degeneriert die Fotozeitschrift "Fototest" jetzt zum billigen Sexheft?
Die aktuelle Ausgabe Sept./Oktober 2012 von Fototest überschlägt sich mal wieder mit Superlativen. Headlines wie "Top-Kameras" und "Spitzen-Optiken" sollen wohl auf die Schnelle Heft-Käufer anlocken. Apropos, nichts gegen erotische Bilder auch in Fotozeitschriften, aber wer seine Leser auf mehreren Doppelseiten mit billigen Sexbildern zukleistert, hat mit Spitzenoptik wohl nicht viel im Sinn.
Kamerastests, die mit 4 doppelseitigen Schmuddelbilder eingeleitet werden, wirken einfach nur befremdlich, fast verstörend. Hat das der Herausgeber und Chefredakteur Dr. Artur Landt wirklich nötig? Nein, das sei "meisterhafte Inszenierung", so zumindest die Begründung. Denn schliesslich stammen die Barbusigen von Manfred Baumann, der immerhin schon internationale Stars fotografiert habe. Das mag sein, nur ist die selektive Bildauswahl peinlich für eine Fotozeitschrift mit seriösem Anspruch.
Manche Bilder sehen wie im Studio mit montiertem Hintergrund auf die Schnelle produziert aus. Da nützt auch die sich doppelsinnig auf die getesteten Kameras beziehende Überschrift "Klasse und Format" nichts. Man kann sich vieles schönreden - nur ein Bild sagt eben noch immer mehr, vor allem ein doppelseitiges. Coupé und Praline würde man das nicht übel nehmen, das kennt man von denen ja, aber von Fototest?
Ist es Konzept oder Ideenlosigkeit? Ergänzt wird zu allem Übel jedenfalls noch ein 16-seitiger (!) Aktworkshop. Frei nach dem Motto, je oller umso doller, ist alles aus einem Guss und jetzt ein echtes Themenheft geworden. Nein, Herr Landt, das ist einfach nur widerlich, Geschmacklosigkeit hat kein Format!
Wie "Fototest" dreist alte Tests kopiert, zeigen wir in der Nachfolgeausgabe!
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