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 Leichtes Reisestativ - Carbon vs. Alu? Welches (Fernost)? 

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Anmeldungsdatum: 26.07.2007
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Hallo zusammen,

da mir meine Vollformatausrüstung für Städtetouren, Wanderungen etc zu schwer geworden ist (man wird nicht jünger), habe ich mir all diejenigen Einsatzzwecke, bei denen es nicht auf das letzte Quentchen Gewicht ankommt, eine EOS 100D mit Tamron 18-200 VC und dem Canon EF-S 10-20 IS STM zugelegt. Nun habe ich ein wirklich leichte Ausrüstung, die ich gerne z.B. auch bei mehrtägigen Schulungen in auswärtige Städte mitnehme.

Dementsprechend soll ein leichteres, kompaktes Stativ folgen, denn mein Manfrotto 055 Pro B wiegt fast 4 kg und ist nicht an der Fotoseitentasche, in der ich die 100D durch die Gegend schleppe, anbringbar. Ich habe mir aufgrund der sehr positiv klingenden Besprechung das von Stefan vorgestellte, sehr schwingungsarme Benro TSL 08 (http://bit.ly/2wFeJcm) sowie bei amazon aufgrund der sehr guten Besprechungen diese drei

- BC Master Carbon (http://amzn.to/2vw3Jcf)
- Mactram AT64C (http://amzn.to/2vnKVNk)
- Bonfoto B674C Carbon (http://amzn.to/2xzwyWC)

herausgesucht. Alle Stative kosten mit Carbon ca. 140 EUR, die Aluminium-Versionen sind teils etwas, teils deutlich günstiger. Von der Tragfähigkeit her könnten sie alle die EOS 5D III mit EF 70-200/2,8 L USM tragen, bei meiner leichten Ausrüstung der 100D sollten sich erst recht keine Probleme ergeben - die 100D mit dem Tamron-Zoom ist zusammen so schwer wie alleine der EOS 5D III Body ohne Objektiv.

Erste Frage: kennt einer von euch eines dieser Stative und kann es aus eigener Erfahrung beurteilen?

Zweite Frage: alle genannten Stative gibt es in der teureren Carbon- oder einer preiswerteren Aluminium-Version. Wo genau (außer etwas geringerem Gewicht von Carbon) sind die Vor- und Nachteile von Carbon gegenüber Aluminium beim Stativbau? Was muss ich da beachten bzw. gibt es Einschränkungen in der Verwendung? Zu welcher Variante - Alu oder Carbon - würdet ihr greifen, und warum? Ich habe mal gehört, dass Carbon im Winter bei Minustemperaturen brechen kann - ist da was dran oder war das nur Geschwätz?

Vielen Dank für eure Hilfe!!

Grüße
Sven

P.S. Ich weiß, dass ich in dieser Preisklasse kein perfektes, professionelles Stativ mit der Standsicherheit eines Manfrotto bekomme, mir kommt es darauf an, dass ein Reisestativ "nur" ordentliche Dienste leistet. Ich denke mal, dafür sollte sich in dieser Preiskategorie etwas finden lassen?

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EOS 5D III, EOS 5D II, EOS 100D; EF 35/2 IS USM, EF 50/1.8 STM, EF 50/2.5 Macro; EF-S 10-18/4.5-5.6 IS STM; Tamron 18-200/3.5-6.3 Di VC, Tamron SP 85/1.8 Di VC USD, Tamron SP 70-200/2.8 Di VC USD G2
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Auf die Gefahr hin, dass meine Antwort zu spät kommt, weil die Haupt-Reisezeit nun vorüber ist:

In diesem Forum dürftest du kaum jemanden finden, der eigene Erfahrungen mit allen von Dir genannten Stativen hat.

Wenn Du hohe Ansprüche hast, würde ich ganz grundsätzlich keinen Werbeversprechen oder Testberichten für eine End-Entscheidung vertrauen (außer zur Vorab-Eingrenzung von Kandidaten), sondern das Schwinungs- und Dämpfungs-Verhalten in *-Märkten und Foto-Geschäften selber testen.

Einzige Ausnahme: Stefans Tests hier erscheinen mir am fundiertesten, und seine Videos sind zwar manchmal etwas länglich, enthalten aber viele wertvolle Informationen, auf die man sich verlassen kann.

Es geht aber nichts über einen eigenen Test, für die eigenen Bedürfnisse.

Am besten mit der längsten Brennweite testen, die Du hast. Und bei verschiedenen Höhen. Das kann enorm was ausmachen. Auf den Auszug achten, der kann auch einiges vermasseln. Viele Internet-Testberichte beachten das leider nicht.

Ich habe zwei Carbon-Stative, neben einem großen bis auf über 2m ausziehbaren (ich bin sehr groß) und gerade noch halbwegs portablem (1,4kg) Dreibein auch ein Reisestativ (passt notfalls sogar in die Handtasche meiner Freundin und hat ein lächerliches Gewicht), ist aber für halbwegs normale Brennweiten noch ziemlich brauchbar.

Auf Schnickschnack wie Umbaubarkeit auf Einbein habe ich verzichtet, denn dazu kommt es sowieso nur selten.

Von irgendwelchen Winter-Problemen habe ich noch nie etwas bemerkt. Kaputtgegangen ist mir nur ein Billig-Stativ aus dem *-Markt für 20€, aber noch nie ein Carbon-Stativ.

Wenn ich mein großes 500er Rohr mitschleppe, dann kommt es auf das Gewicht des stabileren meiner beiden Haupt-Stative auch nicht mehr an. Das kleine Reisestativ braucht derartiges also nicht abzudecken, das wäre eine übertriebene Erwartung. Stattdessen lässt sich auch das Mini-Stativ auf große Höhen bringen, was für WW oder UWW immer noch ausreichend stabil ist (wobei man aber keine Wunder erwarten darf).

Ich habe meine Stative bewusst ausgewählt und kenne ihre Stärken und Schwächen und weiß, was ich ihnen zumuten kann und was nicht.

Soweit meine Kriterien, aus meiner Praxis. Die Marken-Namen habe ich mir nicht mal gemerkt, das war mir egal. Vermutlich gibt es genau diese Modelle inzwischen nicht mehr.

Meine älteren Billig- und Alu-Stative gammeln herum und werden nur selten gebraucht (höchstens wenn ein größerer Aufbau mehrere Stative erfordert).
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Hallo,

das einer alle Stative kennt, damit hätte ich wirklich nicht gerechnet, aber zumindest das einer eines dieser Stative kennt und als weitere Meinung etwas dazu sagen kann.

Aber wie du schreibst, meine Anfrage ist schon recht lange her und der erste Einsatzzweck, für den ich das Stativ einsetzen wollte, ebenso. Trotz meines eher positiven Eindrücke von Stefans Produktbesprechungen habe ich im Hinterkopf gehalten, dass er zugleich einen Shop betreibt und damit mit Sicherheit die dort angebotenen Produkte auch irgendwie bewerben möchte. Daher hätte ich zum Benro TSL 08 gerne noch eine Drittmeinung gehabt. Zu den drei anderen, die ich auf Amazon ausgemacht habe, gab es jeweils mehrere Besprechungen und alle sehr positiv, was in der Summe meine Entscheidung nicht vereinfacht hat. Da ich amazon-Rezensionen immer mit Vorsicht genieße, hätte ich mich auch hier über eine Meinung von einem engagierten Fotografen gefreut.

Wenn gerade Photokina angestanden hätte oder ich nicht so abseits wohnen würde - Calumet Essen ist z.B. gut 80 km entfernt - und es in der Nähe gut sortierte Fachhandel gäbe, hätte ich mir einen persönlichen Eindruck verschafft. Da es aber eben nicht so ist, bin ich oft auf das Internet angewiesen.

Lange Rede, kurzer Sinn: ich bin bei keinem dieser Stative und auch nicht bei Carbon gelandet, sondern aufgrund des guten Namens und der guten Rückmeldungen bei Sirui; um genau zu sein habe ich von einem niederländischen Händler ein sehr gutes Angebot für ein KTV204 erhalten, das fast 80 EUR unter dem deutschen Preis lag und alle oben genannten Stative unterboten hat. Es ist wie besagt nicht aus Carbon und mit 1,9 kg inkl. Kopf auch relativ schwer, hat beim ersten Einsatz in Berlin aber einen sehr guten Eindruck hinterlassen.

Viele Grüße
Sven

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Hi Sven,

als potentieller Käufer bin ich über das ständig wechselnde Angebot verwirrt und habe den Eindruck, dass der Stativ-Markt stark fragmentiert ist bzw von irgendwelchen Marketing-Strategen in diese Richtung gesteuert wird.

Außerdem ist er stark überteuert, was man z.B. daran sehen kann, dass extrem stabile Ständer beim Astronomie-Zubehör deutlich billiger zu haben sind (schließlich haben die Astro-Freaks ordentliche Brennweiten zu bewältigen...), im Vergleich zu schwereren Studio-Stativen. Letztere sind nicht unbedingt besser, aber um Faktoren teurer (allerdings muss man bei ersteren noch Adapter anbringen).

Daraus folgt: die Preisgestaltung hat nichts mit der realen Leistung zu tun, sondern nur damit, welche Strategen welchen Kunden-Gruppen mit welchen Methoden welche Behauptungen weismachen können ohne dass sie es merken....

Kein normaler Mensch kann bei einer derartigen Angebots-Struktur mithalten. Ich kenne keinen, der ständig systematisch das gesamte Angebot mit anerkannten Standard-Methoden durchtestet und damit eine Vergleichbarkeit herstellt.

Das gilt auch für Foren wie diese.

Ohne diesen Wirrwarr wäre ja auch die Preisgestaltung auf Dauer nicht haltbar. Das eine bedingt das andere..

Deshalb kann ich nur eins empfehlen: teste selber.

Das ist die einzige Chance.

Meine letzten Stativ-Tests sind jetzt schon ein paar Jahre her, aber ich habe dabei einige Dinge entdeckt, die in Test-Ergebnissen nicht drinstanden, die mich aber stören, speziell bei meinen Bedürfnissen. Dazu gehört insbesondere das Auszugs-Verhalten bei Reise-Stativen. Umgekehrt gab es auch ein paar positive Überraschungen.

Seitdem basiere ich niemals mehr eine Kauf-Entscheidung alleine auf irgendwelchen Test-Ergebnissen oder Foren-Meinungen. Selber nachprüfen ist ein Muss.

Daher beim nächsten Mal: der Aufwand lohnt sich, soviele Läden wie möglich abzuklappern (mehrere Wochenenden Zeit investieren) und mit Deinem Equipment Deine Use-Cases durchspielen, ohne auf Markennamen zu achten, aber ansonsten auf das Preisschild (es sei denn der Preis spielt absolut keine Rolle, dann und nur dann kann man sich auch nach Empfehlungen richten, für die man dann halt indirekt mitbezahlt).

Dann klärt sich nebenbei auch Deine Frage nach Fernost-Stativen, von denen es auch ein breites Spektrum gibt (nicht nur minderwertige).

Wenn Du das wirklich ernsthaft machst, kann es dabei leicht zu Überraschungen kommen, die vielleicht in keinem Forum als Mehrheits-Meinung vertreten werden...
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