Zebrastreifen gegen Überstrahlung
Bei der Fotografie oder beim Filmen von glänzenden oder hellen Objekten passiert es besonders schnell, dass helle Bereiche im Bild überstrahlen. Die Strukturen in überstrahlten Bereichen gehen oft vollständig im Bildergebnis verloren, es bleibt eine weiße Fläche. Ein häufiges Problem, das auch bei einem eigentlich blauen Himmel auftritt, der im Bild dann eingeweisst erscheint. Eine nachträgliche Korrektur kann manchmal im RAW-Format gelingen, doch ist sie idR aufwendig oder gar unmöglich. Da ist es hilfreich, wenn schon bei der Aufnahme solche Überstrahlungen sichtbar werden. Dazu dient das sogenannte Zebrastreifen-Feature.
Im Monitor-Livebild oder im (elektronischen) Sucher laufen über die überstrahlten Bereiche diagonale Linien, die dem Fotografen oder Videofilmer sofort ins Auge fallen. So kann man vorab die Belichtungszeit korrigieren oder eine Belichtungsreihe für eine spätere Weiterverarbeitung durchführen und läuft nicht Gefahr, unbrauchbare Bilder zu produzieren.
Im Gegensatz zu einem Livehistogramm, bei dem ein gebirgsähnliches Diagramm nur generelle Helligkeitsverteilungen visualisiert, zeigt das Zebramuster Problemzonen direkt an.
Allerdings ist die Zebrafunktion noch für wenige Kameras verfügbar. In der Regel sind dies spiegellose System-, hochwertige Bridge oder Highend-Kompaktkameras mit einem elektronischem Sucher wie z.B. die Panasonic Lumix GH4, FZ1000, LX100 oder auch Modelle von Sony wie die A7, A7R, A7S oder A6000. Auch die Samsung NX1 bietet eine – nicht weiter konfigurierbare – Zebrafunktion, die als Überbelichtungshilfe im Menü ausgewiesen ist.

