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Mikroskopobjektive adaptieren - Teil 1 mit Telebrennweiten

Mikroskopobjektive adaptieren - Teil 1 mit Telebrennweiten

Aufrufe: 3.818

13 von 13 Lesern fanden diesen Report hilfreich.

Entscheiden Sie selbst:

An einer Telebrennweite lassen sich mit dem richtigen Adapter Mikroskopobjektive nutzen, um sehr hohe Abbildungsmaßstäbe zu erreichen. Auch kamerainternes Fokus Bracketing ist möglich!

 

Um Mikroskopobjektive an einer Digitalkamera zu adaptieren gibt es zwei grundlegende Vorgehensweisen. Sie können das Mikroskopobjektiv mit einem Tubus befestigen. Darauf gehen wir in einem zweiten Teil ein. Oder Sie können es direkt und möglichst dicht vor ein Teleobjektiv setzen. Dazu benötigen Sie einen passenden Adapter. Das Teleobjektiv funktioniert dann ggf. als Tubuslinse und erzeugt eine Bildebene. Auf diese Weise lassen sich auch draußen und mit relativ wenig Aufwand Mikroskopobjektive nutzen, um größere Abbildungsmaßstäbe zu erzielen. Welche Vorteile und Schwierigkeiten das mit sich bringt, darauf gehen wir hier näher ein.

Für die Montage benötigen Sie prinzipiell einen Adapter, der außen dem Filtergewinde des Teleobjektives entspricht und innen dem Gewinde des Mikroskopobjektives. In vielen Fällen ist das ein sogenanntes RMS Gewinde - das steht für Royal Microsopical Society, die Organisation die den RMS Standard definiert hat. Da es aber sehr viele Varianten von Filterdurchmessern gibt, haben wir uns entschieden, einen Adapter herstellen zu lassen, der in die praktische Raynox Snapfassung eingedreht werden kann. Jetzt können Kameraobjaktive mit einem Filderduchmesser von 52-67mm mit einem einzigen Adapter genutzt werden. Besitzer einer Raynox Linse können diese bei ihrer Makrotour einfach durch ein Mikroskopobjektiv ersetzen, wenn einmal noch größere Abbildungsmaßstäbe gefragt sind.

 

 

Montieren einfach gemacht!

Die Monatge in der Snapfassung ist komfortabel, und bei vielen Teleobjektiven geht das auch ohne weiteren Adapter oder Filterring. Aber auch eine Montage durch Eindrehen in ein Filtergewinde mit 43mm Durchmesser ist weiterhin möglich, wenn Sie diese Art der Montage bislang für Ihre Raynox Nahlinse bevorzugt haben. Das ist bei kritischen Bedingungen vorteilhaft, wo sehr wenig Platz vorhanden ist und der Snap-Mechanismus ggf. schon an Hindernisse anstoßen würde. Dennoch ist die Nutzung der Snapfassung schlicht komfortabel und sehr flexibel, auch wenn Sie ein wenig Acht geben sollten, dass die Linse mittig vor dem Objektiv sitzt. Wollen Sie dennoch die Raynox-Nahlinse direkt ins Objektivgewinde eindrehen, dann sollten Sie bei der DCR 150 / 250 sicherstellen, dass ein 43mm-Anschlussgewinde vorhanden oder hergestellt wird. Das kann über Step-Up- bzw Step-Down-Anpassungsringe erfolgen. Bei kleinen Teleobjektiven für Micro-Four-Thirds kommt beispielsweise häufig ein 46mm Gewinde vor, hier kann man gut mit einem Step Down Ring von 46mm auf 43mm arbeiten, sowohl für die Raynox als auch für das Mikroskopobjektiv mit unserem Adapter. Großere Gewindedurchmesser lassen sich mit einem Step-Down-Anpassungsring rudzieren. Die sind auch praktisch, um ggf. den für den Snap-Mechanismus erforderlichen Durchmesser von 52 - 67mm zu erreichen.

 

In diesem Beispiel sitzt die Snapfassung an dem Panasonic Lumix Vario 4.0-5.6 45-175mm, das allerdings über ein 46mm Filtergewinde verfügt und sich damit eigentlich nicht für die Snapfassung eignet. Hier kommt jetzt noch ein Step-Up Anpassungsring von 46mm auf 52mm zum Einsatz.

 

Hier wurde das Mikroskopobjektiv samt Adapter angeschraubt. An dem Panasonic 45-175mm haben wir grundsätzlich ein Step Down Ring von 46mm auf 43mm angesetzt, die Olaf hauptsächlich mit direkt frontal eingeschraubten Raynox Nahlinsen DCR 150 bzw. DCR 250 als umfunktioniertes Makroobjektiv (dank Nahlinsen) nutzt. Zahlreiche Bilder in der Traumflieger Makrowelt sind so entstanden.

Welche Objektive und Kameras eignen sich?

Das ergibt sich im Prinzip aus der Brennweite und der Sensorgröße. Da ein kleiner Sensor die Brennweite in Relation zum Vollformatsensor verlängert, ist er ggf von Vorteil. Grundsätzlich sind Teleobjektive und Makroobjektive längerer Brennweite möglich. Nicht sehr hilfreich ist ein zu lichtstarkes Teleobjektiv mit einem großen Frontlinsendurchmesser, denn hier kommt es leichter zu einer Vignette. Und genau um die zu vermeiden, werden Telebrennweiten eingesetzt. Als Richtwert kann angenommen werden, dass Brennweiten ab 200mm gut geeignet sind. Auch Bridgekameras mit starken Zoomobjektiven können sehr gut nutzbar sein, wir haben zum Beispiel gute Erfahrungen mit der Lumix FZ 1000 Mark II gemacht, die in Tele-Endstellung 400mm (KB) anliefert und hier nur minimale Vigenettierungen auftreten, die nach Verrechnung mit Standardeinstellungen z.B. unter Helicon Focus jedoch nicht mehr relevant sind.

Hohe Abbildungsmaßstäbe und Fokus Bracketing!

Der große Vorteil dieser Methode ist die Nutzbarkeit von kamerainternem Fokus Bracketing (automatische Schärfenreihe). Und das bei Abbildungsmaßstäben, die sonst nur mit manuellen Lupenobjektiven erzielt werden. Letzteren fehlt eben dieser Fokusmotor, weshalb die Kamera kein Fokus Bracketing durchführen kann. Insofern ist diese Lösung eine Alternative zum motorisierten Makroschlitten. Allerdings mit einer Grenze, denn die mögliche fokussierbare Strecke wird wenige Millimeter klein. An einer Lumix FZ1000 II können wir aber immerhin mit dem 4x Mikroskopobjektiv bei in den Optionen für Fokus-Bracketing hinterlegter Schrittweite 4 noch immer 487 Aufnahmen bei der Schärfenreihe durchführen, wenn der Fokus ganz an den Startpunkt gestellt wird..

Kameraeinstellungen

Bei der Verwendung von Mikoskopobjektiven an Teleobjektiven empfiehlt es sich,  regelmäßig die Offenblende zu nutzen (kleinstmöglich Blendenzahl). Das lässt sich am besten im Programm A bzw. AV kontrollieren, wobei zusätzlich am besten noch ein regelmäßig niedriger ISO-Wert und als Bildqualität JPEG empfehlenswert ist. Bei manchen Kameras mit Fokus-Bracketing wie etwa Olympus oder Panasonic kann in den manuellen Fokus-Betrieb gewechselt werden was ein Setzen der vordersten Fokusebene spürbar erleichtert. Bei Nikon und Canon muss das Objektiv bzw. die Kameraeinstellung auf AF stehen. Bewährt hat es sich, in den Fokus-Bracketing-Optionen eine Schrittweite von 4 und eine möglichst hohe Bildanzahl zu hinterlegen. Die tatsächlich durchgeführte Obergrenze ist aber vom jeweiligen Fokusweg abhängig, der je nach genutzter Kombination unterschiedlich ausfallen kann. Mehr als 487 Schritte haben wir jedoch bislang an keiner Kombination von Teleobjektiv/ bzw längerem Makroobjektiv und 4x Mikroskop-Objektiv erreicht. Generell würde es etwas zu weit führen, hier alle Kameraeinstellungen und Konfigurationen darzulegen, daher verweisen wir auf unser Buch "Fokus-Stacking - Makrofotografie für Einsteiger und Profis".

Beachten Sie aber, dass gute Lichtverhältnisse vorliegen sollten, da die Kombination recht viel Licht schluckt. Wir nutzen daher gerne auch eine Ringleuchte wie z.B. eine Dörr DRL 232 oder nutzen ein Nanguang Kofferstudio Daheim. Das Mikroskopobjektiv hat eine Blende fest integriert bzw. verfügt über eine sogenannte Apertur. Die Blende hat keinen bzw. einen untergeordneten Einfluss auf die Schärfentiefe, allerdings sind Sie eingeladen, hier ggf. etwas zu experimentieren, soweit Ihnen genügend Licht bereit steht. Wir haben jedoch erste Ergebnisse erzielt, wo sie keinen Einfluss auf die Belichtungszeit hatte, was dann dazu führte, dass die Kamera den automatischen Belichtungsabgleich nicht mehr richtig durchführt hat. Generell empfiehlen wir daher die Offenblende bei Kombination von Objektiv mit dem Mikroskopobjektiv.

Verrechnung

Wir verrechnen später das Bildmaterial mit einem Fokus-Stacking-Programm zu einem Bild mit erhöhter Schärfentiefe und nutzen dafür bevorzugt Helicon Focus Pro wegen der hohen Verarbeitungsgeschwindigkeit, Flexibilität und dem generellen Komfort. Aber es gibt auch andere Lösungen wie z.B. Photoshop, Zerene Stacker oder Affinity Photo. Hier gibt es einige Tipps und Dinge, um den Workflow zu optimieren bzw. um auch ggf. auftretende Probleme zu minimieren. Auch hier möchten wir auf das umfangreiche, reich illustrierte Buch "Fokus-Stacking - Makrofotografie für Einsteiger und Profis" verweisen.

 

Praxistauglichkeit und Empfehlungen

In freier Wildbahn wird man mit einem 4x Plan Achromat noch viel erreichen können. Schleimpilze, Pilze, Tropfen, winzige, sich ruhig verhaltende Insekten oder einfach auch nur Detailansichten eines größeren Motives lauern auf ihre Entdeckung. Darüber hinaus ist eine Verwendung bis 10x Mikroskopobjektiven nach unserer Erfahrung draußen möglich, aber auch mit einiger Anstrengung verbunden! Richtig viel Freude kommt aber mit einem 4x Objektiv auf! Im heimischen Fotolabor kann man natürlich auch andere Vergrößerungen realisieren, hier bietet sich dann ggf. auch die Arbeit mit Motorschlitten und Tubus an.

Einordnung der realisierten Vergrößerung an einem präparierten Prachtkäfer:

 

 

 

 


Dieser Report wurde am Samstag, 15. Februar 2020 erstellt und zuletzt am Montag, 17. Februar 2020 bearbeitet.

Leserkommentare:


Autor: Norbert H 25.02.2020 - 08:27:44
Bewertung des Reports: 5 von 5 Sternen!
Herzlichen Dank für die umfassende, detaillierte und hilfreiche Darstellung!

0 von 0 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich. Entscheiden Sie selbst:

Autor: Dieter 16.02.2020 - 09:16:54
Bewertung des Reports: 5 von 5 Sternen!
Ein ausgezeichneter Artikel.
Sehr gut dargestellt, wie man mit relativ einfachen Mitteln zu solch einem starken Ergebnis kommt.
Viele Grüße
Dieter

6 von 6 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich. Entscheiden Sie selbst:

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