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Panasonic Lumix GX8 im großen Test, Teil 2

Panasonic Lumix GX8 im großen Test, Teil 2

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die Panasonic Lumix GX8 im Traumflieger-Test, Teil 2

Autofokus - Bildqualität - BelichtungVideofunktionen - Wifi - Test Teil 1Test Teil 3

Autofokus


 

An Autofokusfunktionen bietet die GX8 einen Einzel-AF, der sehr schnell Motive fokussieren kann. Dabei steht ein in der Größe relativ frei skalierbares Feld bereit, aber man kann auch AF-Feldzonen und Bereiche oder eine vollautomatische Feldwahl (bis 49 AF-Felder) nutzen oder Bereiche selbst definieren. Gesichtserkennung incl. Augenerkennung und automatische Motivverfolgung stehen ebenso zur Verfügung wie ein kontinuierlicher Autofokus für Bewegtmotive. Letzterer ist auch im Videomodus verfügbar.

Wie gut funktioniert der Autofokusbetrieb an der GX8? Das haben wir an bewegten und ruhenden Motiven etwas detaillierter untersucht!

Servobetrieb bei Bewegtmotiven

Den kontinuierlichen AF-Betrieb (Servo) untersuchen wir an fahrenden PKW, auffliegenden Möwen mit der Facedetection auf die Kamera zugehend und auch anhand von hochgeworfenen Bällen. Dabei hat der Autofokus entweder schneller zu reagieren und muss recht große Distanzen plötzlich überbrücken (Ball / Möwen) oder kann ein Motiv kontinuierlich verfolgen, das sich langsamer (Portrait) oder schneller (PKW) annähert. 

Zufahrende PKW gelingen hervorragend

Zunächst testen wir die GX8 anhand mit ca. 60 km/h fahrender PKW und nutzen dafür das Lumix G 35-100mm/2,8 in der Endbrennweite bei ISO 1.600 und Offenblende. Die Ergebnisse fallen überzeugend aus, es werden zwar nicht alle 100%-Ansichten scharf aber ein großer Anteil von über 90% wird entweder knackscharf oder doch zumindest so detailliert, dass er voll verwertbar ist. Fahren PKWs durchs Bild, dann braucht die GX8 etwa 1 Sekunde bis der Fokus umspringt. Konfigurationsmöglichkeiten wie an gehobenen DSLR bestehen jedoch nicht, wo man noch bestimmen kann, ob der Servo lieber auf dem zuvor fokussierten Motiv verweilen oder neue Ereignisse bevorzugt berücksichtigen soll.

gemischte Ergebnisse bei auffliegenden Möwen

Bei auffliegenden bzw. im Fluge zu verfolgenden Möwen gelingen uns an der GX8 mit dem Lumix G 35-100mm bei 100mm und Offenblende (ISO 3.200) nur mit gemischten Ergebnissen. Zwar lassen sie sich im Sucher bei 6 B/Sek. mit Liveview noch gut verfolgen, auch wenn dazwischen etwas längere Dunkelphasen als an DSLR hinzunehmen sind. Aber der Servo löst nicht immer sofort aus sondern scheint teils sein Ziel noch zu suchen. Man kann dieses Verhalten aber im Menü optional auf Auslösepriorität umstellen. Die Scharfstellquote liegt im Schnitt zwischen 40 - 50%, was allerdings angesichts der abendlichen und geringen Lichtverhältnisse kein schlechtes Ergebnis ist. Wir haben parallel noch eine 7D II mit einem Canon 70-200mm/4L IS USM genutzt und hier zwar eine etwas besseer Quote erzielt aber keinen wesentlichen Klassenunterschied erkennen können.

Portraits mit Facedetection gelingen überzeugend

In einem weiteren Test marschieren wir auf die GX8 zu und testen erneut mit dem Lumix 35-100mm/2,8 in der Endbrennweite und Offenblende. Diesmal haben wir anstelle des sonst genutzten Einzelfeldes die Facedetection aktiviert und setzen ein Stativ ein. Um kurze Verschlusszeiten zu erreichen, wird ISO 3.200 voreingestellt.  Die Ergebnisse können wegen des hohen ISO-Wertes bei 100%-Ansicht natürlich keine Top-Schärfe aufweisen, sind aber alle durchgehend gelungen und als scharf zu bezeichnen. Echte Ausreißer sind uns nicht aufgefallen. Hier schneidet die GX8 also - ähnlich wie bei fahrenden PKWs - hervorragend ab!

Plötzliches Ereignis mit hochgeworfenem Ball wird ignoriert

Es gibt Motivsituationen, bei denen ein plötzliches Ereignis spontan eingefangen werden soll. Dazu zählen z.B. Singvögel, die man im Fluge ablichten möchte und bei denen der Zeitpunkt und Ort - etwa beim Abfliegen von einer Futterstelle - recht gut vorhersehbar ist. Eine ähnliche Situation haben wir nachgestellt und einen Ball in die Luft geworfen. Die GX8 blickt dabei zuvor auf den rel. zeichnungslosen Himmel und soll im Servobetrieb auf den Ball reagieren, der durch die Sicht fliegt. Trotz vieler Versuche mit dem Lumix 35-100mm (bei 100mm) reagiert die GX8 kein einziges Mal und ignoriert den Ball komplett. Der Fokus bleibt auf dem Hintergrund. Mit solch plötzlichen Ereignissen haben allerdings auch DSLR nicht selten Probleme. Wir haben parallel auch eine EOS 5Ds und 5D III mit gemischten Resultaten untersucht. Die Trefferquote lag hier weit unterhalb von 50% aber immerhin reagierten sie deutlich aktiver auf das plötzliche Ereignis (im AF-Case 3) und bieten dazu Tuningmöglichkeiten.

 

 

Ruhende Motive im One-Shot Betrieb

Ruhende Motive stellen etwas geringere Anforderungen an den AF-Betrieb. Von DSLR ist man jedoch gewohnt, hier eine Scharfstellquote zwischen 70 - 90% zu realisieren. Das hängt auch immer vom genutzten Objektiv ab. Bei den Panasonic Lumix Modellen wie einer GH3 und GH2 haben wir diesbezüglich schon Untersuchungen gemacht, bei denen unter Idealbedingungen mit einem Lumix G 12 - 35mm schlicht herausragende Ergebnisse erzielt wurden (siehe GH3-Test im AF-Betrieb, für Mitglieder).

Umso überraschter sind wir, dass auch in der Lumix-Welt leichte Fokusvarianzen erkennbar sind. Dies gilt zumindest mit längeren Telebrennweiten, bei denen die Schärfentiefe dann auch geringer wird. Mit einem Lumix G 14-140mm/3,5-5,6 und auch einem 100-300mm sind uns im Outdoortest immer wieder Bilder untergekommen, die nicht auf dem Punkt scharf sind. Hier darf man sich also auch in der Panasonic-Welt nicht immer so sicher sein, wie es manche Tests unter Idealbedingungen vielleicht suggerieren. Die Fokusvarianzen liegen bei den genannten Objektiven zumindest nicht unterhalb der DSLR-Welt. Und hier empfiehlt es sich, nicht nur die neuesten Firmware-Updates zu nutzen sondern auch die Sucherlupe bzw. Fokus-Peaking-Funktion zu aktivieren wann immer die Gelegenheit besteht bzw. wenn es auf höchste Qualität ankommt! Eine AF-Feinjustierung wie in der DSLR-Welt ist an der Lumix GX8 (und anderen Lumix-Modellen) nicht vorgesehen.

 

neues DFD-Verfahren

Die Lumix GX8 soll beim Autofokus allerdings auf das von Panasonic mit der GH4 eingeführte DFD-Verfahren zurückgreifen, während die GX7 noch ein reines Kontrastverfahren nutzt. DFD steht dabei für Depth from Defocus was übersetzt nicht viel mehr als "Bokeh" bedeutet. Gegenüber einem auf reinem Trial und Error basierenden und somit pumpenden Kontrastverfahren werden dabei zwei Bilder mit ihrem Unschärfeprofil kameraintern verglichen. Daraus leiten die Panasonic Ingenieure die noch nötige Scharfstelldistanz direkt ab und können ähnlich wie beim diesbezüglich optimierten Phasenverfahren - wie es DSLR bzw. auch manche spiegellose Systemkameras wie ein A7R II  einsetzen - die Fokusebene direkt ansteuern. DFD muss jedoch ein letztes Finetuning beim Scharfstellvorgang über ein Kontrastverfahren durchführen, so dass noch ein minimales Pumpen auftreten kann. 

Insgesamt soll das DFD-Verfahren so zu einem schnelleren und deutlich pumpärmeren Scharfstellvorgang führen. Die Bokeh-Informationen müssen allerdings über Profile bereitgestellt werden, die sowohl in der Kamera als auch in originalen Panasonic-Objektiven gespeichert sein sollen. Nur originale Panasonic G-Objektive sollen mit dem DFD-Verfahren kompatibel sein. Theoretisch müssten diese somit schneller als die generell auch ansetzbaren Olympus-(m.Zuiko-)Objektive fokussieren.

Bei unserem Test zeigt sich aber, dass an der GX8 ein Lumix G 12-35mm/2,8 mit 0,18s genauso schnell wie ein Olympus 12-40mm/2,8 fokussiert (jeweils bei 35mm unendlich auf 1m, incl. Auslösezeit). Im Servobetrieb ist an beiden Objektiven bei ruhenden Motiven ein deutliches Shiften erkennbar. Es stellt sich die Frage, warum hier keine Unterschiede erkennbar sind? Die Zeit ist allerdings beachtlich. Die GH3 (ohne DFD) braucht noch 0,33s und auch eine Olympus OMD EM1 ist mit 0,38s deutlich langsamer.

Manuell fokussieren

Manuelles fokussieren kann an Panasonic- (und Olympus m.Zuiko-) Objektiven jederzeit auch im AF-Betrieb durchgeführt werden. Dabei kann beim Dreh am Scharfstellring des Objektivs automatisch auch eine Sucher- bzw. Monitorlupe aufgerufen werden, wenn im Menü der GX8 der Menüpunkt "AF+MF" und "MF-Lupe" entsprechend vorbelegt sind. Die Lupe kann in der Größe frei von 2x - 10x frei eingestellt werden. Es ist auch eine Bild in Bild-Lupe (PiP) aufrufbar, die noch einen Blick auf das Gesamtmotiv erlaubt, während die Lupe nur in einem kleineren Fenster eingeblendet wird.

Im manuellen MF-Betrieb kann die Lupe auch direkt per Touchpad-Funktion aufgerufen werden während man durch den Sucher schaut. Dafür wählt man per Daumen den zu vergrößernden Abschnitt und nachdem er vom Monitor genommen wird, zeigt die GX8 automatisch die Sucherlupe an. Das ist sehr praktisch und funktioniert auch, wenn man manuelle Objektive wie z.B. ein Voigtländer 25mm/0,95 etc. oder Drittanbieter-Objektive per Adapter montiert hat. Leider kann man dabei nicht den Auslöser halb gedrückt halten, um aus der Lupenansicht dann sogleich auszulösen. Möchte man letzteres durchführen, kann man aber die linke Pfeiltaste drücken und per Set-Taste die Lupe aufrufen. So ist die Lupe auch erreichbar, wenn man sie auf dem Monitor aufrufen möchte, ohne durch den Sucher zu schauen.

endlich: Fokus-Peaking in rot!

Unseres Wissens ist an der GX8 erstmals bei Lumix-Modellen auch eine Fokus-Peaking-Funktion in roter Farbe verfügbar, die Kontrastkanten nachzeichnet, sobald sie schärfer werden. Dies ist eine tolle Scharfstellhilfe, die wir an anderen Modellen wie der GH4, LX100, FZ1000 oder auch der Olympus OMD EM1 vermissen. Dort sind nur alternative, manchmal aber schwer erkennbare Farben aufrufbar.

Die Farbmarkierung lässt sich an der GX8 in zwei verschiedenen Stufen aufrufen und auch optional auf eine Funktionstaste ablegen. Die Peaking-Funktion greift dabei im manuellen Fokusbetrieb und ist auch in der Lupe aktiv. Hilfreich ist die Peaking-Funktion auch, wenn man im laufenden Video (wo keine Lupenfunktion vorhanden ist) manuell den Fokus verlagern möchte.

 

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Bildqualität


An der GX8 nutzt Panasonic erstmals einen 20 Megapixel-Sensor, während der Vorgänger und auch andere spiegellose Systemkameras im µ4/3-Standard derzeit mit 16 Megapixel auskommen müssen. Die Pixeldichte nimmt an der GX8 also zu. Jetzt sind die Fotodioden statt vormals 3,8 nur noch 3,3µm groß. Damit geht normalerweise ein höheres ISO-Rauschen einher, falls keine ganz neue Technologie verbaut wurde (etwa BSI-Technik). Letztere stellt Panasonic auch nicht in Aussicht, wenngleich ein aktueller Venus Engine Bildprozessor mit Quad-Core-Prozessor wie an der GH4 verbaut ist, der auch für eine optimierte Bildqualität sorgen soll.

Tatsächlich können wir jedoch einen leicht erhöhten Rauschlevel im RAW-Format ausmachen, der etwa der Auflösungssteigerung entspricht. Das heißt unterm Strich, dass die Sensorauflösung an der GX8 zwar minimal gestiegen aber im gleichen Maße eben auch das Rauschniveau gesteigert ist. Insoweit macht der Sensor an der GX8 keinen echten Fortschritt. Dennoch ist es sicherlich begrüßenswert, eine etwas höhere Bildgröße angeliefert zu bekommen, die bei im von uns bevorzugten 3:2-Format statt der vormals etwas mageren 14 jetzt immerhin knapp 18 Megapixel beträgt.

gute aber keine überragende RAW-Dynamik

Die Dynamik im RAW-Format liegt ebenfalls insgesamt auf einem ähnlichen Niveau wie an der Lumix GH4. Auch hier macht man keine größeren Sprünge. Die Dynamik ist vor allem wichtig, wenn man dunkle Schattenbereich nachträglich aufhellen will. Sie ist an der GX8 als insgesamt gut zu bezeichnen und idR etwas besser als an Canon DSLR, wenngleich eine Sony A6000, Sony A7-Modelle bzw. eine Samsung NX1 sich im unteren ISO-Bereich noch rauschärmer aufhellen lässt. Dafür gibt es an der GX8 bei aktiviertem Geräuschlosmodus keine Einbußen im Rauschniveau, wie man sie an Sony A7-Modellen kennt (der A7s bzw. A7R II).

Im JPEG-Format kann man ansonsten per Menü Gradationskurven (Helligkeitsverteilung) und i.Dynamik zuschalten, die im Wesentlichen Schatten effektiv aufhellen aber dabei den Rauschpegel erhöhen. Auch der Parameter i.Auflösung wirkt sich nur auf das JPEG-Format aus und erhöht subjektiv aber effektiv den Kontrast, so dass JPEG-Bilder schärfer wirken.

Objektive und Abbildungsleistung

Die Abbildungsleistung hängt natürlich immer auch von den verwendeten Objektiven ab. Für die Lumix GX8 stehen im µ4/3-System von Panasonic und Olympus (m.Zuiko) eine stattliche Anzahl von derzeit 43 Systemobjektiven zur Verfügung. Hinzu kommen Objektive von Drittanbietern wie Voigtländer, Handevision, SLR-Magic aber auch Tamron und Sigma.

Standardzooms

Das Standard-Setobjektiv Panasonic 14-42mm/3,5-5,6 liefert eine ordentliche Abbildungsleistung und überzeugt uns vor allem im Weitwinkelbereich mit einer sehr guten Randschärfe. Lichtstärker aber auch teurer ist das wettergeschützte Lumix 12-35mm/2,8 (= 24 - 70mm/2,8 KB), dafür liefert es aber auch eine hervorragende Gesamtperformance. Wir nutzen es auch als Standard-Objektiv für unsere µ4/3-Kameratests.

Telebereich

Im Telebereich haben wir einige Objektive wie das Lumix 35-100mm/2,8, ein Lumix 100-300mm/4-5,6 bzw. ein Superzoom 14-140mm/3,5-5,6 und per Adapter auch ein Canon 100-400mm/4,5-5,6L IS USM untersucht. Die Ergebnisse finden Sie hier im Video zur Schärfeleistung im Telebereich! Generell stimmt die Schärfe bis etwa 250mm (= 500mm KB), darüber muss man mit einer etwas weicheren Darstellung bei Offenblende leben, die aber meist noch gutes Nachschärfungspotenzial bietet, wenn man mit kleineren ISO-Werten aufnimmt. Die Regel gilt im Prinzip auch für das 45-175mm bzw. 45-200mm-Objektiv, bei denen sich im längeren Telebereich noch ordentliche Schärfewerte ergeben.

Weitwinkel

Mit dem Lumix 7-14mm/4,0 (= 14 - 28mm KB) bietet Panasonic eine attraktives Weitwinkelzoom mit einer insgesamt sehr guten Abbildungsleistung, wenn man einmal von der etwas eiförmigen Darstellung der Sonne absieht. Alternativ bietet Olympus ein noch lichtstärkeres aber auch schwereres m.Zuiko ED 7-14mm/2,8 an.

Standardobjektive

Als Standardobjektiv mit auf Kleinbild umgerechnet 50mm bietet Panasonic das lichtstarke 25mm/1,4, das eine durchgehend hohe Abbildungsleistung sowie einen schnellen AF-Betrieb liefert. An der GX8 rüstet man durch den IBIS auch einen Body-Stabilisator nach, der etwa 3-3,5 Stufen an Verwacklungen ausgleichen kann. Wenngleich die Schärfentiefe im Vergleich zu Vollformat-Systemkameras um 2 EV steigt (f1,4 entspricht dabei f2,8 am KB-Sensor), so bleibt die Lichtstärke voll erhalten.

Noch lichtstärker ist das Voigtländer Nokton 25mm/0,95, das ordentlich Freistellpotenzial etwa für Portraits liefert, dafür aber keinen Autofokus liefert. Hier kann man mit der Lupen- und Fokuspeakingfunktion noch gut an der GX8 fokussieren und auch einen Body-Stabilisator nachrüsten. Bei Spitzlichtern muss man allerdings mit ziemlich deutlichen Farbsäumen rechnen, die man ggf. im RAW-Konverter herausoperieren kann.

Günstiger und leichter ist ein noch lichtstarkes Panasonic 20mm/1,7. Für Portraits ist das Olympus 75mm/1,8-Tele auch sehr interessant, wenngleich man alternativ ein per Automatikadapter montiertes Canon 85mm/1,8 deutlich günstiger bekommt und die Kombi mit 487gr noch mobil bleibt (auf den AF muss man aber verzichten). Interessant kann auch ein adaptiertes und an der GX8 per Lupe bzw. Fokuspeaking gut fokussierbares Canon 50mm/1,8 STM sein, das angenehm leicht bleibt aber noch lichtstark daher kommt. Leica bietet mit dem Nocticron 42,5mm/1,2 ein sehr hochwertiges, schnell fokussierendes Objektiv, bittet den Käufer allerdings auch ordentlich zur Kasse!

Sonstige Objektive

Im Makrobereich gefällt uns das - allerdings recht teuere - Leica 45mm/2,8 Makro, das einen 1:1-Abbildungsmasstab und sogar optischen Bildstabilisator liefert. Ein Hybrid-IS ist an der GX8 allerdings nicht aktivierbar, da es sich um kein Panasonic G-Objektiv handelt. Hier kann man ggf. den 4. Kontakt abkleben und eine etwas bessere Stabilisierung im Nahbereich erwarten, muss dann aber auf den AF-Betrieb verzichten.

Das 8mm/3,5-Fischauge von Panasonic kann mit einer guten Auflösungsleistung überzeugen, ist für Linsenflecken allerdings etwas anfällig. Zumindest abgeblendet liefert ein günstiges Walimex 7,5mm/3,5 auch noch ordentliche Auflösungen.

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Belichtung, Timer und Sonderfunktionen


Der Belichtungsspielraum liegt an der GX8 zwischen 60s und 1/8000s. 60s ermöglichen schon Langzeitbelichtungen, ohne in den unkomfortableren Bulb-Modus zu wechseln, der an der GX8 natürlich auch vorhanden ist. Möchte man 1/8000s noch unterschreiten, um in sehr hellen Umgebungen noch offenblendig aufnehmen zu können, dann kann man den vollelektronischen Verschluss mit der "Stummschaltung" aktivieren. Jetzt steht eine Belichtungszeit von 1/16.000s auch im Programm A zur Verfügung.

ISO von 100 - 25.600

Die ISO-Wertebereich umfasst ISO 100 - 25.600, wobei ISO 100 nur per ISO-Erweiterung im Menü freigeschaltet wird. Das verfügbare Auto-ISO basiert auf der sogenannten Faustformel, um Verwacklungsunschärfen bei Freihandaufnahmen zu vermeiden. Es lässt sich zwar im Maximalwert (ISO 400 - 25.600) eingrenzen aber nicht weiter modifizieren oder eine feste Mindestverschlusszeit hinterlegen. Auto-ISO kann zwar mit dem Programm M (bis ISO 3.200) kombiniert werden aber die mittlere Belichtungsstufe lässt sich nicht anpassen. Ein aktiver Bildstabilisator wird bedauerlicherweise nicht berücksichtigt. Hier sehen wir Nachholbedarf bei Panasonic, denn dynamisch anpassbares Auto-ISO zählt etwa bei Sony (A7R II), Nikon, Samsung (NX1) und Canon (7D II, 5Ds, 5DsR) zunehmend zum Standard. Nützlich ist dynamisches Auto-ISO, um einen aktiven Bildstabilisator zu berücksichtigen und die Faustformel hinsichtlich einer längeren Belichtungszeit zu modifizieren oder Bewegtmotive durch eine kürzere Verschlusszeit schärfer einzufangen. Letzteres will iISO hinbekommen...

vermeintlich intelligentes Auto-ISO

Panasonic bietet auch an der GX8 als Besonderheit auch ein vermeintlich intelligentes Auto-ISO (iISO), das Bewegungen selbständig erkennen will und dann im Programm A die Verschlusszeit verkürzen oder in Programm S die Blende öffnen soll. Nach unserer Erfahrung kann man sich darauf aber nicht verlassen und die Einstellung ist idR praktisch mit dem normalen Auto-ISO identisch.

Serienbilder

Serienbilder lassen sich mit bis zu 10 B/Sek. ablichten, wenn man den Geräuschlos-Modus aktiviert. Dann greift ein 1. und 2. elektronischer Verschluss-Vorhang. Man kann den elektronischen Verschluss auch alternativ über einen eigenen Menüpunkt aktivieren und muss dann nicht auf Bestätigungs-Töne verzichten. Zwar ist die Liveview bei 10B/Sek. noch aktiv (wird über eine schnelle Bildwiedergabe realisiert) und erlaubt eine Motivverfolgung aber die Bildrate sinkt erheblich, wenn man hier den kontinuierlichen AF (AFC) aktiviert. Schnell bewegte bzw. schwenkend abgelichtete Motive können dann teils deutlich verzerren, da der Rolling-Shutter-Effekt zuschlägt. Wird der elektronische Verschluss nicht aktiviert, sollen bis zu 8 B/Sek. im schnellen Serienbildmodus möglich sein. Bei unserer Messung konnten wir hier allerdings nur 7,4 B/Sek. ermitteln.

Im mittleren Serienbildmodus konnten wir mit einer schnellen SD-Karte bis zu 41 unverzögerte RAW ablichten und müssen dann 24 Sek. warten, bis sie auf der Karte gesichert sind. Dabei ergibt sich eine mittlere Speichergeschwindigkeit von 40MB/Sek. was für spiegellose Systemkameras mit UHS-I-Unterstützung üblich ist, aber teils mit UHS II etwa an einer Samsung NX1 oder Fuji X-T1 mit Werten um 70 - 80 MB/Sek. übertroffen wird. DSLR wie eine 5Ds oder 7D II schaffen mit schnellen SD-Karten ähnliche Speicherraten und sind damit gut doppelt so schnell wie die GX8. Immerhin muss man während des Speichervorgangs an der GX8 nicht auf Menüoperationen verzichten, wie es z.B. an Sony A7-Modellen leider üblich ist, die Operationen dann blockieren.

Timer & Stopmotion

Eine der Stärken ist bei aktuellen Panasonic-Kameras und auch an der GX8 der interne Timer, der extrem weit ausgebaut ist. So kann man über den Menüpunkt "Zeitrafferaufnahme" nicht nur Zeiten von 99m59s und eine Bildzahl bis zu 9999 Aufnahmen vorgeben sondern auch eine Anfangszeit hinterlegen. Die Startzeit kann auch um bis zu 24 Stunden in der Zukunft liegen, wobei die Kamera automatisch geweckt wird.

Intern kann man die Aufnahmen auch direkt zu einem Zeitraffer-Video optional auch in UHD mit 3.840 x 2.160/25 oder 24p verrechnen. Da auch sehr gute Aufhell-Funktionen mit Dynamikkurven (Helligkeitsverteilung), i.Dynamik etc. bereitstehen, kann man oft auf eine externe Optimierung im RAW-Format und anschließende Verrechnung verzichten. Dabei hilft auch die überraschend konstante Belichtung im Programm A, die häufig flickerfreie Aufnahmen selbst in Dämmerungsphasen vermeidet. Man kann die Aufnahmen auch auf der Speicherkarte belassen und per Menüeintrag nachträgliche Video in der Playfunktion anstossen.

Stopmotion ist ein weiterer Goodi, den Panasonic auch der GX8 spendiert hat. Dabei kann man Animationen erzeugen, die gerne in der Trickfilmtechnik eingesetzt werden (siehe Beispiel Stopmotion im Lexikon). Panasonic unterstützt die Funktion sogar per Smartgerätesteuerung in der Panasonic Image App, was dank halbtransparenter Überblendfunktion besonders praktisch ist, da man so direkt am Motiv die volle Kontrolle hat, ohne jedesmal zur Kamera zu gehen zu müssen.

Mehrfachbelichtung & HDR

Mehrfachbelichtungen können kameraintern erzeugt werden, wobei bis zu 4 Aufnahmen auch bei vorgewähltem RAW-Format intern als Durchschnittsverrechnung gespeichert werden. Die Originaldateien gehen dabei aber verloren. Zwischenbilder werden halbtransparent ins Livebild eingeblendet.

Wer HDR-Verrechnungen durchführen möchte, kann auf die automatische Reihenbelichtungsfunktion zurückgreifen, die Aufnahmeserien von 3, 5 und 7 mit einem maximalen Spreizabstand von 1 EV bietet. Per Menübefehl kann die Aufnahmereihe zwar auf Serienbildfunktion gestellt aber nicht mit dem Selbstauslösermodus oder einer Auslöseverzögerung kombiniert werden. Der Serienbildmodus greift dann nur, wenn man den Auslöser permanent gedrückt hält. Die Belichtungssequenz lässt sich erfreulicherweise von 0/-/+ auf -/0/+ umstellen, wobei man über den Verschlusszeiten-Effekt eine Livebildvorschau aktivieren kann, um ausbrennende Lichter besser abzuschätzen.

Im JPEG-Format kann man daneben noch eine HDR-Funktion aktivieren, die kameraintern ein hochdynamisches Bild aus einer Reihe von 4 Aufnahmen speichert. Dabei werden optional auch Handverwackler ausgeglichen und bis zu 3EV an zusätzlicher Dynamik bereitgestellt. Unseres Erachtens reicht das für viele hochkontrastreiche Motive nicht aus, da kann man gleich auf die Menüfunktionen i.Dynamik bzw. Helligkeitsverteilung bzw. Schattenkorrektur ausweichen.

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Videofunktionen


Wie viele aktuelle Panasonic-Modelle bietet auch die GX8 "4K"-Video, wobei nicht das Cine4K (4.096 x 2.160) sondern UHD mit 3.840 x 2.160 Pixeln verfügbar ist. Um UHD-Video zu nutzen, muss das Programmwahlrad auf dem Movie-Modus stehen. Hier sind während des Videos auch keine Fotoaufnahmen möglich. Vorteilhaft ist das Movieprogramm aber nicht nur, um UHD-Qualität vorzuwählen sondern weil sich das Video einfacher per Auslöser als über den etwas schwer ertastbaren Record-Button starten und stoppen lässt. Die Framerate kann bei der Lumix GX8 für den europäischen Markt in UHD entweder mit 25 oder 24 Bildern/Sek. progressiv (25p/24p) genutzt  und im Menü nicht etwa von PAL auf NTSC für 30p umgestellt werden. Die amerikanische Version ist hingegen mit 30p/24p nutzbar.

Nutzt man allerdings die 4k-Fotofunktion über den Antriebsmodus (Pfeiltaste unten) in den Fotofunktionen, dann kann man über die 4k-Serienbilder (S/S)-Methode dennoch 30 B/Sek. nutzen. Wird dabei das Fotoformat 16:9 eingestellt, dann unterscheidet sich das Video ansonsten nicht vom UHD-Video des Videomodus.

Das UHD-Video liest nicht den gesamten Bildsensor sondern nur den inneren Bereich aus, so dass eine Brennweitenverlängerung von rund 1,2x zum Zuge kommt.

"4K"-Video auch für Einzelfotos interessant

UHD kann auch für die Entnahme von Einzelframes kameraintern genutzt werden, die sich in der Playfunktion als 8 Megapixel JPEG-Bilder abspeichern lassen. Eine "4k-Foto"-Funktion - wie man sie an der Lumix GH4 oder FZ1000 nach Firmwareupdate nutzen kann - ist an der GX8 funktional auch verfügbar aber intern technisch etwas anders umgesetzt worden.  Die Funktion dient an vorgenannten Lumix-Modellen einem abweichenden Ratio von z.B. 1:1, 3:2 oder 4:3, wenn man diesen bevorzugt im 4K-Video für die Fotoentnahme nutzen möchte. An der Lumix GX8 ist diese "4k-Foto"-Funktion jetzt nicht mehr dem Videomodus sondern den Fotofunktionen als eigener Antriebsmodus zugeordnet. Hier kann die gleiche Funktionalität abgerufen werden und ein UHD-Video mit abweichendem Ratio aufgenommen werden. In der Playfunktion können dann kameraintern 8 Megapixel JPEG-Bilder einzeln gespeichert werden. Neu ist dabei auch eine PreBurst-Funktion, bei der eine Sekunde im internen Speicher geloopt wird und nach drücken des Auslösers plus einer weiteren Sekunde gespeichert wird.

Neben UHD mit einer Speicherrate von bis zu 100Mbps steht auch Full-HD mit 50 oder 25p mit 28 bzw. 20 Mbps oder 720/25p (10Mbps) zur Verfügung. Ändert man das Containerformat von MP4 auf AVCHD, dann sind in Full HD auch interlaced-Formate (1.080/50i, 25i) verfügbar. Das Farbsampling wird in 8-Bit und 4:2:0 aufgezeichnet und kann nicht wie an der GH4 per cleanem HDMI-Out mit 4:2:2 und 10Bit ausgegeben werden.

Bildeffekte mit High Dynamic Range

Anpassungen hinsichtlich Schärfe/Kontrast/Sättigung und Rauschreduktion sind durch Bildstile im Video möglich, wobei auch generelle Presets wie Monochrom / Portrait / Landschaft etc. abrufbar bzw. programmierbar sind. Alternativ können auch Bildeffekte aktiviert werden, wobei besonders der Effekt "hohe Dynamik" bei hohen Kontrast interessant sein dürfte, der allerdings zu leichten Schattierungen um Lichtquellen führen kann. In Lowlight besteht dabei zudem Rauschgefahr. Weitere Effekte wie Sepia, High- oder Lowkey, Sternenfilter (nicht in UHD), schwarz-weiß, Weichzeichner, Spielzeug- oder Minitureffekt können ebenfalls eingestellt und incl. Livebildsimulation genutzt werden. Ein Fischaugen-Effekt ist allerdings nicht verfügbar.

Schnappschuss-Video ohne interne Verrechnung

Kurze Videosequenzen kann man über die Videoschnappschuss-Funktion realisieren, wobei der Zeitraum von 2, 4, 6 und 8 Sekunden wählbar und auch Blendeneffekte abrufbar sind. Das Video wird aber nicht kameraintern zusammengeführt sondern nur als kurze Sequenz gespeichert, was einem das Drücken des Record-Buttons beim Beenden des Videos spart.

Umfangreiche Belichtungskorrekturen im Videobetrieb

Die Belichtung wird wie im Fotomodus entweder über vollautomatische Einstellung (Modus P), per Blenden- oder Zeitpriorität (Modus A oder S) oder auch manuell (Modus M) vorgegeben. Empfindlichkeiten sind im Video mit ISO 200 - 6.400 (Auto-ISO außerhalb Modus M) verfügbar wobei Zeitwerte von 1/25s bis 1/16.000s bereitstehen.

Die Belichtung kann über die Belichtungskorrektur von +-3EV angepasst werden, was im laufenden Video allerdings zu unüberhörbaren Geräuschen führt, wenn man mit dem kamerainternen Stereomikrofon aufzeichnet. Speichern lässt sich die Belichtung via Tastendruck auf den AF/AE-Lock-Button bei laufendem Video. Geräuschlose Anpassungen sind am Monitor über Softbuttons möglich, wo man via Touchscreen - je nach vorgewähltem Belichtungsmodus - Zeit, Blende und ISO-Wert wechseln kann. Blendenänderungen erzeugen im Video aber erkennbare Helligkeitssprünge, während ISO-Änderungen in unserem Test allerdings nur bei Aufhellungen keine erkennbaren Sprünge nach sich ziehen. Anpassbar per Softbutton ist auch im laufenden Video der Mikrofon-Pegel, wobei lediglich 4 Stufen aufrufbar sind.

Pumpeffekte beim Video-Autofokus

Der Autofokus wird im Video kontinuierlich nachgeführt, selbst wenn der Umschalter sich im Modus AF-S und nicht auf AF-C befindet. Bedarfsweise kann der Fokuspunkt auch per Fingertouch komfortabel gesetzt werden. Dabei geht der nachgeführte Fokus generell dezent vor allerdings konnten stellenweise mehr oder weniger auffällige Pumpeffekte ausmachen zumindest am Lumix 25mm/1,4, während ein Lumix 14-140mm/3,5 - 5,6 hier weniger auffällig war. Anwendbar ist der Autofokus im laufenden Video auch mit einer Gesichts- und Augenerkennung, wobei die Nachführgeschwindigkeit in UHD herabgesetzt wird. Aber selbst in Full HD wird man so kaum Schrittbewegungen ausreichend schnell nachführen können, zumindest wenn man sich im Nahbereich der GX8 befindet. Wir nutzen die Gesichtserkennung aber gerne auch, wenn für Videokommentare ruhig vor der Kamera stehen, um den Fokus selbständig einstellen zu lassen. Das gelingt meist recht gut, wenngleich man auch so nie gänzlich vor leichten Pumpeffekten gefeit ist.

Das Thema Autofokus ist im Video nach wie vor ein Sorgenkind und nach unserem Überblick noch am effektivsten mit der Dual Pixel-Technologie an einigen Canon DSLR (70D, 7D II) gelöst, wenngleich man auch hier mit Nebenwirkungen wie Fokusschwankungen kämpfen muss und UHD-Videoqualität wird bei Canon kombiniert mit der Dual Pixel-Technologie nicht geboten.

Kamerafahrten werden am 14-140'er überzeugend stabilisiert

Kamerafahrten werden auch durch den kamerainternen Stabilisator beruhigt, soweit man Lumix G-Objektive mit entsprechendem Firmwareupdate ansetzt. Allerdings hat unser Test nicht an allen Objektiven überzeugende Ergebnisse gebracht. Am besten gelang die Stabilisierung noch am Lumix 14-140mm/3,5-5,6, während ein 12-35mm/2,8 praktisch keine Ruckler bzw. Schrittbewegungen auszugleichen scheint (siehe Demovideo Stabilisator im Video).

Video per Smartgeräte-Steuerung

Bedauerlicherweise wird an der Lumix GX8 per HDMI-Out im laufenden Video kein Livebild ausgegeben. Man kann sich aber der internen Wifi-Funktion bedienen und am Smartgerät über die Panasonic Image App das Videolivebild anzeigen lassen. Dabei ist in unserem Test die Livebildverzögerung relativ gering, wenn man sich nicht allzuweit mit dem Smartgerät von der Kamera entfernt. Stark dabei auch, dass man sich via Bildwiedergabefunktion selbst ein UHD-Video am Smartgerät via Streaming incl. Tonausgabe anzeigen lassen kann, was an anderen 4k-fähigen Systemkameras meist scheitert (z.B. der Samsung NX1).

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Wifi-Funktionen


Wie viele aktuelle Lumix-Modelle bietet auch die GX8 kamerainterne Wifi-Funktionen. Dabei können Bilder drahtlos an einem Fernsehgerät dargestellt, an einem Drucker ausgegeben oder auch Bilder an einen PC kabellos übertragen werden. Außerdem lässt sich die GX8 per kostenloser Panasonic Image App an Android und iOS-Smartgeräten drahtlos steuern.

Die App bietet ein Livebild und Parametereingriffe z.B. für Zeit-, ISO und Blendenwerte. Es wird auch ein Touch-AF sowie manuelle Fokussierung per Schaltflächen geboten. Fokuspeaking wird angezeigt und lässt sich stufenweise ein- bzw. abschalten. Zugriffe auf Optionen wie Bildqualität, Bildstile aber auch den Serienbildmodus sind vorhanden. Man kann auch den Videomodus starten und stoppen und während der Videoaufzeichnung das Livebild betrachten. Insgesamt kann man die Panasonic Image App zu den am besten ausgebauten herstellereigenen Apps zählen, die bei spiegellosen Systemkameras derzeit verfügbar sind. Erfreulicherweise ist auch eine Lupenfunktion in der App verfügbar, was derzeit z.B. für Olympus und Samsung nicht gilt!

Nachteilig ist derzeit allerdings die Darstellung an Android Tablets, wo der Bereich für das Livebild relativ klein dargestellt wird (an 9,7'' Android-Tablets nur 5,7'' für das Livebild). An iPad 9,7'' (z.B. iPad Air) wird immerhin eine Fläche von 7'' für das Livebild eingenommen. Verbesserungspotenzial sehen wir in einer etwas direkteren Wertesteuerung bzw. Panasonic sollte auch eine direkte Bildrückschau implementieren.

Nachfolgend demonstrieren wir die App-Steuerung in einem Video:

 

Video als HD-Version für Mitglieder

 

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> Test Teil 3 (Fazit / Wertung / Rangliste)


Dieser Report wurde am Freitag, 30. Oktober 2015 erstellt und zuletzt am Freitag, 06. November 2015 bearbeitet.


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