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Canon 50mm / 1,8 STM im Test

Canon 50mm / 1,8 STM im Test

Aufrufe: 93.643

55 von 58 Lesern fanden diesen Report hilfreich.

Entscheiden Sie selbst:

Traumflieger-Test im RAW-Format an der EOS 5D Mark II und Mark III

 

Canon 50mm / 1,8 STM im Test

Nach 25 Jahren hat Canon seine Standardbrennweite 50mm / 1,8 II überarbeitet und ihr einen Steppermotor spendiert. Der Hersteller spricht beim neuen STM von einer optimierten Abbildungsleistung und verbesserten Autofokus-Performance. Die UVP liegt bei attraktiven 135 EUR. Was sich im Detail geändert hat und ob der Kauf lohnt, klärt unser Test!


Ausstattung - Technische Daten - Auflösung - Verzeichnung / Vignettierung / Farbsäume - BokehFokussierung - Handhabung - 100%-Bildbeispiele - Fazit - Kaufen ja oder neinLinks - Leserkommentare


Das seit 1990 erhältliche und zum absoluten Megaseller avancierte Canon 50mm / 1,8 II ist jetzt mit dem 50mm / 1,8 STM überarbeitet worden. Canon hat dem Neuen nicht nur einen modernen und mutmaßlich leiseren Steppermotor spendiert, sondern auch - wie bei der ursprünglichen Mark I-Version - ein robusteres Metallbajonett verbaut. Canon verspricht auch eine bessere AF-Performance insbesondere an Canon DSLR mit kontinuierlichem Video-Autofokus.

Optisch will die neue Standardbrennweite gegenüber dem Vorgänger mehr Schärfe und Kontrast durch eine Super Spectra-Vergütung bieten. Die Nahdistanz ist um 10cm auf 35cm reduziert, so dass einem der Einsatz im Nahbereich mehr Freiheiten lässt.

Mit einer UVP von 135 Euro gibt sich auch das neue 50mm / 1,8 STM preislich sehr attraktiv. 
 

 

Ausstattung


Portrait Portrait bei f1,8 am Vollformatsensor zeichnet den Hintergrund schön weich!

An Vollformat-DSLR bietet das Canon 50mm 1,8 STM eine Normalbrennweite und damit einen unserem natürlichen Blick entgegenkommenden Abbildungswinkel. So lassen sich Motive weitestgehend realistisch, d.h. unverzerrt und in gewohnten Proportionen reproduzieren. An APS-C-Sensoren zeigt sich eine Brennweitenwirkung von 80mm und hier ist es auch als lichtstarke Portrait-Brennweite besonders interessant. Durch die große Anfangsblende f1,8 kann die Schärfenebene klar definiert und das Motiv gut vom Hintergrund abgehoben werden. Auch für Nacht-Aufnahmen und als leichter Reisebegleiter empfiehlt es sich.

Am optischen Aufbau hat sich nichts geändert, jedoch bietet das neue STM eine "Canon Super Spectra" -Vergütung (CSS). Zudem sind jetzt anstelle von 5 nunmehr 7 Blendenlamellen verbaut, die ein weicheres Bokeh und feiner zerstrahlte Spitzlichter in Aussicht stellen.

Eine Einstellskala fehlt genauso wie eine im Lieferumfang enthaltene Streulichtblende. Letztere ist zum Vorgänger nicht kompatibel und optional erhältlich (ES-68). Neu ist auch ein Filteranschlussgewinde mit 49 statt 52mm, so dass ggf. auch beim Filter eine Neuanschaffung oder zumindest ein Anpassungsring z.B. 49>52mm fällig wird.

Das Gewicht ist gegenüber dem Vorgänger um 30gr auf 160gr gestiegen. Hauptgrund ist das jetzt verbaute Metallbajonett.


 

Technische Daten
UVP / Straße 135 EUR / 135 EUR (kaufen hier bei Amazon)
Markeinführung Mai 2015
Gewicht 160 gr
Bajonett Canon EF (Vollformat, auch an APS-C-DSLR ansetzbar)
Brennweite 50 mm (an APS-C Bildwirkung von 80mm)
Naheinstellgrenze 35 cm
Abbildungsmasstab 0,21
optische  Elemente 6 Linsen in 5 Gruppen
Filteranschluß 49 mm
Anzahl Lamellen 7
Blendenumfang f 1,8 - f 22
Bildstabilisierung nein
Motor Stepper (STM)
Größe 69,2 x 39,3mm (Durchmesser x Länge)
Lieferumfang Frontdeckel, Rückdeckel
Besonderheiten Innenfokus, Vollzeiteingriff in die Fokussierung, Super Spectra Vergütung, nicht kompatibel mit den Canon-Extendern


 



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Auflösung (Vergleich zum Vorgänger und 50mm / 1,4)



Getestet mit der Canon EOS 5D Mark 2 im RAW-Format mit Adobe Lightroom ab Vers. 5.7.1 bei Standardeinstellungen jedoch standardkonform zu den bisherigen Tests mit der Prozessversion 2003 entwickelt. Wir nutzen hierfür ein Testchart im 3:2-Format . Wertangaben in Linien je Bildhöhe nach MTF50. Max.-Wert = 2.662 Linien (am Canon 180mm/3,5). Mess-Software Imatest. Nicht kompatibel zu Messungen für Canon APS, Samsung NX, Sony und m4/3, da wir an der 5D Mark 2 unter Lightroom aus historischen Kompatibilitätsgründen die etwas weniger hochauflösende Prozessversion 2003 und im Testchart einen anderen Abschnitt auslesen.

 

Das neue Canon 50mm 1,8 STM zeigt messtechnisch eine insgesamt gute Auflösungsleistung. Insbesondere ab f4 sind auch die Randbereiche am Vollformatsensor weitestgehend durchzeichnet. Die Offenblende kann im Bildzentrum überzeugen und fällt zum Rand dann etwas ab. Insgesamt tut sich beim Auflösungsverhalten im Vergleich zum Vorgänger wenig, die Unterschiede würden wir nicht als signifikant einstufen. Auch das allerdings noch lichtstärkere Canon 50mm 1,4  zeigt ähnliche Werte mit leichten Schwächen im Randbereich bei den kleinen Blendenzahlen und steigert sich abgeblendet. Mit 1.905 Linien liegt es zwar messtechnisch hinter den beiden 1,8-Versionen; in der Praxis wird man den Unterschied aber kaum wahrnehmen.

 

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Verzeichnung, Vignettierung & Farbsäume


 


Verzeichnungen sind am 50mm STM minimal tonnenförmig erkennbar. Das Testchart wird nur mit geringfügigen Abweichungen vom idealen Karomuster wiedergegeben. Randabdunkelungen sind bei Offenblende mit 1,9EV noch erkennbar, sie minimieren sich abgeblendet und sind ab f4 nicht mehr nachweisbar.

Farbsäume spielen am 50mm STM praktisch keine große Rolle. Sie sind zwar mit 5 Pixeln in der Breite erkennbar aber die Farbsättigung ist an unserem kontrastreichen Testchart nur geringfügig ausgeprägt. Es kann aber Motive z.B. im Gegenlicht geben, wo sie sich auffälliger zeigen.

Ein Korrekturprofil ist derzeit in Lightroom (Vers 6 bzw. CC) noch nicht vorhanden. Dies dürfte jedoch demnächst nachgereicht werden. Man kann sich ansonsten auch mit dem Profil für das Canon 50mm 1,8 II behelfen.

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Bokeh (Unschärfe-Kreise)


 

Das Bokeh kann uns am 50mm STM überzeugen, die Unschärfekreise wirken bei der Offenblende schön cremig weich. Weiter abgeblendet zeigen sich in Spitzlichtern Vorteile gegenüber dem Vorgänger, weil sie wegen 7 statt 5 Lamellen weniger wabenartig ausfallen. Das Canon 50mm/1,4 bietet allerdings mit 8 Lamellen noch etwas mehr Potenzial, sich der Kreisform ein wenig anzunähern.

 

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AF und manuelle Fokussierung


Der neue Steppermotor am 50mm STM kann über sehr feine Schritte die Fokussierung einstellen. Entwickelt hat Canon die Technologie seinerzeit mit Einführung des kontinuierlichen Video-Livebild-Autofokusbetriebes an APS-DSLR wie der EOS 650D und späteren Modellen, da die Fokusebene in möglichst kleinen Schritten nachjustiert werden kann, was mit konventionellen Antriebsmotoren so nicht gelingt. Canon hat schon einige STM-Objektive für seine APS-c-Modelle herausgebracht. Beim Vollformat ist derzeit - mit Ausnahme der ab Juni 2015 erhältlichen EOS 5DS / 5DSR - noch kein kontinuierlich nachfokussierender AF-Betrieb im Livebild bzw. im Videomodus realisiert. Dennoch hat Canon auch hier das vollformatkompatible 40mm/2,8 STM herausgebracht und lässt jetzt das 50mm 1,8 STM folgen.

Das 50mm STM summt unüberhörbar

Im Test an einer 5D Mark 3 können wir in Sachen Geräuschkulisse und Geschwindigkeit allerdings keine signifikanten Praxisvorteile durch den Steppermotor ausmachen. Er ist praktisch nicht schneller als am Vorgänger mit Mikromotor und leiser ist er auch nicht. Ganz im Gegensatz zu den praktisch unhörbaren STM-Objektiven für APS-C (EF-S). Die Geräuschkulisse am 50mm STM ist relativ hochfrequent und klingt etwas summend. Der Vorgänger raschelt hingegen eher und dürfte damit im Schnitt nicht stärker - eher weniger auffällig sein. Auch das Canon 50mm 1,4 ist mit dem Ultraschallmotor hörbar und macht sich eher raschelnd als summend bemerkbar.

Mit Vollzeiteingriff

Vorteile verbucht das 50mm STM gegenüber dem Vorgänger jedoch durch die Eingriffsmöglichkeit in die laufende Fokussierung. Hält man nach dem Autofokusvorgang den Auslöser halb gedrückt, dann kann man über den Scharfstellring am Objektiv die Schärfeebene noch manuell verlagern. Dies gelingt auch am Canon 50mm 1,4, das ebenfalls eine FTM-Funktion (full time manual) bietet. Der Scharfstellring am 50mm STM ist jedoch elektronisch ausgelegt und will vom Kameraakku versorgt sein. Entkoppelt oder bei abgeschalteter Kamera lässt er sich auch in Schalterstellung MF nicht weiter bedienen. Er behält dabei jedoch die Fokusebene bei, selbst wenn man die Kamera ab- und wieder einschaltet.

Fokustest

Die Fokussiergenauigkeit haben wir in der Praxis im sucherbasierten AF an der 5D III durch 10 Versuche durch Wechsel vom Nahbereich auf größere Distanz angetestet (Offenblende, OneShot, Zentrum). Dabei ist der AF im Schnitt auf größere Distanz treffsicher, während es im Nahbereich zu leichten Fokusschwankungen kommt, ohne dass der AF jedoch krass daneben liegt. Das ist auch am Vorgänger ähnlich, hier kommt es im Nahbereich jedoch zu teils krassen Ausreißern mit deutlicheren Unschärfen. Unter gleichen Bedingungen schneidet das Canon 50mm 1,4 jedoch am besten ab und zeigt sich im Nahbereich als auch weiter entfernt ohne Ausreisser scharf. Dieser kurze AF-Test wäre noch durch aufwändigere und statistisch abgesichertere Untersuchungen zu verifizieren und kann nur einen ersten Eindruck vermitteln.

 

 

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Handhabung und Fertigungsqualität


Abgesehen vom deutlich wertigeren Metallbajonett unterscheidet sich das STM haptisch vom Vorgänger kaum. Beide sind ansonsten aus Kunststoff gefertigt und bieten ein ähnliches Leichtgewicht, klappern minimal aber identisch, wenn man sie testweise in der Hand kräftig schüttelt. Der erwähnte Vollzeiteingriff in die Fokussierung ist am STM vorteilhaft, wenn man die Schärfeebene noch verlagern möchte. Meist macht das aber nur Sinn, wenn man im Livebild die Sucherlupe zur Hilfe nimmt.

Der Fokusring ist gegenüber dem Vorgänger etwas breiter ausgelegt und nicht mehr so weit an der Frontlinse positioniert. Insgesamt ist das Handling u.E. dadurch minimal aber nicht wesentlich verbessert. Eine Distanzskala wie am Canon 50mm / 1,4 sucht man vergebens. Der Fokusring am Canon 50mm / 1,4 ist noch etwas breiter ausgelegt, er ist jedoch etwas hakelig, so dass millimetergenaues, manuelles Fokussieren schwer fallen kann.

Beim Fokusvorgang in Richtung Mindestdistanz fahren die Tuben rund 2cm aus, das ist am neuen STM genauso wie am Vorgänger oder dem Canon 50mm/1,4.

 

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100%-Bildqualitätsvergleich (RAW)



 

Entscheiden Sie selbst, aber bei unserer Durchsicht der 100%-Aufnahmen können wir insgesamt keine wirklichen Vorteile für das neue 50mm STM gegenüber dem Vorgänger ausmachen. Gegenlichtaufnahmen werden wir bei nächster Gelegenheit nachreichen, möglicherweise bietet hier die Superspectra-Vergütung am 50mm STM etwas mehr Kontrast.

Alle Aufnahmen wurden im RAW-Format durchgeführt per Preset-Einstellung in Lightroom CC entwickelt - Aufnahme an der EOS 5D Mark 3, der Fokus wurde auf den Lattenzaun im Zentrum gelegt.

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Fazit


Canon hat am 50mm STM zwar den neuen Steppermotor verbaut, aber er ist keineswegs flüsterleise. Immerhin wird mit ihm aber der Vollzeiteingriff in die Fokussierung ermöglicht. Insgesamt ist die Haptik auch etwas optimiert durch einen breiteren Einstellring. Da er jetzt elektronisch übersetzt ist, kann das aber Nebenwirkungen haben, wenn man das Objektiv z.B. via nichtelektrifiziertem Adapter an Systemkameras anderer Hersteller adaptieren oder manuelle Retroadapter nutzen möchte.

passt: Das neue STM ist im Prinzip ein feines Objektiv. Haptisch geht es voll in Ordnung, der Steppermotor ist zwar nicht leiser, insgesamt aber doch ein (kleiner) Fortschritt gegenüber dem vormaligen Mikromotor. Am besten gefallen mir noch die 7 Lamellen, da wirken Spitzlichter nicht gleich wie bei Amateurlinsen, die nur 5 Ecken aufweisen. Und durch das Metallbajonett wird das neue STM schon deutlich aufgewertet.

Beim kurzen AF-Test scheint das neue STM aber etwas sicherer zu sein, zumindest im Nahbereich. Das gilt generell auch im Videolivebild mit kontinuierlichem Autofokus, der nach unserem Test mit STM-Objektiven zuverlässiger greift, wenngleich auch hier keine Perfektion zu erwarten ist.

Willkommen sind anstelle von 5 jetzt 7 Blendenlamellen, die Spitzlichter weniger wabenartig aussehen lässt.  Erfreulich ist zudem die reduzierte Mindestdistanz von 45 auf 35cm, die einen etwas höheren Abbildungsmaßstab zulässt. Am Vollformatsensor sind so in der Breite formatfüllend rund 16 statt 22cm darstellbar. Ein Makroobjektiv kann das neue STM aber nicht ersetzen.

Etwas ärgerlich ist die Tatsache, dass Filter jetzt mit 49mm fällig werden. Für DSLR-Anwender ist das ein etwas unglücklicher Durchmesser aber man kann sich ggf. mit Anpassungsringen weiterhelfen, um größere Filter kostengünstig zu adaptieren.

Unterm Strich hat Canon gerade soviel gemacht, um das neue 50mm STM gegenüber dem Vorgänger durchaus attraktiv erscheinen zu lassen. Immerhin ist der Kaufpreis mit einer UVP von 135 Euro noch immer als Schnäppchen zu bezeichnen. Trotzdem, wer den Vorgänger nutzt braucht sich nicht zu verstecken, optisch ist er auf Augenhöhe zum Nachfolger. Haptisch auch, wenn man einmal vom allerdings billig wirkenden und wenig robusten Kunststoff-Bajonett des 50mm 1,8 II absieht.

Unterm Strich vergeben wir 4,5 Sterne für das Canon 50mm / 1,8 STM, während wir dem Vorgänger noch gute 4 Sterne spendiert haben.

 

  • überzeugende Fertigungsqualität
  • mit f1,8 eine hohe Lichtstärke
  • elektronischer Fokussierring bietet Vollzeiteingriff in die Fokussierung, gutes Ansprechverhalten
  • Scharfstellring breiter und etwas besser als am Vorgänger zu bedienen
  • optimierte Mindestdistanz (aber keine Makrofähigkeiten)
  • Metallbajonett
  • 7 anstelle von 5 Blendenlamellen
  • Steppermotor bei kontinuierlichen Video-AF und im Nahbereich bei unserem Test etwas sicherer als der Vorgänger
  • mit einer UVP von 135 EUR preiswert
  • sehr interessante und lichtstarke Portraitlinse insbesondere für APS-C-DSLR
  • Steppermotor deutlich lauter als die STM-Objektive in der APS-C-Klasse (ähnlich summend wie am Canon 40mm/2,8 STM)
  • keine Streulichtblende im Lieferumfang enthalten, wie leider unterhalb der L-Klasse bei Canon üblich
  • optisch praktisch keine Auflösungsvorteile gegenüber dem Vorgänger
  • elektronischer Einstellring an manuellen Adaptern unpraktisch
  • 49mm Filterdurchmesser eher unpraktisch für Canon DSLR-Anwender


Das Canon 50mm 1,8 STM bei Amazon


Kaufen ja oder nein?



Kaufen, wenn man das Canon 40mm/2,8 STM besitzt?

Ja, das Canon 50mm 1,8 STM ist deutlich lichtstärker und eignet sich für Portraits besser. Man kann den Portraitierten besser vom Hintergrund lösen und in Lowlight Vorteile durch rauschärmere Bildergebnisse gewinnen. Wer das eher selten macht und die schön schlanke Pancake-Form am 40mm/2,8 liebt, wird über eine Neuanschaffung aber weniger nachdenken.

Kaufen, wenn man das Canon 50mm 1,8 II besitzt?

Dazu haben wir oben zahlreiche Hinweise gegeben. Wer die Vorteile wie mehr Lamellen, geringere Mindestdistanz, Metallbajonett und Vollzeiteingriff in die Fokussierung am neuen STM schätzt, der wird mit dem Nachfolger etwas glücklicher. In der Alltags-Praxis wird man aber keine allzu großen Unterschiede wahrnehmen.

Kaufen, wenn man das Canon 50mm / 1,4 USM besitzt?

Eher nicht, das Canon 50mm 1,4 bietet noch mehr Lichtstärke und der USM-Motor ist nicht lauter oder langsamer als der STM. Ausserdem bietet das 50mm 1,4 eine Distanzskala. Der Einstellring ist am STM aber geschmeidiger.

Kaufen, wenn man eine Canon APS-C-DSLR und das Standardzoom EF-S 18-55mm / 3,5 - 5,6 STM besitzt?

Ja, die Lichtstärke ist ein enormer Vorteil beim Freistellen und bei wenig Umgebungslicht. Der Steppermotor ist am 50mm STM aber deutlich hörbarer als am 18-55 STM. Ersetzen wird das 50mm STM aber das Standardzoom nicht, denn der Zoom hat viele Vorteile und mehr Weitwinkel. Wer schon ein lichtstarkes 50mm besitzt, darf aber idR nicht allzu viele Vorteile vom 50mm 1,8 erwarten.

Kaufen, wenn man das Sigma 18-35mm 1,8 besitzt?

Das Sigma 18-35mm 1,8 bietet eine vorzügliche Abbildungsleistung und Lichtstärke, zudem ist die Haptik und Fertigungsqualität hervorragend. Der AF-Betrieb ist allerdings ein Sorgenkind. Das 50mm 1,8 STM ist deutlich leichter und schlanker, der AF-Betrieb idR sicherer. Insoweit ergänzen sich beide Objektive prima.

Kaufen, wenn man ein Canon 17-55mm/2,8 besitzt?

Ja, für Lowlight-Anwender und Portraitspezialisten lohnt sich das 50mm 1,8 trotzdem als Ergänzung. Ansonsten eher nur, wenn man eine neuere Canon APS-C-DSLR (wie die 650D, 700D, 750D, 760D, 100D, 70D, 7D II) und den Video-AF häufiger nutzt.

Kaufen, wenn man eine spiegellose Sony A7-Kamera oder A6000 nutzt?

Wenn man noch kein - relativ teures - Sony Zeiss FE T* 55mm / 1,8 besitzt, lohnt sich der Kauf, wenn man das Canon 50mm 1,8 STM mit einem elektronischen EF>E-Mount Adapter ansetzt.

Kaufen, wenn man eine spiegellose Canon nutzt wie die EOS M oder EOS M3?

Das Objektiv lässt sich nur via EF>EOS M-Adapter (günstige Alternative) ansetzen, dann kann man allerdings ein schön lichtstarkes, leichtes Teleobjektiv incl. AF-Betrieb nutzen. Der Kauf dürfte sich lohnen!

 

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weiterführende Links


 

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Dieser Report wurde am Freitag, 29. Mai 2015 erstellt und zuletzt am Donnerstag, 24. März 2016 bearbeitet.

Leserkommentare:


Autor: Anton Karwath, Wien 04.05.2016 - 21:14:29
Bewertung des Reports: 5 von 5 Sternen!
Sehr geehrte Damen und Herren,

Es ist in den Kommentaren immer wieder die Rede von dem Nachteil der - bei Canon-EF-Objektiven - seltenen Filtergröße von 49mmm des Objektives 50mm/1,8 Stm. Das ist aber nicht zutreffend: Schrauben Sie fix einen Filteradapter 49mmm > 58mm auf das Objektiv und Sie können trotzdem jederzeit die Original Sonnenblende montieren und abnehmen, ohne den Adapterring entfernen zu müssen. Bei den Amateurobjektiven von Canon ist 58mm ja die häufigste Filtergewindegröße.

Einzig und alleine mehr als befremdlich ist, dass auch nach mehr als einem Jahr nach erscheinen des Objektives Canon noch immer keine Korrekturdaten zu Einspeicherung in die Kamera zur Verfügung stellt.

Mfg Anton Karwath, Wien

0 von 0 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich. Entscheiden Sie selbst:

Autor: Anonym4 07.04.2016 - 21:00:42
Bewertung des Reports: 5 von 5 Sternen!
Finde den Bericht sehr gut und objektiv!
Das neue Canon 50mm wurde in ein paar Punkten durchaus verbessert, wer aber das "alte" hat, kann dies aber auch behalten. Für rund 120¤ finde ich es aber geschenkt, und darf in keiner Fototasche fehlen!

Benjamin
http://alles-uebers-fotografieren.de/

0 von 0 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich. Entscheiden Sie selbst:

Autor: Anonym3 07.10.2015 - 12:36:52
Bewertung des Reports: 5 von 5 Sternen!
Ausstattung Canon Mark 3 Canon 1,8 STM
Canon 24-70 2,8 || und Tamron 70-200 2,8 DI VC
Mein Fazit
Canon 1,8 STM hat 1,8 Blende und genau da macht er Bilder mit Schönsten Farben und auch noch TOP Auflösung. Abend lichter sind so Hammer, das macht keine Linse die ich habe oder gehabt habe auch nicht Canon 1,4. Am Anfang war ich nicht so begeistert wie jetzt weil wie bei meisten billig Objektiven versucht man 2 Blendenstufen größer also 2,8 oder höher zu Fotografieren.
+ Auflösung
+ + Farben
+ Fokus bei gute Ausleuchtung 100% treffsicher
+ Klein, leicht, gut verarbeitet
++ Preis
+ Bokeh
+ Schärfe
- Nachts ist Fokus zu langsam da ist mein Canon 24-70 2,8 || schneller und Treffsicherer
- Chromatic Aberrations (mit Software leicht zu Korrigieren)
Kaufen ja nein
Ja noch so ein 35 und 85 und 135 dann brauche ich nichts mehr :-)
Fotografiere zu Zeit 99% mit dem Objektiv

5 von 6 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich. Entscheiden Sie selbst:

Autor: Anton Karwath 18.09.2015 - 15:38:33
Bewertung des Reports: 5 von 5 Sternen!
Die 49mm Filtergewinde stören meiner Meinung nach überhaupt nicht. Denn man kann selbst bei fix angeschraubten Adapter von 49 auf 58 mm (das häufigste Filtergewindemaß bei den Canon-nicht-L-Objektiven) die Original Sonnenblende problemlos auf und abnehmen.
Ich würde mir wünschen, dass das auch bei vielen L-Objektiven mit 67 mm Filtergewinde auch der Fall wäre (von 67 auf 77 mm).
Anton Karwath, Wien

1 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich. Entscheiden Sie selbst:

Autor: Sören Deppe 01.09.2015 - 17:46:37
Bewertung des Reports: 3 von 5 Sternen!
Ich habe es mit meinem doch recht scharfen EF 50mm 1.4 verglichen und finde das STM einen Ticken schärfer. Auch das Purple Fringig ist nicht so ausgeprägt. Ich habe den Schritt gewagt und bin vom 50mm 1.4 aufs STM gewechselt. Bisher habe ich dies in keinster Weie bereut.

7 von 8 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich. Entscheiden Sie selbst:

Autor: joersch 02.06.2015 - 17:08:21
Bewertung des Reports: 5 von 5 Sternen!
schade das der Motor anscheinend nicht wirklich besser zum Vorgänger geworden ist. Beim Vorgänger hab ich immer das Gefühl gleich isses kaputt - gleich gibt es plastikabrieb im plastikbecher.
OK, bei 100¤ darf es billiger sein und mit Sicherheit kann ich nicht das erwarten was mein 100er 2.8 Macro oder meine anderen L's macht. Aber ein leiserer Motor der sicher focusiert ist schon wichtig. Der einzige Grund warum ich das 1.8II so wenig nutze ist, das die Ausschussquote mit falschem Focus mir zu hoch ist. Wenn das das neue besser könnte, würde ich sofort das Neue kaufen. 130¤ sind ja nun geschenkt.

@Steffan: die Kaufberatung am Ende, SUPER Idee! Bitte weiter so, Klasse.

1 von 6 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich. Entscheiden Sie selbst:

Autor: Rüdi 02.06.2015 - 01:22:04
Bewertung des Reports: 5 von 5 Sternen!
Toller Report vielen Dank

Besonders gut fand ich die Rubrik Kaufen Ja oder Nein am Schluß, Hier kann man sehen, ob sich ein Kauf lohnt, wenn man dieses oder jenes Objektiv schon hat. Das habe ich noch nirgendwo so gesehen. Vielen Dank auch.
Rüdi

13 von 14 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich. Entscheiden Sie selbst:

Autor: Stefan G. 31.05.2015 - 15:57:38
@anonym2: ja, passt auf alle Canon DSLR, auch die 600D!

2 von 5 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich. Entscheiden Sie selbst:

Autor: Anonym2 31.05.2015 - 15:56:18
Bewertung des Reports: 4 von 5 Sternen!
Hallo, ich habe eine Frage zu diesem Objektiv: kann ich es auch für meine Canon 600d benutzen?

1 von 5 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich. Entscheiden Sie selbst:

Autor: Stefan G. 31.05.2015 - 10:49:44
@anonym1: stimmt, danke für den Hinweis. Video-AF ab der 650D, haben wir im Report geändert
@anonym: das Bokeh ist immer so gut wie der jeweilige Hintergrund. Schau Dir mal das 5. Bild hier im Report unter Bokeh an, das wirkt m.E. ruhig und cremig.

VG Stefan_tf

4 von 4 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich. Entscheiden Sie selbst:

Autor: Anonym1 31.05.2015 - 10:35:03
Bewertung des Reports: 5 von 5 Sternen!
Schöner Report. Aber einem Fehler möchte ich anmerken: Die 600D unterstützt keine kontinuierliche Fokussierung im Videobetrieb. Das geht mMn erst ab der 650D.

0 von 4 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich. Entscheiden Sie selbst:

Autor: Anonym 31.05.2015 - 10:15:13
Bewertung des Reports: 4 von 5 Sternen!
also ich habe bilder gesehen da fand ich das bokeh sehr schlecht.
es wirkte sehr unruhig und zog geradezu die aufmerksamkeit auf sich.

ich hatte es schon im warenkorb beim großen fluß.... hab es dann wegen dem bokeh aber doch nicht gekauft.

2 von 17 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich. Entscheiden Sie selbst:

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