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Panasonic Leica DG Vario Elmar 100 - 400mm/4 - 6,3 Asph. im Test

Panasonic Leica DG Vario Elmar 100 - 400mm/4 - 6,3 Asph. im Test

Aufrufe: 3.046

7 von 7 Lesern fanden diesen Report hilfreich.

Entscheiden Sie selbst:

extremer Telezoom für M4/3-Systeme
Panasonic Leica 100 - 400mm f4-6,3 im Test!

Panasonic offeriert ein Leica 100-400mm-Telezoom, mit dem sich umgerechnet auf Kleinbild ein Bildwinkel von sagenhaften 200 - 800mm erreichen lässt. Was das rund 1.500 Euro teure Objektiv leistet, zeigt unser Test!

Fazit - technische Datengroße Übersicht m4/3-Objektive

Panasonic kooperiert mit Leica und so heißt das seit Anfang 2016 angebotene Telezoom etwas sperrig Panasonic Leica DG Vario Elmarit 100-400mm / 4 - 6,3 Asph. Weniger sperrig sind die Abmessungen zumindest für die Brennweiteklasse. Während man am Vollformat z.B. mit einem Canon 800mm/5,6L IS USM mit einer Baulänge von 46cm und einem Gewicht von 4,5KG leben muss, so gibt sich das Leica 100-400mm mit einem Eigengewicht knapp unter 1KG und einer Baulänge von rund 17cm viel bescheidener. Selbst wenn man am APS-C-Format die 150 - 600mm-Objektivklasse wie ein Tamron 150-600mm oder ein Sigma 150 - 600mm C. vergleicht (Bildwinkel bei Canon-APS-C = 240 - 960mm KB), ergeben sich zahlreiche Vorteile wie knapp das halbe Gewicht, deutlich weniger Baulänge (17 statt 26cm) sowie viel bessere Nahbereichsfähigkeiten und ein filterfreundlicheres Anschlussgewinde (72 statt 95mm).

Doch wofür braucht man soviel Brennweite? Wer einmal versucht, den Singvogel auf dem Vogelhäuschen im Garten großformatig einzufangen wird schnell erkennen, dass man hier gar nicht genug Brennweite haben kann. Draußen in der Natur beträgt die Fluchtdistanz vieler Wildtiere oft 100 - 200m und auch hier wird man ohne extremere Brennweiten kaum glücklich. Auch im Nahbereich sind längere Brennweiten nützlich, um scheuere Kleintiere wie Schmetterlinge oder Frösche großformatig zu erfassen. Genau hier liegt auch eine der Stärken des Leica 100-400mm, denn die Mindestdistanz liegt bei lediglich 1,3m bzw. Frontlinse-Motiv bei rund 1,13m.

Doch lassen sich auch wirklich scharfe Bilder z.B. bei 400mm erzielen? Entscheidend ist dabei nicht nur eine unter Idealbedingungen hohe Auflösung sondern auch ein treffsicherer Autofokus sowie ein effektiver, schnell ansprechender Bildstabilisator. Zunächst sehen wir uns aber das Objektiv von den Ausstattungsmerkmalen näher an, bevor ein Praxis- und Labortest auf die erzielbare Bildqualität näher eingeht.

 

Das Leica 100-400mm wiegt solo (ohne Stativschelle) lt. unserer Waage 954gr und ist eingefahren 17cm lang. Der Außentubus, Zoom- und Scharfstellring sowie die integrierte Streulichtblende sind hochwertig in Metall ausgeführt!

 

Ausgefahren verlängert sich das Objektiv um rund 8cm auf insgesamt 25cm. Fährt man noch die integrierte Streulichtblende aus, kommen weitere 2cm hinzu. Der Tubus hält auch ohne die Friktion in allen Brennweitenstufen, ohne Nachzusacken, selbst wenn es vertikal gegen den Zenit oder nach unten gegen Bodenpunkt gehalten wird!

 

An Schaltern wird ein Fokussierbegrenzer geboten, der den Scharfstellweg auf 5m - Unendlich eingrenzen kann. Hilfreich für entferntere Motive, so dass der Autofokus gar nicht erst den Nahbereich scannen muss. Wir vermissen hier jedoch noch eine Position für den Nahbereich z.B. von Mindestdistanz von 1,3 - 5m. Weiterhin ist ein Schalter für AF-MF sowie für den optischen Stabilisator vorhanden!

 

Das Bajonett ist in Metall ausgeführt. Einen in der Betriebsanleitung erwähnten Dichtungsring können wir jedoch nicht ausfindig machen!

 

Eine fest integrierte, kürzere Streulichtblende kann ausfahren werden. So lässt sich erstes Streulicht bzw. auch Wassertropfen fernhalten. Eine längere Streulichtblende ist im Lieferumfang enthalten.

 

Der Friktionsring ist hauptsächlich als Transportsicherung gedacht, er kann den Tubus jedoch in allen Brennweitenbereichen fixieren und verfügt über deutlich spürbare Rastpositionen (einen für unlock, einen für lock).

 

Besonders elegant hat Leica den Wechsel ins Hochformat gelöst. Die vordere Tubuseinheit incl. der Schalter dreht sich komplett um 90 Grad. So bleibt der Schalterzugriff immer an der gleichen Position.

 

Im Lieferumfang ist noch eine Stativschelle enthalten, die man als Verlängerung für das Anschlussgewinde nutzen kann. So lässt sich - ohne mit etwaigen Stativköpfen bzw. Schienensystemen zu kollidieren - auch ein Batteriegriff am Stativ nutzen. Die Stativschelle ist via Pin verdrehgeschützt und verfügt ihrerseits über ein 1/4''-Anschlussgewinde!

 

Eine längere, aus Kunststoff gefertigte Streulichtblende lässt sich für Transportzwecke auch verkehrtherum aufsetzen. Dabei kann auch die ebenfalls im Lieferumfang enthaltene Schutzkappe bzw. auch ein ggf. aufgesetzter Filter aufgesetzt werden!

 

Hier kombinieren wir noch eine Snap-Nahlinse (Raynox DCR 150), die allerdings nur mit einem ergänzenden Anpassungsring z.B. von 72>67mm einschnappt. Dann lässt sich die Mindestdistanz von 113cm auf sagenhafte 17cm Frontlinse-Motiv herabsetzen. Wir zeigen die dabei sehr gute Nahbereichsleistung weiter unten!

 

Zwar lässt sich die Kamera auch einhändig mit angesetztem Leica 100-400mm halten. Wirklich Spaß macht das jedoch nicht, da das ganze doch kopflastig daher kommt. Besser man nimmt die zweite Hand zum Abstützen dazu. Im Bild ist eine kombinierte Lumix GH5 zu sehen!

 

Eine der wichtigsten Fragen versuchen wir schnell zu klären: Was taugt die Abbildungsleistung bei 400mm und der Offenblende? Im Bild ist ein 100%-Ausschnitt von einem Rotkelchen zu sehen, wo wir die Feinzeichnung als überzeugend empfinden!
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Ein weiterer Schnappschuss gelingt uns von dieser Meise bei 400mm und der Offenblende. Hier rutscht der Fokus auf das Gefieder, das ebenfalls gut durchzeichnet daher kommt!
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Auch im Nahbereich lassen sich überzeugende 100%-Ansichten realisieren wie hier in der Startbrennweite auf der Schwebfliege und den Weißdorn-Blüten!
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Auch bei 400mm und Offenblende sind im Nahbereich gut durchzeichnete 100%-Ergebnisse erzielbar!
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Auf mittlere Distanz von rund 70m fangen wir diese erfolgreich jagende Jungamsel mit sehr guter Feinzeichnung selbst bei 100%-Ansicht und bei 400mm bei Offenblende ein!
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Auf uns zulaufende Hunde werden im AF-Oneshot-Betrieb natürlich nicht immer scharf aber hier gelingt uns eine Aufnahme, wo der Einzel-Fokus dennoch sitzt!
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Der Mond frei aus der Hand in der Endbrennweite und bei Offenblende eingefangen zeigt fein detaillierte Strukturen. Wichtig ist bei solchen Distanzmotiven, mehrere Aufnahmen abzulichten und später die schärfte auszuwählen, da schnell Luftbewegungen zu Unschärfen in der 100%-Ansicht führen können (1/640s, ISO 1.600, Lumix GH5)!
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Auch Vögel lassen sich im Fluge scharf bei der Endbrennweite und Offenblende einfangen, wie hier auf dem 100%-Ausschnitt bei den Nonnengänsen zu sehen (Belichtungszeit 1/1000s, ISO 800, Lumix GH5)!
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Die lange Brennweite eignet sich auch gut, um Personen vor dem Umfeld freizustellen. Hier haben wir Olaf in der Endbrennweite aus größerer Distanz von ca. 20m eingefangen (Belichtungszeit 1/640s, ISO 1000, Lumix GH5)!
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Der ein oder andere Zweig sitzt oft so hoch, dass man ihn als Nahansicht nur mit langer Brennweite erreicht. Hier haben wir Knospen der kupferfarbenen Felsenbirne in der Endbrennweite und bei Offenblende auch in 100%-Ansicht scharf einfangen können!
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Um Motive im Nahbereich vom Umfeld stimmungsvoll zu isolieren, sind lange Brennweiten besonders nützlich! Hier haben wir bei 400mm und f6,3 eine Gruppe Schachbrettblumen abgelichtet!

 

Um den Nahbereich weiter auszuloten, haben wir ein Käferpräparat näher vom Stativ aus untersucht. Hier in der Endbrennweite bei Offenblende ergeben sich gut durchzeichnete 100%-Ansichten!
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Hier kombinieren wir eine Nahlinse Raynox DCR 150 und nutzen 280mm und die Offenblende. Der Stack zeigt eine hohe Feinzeichnung selbst bei 100%-Ansicht bis weit in den Randbereich hinein!
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Ein weiteres Präparat (wo wir die Haltenadel weggestempelt haben) zeigt sich in guter Feinzeichnung bei 100%-Ansicht!
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Jetzt kombinieren wir einen Satz JJC-Zwischenringe und können so die Mindestdistanz auf rund 70cm Frontlinse-Motiv verkürzen. Wenngleich wir mit den Zwischenringen etwa am Leica 45mm/2,8 Makro bzw. dem Olympus M.Zuiko 60mm/2,8 Makro sehr gute Ergebnisse erzielen können, so gelingt uns dies am Leica 100-400mm bei der 100%-Ansicht nicht wirklich zufriedenstellend! Das Bild zeigt ein Stack, wo mehrere Aufnahmen zur Schärfentiefendehnung verrechnet wurden.
[Für 100%-Ansicht bitte auf das Bild mit der linken Maustaste klicken!]

 

Im Gegensatz zum vorhergehenden Bild mit Zwischenringen lässt sich mit einer Raynox DCR 150-Nahlinse auch bei 100%-Ansicht eine hervorragende Bildschärfe erzielen. Jetzt kann die Mindestdistanz auf sagenhafte 17cm Frontlinse-Motiv herunter gebracht werden. Motive von 3 - 1cm können so formatfüllend in der Breite erfasst werden, was einem Abbildungsmaßstab von rund 0,6 - 1,5x entspricht! Das Bild zeigt einen Stack, wo 250 Aufnahmen zur Schärfentiefendehnung verrechnet wurden.
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Unsere Laborauswertung darf natürlich nicht fehlen. Hier zeigt sich das Leica 100-400mm mit einem Linienschnitt von 1.731 durchaus von einer überzeugenden Seite, wenngleich die Endbrennweite bei Offenblende eine Idee abfällt!

 

Bei 100mm und Offenblende zeigt unser Testchart eine für uns überzeugende Feinzeichnung bis in den äußersten Randbereich!
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Auch bei 200mm und Offenblende sind die Detailansichten noch immer überzeugend!
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Konstant hochauflösend eigen sich die Briefmarken auch bei 300mm und Offenblende!
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Bei 400mm lässt das Zentrum einen minimalen Kick nach, gibt sich aber keine wirklich Blöße und ist noch immer hoch aufgelöst!
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Fazit


Umwerfend: mit dem Leica 100-400mm ergeben sich im m4/3-Lager Möglichkeiten, die ich ansonsten in keinem anderen System sehe. Jetzt erschließen sich scheuere Wildtiere, Singvögel aber auch der Nahbereich bei gleichzeitig fairer Mobilität. Hinzu kommt am Leica eine sehr hohe Wertigkeit, die das Gespann aus Kamera und Objektiv auf ein professionelles Niveau heben. Zugegeben, man muss sich dennoch auf Gewicht und Volumen einstellen, gewinnt aber unglaubliche, optische Freiheiten!

Die Möglichkeiten sind mit dem Leica 100-400mm sind überraschend vielseitig. Der so erreichbare Bildwinkel bis 800mm (KB) bei gleichzeitig noch guter Mobilität ist weitgehend einzigartig zumindest im Bereich der DSLR- und Systemkamerawelt. Wir haben keine Schwierigkeiten, eine Kombination aus Leica 100-400 und z.B. eine Lumix GH5 an zwei oder drei Fingern bequem am langen Arm durch die Gegend spazieren zu führen und auf einem gemütlichen Rundgang zu fotografieren. Dennoch sollte man das Gewicht nicht ganz unterschätzen. Gegenüber einer alternativen Kombi etwa im APS-C-Bereich mit einem 150-600mm-Objektiv ist das ganze aber ein Kinderspiel.

Optisch zeigt sich das Leica 100-400mm tadellos. Die Schärfe stimmt bis hinauf in die lange 400mm-Brennweite schon bei Offenblende. Sicherlich ist noch ein Kick mehr an Kontrast und Feinzeichnung denkbar, in der Praxis haben wir sie aber selten wirklich vermisst. Vorausgesetzt der Autofokus trifft auch. Und hier sind solche langen Brennweiten höchst sensibel und die optischen Einstellwege sehr klein. Ein Bruchteil eines Millimeters beim Einstellweg entscheidet, ob der letzte Kick an Feinzeichnung tatsächlich im Bild bei 100%-Ansicht zu erkennen ist. Im Labortest unter Idealbedingungen im AF-One-Shot konnten wir im Schnitt an zwei Leica 100-400mm eine Scharfstellquote von sehr guten 90% vom absoluten Maximum erreichen. Unter Realbedingungen sinkt die Quote aber ab, so dass man wichtige Motive ggf. mehrfach ablichten sollte und später die schärfste Impression auswählt. Beispiele im Web, die dem Leica eine nur schwache Schärfe in der Endbrennweite attestieren, dürften auf einer zu oberflächlichen Praxis mit dem Objektiv beruhen. Hier haben wir Beispiele gesehen, die uns tatsächlich abschrecken und bei denen die Fokussierung schlicht mangelhalft durchgeführt wurde. An unseren zwei Testobjektiven gab es hingegen keine Varianz hinsichtlich der Schärfeleistung.

Verzeichnungen, Vignettierungen oder gar chromatische Aberrationen sind nicht weiter auffällig. Allerdings korrigiert Adobe Lightroom das RAW klammheimlich und vermerkt, dass ein integriertes Objektivprofil angewendet wird.

Auch haptisch kann uns das Leica in vielen Bereichen begeistern. Der Metalltubus und die Einstellringe aus Metall vermitteln eine sehr hohe Wertigkeit. Der Fokusring lässt sich feinfühlig und erfreulicherweise linear feinjustieren. Beim Zoomring ist die Begeisterung hingegen nicht ganz so hoch, weil der Widerstand - bei geöffneter Friktion - deutlich weicher und leichtgängiger sein könnte. Wenngleich der Tubus so das schon höhere Gewicht in allen Zoomstufen ohne Nachzusacken hält, so sind z.B. langsame Videozoomfahrten kaum möglich. Tatsächlich kann das Objektiv beim Zoomen sogar die Bajonett-Verbindung zum Wackeln bringen. Klasse gefällt uns hingegen die integrierte Streulichtblende, die zwar nur kurz ausgeführt aber eben als Schutz vor ersten Wassertropfen oder gegen nicht allzu intensives Streulicht hilfreich und jederzeit griffbereit ist. Genial ist die Hochformat-Rotation des vorderen Tubus, der auch nach Dreh im 90-Grad-Winkel die Bedienelemente an der gleichen Position lässt und butterweich läuft.

Hervorragend sind die Nahbereichsfähigkeiten mit einem Abstand von lediglich 1,3m, so dass man rund 7cm in der Breite formatfüllend erfassen kann.  Mit Anpassungsring lässt sich auch eine Raynox DCR 150 Nahlinse einschnappen und dann vignettierungsfrei von 3 - 1cm formatfüllend in der Breite erfassen. Der Abbildungsmaßstab kann so bei hervorragender Detailzeichnung von 0,25x auf 0,5 - 1,5x erhöht werden (Mindestabstand Frontlinse-Motiv liegt dann bei 17cm).
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Schade, dass Leica nicht noch den Fokussierbegrenzer auf den Nahbereich z.B. von 1,3m - 5m ausgedehnt hat. So muss man den Fokus manuell weit zurückziehen, wenn man das Leica  im Nahbereich einsetzen möchte, der Motivkontrast dem AF aber im Fernbereich besser erscheint.

Wer allerdings eine leichtere und günstigere Alternative sucht, sollte sich auch das Lumix 100-300mm ansehen! Auf das Olympus 300mm/4 + Telekonverter werden wir später noch eingehen! Interessant kann auch die Montage z.B. von Canon-Objektiven wie einem Canon 100-400mm/4,5-5,6L IS USM via Automatikadapter sein. Auch auf diese Alternative kommen wir noch zu sprechen!

Bitte beachten Sie auch unser ausführliches DEMO-VIDEO zum Leica 100-400mm!

 

  • hohe Feinzeichnung in allen Brennweitenbereich bereits bei Offenblende
  • extremer Telezoom
  • sehr hochwertige Metallausführung (Innentubus: Kunststoff)
  • mit solo von uns gewogenen 954gr vergleichsweise moderates Eigengewicht
  • integrierte, kurze Streulichtblende
  • optischer Bildstabilisator, bis ca. 1/100s bei 400mm Freihand nutzbar (ca. 4,5-5 Stufen Verwacklungsausgleich, Test an der Lumix GH5), Dual IS-kompatibel, Firmwareupdate erforderlich (Panasonic)
  • Fokussierbegrenzer 5m - Unendlich
  • keine auffällige Vignettierung, Farbsäume, Verzeichnung
  • integrierter Friktionsring (wenngleich selten nötig)
  • Tubus sackt in keiner Position nach
  • sehr hochwertige Stativschelle mit 90-Grad-Rotation bei Positionserhalt der Objektiv-Schalter
  • weitgehend parfokal (Schärfe verlagert sich nicht beim Zoom)
  • sehr schneller AF-Betrieb (von 1,3m auf Unendlich ca. 0,3s bei 100mm im OneShot, Test an Lumix GH5)
  • lt. Hersteller Staub- und Spritzwasserschutz
  • Zoomring (ohne Friktion) schwergängig
  • Fokussierbegrenzer hätte auf den Nahbereich ausgedehnt werden dürfen


 

 

Ausführliches DEMO-VIDEO zum Leica 100-400mm!

Das Panasonic Leica DG Vario Elmar 100-400mm/4 - 6,3 hier bei Amazon kaufen!

Technische Daten
Straßenpreis ab ca. 1.500 EUR (kaufen hier bei Amazon!)
Markteinführung Jan. 2016
Gewicht 954gr solo, längere Streulichtblende 55gr,, Schutzdeckel 32gr,  separate Stativhalterung 76gr, alle Gewichtsangaben sind von Traumflieger.de ermittelt
Bajonett m4/3 für Panasonic und Olympus spiegellose Systemkameras
Brennweite 100 - 400mm (entspricht vom Bildwinkel an KB 200 - 800mm)
Naheinstellgrenze 130cm Sensor-Motiv
Abbildungsmaßstab 0,25x
optische  Elemente 20 Elemente in 13 Gruppen (1 asphärische ED-Linse, 1 UED-Linse, 2 ED-Linsen)
Filteranschluß 72mm
Anzahl Lamellen 9
Blendenumfang f 4 (100mm), f4,6 (150mm), f5 (200mm), f5,4 (250mm), f5,7 (300mm), f6,3 (400mm) - f 22
Bildstabilisierung ja, optischer Stabilisator
Motor Schrittmotor
Größe ca. 83 x 172 mm (Durchmesser x Länge)
Lieferumfang Objektivdeckel, längere Streuichtblende (Kunststoff), kurze Streulichtblende (Metall, integriert aber ausziehbar), externe Stativhalterung, Köcher
Besonderheiten lt. Hersteller Staub- und Spritzwasserschutz. Allerdings konnten wir keinen Dichtungsring am Bajonett ausmachen
Firmwareupdate Vers. 1.2 vom März 2017: Dual Axis 2-Stabilisator wird an der Lumix GH5 und G81 unterstützt, Fokusbegrenzung 5m-Unendlich wird mit stabilerem AF-Betrieb an der Olympus OMD EM1 II unterstützt. Hier geht es zum Firmwareupdate. Procdure: .exe-Datei speichern und ausführen, anschließend die extrahierte Datei (hier: ES102712.lin) im Wurzelverzeichnis der Speicherkarte sichern. An der Panasonic die Speicherkarte einlegen und die Playtaste drücken. Dann kann die Firmwareaktualisierung gestartet werden. Angaben ohne Gewähr.

  

Alle Micro 4/3-Objektive in der großen Traumflieger-Übersicht (Liste ist nach rechts scrollbar!)



Dieser Report wurde am Dienstag, 18. April 2017 erstellt und zuletzt am Freitag, 21. April 2017 bearbeitet.

Leserkommentare:


Autor: Anonym 20.04.2017 - 13:37:24
Bewertung des Reports: 5 von 5 Sternen!
Nach dem Lesen stellen sich bei mir gemischte Gefühle ein. Einerseits gefällt die recht gute Abbildungsleistung über alle Zoomstufen hinweg, andererseits hätte ein Kick mehr Detailschärfe für 1500 Euro durchaus drin sein können. Offenbar scheint bei 100-200mm sogar das deutlich günstigere 100-300mm Lumix G Objektiv sogar an der Leica-Alternative vorbeizuziehen. Wirklich interessant fände ich Vergleiche mit den Tamron/Sigma Telezooms (150-600mm) oder den hier im Artikel erwähnten Canon-Linsen via Adapter. Da negiert sich zwar der Mobilitätsvorteil, aber es gibt nochmals mehr Brennweite und mit ca. 900 Euro (Tamron/Sigma) sind diese auch deutlich günstiger zu haben. Habe gelesen, es soll zu Problemen beim Adaptieren an MFT-Kameras kommen - aber das waren nur Einzelfallberichte. Eine seriöse Quelle wie Traumflieger fehlt mir hier eindeutig.

4 von 4 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich. Entscheiden Sie selbst:

Autor: Reiner 19.04.2017 - 15:14:55
Bewertung des Reports: 5 von 5 Sternen!
Wau - ein Hammer-Test! Ich besitze dieses Teil und war schon über diverse "Berichte" im Netzt (leicht) irritiert. Von wegen "verdient das Leica-Label nicht" aufgrund mangelnder Schärfe usw.
Ich habe mir meine Aufnahmen immer kritischer angeschaut und mich gefragt, wie die "Tester" zu solchen Ergebnissen kommen. Jetzt bleibt nur noch die Frage, ob nach hoffentlich bald folgendem
Test der GH5, hier noch ein Upgrade von den von mir momentan eingesetzten Varianten OM-D EM1 und Panasonic GX8 wirklich "lohnt".

2 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich. Entscheiden Sie selbst:

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