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Fotografieren auf Island: Geysir

Fotografieren auf Island: Geysir

Aufrufe: 4.549

5 von 5 Lesern fanden diesen Report hilfreich.

Entscheiden Sie selbst:

Geysire, heisse Quellen und blubbernde Schlammtöpfe gehören zum Pflichtprogramm für Island-Fotografen. Wir haben uns die größte aktive Wasserfontäne, den Strokkur, näher angesehen.

Im Süden Islands findet sich als Teil des sogenannten "Golden Circles" das Heißwassertal Haukadalur. Neben dem derzeit allerdings inaktiven "großen Geysir" findet sich hier der momentan höchste isländische Geysir, der den Namen "Strokkur" (dt. "Butterfass") trägt. Seine eruptive Wasserfontäne erreicht Höhen von bis zu 35 Metern und er zeigt sie in einem vergleichweise kurzen Intervall von ca. 5 - 10 Minuten.

Wir erreichen die heiße Springquelle am frühen Nachmittag. Wie auf Island üblich, ist auch dieser Hotspot touristisch erschlossen, daher findet unser Jeep auf dem gut ausgebauten Parkplatz direkt neben dem Heißwasserfeld Platz. Das geothermal aktive Gebiet ist mit einer Fläche von rund 100 x 500qm recht überschaubar, bietet neben dem Strokkur aber noch zahlreiche weitere Hingucker wie kleinere, vor sich hinbrodelnde Quellen bzw. blubbernde Schlammtöpfe.

Fotografisch herausfordernd ist es, die Fontäne formatfüllend einzufangen. Steht man direkt vor dem Sicherheits-Trassierband, dann ist schon ein Fischauge notwendig, damit er auf dem Bild nicht halbiert wird. Mit einem normalen Weitwinkel empfiehlt sich daher eine weiter entfernte Position oder man nutzt eine bodennahe Perspektive und schrägt die Kamera nach oben zeigend an.

Problematisch ist es zudem, den Zeitpunkt und die Ausstoss-Höhe einzuschätzen. Denn der Strokkur gibt teils auch nur wenige Meter hohe Fontänen ab, die fotografisch meist weniger eindrucksvoll sind. Stößt der Geysir seine Fontäne aus, dann empfiehlt es sich, den Serienbildmodus der Kamera zu nutzen. Vorher sollte man den Autofokus abschalten und die Schärfeebene im manuellen Fokusbetrieb eingestellt haben. Ansonsten kann es passieren, dass sich mit Beginn der Eruption der Autofokus im Hintergrund verfängt.

Die Eruption kündigt sich nicht weiter an sondern geschieht unmittelbar. Man sollte daher den Beginn geduldig abwarten und dann den Auslöser im Serienbildmodus durchdrücken. So fängt man die höchste Position mit einer hohen Wahrscheinlichkeit optimal in der Bildserie ein.

Um den Strokkur möglichst klar erkennbar abzulichten, empfiehlt sich eine Position mit dem Rücken zur Sonne. So erhält die Fontäne das beste Auflicht. Je niedriger die Sonne steht, umso klarer setzt er sich ab. Optimal ist hier ein Licht, bei der die Sonne gerade noch über den Bergwipfel vorbeischaut. Es lohnt natürlich auch, die blaue Stunde abzupassen. Letzteres hat auch den Vorteil, dass weniger Besucher unterwegs sind und man einen unverstellteren Blick auf den Strokkur nutzen kann.

Es lohnt auch, die nähere Umgebung mit den kleinen, nur brodelnden Quellen bzw. Schlammtöpfen abzulichten. Aber Vorsicht, das Wasser kocht meist und ist zwischen 80 - 100 Grad heiß.

Unmittelbar vor den Geysiren bzw. dem Thermalfeld findet sich ein Parkplatz, Gastronomie incl. WC.
 

Detailblick: Passen Sie auch die Wasserblase beim Fontänen-Austritt mit einem Normalobjektiv und im schnellen Serienbildmodus ab!

empfehlenswerte Objektive und Fototechnik:

  • Weitwinkel und Fischauge, um den Strokkur möglichst formatfüllend einzufangen
  • Halten Sie ausreichend Abstand oder schrägen die Kamera bodennah in Richtung Himmel zeigend an, damit die Fontäne nicht angeschnitten wird
  • Wählen Sie an sonnigen Tagen eine Position, bei der die Sonne in Ihrem Rücken steht, damit der Geysir möglichst klar zur Geltung kommt
  • Nutzen Sie den Serienbildmodus und drücken mit Beginn der Eruption den Auslöser durch
  • Stellen sie auf manuellen Fokusbetrieb und fokussieren die Austrittsposition vor
  • Nutzen Sie das RAW-Format, um später bessere Bildoptimierungen vornehmen zu können (Reihenbelichtungen lassen sich idR nicht sauber zu einem HDR verrechnen).

spezielle Techniken und Anregungen:

  • Ein Kugelpanorma lohnt per Fischauge und Panoramakopf direkt vor dem Trassierband. Starten Sie die Aufnahmeserie mit einem Abschnitt, bei dem die Fontaine an der höchsten Posiiton eingefangen wird!
  • Nutzen Sie ein Normal- oder Teleobjektiv, um die teils ausgedehnte, bläulich schimmernde Wasserhalbkugel abzupassen, bevor die Fontäne ausbricht. Hier müssen Sie sehr schnell reagieren und sollten den schnellsten Serienbildmodus einsetzen.
  • Wenn Sie mehr Zeit eingeplant haben und eine weitere Kamera zur Verfügung haben, dann versuchen Sie eine timergesteuerte Zeitraffer-Sequenz am besten über 1 - 2 Stunden mit einem kurzen Intervall von ca. 1 Sekunde. Der kurze Intervall fängt dann die Eruption noch in mehreren Aufnahmen ein!
  • Ist kein Puplikum in der Nähe und lassen es die Windverhältnisse zu, dann lohnt auch ein Copterflug seitlich aus größerer Höhe. Man sollte nur nie direkt über die Wasser-Ausstrittsstelle oder direkt über der zu erwartenden Fontäne fliegen, sonst wird der Copter heiß gekocht!

von uns genutztes Equipment:

  • Panoramakopf: Traumflieger Intellishoot Pro Mark II
  • Sony A7 II, Canon EOS 6D, Panasonic Lumix FZ1000, Quadrocopter DJI Phantom Vision 2 Plus
  • Objektiv: Canon 24-70mm/2,8 II, für die Sony das Zeiss 24-70mm/4, für Kugelpanorama das Canon Fisheye 8-15mm bei 15mm, montiert an der Sony via Canon EF> Sony Nex E-Mount-Adapter
  • Software: Autopano Giga + Panotour Pro + Livepano Plugin / Lightroom CC
  • Livepano-Aufnahme in zwei Reihen (+30 / -30 Grad) mit jeweils 6 Abschnitten, ISO 100, RAW-Format
     

So funktionieren heiße Springquellen:

Ein Geysir setzt einen relativ engen, langen Wasserkanal voraus. Meist findet sich an dessen Ende ein Wasserkessel, der durch Erdwärme bwz. eine Magmaschicht zum Kochen gebracht wird. Wie in einem Schnellkochtopf führt der Wassersäulendruck dazu, dass die Siedetemperatur erhöht wird und deutlich über 100 Grad liegt. Im Kanal steigen stark erhitzte Blasen auf, die einen Teil des Wassers herauspressen. Da jetzt der Druck abnimmt und der Siedepunkt herabgesetzt wird, verdampft das Wasser explosionsartig. Das Wasser versickert nach der Eruption wieder und füllt schließlich den Kanal wieder auf.

Auf Island gibt es derzeit 26 aktive Geysire. Im Yellowstone Nationalpark finden sich hingegen rund 300 aktive Geysire. Auch in Deutschland gibt es ein paar wenige Kaltwasser-Geysire (z.B. den Geysir Andernach) , die allerdings nicht durch Erhitzung sondern durch Kohlensäure zur Eruption gebracht werden.

 

Unsere Foto-Tour geht weiter die Ringstraße entlang zu Seljalandsfoss. 

Wir kommen vom Gullfoss Wasserfall.


Dieser Report wurde am Freitag, 22. Mai 2015 erstellt und zuletzt am Dienstag, 02. Juni 2015 bearbeitet.


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