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Zeiss Loxia 50mm / f2 im Test an Sony A7-Modellen

Zeiss Loxia 50mm / f2 im Test an Sony A7-Modellen
Zeiss Loxia 50mm / f2 im Test an Sony A7-Modellen Zeiss Loxia 50mm / f2 im Test an Sony A7-Modellen

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Ausstattung - Technische Daten - Auflösung - Verschlussproblem A7R - BokehVerzeichnung / Vignettierung / Farbsäume - Fokus und Bildstabilisator - Handhabung - 100%-Bildbeispiele - Fazit - Links - Leserkommentare



Traumflieger-Test im RAW-Format an Sony A7-Modellen


Zeiss Loxia 50mm / 2,0 im Test

Manuelle Steuerung von Schärfe und Blende heisst das Konzept aus der Loxia-Serie. Zeiss bietet maßgeschneidert für die Sony A7-Modelle mit Vollformatsensor neben dem 35'er auch das lichtstarke 50mm / f2, das wir hier im Test ausführlich vorstellen.

ein Traumflieger-Report von Stefan Groß

Dieser Traumflieger-Report ist unabhängig von Zeiss erstellt. Zeiss hat uns zwar das Objektiv freundlicherweise für einen Test geliehen, wir berichten jedoch unabhängig und uneingefärbt.

Obwohl Zeiss bereits ein 55mm / f1,8 für die Sony A7-Modelle mit E-Mount offeriert, hat der Hersteller eine neue Loxia-Produktlinie kreiert, die mit dem 50mm / f2,0 ähnlich lichtstark und auch von der Brennweite in ähnlicher Region angesiedelt ist. Das mag überraschen, dennoch unterscheiden sich die Konzepte voneinander. Während sich das 55mm /1,8 mit AF-Motor und einem typisch elektronischen Scharfstellring ausgestattet ist, bietet das Loxia manuelle Steuerung sowohl beim Fokussieren als auch durch einen manuellen Blendenring. Wie das Konzept in der Praxis funktioniert, haben wir an verchiedenen Sony A7-Modellen im RAW-Format untersucht. Das Loxia lässt sich aber auch funktional ohne weitere Einschränkungen an NEX-Modellen mit APS-C-Sensor bzw. auch Sony Alpha-Modellen wie der A6000 nutzen, dann greift allerdings eine entprechende Brennweitenverlängerung

 

 

Ausstattung


Das Loxia 50mm/f2 eignet sich als Normalobjektiv für zahlreiche Anwendungen. Es deckt einen Bildwinkel ab, der etwa der fokussierten Zone des menschlichen Auges entspricht. Daher eignet es sich als Allrounder, wenn die Platzverhältnisse vor Ort nicht allzu eingeengt sind. Dank seiner beachtlichen Lichtstärke von f2 kann es auch bei kritischeren Lichtverhältnissen noch gut verwendet werden. Zudem erlaubt die geringe Schärfentiefe in der Anfangsblende z.B. in der Porträtfotografie Freistell-Effekte.

Der Name Loxia wird von Zeiss u.W. nicht weiter erläutert. Da Zeiss auch im Spektiv-Bau aktiv ist und gerne lateinische Vogelnamen für die Objektive verwendet, dürfte Loxia vom Fichtenkreuzschnabel abgeleitet sein (Loxia pytyopsittacus).

Der optische Aufbau des Loxia 50mm entspricht dem eines Planar-Objektivs, einer von Zeiss entwickelten Objektivbauweise, bei der sechs Linsen in vier Gruppen angeordnet sind. Zeiss spricht darüberhinaus von speziellen Anpassungen an das etwa 2mm dicke Schutzglas der Bildsensoren, um Aberrationen zu reduzieren.

Da dem Loxia kein Autofokus-Motor spendiert wurde, erfolgt die Fokussierung rein manuell. Der Fokusweg wird weitläufig über 180° verstellt.

Die Blende wird über einen manuellen Blendenring eingestellt, wobei die Blendenzahl an die Sony-Kameras und auch in die Exif-Daten übertragen wird.  Eine Besonderheit am Blendenring ist die sogenannte "DeClick"-Funktion. Dabei kann über eine Schraube am Bajonett der Rastmechanismus des Blendenrings abgeschaltet werden und somit - z.B. im Video-Modus - eine stufenlose Anpassung der Blende vorgenommen werden.

Das Gehäuse ist aus Metall gefertigt und bietet am Bajonett zum Schutz der Schnittstelle einen Dichtungsring.

Im Lieferumfang befindet sich neben Schutzdeckel für Front- und Rücklinse noch eine Streulichtblende.

 

Technische Daten
UVP / Strasse (01/2015) 849 EUR / 849 EUR kaufen hier bei Amazon
Markeinführung Oktober 2014
Gewicht 320gr
Bajonett Sony E-Mount
Brennweite 50mm
Naheinstellgrenze 45cm
Abbildungsmaßstab 0,14 (selbst ermittelt)
optische  Elemente 6 Linsen in 4 Gruppen
Filteranschluß 52mm
Anzahl Lamellen 10
Blendenumfang f 2 - f 22
Bildstabilisierung nein
AF-Motor nein
Größe 62,1 x 66,2mm (Durchmesser x Länge mit Deckel)
Lieferumfang Frontdeckel, Rückdeckel, Streulichtblende
Besonderheiten Blendenring, Bajonett-Abdichtung, T*-Antireflexions-Beschichtung



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Auflösung


Getestet mit Sony A7-Modellen im RAW-Format mit Adobe Lightroom bei Standardeinstellungen mit der aktuellen Prozessversion (2012). Wir nutzen hierfür ein Testchart im 3:2-Format . Wertangaben in Linien je Bildhöhe nach MTF50 bei einem MIndestkontrast von 50%. Max.-Wert sind an der A7R = 4.912 Linien / A7 (I + II) = 4.000 Linien / A7S = 2.832 Linien. In der Praxis lassen sich jedoch an der A7R maximal ca. 4.200 Linien, an der A7 (I + II) ca. 3.500 Linien und an der A7S maximal 2.500 Linien erzielen. Die nominellen Auflösungen wären bei einem Mindestkontrast von 10% (MFT) erreichbar aber in der Praxis ist das hier verwendete Verfahren MFT 50 mit 50% Mindestkontrast gängiger. Daher sind die maximal erzielbaren Linienauflösungen etwas geringer. Mess-Software Quick MFT mit Angleichung an Imatest-Standard (Faktor 1,3), Kompatibel zu Messungen für Canon APSm4/3, Samsung NX aber nicht zum Canon Vollformat-Test, da wir hier unter Lightroom aus historischen Kompatibilitätsgründen die etwas weniger hochauflösende Prozessversion 2003 nutzen.

Chartvergleich: Alle Objektiv-Auflösungs-Charts an der Sony A7R - A7 II - A7S im Direktvergleich für Traumflieger Mitglieder finden Sie hier. Die Übersicht wird laufend ergänzt. Es sind auch zahlreiche Auswertungen vorhanden, für die (noch) kein kompletter Testreport vorliegt!

Die Auflösungsleistung am Testchart kann vor allem an der Sony A7 II und Sony A7S überzeugen. Bereits bei Offenblende ergeben sich im Bildzentrum hochaufgelöste Ergebnisse, die sich an der A7 II abgeblendet von rund 2.400 bis auf rund 3.000 Linien steigern. Die Randschärfe legt dann noch etwas zu, wenngleich sie uns schon bei der großen f2-Offenblende durchaus überzeugen kann.  

An der Sony A7S sieht es im Prinzip sehr ähnlich aus. Da sie aber nominell anstelle von 24 nur 12 Megapixel bietet, sind die absoluten Werte im Vergleich zur A7 II insgesamt etwas niedriger. Auch hier ist zu beobachten, dass unser Testmuster nicht ganz ideal zentriert ist und im Randbereich genausoviel bzw. sogar noch eine Idee mehr Auflösung im Vergleich zum Bildzentrum liefert.

Die Ergebnisse an der Sony A7R überraschen uns - leider nicht im positiven Sinn. Betrachtet man die Offenblend-Auflösung im Vergleich zur Sony A7 II, dann fällt sie deutlich niedriger aus. Diese Diskrepanz hängt mit dem nicht vorhandenen, elektronischen Verschlussvorhang zusammen, der an den anderen Sony-Modellen in kritischen Belichtungszeiten zu mehr Auflösung führt.  Welche Zeiten hier kritisch sind, zeigen wir im nächsten Abschnitt.

 

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Verschluss-Problem Sony A7R


 

Da die Sony A7R über keinen elektronischen Verschlussvorhang verfügt, ergeben sich in diesbezüglich kritischen Zeiten deutliche Einbrüche bei den Auflösungswerten. Wir hätten jedoch nicht erwartet, diese Unschärfen bei einer Brennweite von 50mm bereits vorzufinden. An DSLR zeigen sich Erschütterungen durch den Verschluss idR erst ab 100mm oder im Makrobereich und hier etwa um 1/15s herum. Der A7R-Verschluss führt jedoch zu erkennbaren Unschärfen um 1/125s herum und ist schon ab 50mm nachweisbar. Die Auflösung wird an der A7R beim Test mit dem  Loxia 50mm/2 erschütterungsbedingt um beachtliche 33% reduziert.

Das Probem ist dabei der 1. Verschlussvorhang. Dabei wird ein mechanischer, lamellenartiger Verschluss wie bei einem Aussenrollo am Haus nur mit erheblich höherer Geschwindigkeit heruntergefahren, der die Sony A7R erschüttert und das Bild unschärfer wirken lässt. Besonders problematisch ist dabei die Tatsache, dass hierbei eine Hauruckbewegung besonders starke Vibrationen erzeugt. Wird ausgelöst, muss der auch für den Sucherblick zuständige Bildsensor zunächst durch den mechanischen Verschluss abgedeckt werden nur um gleich wieder aufzuspringen, um den Sensor für die eigentliche Belichtung wieder freizulegen. Dabei entsteht diese Hauruck-Bewegung, die die gesamte Sony A7R kurzzeitig in ruckartige Schwingungen versetzt.

Problemlos bei den übrigen A7-Modellen

An den übrigen Sony A7-Modellen ist hingegen wenigstens ein 1. elektronischer Verschlussvorhang vorhanden. Das Sucher-Livebild wird also nicht erst durch den mechanischen Verschluss blockiert, sondern - vereinfacht gesprochen - es wird kurzzeitig die Stromspannung unterbrochen. Am Belichtungsende schnellt zwar der 2. Verschlussvorhang hoch, um die Belichtungszeit zu begrenzen, doch das tangiert die Fotobelichtung praktisch nicht mehr, da sie ja im selben Moment beendet wird. An der Sony A7S wurde sogar auch dieser 2. Verschluss elektronisch ermöglicht, so dass sie sich geräuschlos auslösen lässt.

A7R-Erschütterungen

Das Erschütterungsproblem an der Sony A7R konnten wir mit dem 50mm/2,0 Loxia laufend reproduzieren, allerdings zeigt sich auch bei identischer Belichtungszeit (und Blende) eine Messtoleranz von bis zu rund 200 Linien., was darauf hindeutet, dass der Verschlussvorhang nicht immer eine absolut indentische Erschüttung zeigt. Die Erschütterung variiert auch je nach eingesetztem Objektiv. Grundsätzlich verstärkt sie sich, je länger die Brennweite ist bzw. je weiter der Anwender in den Makrobereich vordringt. Einfluss hat auch die Art der Aufhängung und die Stabilität von Stativkopf und verwendetem Stativ (für unseren Test haben wir ein schweres Cullmann Titan-Stativ sowie einen professionellen Getriebeneiger Arca Cube One genutzt).

Wie oben gezeigt kann das Verschlussproblem dazu führen, dass eine Sony A7 II (oder A7 "I") eine höhere, realisierbare Auflösung als die A7R ermöglicht. Ist die Zeit allerdings kurz genug (bei 50mm unterhalb von ca, 1/320s), dann ist das Zeitfenster an der A7R so kurz, dass die Erschütterungen keine oder nurnoch eine stark untergeorndete Rolle spielen.

Die Erschütterungen können auch bei Freihand-Aufnahmen relevant sein. Beim Test bei f5,6 konnten wir vom Stativ aus mit kurzen Verschlusszeiten (1/800s) beim Loxia 50mm/2 maximal 3.831 Linien erzielen, frei aus der Hand mit 1/125s lag das Maximum von 6 Versuchen jedoch bei 3.128 Linien (-20%). Dies deutet darauf hin, dass sich zwar bei Freihandaufnahmen verschlussbedingte Verwackler etwas reduzieren aber offenbar nicht vollständig eliminieren lassen.

A7R-Linienmessungen sind betroffen

Was bedeutet das für die Linienmessung? Unsere Messung können wir an der Sony A7R leider nicht in allen Blenden so durchführen, dass die kritische Verschlusszeit um 1/125s völlig ausgeklammert wird. D.h. sie schlägt sich auch negativ in den Diagrammen nieder. Dies gilt auch für Objektive, die wir via Adapter nutzen. Meist ist der Verschluss-Verwackler daran zu erkennen, dass die Kurve z.B. im Bildzentrum einknickt, obwohl idR zu erwarten ist, dass sie meist linear bis zur Blende von f5,6 bzw. f8 ansteigen sollte. In der Praxis heisst dies: Der Knick in der Kurve muß nicht unbedingt zuschlagen, wenn Sie ausreichend Licht zur Verfügung haben, um kürzere Zeiten als ca. 1/320s zu erreichen. Bei längeren Brennweiten oder im Makrobereich sollte die Zeit allerdings idR noch kürzer sein. Ist die Zeit deutlich länger als ca. 1/15s., dann mitteln sich die verschlussbedingten Erschütterungen ebenfalls aus, wenn nicht anderweitige Verwackler hinzukommen.

 

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Bokeh und Unschärfekreise


 

Wie schon am Loxia 35mm finden wir auch am 50mm/2'er das Bokeh und die Unschärfekreise überzeugend. Der cremig wirkende Unschärfebereich und die weitgehend artefaktefreie Spitzlichter zeigen ein harmonisches Bokeh. Die überraschend hohe Anzahl von 10 Lamellen führt tendenziell auch abgeblendet zu eher kreisförmigen Spitzlichtern, während man bei mit diesbezüglich regelmässig geringfügiger ausgestatteten Objektiven eher mit Wabenstrukturen konfrontiert ist.

 

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Verzeichnung, Vignettierung & Farbsäume


Verzeichnungen sind im Testchart minimal tonnenförmig ausgeprägt, real Live dürfte man sie allerdings auch bei Architekturmotiven kaum oder garnicht ausmachen können. Auch Randabdunkelungen sind mit 0,6EV bei Offenblende sehr gering und bereits um eine Stufe abgeblendet mit 0,3EV kaum erkennbar ausgeprägt.

Farbsäume zeigt unser Testchart im diesbezüglich kritischen Randbereich an harten Kontrastkanten bis maximal 2 Pixel in der Breite, was dezent ausfällt. Wer die minmalen Restfehler mit einem Mausclick entfernen möchte, kann dies seit Lightroom 5.7 via Korrekturprofil durchführen.

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Fokussierung & Bildstabilisator


Das Loxia-Konzept bedeutet im Prinzip eine grundsätzlich manuelle Steuerung von Blende und Fokussierung. Dennoch bietet das 50mm/2'er - wie auch das Loxia 35mm/2 - einigen Komfort. Die Fokussierung wird durch eine optional direkt aufrufbare Sucher- oder Monitorlupe unterstützt, so dass der Anwender noch relativ schnell, genau und eben auch komfortabel fokussieren kann.  Damit diese Fokus-Lupe greift, sollte im Menü der A7-Modelle (oder auch der A6000 etc.) der Menüpunkt "MF-Unterstützung" aktiviert sein (Im Zahnrad-Karteireiter 1. Seite).

Man kann aber auch dank Fokuspeaking auf die Lupe verzichten und via roter Konturnachzeichnung dann vor allem bei Offenblende zwar nicht stets mit 100%-Exaktheit dafür aber wesentlich flotter scharfstellen. Dabei unterstützt das Loxia auch durch den mit reichlichen 180 Grad-Einstellweg versehenen Fokusring. Wer etwas weiter abblendet, kann ggf. auch die rechte Anschlagposition nutzen, wenngleich hier nicht exakt die Unendlichkeitsstellung erreicht wird. Zeiss begründet den etwas erweiterten Fokusweg über Unendlich hinaus mit temperaturbedingten Materialdehnungen, die kompensationsfähig bleiben sollen.

Wer allerdings einen Autofokusbetrieb gewohnt ist, muss sich etwas umstellen und dabei mindestens in einer Umgewöhnphase mit einer etwas reduzierten Fokussiergeschindigkeit leben. Es gibt aber auch zahlreiche Szenarien, wo man den Fokus schneller legen kann. Dies gilt für Motive, die dem AF-Betrieb regelmässig Schwierigkeiten bereiten wie etwa bei regelmässigen Mustern, bei schmalen Fokussierebenen, für die ein AF-Feld zu grob umrissen ist oder bei zu schwachen Kontasten. Auch bei wiederholten Fokussierungen auf dasselbe Motivdetail bzw. eine vergleichbare Motivdistanz erfordert beim Loxia dann keine weiteren Eingriffe, während man im AF-Betrieb stets erneut fokussieren muss oder zumindest die AF-Betriebsart zu wechseln hat. Bei schneller bewegten Motiven im Serienbildmodus ist ein kontinuierlicher AF jedoch regelmässig im Vorteil, hier kann der manuell fokussierende Loxia-Anwender kaum mit einer vergleichbaren Trefferquote rechnen.

Professionelle Videoanwender vertrauen hingegen selten dem AF-Betrieb weil ein einziger Fehlfokus die gesamte Szene unbrauchbar macht. Und ein solcher passiert regelmässig zumindest bei Bewegtmotiven. Hier kommen die Stärken des Loxia zum Tragen, weil es einen besonders weitläufigen Einstellweg von 180 Grad bietet und sich auch besonders weich fokussieren lässt. Hinzu kommt der Vorteil es "Declick-Features", auf das wir weiter unten etwas näher eingehen. Die im Fotomodus verfügbare Sucherlupe lässt sich theoretisch auch im laufenden Video nutzen, da hier eine (interpolierte) 4x-Lupe zur Verfügung steht. Das Loxia unterstützt diese Videolupe jedoch nicht nativ via Dreh am Scharfstellring, man kann alternativ jedoch auch die Peaking-Funktion im laufenden Video nutzen.

Einen Bildstabilsator kann man nur an der Sony A7 II nachrüsten, da sie derzeit als einzige aus dem A7-Quartett einen kamerainternen Bildstabilisator bietet (Stand März 2015). Hier ist ein Verwacklungsausgleich von etwa 3 Stufen realistisch. Die A7 II-Stabilisierung ist auch in der Sucherlupe von Nutzen, da das Bild dann frei aus der Hand weniger stark verwackelt angezeigt wird als an den übrigen Sony-Modellen.

 

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Handhabung und Fertigungsqualität


Wie das Loxia 35mm/2 ist auch die 50mm-Version komplett aus Metall gefertigt. Die Haptik kommt entsprechend sehr hochwertig rüber. Dies gilt auch für den mit 180 Grad weitläufig übersetzen und präsise einstellbaren Fokussierring. Er schlägt an beiden Enden weich an und läuft sprichwörtlich butterweich. Generell sind auch die gelaserten Gravuren z.B. für Schärfentiefe-Skala oder das Zeiss-Logo sehr edel aufgebracht.

Die Blende wird über einen manuellen Blendenring normalerweise in Drittelstufen gerastet eingestellt. Wie erwähnt wird dabei auch die Blendenzahl an der Kamera und in den Exif-Daten angezeigt, was,ansonsten bei rein manuellen Objektiven normalerweise nicht üblich ist.

Die Blenden-Rastfunktion kann aber dank der neu entwickelten Zeiss "De-Click"-Funktion auch abgestellt werden. Dafür nutzt man direkt am Bajonett eine kleine Schraube, die mit dem im Lieferumfang enthaltenen Einstell-Werkzeug entsprechend verdreht wird . Entrastet läßt sich nicht nur der Blendenklick abstellen sondern auch die Blende von den Drittelstufen zu einer stufenlosen Verstellung ändern. Letzteres kommt vor allem professionellen Videofilmern entgegen, die sich nicht nur des Klick-Geräusches entledigen, sondern die Belichtung dann stufenlos im manuellen Programm den Lichtverhältnissen sehr komfortabel und ohne Flackergefahr anpassen können.

Einen Wetterschutz hat Zeiss am Bajonett durch einen blauen Gummiring realisiert, der auch zu einer ziemlich festen Kameraverbindung führt, ohne dass das Objektiv im Bajonett wackeln würde. Der Hersteller spricht lediglich von einem Bajonett-Schutz und gibt den Hinweis, dass kein vollständiger Spritzwasser-Schutz gewährleistet sei.

 

 

 

 

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100%-Bildqualitätsvergleich (RAW)


Nachfolgend einige voll aufgelöste Testbilder des Zeiss Loxia 50mm/2 mit der Sony A7R, die wir im RAW-Format mit Adobe Lightroom  bei Standardeinstellung entwickelt haben. Hier finden Sie alle Testbilder für Mitglieder!

Hier finden Sie alle Testbilder für Mitglieder!

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Fazit


Die verschlussbedingten Unschärfen, die in problematischen Belichtungszeiten an einer Sony A7R auftreten können, sind dem Loxia natürlich nicht anzulasten. Ansonsten zeigt sich das Objektiv mit einer überzeugenden Detailzeichnung schon bei Offenblende bis in den Randbereich hinein. Dass in den Ecken oder ganz am Rand noch leichte Unschärfen auszumachen sind, spielt für die Praxis in aller Regel eine untergeordnete Rolle. Tatsächlich sind wir überrascht, wie gut das Loxia sich selbst in diesen kritischen Bereichen zeigt.  

Fisch & Fleisch! Bei einer 50mm-Brennweite bin ich eigentlich meist etwas zurückhaltend. Sie bietet weder Weitwinkel noch Makro oder Tele - weder Fisch noch Fleisch. Stimmt aber nicht, mit 50mm kann ich sehr viele Motiv bestens auch unter Lowlightbedinungen einfangen und genau das hat mir der Test mit dem 50mm-Loxia eben wieder klar gemacht. Hinzu kommt die geniale Haptik, das manuelle Feeling aber dennoch mit Lupenkomfort. Die manuelle Blendensteuerung hat zudem auch beim Peaking den Vorteil, dass die Schärfentiefe in höheren Blendenzahlen permanent angezeigt wird.

 

Das Loxia macht einen riesigen Spass und passt einfach optimal zu den schlanken und mobilen A7-Modellen. Aber auch die Basisparameter wie eine sehr gute Auflösung, Verzeichnungsarmut und Abdeckung des Vollformat-Bildwinkels stimmen am 50'er-Loxia.

Neben der überzeugenden Auflösung sind auch die übrigen Parameter wie Verzeichnungsarmut, nur geringe Anfälligkeit für Vignettierungen oder Farbsäume lobenswert. Mit 10 Lamellen wird ein meist cremiges Bokeh und harmonische Unschärfekreise bzw. Spitzlichter ermöglicht. Auch die Anfälligkeit für Linsenflecken ist nur sehr gering ausgeprägt. Generell wirkt das Loxia zudem farbneutral und kontrastreich.

Die Haptik gefällt uns rundherum ausgezeichnet. Dank vollständiger Metallbauweise (einschließlich der mitgelieferten Streulichtblende) mit weich laufenden Einstellringen aber auch Sonderfeatures wie Declick-Funktion beim Blendenring oder direkt aufrufbarer Sucherlupe macht das Loxia einfach nur Freude und wertet gleichzeitig das Gespann zusammen mit der Kamera auf.

Zugegeben, wer einen Autofokusbetrieb gewohnt ist, wird sich wegen manuellen Fokussierens etwas umstellen müssen, kann dann aber auch zahlreiche Vorteile wie eine gezieltere Fokusebene, mehr Scharfstellsicherheit, direkte Sucherlupe etc. genießen. Der weitläufig übersetzte, manuelle Fokusring kommt natürlich auch Videofilmern besonders entgegen, die so noch weiche Fokusfahrten realisieren können. Fotografen können z.B. bei Nacht mit Fixfokuseinstellungen arbeiten und sind - wie bei den ansonsten elektronisch übersetzen Einstellringen - vor Überraschungen beim Objektiv- oder Akkuswechsel mit dann zurückgesetzter Fokusebene gefeit.

Natürlich sehen wir am Loixa noch Optimierungspotenzial etwa durch einen vollständigen Spritzwasserschutz oder auch eine zumindest optionale Blendensteuerung aus der Kamera heraus (um das Programm S zu ermöglichen). Insgesamt würde aber eine geringere Wertung als 5 Sterne dem 50'er-Loxia nicht wirklich gerecht werden, daher haben uns für die Höchstnote entschieden. Wer allerdings lieber den AF-Komfort geniessen möchte, dürfte z.B. beim Zeiss 55mm/1,8 etwas besser aufgehoben sein.

 

  • sehr hohe Fertigungsqualität
  • mit f2 lichtstark
  • breit übersetzter, butterweich und leise laufender Scharfstellring mit Distanz- und Schärfentiefeskala
  • Frontlinse und Tubus drehen nicht
  • insgesamt sehr gute Auflösungsleistung
  • edle Streulichtblende aus Metall im Lieferumfang enthalten (für Transport verkehrtherum steckbar)
  • Dichtung am Bajonett
  • Blende mit 10 Lamellen
  • mit 52mm sind kostengünstige Filter oder Nahlinsen ansetzbar
  • manuelle Blendensteuerung mit edlem Analog-Feeling, Lupenunterstützung und De-Click-Funktion
  • mit 320gr ein noch moderates Gewicht, auch vom Volumen sehr passend zu den A7-Modellen
  • kein Autofokus-Antrieb
  • nicht gerade günstig (aber preiswert)
  • Blende kann nicht aus der Kamera heraus gesteuert werden

 


Das Zeiss Loxia 50mm / f2 bei Amazon  

 

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weiterführende Links


 

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Dieser Report wurde am Freitag, 27. Februar 2015 erstellt und zuletzt am Dienstag, 10. November 2015 bearbeitet.

Leserkommentare:


Autor: Daddy 19.07.2015 - 16:42:20
Bewertung des Reports: 5 von 5 Sternen!
Hallo,

ich möchte einmal anregen, das Mitakon Speedmaster 50mm f0.95 hier mal zum Vergleich zu testen.

Beste Grüße

Friedel

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