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 So, du möchtest also auch Astro-Fotograf werden? 

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Anmeldungsdatum: 16.04.2007
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Hallo Foto- und Sternfreunde!

Da hier oft die gleichen, oder ähnliche Fragen kommen, habe ich mich entschlossen diesen Text zu schreiben.
Wenn ihr in diesem Forum seid, dann habt ihr sicher schon alles was man zum Einstieg in die Astrofotografie braucht, oder seid kurz davor es zu haben: Eine Kamera!

Grundsätzlich gibt es 5 verschieden Arten zu Astrofotos zu kommen, auf die ich alle eingehen werde:

1. Feststehende Kamera
2. Nachgeführte Kamera
3. Fokale Projektion
4. Afokale Projektion
5. Webcamfotografie

Als Einstieg empfehle ich immer das zu nutzen was man schon hat. Um zu sehen ob das etwas für einen ist, und um die Arbeitsabläufe kennen zu lernen... Mehr als 60% der Zeit wird die Bildbearbeitung beanspruchen, das schon mal vorweg Smile

Die Grundvorraussetzung für Astrofotos, egal wie diese gemacht werden ist dunkler Himmel ohne den nützt die beste Ausrüstung nix.
Vom Balkon aus, am besten noch mitten in der Großstadt, nunja, Bilder kann man schon machen, aber ob man seine Freude dran hat.

Diese Karte hier: http://avex.org.free.fr/cartes-pl/allemagne/zoom.html gibt es seit mehreren Jahren im Netz, und sie zeigt wo die Lichtverschmutzung am größten ist. Sucht euch am besten eine blaue Zone und baut dort auf Smile

Generell ist die Haupt-Fotorichtung nach Süden, also solltet ihr euch einen Platz suchen, wo ihr nach Süden einen richtig schönen dunklen Himmel habt. Wenn ihr also in Berlin wohnt, dann südlich von Berlin eine ländliche Ecke suchen usw. (in Baruth in der Mark werden oft Teleskoptreffen abgehalten, weil es da passt).

Wenn ihr einen passenden Ort gefunden habt (die Milchstraße sollte deutlich als helles Band am Himmel zu sehen sein) dann könnt ihr anfangen zu fotografieren, jetzt erkläre ich euch fix die Arten:

1. stehende Kamera

Hierbei steht die Kamera fest auf einem Stativ, oder einer anderen passenden Unterlage, und wird mittels Fernauslöser ausgelöst, Selbstauslöser geht natürlich auch, aber wenn es dann an Fotoserien zum Stacken geht wird das schon schwieriger (dazu kommen wir gleich noch, was das ist).

Bei dieser Version der Fotografie habt ihr wieder 2 Möglichkeiten, was ihr fotografieren könnt.

1. Die recht beliebten Strichspuren, also eine Langzeitbelichtung auf der man die Erdrotation erkennt, anhand von sogenannten Startrails. Da unser Planet sich dreht, dreht sich auch der Himmel, wenn die Kamera nun aber fest steht, werden die Sterne zu Strichen, ganz einfach Smile

Auch hier habt ihr wieder zwei Möglichkeiten, ihr macht ein langes Bild, und lebt mit dem Rauschen (welches ihr nur bedingt wieder rausrechnen könnt) welches durch die lange Belichtungszeit entsteht, oder ihr macht mehrere Aufnahmen mit kurzen abständen also vielleicht 20 x 30 Sekunden, mit keiner längeren Pause dazwischen. und fügt diese dann zusammen. Dafür braucht ihr nur die Kamera auf 30 Sekunden Belichtung stellen, und den Fernauslöser arretieren. Dann könnt ihr euch hinsetzen und warten Smile
Diese Bilder fügt ihr dann mit Startrails zu einem Bild zusammen, und fertig Smile

Schön ist dann immer ein Bild auf dem Polaris mit drauf ist, um den sich die Sterne drehen, und am unteren Rand etwas Landschaft zu sehen ist.

Die Endbearbeitung erfolgt dann wie bei fast allen Astrobildern, dazu kommen wir später.

2. gestackte Bilder. Hierzu macht ihr wieder mehrere Bilder mit der maximalen Belichtungszeit, die noch keine Strichspuren liefert, und diese werden dann gestackt. Ihr findet mit Testbildern heraus welche Belichtungszeit das bei welcher Brennweite ist. Grob gesagt: je höher die Brennweite, desto kürzer kann man belichten. Bei 200 mm sind das knapp 2 Sekunden etwa, bei 50 mm knapp 10, und bei 18 mm kann man schon 30 Sekunden drauf halten. Aber das sind nur grobe Richtwerte, da es je nach Himmelsausschnitt wieder verschieden ist. Näher am Himmelsnordpol (Polaris, der Polarstern) kann man länger belichten, da sich dort die Drehung nicht ganz so bemerkbar macht. Wohingegen am Himmelsäquator sich alles viel schneller bewegt. Also um Testbilder kommt ihr nicht herum Smile

Dann macht ihr wieder mehrere Aufnahmen (ab 20 ist es sinnvoll, ab 50 wird es schön Smile) und diese werden dann gestacked (to stack = engl. für stapeln), dafür gibt es mehrere Programme, und viele Anleitungen im Netz.
Eine ist von mir Smile http://www.hatschie.de/EBV/astro.html

Mit dieser Methode könnt ihr wundervolle Übersichtsaufnahmen von der Milchstraße machen, oder ganze Sternbilder schön in Szene setzen.

Ein kleiner Tipp von mir, macht mal 50 Bilder komplett im Fokus, 10 Darkframes (siehe zu dem Begriff meine Anleitung) und dann noch 10 Bilder die ganz leicht aus dem Fokus fallen, also einen kleinen Tick unscharf sind.
Auf den 10 Fotos werden die helleren Sterne größer als die dunkleren. Diese Stackt ihr dann einzeln nochmal mit den Darkframes (wieder siehe Link) und fügt dann beide Stack-Ergebnisse in Photoshop zu einem zusammen. Dann bekommt ihr Bilder auf denen Sternbilder nicht im Sternenmeer untergehen, in dem alle Sterne gleich aussehen. Sondern ihr bekommt Bilder in denen die helleren Sterne, aus denen ja die meisten Sternbilder bestehen schön zur Geltung kommen.

Mit dieser Technik bekommt Eckhard Slawik zum Beispiel Bilder hin die einfach atemberaubend sind, schaut mal hier auf Amazon nach, und klickt bei dem Buch auf "Search inside": Atlas der Sternbilder

Kommen wir zum nächsten Punkt:

2. nachgeführte Kamera
Hier wird die Kamera der Erdrotation angepasst, und so kann man lange belichten, ohne Startrails zu bekommen.
Im Allgemeinen wird die auf einen sogenannten Parallaktischen Montierung gemacht. Diese Art der Montierung unterscheidet sich von Azimutalen Montierungen. Azimutale Montierungen sind Montierungen mit 2 Achsen, hoch/runter und links/rechts. Beispiele Hierfür sind die typischen Einsteigerteleskope mit einer Gabelmontierung, Tschiboteleskope zum Beispiel, oder die billigen von Toys'R'us... ( Beispielbilder
Parallaktische Montierungen haben eine Achse mehr, die sog. Stundenachse diese dreht sich genau mit dem Sternenhimmel mit (wenn die Montierung ordnungsgemäß aufgestellt und ausgerichtet wurde) und mit dieser Achse wird dann nachgeführt.

Das kann von Hand geschehen, oder mit Motorunterstützung.
Wichtig ist die Nachführkontrolle. Das Einfachste ist folgende Variante:
Auf der Montierung sitzt ein Teleskop, das sogenannte Leitrohr. An diesem Teleskop, oder an einer anderen Stelle an der Montierung sitzt die Kamera. Beide kucken in die selbe Richtung. Die Kamera ist exakt auf das zu Fotografierende Objekt gerichtet, und das Leitrohr auf einen Stern n diesem Objekt, oder ganz nah bei ihm. Jetzt wird ausgelöst, und mit dem Leitrohr wird kontrolliert ob die Nachführung stimmt.
Diese Methode nennt man PiggyBack (so wird es auch genannt, wenn man sein Kind auf dem Rücken huckepack trägt, und es ist ja auch nix anderes Smile )
Zur Kontrolle der Nachführung gibt es mehrere Möglichkeiten, entweder ist im Leitrohr ein Fadenkreuzokular drin, durch das der Fotograf kontrolliert, und ausgleicht. oder es wird technisch gelöst. Hierzu wird im extremsten Fall eine weitere Kamera, meistens eine Webcam mit gutem CCD-Chip (lichtempfindlicher als CMOS-Sensoren) benutzt, die dann einem Computer das Bild übermittelt. Dieser wertet aus ob sich der Stern im Leitrohr bewegt, und schickt dann Korrektursignale an die Montierungssteuerung, welche dann den Stern wieder an den Punkt bringt wo er sein soll.

Auch bei dieser Methode habt ihr die Wahl zwischen Langzeitbelichtung und Einzelbildern zum Stacken. (siehe oben)

Jetzt zur nächsten:

3. Fokale Projektion

Das macht eure Kamera schon die ganze Zeit, das Objektiv liefert ein Bild welches im Fokalen Brennpunkt auf den Filmchip gebannt wird. In der Astrofotografie bedeutet es nur, dass das normale Objektiv gegen ein Teleskop ausgetauscht wird. Da kommt dann kein Okular rein, sondern in den Brennpunkt wo eigentlich das Okular sitzt, kommt die Filmebene (oder Chip) der Kamera. Das macht das Teleskop zum Teleobjektiv.
Das hat eigentlich nur den Vorteil das man andere Blenden und Brennweiten nutzen kann als mit normalen Objektiven. Stellt euch mal den Preis eines originalen Canonobjektives mit Anfangsblende 4 und einer Brennweite von 1200 mm vor... der Preis wäre dann auch astronomisch. Im Teleskopbereich geht es da gesitteter zu. Ein Astrograph welches schon ein High-Endgerät darstellt mit Blende 2,8 und angenehmer Brennweite um die 600 mm kostet unter 5000€ ( Astrographen aus Österreich )
Das das für viele nichts mehr mit Hobby zu tun hat, also der Preis, ist mir klar, aber man kann auch für 400 € schon eine tolle Fotokanone kaufen, den Skywatcher ED 80 zum Beispiel ( ein kleiner Bericht zu diesem Gerät von mir: Link) oder ähnliche Produkte...

Bei dieser Möglichkeit der Fotografie habt ihr die selben Optionen wie bei der nachgeführten Kamera. Es ist ja auch nix anderes, nur das das Objektiv sich unterscheidet.

Es gibt noch spezielle Astrokameras, die hier die Spiegelreflexkamera ersetzen, diese sind nix weiter als eine SLR ohne Bajonett Smile also ein Okularersatz mit Filmebene, die meistens aus einem extrem Lichtempfindlichen CCD-Chip besteht. und weit mehr kostet als eine SLR Smile

kommen wir also zum nächsten Punkt:

4. afokale Projektion

Das ist fast das selbe wie Punkt 3. Nur dass hier zwischen Kamera und Teleskop noch Linsen sind, einmal ein Okular, und einmal ein weiteres Objektiv. Stellt euch das so vor, als würdet ihr durch ein Teleskop blicken. Euer Auge ist dann euer Objektiv, und die Netzhaut ist die Filmebene. Es ist einfach eine hinters Okular gehaltene Kamera.
Diese Art der Fotografie wird von denen bevorzugt die keine SLR haben, die benutzen eine spezielle Halterung für die normalen Digiknipsen, und da man da das Objektiv nicht abbauen kann, muss man etwas benutzen was das Teleskopbild wieder verwertbar macht, in dem Fall ein Okular.
Auch Leute mit SLR benutzen diese scheinbar umständlichere Art der Fotografie, und benutzen eine Lange kette aus Optik. Teleskop-Okular-Objektiv-Kamera. Da mit dieser Methode am einfachsten die Brennweite erhöht wird. So kommen mit einem handelsüblichen noch transportablen Teleskop Brennweiten von mehreren Metern zustande. Nachteil ist hier der enorme Lichtverlust durch sich auch vergrößernde Blendenzahl, und die Unmenge an Glas und optischen Gerätschaften, was Bildqualität und Lichtausbeute beeinflusst.

Auch bei dieser Möglichkeit habt ihr die selben Optionen wie bei den Vorhegegangenen, ist ja auch nix weiter als ein Extrem-Teleobjektiv, und dazu eine passende Montierung und ein Leitrohr.

Aber umso länger die Brennweite, umso genauer muss auch die Nachführung sein, logisch irgendwie Smile aber umso genauer die Nachführung sein muss, umso hochwertiger muss die Montierung sein, was auch den Preis in die Höhe treibt. Mehrere 1000 € sind nicht schwer auszugeben dabei.

Jetzt zum letzen Punkt, aber ein sehr interessanter:

5. Webcamfotografie

Wie ihr schon wisst (wenn ihr dem Link zur Stack-Anleitung gefolgt seid), so bekommt man durch Stacken das Rauschen weg, und addiert auch Details der Bilder, die im Gesamtbild dann einen nicht unerheblichen AHA-Effekt bringen.
Was wäre wenn man anstatt 50 Bildern in der selben Zeit 2000 machen könnte?

Richtig, ne menge Bilder zum Stacken Smile was gute Ergebnisse bringen müsste, tut es auch Smile

Bei dieser Technik wird die SLR durch eine Webcam oder CCD-Kamera ersetzt die einen Film aufnimmt, Filme bestehen aus ner Menge Bildern pro Sekunde (bei Webcamaufnahmen auch mal mehr als die üblichen 24 pro Sekunde von Hollywoodfilmen Smile )
Diese werden dann von einem Stackprogramm zusammengefügt, und ergeben herrlich scharfe und detailreiche Bilder.

Hierzu eignen sich besonders die Webcams der Pro-Reihe von Philips, die sogenannten ToU-Cams (Aber achtet auf das "Pro" im Namen) diese haben einen CCD-Chip anstelle des üblichen CMOS-Wandlers. Das treibt den Preis geringfügig in die Höhe, aber mit 50 € ist man bei eBay schon dabei.

Perfekte Anwendungen für diese Technik sind Mond, Sonne und Planeten, da diese für die Webcams noch hell genug sind. Bei dieser Technik entspricht die Webcam einem Okular von etwa 5mm was zu folgender Rechnung führt:

Teleskopbrennweite / Okularbrennweite = Vergrößerung

Also bei einem 900 mm Teleskop ist die Vergrößerung etwa 180fach. Mit einer Fokalprojektion an einer DSLR wird der Mond bei 900 mm noch sehr viel Himmel um den Mond haben, bei der Webcam passt er nicht mehr auf den Chip Smile
Man kann aber aus diesen Ausschnitten Mosaike zusammensetzen welche dann einen DSLR-Schnappschuss verblassen lassen, und das mit normaler Webcamauflösung, also 640 zu 480 Px.

Auch bei der Webcamfotografie kann man Okularprojektion machen was auch zu enormen Brennweiten führt, aber dan nur noch im einzelfall sinnvoll ist, da auch die Lichtmenge extrem nachlässt.

Zum Schluss noch der Einsteiger-Tipp...

Probiert erstmal die feststehende Kamera aus, und wenn ihr dann richtig loslegen wollt, probiert Pigyback. Hierzu eignet sich perfekt das Lidl-Teleskop, da es als einziges Teleskop von Discountern etwas Qualität liefert, die Montierung ist nicht zu klein, wie bei dem Rest der Billigteleskope, und es liegen Okulare bei, die aus Glas sind, und nicht aus Plastik Smile
Für ca. 70 € habt ihr da den perfekten Einstieg für Piggyback oder Webcamaufnahmen.
Alles was danach kommt wird teurer, aber lohnender Very Happy

Hier noch ein paar Beispielbilder, was für kleines Geld möglich ist:


feststehend.jpg
 Beschreibung:
Stehende Kamera bei 60 mm
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feststehend.jpg



piggyback.jpg
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Fokal bei 1200 mm
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piggyback.jpg



piggyback2.jpg
 Beschreibung:
Piggyback bei 400 mm
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piggyback2.jpg



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Der Bildtitel bei einem Bild im vorhergehenden Post war falsch, sorry, ist fokal nicht piggyback, in der Beschreibung steht es richtig.


webcam.jpg
 Beschreibung:
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webcam.jpg



fokal2.jpg
 Beschreibung:
fokal bei 1200 mm
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fokal2.jpg



fokal1.jpg
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fokal bei 600 mm
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fokal1.jpg



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Hier noch ein letztes Bild, der Saturn mit der Webcam, bei 1800 mm

Liebe Mods, wenn ich die 3-Bilder-Regel in diesem Fall breche, und es nicht gewünscht ist, so sagt mir das bitte, aber ich finde die Bilder müssen sein... aber auf wunsch lösch ich auch...

An die Leser: Auch wenn ich mich von der Astrofotografie verabschiedet habe (temporär, bis mein Haus steht Smile und nur praktisch getrennt, auch Theorie macht Spass) so könnt ihr euch bei Fragen ruhig an mich wenden.

Gruß

Rayko


webcam2.jpg
 Beschreibung:
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Hallo Rayko,

hier im Astroforum macht es durchaus Sinn mal mehr als 3 Bilder hochzuladen Smile

Aber ich denke Deine Bemühungen sollten in einem Workshop zusammengefasst werden. Ich hatte vor einiger Zeit einen Workshop über
den Einstieg in die Mondfotografie geschrieben. Ich hatte die gleiche Motivation wie Du... ich habe immer wieder die gleichen Fragen beantwortet.

Ich spreche mal mit Stefan was wir da machen.

Grüße von Ingo

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Chesky

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Ich finde die Idee klasse. Da wo ich arbeite haben wir eine Fotogruppe gegründet und wir wollen demnächst das Thema Astrofotografie mal angehen. Für jeden von uns absolutes Neuland.
So wie´s aussieht bekommen wir aber demnächst mal eine Einführung in das Thema, und zwar von Stefan Seip.
Ich freu mich schon dieses für mich neue Thema etwas besser zu verstehen.
LG Volker
  

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@ Volker: Astrofotografie ist wirklich ein tolles Hobby, aber bei mir ging es so wie bei vielen, es wird zubehör gekauft und wieder verkauft um neues zu kaufen, weil man für dieses objekt das bräuchte, und für dieses jenes...

Ich hab für mich selbst jetzt beschlossen wieder ganz von 0 anzufangen, mit stehender Kamera, und erst wenn ich die Objekte für Brennweiten bis 100 mm ausgereizt hab, dann mach ich alle nochmal... mit nachgeführter kamera, erst dann kommt wieder ein Teleskop ins haus, welches nicht nur als Leitrohr dient...

aber auch das ist bei mir wie bei vielen, Lehrgeld muss bezahlt werden... ich hatte mindestens 10 verschiedene Teleskope innerhalb von 2 jahren, das ist nicht der sinn...

mit stehender oder einfacher nachgeführter Kamera (mit dem Lidl-Teleskop z.B.) hat man genug zu tun für einige Jahre, es gibt herrliche große Objekte, die kleine Brennweiten verlangen. und dann gibt es Objekte die ihr Aussehen dem Objektiv anpassen...

zum Beispiel der große Orionnebel, der sieht mit 50 mm genauso interessant aus wie mit 1000, weil man immer anderes entdeckt, und bei kleinen Brennweiten hat man einen Kontext der sich bei Nahaufnahmen entzieht... weil man nur das Objekt hat.

M11 das ist der Wild Duck Cluster im Sternbild "Schild" ist ein perfektes Beispiel dafür...
mit kleiner Brennweite sieht er so aus: http://www.robgendlerastropics.com/M11JM.html (rechts von der mitte) und man sieht links dunkelwolken und ein sternenmehr in dem man als suchbild unmengen weiteres entdeckt.
mit hohen Brennweiten sieht er so aus: http://www.robgendlerastropics.com/M11.html man erkennt jeden stern, aber jetzt sieht er aus wie viele haufen...

die Bilder sind von Robert Gendler, ein begnadeter astrofotograf (http://www.robgendlerastropics.com/Einstein.html)

ich werd mir dieses, oder nächstes jahr um die weihnachtszeit das Lidlteleskop holen, als Leitrohr und die Montierung trägt auch noch die Kamera, dazu ein Motorenset für die Montierung, und ichbin ganz billig dabei, und kann mal kucken was mit 60 mm und blende 2,8 wirklich drin steckt Smile

später wird es dann wieder größer, aber geduld hab ich gelernt, und lieber spare ich auf eine große sache, als dieses hin und her von früher...
mein traum ist ein 10 oder 12 " Astrograph von Astro Systeme Austria, auf eine Gemini Montierung und einem russischem Mak als Leitroht, mit der angesprochenen Autonachführung per webcam und rechner... das ganze auf einer festen Säule im garten vom eignen Haus...

Das sind dann mal gut 20000 € die aber bei nem Hauskauf dann auch nicht mehr auffallen Smile muss halt nur in einem dunklen Gebiet sein, aber Brandenburg ist scheinbar eh bald Menschenleer Smile

Die Ausrüstung mit dem Lidlteleskop hat einen entscheidenden vorteil, man ist extrem Mobil, Kameratasche und das Lidl-Set hat schon nen Koffer dabei, und ab aufs feld...

Wenn ich dieses Bild sehe: http://www.robgendlerastropics.com/ODFNM.html und mir dazu denke was das für ein riesen Ausschnitt ist... gut, gendler hat es mit extremer Brennweite gemacht und dann als Mosaik, aber mit 50 bis 100 bekommt man diesen ausschnitt auch aufs Bild... und das wäre mit dem Lidl drin... der Ausschnitt, nicht diese Qualität... aber wenn man es selber macht, ist niedrigere Qualität zwar das ergebnis, aber man hat es selber gemacht...

Viele fangen mit 1200 mm an, mit dem 300 € Newton aus china, kommen mit der Nachführung nicht klar, und geben entgeistert auf... aber es gibt so viele Objekte die ich mit so viel brennweite nicht mal sehen kann, weil sie einfach zu groß sind... nordamerikanebel mit 1200 mm ist kompletter irrsinn.. da der einfach gigantisch ist. das einzige was der fordert sind lange belichtungszeiten...

das ist erstmal mein ziel Smile

O Gott, ich schreibe schon wieder romane Smile

@ Ingo: Den Mond/Lidl Workshop hab ich gelesen, ist toll für einsteiger, und super erklärt... aber wenn man mal den 10" Fotonewton auf einer großen Montierung sieht lächelt man sicher drüber... auch über meinen Lidl-Plan... aber das ist wurscht, denn das ergebnis zählt... auch wenn ich bei mond und planeten eher auf webcam schwöre Smile

Die Idee mit dem Workshop ist gut, aber das Forum wird von Einsteigern und Fortgeschrittenen mehr besucht als die Workshops... man erreicht mehr Leute...

Was ich noch interessant finden würde wäre es ein FAQ zu schreiben...
mit den ganzen Standardfragen... Wo man dann Links zu den Workshops einbinden kann, zum Blitzworkshop, zum Objektivcheck usw....

Das ganze in den passenden Boards (Zubehör, Objektive, die Kameraboards, die Tech-Ecke usw. reingesetzt, und ganz oben getackert), so denke ich würden einige sofort ne Antwort finden, und die alten Hasen müssten nicht 200 mal im Jahr die gleiche Frage mit der selben Antwort quittieren.

Oder zu alten Treads verlinken...

Naja, das wäre so mein wunsch Very Happy

Gruß

Rayko

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Hallo Rayko,

super Idee eine faq mit links zu den Workshops. Es stimmt, dass die Leute 10x eher ins Forum gehen und ne Frage stellen, als sich einen Workshop anschauen, ist halt bequemer und man wird direkt bei seinem Problem abgeholt. Mit ner faq z.B. als erster thread im Astroforum könnte man das ändern. Wir sollten die Workshops dann um Deepsky erweitern.

was ich aber für sehr wichtig halte ist, dass alles Canon-Dslr-spezifisch bleiben muss, Themen wie z.B. Planeten mit Webcam sollten nur angerissen werden. Es gibt ja genug Foren die sowas behandeln.

Also, wie wäre es mit einem Gemeinschaftsprojekt, bei dem auch andere Ihre Erfahrungen einbringen?

Grüße von Ingo

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lass und mal themen suchen...

die techniken haben wir ja schon...
für feinere schritte (bildbearbeitung und aufnahmen von speziellen motiven) brauchen wir erstmal ein gerüst, mein text kann dann als einleitung funktionieren, oder als sektion aufnahme allgemein...

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Die Themen sollten mit dem Einfachsten anfangen:

Widefield feststehend, dann Piggyback nachgeführt, dann mit elektr. Nachführung und dann langsam die Brennweite erhöhen Smile

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also dann bau ich mal n gerüst:


1. Einleitung (mit ersten Schritten sich zurecht zu finden und zu beobachten)

2. Bildaufnahme
2a. stehende Kamera widefield & Sternbilder (10 bis 50 mm)
2b. stehende Kamera Strichspuren
2c. Nachgeführte Kamera wide & Sternbilder
2da. Nachgeführte Kamera einzelne Objekte (55 bis 100 mm)
2db. Nachgeführte Kamera einzelne Objekte mit motorischer Nachführung (100 bis 300 mm)
2e. Fotos durchs Teleskop (kurz Webcam, fokale Projektion mit EOS Cams, kurze Anschneidung von afokal) (300 bis x)

3. Bildbearbeitung
3a. Planeten, Sonne, Mond
3b. Deep Sky, Sternbilder, Widefield

4. Technik und Geräte
4a. Objektive
4b. Teleskope
4c. Montierung/Steuerung

5. Objekte
5a. Planeten, Mond, Sonne (astronomische Vorstellung)
5b. DS (Haufen, Nebel, Galaxien usw.)

6. Linksammlung zum Thema (zusätzlich zu den im Text vorhandenen)

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Vielleicht sollte man die Technik die schrittweise mit der Bildaufnahme komplizierter wird, eher in den Kapiteln der Bildaufnahme erläutern, quasi "in use". Und dann nochmal komprimiert.

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Chesky

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klar, aber die technik als einzelnes kapitel wird auch mehr ne produktvorstellung, nicht erleuterung Smile

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Hallo zusammen,
hab mal eine kleine List zusammen gestellt. Es geht dabei um Fotos über ein Teleskope aufzunehmen


Fotomontierung
Teleskop
Leitrohr
Leitrohrschellen mit Prismenschiene
Webcam
Webcam Adapter für Leitrohr

Doppelschiene
Okulare
DSLR Fotoapparat
DSLR Adapter auf T2
Komakorrektor für Newton mit T2 Gewinde

Laptop
Adapter USB auf RS232 (PIN Belegung ist unterschiedlich)
USB Kabel für DLSR
Spannungswandler 12V auf Universalanschluss für Laptop
12V Blei Gel Akku
Ladegerät für Blei Gel Akku

CS
Arno
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@Arno, @All:
wir können hier gerne ein kleines Brainstroming machen - also weiter so... Wink

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Chesky

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Super Einführung in die Sternen-Fotografie.
Wenn ich mal wieder richtig Zeit und ein bischen Kohle für Equipment habe werde ich mich dem Thema widmen.
Bin Schon immer ein Sternengucker gewesen, weshalb es auch Sinn macht.
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