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hochaufgelöste Panoramen mit dem Motorkopf (Clauss Pixplorer)

hochaufgelöste Panoramen mit dem Motorkopf (Clauss Pixplorer)

Aufrufe: 14.129

7 von 10 Lesern fanden diesen Report hilfreich.

Entscheiden Sie selbst:

hochaufgelöste Panoramen mit dem Motorkopf

Extrem aufgelöste Panoramen lassen sich am komfortabelsten mit einem motorisierten Panoramakopf umsetzen. Wir haben einen Motorkopf von Clauss (Pixplorer) ausprobiert und zeigen in der Praxis, wie solche Panoramen entstehen und ob sich der Kopf bewährt hat.

Unten finden neben den Panoramen auch ein ausführliches Making-Of-Video!

hoch aufgelöste Panoramen - Making-Of-Video - Praxis-Bericht - Einstell-Tipps - Links - Leserkommentare


hochaufgelöste Panoramen


 

 

Video (Dauer: ca. 41min)



 

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Praxis-Bericht und Einstell-Tipps zum Clauss Pixplorer



Was der Clauss Rodeon Pixplorer bietet

Kurz nachdem uns die Firma Clauss den Pixplorer für einen zweiwöchigen Test angekündigt hat, steht auch schon der Karton vor meinem Schreibtisch. Enthalten ist neben dem 2,2 KG schweren Motorkopf noch ein Fernauslöse-Kabel (separat zu erwerben) sowie eine Kamera-Platte nebst Netzgerät. Auch eine mehrsprachige Bedienungsanleitung liegt bei.

Da ich bereits einige Erfahrungen mit Motorköpfen habe (z.B. efilming PS 30B, Seitz Roundshot VR-Drive), sehe ich mir nur schnell an, wie sich der Kopf starten lässt. Dafür ist ein Tastendruck auf die OK-Taste und innerhalb von wenigen Augenblicken die rechte Pfeiltaste zu drücken. Klingt etwas kompliziert ist aber als Transportsicherung durchaus sinnvoll. Und dann wird noch die Brennweite hinterlegt und schon macht  der Pixplorer, was ich erwarte: mit meinem Fischauge Canon 8-15mm an der Vollformat-Kamera ein Kugelpanorama. Dabei errechnet er selbständig die nötigen Abschnitte und vollzieht in zwei Reihen mit jeweils 6 Abschnitten ein nahtloses Panorama. Zusätzlich schaut er auch noch mit einem Blick in den Zenit und auf den Boden, was ich generell bevorzuge, auch um verschiedene Panoramen einfach auf einen Blick später schnell voneinander unterscheiden zu können. Dabei kann man auch beliebige andere Brennweiten hinterlegen und der Kopf ermittelt dann automatisch die nötigen Abschnitte (mit einer Mindestüberlappung von 10%).

Ich komme ins Schwitzen, da der Kopf zu früh weiterdreht

Dann teste ich den Kopf bei Lowlight und gerate etwas ins Schwitzen. Der Kopf dreht nämlich schon weiter, bevor die Langzeitbelichtung beendet ist. Zwar können drei Zeiten im Menü "Cams/Lens" hinterlegt werden, aber die Vorlaufzeit oder Erholzeit hat keine Auswirkung auf die Pausenzeit der Drehbewegung. Ein Anruf bei Clauss klärt mich auf, dass die mittlere Zeit (Auslösezeit) entsprechend lang zu hinterlegen ist, da nur hier der Kopf pausiert. Erst jetzt gelingen mir längere Belichtungszeiten, ohne dass ich in die Unschärfe-Falle gerate. Erwartet hätte ich allerdings, dass auch die übrigen Zeiten zu einer Drehpause führen würden.

hohe Dynamik mit der Sony A7

Ich wähle für die Panoramen eine Sony A7 II und nutze dabei u.a. ein Fischauge aber für Gigapixel-Panoramen auch Teleobjektive von Canon. Montiert werden sie über einen Automatik-Adapter. Der Vorteil ist die hohe Dynamik des Sony-Sensors, so dass ich vielfach um eine Reihenbelichtung und HDR-Verrechnung herum komme. Aber man kann natürlich auch andere Kameras einsetzen und bedarfsweise auf eine Reihenbelichtung ausweichen. Mehr dazu siehe unten.

Batteriegriffe sind nicht vorgesehen

Die Kameramontage ist schmaleren Gehäuse vorbehalten, da der Kopf nur über einen feststehenden Armwinkel verfügt. Über die Halterung für die Kamera ist allerdings eine Schraube mit einem längeren Hubweg verfügbar, so dass der Kamerabody über einen Verstellweg von 30mm mehr oder weniger weit in die Mitte - in die Drehachse - gebracht werden kann um so den Nodalpunkt (bzw. least parallax point) zu erreichen. Das gelingt z.B. mit einer Sony A7 oder eine Canon DSLR wie einer EOS 5Ds/R oder 5D III etc.. Kameras mit Batteriegriff oder mit eingebautem Hochformatauslöser sind so am Vertikalarm aber schon zu hoch gebaut. Hier kann man sich nur helfen, wenn man ein Objektiv mit Stativschelle nutzt. Zwar ist dann trotzdem kein Nodalpunkt erreichbar, da die Objektivschelle noch immer zu hoch gebaut ist aber im Telebereich ist der Nodalpunkt wegen idR weiter Motiventfernung nicht weiter relevant.

Der Pixplorer bietet ein eigenes Schnellverschluss-System

Montiert wird die Kamera über ein von Dr. Clauss eigens entwickeltes Schnellverschluss-System. Dafür wird die im Lieferumfang enthaltene Kameraplatte unter die Kamera per Schraube fixiert und seitlich in die Halterung am Vertikalarm geschoben. Dann rastet sie ein. In der Praxis ist das etwas filigran gelöst, da man die Kamera nicht einfach von oben einrasten kann sondern seitlich innerhalb recht enger Grenzen einschieben muss. Mir wäre ein arca-swiss-kompatibles Schnellwechselsystem lieber aber eine Nachrüstung gelingt wegen zu geringen Hubwegs leider nicht, um dann noch in den Nodalpunkt zu kommen. Trotzdem wirkt das Schnellverschluss-System äußerst solide und rastet auch satt und sicher ein.

In der Tiefe ist die Kamera am Vertikalarm über einen Einstellweg von 13,3cm fixierbar. Der Einstellweg reicht für die allermeisten Objektive (siehe unsere Referenz mit der für die Objektiven jeweils nötigen Vertikalarmlänge). Dabei wir sie von zwei Kontermuttern von beiden Seiten fixiert. So kann sie sich nicht mehr verschieben, selbst wenn sie kräftiger bedient oder gar am Arm montiert transportiert wird. Steht ein Objektivwechsel an, dann ist die Verstellung allerdings etwas aufwändiger. Millimeter-Skalen helfen, um sich verschiedene Entfernungen vorzumerken.

Beim Einsatz eines Canon 70-200mm/4,0L IS USM ohne Stativschelle sackt unsere Kamera allerdings wegen Kopflastigkeit allerdings allmählich nach. Gegen das Problem bietet Clauss jedoch eine zusätzliche Auflageplatte mit Pinsicherung, die für Canon und Nikon DSLR als Verdrehschutz verfügbar ist. Leider wird der Käufer hier ordentlich zur Kasse gebeten.

Hochformat-Montage

Der Kopf bietet nur die Hochformat-Montage, die sich allerdings bei Panoramen deswegen durchgesetzt hat, weil so mehr Anschluss-Strukturen in den Motiven zu finden sind. Im Horizontalformat erfasst man sonst mit einer Reihe oft nur zeichnungslosen Himmel, mit dem die Stitching-Programme dann schwer klarkommen. Außerdem werden so eher bildunwichtigere Bereiche in abbildungsschwächere Regionen der Objektive verfrachtet. Eine horizontal ausgerichtete Montage wäre allerdings nützlich, wenn man z.B: Zeitraffer-Aufnahmen mit Schwenk durchführen möchte. Dafür könnte man sich behelfen, wenn der gesamte Kopf z.B. über einen Kugelkopf am Stativ abgeneigt wird. Ob hier die Stabilität noch ausreichend ist, kommt dann auf den jeweiligen Stativkopf an. An Teleobjektiven steht ansonsten auch oft eine Stativschelle bereit, über die man die Kamera wieder mit einem Dreh horizontal ausrichten kann.

In nur 24 Sekunden durchfährt der Pixplorer die Kugel

Ein zweireihiges Kugelpanorama kann der Pixplorer innerhalb von 24 Sekunden vollständig durchfahren. Dafür kann man ihn in einen Quick-Modus versetzen, bei dem er ohne Pause die Bewegungen durchführt. Auch ein Spiralmodus ist abrufbar. Um solch High-Speed Panoramen zu nutzen, muss die Belichtungszeit entsprechend kurz in der Kamera hinterlegt sein. Nutzt man Teleobjektive, ist allerdings mit Motivverzerrungen wegen des Rolling Shutter-Effekts zu rechnen.

Extrem kleine 0,015 Grad-Schritte

Die Verstellschritte sind extrem klein und können mit bis zu 0,015 Grad hinterlegt werden. Dabei wird der Motor allerdings deutlich lauter und hört sich etwas kratzig an. In geräuschkritischen Location kann das schon störend wirken. Interessant sind solch kleine Schritte vor allem bei Zeitraffern, wenn man bereit ist, sie im Hochformat durchzuführen oder den beschriebenen Umweg mit einem abgeneigten Kugelkopf gehen will. Im Normalbetrieb mit größeren Abschnitten ist der Pixplorer zwar hörbar aber nicht ungewöhnlich laut sondern surrt solide aber nicht besonders auffällig vor sich hin.

Wetterschutz und komfortabler Transport

Insgesamt gefällt uns der Pixplorer ausgezeichnet, da er schön robust wirkt und dank IP54-Schutzklasse auch gegen Staub und Spritzwasser geschützt ist. Einen kurzen Regenschauer während eines Gigapixel-Panoramas übersteht er bei meinem Test klaglos. Der große Vorteil der weitgehend integrierten Bauform ist seine Stabilität. Ausschwingzeiten von mit von uns gemessenen 2,4 Sekunden sind deutlich kürzer als etwa am höher aufgebauten Seitz Roundshot VR Drive (Full Version), der mit 3,6 Sekunden schon spürbar länger ausschwingt und so Verwacklungsunschärfen eher drohen oder die Pausenzeiten (falls es nicht zu windig ist) ausgedehnt werden müssen. Auch der Transport gelingt uns mit dem Pixplorer mit montierter Kamera noch in einem mittleren Fotorucksack, zumindest mit montiertem Fischauge. So ist der Kopf mit einem Handgriff auf einem Stativ aufgesetzt und rasend schnell im einsatzbereit.

Bedienung über 4 Tasten auch mit Handschuhen

Die Bedienung gelingt weitgehend intuitiv. Dafür nutzt man vier Pfeiltasten sowie eine Set-Taste in der Mitte. Um einen Parameter wie z.B. eine Pausenzeit anzuwählen, fährt man via Pfeiltaste das entsprechende Icon an und muss noch die Set-Taste drücken. Jetzt kann er verändert werden. Soll die nächste Menüseite angesteuert werden, muss sich der Cursor allerdings unsichtbar in der Überschrift befinden. Vorteil der Pfeiltasten ist eine Bedienmöglichkeit auch mit Handschuhen. Allerdings wippt das Tastenfeld insgesamt und ist etwas schwergängig. Auch könnten die Parameter etwas schneller ansprechen, da wir noch mit einer kleinen Verzögerung von rund 0,25 Sek. etwas ausgebremst werden. Das Statusdisplay ist zwar bei Tageslicht auch setlich sehr gut ablesbar aber bei nächtlichen Panoramen kann es sein Licht in die Umgebung abstrahlen. Hier wäre eine Dimm-Möglichkeit in den Einstelloptionen hilfreich gewesen aber sie fehlt.

Speicherbar sind insgesamt 10 Presets, bei denen die Einstellungen jeweils zusammengefasst auf der ersten Menüseite angezeigt werden.

Reihenbelichtung können hinterlegt werden

Wer Reihenbelichtungen durchführen möchte, kann dafür entsprechende Vorgaben im Pixplorer hinterlegen. Hier können 3, 5 bzw. 7 Belichtungen mit einem Spreizabstand von 1/3 bis 2 EV eingestellt werden. Dabei löst der Pixplorer die Kamera auch entsprechend oft aus und berücksichtigt die Zeiten vor dem nächsten Auslöseimpuls. Aber eine direkte Steuerung der Kamera z.B. via USB-Schnittstelle ist so nicht möglich. D.h. man muss auch in der Kamera eine entsprechende Reihenbelichtung hinterlegen. Da aber die Bewegungs-Pausenzeiten nicht direkt einstellbar sind ist es für uns viel leichter, lediglich die Gesamtzeit im Kopf zu hinterlegen und nur an der Kamera die Reihenbelichtung zu aktivieren. An der Sony wird sie dann durch den simulierten, langen Auslöserdruck vollständig abgearbeitet. Bei Canon DSLR nutzen wir an der Kamera den zweisekündigen Selbstauslöser-Modus, der dann auch die gesamte Reihenbelichtung selbständig durchführt (ansonsten wird ein langer Tastendruck nach der Erstauslösung ignoriert). Die besten Einstellungen haben wir unten in den Einstell-Tipps zusammengefasst.

Robust und stabil

Insgesamt ist der Pixplorer robust und stabil, bietet viel Komfort auch durch seine hinterlegten Programme, die nach Eingabe der auf KB-bezogenen Brennweite die nötigen Abschnitte automatisch berechnen können aber auch Anwendereingriffe zulassen. Für Gigapixel kann man auch einfach einen Abschnitt durchfahren und die Grenzen oben links und unten rechts definieren und den Kopf anschließend automatisch arbeiten lassen. Die ununterbrochene Betriebszeit gibt Dr. Clauss mit 6 Stunden an, dann wird er mit dem im Lieferumfang enthaltenen Netzgerät wieder aufgeladen (ca. 4 Stunden). Wer noch längere Sessions durchführen möchte, kann auch auf ein optionales Netzgerät für den Dauerbetrieb zurückgreifen. Der Fernbetrieb ist mit einem optionalen IR-Fernauslöser möglich, wobei wir Outdoor relativ dicht an den Kopf müssen (ca. 1m), während er in Innenräumen auch größere Distanzen (ca. 3 - 5m) noch registriert. Der Fernauslöserbetrieb simuliert dabei dieselbe Bedienung wie direkt am Kopf.

Fazit

Alles in allem ist der Pixplorer derzeit konkurrenzlos. Dabei besticht er durch noch kompakte Abmessungen und eine sehr gute Stabilität sowie Transportabilität. Man muss sich allerdings - mit Ausnahme eines Rückdrehs an Objektivschellen - regelmäßig auf die Hochformat-Montage beschränken und Kameras mit Hochformatauslöser lassen sich praktisch nicht in den Nodalpunkt bringen. Diese Einschränkungen haben aber den großen Vorteil einer sehr schnellen Einsatzbereitschaft und Stablität. Wie so oft kann eine bessere Mobilität und Übersichtlichkeit in der Praxis den entscheidenden Vorteil bieten. Bei längeren Belichtungszeiten hätte die Bedienungsanleitung allerdings noch Tipps geben dürfen, um Verschwenkunschärfen sicher zu vermeiden. Hier mussten wir doch etwas genauer recherchieren und verweisen diesbezüglich auf unten stehende Einstell-Tipps.

Günstigere Angebote bieten entweder nur eine motorisierte Achse (z.B. efilming PS 30B), lassen keine Hochformatmontage zu bzw. wirken weniger robust (Gigapan Epic) oder sind nochmals teurer und wegen höheren Aufbaus weniger verwacklungsstabil (Seitz Roundshot VR Drive). Letzterer ist auch nochmals teurer (mit Softwareoptionen bis ca. 4.000 EUR), kann dafür aber auch flexibel z.B. als Drehteller umgebaut werden bzw. verfügt über ein noch komfortableres Touchdisplay und lässt auch Montagen mit Hochformatauslöser zu. Dafür ist er aber weniger schnell einsatzbereit und beansprucht beim Aufbau etwas mehr Aufmerksamkeit, da der Motor für den Vertikalkopf noch mit einem separatem Verbindungskabel verknüpft werden muss. Apropos: der Pixplorer bietet optionale Anschlusskabel für Canon, Nikon und Sony. Die sind teils etwas lang und können z.B. bei Kugelpanoramen vor das Objektiv geraten. Wir haben da alternative Spiralkabel genutzt!

Trotz vieler positiver Aspekte sind - neben den genannten - aber auch weitere Kritikpunkte zu finden. Hierzu zählt die nicht ganz stabile Montierung durch die Schnellwechselplatte, wo ein langsames Abneigen besonders bei längeren Telebrennweiten auftreten kann. Typisch sind auch nicht sauber ausgerichtete Erstentwicklungen im Stitching-Programm (idR mit Autopano Giga getestet), wo wir die Horizontallinie regelmäßig noch begradigen müssen. Und in sehr beengten Platzverhältnissen kann der an sich schon recht kompakte Kopf dennoch zu auslandend sein. Kühlschrank-Innenpanoramen sind kaum möglich. Genauso Panoramen von Pilzunterkappen-Perspektiven. Aber das sind Anwendungsbereiche, wo man oft improvisieren muss bzw. auf einen Erdnagel ausweichen sollte.

Letztlich bestimmt auch die längste Belichtungszeit am Pixplorer die Zeit für alle Einzelabschnitte (zuzüglich Drehung). Da wir zunehmend mit dynamischen Belichtungszeiten Panoramen aufnehmen und ggf. eine Helligkeits-Angleichung im RAW-Konverter durchführen, können so teils sehr lange Gesamtzeiten zusammenkommen, die an einem manuellen Kopf - z.B. einem Traumflieger Intellishoot Mark 2 - händisch geschwenkt abgekürzt werden können.

Den Clauss Rodeon Pixplorer im Traumflieger-Shop kaufen

 

Einstell-Tipps zum Pixplorer


Menü CAM / LENS          
           
1. Vorauslösedauer = lt. Beschreibung vergleichbar mit halben Tastendruck auf den Kameraauslöser       
Beim Test gleiche Wirkung wie 3. (Löst am Ende unmittelbar vor der nächsten Armbewegung aus mit Unschärfen bei längeren Belichtungszeiten)       
           
2. Auslösedauer = permanter Auslöse-Druck. Drehung ist für die Dauer unterbrochen       
Zeit hinterlegen, die der längsten Belichtungsdauer bei einem Abschnitt entspricht (z.B. bei wenig Licht 30 Sek.)       
Problem: bei gezielten Langzeitbelichtungen        
                      
3. Erholzeit = Zeit zwischen zwei Aufnahmen, innerhalb derer z.B. die Kamera Daten auf die Speicherkarte sichern kann
Min. Drehzeit des Kopfes hinterlegen (2 Sek.)       
Kamera löst am Ende der Erholzeit aus (also unmittelbar vor der Weiterdrehung, Problem: wenn die Belichtungszeit länger dauert, fängt die Drehung   bereits an)       
           
           
Einstelltipps:           
           
    bei Tageslicht       
    2. auf 2 Sek. (zwingt Arm für 2 Sek. zur Ruhe)       
    3. auf mind. 3 Sek. (gibt dem Arm Zeit zum Verstellen plus etwas Pufferzeit)       
           
    bei wenig Licht (Belichtung >1 Sek.)       
    2. längste Belichtungzeit für den Abschnitt plus 2 Sek. Puffer nach der Aufnahme (damit nicht noch in der Aufnahmezeit schon gedreht wird)       
    3. auf mind. 3 Sek. (gibt dem Arm Zeit zum Verstellen plus etwas Pufferzeit)       
           
    Beispiel: längste Belichtungszeit : 5 Sek.  2. = 7 Sek. / 3. = 3 Sek.       
           
    im bulb-Modus       
    2. auf gewünschte Langzeitbelichtung einstellen       
    3. auf mind. 3 Sek. (gibt dem Arm Zeit zum Verstellen plus etwas Pufferzeit)       
                       
    bei automatischen Reihenbelichtungen (AEB)       
    Bei Kameramodellen, die via Dauerdruck Reihenbelichtung abarbeiten (z.B. Sony)       
    2. Summe der Reihenbelichtungszeiten plus mind. 2 Sek.       
    3. mind. 3 Sek.       
    Hinweis: wegen Dauerdruck bei 2. sind andere Reihenbelichtungseinstellungen irrelevant!       
           
    Bei Kameramodellen, die via zweisekündigem Selbstauslösermodus AEB triggern (z.B. Canon DSLR)       
     - Kamera in zweisek. Selbstauslösermodus bringen       
    2. Summe der Reihenbelichtungszeiten plus mind. 4 Sek.       
    3. mind. 3 Sek.       
 

Weitere Tipps und die Einstell-Menüs zum Pixplorer finden Traumflieger-Mitglieder hier in unserem exklusiven Video-Report (Dauer ca. 16min)

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Hier finden Sie mehr Infos zu motorisierten Panorama-Köpfen!

 



 

Links zum Video-Report


 


Dieser Report wurde am Sonntag, 13. März 2016 erstellt und zuletzt am Samstag, 19. März 2016 bearbeitet.

Leserkommentare:


Autor: Stefan_tf 14.03.2016 - 13:18:31
@Brachmane: der Pixplorer ist schon auf Panoramafotografie spezialisiert und da ist das Hochformat wichtiger. Wie beschrieben kann man das Querformat über einen abgeneigten Stativkopf oder an einer Stativschelle erreichen aber so ganz elegant ist das nicht unbedingt, zumindest wenn man Weitwinkel-Zeitraffer mit Schwenk im Nodalpunkt durchführen will. Der Emotimo scheint mir auf Zeitraffer spezialisiert zu sein, wird nochmal teurer sein (ich schätze um 2.300 - 2.400 Euro) und präferiert das Querformat - will dazu einen Joystick angeschlossen haben. Ich würde keinen Joystick nutzen wollen unterwegs. Für Panorama-Fotografen ist das sicherlich nicht ideal sondern eher für schienenbasierte Zeitraffer-Anwender. Damit ist er ein Spezialist für Zeitraffer und weniger für Panorama-Fotografen, zumindest was ich jetzt auf die Schnelle gesehen habe.

VG Stefan_tf

2 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich. Entscheiden Sie selbst:

Autor: Brachmane 13.03.2016 - 22:38:58
Bewertung des Reports: 5 von 5 Sternen!
Ausschließlich Hochformat ist eine glatte Sechs.
Für Zeitraffer also kaum zu gebrauchen.
Wer denkt sich bloß so etwas aus?
Es kommt ja demnächst der Vierwegemotorkopf Emotimo Spectrum raus.
Der scheint mir deutlich interessanter zu sein.

1 von 3 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich. Entscheiden Sie selbst:

Autor: Matthias 13.03.2016 - 19:00:40
Bewertung des Reports: 4 von 5 Sternen!
ihr hättet lieber die giga pan EPIC reihe testen sollen. die ist eher erschwinglich für die meisten denke ich.

trotzdem guter artikel.

3 von 4 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich. Entscheiden Sie selbst:

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