedingt empfehlenswert ist. Im Videobetrieb ließ er sich aber gut nutzen. Sonderfunktionen wie internes Fokus-Bracketing konnten wir ebenfalls im Adapterbetrieb nutzen.

Ob die Lumix G9 beim internen Fokus-Bracketing neue Geschwindigkeitsrekorde aufstellt und etwa eine Olympus OMD EM1 II diesbezüglich schlägt, darauf gehen wir in der Zeitschrift Traumflieger Makrowelt Nr. 6 (erhältlich ab ca. April 2018) näher ein!

Bitte beachten Sie auch unser ausführliches Video zur Lumix G9!


 

Mit 91 Punkten stellt sich die Lumix G9 derzeit an die Spitze der spiegellosen m4/3-Modelle und übertrumpft so manche DSLR!

  • dreh- und schwenkbarer Touchscreen!
  • robuster Body mit hervorragender Griffigkeit und extra LC-Display
  • gut abgestimmter elektronischer Sucher mit Rekordgröße von 0,83x (KB) und sehr hoch aufgelöst (3,68 MP)
  • extrem schneller Serienbildmodus mit bis zu 50 B/Sek. und bei kontinuierlichem AF bis 20 B/Sek.
  • breite AF-Feldabdeckung mit 225 AF-Feldern, viele AF-Modi mit Augenerkennung, Motivverfolgung, verschiedene AF-Feldbereiche und Spot-AF
  • sehr empfindlicher AF bis -4EV
  • extrem schneller AF mit von uns gemessenen 0,05s von unendlich auf 1m (mit Lumix 12-60mm@60mm)
  • angenehm leichtgängiges Daumenrad mit integrierten 4-Wege-Tasten, konfigurierbar
  • Joystick für Direktsteuerung etwa der AF-Felder und für generelle Menünavigation
  • hervorragender Stabilisator bis 6,5 Blendenstufen Ausgleich
  • viele Direktzugriffstasten. Davon zwei auf der Vorderseite plus ein separater FN-Schalter
  • weitreichende Konfigurierbarkeit mit 14 individuellen Hardware-Elementen plus 5 Softwaretasten. Auswahl aus sagenhaften 96 Befehlen
  • Übersichtliches Menü mit Unterkarteireitern, individuell konfigurierbares MyMenü
  • zahlreiche Sonderfunktion wie Stopmotion, HDR, Post-Fokus, 6K/4K-Foto, Preburst, Fokus-Stacking
  • neuer High-Resolution-Modus bis 80,5 Megapxiel auch im RAW-Format
  • Mindestverschlusszeit einstellbar
  • Geräuschlosmodus
  • UHD-Video bis 60 B/Sek., kein Crop, optionaler Videostabilisator (mit Crop) aktivierbar
  • Wifi mit Smartgerätesteuerung
  • extrem kurze Verschlusszeiten mit elektronischem Verschluss bis 1/32.000s
  • Akku kompatibel mit Lumix GH-Modellen, optional aufladbar via USB-Kabel
  • Dual Slot mit UHS II-Unterstützung
  • Auto-ISO auch im Programm M mit anpassbarer mittlerer Belichtungsstufe auch im Videomodus nutzbar!
  • Auslöser bietet keinen definierten, halben Druckpunkt
  • Serienbild-Puffer dürfte noch größer sein
  • Speichergeschwindigkeit mit max. 65 MB/Sek. nicht allzu flott. Ausnahme: Unser Test an einer Transcend UHS II (R285 - W180 MB/Sek.) erzielt praktisch die nominelle Geschwindigkeit um 180 MB/Sek. im 2. Fach
  • kein GPS integriert
  • kein dynamisierbares Auto-ISO
  • Spreizabstand bei Belichtungs-Bracketing (AEB) mit max 1EV gering
  • kein integrierter Blitz
  • Fokus bei Bewegtmotiven lt. unserem Nachtest (Infos hier) mit dem Leica 100-400mm insgesamt nicht überzeugend


Die Panasonic Lumix G9 hier bei Amazon kaufen!

Bitte beachten Sie auch unser ausführliches Video zur Lumix G9!


 

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technische Daten


 

Technische Daten Panasonic Lumix G9
UVP 1.699 EUR, kaufen hier bei Amazon
Markteinführung Jan. 2018
Sensor 20 Megapixel, micro 4/3 (17,3 x 13mm), 3,3µm-Pixel (Pitch)
Bildformate
  • Normamodus bis 5.184 x 3.888 (RAW bzw. Jpeg L)
  • RAW, JPEG, RAW+JPEG parallel vorhanden
  • High Resolution Modus bis 10.368 x 7.776 Pixel (RAW, RAW+JPEG, JPEG)
Autofokus

Depth from Defocus AF, 225 AF-Felder, empfindlich bis -4EV

ISO-Bereich 200 - 25.600 (Erweiterung 100 - 25.600), Auto-ISO 100 - 25.600, 1/3 oder ganze Stufen, Video 100 bis 25.600, Auto-ISO.
Belichtung 60s - 1/8.000s (mechanischer Verschluss), 60s - 1/32.000 (elektronischer Verschluss), Video: 1/25s - 1/16.000s, Bulb bis 30min, Korrektur +-5EV, in 1/3 oder 1/2 Schritten, AEB 3,5,7 Aufnahmen maximale Spreizung bis 1EV, Belichtungsmessung: Mehrfach, Mittenbetont, Spot
Weißabgleich AWB (zwei Optionen), Sonne, Wolken, Schatten, Kunstlicht, Blitz, Benutzerdefiniert (4 Speicher), Kelvin (4 Speicher)
Serienbilder bis 50 B/Sek. mit Einzel-AF, maximal 50 unverzögerte RAW oder JPEG. bis 20 B/Sek. mit konituierlichem AF, maximal 50 RAW oder JPEG unverzögert.
Monitor 3'' mit 1,04MP, dreh- und schwenkbar, touchfähig
Sucher elektronisch, 0,83x (KB), 100% Abdeckung, Größenanpassbar in zwei Stufen für Brillenträger, 3,68 Megapixel, OLED, 120 Hz
Blitz nicht vorhanden, Blitzschuh
Video
  • 3.840 x 2.160 60p / 50p / 30p / 25p / 24p (Laufzeit bei 60 und 50p = 10min, sonst 29m59s)
  • 1.920 x 1.080 60p / 50p / 30p / 25p, Highspeed bis 180 B/Sek., dann kein AF
  • Fitlereffekte wählbar
  • Timelapse-Movie 3.840 x 2160
  • MP4 (H264), AVCHD
  • 6K-Fotomodus mit H265

    eingebautes Mikrofon
Wifi integriert, IEEE802.11b/g/n mit 2,4GHz / 5 GHz-WLAN, Bluetooth, Smartphone
GPS nein, nur per App
Speicherkarten 2 x SD UHS I/ UHS II
Extras integrierte Wasserwaage, Stop-Motion, Timer, Post-Focus, Fokus-Bracketing, Fokus-Stacking,
Buchsen HDMI-Out (Typ A), Micro-USB 3.0 , externer Mikrofon-Anschluss 3,5mm (stereo); Fernauslöseranschluss Stereoklinke 2,5mm, Blitzsynchronbuchse, Kopfhörer-Anschluss 3,5mm Stereo
Akku DMW-BLF19E (1.860mAh), via USB-Kabel ladbar
Gehäuse 136,9 x 97,3 x 91,6mm, Betriebstemperatur - 10 bis 40 Grad C, staub- und spritzwassergeschützt lt. Hersteller
Gewicht 658gr (nur Gehäuse incl. Akku und 1 x Speicherkarte)
Anleitung siehe hier
Firmware siehe hier
Objektive Objektive von Panasonic und Olympus nutzbar - sogenanntes Micro 4/3-Bajonett. Siehe hierzu unsere große Objektivübersicht. Auch Canon EF- Wechselobjektive z.B. via Traumflieger Automatikadapter incl. schnellem AF nutzbar

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Dieser Report wurde am Dienstag, 27. Februar 2018 erstellt und zuletzt am Sonntag, 06. Mai 2018 bearbeitet.

Leserkommentare:


Autor: Schneiderin 25.07.2020 - 10:34:57
Bewertung des Reports: 5 von 5 Sternen!
Die mangelnde GPS Tauglichkeit im Allgemeinen - und die katastrophale Smartphone GPS Integration im Besonderen für Panasonic auf den Punkt gebracht. Und ich dachte schon, ich wäre zu blöd  habe es mit einem Samsung S10 nicht an einer Gx9 hinbekommen.

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Autor: Prodrejo 13.08.2019 - 21:41:32
Bewertung des Reports: 5 von 5 Sternen!
Panasonic Lumix G9 - GNSS/GPS Koordinatenregistrierung in EXIF

Auch von mir Dank für den aufschlussreichen Bericht,
und doch entdeckt man Manches erst nach Jahren.

Für Studiofotografen unnötig, für viele nur ein sporadisches Bedürfnis, für jugendliche vermeintlich irrelevant und erst nach Jahren bereut, wenn es zu spät ist, doch für Dokumentarfotografen im Außendienst mit Verwendung von Aufnahmen in Geographischen Informationssystemen (u.a. Google Earth) mit fehlerdefinierter Situationspositionierung im digitalen Zeitalter ein zwingendes Muss. Aber bis heute keine Norm sondern Chaos in der Fotografie und im Kamerabau!

Wenn Sie die Kamera umfangreich und auch auf Reisen benutzen, haben Sie sicherlich auch Ihre Standorte vom Smartphone (SP) per Bluetooth bei Aufnahmeauslösungen in EXIF übertragen lassen? Dann würde uns Ihre Erfahrung brennend interessieren!

Bei unseren bisherigen Versuchen werden dabei leider nur die Horizontalkoordinaten also x+y (Hoch- und Rechts-Wert) übertragen, nicht jedoch Höhe und Richtung der Aufnahme, diese hingegen werden wie selbstverständlich beim Fotografieren mit dem SP in dessen Fotos registriert und dennoch nicht ins EXIF der Fotos der G9 übertragen, obwohl sie genauso wichtiger Bestandteil jeder Geokodierung sind und den Wert und Scharm georeferenzierter Fotos besonders steigern und damit unablässig dazu gehören.

Der Panasonic-Kundendienst für die gesamte EU in Hamburg ist bei dieser Frage leider hundsmiserabel, hinterpförzig und an Ignoranz nicht zu überbieten! Es wird behauptet das Problem nicht zu kennen, vermutlich eine Zwecklüge, um Mängel zu kaschieren! Man schickt mir zwar Kopien der Bluetooth-Verbindungs-Anleitung des Handbuchs, die ich außer dem beigefügten historischen Abriss der Georeferenzierung bei Panasonickameras selbst in der Gebrauchsanleitung der G9 nachlesen kann, ziert (deutlicher ausgedrückt: verweigert) sich aber mir Bildbeispiele zu senden, die die reklamierte volle Funktion dieser Geokodierungsmethode beweisen und ist offensichtlich nicht Willens, diesem Mangelhinweis selbst nachzugehen und ihn offen zu legen. Eine Alternative wie eingebaute oder aufsteckbare Geosatellitenempfänger wie sie Nikon, Pentax und Canon optional zur Verfügung stellen, bieten Panasonicsystemkameras leider nicht. Nebenbei gesagt: Ebenso wenig wie den bei Olympus in dieser Kamerakategorie selbstverständlich inbegriffenen kleinen Aufsteckblitz mit Maste und Slave-Funktion, der den fehlenden Klappblitz kompensieren könnte.

Warum also diese merkwürdige Reaktion? Hat man etwas zu verbergen? Mängel die selbst an der neuen Vollformatkamera DC-S1R nicht beseitigt sind, trotz jüngster Updates? Auch Nikon hatte mit dieser SP-Kamera-Kopplung jahrelange Unfähigkeitsprobleme, Sony ist auf diesem Gebiete ein völlig chaotischer Versager und Canon steckt noch in den Kinderschuhen, hat aber wie Pentax gute GNSS/GPS Implementierungen in mehreren DSLR Kameras, die sogar z.T. die sinnvolle und notwendige Empfängersequenzsteuerung erlauben. Denn je häufiger der Impulsempfang der Satelliten desto genauer wird die Ortsbestimmung vor allem bei Verlagerung des Standortes, aber desto höher leider auch der Energieverbrauch, so dass der Nutzer dies nach Bedarf selbst festlegen und regulieren sollte. Mir ist bisher kein SP geläufig, das diese Einstellmöglichkeit beherrscht. Ich lerne aber gerne dazu und bin für Hinweise dankbar. Die Panasonic Image App scheint dies zwar auch zu erlauben, doch enthält sie keinerlei Koordinaten oder Richtungsanzeige, so dass die vernünftige Funktion unkontrollierbar bleibt. Denn wer einmal lügt dem glaubt man nicht, und wenn er auch die Wahrheit spricht!

Olympus mit seinem neuesten Modell bietet leider die einzige spiegellose Systemkamera des Marktes mit eingebautem Satelliten-Empfängerchip, der all diese Probleme vom Tisch wischt. doch dies hat bei der E-M1X auch seinen m.E. unangemessenen Preis zumal er nicht die neuesten Schritte der Technik mit dem sog. Dualband GNSS/GPS für Submetergenauigkeit bietet trotz all ihrer ansonsten Universalgeniefunktionen, die alle Grundbedürfnisse eines aufgeschlossenen Fotografen befriedet!

Schließlich ist die SP-Kamerakombination ohnehin nur eine absolute Notlösung der Georeferenzierung, denn nur Bekloppte bringen ein Navigationsgerät am Auspuff an! Doch Fotozeitschriften und Foren schwelgen in Unkenntnis der komplexen Funktionalität von dieser angeblich genialen Idee, gehen dabei gewinngierigem Marketing auf den Leim und unterstützen diesen indem sie dieses Konzept unreflektiert den Fotografen als Ideallösung auch noch anpreisen anstatt abwägend die vielen Nachteile und wenigen Vorteile dar zu legen. Aber was soll man mangels sinnvoller anderer Möglichkeiten für Spiegellose machen, wenn nur ein hochpreisiges Fabrikat des gesamten Weltmarktes ein passabel funktionierendes Produkt anbietet? Übel noch mehr deshalb, wenn man bei dieser Sachlage überdies dazu von den Kameraherstellern mit großspurigen Versprechungen zur Absatzförderung oder - wie jüngst beim Kundendienst von Panasonic geschehen - mit frechen Lügen hinters Licht geführt wird und meint der blöde Fotograf merkt es ohnehin erst, wenn er wegen des komplizierten Sachverhalts die Katze im Sack gekauft hat und wird es dann wohl oder übel schlucken.

Alle Interessenten an einer Bildverortung und verbraucherschutzorientierte Fotografen sollten daher diese Funktion mit Ihrer SP-Version überprüfen und Ihre Erkenntnisse in Kamera- aber auch SP-Bewertungen kundtun, denn das fatale an dieser Methode ist zudem, dass die Fehlerursache sowohl an der Kamera als auch am SP liegen kann und man dadurch den Schwarzen Peter des Mangels immer dem jeweilig Anderen zuschieben kann! Auch deshalb ist diese Methode zu verteufeln, wenn auch der Zahn der Zeit mit weit verbreitetem Lug und Betrug im Handel und anderswo! Es müssten endlich mehr Spiegellose mit integriertem Ortungschip angeboten werden, denn er ist in der Massenproduktion ein Cent-Artikel, wie selbst die billigsten SPs zeigen, die ihn schon für unter 100 Euro Gesamtgerätepreis allesamt eingebaut haben und die dazugehörige Software ist millionenfach im Einsatz!

Genug der Worte, schreiten wir zu Taten: Meine Beobachtungen der Mängel wurden neben der Erprobung von Sony- und Nikon-SP-Kopplungen in konkreten Falle bisher mit der Kombination von Lumix G9 mit "Xiaomi redmi note 5 pro (mit guter interner Fotoqualität)" sowie dem SP von Sony Xperia TM M5 angestellt und ich wünsche allen G9 -Nutzern bessere Ergebnisse mit anderen Kreuzungen, denn in der Regel können Sie Ihren Kauf ja nicht mehr rückgängig machen und ob sich der Klageweg lohnt, müssen Sie selbst abschätzen. In der Gebrauchsanweisung der G9 ist die Geokoordinatenübertragung auf diesem Wege zumindest angegeben, doch wird sie mit der fragmentarischen Koordinatenübertragung absolut unbefriedigend gelöst! Denn es ist ja geradezu peinlich, dass man solch kleine Korrekturen nicht längst zur Rufwahrung zumindest beim jüngsten Update nach Erscheinen der DC-S1R erledigt hat und sich weiterhin mit halbgaren Lösungen blamiert. Horizontalkoordinatenangaben reichen zwar für die Fahrzeugnavigation auf Verkehrswegen, aber nicht zur Verarbeitung seiner Bilder in Geographischen Informationssystemen (GIS)-Systemen und zur Erstellung von Höhenprofilen und vielem anderen mehr. Jeder Reisende wird dies spätestens merken, wenn er ins Gebirge geht ob in Europa, Afrika, Amerika oder Asien und wer seine Bilder in Geosetter betrachtet und ordnet wird schnell auch den großen Vorteil der Bildrichtungsinformation erkennen!

Die Kopplung G9 - I-Phone haben wir bisher nicht zustande gebracht. Dies mag an unserer Ungeduld, Unfähigkeit oder an der Kompliziertheit der notwendigen Arbeitsschritte liegen - spricht aber auch Bände über die Nutzerfreundlichkeit der Panasonic-Software - sie ist mehr als kryptisch trotz oder wegen der Anleitung, doch ohne diese ist eine Verbindung zwischen G9 und SP gar nicht zu bewältigen! Dabei bleibt generell diese Referenzierungsmethode für jeden dokumentationsbewussten und gut orientierten Fotografen die technische Minimalanforderung an eine Kamera mit Anspruch auf gehobenen Standard, selbst wenn das SP schleunigst durch Armbanduhr, Stirnband oder Gorro mit üblicherweise sinnvollerer Positionierung zum Empfang von Geosatellitensignalen ersetzt werden sollte. Auch das wäre die Aufgabe einer fachlich kompetent mitdenkenden Kameraindustrie im Zeitalter des Klageliedes ihres zu einem großen Teil selbst verschuldeten Niedergangs.

- Wie ich in den letzten 8 Tagen meiner Nachforschungen im Internet zudem erkennen musste, scheint durch ein Update der Panasonic Image App Ende Juni 2019 ein Totalchaos mit Zufälligkeitsfunktion verursacht worden zu sein, das bis heute nicht bereinigt wurde, wie eine Vielzahl von G 9 Nutzern in Foren von Digitalkamera.de frustriert berichten. Solche Abhängigkeiten sind ein weiterer Grund diese Kamera-SP-Kopplung mit all den möglichen Komplikationen ins Reich der Gehirnamputierten zu verdammen. Dieser Nachtrag veranlasst mich im Übrigen alle Interessenten an der G9 wie auch ihre Besitzer auf die Kameraberichte dieses Portals aber auch das von Traumflieger.de hinzuweisen, die die meiner Kennnis nach profundesten Aussagen mit aufschlussreichen Messergebnissen zur G 9 im deutschen Sprachbereich bieten, leider aber auch keine tiefer gehenden Aussagen zum hier angeschníttenen Thema der Geokodierungsfunktion machen. -

Gern hören wir jedoch auch hier von besseren Erfahrungen anderer Fotofreunde und freuen uns auf Ihre Reaktion. Vielleicht hilft sie ein offensichtlich überfälliges Update der Software zu erwirken oder SPs zu benennen die die Georeferenzierung von Bildern angemessen und vollständig doch erlauben was eigentlich die Aufgabe von Panasonic wäre! Meine Kamera geht auf jeden Fall bis dahin zurück, wobei der zentrale Kundendienst von Panasonic mit seinen hohlen Worten ohne Funktionsnachweise alles andere als eine Empfehlung für den Kauf der G9 war oder ist es vielleicht sogar der Hinweis auf Einstellung der Kamerageschäftssparte wegen Unrentabilität wie bei Samsung! Ich bedanke mich sehr beim Fachhändler, der trotz größter Bemühungen solche Informationsunredlichkeiten seines Panasoniclieferanden durch seinen unbezahlten Einsatz ausbaden muss. Auch so kann man den Fachhandel zugrunde richten!

Stand der Recherchen: 13.8.2019 - Prodrejo

8 von 9 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich. Entscheiden Sie selbst:

Autor: Anonym 22.01.2019 - 18:05:40
Bewertung des Reports: 5 von 5 Sternen!
Report ist hervorragend, analysiert die Kamera in anatomischer Gründlichkeit! Großes Lob! Julius

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