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Zeiss Otus 85mm / 1,4 im Test

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3 von 4 Lesern fanden diesen Report hilfreich.

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Ausstattung - Technische Daten - Auflösung - Verzeichnung / Vignettierung / Farbsäume - BokehFokussierung - Handhabung - 100%-Bildbeispiele - FazitLinks - Leserkommentare



Traumflieger-Test im RAW-Format an der EOS 5D Mark II

Zeiss Otus 85mm / 1,4 im Test

Eine klassische, lichtstarke Porträtlinse legt Zeiss mit dem 85mm / 1,4 Otus auf. Wie schon beim 55mm/1,4 spricht der Hersteller in Superlativen und vom weltbesten Objektiv seiner Klasse. Ob der Anwender jedoch beim 4.000-Euro-Objektiv auch einen entsprechenden Gegenwert erwarten kann, das will dieser Test zu klären helfen.

Dieser Test-Report überarbeitet und ergänzt den hier vormals gelisteten Technikreport

Nach dem 55mm-Objektiv legt Zeiss mit einer 85mm-Brennweite bei der Otus-Serie nach und hat auch hier den Anspruch, das beste Objektiv (im kurzen Telebereich) der Welt produziert zu haben.

Wir haben den Test mit der Canon-Version (Otus 85mm / 1,4 ZE) an der Canon EOS 5D Mark II gemacht, die vergleichbar zur EOS 5D Mark 3 auflöst. Nachreichen möchten wir dann später noch einen Test an den 50-Megapixelboliden EOS 5Ds / 5DsR.
 

 

 

Ausstattung


Das Zeiss Otus 85mm/1,4 eignet sich als leichtes Tele-Objektiv insbesondere für Porträt-Aufnahmen aber auch für die Architektur-, Reportage- und Street-Fotografie. Dabei ist es dank seiner hohen Lichtstärke von f1,4 auch bei kritischeren Lichtverhältnissen und in der Available-Light- und Nachtfotografie gut einzusetzen. Aufgrund der geringen Schärfentiefe bei f1,4 lassen sich zudem Objekte sehr klar vom Hintergrund absetzen, was vor allem für Porträts vorteilhaft ist.

Die Bauweise des Otus 85mm ist dem Planar-Objektivdesign zugeordnet, umfasst jedoch anders als die klassische 6/4 Anordnung, elf Elemente in neun Gruppen. Darunter befinden sich sechs Elemente aus Sonderglas mit anormaler Teildispersion sowie rückwärtig eine asphärische Linse.
Zudem wurde das Otus 85mm im Floating Elements Design gebaut.

Da das Objektiv nicht mit einem Autofokus-Motor ausgestattet ist, erfolgt die Fokussierung rein manuell.
Bei der Nikon-Version wird zudem die Blende über einen manuellen Blendenring eingestellt, während sie bei Canon aus der Kamera heraus gesteuert wird.

Das Gehäuse ist aus Metall gefertigt. Ein Staub- oder Spritzwasserschutz ist nicht vorhanden.

Im Lieferumfang befindet sich neben Schutzdeckel für Front- und Rücklinse noch eine Streulichtblende.

 

Technische Daten
UVP / Strasse (11/2015) 3.999 EUR. / 3.949 EUR (kaufen hier bei Amazon)
Markeinführung September 2014
Gewicht 1.200gr
Bajonett Canon EF (ZE) und Nikon (ZF.2)
Brennweite 85mm
Naheinstellgrenze 80cm
Abbildungsmaßstab 0,13
optische  Elemente 11 Linsen in 9 Gruppen
Filteranschluß 86mm
Anzahl Lamellen 9
Blendenumfang f 1,4 - f 16
Bildstabilisierung nein
AF-Motor nein
Größe 101 x 141mm (Durchmesser x Länge mit Deckeln)
Lieferumfang Frontdeckel, Rückdeckel, Streulichtblende
Besonderheiten manueller Fokus (bei Nikon manueller Blendenring)



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Auflösung (Vergleich zu anderen 85mm-Brennweiten)



Getestet mit der Canon EOS 5D Mark 2 im RAW-Format mit Adobe Lightroom ab Vers. 5.7.1 bei Standardeinstellungen jedoch standardkonform zu den bisherigen Tests mit der Prozessversion 2003 entwickelt. Wir nutzen hierfür ein Testchart im 3:2-Format . Wertangaben in Linien je Bildhöhe nach MTF50. Max.-Wert = 2.662 Linien (am Canon 180mm/3,5). Mess-Software Imatest. Nicht kompatibel zu Messungen für Canon APS, Samsung NX, Sony und m4/3, da wir an der 5D Mark 2 unter Lightroom aus historischen Kompatibilitätsgründen die etwas weniger hochauflösende Prozessversion 2003 und im Testchart einen anderen Abschnitt auslesen.

 

Das Otus zeigt messtechnisch eine sehr gute Auflösungsleistung bereits bei Offenblende, kann sich jedoch dabei nicht wesentlich vom Canon 85mm 1,2L USM II absetzen. Überraschen mag es, dass das vergleichsweise günstige Canon 85mm f1,8 USM auflösungsmässig nicht nachsteht und sogar etwas mehr Randschärfe anliefert.

 

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Verzeichnung, Vignettierung & Farbsäume


Verzeichnungen sind am Otus praktisch nicht erkennbar. Das Testchart wird nur mit minimalsten Abweichungen vom idealen Karomuster wiedergegeben. Randabdunkelungen sind bei Offenblende mit 1,7EV noch erkennbar, minimieren sich aber bereits bei f2 auf 0,6EV und sind ab f2,8 dann nicht mehr nachweisbar.

Farbsäume spielen am Otus so gut wie keine Rolle. Sie sind mit einer Breite von lediglich 1 Pixel im Randbereich und an Kontrastkanten praktisch kaum wahrnehmbar.

Wer möchte, kann sich dank Korrekturprofil der mimalen Bildfehler mit einem Klick in Lightroom bzw. im RAW-Dialog von Photoshop entledigen.

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Bokeh (Unschärfe-Kreise)


 

Das Bokeh weiß am Otus insgesamt zu gefallen, es wirkt kontrastreich und bei Offenblende zeigen sich zumindest im Zentrum kreisrunde Unschärfekreise. Weiter abgeblendet sind dann die 9 Lamellen in Spitzlichtern als Vieleck erkennbar.

 

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Fokussierung & Bildstabilisator


Da Zeiss im Otus leider keinen Autofokus-Antriebsmotor verbaut hat, muss der Anwender die Schärfeebene rein manuell einstellen. Das gelingt durch den Sucher insbesondere bei den kleinen Blendenzahlen häufig nicht zufriedenstellend. Erfreulicherweise gbit es jedoch eine akustische Scharfstellbestätigung an Canon DSLR, wenn man den Auslöser beim Fokussieren halb gedrückt hält. So lässt sich die Schärfe noch einigermassen flott einstellen, auch wenn der Komfort durch einen AF-Motor höher wäre.

Alternativ kann man natürlich auch am Kameramonitor die Liveview aktivieren (soweit vorhanden) und den Fokus mit Hilfe der 5x- oder 10x-Lupe exakt einstellen. 

Während Sony, Panasonic und Olympus* an ihren Systemkameras zumindest teilweise einen kamerainternen Bildstabilisator realisiert haben, fehlt dieser (derzeit) bei Canon, so dass der Anwender auf einen Verwacklungsausgleich verzichten muss. Das ist allerdings derzeit auch an anderen lichtstarken Canon-Portätobjektiven der Fall, die - wie das Otus - keinen optischen Bildstabilisator mitbringen.

*Ein IBIS (in body image stabilizer) ist an der Sony A7 II, Panasonic GX7, bei Olympus z.B. an der OMD EM5 (I + II), EM1 verbaut

 

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Handhabung und Fertigungsqualität


Knapp 1,2KG sind am Otus schon eine Ansage. Nutzt man das Objektiv zusammen mit der Streulichtblende, kommt allein vom Volumen ein Feeling auf, als würde man ein ausgewachsenes Profi-Teleobjektiv der 200mm-Klasse (z.B. 200mm/2,0) nutzen. Einhändig betrieben zieht das Gewicht die Kamera-Objektivkombination etwas kopflastig nach unten. Da man allerdings regelmässig die zweite Hand unterstützend für den Fokusvorgang einsetzt, balanciert sich das Zeiss-Objektiv noch gut aus.

Wie beim Otus 55mm/1,4 ist auch am 85'er die Fertigungsqualität über jeden Zweifel erhaben. Das Objektiv ist komplett aus Metall gearbeitet und alle Bauteile wirken in sich fest integriert. Auch die im Lieferumfang enthaltene Streulichtblende ist aus Metall gefertigt. Sie läßt sich zum Transport auch verkehrtherum aufstecken.

Ausser eine Distanzskala incl. Markierung des blendenabhängigen Schärfentiefebereichs (und einer Markierung für IR-Fotografie) finden sich ansonsten keine Schalter oder Funktionstaster am Otus. Überraschenderweise fehlt der Distanzanzeige eine Plexiglas-Blende, die den Innentubus vor Verunreinigungen hätte schützen können. Zeiss wollte aber offenbar einen gewissen Purismus und besonders klar ablesbare Beschriftungen realisieren.   Der breit gummierte Scharfstellring bietet einen butterweichen Lauf und weiten Einstellweg von rund 270 Grad. Gegen Unendlich wird der Weg dann kürzer, aber auf geringe Distanzen - wie man sie z.B. bei Portraits etwa aus 1,50m Entfernung nutzt - steht reichlich Einstellweg bereit.

Das Otus lässt sich nicht per Anschlag auf Unendlich scharfstellen, sondern will eine Idee vor der Markierung zur Ruhe kommen. Zeiss begründet dies mit möglichen, temperaturabhängigen Materialdehnungen, so dass in jedem Fall die Unendlichkeitsstellung erreichbar bleiben soll.

Ein Wetterschutz fehlt, zumindest macht Zeiss dazu u.W. keine Aussage und wir finden auch keine Gummiabdichtung am Bajonett.

 

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100%-Bildqualitätsvergleich (RAW)


Nachfolgend einige voll aufgelöste Testbilder des Otus 85mm/1,4 mit der Canon EOS 5D Mark 2 (vergleichbar zur EOS 5D Mark 3), die wir im RAW-Format mit Adobe Lightroom  bei Standardeinstellung entwickelt haben. Hier finden Sie alle Testbilder für Traumflieger-Mitglieder.

 

Hier finden Sie alle Testbilder für Traumflieger-Mitglieder

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Fazit


Auch wenn wir im Randbereich des Testcharts in den lichtstarken Blenden noch Randunschärfen ausmachen können, sind sie in den meisten Motiven zu vernachlässigen. Trotzdem hätten wir erwartet, dass sich das Otus von den Canon-Objektiven vergleichbarer Lichtstärke bzw. Brennweite stärker absetzen würde.

Signal: Purismus lautet die Maxime auch beim 85'er-Otus. Doch der fehlende AF-Motor lässt sich an Canon DSLR in der Praxis dank akustischer Scharfstellbestätigung meist recht gut kompensieren. Dennoch hätte ich in der 4.000 Euro-Preisklasse schlicht noch mehr Randschärfe bei der Offenblende erwartet. Allerdings ist das Wertigkeits-Empfinden dank reichlich Masse und Metall am Otus extrem hoch. Ich würde mich aber dennoch eher für das zwar noch immer teure aber vergleichsweise deutlich günstigere Canon 85mm/1,2L USM II entscheiden. Der lupenreine Budget-Tipp bleibt aber das Canon 85mm 1,8 USM, ähnlich günstig ist auch das Walimex 85mm/1,4.

Ähnlich wie beim 55mm/1,4 kann das 85'er jedoch beim Kontrast in Gegenlichtsituationen seine Stärken ausspielen und bietet hier weitgehend überstrahlungsarme und kontrastreiche Aufnahmen, ohne dass sich ein dabei typischer Dunstschleier übers Bild legen würde.

Wer das Gewicht und Volumen nicht scheut und auf einen AF-Motor - wie er z.B. bei schnellen Serienbildaufnahmen an Bewegtmotiven oft nötig ist - nicht unbedingt angewiesen ist, dürfte sich für das Otus interessieren. Bleibt der saftige Kaufpreis in der 4.000 Euro Preisklasse, der sich auf ein elitäres Zielpublikum fokussiert.

Unterm Strich werten wir vor allem die insgesamt sehr gute optische Leistung, ziehen aber - wie beim 55'er-Otus - einen halben Stern von der Höchstnote wegen fehlenden Wetterschutzes und rein manuellen Fokusbetriebes in der Gesamtwertung ab.

 

  • sehr hohe Fertigungsqualität
  • mit f1,4 eine hohe Lichtstärke
  • breit übersetzter, butterweich und leise laufender Scharfstellring mit Distanzskala
  • Frontlinse und Tubus drehen nicht
  • sehr gute Auflösungsleistung bereits bei Offenblende
  • hervorragende Kontrastwiedergabe in Gegenlichtsituationen
  • edle Streulichtblende im Lieferumfang enthalten
  • bei Canon akustische Fokusbestätigung beim manuellen Scharfstellen (halber Auslöserdruck)
  • relativ hohes Gewicht, einhändiger Einsatz ist schwierig
  • sehr teuer
  • wir hätten noch mehr Randschärfe bei den großen Blenden erwartet
  • weder AF-Motor noch integrierter Bildstabilisator


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Dieser Report wurde am Freitag, 13. Februar 2015 erstellt und zuletzt am Donnerstag, 12. November 2015 bearbeitet.


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