Rahmen
mit
Photoshop erstellen
Ohne Rahmen wirken Bilder oft unvollständig – vergleichbar mit einer
Wasserlache anstelle eines mit Wasser gefüllten Glases. Wann
ein Foto unbedingt einen Rahmen benötigt und nach welchen
Kriterien er eine stilvolle Ergänzung darstellt,
sind neben der konkreten Umsetzung mit Photoshop Thema dieses Tutorials.
HINWEIS: Dieser WORKSHOP wurde überarbeitet
und ist in
neuer Version hier zu finden!
Natürlich
gilt hier: die Bewertung ob ein Rahmen vorteilhaft aussieht unterliegt
unterschiedlichen Geschmäckern, daher seien die Beispiele nur als
Anregung verstanden.
Theorie:
generelle Wirkung des Rahmens:
Praxis:
Rahmenvarianten mit Photoshop erstellen:
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Theorie:
generelle Wirkung des Rahmens
Innenwirkung: der Rahmen verändert das Bild selbst
Zunächst
kann es hilfreich sein sich zu vergegenwärtigen, dass ein Bild durch
einen Rahmen eine ganz andere Wirkung erzielt als ohne. Der Rahmen ist
mehr als nur eine äussere Begrenzung, er verändert das Bild insgesamt.
Wer die vielen Beispiele aus dem Bereich der optischen Illusionen kennt,
weiss um diese Wirkung.
Hier
ein einfaches Beispiel: zwei graue Flächen werden jeweils durch einen
unterschiedlich gefärbten Rahmen eingefasst. Fixieren Sie einmal mit
den Augen den roten Punkt in der Bildmitte und vergleichen dabei die beiden
Grauflächen.
Sie
werden feststellen, dass der weisse Rahmen das linke Graufeld deutlich
dunkler erscheinen lässt als der schwarze Rahmen, obwohl beide
Graufelder denselben Farbton aufweisen. Die unterschiedliche Wirkung
ist allein auf den jeweils veränderten Umgebungsrahmen
zurückzuführen.
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Aussenwirkung: ein Rahmen schafft Transparenz
Der
Rahmen wirkt jedoch nicht nur nach innen auf das Motiv selbst, er zeigt
auch eine abgrenzende Wirkung nach aussen. So verschmelzen Foto und
Umgebung weniger miteinander, was einer gesteigerten Transparenz zugute
kommt.
Im
Beispiel unten setzt sich das rechte Bild durch den Rahmen wesentlich
besser vom Hintergrund ab; das linke dagegen hat kaum Durchsetzungskraft
und wirkt kahl.
Generell
gilt: je ähnlicher Bildhintergrund und Motiv von Farbe und Helligkeit
sind, umso wichtiger wird ein Rahmen.
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ein auffälliger Rahmen kann die Bildwirkung zerstören
Wenn ein
Rahmen z.B. durch Farbe und Verzierung zu stark in den Vordergrund
tritt, kann er vom Motiv ablenken und wird ungewollt selbst Gegenstand
der Betrachtung wie das nachfolgende Beispiel demonstriert:
Praxisteil : Rahmenvarianten mit Photoshop erstellen
Schnelle Rahmenversionen
Variante
1: Ein schlichter, schmaler Aussenrahmen soll gesetzt werden
|
Original ohne Rahmen |
Version mit schmalem, |
Step 1:
Öffnen sie das Foto und duplizieren Sie die Hintergrundebene über die
Tastenkombination „Strg + A“ und „Strg + J“ oder ziehen Sie alternativ
die Hintergrundebene auf das kleine Icon in der Ebenenpalette „neue
Ebene erstellen“
Step 2:
Wählen Sie im Palettenmen das Icon „Ebenen-Effekte hinzufügen“ und dort
aus dem aufklappenden Kontextmen den Punkt „Kontur..“ aus
wie hier zu sehen.
Die Ebenen-Effekte lassen sich auch über einen Doppelklick auf die
gewünschte Ebene erreichen.
Step 3:
Stellen Sie die gewünschte Rahmenbreite unter „Grösse“ und die Position
„Innen“ ein, und wählen über das quadratische Feld hinter „Farbe:“ die
gewünschte Rahmenfarbe aus,
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Variante
2: Ein Doppelrahmen soll gesetzt werden
|
Original ohne Rahmen |
Version mit schmalem, |
Step 1:
Führen Sie die Steps 1 bis 3 der Variante 1 durch und fügen eine neue, leere Ebene zwischen die
Hintergrundebene und die duplizierte Ebene ein,
Step 2:
Wählen Sie im Men „Bild“ den Punkt „Arbeitsfläche“ an
wie hier zu sehen
und stellen dort die Dialogfelder „Breite“ und „Höhe“ auf die gewünschte
Rahmenbreite ein, z.B. 0,5 cm,
Step 3:
Stellen Sie sicher, dass die neue, leere Ebene blau unterlegt ist (indem
Sie sie in der Ebenenpalette mit der Maus anklicken) und wählen aus der
Werkzeugpalette mit dem Farbeimer
(Kurztaste
„G“) die gewünschte Farbfällung aus, indem Sie mit der Maus in das
Werkzeug „Fordergrundfarbe einstellen“
klicken (hier also auf die weisse Fläche klicken) und im
anschliessend aufklappenden Farbwähler die Farbe wählen. Jetzt klicken
Sie mit der linken Maustaste in das Bild und füllen sie mit der
eingestellten Farbe,
Anmerkungen: Noch eine feine Kontur um den äusseren Rahmen gefällig
Kein Problem, wählen Sie einfach die Rahmenebene aus und fügen wie in
Variante 1 beschrieben den Ebeneneffekt „Kontur..“ hinzu.
Sie können nachträglich jederzeit sowohl Innenrahmen
als auch den Aussenrahmen von der Farbe her ändern. Um den Innenrahmen
neu zu gestalten, machen Sie einen Doppelklick in der Ebenenpalette auf
den Eintrag „Kontur“ und wählen die neuen Einstellungen. Für eine
Änderung des Aussenrahmen stellen Sie wie in Step 3 beschrieben eine
neue Farbe ein. Möchten Sie spasseshalber einmal einen Farbverlauf als
Hintergrund ausprobieren, dann halten Sie auf dem Farbeimer
die linke
Maustaste etwa 1 Sekunde lang gedrückt, bis das Icon Farbverlauf
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sichtbar wird. Jetzt können Sie einen Verlauf auswählen und ihn durch
Ziehen mit der Maustaste auf die Ebene mit der Aussenrahmenfarbe anwenden.
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Variante
1: ein simpler, schmaler Rahmen soll um dieses Meisenfoto gelegt
werden.
Step 1: das Foto
wird in Photoshop geladen und die Ebene aus Sicherheitsgründen dupliziert.
Step 2: Um
die Rahmenwirkung abschätzen zu können, wird die Farbe des
Websitehintergrundes in das Bild übernommen. Dazu wird unterhalb der
duplizierten Ebene eine neue, leere Ebene eingefügt.
Wählen Sie
den Menüpunkt „Bild“ – „Arbeitsfläche“ und geben
Sie in die Felder „Breite“ und „Höhe“ jeweils 3 cm
ein.
Um die neu
erzeugte Ebene mit der Website-Farbe zu füllen, aktivieren Sie
zunächst das Bild mit der Website und wählen mit der Pipette
den Farbton aus. Nun wechseln Sie zurück in das Ursprungsfoto und
füllen mit dem „Füllwerkzeug“ (Kurztaste G)
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die leere Ebene.
Step 3: Klicken
Sie zunächst mit der linken Maustaste auf die Ebene mit dem Foto, so
dass sie blaut unterlegt ist. Um den eigentlichen Rahmen zu setzen
bieten sich mehrere Möglichkeiten, hier werden zwei Varianten
vorgestellt
Variante
1: Klicken
Sie mit der Maus in der Ebenenpalette
auf das „F“-Icon und es
öffnet sich der Kontextdialog für die Ebenenstile. Wählen Sie dort
„Kontur“ aus und wählen in den nachfolgenden Dialogfeldern
unter „Grösse“ den Wert 2 px und bei „Position“ den
Wert „innen“ an. Ziehen Sie das Dialogfeld am besten soweit
zur Seite bis sie das Foto vollständig sehen können und klicken mit
der linken Maustaste auf das farbige Feld unmittelbar hinter der
Bezeichnung „Farbe“. Es öffnet sich jetzt das weitere
Dialogfeld „Farbwähler“.
Hier können Sie jetzt entweder aus dem grossen Farbfeld mit
der Maus ihre gewünschte Farbe auswählen oder aber – und dies ist eine
empfehlenswerte Möglichkeit – Sie zeigen mit der Maus auf ihr Foto,
wobei sich der Mauszeiger in eine Pipette verwandelt und Sie direkt aus
dem Foto eine Farbe für den Rahmen wählen können. Testen Sie am
besten verschiedene Farben aus indem Sie in verschiedene Bereiche des
Fotos klicken und wählen schliesslich diejenige, die Ihnen am meisten
zusagt aus. Beenden Sie die Dialoge indem Sie jeweils auf „OK“
klicken.
Variante
2: Halten Sie die „strg“-Taste gedrückt und klicken mit
der linken Maustaste in der Ebenenpalette auf die Ebene mit dem Foto,
wodurch das Bild mit einem Auswahlrahmen versehen wird. Klicken Sie nun
mit der rechten Maustaste in das Foto und wählen Sie im folgenden
Kontextmen den Menüpunkt
„Kontur füllen“
an.
Im
Dialogfeld werden als Breite „2 Px“, Position „innen“
und Deckkraft „100 %“ eingestellt. Klicken Sie hier – wie in
der Variante 1 beschrieben – in das Feld hinter „Farbe“ und
stellen die Farbe im nachfolgenden Dialog entweder über das grosse
Farbwahlfeld oder direkt durch Mausklick auf das Foto ein und schliessen
die Dialoge jeweils mit „OK“. Diese Variante 2 hat gegenüber
der Variante 1 den Nachteil, dass erst nachdem der Dialog geschlossen
wurde, das Ergebnis sichtbar wird.
Step
4: Im Beispiel wurde ein schwarzer Rahmen gewählt, da er sich vom
Grau dieser Website gut absetzt und durch seine neutrale Farbe die
Bildwirkung unterstützt. Jetzt soll der graue Aussenrahmen wieder
entfernt werden, da er nur für die Rahmenwirkung hinzugefügt wurde.
Dazu wählen Sie – der Auswahlrahmen ist noch aktiv – im Menüpunkt
„Bild“ die Position „Freistellen“ aus.
Das
Ergebnis: ein deutlich kompakter wirkendes Foto
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Variante 2:
ein Doppelrahmen soll in schlichter Ausführung die ruhige Stimmung im
Foto unterstreichen und das Bild veredeln.
(c) Markus
Schopfer
Step 1: Führen Sie
die Schritte aus dem vorherigen Beispiel von Step 1 bis Step 2 durch.
Step
2: Fügen Sie eine
weitere, neue Ebene ein.
Jetzt wird mit via Mausklick auf das Feld für die Vordergrundfarbe
im Farbwahlfeld des
nachfolgenden Dialoges die Farbe Schwarz eingestellt (Alternativ können auch in
der
Farbregler-Palette
die Farbwerte auf 0 gestellt werden) und mit dem Füllwerkzeug
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die Ebene eingefärbt.
Step
3: Transformieren Sie die schwarze Fläche über die Tastenkombination
„strg + T“ und ziehen Sie den Auswahlrahmen an einem der
Eckpunkte
auf eine Grösse, die an den Rändern jeweils etwa einen
Zentimeter über dem eigentlichen Foto liegt. Hierbei halten Sie für eine
bessere Kontrolle am besten die Tasten „Alt + Shift“ gedrückt,
so dass der Rahmen gleichmässig in der Grösse verändert wird.
Step
4: Wählen Sie mit der linken Maustaste die Ebene mit dem Foto aus und
setzen einen Konturrahmen – genau wie in Step 3 des vorhergehenden
Beispiels beschrieben – mit der Stärke von 1 Pixel und einem hellen
Grauton.
Step
5: Löschen Sie den grauen Aussenrahmen, der hier ebenfalls nur für
Beurteilungszwecke eingefügt wurde, indem Sie – während die Taste „strg“
gedrückt wird – auf die Ebene mit dem schwarzen Rahmen (im Beispiel Ebene
3) klicken und im Men „Bild“ den Punkt „Freistellen“
auslösen.
Das
Ergebnis:
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Variante
3: der Rahmen soll hier aus dem Bild selbst entnommen und stark
abgesoftet werden, so dass er sich vom Motiv gut absetzt und dennoch einen
Bezug zum Bild aufbaut. Ergänzend wird hier ein kleiner
Innenrahmen als Kontrastverstärkung hinzugenommen.
Step
1: auch hier gilt wieder die Prozedur aus den Steps 1 und 2 der oben
aufgeführten Variante 1 des Meisenfotos
Step
2: klicken Sie auf die Ebene mit dem Foto während die „Strg“-Taste
festgehalten wird. Dadurch wird lediglich das Foto und nicht der graue
Aussenrahmen ausgewählt. Jetzt wird mit dem Auswahlrechteck
(Kurztaste M)
unter Verwendung der Werkzeugoption
„Auswahl subtrahieren“ (oder alternativ die „Alt“-Taste
festhalten) innerhalb des Auswahlrahmens eine
Innenauswahl
aufgezogen.
Dafür ziehen Sie die Maustaste am besten aus der linken oberen Ecke nach
unten rechts, so dass die sie eine gleichmässige Fläche erhalten. Sollte
es beim erstenmal nicht gleich klappen, dann kann dieser Schritt über den
Menüpunkt „Bearbeiten“ – „Schritt zurück“ (strg + Z)
rückgängig gemacht und ein neuer Versuch unternommen werden.
Step
3: Um die Auswahl abzusoften wird der Menüpunkt „Filter“ –
„Weichzeichnungsfilter“ und „Gaussscher-Weichzeichner“
ausgewählt. Spielen Sie ein wenig mit den Werten für den Radius bis
ihnen die Weichzeichnung zusagt. Hier wurde ein Wert von 7,0 eingestellt.
Step
4: Deaktivieren Sie die Auswahl über die Tastenkombination Strg + D
(oder über das Men „Auswahl“ – „Auswahl aufheben“)
und ziehen mit dem Auswahlrechteck
(Achtung, in der Werkzeugoption das Icon
„neue Auswahl“
aktivieren) um das nicht weichgezeichnete Foto die Auswahl auf. Drücken
Sie jetzt die Tastenkombination Strg + J um die Auswahl in eine neue Ebene
zu kopieren und wählen anschliessend in der Ebenenpalette
Über das F-Symbol den Punkt „Kontur“ aus. Stellen Sie dort
die Grösse auf 1 Pixel ein und wählen durch Klick auf das Feld hinter
„Farbe:“ den gewünschten Farbton aus. Hier bietet sich eine
Farbwahl durch Mausklick direkt in das Foto an und wurde für das Beispiel
dem Stielbereich entnommen, da dieses Gelborange nicht zu häufig im Foto
vorkommt, es dem motiveigenem Charakter entspricht und eine gute
Transparenz im Randbereich bietet.
Step
5: zum Schluss wird durch Mausklick auf die „Ebene 1“ (das
Bild welches auch den weichgezeichneten Rahmen beinhaltet) bei gehaltener Strg-Taste eine Auswahl ohne den grauen Aussenrahmen erstellt und über
den Menüpunkt „Bild“ – „Freistellen“ zugeschnitten.
Hier
das Ergebnis
Nachbemerkung:
Alle Fotos wurden mit der Canon 300d und dem Kitobjektiv aufgenommen
mit Ausnahme des Meisenfotos (Canon EF 28 – 105 mm USM) und dem
Stockentenfoto, das
Markus Schopfer für den Workshop
freundlicherweise zur Verfügung stellte. Er hat es mit dem Canon Ef 75 –
300 mm aufgenommen.
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