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Fotozeitschriften im Check - jeder dritte Satz ist Unsinn!

Fotozeitschriften im Check - jeder dritte Satz ist Unsinn!

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55 von 58 Lesern fanden diesen Report hilfreich.

Entscheiden Sie selbst:

Für dumm verkauft?

Fotofachzeitschriften testen und bewerten Kameras und fotografisches Zubehör. Wer bewertet die Zeitschriften? Höchste Zeit, mal wieder deren Qualität auf den Prüfstand zu stellen. Dabei ist im Schnitt etwa jede gefühlte dritte Aussage falsch, unpräzise oder mindestens fragwürdig.

Wir blättern in die aktuelle c't Digitale Fotografie (Ausgabe 01/15), Photografie (Ausgabe 1-2/2015) und Fototest (Ausgabe 1/15) rein und hinterfragen einige Reports.

Ein Traumflieger-Report von Stefan Groß

9,90 EUR: Die aktuelle Ct Fotografie bietet dafür auf insgesamt 178 Seiten u.a. einen 4k-Foto-Report und einen Kameratest Samsung NX1 gegen EOS 7D

Da liegen sie wieder vor mir, ein Stapel mit aktuellen Fotofachzeitschriften. Als eifriger Leser will ich mich natürlich auf dem Laufenden halten und auch eigene Testergebnisse verifizieren. Aber so richtig wohl fühle ich mich selten bei den Reports. Schon beim ersten Durchsehen winke ich zu oft und zunehmend schneller ab - technische Fehler, ungenaue Formulierungen, flott durchgejagte Texte. Geht es den Redakteuren und damit den Lesern wirklich nur um oberflächlichen Konsum, wobei der Textgehalt und eine sorgfältige Recherche keine tragende Rolle mehr spielt?

Wenn in den Zeitschriften-Artikeln mal ein technischer Wert verwechselt wird oder ein Rechtschreibfehler auftaucht, kann ich darüber gutmütig hinwegsehen. Das passiert trotz akribischer Qualitätskontrolle immer mal wieder und darauf werde ich hier auch nicht herumreiten. Wenn aber gefühlt jeder dritte Satz schlichtweg fehlerhaft oder schlampig ungenau formuliert wird und teils abstruse Schlussfolgerungen gezogen werden, stehen mir irgendwann doch die verbliebenen Haare zu Berge.

Dürfen die schreiben was sie wollen? Insbesondere angesichts der Tatsache, daß unsere Wälder zum Großteil auch für die Papierindustrie abgeholzt werden und ich dort kaum fotogene Motive mehr finde, weil es keine alten knorrigen Bäume mehr gibt?

Doch so pauschal lassen sich die Zeitschriften und die darin enthaltenen Artikel natürlich nicht über einen Kamm scheren. Vielleicht täusche ich mich auch und mein oberflächliches Durchblättern wird dem Inhalt gar nicht gerecht? Also sehe ich mir mal einzelne Artikel genauer an und prüfe den Gehalt eingehender.
 

C't Digitale Fotografie Ausgabe 01/15


C't Digitale Fotografie ist eine der wenigen mir bekannten Zeitschriften, die vergleichsweise detailliert und über Technikthemen tiefergehend berichtet. So macht auch die aktuelle Ausgabe 01/15 (Jan/Feb) davon erfreulicherweise zumindest teilweise keine Ausnahme. Ein Hauptthema schmückt die Titelseite mit "Fotorevolution 4k-Videos" das dann im Artikel "Fotos aus dem 4K-Videostream" auf immerhin 16 Seiten durchgeackert wird. Bevor ich auf den Artikel näher einsteige, schaue ich mir die Kern-Aussagen im Fazit an. Dort lese ich im Wesentlichen heraus, daß aus 4k-Videos entnommene Einzelbilder von minderer Qualität wären.

Einzelfotos aus 4K-Videos sind von minderer Qualität?

Aus eigener Erfahrung mit Panasonic-Modellen weiß ich aber, dass sich aus einem 4k-Video 8-Megapixel JPEG-Fotos in genau der gleichen Qualität entnehmen lassen, wenn man sie mit JPEG-Bildern der Fotofunktion vergleicht. Es gibt keinen praxisrelevanten Unterschied, es ist z.B. an den 4k-fähigen (bzw. teils nur UHD-fähigen) Panasonic-Modellen Lumix GH4, FZ1000 oder LX100 nur ein Crop, der den zentralen Bereich des Bildsensors als Direct Pixel-Readout nutzt. 

Nachfolgend einige 100%-Beispiele von der Photokina 2014 mit Greifvogel-Show, wo ich die Lumix FZ1000 benutzt  und aus einiger Entfernung einfach ein UHD-Video aufgenommen habe. Anschließend wurden aus dem Video ein paar Frames entnommen, die nachfolgend voll aufgelöst zu betrachten sind. Die Detailauflösung ist m.E. einwandfrei auch in Anbetracht der Tatsache, dass hauptsächlich die Endbrennweite mit Offenblende (auf KB 400mm f4,0) zum Einsatz kommt. Und bitte nicht vergessen, es sind 8-Megapixel-JPEGs und keine 20 Megapixel-RAWs!

Was macht die C't aus dem Thema? Im ersten Satz des Fazit heißt es "Unabhängig vom Aufzeichnungsverfahren sind 4k-Videoframes aus Digitalkameras nicht nur kleiner, sondern vor allem auch sichtbar schlechter als Fotos gleicher Größe." . Auch wenn mir die unglückliche Satzkonstruktion einen Schmunzler abringt ("Fotos gleicher Größe sind kleiner"), macht mich die übrige Aussage etwas stutzig. Wie kommen die denn darauf, daß die Videoeinzelframe-Bildqualität schlechter sein soll?

Äpfel mit Birnen Die c't will dem Leser nachweisen, dass 4k-Einzelframes wesentlich schlechter als Fotos wären. Dabei wird das hochaufgelöste Foto einfach herunterskaliert und mit 100%-Ausschnitten aus 4k-Fotos verglichen! Warum wird aber nicht stattdessen ein 8-Megapixel-Foto aufgenommen oder ein 100%-Crop mit dem 4k-Videoframe verglichen?

Ah, sie nehmen offenbar ein voll aufgelöstes Foto, rechnen es auf 8 Megapixel runter und reduzieren damit natürlich auch das Bildrauschen, jetzt kann es schön nachgeschärft werden. So konstruiert kann der Einzelframe nicht mithalten, der ist zumindest bei Panasonic ja ein 100%-Ausschnitt und nicht kleingerechnet wie das Vergleichsfoto. Oder einfacher formuliert: Ein 16 Megapixelfoto derselben Kamera ist natürlich einem mit 8 Megapixel überlegen. Genausogut könnte man den Videoframe auf 16 Megapixel hochrechnen. Der sieht natürlich schlechter aus, das braucht man nicht zu belegen. Darf ein solch offenbar sinnloser Vergleich aber Hauptthema eines 16seitigen Reports sein? Die c't ist offenbar dieser Ansicht!

Wo erwähnt der c't-Report eigentlich, dass in 4k eine Brennweitenverlängerung greift und das Motiv bei der im Report untersuchten GH4 (und auch anderen Lumix-Modellen) dafür näher herangeholt wird? Also hier sei mal klargestellt: Per 4k entnommene Einzelfotos sind bei Panasonic in der gleichen Qualität vorhanden, wenn man sie mit einem entsprechend gecroppten JPEG-Einzelfoto vergleicht. Und nutzt man ein gutes Objektiv, wie es z.B. an der Lumix FZ1000 vorhanden ist, dann kann man wirklich hervorragende Ergebnisse erzielen, ohne sich große Gedanken darum zu machen, ob man die Szene nicht doch lieber als Foto aufgenommen hätte. Zumindest wenn man keine hohen Kontraste vorliegen hat und aufs diesbezüglich natürlich bessere RAW-Format zurückgreifen wollte. Aber RAW beim Fotografieren ist in der c't eh ein komplett ignoriertes Thema.

Im Gegensatz zu Panasonic geht Samsung an der NX1 allerdings einen etwas anderen Weg und skaliert das 4k-Video kameraintern, d.h. es erfolgt kein Crop wie bei Panasonic. Im Ergebnis sehen die Fotos aber praktisch identisch zu den entsprechend herunterskalierten Bildern der Fotofunktion aus, nur wenn man starke Bildaufhellungen von Schattenbereichen vornimmt, griselt das aus dem Video entnommene Foto stärker.  Warum unterscheidet die C't hier nicht zwischen croppenden Modellen (Panasonic) und skalierenden und somit den nativen Bildwinkel erhaltenden Modellen (Samsung NX1 / Sony A7s)?

Nachfolgend zeige ich einen realistischen Vergleich zwischen UHD-Einzelframes und den entsprechenden JPEG-Fotos aus selber Distanz und gleicher Brennweite. Bei der Lumix GH4 ergeben sich keine relevanten Unterschiede bei 100%-Ansicht. Dies gilt selbst in den aufgehellten Beispielen, wo man höchstens über das in der Praxis aber kaum relevante, stark aufgehellte Tiefschwarz diskutieren kann. An der Samsung NX1 zeigt sich in den aufgehellten Beispielen stärkeres Rauschen und Farbabrisse. Ausserdem führt sie keinen Crop in UHD durch. Hier muß man eindeutig zwischen croppendem Modell wie der Panasonic und der skalierenden Samsung (und im Prinzip auch der Sony A7) unterscheiden, in jedem Fall kann Beurteilungsgrundlage nur die jeweilige 100%-Ansicht sein, bitte entsprechend einzoomen!

Ich schaue mich mal weiter im Report um, da werden auch Grundlagen behandelt. Auf S. 43 heißt es "Alle 4k-fähigen Digitalkameras können die Bilddaten onbaord, also auf Speicherkarten, abspeichern.". Die Sony A7s kanns nicht und die gibts schon ein paar Monate. Und weiter "Die vom Hersteller als weltweit schnellste SD-Karte gepriesene Sandisk Extreme Pro SDHC/SDXC/UHS-II (die heißt übrigns wirklich so) soll eine Schreibgeschwindigkeit von maximal 280 MByte/s erlauben, sie kostet 250 Euro. Welche dauerhaft garantierte Schreibgeschwindigkeit sie hat, bleibt unklar." . Das bleibt der Redaktion vielleicht unklar, Sandisk gibt eine kontinuierliche Schreibrate direkt via Logo auf der Karte an und die liegt bei 30MB/Sek . Im Reportteil "4k-Video im Praxistest" stoße ich endlich auf die Aussage, dass die Lumix GH4 einen Crop in 4k durchführen würde. Die A7s nutze hingegen die komplette Sensorfläche und skaliere sie auf UHD. Jetzt heißt es "Das kann bisher keine andere Digitalkamera". Doch, die Samsung NX1 macht es genauso wie die Sony A7S. Gemessen an der umfangreichen Seitenanzahl sind dies allerdings nur wenige fehlerhafte Aussagen des ansonsten gut recherchierten Reports. Einige Aussagen des oben zitierten Fazits gehen aber massiv an der Praxis vorbei!

Laues Lüftchen: Vergleichstest Samsung NX1 gegen die EOS 7D Mark II

Gehüpft: Die Schärfentiefe liegt etwa bei 20 Metern und die c't will daraus Erkenntnisse für den AF-Betrieb an der Samsung NX1 und EOS 7D II gewinnen!

Interessiert sehe ich mir den Vergleichstest "Samsung NX1 gegen Canon 7D Mark II" an, der allerdings auf mageren 5 Seiten allein vom Umfang dem Thema kaum gerecht zu werden scheint. Schön, dass sie auch den Autofokus der NX1 im Vergleich zur 7D Mark 2 untersuchen, der wird ja für beide Kameramodelle massiv beworben. Doch was macht die Redaktion? Sie läßt eine junge Frau mit reichlich Umfeld vor einem neutralweissem Hintergrund springend auf die Kameras zulaufen. Dabei soll der Autofokus getestet werden. Dumm bloß, dass die Schärfentiefe bei den gewählten technischen Daten (35mm f4) bei rund 20m liegt. D.h. der Autofokus hat ausser einer Startfokussierung garnichts zu tun, könnte abgestellt werden. Via Fixfokus wäre auch alles durchgehend scharf,  der Test ist - wie dargestellt - praktisch unsinnig. Damit verbrät die Redaktion schon einmal eine ganze Seite vom Report, mit im Prinzip ungeprüften Schlußfolgerungen (NX1: "...Ihr Autofokus zeigt sich als sehr zuverlässig." 7D II: "Er (der AF) zeigte sich mit dem 24-70mm/2,8 als sehr treffsicher."). Daß die 7D II darüberhinaus mit 7B/Sek. anstelle - wie dargestellt - mit 10B/Sek. aufgenommen haben will, wollte ich ja unkommentiert lassen.

Jeweils eine Seite geht mit einer Beschreibung der jeweiligen Kamerabedienung drauf. An der NX1 finden sich "Knöpfe für ISO, Autofokus-Betrieb, Weißabgleich und Belichtungsmessung". Knöpfe sind gemeinhin rund. Doch es gibt keine runden "Knöpfe" mit den entsprechenden Funktionen an der NX1 (es sind schmale im Kranz angeordnete Tasten ). Mit weiteren Ungenauigkeiten gehts weiter, so heißt es "Ein kleines Statusdisplay hilft dabei, zügig durch die Menüs zu navigieren". Ich frage mich, was gemeint sein könnte. Mir fällt nichts ein. Das Hauptmenü hat kein kleines Statusdisplay, sondern ist schlicht ein großes Menü, ähnlich wie man es von anderen Kameras kennt. Wenn die i-Function gemeint ist, sollen die das schreiben. Ist das erwähnenswerte LCD-Display auf der Kameraoberseite gemeint, dann verstehe ich den Sinn nicht. Irgendwann komme ich darauf, dass die Autorin die per Overlay-Fenster eingeblendeten Menüoptionen gemeint haben muß . Bin ich zu kleinlich? Wer aber kann sich wirklich etwas Konkretes hinter diesen unpräzisen Formulierungen vorstellen?

Mager Zwei von fünf mageren Seiten zur NX1 und 7D II. Warum hat die 7D eigentlich das nicht weiter besprochene 50mm/1,4 drauf?

Der nächste Satz erscheint genauso irreführend "Eine Funktionstaste führt ab Werk außerdem zu einem Quickmenü,...". Was ist mit "ab Werk" gemeint? Kann man die etwa auch anders konfigurieren z.B. über den Menübefehl "Tastenzuordnung". Nein geht nicht, wieder eine offenbar sinnbefreite Formulierung. Weiter hinten wird noch der "(..)sehr zuverlässige Tracking AF..." gelobt als nicht weiter belegte Behauptung, da der AF-Test mit zu hoher Schärfentiefe ja keine Grundlage sein kann.

"So können Fotografen über Doppel-Tipp unter anderem Fokus- und Belichtungsbereich voneinander trennen und unterschiedlichen Bildbereichen zuordnen. Das bietet sich für sehr kontrastreiche Motive an und vermeidet das Abtauchen ins Menü". Dies ist so ziemlich das für die Praxis uninteressanteste Feature der NX1, bei dem man via Touchscreen Belichtungsmessung und Autofokussierung getrennt voneinander als Messfeld einstellen kann. Praxisirrelevant deswegen, weil regelmäßig auch da wo das Licht liegt, die Schärfe liegen sollte und eine davon abweichende Automatik-Einstellung so gut wie nie sinnvoll ist.
Was könnte aber gemeint sein? Angenommen ein Motiv findet sich im grellen Gegenlicht und wird nurnoch als Schattenriss dargestellt. Der Autofokus kann das Motiv wegen zu schwacher Kontraste nicht mehr anmessen, also trennt man den AF von der Belichtungsmessung und setzt den Fokus auf eine weniger problematische Zone. Was bietet sich in der Praxis eher an? Ich setze den AF ebenfalls seitlich, lasse aber die Belichtungsmessung verknüpft. Jetzt drehe ich einfach die mittlere Belichtungsstufe in die passende Richtung. Wie das Licht sich aufs Bild auswirkt, sehe ich ja im elektronischen Sucher oder auf dem Monitor. Dieses Vorgehen ist idR eleganter und ein gewohnter Workflow. Ich kann den Sucher kontinuierlich benutzen und muß mich auch nicht mehr darum kümmern, anschließend das AF-Feld und Belichtungsmessung wieder in Deckung zu bringen. Wie auch immer, die Funktion ist aber doch nur für seltene Ausnahmesituationen interessant, trotzdem verschlingt die Erwähnung hier ganze zwei Sätze des eh mageren Textes!

"Ab und an stellte die Kamera uns aber vor ein Rätsel: So konnten wir beispielsweise die Bildqualität im Automatikmodus nicht mehr anpassen". Ja, was ist so rätselhaft daran? Die NX1 bietet halt im Automatikmodus keine Anpassung der Bildqualität. "...dafür mußten wir in A, S oder M wechseln. Im Automatikmodus und in P fotografiert die NX1 nur in JPEG." . Nanu, auch in P gibt es keine Bildqualitätseinstellung, um z.B. das RAW-Format vorzuwählen? Ich prüfe es kurz: Nein, auch in P gibt es die Bildqualitätswahl, wäre ja noch schöner. Aber wozu soll die Bildqualität überhaupt geändert werden, wenn die c't - dazu hinterhältig unkommentiert - eh nur über das JPEG-Format berichtet?

Zur 7D II heißt es "An ein paar Stellen unterscheiden sich 7D und 7D Mark II aber grundlegend. Besonders deutlich wird dies bei der Steuerung des komplexen Autofokus-Systems. Auf dem Gehäuse macht sich dies durch einen eigenen AF-Auswahlschalter bemerkbar, mit dem Fotografen sowohl den Autofokus-Bereich als auch die Autofokus-Messfelder durchwählen können.". Gibts schon an der 7D (Mark I), nur wird da anstelle des neuen Hebels für die Bereichswahl die M-Fn-Taste benutzt, ansonsten ist nach wie vor für die Messfeldwahl per Standard der Minicontroller (Joystick) zuständig, der an beiden 7D-Modellen vorhanden ist. Funktional gibt es hier keine wesentlichen Unterschiede.

Allgemeinplätze: Verkürzungen und Unwesentliches zur 7D II reduzieren den eh schon zu knappen Text weiter!

Weiter heißt es "Ein Wermutstropfen allerdings bleibt: Nur sehr lichtstarke Objektive unterstützen den vollen 65-Punkt-Autofokus.". Klingt so, als würden die 65-AF-Felder nur mit den lichtstärksten Objektiven unterstützt. Stimmt aber nicht. Z.B. auch die nicht sonderlich lichtstarken Standard-Kitobjektive können alle 65-AF Felder nutzen wie etwa das Canon 18-135mm 3,5-5,6 IS STM oder das Canon 18-55mm 3,5-5,6 IS STM (siehe Bedienungsanleitung ab Seite 100).  "Auf der linken Seite kommt eine Kreativ-Taste hinzu, über die Fotografen auf Features wie die Mehrfachbelichtung zugreifen können.". Ja, und auch auf die neue HDR-Funktion. Und es gibt auch die neue Rate-Taste (Bilddirektvergleich oder Bewertung), eine neue Lupentaste, RAW-JPEG-Taster fehlt jetzt usw. Was soll so eine Verkürzung? Stattdessen verbrät sich der Text mit "Auf dem Moduswahlrad der Kamera fehlt die Kreativ-Automatik. Die verpackt Canon nun in die Szenenautomatik, die selbständig die optimalen Kamereinstellungen für eine Szene wählt.". Nur daß die Kreativ-Automatik eben nicht mehr an der 7D II vorhanden ist. Mit der CA-Funktion kann die 7D (Mark I) anwendergesteuert die Schärfentiefe und auch Helligkeit anpassen. Beides geht in der Automatik eben nicht mehr an der 7D II, da wird nichts in eine "Szenen-Automatik" verpackt.

Wenn die 7D II schon relativ ausführlich zur 7D I verglichen wird, warum wird nicht mit einem Wort erwähnt, dass die 7D II jetzt den Dual Pixel AF im Livebild und Video nutzt, der einer 7D I fehlt? Das ist doch neben der ebenfalls unerwähnten, höheren Serienbildgeschwindiigkeit, dem unerwähnten AF bis F8, der unerwähnten und wesentlich breiteren AF-Feldabdeckung im Sucher, dem Dual-Slot-Speicherkarten etc. ein herausragendes Feature der 7D II. Aber hier geht es ja um einen Vergleich zu NX1. Also schauen wir mal, was die Rubrik "Messwerte und Bildkritik" bringt.

RAW wird ignoriert

Zunächst wird mit keinem Wort auch nur irgendwo das RAW-Format erwähnt. Stillschweigend testet die C't offensichtlich nur das JPEG-Format. Bitter aber leider branchenüblich. Das RAW-Format bietet eine durchweg höhere Auflösung und Dynamikoptimierungen, die bei weitem die JPEG-Möglichkeiten übersteigen. Hier ist das Salz in der Suppe, gerade bei solch ambitionierten Kameramodellen. Etwas bedauerlich auch, dass die 7D II mit dem Canon 24-70mm/f2,8 getestet wird. Das ist 1. ein Vollformat-Objektiv und kein Kitobjektiv, wie das an der NX1 benutzte 16-50mm/2-2,8 und 2. ist das Objektiv nicht mehr aktuell. Die neue Version heißt Canon 24-70mm/2,8L USM II. Viel sinnvoller wäre ein Vergleich entweder jeweils mit den hochauflösenden Makro-Objektiven Canon EF-S 60mm/2,8 und Samsung 60mm/2,8 OiS gewesen oder man bestückt die 7D II mit dem 17-55mm/2,8, was dem Samsung vom Bildwinkel und Lichtstärke noch am nächsten käme. Zumindest für den AF-Geschwindigkeitstest hätte man einen gleichen Antriebsmotor und nicht Ultraschallmotor (USM bei Canon) gegen einen Steppermotor (bei Samsung) antreten lassen sollen. Kein Wunder, wenn die NX1 mit einem rund 12 Jahre jüngeren AF-Motor etwas schneller im OneShot fokussiert als die Canon. Mir ist klar, dass nicht immer alle Objektive zur Verfügung stehen und sich auch systemübergreifend vieles nicht ganz einfach vergleichen lässt. Aber wir haben hier ein Top-Thema und eine sehr anspruchsvolle Zeitschrift. Da erwarte ich einfach mehr!

Wird eigentlich irgendwo erwähnt, dass Canon ein rund 10x größeres Objektivsortiment für die 7D II bereitstellt als Samsung mit seinen derzeitigen 14 Objektiven? Fündig werde ich im Report nicht, ist sicherlich ja auch nebensächlich bei so einem Systemvergleich.

Auch wenn leider unerwähnt bleibt, dass die NX1 im RAW-Format eine geradezu sensationelle Rauscharmut bei der Aufhellung von Tiefen - ähnlich derjenigen von Sony A7-Modellen - bietet, so  stimme ich immerhin den Schlußfogerungen hinsichtlich der Bildqualität beim ISO-Rauschen im JPEG-Format zu. Richtigerweise wird klar herausgestellt, dass die NX1 in höheren ISO-Regionen Details wegbügelt, die bei der 7D II besser erhalten bleiben. Das stimmt mit meinen Erfahrungen überein, wonach die JPEG-Engine der NX1 halt nicht besonders gut abgestimmt ist, was sich auch in einem relativ groben ISO-Korn in höheren Wertregionen zeigt. Auch der Schlußfolgerung, die NX1 wäre - generell betrachtet und dem Sinn nach - eher eine funktional aufgepeppte Livestyle-Kamera und die 7D II robusteres Arbeitstier, kann ich grundsätzlich zustimmen. Na immerhin...aber trotzdem, der c't-Report von Sophia Zimmermann strotzt meiner Ansicht nach nur so vor Nebensächlichkeiten, unverständlichen Verkürzungen und einem amateurhaft dargestellten AF-Test. Nicht erwähnen wollte ich ja Kleinigkeiten, dass hier etwa der NX1 ein 1,6x-Crop und der 7D II ein 1,5x-Crop unterstellt wird, wobei es ja umgekehrt ist (7D II 1,6x - NX1 1,53x) ;-)

Traumflieger-Wertung der untersuchten c't-Reports:

Die Technikrecherchen im 4k-Foto-Report sind teils sehr tiefgehend und mit anschaulichen Technologie-Diagrammen garniert. Die Schlußfolgerungen aber indifferent und - auf die Panasonic GH4 bezogen - irreführend. Es hilft wenig, dann letztlich noch zurückzurudern und am Fazit-Ende den Spaßverderber im mäßigen 4k-AF-Betrieb zu suchen. Generell ist es auch bedauerlich, dass im Fotobetrieb kein RAW-Format besprochen wird.

Der 7D II / NX1-Report ist mir insgesamt zu dünn aufgestellt, fehlerbehaftet und mit mißverständlichen Formulierungen versetzt. Der AF-Test wird - wenn auch plakativ dargestellt- so letztlich doch amateurhaft mit einer viel zu hohen Schärfentiefe durchgeführrt. Die C't ist aber vom technischen Inhalt insgesamt dennoch zu empfehlen.

  • teils detaillierte Technik-Recherchen und Übersichtslisten (4k-Foto-Report)
  • sorgfältig dokumentierte Aufnahme-Parameter(4k-Foto-Report)
  • zahlreiche und anschauliche Technologie-Diagramme (4k-Foto-Report)
  • nachvollziehbare Schlußfolgerungen für das JPEG-Format (NX1 - 7D II-Report)
  • Autofokus wird immerhin untersucht und näher besprochen (NX1 - 7D II-Report)
  • Foto-RAW-Format wird generell nicht untersucht noch besprochen. Wird das Thema bewußt verschwiegen?
  • Für den Leser teils irreführende Schlußfolgerung und zu undifferenzierte Darstellung (4k-Foto-Report)
  • amateurhaft durchgeführter AF-Test (NX1 - 7D II-Report)
  • viel zu knapper Raum für ein wichtiges Technik-Thema (NX1 - 7D II-Report)
  • generell zahlreiche Technikfehler und Ungenauigkeiten (NX1-7D II-Report / teils im 4k-Foto-Report)

Die C't ist  vom technischen Inhalt richtiggehend wertvoll gegenüber dem nächsten Kandidaten, der eher unfreiwillig auf meinem Tisch liegt.
 

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PHOTOGRAPHIE Jan/Feb 2015


5 EUR: 114 Seiten und mit einem feucht-frivolen Cover will PHOTOGRAPHIE 1-2/2015 Käufer anlocken!

Die "Photografie" 1-2/2015 wurde uns ungefragt stapelweise zugeschickt, wohl in der Annahme, wir würden sie gerne an unsere Kunden verteilen. Warum auch nicht?

 

Das Heft bietet auf 116 Seiten für vergleichsweise günstige 5 EUR vor allem Foto-Bildstrecken. Neben ein paar wenigen News-Seiten sind es dann auch viele Leser-Fotos, ein Magnum-Fotoreport. Sieht alles nett aus, die Zeitschrift will offenbar in Bildern sprechen. Doch wie sieht die technische Seite aus?

 

Auch hier finde ich einen aktuellen Vergleichstest zur Samsung NX1 gegenüber der Canon EOS 7D II gleich markig auf der Titelseite vermerkt. Ebenfalls magere 5 Seiten widmen sich unter dem Titel "Time for a Change?" dem Thema, wonach die Samsung NX1 sich anschicke, die Canon 7D II "...vom Thron zu stoßen".

Ungeschickte Formulierungen, leere Worthülsen

Der Einleitungssatz des laufenden Textes irritiert mich, wo es wörtlich heißt "Ein aufwendig versiegeltes Gehäuse und ein Autofokus-Modul mit 65 Kreuzsensoren, inklusive einem zentralen Doppelkreuzsensor, wie es sonst nur der Vollformat-Profi EOS-1D-X bereithält." . Nicht nur, daß der Satz dem Leser ohne konkreten Kamerabezug sehr lachs entgegengeworfen wird. Nein, die - wie ich schließlich dem 3. Satz entnehme - auf die 7D Mark 2 bezogene Aussage ist auch inhaltlich gleich dreifach falsch:  Die 1Dx hat keine 65 AF-Felder und einen zentralen Doppelkreuzsensoren gibts bei zahlreichen Canon-DSLR. Zudem ist der Wetterschutz an der 1Dx professioneller. Dann sträuben sich allmählich die Haare als es zur NX1 heißt "Im direkten Vergleich verbucht die Samsung trotz der höheren Auflösung Vorteile bei der Detailwiedergabe im hohen ISO-Bereich.". Huch, ist das wahr? So pauschal behauptet kann ich das nicht nachvollziehen. Wie ja oben auch schon die C't erwähnt hat, ist es wohl eher umgekehrt. Aber weiter "Auflösung und Frequenz des Suchers (der NX1) sind so hoch, dass sich der visuelle Eindruck nicht nachteilig zum optischen Sucher (der 7D II) verhält.". Ja grob betrachtet stimme ich zu. Unerwähnt bleibt aber, dass der NX1-Sucher bei Schwenks zum Helligkeits-Flackern neigt und arg ins Stocken gerät, sobald der Buffer des Serienbildmodus erschöpft ist (was bei 15 B/Sek. recht schnell geschieht). Gut, so weit ging die Recherche dann eben nicht.

 

Der Autor Tobias F. Habura vergleicht schließlich das AF-Prinzip und zieht für das Livebild bzw. den Videomodus die Phasenmessung des neuen Dual-Pixel-AF der 7D II zum Vergleich zur NX1 heran: "Die Samsung NX1 ist prinzipbedingt auf die Entfernungsmessung auf dem Sensor entwickelt. Hier kann die Dual-Pixel-Technologie der Canon 7D Mk. II nicht mithalten.". Und warum bitteschön nicht? Die 7D-Fokussier-Geschwindigkeit ist im Livebild mit dem Dual Pixel  genauso hoch wie ausserhalb der Liveview und genauer ist sie zudem noch. Warum also soll sie mit der NX1 also nicht mithalten können?

Großes Bild, wenig Inhalt: Zwei der 5 Seiten zum NX1 - 7D II-Vergleich. Ein Riesenbild, wenig Aussagekraft!

Weiter heißt es "Vergleichen wir hingegen die Hybridmessung der Samsung mit der Phasenmessung der Canon, zeigt sich die Stärke des Autofokus-Moduls in der EOS 7D Mk. II. Mit lichtstarken Extrem-Teles hält sie zwar nicht mit dem Profi EOS-1D X Schritt, gibt im direkten Vergleich aber das Tempo vor. Groß sind die Abstände jedoch nicht.". Lassen wir die unbelegte Behauptung im Vergleich zur 1Dx einmal aussen  vor, dann frage ich mich, wo im Samsung NX1-System denn lichtstarke Extrem-Teles vorhanden sind? Normalerweise sind damit Objektive wie ein Canon 300mm/2,8L, 400mm/2,8L, 500mm/4L, 600mm/4L oder ein 800mm/5,6L gemeint. So etwas gibt es bei Samsung garnicht. Samsung hat als einziges lichtstarkes Tele das 50-150mm/2,8 S-Objektiv zu bieten (ein Samsung 300mm/2,8 ist nur als Prototyp auf der Photokina mal vom Hersteller gezeigt aber nie getestet worden und nicht verfügbar). Selbst wenn der Autor einfach nur ungeschickt formuliert hat und die lichtstarken Extremteles nur auf den 7D II -1Dx-Vergleich bezogen sind, womit wird dann die 7D II mit der NX1 verglichen?

Ähnlich unbelegt kommt die Aussage daher "Samsung hat seine Hausaufgaben vorbildlich erledigt und stellt mit der NX1 eine Kamera vor, die mit der EOS 7D Mk. II absolut auf Augenhöhe ist.". Ist sie das? Warum denn? Dazu heißt es weiter "...wer schon einmal eine DSLR in der Hand hatte, wird auch mit der NX1 sofort zurecht kommen.".  Genausogut könnte man schreiben, wer schon einmal eine DSLR in der Hand hatte, wird auch mit einer Kompaktkamera gleich zurecht kommen. Ist auch so, aber was hat das mit den beiden Kameras zu tun? Wie kann ich z.B. an der NX1 schnell das AF-Feld verschieben, ohne vorher noch eine Taste gedrückt zu haben, um erst dann den Cursor entsprechend bewegen zu können? Geht nicht, aber an der 7D gehts direkt via Joystick. Oder wie erreiche ich an der 7D II den äusseren Randbereich mit den AF-Feldern beim Sucherblick? Geht nicht aber an der NX1 gehts. Der Teufel steckt halt im Detail und das fehlt im oberflächlichen Report.

Und so kommt er auch eilig zum Ende mit dem Fazit "Der Samsung NX1 hat Canon mit der 7D Mk. II nicht viel entgegenzusetzen. Beide Kameras sind auf Augenhöhe(..)". Doch! Canon hat der NX1 ganz viel entgegenzusetzen: viel mehr Objektive, eben die lichtstarken Superteles, Telekonverter, elektrifizierte Retroadapter, professionelle Blitzsysteme, Kompatibiltiät von unglaublich viel Zubehör (z.B. bei motorisierten Panoramaköpfen etc), die Samsung alle nicht bietet. Canon liefert Bildschärfe im Randbereich des Weitwinkel, wo Samsung sogar am ansonsten hochwertigen 16-50mm/2-2,8 komplett einbricht. Beim einzigen Samsung-Fischauge sieht es hier sogar dramatisch aus.

Labor und Praxis: Wie einige Zeitschriften will auch Photografie mit dem beliebten Begriffspaar 'Labor und Praxis' die Leser ködern. Ausser ein paar schicken Langzeitbelichtungen entdecke ich nur Belanglosigkeiten und eine irreführende Bildbesprechung!

Canon unterstützt professionelle Anwender im manuellen Fokusbetrieb, wo Samsung keine Lupenfunktion ausserhalb des Bildzentrums bietet oder beim Abschalten der Kamera den Fokus ungefragt auf Unendlich zurückstellt. Die Remotesteuerung ist an der NX1 für mich eine Katastrophe, da keine Lupenfunktion und keine direkte Bildrückschau unterstützt wird. Bei Canon kann ich das sehr wohl nachrüsten (z.B. mit Camranger / TP-Link-Box etc.). Die Liste könnte ich endlos weiter aufzählen. Samsung hat auch zahlreiche Vorteile, die Interessierte hier im Mitglieder-Report nachlesen können.

NX1 im High-ISO-Bereich angeblich besser...

Warum stehen mir die Haare noch zu Berge? Genau, auf der nächsten Doppelseite stehts ja unter der Rubrik "In der Praxis" und dort "Es zeigt sich, dass Canon im unteren Empfindlichkeitsbereich etwas bessere Ergebnisse liefert, während sie die Führung ab ISO 6.400 an Samsung abgibt". Okay, wenn der Autor das genaue Gegenteil gemeint haben sollte, würde ich zustimmen. Und dann kommt noch die Rubrik "Unter Laborbedingungen" wo erwähnt wird "Samsung-Fotografen haben einen Blendenschritt mehr Reserve.". Aha, also zeigt sich die Samsung mit dem APS-C-Sensor auf Vollformatniveau? Leider ist das im Rahmen der Aussagen Unsinn. Aber es wird im Heft noch auf einen Online-Download mit Testcharts verwiesen, dessen Zip-Datei ich herunterlade. Und jetzt wird es noch toller:

Die Aufnahmen sind maximal mit 3.000 x 2.000 Pixel hinterlegt. Die 7D II hat aber eine Auflösung von 5.472 x 3.648 und die Samsung von 6.480 x 4.320 Pixel. Warum also 3.000 x 2.000 Pixel? Und dann werden noch einige der im Heft schon gezeigten High-ISO-Praxisbeispiele vom Dom geboten, die sogar nur eine Auflösung von 1.200 x 800 Pixel bieten . Bitte? Warum werden die so extrem kleingerechnet? Es ist wohl anzunehmen, daß sie technisch nicht einwandfrei durchgeführt wurden und der Fehler so kaschiert werden sollte.

Schaut man die JPEG-Bilder genauer an ist dennoch zu erkennen, dass die NX1 stärker und vor allem gröber rauscht und so Details wegbügelt. Warum aber erwähnt das der Report nicht? Ich vermute hier eine selektive Wahrnehmung des Autoren mit Fokus auf gröbere Strukturen in helleren Bildbereichen. Auf solche Motivdetails stürzen sich die JPEG-Engines aber wenns in den Schattenbereich mit feiner Zeichnung geht, dann zeigt sich, wie gut die Engine bzw. der Bildsensor wirklich arbeitet. 

Für eine Zeitschrift, die nach eigenem Bekunden internationale Anspruche anmeldet ("Das Magazin für digitale und analoge Photographie International"), sollte dies zum Standardwissen gehören. So ist der Report nur auf Amateurniveau angesiedelt und  oberflächlich recherchiert. Auch wenn ich nicht grundsätzlich anzweifeln will, daß die NX1 - je nach Sichtweise - zur EOS 7D II auf Augenhöhe liegen kann. Stichhaltig belegt wird diese Aussage nicht. 

Um einmal den Unterschied zwischen der Samsung NX1 und der EOS 7D II in höheren ISO-Werten zu belegen, zeige ich hier mal ein paar Beispiele bei ISO 6.400, 12.800 und 25.600 im JPEG-Format out of the cam und mit Preset-Einstellungen voll aufgelöst (bitte einzoomen).  Die 7D nutzt das Canon 50mm/1,8 II und die Samsung das 45mm/1,8. Lt. dem Photographie-Report soll hier die NX1 um 1 Stufe überlegen sein? Entscheiden Sie selbst und schauen bitte auch einmal in die Schattenbereiche. Ich denke, dass die 7D II Vorteile verbucht! Aber Achtung, das ist nur ein JPEG-Vergleich und hat nichts mit dem RAW-Format zu tun!

 

Traumflieger-Wertung des untersuchten PHOTOGRAPHIE-Reports:

Bedauerlich, dass so wenig Inhalt und Fakten im Samsung NX1 - 7D II-Vergleichstest genannt werden. Mögen sich die Leser vielleicht durch die teils überzeugenden Bildbeispiele bzw. den locker formulierten Text auch angesprochen fühlen. Genauer betrachtet dominieren aber unglückliche Satzkonstruktionen, leere Worthülsen und unbelegte Behauptungen den Report. Die Laborbeispiele werden einseitig interpretiert, Webdownloads führen zu kleingerechneten Pseudobeispielen.

 

  • insgesamt beeindruckende und großformatige Bildersprache
  • aufgelockerte Technikbeschreibung
  • Zu knapper Raum für einen umfangreichen Vergleichstest
  • fehlerhafte Inhalte, teils inhaltsarme Sätze und unausgewogene Schlußfolgerungen
  • Pseudo-Beispiele als vermeintliches Download-Extra

 

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FOTOTEST Ausgabe 1/15


6,90 EUR: 98 Seiten, neues Testverfahren und ein Rotschopf sollen Käufer anlocken!

Und da wäre ja noch die aktuelle "Fototest" von Dr. A. Landt. War ich früher treuer Leser, so habe ich mir die Zeitschrift schon länger nicht mehr gekauft, weil mich der Inhalt irgendwann langweilte. 98 Seiten für 6,90 EUR sind allerdings auch kein Pappenstiel. Dabei hat die Zeitschrift eigentlich ein tolles Format, wo viele Produkte kompakt getestet werden. Wirkt ziemlich technisch, fast schon wissenschaftlich auf den ersten Blick.  Die Technik wird andererseits aber immer wieder durch Themenreports aufgelockert, teils waren dort allerdings auf mich billig wirkende oder fast schon anzügliche Akt-Fotostrecken zu finden (siehe unseren Report "zum billigen Sexheft degeneriert?").

Der Kern sind aber die vielen Kompaktreports. Dummerweise wurde in der Vergangenheit da fast durchgehend mit Höchstwertungen um sich geworfen und die Kameras wahllos bejubelt. Zahllose Kameras hangelten sich nahe der 100 Punkte Wertung meist so zwischen 92 und 98 Punkten. Sie unterschieden sich teils auch nurnoch durch Nachkommastellen. Ein Superlativ jagte das nächste; fast schon unerträglich. Und in den Reports stand dann für mein Geschmack auch nicht viel drin. Immer die gleichen Testbilder, die selbst in höheren ISO-Werten praktisch gleich aussehen und so keine Aussage haben. Bei Stativtests sind dann irgendwann die Oszillatoren-Diagramme wichtiger als Praxishinweise geworden. Warum liegt also jetzt wieder Fototest vor mir? Ich wollte mal wieder reinschnuppern insbesondere auch, weil ein 7D Mark II - und Samsung NX1-Test versprochen wird.

Im Editorial wird jedoch zunächst das als wichtigstes Thema und in großen Lettern auf dem Cover angekündigte "ultimatives Testverfahren" beworben. Aha, warum denn ultimativ? Weil sie halt ein externes Messinstitut (Image Engineering) beauftragen, weil die Testcharts mit 9 Siemenssternen für die Praxis am relevantesten seien und Messwerte mathematisch für alle Testkandidaten gleichermaßen in Punkte umgerechnet würden. Zudem würden die Messungen noch durch Plausibilitätsprüfungen von Gegenständen verifiziert. Und es werde nicht manipuliert und alles transparent auf den Tisch gepackt. Fototest meint also, damit  "...haben wir aus unserer Sicht sämtliche Kriterien für ein ultimative Testverfahren erfüllt.". Fakten - Fakten - Fakten und an die Leser denken. Hab ich schon einmal gehört, hat Fototest diesmal an letztere gedacht? Wohl eher im Sinne einer zu melkenden Kuh.

Neues Messverfahren: der Leser wird zum wiederholten Mal zur Kasse gebeten

Das auf 7 üppigen Seiten vorgestellte, neue Kamera-Messverfahren soll demnach ab sofort gelten. Kantenschärfung, Signal-Rauschabstand und Farbsättigung seien hinzugekommenn. Ausserdem werde eine neue Analyser-Software angewendet und die Punkteverteilung "noch strengeren Kriterien" unterworfen. Eine Begründung für letzteres fehlt, dafür lese ich zum wiederholten Male die  Floskel, dass kein Aufwand und keine Mühe gescheut werde "...wenn es darum geht, seiner Leserschaft stets das ultimative Testverfahren zu bieten", gepaart mit der hypnotisch-selbstbeweihräuchernden Mantra "unsere Tests sind State-of-the-Art". Alle schon getesteten Kamera sollen demnach also neu bewertet und in den nächsten Ausgaben präsentiert werden. Hoppla, die Tests wurden doch schon einmal von den Lesern sogar teils doppelt gekauft, jetzt sollen die in den Folgeausgaben nochmal dafür Bares hinblättern, nur weil ein paar wenige Testwerte dazugekommen sind? Warum wird das nicht kostenlos als PDF zum Download oder als ergänzende Beilage angeboten?

von wegen Glaubwürdigkeit: Webdownload bietet keine originalen Testbilder

Gibts überhaupt etwas im Web? Ja, unter jedem Test steht "Testbilder und Diagramme finden Sie bis zu 12 Monate nach Erscheinen des Hefts kostenlos auf www.fototest-magazin.de/testdaten/". Schon im Editorial heißt es dazu: "Wir haben nichts zu verbergen" und gedoppelt im Report zum neuen Testverfahren wird zur Downloadmöglichkeit erwähnt: "das schafft Glaubwürdigkeit, Klarheit und Transparenz.". Gespannt gebe ich die URL ein, lande aber im Nirwana. Fündig werde ich erst nach einiger Recherche unter http://www.fototest.de/testdaten/ . Für Ausgabe 1/2015 finde ich zwar die neu bewerteten Kameramodelle aber kein einziges Testbild, nur endlose Diagramme, die mir im Heft schon über sind.

Ich suche bei den Objektivtests, da fehlen sie aber genauso. Zur Klarstellung: Unter Testbildern versteht man gemeinhin originale, aus der Kamera stammende Aufnahmen, die unbearbeitet und voll aufgelöst dem Test zugrundeliegen. Wo sind sie denn? Irgendwo finde ich dann doch soetwas wie Bildmaterial und zwar bei der Lumix GM5 aus dem Testheft 6-2014. Es sind aber nur bearbeitete Ausschnitte mit einer Größe von 1.933 x 796 Pixel, die Kamera bietet aber eine Auflösung von 4.592 x 3.448 Pixel. Wo sind also die voll aufgelösten Testbilder, mit der z.B. die Auflösungsmessung durchgeführt wurde?

Neues Testverfahren als State of the art angepriesen, in der Praxis wird der Leser jedoch für sehr ähnliche Inhalte zum wiederholten Male zur Kasse gebeten!

EOS 70D zum dritten Mal aufgewärmt

Im aktuellen Heft werden gleich vier der bereits abgedruckten Kameratests auf insgesamt 4 Seiten erneut präsentiert, jetzt jedoch mit der neuen Bewertung und um ein paar Diagramme erweitert. Neben der Sony A77 II, Nikon D7100 und Pentax K3 ist auch die EOS 70D dabei. Bislang gabs für die Sony, Nikon und Canon zwischen 95,1 (Nikon) bis 96,2 (Canon) Gesamtpunkte. Also praktisch sich kaum voneinander unterscheidende Höchstwertungen. Jetzt sind es Werte von 85 (Nikon) bis 90 (Sony). Die EOS 70D erhält statt 96,1 nurnoch 86,1 Punkte, anstatt eines "Super" nurnoch ein "sehr gut". Mehr als dass sich die neue nicht mit der alten Punktewertung vergleichen ließe, wird nicht erwähnt. Also schaue ich mal in den alten Test zur 70D in Ausgabe 1-2/2014 rein, den ich im Web als kostenpflichtigen Download finde. Dabei fällt auf, dass der Test bereits in 2013 zum erstenmal gedruckt wurde, es sich bereits in der 2014'er-Ausgabe schon um einen wiederholten Abdruck handelt.

Damals gabs für die EOS 70D bei der Bildqualität 56,4 (max 60) Punkte und somit 94% der Maximalwertung. Jetzt sind es mit 53,1 (max 75) Punkten nurnoch 71%. Der Maxwert-Standard ist also einfach höher gesetzt worden, die Punktezahl selbst unterscheidet sich von 53,1 zu 56,4 praktisch kaum. Die neu hinzugekommenen Testdisziplinen führen also zu fast identischen Punktewerten. Genauso ist es bei den übrigen Werten für Autofokus, Ausstattung und Bedienung. Auch hier erzielte die 70D seinerzeit mit insgesamt 30 Punkten die Höchstwertung von 100% (max 30 Pkte). Jetzt werden dafür allerdings nurnoch höchstens 15 Punkte vergeben und die 70D erreicht mit 14,5 Punkten auch 97% des Maximums. Die 70D ist also praktisch im Detail nicht neu bewertet worden sondern es wurde im Wesentlichen einfach nur der Wertungsmasstab zu Gunsten der Bildqualität umverteilt.

Dafür, dass hier im Prinzip einfach ein Hebel umgelegt wurde, zahlt der treue Leser jetzt bei der 70D zum dritten Mal. Die Begründung für das neue Messverfahren ist zudem fragwürdig. Denn findet etwa nur eine Entwicklung bei der Bildqualität, nicht aber bei der Ausstattung, Bedienung bzw. dem Autofokus statt? Die 70D schneidet hier jedoch nach dem neuen Verfahren praktisch genausogut wie nach dem alten ab. Gibt es überhaupt Unterschiede bei der neuen Bewertung der Kameras zueinander? Damals hatten die genannten Nikon-, Sony- und Canon-Modelle jeweils mit 30 Punkten ohne Unterschied Höchstwertungen erhalten. Jetzt haben alle drei Modelle ebenfalls identische Werte bekommen, statt max 15 sind es 14,5 Punkte . Hat die Nikon etwa einen beweglichen Monitor mit Touchscreen und einen kontinuierlichen Video-AF wie die EOS 70D? Nein hat sie nicht, trotzdem bekommen beide noch immer identische Wertungen.

Und genau das war mir schon in den alten Ausgaben aufgestoßen, dass unterschiedlos auch bei den Objektivbewertungen identische Ausstattungswertungen (meist Höchstnoten) verteilt werden. Auch hieran hat sich offensichtlich nichts geändert.

rätselhafte Bewertungskriterien bei der Objektivausstattung

Ein in der aktuellen Ausgabe getestetes Sigma Sports 150-600mm bekommt 4,8 Ausstattungs-Punkte (max 5), genauso ist es beim Zeiss Loxia 2/35mm (4,8 Pkte) und dem Zeiss Loxia 2/50mm (4,8 Pkte). Wird beim Sigma Sports irgendwo berücksichtigt, dass es den neuen MO-Modus-Schalter hat, der auch im kontinuierlichen AF-Betrieb einen Direktzugriff auf den manuellen Fokusbetrieb ermöglicht? Oder dass für das Objektiv ein Bajonett-Ausstauschservice angeboten wird oder dass sich der Fokussierbereich via USB-Dock frei eingrenzen und auch der AF tunen lässt?  Nein, das wird im Test nicht erwähnt. Ob es irgendwie bewertet wurde? Hat der Redakteur das Objektiv überhaupt in der Hand gehalten? Ich sehe mir nochmal den 5 Seiten umfassenden Artikel zum neuen, ebenfalls ab 1/2015 geltenden Objektiv-Testverfahren durch, um Hinweise auf die Bewertungsgrundlagen zur Kategorie "Ausstattung und Lichtstärke" zu erhalten. Dort steht überraschend wenig und nicht mehr als: "Wird die Sonnenblende mitgeliefert? Sind Bildstabilisator und Ultraschall-AF an Bord? Hat das Objektiv Innenfokussierung oder dreht sich die Frontlinse beim Fokussieren? Das sind nur ein paar Fragen aus unserem umfangreichen Prüfkatalog." Nicht nur, daß der Prüfkatalog anscheinend Geheimsache von Fototest zu sein scheint, auch zur Bewertung der Lichtstärke wird kein Wort verloren. Warum der Prüfkatalog nicht offengelegt wird, dürfte auf der Hand liegen: anhand seiner Kriterien ließe sich leicht überprüfen, wie die Punktewertung zustände käme. Fehlerhafte Wertungen z.B. aufgrund nicht bewerteter Features, Fehleinschätzungen etc. aber könnten die Wertung des gesamten Objektivs und Tests in Frage stellen. Das soll verständlicherweise vermieden werden. Nur hilft es den Lesern wirklich weiter, wenn undokumentierte Wertungen irgendwie und unnachvollziehbar angewendet werden?

Der 7D II- und Samsung NX1-Test

Ich sehe mir den 7D II- und Samsung-Test genauer an. Auf Seite 16 wird dem 7D II-Einzeltest ein blaues Logo mit "Erster Test" spendiert . Hm, ist hier gemeint, dass die 7D erstmal nur oberflächlich gecheckt wird? Nein, das meint, dass die 7D II bislang noch nicht getestet wurde und hier zum erstmal in Fototest auftaucht. Offenbar gesteht Fototest damit also ein, dass in der Vergangenheit Tests in unterschiedlichen Ausgaben oft mehrfach abgedruckt wurden, wie nicht nur mir und sondern auch zahlreichen anderen Lesern schon aufgefallen sein muß, sonst würde das da ja so auch nicht stehen. Also ab jetzt soll nicht mehr doppelt und dreifach bezahlt werden, wenn das blaue Logo mit "erster Test" auftaucht. Ist doch ein super Hinweis (diesmal sollte der aufmerksame Leser meine Ironie herauslesen)!

kompakt und gut? Der Beschreibungstext zur 7D II füllt nur eine Seite. Muss es wirklich so knapp sein?

3 Seiten werden der 7D II gewidmet, viel zu wenig für ein aktuelles und eines der herausragenden Spitzenprodukte der gesamten Fotobranche. Der Beschreibungstext würde nur 1 Seite füllen, wären da nicht noch ein paar Kamerafeatures bebildert. Und da sind sie wieder, die schon in der Vergangenheit seitenfüllenden und immer gleichen Testbilder von der Buddha-Figur und - anstelle des sonst gezeigten Kaffeebechers - einem seltsamen Konstrukt aus einem Objektivturm garniert mit einem hölzernen Schneebesen. Drei Beispiele von ISO 100, ISO 800 und ISO 3.200 sehen selbst mit Brille und auf kurze Distanz absolut identisch aus, selbst wenn ich mich bemühe finde ich eigentlich keine relevanten Unterschiede, mein Kollege sieht es genauso . Und davon gibt es auch in diesem Heft wieder zahlreiche weitere in den anderen Testreports. Was nützt mir da noch das ISO 51.200-Beispiel, das jetzt zu rauschen anfängt, das aber für die Praxis sowieso keine Relevanz besitzt?

Steht im Lauftext zur 7D II irgendetwas falsches oder dummes? Eigentlich nicht, alles wird ziemlich technisch aber korrekt beschrieben. Wichtige Merkmale wie der neue Dual Pixel CMOS AF mit der erstmaligen Möglichkeit, einen kontinuierlichen AF im Video zu nutzen, fallen aber unter den Tisch. Erwähnt wird auch nicht, daß die 7D die neuen AF-Cases bietet oder einen ausdauernden Verschluß bis 200.000 Auslösungen verwendet. Stattdessen kommt der Text schnell auf die Bildqualität zu sprechen, der für mich dann eigentlich kaum mehr lesenwert ist. Einfach weil hier das JPEG-Format besprochen wird. Das interessiert mich aber nur am Rande. Ich will auch nicht wissen, wie das Kantenprofil ausfällt und die aus dem Testlabor als "wichtige Diagramme und Messergebnisse" gemarkerten Diagramme sind auch nur mit der Lupe im Detail zu entziffern. Beschriftungen sind selbst dann nicht mehr zu lesen . Was soll diese Detailverliebtheit in ein Kantenprofil des JPEG-Formats? Hat Fototest noch nicht mitbekommen, dass ambitionierte Anwender wissen wollen, ob die Kamera im RAW-Format stärker als der Vorgänger rauscht? Wie das Rauschniveau beim Aufhellen von dunklen Tiefen oder beim Highlight-Recovering in Lightroom oder Photoshop im Vergleich zu anderen Systemkameras aussieht? Wie einzelne Objektive abschneiden, die man sich am besten dazukaufen sollte? Ob der Autofokus jetzt in der Praxis auch besser abschneidet als an der 7D Mark I oder 70D? Stattdessen bekomme ich für die Praxis kaum relevante Diagramme und technische Daten um die Ohren gehauen,  etwa, wie der Deltawert beim Weißabgleich ausfällt.

Dann kommt der detaillierte Wertungsblock. Nochmal Kantenschärfung, Visual Noise-Werte, Signal-Noise Abstand und zahlreiche Auflösungsmessungen. Alles mit Werten und Punkten hinterlegt. Ja und dann die finale Wertung mit bis zu 75 Punkten für die Bildqualität. Der Rest entfällt mit 10 Punkten auf den visuellen Bildeindruck, 5 Punkte gehen auf den Autofokus und 10 Punkte maximal auf die Ausstattung und Bedienung. Lediglich 10% sind also für die Ausstattung vorgesehen? Ich fasse es nicht. Man gebe mir eine analoge Großformatkamera mit einer ungeschlagenen Auflösung. Auch wenn kaum ein heutiger Anweder mit ihr umgehen könnte, müßte Fototest der Kamera trotzdem Höchstnoten spendieren, weil der Ausstattung nur 10 Prozent eingeräumt werden. Warum nur so wenig? Ich vermute, daß sich die Zeitschrift keine Mühe machen will, die Features detailliert zu bewerten, denn da steckt viel, viel Arbeit und Rechercheaufwand drin. Verwiesen wird zwar auf einen sogenannten "Prüfkatalog" aber wie der aussieht wird nirgendwo vermerkt noch offengelegt.

Stattdessen wird allein das für viele Leser kaum relevante JPEG-Format noch und nöcher durchgekaut. Was steht beim AF zur 7D II: 0,24 Sek. und damit 5 Punkte und volle Punktzahl. Soso, die Lumix FZ1000 oder GH4 schafft das aber in 0,04 Sek. was soll die denn für Punkte bekommen, auch 5?  Und warum wird der visuelle Bildeindruck neben den Labormessungen nochmal zusätzlich bewertet? Stimmen die Laborwerte etwa nicht? Oder haben sie keine Praxisrelevanz? Dann sollte man lieber das Messverfahren überdenken oder nur visuell arbeiten, aber additiv werten scheint mir in sich nicht stimmig zu sein. Was bleibt vom ultimativen Testverfahren übrig. Also ich finds eher wenig prickelnd und kann damit kaum etwas anfangen. Die 7D II bekommt irgendwie 86,3 Punkte. Die Samsung übrigens 90,4 . Ist die Samsung jetzt besser?

Samsung NX1 Auch hier wird nur 1 Seite Beschreibungstext geboten. Für ein so umfangreiches System viel zu wenig!

Etwas weitergeblättert werde ich dann ebenfalls auf 3 Seiten über Details zur Samsung NX1 näher aufgeklärt. "Mit dem neuen, sehr leistungsfähigen H.265-Codec und der 4k-Auflösung lässt auch die Videosektion kein Wünsche offen.". Wirklich nicht? Bei mir schon, denn ich muß alle NX1-Videos vorher noch langatmig konvertieren, bevor sie im Videoschnittprogramm geschnitten werden können. Bislang unterstützt nämlich kein mir bekanntes Cut-Programm den h265-Codec nativ.  Meist können auch leistungsfähige PCs die h265-Videos kaum ruckelfrei abspielen. Ein derzeit in der Praxis schlimmer Codec, der lediglich etwas Speicherplatz spart aber viel viel Konvertierungszeit kostet. Zoomen mit AF-Nachführung ist im laufenden Video bei Samsung meist auch nicht möglich.

Endlich etwas zum Autofokus "Der Hybrid-Autofokus verbindet die Vorteile der Phasen- und Kontrast-AF-Systeme. Er arbeitet blitzschnell und flüsternd leise. Das Bild springt sofort in die Schärfe.". Wird jetzt die Kamera oder ein Objektiv getestet? Wie kann der AF flüsternd leise sein? Das kommt doch auf den Antriebsmotor im Objektiv an. Und da gibt es zahlreiche Varianten, einige (aber nicht alle) sind ziemlich laut, pumpend und teils langsam. Einfach mal ein paar Objektive an der Samsung antesten, würde ich empfehlen. Dann noch der Hinweis "Einziger, aber wichtiger Kritikpunkt: Obwohl die NX1 drei Einstellräder hat, gibt es keine Option, die manuelle Belichtungskorrektur direkt auf ein Einstellrad zu konfigurieren." Doch das geht seit Firmware 1.1 und die gibts schon ne Weile. Aber in all den Technikdaten sehe ich nirgendwo einen Hinweis auf die verwendete Kamera- oder Objektiv-Firmware. Wirklich ultimativ. Naja, dann ergießt sich der Text und die Folgeseiten wieder in endlose JPEG-Banalitäten, die nichteinmal das Offensichtlichste herausarbeiten, daß nämlich die NX1 in höheren ISO-Werten gegenüber einer 7D II ziemlich alt aussieht. Sie kassiert im visuellen Bildeindruck und auch bei der übrigen Bildqualität mehr Punkte als die 7D II. Kein Wort davon, dass die NX1 teils arge Farbabstimmungsprobleme unter Kunstlicht mit dem automatischen Weißabgleich hat etc. Aber vielleicht werden ja noch relevante Unterschiede bei der Ausstattung herausgearbeitet? Leider nein: NX1: 9,5 Punkte, 7D II: auch 9,5 Punkte. Genauso gibt es diese 9,5 Punkte für die neu bewerteten EOS 70D, Sony Alpha 77 II und Nikon D7100. Jetzt bin ich also - wie schon in den seinerzeitigen Ausgaben - wiedereinmal deutlich schlauer.

Die Fototest verliert zum Glück aber mal ein Wort zur Leser-Forderung nach einem RAW-Test. Jetzt im Rahmen des neu vorgestellten Testverfahrens ab Seite 25. Seinerzeit wurde in einer alten Ausgabe schonmal abgewunken, das sei alles subjektiv, je nachdem wie der RAW-Konverter vom Anwender eingestellt würde. Jetzt wieder inhaltlich die gleiche Stellungnahme, aber man wolle in der zweiten Jahreshälfte dennoch einen ergänzenden RAW-Test bieten.  Warum wird nicht schon seit Jahren in der Fototest bzw. der vormals "Digitale Spiegelreflexkameras" heissenden Zeitschrift Adobe Camera RAW mit Preseteinstellung verwendet? Das ist der Defacto-Standard beim ambitonierten Publikum. Warum redet sich Fototest raus? Es ist naheliegend, dass sie mit dem JPEG-Format am bequemsten fährt. Es soll offenbar so schnell wie möglich getestet werden. Für mich sind die Tests aber so  leider wenig attraktiv, salopp formuliert eher für die Tonne. Und ich mutmaße mal, dass dies auch beim etwas fortgeschritteneren Zielpublikum ähnlich aussieht. Wenn ein "ultimatives Testverfahren" so an mir vorüberzieht, dann hat die Zeitrschrift mit einem eigentlich interessanten Format eine Chance vertan. Es wird dauern, bis ich nochmal bereit bin, beim Kiosk 6,90 Euro für zudem magere 98 Seiten zu zahlen.
 

Traumflieger-Wertung der untersuchten FOTOTEST-Reports:

Schön kompakt kommt die Fototest daher und die technisch aufwändigen Inhalte wirken einer Beliebigkeit im Prinzip wohltuend entgegen. Aber die Praxis kommt viel zu kurz, Texte und Diagramme werden eng zusammengequetscht. Der knappe Inhalt wird durch das alles bestimmende Heftformat korsettartig eingezwengt. Diagramm-Beschriftungen sind kaum leserlich. Der Kameraausstattung/Bedienung werden nur 10% in der Gesamtwertung eingeräumt, damit geht eine übermäßige Bildqualitätswertung einher.

Technik-Charts und JPEG-basierte Kurvendiskussionen stehen an erster Stelle, anstatt dem Leser Tipps, praktische Bedienhinweise und Infos zum RAW-Format an die Hand zu geben. Das neue Kamera-Testverfahren bittet den Käufer für sehr ähnliche Inhalte zum wiederholten Male zur Kasse.

  • detaillierte Technikinformationen im kompakten Format
  • Kameras werden von vielen Seiten gezeigt, auch mal ein Blick durch den Sucher geworfen
  • erfreulicherweise wird das RAW-Format immerhin zur Diskussion gestellt (wenn es auch noch immer nicht aufgegriffen wird)
  • zu wenig Praxishinweise
  • verkürzte und damit lückenhafte Texte
  • lediglich JPEG-basierte und übermäßige Kurven- und Testchartdiskussionen
  • Ausstattungswertung wird nicht aufgeschlüsselt. Unterschiede nicht herausgearbeitet
  • Seitenweise aussagearme, weil praktisch nicht unterscheidbare Testbilder
  • neues Testverfahren bittet den Käufer zum wiederholten Male zur Kasse

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Schlußworte


Respekt Ich habe durchaus Respekt vor der hohen Leistung, eine Fachzeitschrift auf die Beine zu stellen. Schwach recherchierte Inhalte, JPEG-Verliebtheit, versteckte Werbung oder Inhaltsdopplungen grenzen aber an Abzocke!

Genausowenig wie eine Kamera alles kann und in jedem Bereich perfekt ist, genauso unvollkommen zeigen sich die Fotozeitschriften. Natürlich hat jede ihre Stärken, sei es in der technischen Detailrecherche (c't Fotografie), der überbordenen Bilderwelt (PHOTOGRAFIE) oder dem kompakten und stringenten Format (FOTOTEST). An einer ausgewogenen Mixtur sollten die Redaktionen aber unbedingt weiter feilen und vor allem den konkreten Praxisbezug nicht verlieren. Zweit- und Drittverwertungen bereits gedruckter Inhalte sind allerdings Abzockerei genauso wie Advertorials oder als solche getarnte "Produktanwendungen"!

Was allerdings auffällt:  keine der Zeitschriften setzt sich praxisrelevant mit den getesteten Kameras auseinander. Bei der NX1 hätte wenigstens ein Wort zur sehr guten RAW-Dynamik bei Schattenaufhellungen im unteren ISO-Bereich gesagt werden müssen. Ausserdem ist die ISO-Taste wichtig aber extrem ungünstig links oben auf einem Extra-Einstellrad platziert. Erwähnt auch nur ein Report, dass man sie anwendergestützt aufs rechte Daumenrad ablegen und so den ISO-Wert komfortabel direkt verstellen kann?  Die Remotesteuerung per Smartgerät ist an der NX1 eine einzige Katastrophe da ohne Lupenfunktion und direkte, hochaufgelöste Bildrückschau. Wie soll man manuell scharfstellen bzw. die Bilder kontrollieren?  Kein Report erwähnt das im Vergleich zu Canon deutlich eingeschränkte Systemzubehör- und Objektivangebot für Samsung, das zudem weder Telekonverter noch elektrifizierte Adapter für Fremdobjektive bietet. Auch wenn mit derzeit 14 Systemobjektiven incl. Makro, Fischauge, lichtstarkem Portraitobjektiv, 50-150/2,8'er Telezoom einige interessante Linsen dabei sind,  hätte das doch zumindest im Vergleich zur EOS 7D mit der rund 10fachen Auswahl erwähnt werden müssen.

Was ist das Besondere an der EOS 7D II? Sicherlich  auch der neue Videomodus mit 60B/Sek., der erstmals bei Canon DSLR eingeführt wurde. Hilfreich, um Bewegungsabläufe flüssiger zu filmen. Sehr praktisch ist auch der neue und einzigartige AF-Bereichswahlschalter, der optional den ISO-Wert direkt steuert, ohne vorher auf die ISO-Taste drücken zu müssen. Neu und einzigartig bei Canon und der 7D II ist auch dynamisches Auto-ISO - all das bleibt unerwähnt. Stattdessen werden im Prinzip nur die technischen Herstellerdaten selektiv und unvollständig heruntergebetet, ein paar übertriebene JPEG-Tests im Labor gemacht. Auch mit Dynamikauswertungen, die sich dann um 8 Blendenstufen drehen. Natürlich bewegen sie sich um diesen Wert herum, das braucht keiner zu messen, das JPEG-Format hat nur 8-Bit, Und dann werden noch downloadbare Testdaten versprochen, die nur verstümmelt oder kleingerechnet - wenn überhaupt - abrufbar sind. Quasi als Alibi und fürs gute Gefühl - wohl aus der Erfahrung heraus, dass sich eh keiner die Mühe macht.

Es gibt aber Kaufinteressierte, die sich gerne auf eine Investition intensiver vorbereiten und auch schon die Vorfreude ausleben möchten, bevor die Kamera schließlich eintrifft. Die Fachzeitschriften liefern ihnen dafür sogar noch weniger als die Hersteller, die immerhin die Neuerungen noch einigermassen vollständig auflisten und erklären. Sogar davon sind die sogenannten Fachreports noch weit entfernt! Kein Wunder, wenn sie in den Webforen praktisch ignoriert werden. Die Foren besprechen und testen die neuen Kameras idR detaillierter und das weitgehend kostenlos.

Das RAW-Format ist im Web und bei informierten Usern längst wichtiges Bewertungskriterium, nur die Zeitschriften weigern sich beharrlich. Die Ausstattungswertung ganz zu ignorieren oder ihr lediglich 10% einzuräumen, geht an der Praxis weit vorbei. Eine Kamera ist doch keine virtuelle Bilderfabrik sondern der User geht mit ihr eine enge, physische Bindung ein. Passt sich der Body dem Anwender an oder muß letzterer dem Konzept gehorchen? Eine ganz wichtige Frage, die in den Zeitschriften-Wertungen und Texten zunehmend und nachhaltig mißachtet wird.

Und dann liegt da noch die Canon Foto und Fotobibel neuester Ausgabe vor mir. Colorfoto und das Fotomagazin sind auch eines detaillierteren Blickes würdig. Ich werden dazu dann später noch Stellung nehmen.

Und wenn Sie jetzt fragen, warum macht es Traumflieger dann nicht besser? Ja, das versuchen wir. Demnächst kommt dann auch von uns ein überarbeitetes Kamera-Testverfahren incl. neuer Rauschermittlung und ergänzender Dynamik-Messung, Wie gewohnt im RAW-Format. Und wir bewerten die Ausstattung wie es ihr gebührt, nämlich zu mindestens 40%. Ob das Konzept aber gelingt, hängt auch und vor allem von Ihnen, den Lesern ab! Die hoffentlich nicht alles schlucken, was so in der Branche fabriziert wird :-)

 

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Dieser Report wurde am Mittwoch, 21. Januar 2015 erstellt und zuletzt am Donnerstag, 29. Januar 2015 bearbeitet.

Leserkommentare:


Autor: blackdog 29.05.2017 - 01:02:43
Bewertung des Reports: 5 von 5 Sternen!
Super Kommentare zur Situation der Fachpresse.
Ich kann alles unterstreichen.
Überwiegend oberflächliches Gewäsch.
Das Lesen hat Spaß gemacht. Mehr davon!

0 von 0 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich. Entscheiden Sie selbst:

Autor: Erich Huber 29.01.2016 - 18:47:56
Bewertung des Reports: 5 von 5 Sternen!
Ich habe meine Fotozeitschriftenabos längst abbestellt und kaufe nur noch nach vorheriger Durchsicht eine sogenannte Fachzeitung. Seht euch einmal an, wieviel Werbung darin enthalten ist. Der Rest sind Kamera- und Objektivtests, die ich nicht brauche, wenn ich schon eine Fotoausrüstung besitze. Nach meiner subjektiven Einschätzung sind etwa 60% der Seiten für mich daher nutzlos, die ich aber mit viel Euro bezahle. Eines der besseren ist derzeit noch das DOCMA Magazin.

4 von 4 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich. Entscheiden Sie selbst:

Autor: siegfried 25.10.2015 - 09:44:32
Bewertung des Reports: 5 von 5 Sternen!
Neustes Beispiel, habe mir die Sony A7II gekauft. Neben einem Buch " Das Sony Az System " kaufte ich mir auch die Ch.. FotoVideo wegen der Kamera A7Rii die dort vorgestellt wurde. Ich habe das Heft durchgeblättert wobei ich sagen muß - ganz schön Canon, Nikon - lastig. Mit dem Lesen war es vorbei - Mülltonne - als ich bei der Vorstellung der a7 rii den Satz las " Beweglich: das drei Zoll große Display.....Eine Bewegung um 180Grad nach oben für " S e l f i e s " ist dagegen nicht möglich. Mein Gott wer kauft sich eine Kamera für 3500¤ um Selfies zu machen. Diese Aussage vom Testchef Th... Pr... disqualifiziert ihn doch erheblich, vielleicht sollte er " Handys testen ". Diese ganzen Teste von Zeitschriften kommen mir wie die Schummelei vom ADAC vor.

10 von 11 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich. Entscheiden Sie selbst:

Autor: Robert Feldmann 18.10.2015 - 01:11:38
Bewertung des Reports: 4 von 5 Sternen!
Hallo zusammen,

der Artikel ist sehr interessant, wenn auch mit reichlich Polemik gespickt. Leider entspricht er weitgehend meiner eigenen Erfahrung, weshalb ich keine Zeitschriften mehr kaufe. Da ziehe ich die Internet Recherche und die Beratung im Fachgeschäft vor.

Ich habe diese Seiten früher häufiger aufgerufen, viel gelernt und einige interessante und für mich neue Themen entdeckt.

Seit hier jedoch vermehrt mit Videos gearbeitet wird, bin ich immer seltener hier. Ich habe einfach keine Lust mir 30Min Video anzuschauen, um am Ende zu sagen, "Ok, ganz nett, das meiste wusste ich oder Teilaspekte interessierten mich überhaupt nicht".

Ich ziehe geschriebene Artikel weiterhin vor. Da kann ich selektiv lesen was ich für mich als wichtig erachte. Das geht beim Video nun mal nicht. Und wie ihr ja schon selbst bemerkt habt, der Aufwand ist enorm und Korrekturen nahezu unmöglich. Wo liegen die Vorteile?

Ich mache in unserer Firma gelegentlich selbst Tutorials als Video (Anleitungen zu einer im eigenen Haus entwickelten Software) und weiß daher WIE aufwendig das ist.

Wurde eigentlich schon mal eine Umfrage bei euren Lesern / Zuschauern gemacht? (Hab ich vielleicht nur verpasst)

Das Kommentieren eines Videos ist auch schwieriger, wenn nicht sogar unmöglich. Die Bezugnahme auf Aussagen im Video wären, ohne ausführliche Quotes, nur schwer lesbar.

Wenn das der zukünftige Standard ist und bleibt, werden meine Besuche wohl eher noch seltener werden. Schade eigentlich.

Gruß
Robert

25 von 26 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich. Entscheiden Sie selbst:

Autor: Klaus 09.10.2015 - 13:10:56
Bewertung des Reports: 4 von 5 Sternen!
Dem Report kann ich im wesentlichen Zustimmen. Die Photographie lese ich bereits seit vielen Jahren. Wegen den tollen Bildstrecken und Fotoreportagen. Darin sind Sie echt Spitze. Technik Infos hole ich mir aus dem Internet und nicht aus Zeitschriften. Dein Test bestärkt mich in meiner Beurteilung.

Vielleicht ist dein Test aber auch zu techniklastig. Es gibt doch einige Fotozeitschriften die mit tollen Fotos punkten und das hat doch auch seine Berechtigung:

- fotocommunity magazin
- photographie
- naturfoto
- schwarz weiss

fallen mir da mal ein.

Profiphoto kenne ich aber z.B. nicht, viellleicht sind die besser ?

Ich würde mich freuen, wenn du den Test auf weitere Zeitschriften erweiterst.

Gruß

Klaus

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Autor: Tom 09.10.2015 - 13:38:27
Bewertung des Reports: 5 von 5 Sternen!
Mir fällt es schwer hier was anderes zu schreiben wie die meisten Kommentare schon wiederspiegeln.
Vor 15 Jahren habe ich schon nicht mehr verstanden, warum man sich diese werbefinanzierten Zeitschriften kauft.

Egal ob Foto, Video, Computer, Motorrad, Auto, Industrie (um mal bei der Technik zu bleiben) überall das selbe. Es gibt es nur eine Hand voll "Fach"-Zeitschriften die ihren Themen auch nur ansatzweise inhaltliche Tiefe folgen lassen. Gerade wenn man in den Bereichen erfahren (neudeutsch "Experte") ist, bekommt man bei so viel Inkometenz schnell frust.

Ich Danke das jemand der sich mit was auskennt, das so unter die Lupe nimmt. Helfen wird es nicht.
Tom

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Autor: Volker 11.08.2015 - 17:43:31
Bewertung des Reports: 5 von 5 Sternen!
Hallo, Stefan
herzlichen Glückwunsch zu dem Artikel und Hochachtung für die investierte Zeit!
Ab und an schaue ich auch in die Zeitschriften,aber nur kurz am Kiosk, um einen groben Anhaltspunkt
bei neuen Produkten zu bekommen!
Gruß Volker

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Autor: Oliver 20.06.2015 - 00:57:57
Bewertung des Reports: 4 von 5 Sternen!
Soll die Bedienung es Bodys zu 10 oder zu 40% gewichtet werden? Die Bildqualität zu 50 oder 80%? Da gibt es sicher unterschiedliche Meinungen. Am Besten wäre es, wenn ein Magazin nur Testet und Punkte verteilt, die Gewichtung kann der interessierte Leser dann im Web ganz nach seinen Vorlieben einstellen.

10 von 11 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich. Entscheiden Sie selbst:

Autor: Anonym6 03.06.2015 - 14:31:22
Bewertung des Reports: 5 von 5 Sternen!
Wow, da hat endlich mal jemand profund abgerechnet. Auch mich öden die fast durchgehend schlecht recherchierten, schlecht verstandenen und meist auch schlecht formulierten Fotomagazine an. Ich bin nun mal seit unzähligen Jahren durch alle technischen Zeitalter gereifter Hobbyfotograf und kann daher nicht immer wiederstehen, neues Lesefutter zu kaufen (und ärgere mich meist sofort danach), manches habe ich sogar abonniert. Aber im Grunde läuft dann sofort eine interne Wette mit mir selbst: wetten, dass spätestens im dritten Artikel der erste gravierende inhaltliche Fehler auftaucht?

Speziell zu Fototest: ich teile Stefans Ansicht, ganz am Anfang fand ich den Vorgänger erfrischend. Aber mittlerweile kauft man für teures Geld zu 80% Wiederabdrucke schon damals schlecht recherchierter und -fundierter älterer Tests, ganz besonders bei Objektiven. Das ist nicht nur Nepp, sondern auch inhaltlich unverständlich: in einem der früheren Hefte "beweist" Dr. Landt, dass jeweils die höchstauflösende Kamera im System für Tests herangezogen werden kann und sollte, die so gewonnenen Aussagen würden auch auf alle weniger hoch auflösenden Bodies im System zutreffen. Ja, warum werden dann heute noch immer wieder Nikon Objektivtests (bin halt Nikonianer und gucke da besonders hin), ermittelt an 12MP Bodies, abgedruckt? Und wieso werden die wenigen wirklich neuen Tests mit 24 statt mit 36 MP durchgeführt? Dabei weiß mittlerweile auch der letzte, dass Objektive, die an einer D700 gut abgeschnitten haben, bei 36 MP aufgrund mangelhafter Randschärfe bestenfalls noch mittelprächtig daherkommen. Und warum sagt eigentlich niemand (Fototest sowieso nicht), bei welcher Entfernung Objektive getestet werden? Es gibt viele Fälle, wo gravierende Unterschiede bestehen. Manche Nikon Teles sind zB. super im mittleren Bereich, wo Sport- und Tierfotografen sie einsetzen, aber schwach auf größere Entfernungen, wo ich sie vielleicht für ein Städtepanorama einsetzen würde (und ich meine hier nicht Luftflimmern o. ä.) Das ist alles nicht "schlecht" per se, aber man sollte es wissen, es kann kaufentscheidend sein. Aber mit sowas beschäftigt sich kein "Test" einer deutschen "Test"zeitschrift.

(Dasselbe Recycling wie Fototest macht auch, wenn auch nicht so unverfroren, Chip Foto/Video: dort werden zB. "die besten Festbrennweiten/Reisezooms/etc. für Canon/Nikon/Sony/Pentax..." vorgestellt, und es wird nichts dazu gesagt, dass es immer nur um APS-C geht, dass es nur um die paar Objektive geht, die man SELBST schon mal irgendwann getestet hat [das "Beste" kennt man vielleicht gar nicht], usw.)

Zu 100% kann ich auch Stefans zarte Andeutungen zu den Aktbeiträgen in Fototest beipflichten. Ich habe nichts dagegen, auch EINMAL den Stil eines Manfred Baumann vorgestellt zu bekommen, der nun mal ein Fetischist gepimpter Brüste und anderer Nahaufnahmen ist und sich für mich immer am Rand von "billig" bewegt. Ist ok, manche mögen's. Aber muss es IMMER derselbe Fotograf und -Stil sein?

Ich selber fotografiere wie gesagt mit Nikon (D810) und (aus Gewichtsgründen) mit MFT, und zwar im letzteren Fall mit einer OM-D E-M1. Diese ist eine tolle Kamera, ich benutze sie wirklich gerne, (technisch) gut fotografierte MFT Bilder haben eine packende Schärfe - bei niedrigen ISO's. In allen Fotozeitschriften werden die MFT's aber hochgehypt "absolut ebenbürtig zu APS-C", "praktisch rauschfrei bis ISO 1600/3200", etc. Was für ein Nonsens! Und wozu diese Lügen, die MFT gar nicht nötig hat? Schon bei leicht erhöhten ISO Einstellungen zeigt MFT im RAW auffälliges Rauschen, das in der 100% Ansicht viel störender aussieht als rechnerisch vielleicht gleichstarkes Rauschen bei Modellen mit größerem Sensor. Langzeitbelichtungen gehen fast gar nicht, da dann zumindest bei der E-M1 extrem störendes Farbrauschen (oder Hotpixel, ist mir egal, WAS es ist) auftritt. 15/30/60 sec bei ISO 200 geht praktisch nicht. Mag sein, dass zwischengeschaltete darkframes hier helfen würden, aber wer schon mal HDR Serien bei Nacht gemacht hat, wo dann mit dark frame aus 60 sec leicht mal 200 sec werden (die beiden Aufnahmen müssen auch noch zusammengerechnet werden), weiß, wie störend das ist. Meine D810 ist von diesen Problemen zumindest in DER Ausprägung gänzlich unberührt. (Aber halt sauschwer, und gute Objektive sind schwer zu finden). Dieses Phänomen ist bekannt, wird aber absolut konsequent in allen Fotozeitschriften totgeschwiegen. Warum?

Ähnlich das von Stefan erwähnte Thema "Reserven in den Tiefen". Ich war schon bei mehreren mehrtägigen Workshops, wo naturgemäß von den Teilnehmern unterschiedliche Kamerasysteme verwendet werden. Alle Systeme haben ihre Vor- und Nachteile, liegt doch auf der Hand - ein NUR schlechtes System wäre binnen kürzester Zeit vom Markt. Eine Eigenschaft, die sich aber immer herauskristallisiert hat, war die überlegene Reserve beim Aufhellen der Tiefen im Fall Nikon (Sony vielleicht auch, dazu kann ich aber selbst nichts sagen), und hier, Stefan, auch im Vergleich D800 - 5D MK II und -III. Selbst die absoluten Canon Addicts unter den Workshop Leitern haben das neidisch anerkannt, sie haben viele nicht so versierte Nikon-Fotografen erst darauf aufmerksam gemacht. Im Vergleich D810 zur OM-D E-M1 liegen in dieser Beziehung gar Welten. Alles bei Verarbeitung in meinem Arbeitspferd Lightroom. Das heisst nicht, dass Nikon bessere Kameras baut, über vieles kann man sich auch ärgern, und eine 5D MK III gefällt mir auch "saugut". Nur: wieso schweigen alle "Fach"zeitschriften dieses Thema tot? (Ganz selten findet man mal in ganz anderen Artikeln so Nebensätze, wo's erwähnt wird).

Ich merke es selber: ich schreibe mir gerade den Frust genauso vom Gemüt wie Stefan selbst, und ich könnte noch stundenlang so weitermachen. Das Fazit wäre aber dasselbe: die allermeisten Blätter sind schlampig und oberflächlich recherchiert und umgesetzt, und meilenweit entfernt von unabhängigem Journalismus.

Gruß
Uwe

27 von 28 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich. Entscheiden Sie selbst:

Autor: Jürgen Biebel 28.05.2015 - 12:26:15
Bewertung des Reports: 5 von 5 Sternen!
Man sollte Fotozeitschriften mit Kabarett-Veranstaltungen vergleichen:
- den Preis der Zeitschrift mit dem Eintrittspreis einer Veranstaltung
- der fachliche Inhalt bzw. die pointierten Aussagen
- die Anzahl der erzeugte Lacher (Lachen ist gesund)
- den Narzissmus der agierenden Personen
- die Anzahlt der Themen für die Diskussion nachher mit Freunden und Bekannten

So gesehen ist das Geld für eine Zeitschrift gar nicht so schlecht angelegt.

Mit freundlichen Grüßen
Jürgen Biebel

6 von 7 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich. Entscheiden Sie selbst:

Autor: Mettler - Schweiz 16.05.2015 - 23:12:25
Bewertung des Reports: 5 von 5 Sternen!
Ich fotografiere hobbymässig für Modellflugzeitschriften. Von Zeit zu Zeit benötige ich neue Objektive oder eine aktuellere Kamera. Um diese etwas ernsthafter zu evaluieren, habe ich mir früher Colorfoto gekauft und damit eigentlich gute Erfahrungen gemacht.
Chip Foto und Video habe ich am Anfang ebenfalls gelesen um gewisse Techniken zu verstehen. Leider wiederholten sich die Themen dort nach einigen Jahren immer wieder, so dass ich davon kaum mehr etwas profitieren kann. Zudem interessieren mich keine Kompaktkameras mehr.
Seit die deutschen Fotozeitschriften in der Schweiz zu unverschämt hohen Wechselkursen verkauft werden, verzichte ich nun vollständig auf den Kauf und bereue dies überhaupt nicht.
Dafür lese ich sehr gerne hier bei Traumflieger oder dann auf den amerikanischen Webseiten wie dpreview , Ken Rockwell oder The-Digital-Picture.com.
So fühle ich mich besser informiert. Wie ich auf Traumflieger aufmerksam geworden bin ?

Durch eines der Profihandbücher aus dem Data Becker Verlag.
Auch hier hatte ich zuvor gründlich in einer grossen Buchhandlung recherchiert. Ohne Voreingenommenheit habe ich mich dann mehrmals aus einer grösseren Auswahl für ein Buch von Stefan Gross entschieden. Vielleicht liegt es an der grossen Faszination für Canon, die ich mit dem Buchautor teile oder auch nur am Bedürfnis nach präzise recherchierten technischen Informationen und an der Fokussierung auf Themen, die in der Fotopraxis wirklich über Erfolg oder Misserfolg entscheiden.
Für dieses grosse Engagement möchte ich mich hier bedanken und hoffen, dass es bei Traumflieger so weiter geht wie bisher.

7 von 8 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich. Entscheiden Sie selbst:

Autor: Volker Kersting 06.02.2015 - 20:29:36
Bewertung des Reports: 5 von 5 Sternen!
Das zwischen den Zeilen zu lesende Fazit deckt sich in etwa auch mit meinen Erfahrungen, die ich in den letzten Jahren mit 2en der getesteten Zeitschriften gesammelt habe. Interessieren würde mich allerdings, ob die Auswahl der getesteten "Fach"-Zeitschrift repräsentativ für das gesamte Spektrum an Fotozeitschriften ist.

3 von 3 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich. Entscheiden Sie selbst:

Autor: Anonym5 04.02.2015 - 10:01:26
Bewertung des Reports: 5 von 5 Sternen!
Hallo Stefan.
Da ist viel Frust in deinen Zeilen.
Aber ich muss dir zustimmen.
In einer Zeit in der spektakuläre Explosionen oder
Unfälle, oder die noch so kleine Träne, die in Nahaufnahme und
Zeitlupe, in einem Augenwinkel gezeigt wird, scheint sich
niemand mehr die Arbeit einer gründlichen Recherche zu machen.
Ich habe mehrere solcher Zeitschriften ausprobiert
und suche jetzt lieber im Netz nach fundierten Berichten.
Wen wundert s das ich immer wieder auf deiner Seite lande.
Mach weiter so!
meint Jürgen Pollmeier

14 von 15 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich. Entscheiden Sie selbst:

Autor: Stefan_tf 01.02.2015 - 07:03:26
@Alex: Klasse, dein Überblick, ich nehm mal kurz Stellung. Teils sind es aber nur Eindrücke, die ich noch konkreter zu belegen hätte (s.o.)!

c't
Ich stimme zu, dass sich die c't öfters mal im technischen Detail verrennt. Wer aber Details wissen will, findet hier oft mehr als woanders. Beispiel aus dem 4k-Artikel: Wenn man überlegt, die Sony A7s via HDMI-Recorder in 4K zu nutzen, was kann man dann erwarten? Die Investition kostet immerhin in den Shogun einiges. Auch wenn die c't einen anderen Recorder getestet hat, gibt sie doch Auskunft über die HDMI-Leistung auch der GH4. Und davon sind andere Zeitschriften m.W. weit entfernt.

Colorfoto
Mit der Colorfoto gehe ich konform. Die Begriffe werden nur gelegentlich erläutert und dann auch sehr technisch. "Dead Leaves" ist aus der Not geboren, da die kamerainterne Aufbereitung (im JPEG-Format) immer intelligenter geworden ist und nicht mehr wie früher Kanten schärft und gleichzeitig auch das Iso-Rauschen körniger macht sondern dabei differenziert. Jetzt werden Flächen glattgebügelt und nurnoch die Konturen geschärft. Aber bei schwachen Kontrasten mit feinen Details funktioniert das trotzdem nicht zufriedenstellend. Ähnlich wie bei "toten Blättern" mit schwach durchzeichneten aber noch strukturierten Flächen, bei denen die interne Engine scheitert.
Colorfoto hat also das Messverfahren verfeinert, um den "neuen Tricks" der Kameraherstellern auf die Schliche zu kommen. Aber das in Werte umzurechnen, so daß der Anwender gleich damit etwas anfangen kann, ist noch eine ganz andere Sache. Da haben sie also auch die Kurtosis-Werte obendrauf eingeführt. Ich kann damit auch wenig anfangen. Und es interessiert mich auch kaum, weil es im RAW-Format nicht nötig wäre, weil dort eben nicht eingegriffen wird, der Anwender kann über den Entrausch-/Nachschärfungslevel selbst entscheiden (auch davon gibt es Ausnahmen aber das führt etwas zu weit hier).
Die vereinzelten RAW-Tests der Colorfoto fand ich hingegen unbefriedigend, irgendwie lustlos gemacht, so als wollten sie den Leser garnicht erst auf den Trichter bringen.
Und mir sind die wiederholten Inhalte auch unangenehm aufgefallen. Habe auch viele Tests immer wieder in irgendwelchen Systemvergleichen als Wiederholung gefunden. Wobei das in Maßen ja noch okay ist aber bei Colorfoto schon auffällig.

Fotohits & Profifoto
Fotohits hab ich teils länger verfolgt. Sie waren extrem durchsetzt mit Werbung, sehr durchmischt, so daß Advertorials mit redaktionellen Inhalten kaum mehr auseinanderzuhalten waren. Fand ich schlimm, mittlerweile scheint es etwas besser geworden zu sein. Bei der Schwesterzeitschrift Profifoto ist es sehr ähnlich, auch hier sehr durchmischte Inhalte, teils anspruchsvoll, teils banal, schon merkwürdig bei dem anspruchsvollen Hefttitel.

Fotomagazin
Die zeigen teils wirklich eindrucksvolle Bildstrecken, so ähnlich wie der Stern halt nur stärker auf Fotografen bezogen.
Die Test sind sehr gut dokumentiert aber werden leider nur im JPEG durchgeführt. Sie fangen jetzt aber auch an, die Kamera-Ausstattungswertung auf 10% runterzudrücken, ähnlich wie Fototest. Mit der lapidaren Begründung, dass der eine Anwender diese, der nächste jene Funktion brauchen würde. Tja, aber da ist das Salz in der Suppe und es wäre Aufgabe der Zeitschrift, die jeweils unterschiedlichen Ausstattungsstärken und Schwächen für die jeweiligen Anwendungen herauszuarbeiten. Die Bildqualität ist hingegen ähnlich in den jeweiligen Kamera-Klassen, vor allem beim JPEG-Format. Im RAW-Format sieht es hingegen ganz unterschiedlich aus, vor allem bei der Dynamikverarbeitung aber das ist ja bei kaum einer Zeitschrift Thema.

Chip Foto-Video
Ich kann die leider nicht ernst nehmen, sieht man schon online. Abstruse Ranglisten, teils absurde Wertungen (immerhin ausführliche Technikdaten-Listen). Sehr ähnlich wie die Digitalphoto & Foto-Bibel, Canon-Foto etc.

Camera
Ja hab mir zwei Ausgaben angesehen, ist noch relativ neu. Ein Schwerpunkt-Artikel zur LAPP-Technik (Light Art Performance) interessierte mich besonders in Ausgabe 6-2014. Da haben die eine Checkliste "Das brauchen Sie" abgedruckt, wo nur LED-Lenser-Taschenlampen aufgeführt wurden. Eine reine Produktwerbung also, echt ne Frechheit. Dabei gibts zahlreiche, ähnlich leistungsstarke bzw. noch potentere vor allem aber mobilere LED-Lampen wie z.B. von Eagtac, Wolf Eye Storm, Acebeam, Fenix, Lupine, Olight etc. Die tun aber so als wären nur die LED-Lenser einsetzbar. Dann war da noch ein sehr schwammiger Test zum Tamron 16-300mm. Wer das Objektiv kennt weiß, dass es in der Endbrennweite schlichtweg unscharf ist. Kein Wort dazu im sogenannten Test. Naja, sind noch ein paar weitere Tests drin, die durchaus differenzierter ausfallen. Insgesamt würde ich die Zeitschrift aber eher als Werbeblättchen ansehen für Amateure ähnlich wie Fotohits.

VG Stefan

24 von 24 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich. Entscheiden Sie selbst:

Autor: DirkS 31.01.2015 - 18:37:38
Bewertung des Reports: 4 von 5 Sternen!
Klar hat mir der Report gefallen.
Kurz zu meiner Person. Bin definitiv kein Profi, würde mich eher als Teilzeit - Amateur bezeichnen. Will heißen ich beschäftige mich nur von Zeit zu Zeit tiefer mit der Fotografie (Canon) und dann mal länger wieder nicht.

Ich sehe das so. Stefan ist ein Profi und er setzt Profi Maßstäbe. Das ist in Ordnung. Sind wir doch mal ehrlich, wieviel Profi bzw. ambitionierte Fotografen gibt es und wieviel Menschen fotografieren tatsächlich einfach nur drauf los (und wollen eigentlich auch garnicht mehr) . Ich denke letztere sind klar in der Mehrheit.
So, jetzt gibt es da eine Zeitschrift, die will einigermaßen Absatz machen, was eh schon schwerer geworden ist im Zeitalter der elektronischen Medien und stellt einfach für sich fest, nur Profis zu bedienen und zu sehr ins Detail gehen... . Das sind leider zu wenig Leute für den Umsatz, also gestalten wir für die breite Masse (wie überall). Die breite Masse hat von Crop-Faktor etc. Keine Ahnung, aber jpg ist ihnen mittlerweile geläufig. Also wird alles so zurecht gebastelt, dass es auch der Laie versteht und ihm natürlich noch suggeriert, er hätte hier Profi Informationen zur Hand. - Ein gutes Gefühl also. Die Zeitung möchte also alles bis zum ambitionierten Anfänger abdecken - Eben die breite Masse. Die Unterzahl der ambitionierten Amateure und Profis sind einfach zu wenig um sich zu detailliert hineinzuknien. Diese holen sich mittlerweile ihre Infos sowieso aus (Internet) Fachkreisen. Das zu bedienen ist schlichtweg zu teuer und würde vermutlich auch die meisten Anfänger Leser vergraulen, weil sie eh nur Bahnhof verstehen. Und ein paar Fehler, wen juckts, wenn man sowieso maximal nur in P fotografiert und jpgs macht.
Natürlich kann es auch sein, das manche Berichte Hersteller wohlwollend verfasst sind (das ist leider heutzutage oft so), weil eben Finanzier.
Stefan merkt man ja auch (gottseidank) an, daß er eine CANON Affinität hegt, aber das ist in Ordnung.
Fakt ist, es gibt heutzutage viele Handy Fotografierer, nach wie vor viele "ritsch ratsch klick" Fotografierer die einfach nur auf den Knopf drücken wollen und mit den Bildern meist zufrieden sind, weil sie sich garnicht mit der Materie beschäftigen wollen und sich oft auch garnicht vorstellen können, was man mit Kameras alles so machen kann und wollen. Und dann gibt es noch garnicht wenige, die ähnlich gelagert sind wie die eben genannten, aber Geld haben. Und daß wollen sie dann auch zeigen. Die kaufen sich eins zweimal so ein Heft, stellen fest, daß ist momentan das non plus ultra und kaufen es, wohl wissend, das maximal der P Modus und das Kit Objektiv Anwendung findet und Vertrauen darauf, daß beste für Ihr Geld bekommen zu haben und sich auch garnicht näher damit beschäftigen wollen (und Natürlich á'la iPhone.. .kuck mal Ich habs und gehöre dazu ) .
Das sind die Mehrzahl der Menschen und damit verdient man schlichtweg das Geld.... Und dafür sind diese Zeitschriften gemacht.

19 von 20 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich. Entscheiden Sie selbst:

Autor: Alex 31.01.2015 - 15:58:30
Bewertung des Reports: 4 von 5 Sternen!
Gut, dass mal jemand die Tester testet!

Meine eigene Erfahrung mit den Zeitschriften und mein Eindruck von den getesteten Blättern ist allerdings teils etwas anders. Ich fotografiere allerdings nur als Hobby und würde mich nicht mal als "Enthusiast" oder "Amateur" einstufen, andererseits aber auch nicht als "Knipser". ;)

c't Digitale Fotografie
Da fällt mein Gesamtfazit sehr negativ aus. Die Zeitschrift verliert sich oft in technischen Details, die Artikel sind schwer zu lesen und haben mir bisher selten geholfen, bessere Fotos zu machen oder eine Kaufentscheidung zu fällen. Ich weiß nicht, welche "Zielgruppe" die Redaktion ansprechen will, ich selbst gehöre jedenfalls nicht dazu.

Photographie
Dieses Heft gefällt mir wesentlich besser. Der Vergleichstest von Samsung NX1 und Canon EOS 7D Mk2 ist mir aber auch als Lowlight aufgefallen. Es gehört zum Konzept, nicht auf technischen Details herumzureiten.Tests sind oft sehr knapp, die Bildbeispiele sehr groß und in hoher Qualität abgedruckt. Im Text werden wenige, aber für die Praxis wesentliche Punkte heraus gearbeitet.
Hilfreich finde ich z. B., dass in Photographie nicht nur Labortests mit einer Canon EOS 6D gemacht wurden, wo im Vergleich eine Nikon D610 immer besser abschneiden wird, sondern vor Allem die Erfahrung aus praktischen Aufnahmesituationen geschildert wird. Und so wurde durchaus zu Recht darauf hingewiesen, dass die 6D eine wirklich gute Kamera ist, viel besser als die Spezifikation auf dem Papier vermuten ließe.
Solche Wertungen helfen mir, wenn sie auch belegt sind. Meist macht die Photographie-Redaktion das für meinen Geschmack recht gut, beim NX1-7D2-Vergleich allerdings weniger, da stimme ich zu.

FOTOHITS
Das Heft mag ich, ehrlich gesagt, auch gerne. Nicht zuletzt wegen der Rabatt-Aktionen, die Käufer bei bestimmten Online-Versendern erhalten. Effektiv haben mir diese mehr gespart als ich für das Heft bisher ausgegeben habe.
Ich habe früher auch ab und zu FOTOTEST gekauft.Aber das ewige Widerkäuen von Tests hat auch mich schnell genervt. FOTOHITS bieten ebenfalls kompakte und aktuelle Tests, ich finde sie hier aber viel besser nachvollziehbar.Was mir fehlt, sind allerdings auch hier RAW-Tests.
Ich weiß nicht, ob es immer noch stimmt, aber vor einiger Zeit hat der Chefredakteur mal im Vorwort erwähnt, dass sich FOTOHITS hauptsächlich über Verkaufspreis und Abonnements finanziert, während Color Foto und Fotomagazin hauptsächlich von Werbeeinnahmen leben.

Color Foto
Ich kaufe die Zeitschrift nur sehr sporadisch, denn insgesamt ist sie mir auch oft zu reißerisch, und auch diese Reaktion wärmt immer wieder dieselben Dinge auf und verkauft sie nur leicht anders verpackt immer wieder als neu. DSLR gegen spiegellos, Vollformat gegen APS-C, Nikon gegen Canon, und jedes Mal ist derselbe Test der Canon EOS 6D dabei.
Schwierig finde ich bei Color Foto oft auch die Terminologie. Trotz Erläuterung im Heft kann ich mit Begriffen wie "Dead Leaves" und "Kurtosis" recht wenig anfangen. Ich habe diese Begriffe auch bisher nirgendwo sonst gefunden.
Positiv ist aber, dass seit geraumer Zeit auch RAW-Tests einfließen, für meinen Geschmack noch etwas zu wenig und zu knapp, und eben mit zuviel kodierter Sprache. Aber immerhin.
Herausragend: Color Foto bietet eine Rückruf-Aktion an, wenn man Fragen hat. Ich wurde vor einigen Jahren sogar zwei Mal von einem freien Redakteur angerufen, der mit in den beiden durchaus langen Telefonaten sehr ausführlich meine Fragen beantwortet hat und mir sehr geholfen hat, meine erste DSLR zu finden --- ohne mich in eine Richtung zu drängen --- er hat mir geholfen, *meine* Entscheidung zu treffen!
Es wurde eine gebrauchte 5D1, was ich nie bereut habe.Ich bin dem Fotografen und der Color Foto auch heute noch sehr dankbar dafür. Ich hätte ohne sie wohl nicht so viel Spaß am Fotografieren gefunden.
So weit ich weiß, ist dieser Service einzigartig.

Fotomagazin
Nicht für mich. Keine RAW-Tests, im Wesentlichen kein anderer Inhalt also Color Foto, so weit ich sagen kann aber insgesamt durchaus seriös. Nur sind die Artikel oft sehr dünn. Ganz gut, im Sinne von nützlich, fand ich mal eine Beilage mit Bewertungen zu viele Objektiven.

CHIP und Co.
Tja, vor Jahren, als ich eben eine DSLR haben wollte, und keine, aber auch gar keine, Ahnung hatte, habe ich jede denkbare Informationsquelle genutzt, und eben auch ein paar mal die CHIP-Fotozeitung gekauft (den genauen Titel weiß ich gar nicht mehr). Gelernt habe ich hier sehr wenig, aber das habe ich halt auch erst gemerkt, als ich ein bisschen mehr wusste.Ich finde es logisch und beruhigend, dass FOTOHITS das CHIP-Blatt in der Auflage deutlich überholt hat.

Neue Zeitschriften
Am Bahnhofskiosk sind mir kürzlich ein paar Hefte aufgefallen, die zumindest mir neu sind: Pictures, Camera und ein paar weitere. Im ersten habe ich etwas geblättert --- möglicherweise nicht schlecht, war mein Eindruck. Das Heft ist aber teuer, und so habe ich es erst mal nicht gekauft.Vielleicht ist das ja aber ein Kandidat für den nächsten Traumflieger-Fotopresse-Test?

Genug für heute. Danke für diesen und andere Artikel und die vielen hilfreichen Videos!

16 von 18 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich. Entscheiden Sie selbst:

Autor: Anonym4 29.01.2015 - 12:30:49
Bewertung des Reports: 4 von 5 Sternen!
Was ich bei den ganzen Tests sowohl in den Zeitschriften als auch bei Euch etwas vermisse sind Grundlagen und die Erklärung von Fachbegriffen oder neuen Funktionen.

Eure Testvideos schaue ich mir hauptsächlich an weil die Produkte im Gebrauch gezeigt werden und nicht weil ich mir etwas neues kaufen will.

Wie kann man eine Funktion einsetzen und welche Bilder entstehen dadurch interessiert mich mehr als welche Kamera ist besser.

14 von 15 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich. Entscheiden Sie selbst:

Autor: Pixel_1000 29.01.2015 - 00:53:01
Bewertung des Reports: 3 von 5 Sternen!
Hallo

Ich finde die Fototest gut, was ich vermisse sind die Tests über Color Foto, Fotomagazin,

Habe ein ganz anderes Problem: die Darstellung der Videos hat nicht mehr das Ganze format.
und bei den HD Videos sieht man nur das normale Bild. das nicht HD ist?
wenn man auf Vollformat geht, wird es auch nicht grösser der Rest des ist Grau.

Gruß
Karl

1 von 12 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich. Entscheiden Sie selbst:

Autor: Stefan_tf 28.01.2015 - 20:52:04
@stefan: Danke für das Feedback. Was die Kritik angeht: Bitte konkreter werden: was stört am Webdesign, was ist einseitig bei den Objektivtests, welche Canon fehlt dir besonders (7D II kommt), Login kannst du oben auf Login klicken, dann wird angezeigt, ob du eingeloggt bist oder einen geschützten Report aufrufen.
VG Stefan

2 von 4 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich. Entscheiden Sie selbst:

Autor: auch Stefan 28.01.2015 - 20:29:44
Bewertung des Reports: 4 von 5 Sternen!
Hallo Stefan,
wer mit den Finger auf die Fehler anderer zeigt, sollte auch selber seine Hausaufgaben gemacht haben.

Traumflieger unter der Lupe:

+ Hervorragende Kameratests
+ Tolle Vergleichsbilder
+ Großartige Videoreports und das auch noch kostenlos
+ sympathische Autoren und Tester
+ ....und alles "fast" kostenlos

- Homepage-Design schrecklich...
- Objektivtests sind sehr einseitig beleuchtet
- Keine wirkliche Konstanz bei den Canon-Kameratest, es fehlen einige Modelle wo heute noch viele darauf warten
- Keine klare Linie in den Tests: Hier wird zwischen Kameras, Zubehör und einzelnen Kamerafunktionen hin und her geschwankt. Man bekommt manchmal das Gefühl Traumflieger mutet sich etwas viel zu...
- Login Funktion der Website ist furchtbar schrecklich. Auch heute weiss ich immer noch nicht ob ich eingeloggt bin oder nicht.


Liebe Grüße...

Stefan

26 von 30 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich. Entscheiden Sie selbst:

Autor: Walli Peters 28.01.2015 - 17:16:56
Bewertung des Reports: 5 von 5 Sternen!
Hallo Stefan,

was machst Du Dir bloß für eine Arbeit. Die teuren Werbeblättchen haben doch eh keine Daseinsberechtigung. Ich kaufe die Dinger jedenfalls nicht.
Alexander Borell würde sich im Grab umdrehen.

Beste Grüße

Walli Peters

14 von 16 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich. Entscheiden Sie selbst:

Autor: Peter 28.01.2015 - 00:34:22
Bewertung des Reports: 5 von 5 Sternen!
Ausser der Zeitschrift Naturfoto vom Tecklenburg Verlag ist alles billiger Schund. Zudem kosten diese Zeitschriften in der Schweiz bis zu 100% mehr. Da ist der Traumflieger für Fotografen und Filmer geradezu eine Qualität erste Wahl!

10 von 12 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich. Entscheiden Sie selbst:

Autor: Jörg 26.01.2015 - 23:07:51
Bewertung des Reports: 5 von 5 Sternen!
Hallo Steffan,
ich nochmal kurz. Danke für Dein Feedback. Ja, das ist richtig, es sind exakt 20 Meter. Ich hatte mich bei mir nur verlesen. Asche auf mein Haupt!

Mit 20 Meter Schärfentiefe hätte der Tester eigentlich den AF auch gleich ganz ausschalten können und wäre zum gleichen Ergebnis gekommen. (Armutszeugnis!)

Da ich weiß, das Du auch Andoid benutzt, ein Tipp. Schau Dir mal die App "DoF Calc" an
https://play.google.com/store/apps/details?id=jds.dofcalc&hl=de
Ich find die gut, weil man schnell durch bewegen der Regler die Schärfentiefe sofort ablesen kann, ohne vorher immer auf irgendein Berechnen-Button klicken zu müssen. Schnell und einfach.

6 von 7 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich. Entscheiden Sie selbst:

Autor: Stefan_tf 26.01.2015 - 19:09:55
@Jörg: ja, 10m Distanz kommt etwa hin. Gibt das mal in den nachfolgenden Schärfentiefe-Rechner mit 35mm f4 für APS-C (EOS 7D) ein, dann wird eine Schärfentiefe von 20m ausgegeben: http://www.dofmaster.com/dofjs.html
VG Stefan

4 von 5 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich. Entscheiden Sie selbst:

Autor: Jörg 26.01.2015 - 19:01:19
Bewertung des Reports: 5 von 5 Sternen!
Hallo Steffan,
Du schreibst im ct Teil die Schärfentiefe liegt bei ca. 20m. Ich rechne gerade wie wild rum, um das einfach mal zu verstehen. Ich kann keine 20m errechnen. In den abfotografierten Bild lese ich leider keine Entfernung zum Motiv, ich nehme mal 10m an. Gebe ich das in meine App ein (f/4, 35mm, 10m) komme ich auf eine Schärfentiefe von 6m. OK auch das ist kein Test für den Autofokus! Aber auf Deine 20m kann ich nicht kommen. Wie bist Du denn darauf gekommen?
Ansonsten eine gute Recherche, wird den Autoren nicht schmecken.
vg

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Autor: Stefan_tf 26.01.2015 - 17:35:40
@Sunnyboy: Wir stellen oft aber nicht immer auch mal ein Produkt aus dem Traumflieger-Shop in den Videos vor. Das hat zwei Gründe: 1. suchen wir auf dem Markt sehr intensiv nach Produkten, die für die User interessant und besonders nützlich sind. Nicht in erster Linie um zu verkaufen, sondern um das Beste für den User herauszufiltern. Ist doch logisch, dass wir das bekanntmachen und zeigen. 2. Wir machen detailliertere und umfangreichere Videos als irgendjemand sonst und zwar weltweit.Wie sollen wir das bewältigen, wenn wir uns nicht über den Shop refinanzieren?

Ja, es gibt zwischendurch neue Erkenntnisse, die wir dann manchmal korrigierend einblenden. Andere lassen das einfach so stehen (wie man hier in den Zeitschriften z.T. sieht). Ein 30min Video kann man nicht mal so eben neu filmen, auch streckenweise nicht. Wir haben auch ganze Videoserien, die über mehrere Stunden laufen.
Natürlich sind wir bemüht, Fehler zu vermeiden und arbeiten daran.

Problematisch ist es allerdings, dass deine Kritik pauschal und ohne Quellenangaben gemacht wird, das ist so insgesamt schwer nachvollziehbar.

VG Stefan_tf

9 von 11 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich. Entscheiden Sie selbst:

Autor: sunnyboy171981 26.01.2015 - 16:18:53
Bewertung des Reports: 2 von 5 Sternen!
Eure Analyse der Zeitschriften in allen Ehren, ABER: Wer testet euch denn mal?

Ich mache mal eine Kurzanalyse meiner letzten Erfahrungen mit traumflieger.de

+RAW Format wird immer herrangezogen.
+größtenteils nachvollziehbare Tests
+umfangreiche Informationen zum CANON System.

-Videoreports teilweise amateurhaft Produziert und strotzen Teils vor Fehler, die dann , wenn diese bemerkt werden, per Einblendung korrigiert werden. Konsequent wäre es wenn man die entsprechende Stelle neu aufnehmen würde. Zudem ein Fehler kann ja mal drin sein, aber keine 3,4,5.
-versteckte Werbung: In Videos wird unterschwellig immer für Produkte aus dem eingenen Shop geworben. Einerseits Nachvollziehbar, andererseits nicht sehr Objektiv. Aber es nervt auf Dauer.

Aus diesen Gründen schaue ich nur noch selten bei euch vorbei.

War nur mal nen kurzer Auszug.

10 von 35 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich. Entscheiden Sie selbst:

Autor: Anonym3 26.01.2015 - 08:51:07
Viele Zeitschriften verdienen ihr Geld vorrangig durch Anzeigen und nicht mehr in erster Linie durch den Kaufpreis.

Ob sie es sich leisten können ein Produkt kritisch zu hinterfragen wenn der Hersteller ein wichtiger Anzeigenkunde ist?

12 von 12 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich. Entscheiden Sie selbst:

Autor: Jo 25.01.2015 - 22:20:46
Bewertung des Reports: 5 von 5 Sternen!
Hallo Stefan!
In meinem Beruf als Kameramann und Fotograf mußte und muß ich mich regelmäßig mit allen möglichen Aufnahmesituationen in der ganzen Welt rumschlagen! Ich weiß was es heißt, wenigstens eine einzige gute Info betreffend neuer Technik, Handling und Einsetzbarkeit bei neuen Objektiven oder Geräten zu erhalten! Die von Dir angesprochenen Zeitschriften sind sowieso noch aus dem "obersten" Fach, im Prinzip kannst Du all diese in der Praxis komplett vergessen, Auflage bringt Umsatz, Werbungsetat und G e l d!
Danke für Deine durchwegs unabhängigen und durchaus nachvollziehbaren Tests!

Jo

16 von 16 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich. Entscheiden Sie selbst:

Autor: Anonym2 25.01.2015 - 21:29:04
Bewertung des Reports: 4 von 5 Sternen!
ich kaufe schon lange keine Zeitschrift mehr. Der Bericht bestätigt meinen Weg
danke und Gruß
Josef

11 von 11 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich. Entscheiden Sie selbst:

Autor: Anonym1 25.01.2015 - 13:11:48
Bewertung des Reports: 5 von 5 Sternen!
Danke Stefan für den interessanten Artikel.
Mit den Zeitschriften ist es so, wie mit dem Billigfleisch, solange die Kunden kaufen,
Kann sich solch schlechte Qualität auf dem Markt behaupten. Erst wenn genügend Kunden kündigen,
verschwinden die vom Markt, oder sind gezwungen bessere Leistung zu liefern.
Von mir bekommen sie bei so viel Werbung und schlechten Artikeln kein Geld.
Meine Infos hole ich mir kostenlos aus dem Netz.


Viele Grüsse
René

13 von 13 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich. Entscheiden Sie selbst:

Autor: Stefan_tf 25.01.2015 - 07:12:44
@Roland: Makroobjektive werden - auch wenn sie mit f2,8 angegeben sind - wohl alle in Gruppe B und schlechter eingestuft, weil die Blende im Nahbereich nicht mehr der nominellen Angabe entspricht sondern effektiv weniger Licht durchläßt. Da wird dann tatsächlich meist f5,6 draus.
VG Stefan

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Autor: Martin 24.01.2015 - 19:21:22
Bewertung des Reports: 5 von 5 Sternen!
Hallo Traumflieger,
der Report spiegelt eigene Erfahrungen wieder. Ich lese regelmässig die Naturfoto, ist aber sehr spezifisch jedoch echt eine Empfehlung für Freunde der Naturfotografie. Hier liegt der Schwerpunkt eher auf den Fotos, den Motiven und Fotografen, Technik ist nicht vorrangig, Werbung unterschwellig.
Martin

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Autor: Stefan_tf 25.01.2015 - 07:05:59
@Steffen und M R: eine Traumflieger Print-Zeitschrift wird es in absehbarer Zeit wohl nicht geben. Wir sind eben doch auf das Web ausgerichtet und auch auf den Shop. Zusätzlich noch eine Printzeitschrift herauszugeben schaffen wir einfach nicht. Aber wir planen, zumindest im kleinen Rahmen auch Drucksachen herauszugeben, das wird aber erst nach und nach geschehen. Eine professionelle Zeitschrift braucht aber eine lange Vorplanung und die ist derzeit kaum realisierbar, wenn wir die Webangebote nicht drastisch reduzieren würden.
VG Stefan_tf

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Autor: Roland 24.01.2015 - 18:43:14
Bewertung des Reports: 5 von 5 Sternen!
Beinahe hätte ich die Bewertung des Reports mit den Inhalten der Zeitschriften verwechselt. ;-)

Ich persönlich hab mir abgewöhnt Bilder in JPG aufzunehmen. Der erweiterte Dynamikumfang des RAW kann einem schon mal weiterhelfen, um mal einen Vorteil zu erwähnen. In JPG umwandeln kann ich später dann immer noch. Das solches nicht einer umfangreichen Erwähnung verdient ist mir schleierhaft oder wird der Zeitschriftenleser nur auf ein Maß eines Laien degradiert, der eine DSLR für ~2000¤ kauft um diese für Aufnahmen im Automatikprogramm zu nutzen?


BTW.
Eine Kuriosität stelle ich unabhängig des eigentlichen Themas fest, die ich mir nicht, aber wie ich hoffe jmd. anderes, erklären kann.
Im Handbuch der 7DMII auf dem verwiesenen Abschnitt ab Seite 100 heisst es zur dualen Kreuzfokussierung: "Der Fokussierungssensor ist darauf ausgelegt, mit Objektiven von F/2,8 oder höherer Lichtstärke eine hochpräzise Scharfeinstellung erreichen."
So wie ich das verstehe sollten Objektive mit einer Lichtstärke besser F/2,8 generell auf die duale Kreuzfokussierung zurückgreifen, entsprechend Gruppe A.
Wie erklärt sich dann, das z.B. das Objektiv "EF100mm f/2.8L Macro IS USM" lediglich der Gruppe B zugeordnet wird?

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Autor: Anonym 24.01.2015 - 17:37:44
kamerazeitschriften sind halt für DAU´s bzw. anfänger gemacht.

genau wie die ständig gleichen "photoshop tipps" wird da massig wiedergekäut.


man schlage mal eine zeitung von 2008 auf.. dort finden sich die gleichen fotografier tipps wie 2015.
die recyceln halt alles.. sonst könnten sie auch nicht jeden monat ein magazin füllen.

landschafts fotografie tipp numero uno: früh aufstehen und bei sonnenaufgang fotografieren.. wieviel millionen mal muss man solche tipps geben?
stehen zudem in jedem internet blog.

umso trauriger, das das was wirklich neue ist.. die hardware.. nicht richtig getestet wird.

ich kaufe keine zeitschriften mehr. das geld ist mir zu schade.

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Autor: Steffen 24.01.2015 - 17:33:32
Bewertung des Reports: 5 von 5 Sternen!
Toller Report, aber so genau lese ich die Zeitschriften nie. Ein 2 Minuten durchblättern am Kiosk reicht schon aus, das meiste ist eh Kopiert und schon mal woanderst gelesen.
Würde auch sofort ein "Traumflieger Photographics" abonieren.

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Autor: Hendrik Becker 24.01.2015 - 13:51:34
Bewertung des Reports: 5 von 5 Sternen!
Das bestätigt meine Erahrungen zu 100%. Teilweise werden Vergleichtest ja bereits vor Erscheinen der Kameras auf Grundlage der technischen Daten veröffentlicht. Lächerlich. Das Angebot im Netz ist da meiner Meinung nach WEIT besser, zumal hier in der Regel vollaufgelöste RAW Dateien zur eigenen Kontrolle hinterlegt werden und zwar direkt im Report ohne umständliche Suche. Warum werden diese Dateien nicht wenigstens auf DVD mitgeliefert? Wenn ich sowieso im Internet nach den Dateien suchen muss kann ich mir auch gleich dort die Tests anschauen.
ABER: Diese "Ratgeber" können nur überleben wenn sie auch jemand kauft, das scheinen leider (noch) viel zu viele zu sein!!

13 von 13 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich. Entscheiden Sie selbst:

Autor: fotodesign M 24.01.2015 - 11:43:40
Bewertung des Reports: 5 von 5 Sternen!
Hallo Stefan

Ja das sollte mal gesagt werden, habe mir ein paar probe Abos auf der Photokina geholt.
50 % in den Heften ist Werbung. Das ärgert natürlich noch mehr wenn der Rest von den Herstellern
bezahlt wird.

Weiter so du bist einfach ein Praktiker.
LG

Martin

18 von 20 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich. Entscheiden Sie selbst:

Autor: M R 24.01.2015 - 10:40:35
Bewertung des Reports: 5 von 5 Sternen!
Wie wäre es mit einer Traumflieger Zeitschrift? Ich würde abonnieren!

15 von 18 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich. Entscheiden Sie selbst:

Autor: Jenso 23.01.2015 - 20:15:30
Bewertung des Reports: 5 von 5 Sternen!
Meinen Dank und Glückwunsch!
Gefühlt hatten sich mir genau solche Eindrücke immer wieder aufgedrängt, wenn ich doch einmal rückfällig wurde und mir Fotozeitschriften kaufte  so schön gründlich habe ich mir die Blättchen dann aber nie durchgearbeitet, sondern sie meist nur schnell und entnervt in die Altpapierabteilung geworfen.

Das kleine Geld für die TF-Mitgliedschaft ist viel besser verwendet, als die vielen Euronen für bessere(?) Werbepostillen, die sich Fachzeitschrift wohl nur noch nennen.

56 von 58 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich. Entscheiden Sie selbst:

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