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Graufilter / ND-Filter (Lexikon)

Graufilter / ND-Filter (Lexikon)

Aufrufe: 16.947

10 von 11 Lesern fanden diesen Report hilfreich.

Entscheiden Sie selbst:

Ein Grau- bzw. ND-Filter ist nützlich, um die Belichtungszeit zu verlängern. Insbesondere bei Tageslicht können so sehr ansprechende Verschleierungen von Bewegtelementen wie Wasserläufen, bzw. Wasserfällen gelingen; er hilft auch in Gegenlichtsituationen. 

Beim Fotografieren kommt es immer wieder zu Situationen, in denen zuviel Licht vorhanden ist.
Dies gilt etwa für Aufnahmesituationen, bei denen der Fotograf beispielsweise tagsüber Wasserläufe verschleiern oder bei strahlendem Sonnenschein mit kleiner Blendenzahl Portraits im Gegenlicht aufnehmen möchte.

Wenn man zum Beispiel eine Portraitaufnahme mit Offenblende machen möchte, um einen möglichst hohen Freistellungseffekt zu erzielen, erreicht man schnell die Verschlusszeitengrenze der Kamera. Diese bewegt sich bei den meisten Modellen zwischen 1/4.000 -1/8.000 Sek.
Speziell bei Gegenlichtportraits, bei denen man einen Aufhellblitz verwenden möchte, ist der Fotograf zusätzlich durch die minimale Blitzsynchronzeit (meist um 1/200 - 1/250s) beschränkt, was zu einer starken Überbelichtung führen kann. Hier hilft: eine Anpassung durch Graufilter!

Bei Portraitaufnamen mit Gegenlicht ist die Gefahr einer Überbelichtung besonders hoch. Damit die Offenblende genutzt werden konnte kam hier ein ND4 Graufilter zum Einsatz.


Ein anderes Beispiel sind Verschleierungseffekte, um Wasserbewegungen zu glätten. Hierbei gilt: Je länger die Belichtungszeit, desto weicher verwischen die Bewegungen. Möchte man also tagsüber z.B. einen Wasserfall verschleiern, reichen niedrige ISO-Werte und hohe Blendenzahlen (z.B. ISO 100 und f22) regelmäßig nicht aus, um eine Belichtungszeit über eine 1/4 Sekunde oder länger zu erreichen.

Bei Wasserfällen empfehlen sich Zeiten von ca. 1 - 2 Sek., da das Wasser eine relativ hohe Fallgeschwindigkeit aufnimmt und sich auch nur in eine Richtung bewegt. Bei Wellenbewegungen an einem Strand sind nochmals deutlich verlängerte Belichtungszeiten sinnvoller (z.B. 5 - 10 Sek.).
 

Auch beim Wasserfall gilt je länger die Belichtung desto weicher wird die Verschleierung. Hätte man die Belichtungszeit auf ca. 15 Sekunden erhöht wären Wellenbewegungen auch im kleinen Wasserbecken unsichtbar.


Da ein Abblenden nicht beliebig möglich und in vielen Fällen qualitativ auch nicht ratsam ist und die kamerainterne Belichtungszeit bzw. die ISO-Empfindlichkeit an Grenzen stößt, benötigt man eine andere Option, um die Lichtmenge zu reduzieren.

Der Graufilter bzw. ND-Filter (Neutral-Dichte)

Durch einen Graufilter bzw. einen variablen Graufilter lässt sich die vorhandene Lichtmenge gezielt steuern. Der Graufilter wird synonym oft auch als ND-Filter (Neutraldichte) bezeichnet.

Eine Neutraldichte (ND) von 0,0 entspricht dabei einer Durchlässigkeit von 100%.
Eine ND-Stufe von 1,0 entspricht einer Durchlässigkeit von 10%. Die Verschlusszeit wird somit verzehnfacht, bzw. die Lichtmenge wird um 3,3 Blendenstufen reduziert.
Eine ND-Stufe von 2,0 entspricht einer Durchlässigkeit von nur noch 1%. Die Verschlusszeit wird verhundertfacht und die Lichtmenge um 6,6 Lichtstufen reduziert.

Weitere ND-Stufen und Zwischenstufen lassen sich in der unteren Tabelle ablesen.
 

Oben ohne Filter werden die Wellen mit 1/800s eingefroren während sie unten mit 60 Sek. Belichtungszeit und Hilfe eines starken Graufilter (z.B. ND8) dezent verschleiert werden!

 
Der Verlängerungsfaktor entspricht dem x-fachen der Belichtungszeit ohne ND-Filter. Oft wird in der Bezeichnung ND ein X-Faktor angegeben, wie z.B. Graufilter 1.000x oder ND-Filter 8x etc. Diese bezieht sich auf die Verlängerungzeit durch den Filter und hat nichts mit der Neutraldichte (ND bzw. NDx) zu tun. Letztere bezieht sich auf die Transmissionsfähigkeit des Filters.

Wenn Sie z.B. eine Aufnahme mit 1/4.000s und Blende f16 machen, können Sie mit einem ND2-Filter (= ND mit 100x) entweder die Belichtungszeit auf 1/40 Sek. verlängern oder die Blendenzahl um 6,6 Stufen auf f1,6 verringern.
 

Verlängerungsfaktor (ND....X-fach)
Neutraldichte ND,NDx
Anzahl der Blendenstufen
1 0,0 0,0
2 0,3 1,0
3 0,45 1,5
4 0,6 2,0
8 0,9 3,0
10 1,0 3,3
16 1,2 4,0
64 1,8 6,0
100 2,0 6,6
1.000 3,0 10
10.000 4,0 13
100.000 5,0 17
1.000.000 6,0 20

10.000.000

7,0 23

100.000.000

8,0 27

 

Passende Graufilter, mit variablen oder festen Dichtewerten finden Sie hier! 

 

Arten von Graufiltern



Grau- bzw. ND-Filter werden in verschiedenen Bauformen, Systemen und von zahlreichen Herstellern angeboten.

Die klassische Variante ist der Aufschraubfilter, der einfach am Objektiv angesetzt wird.
Vorteile sind z.B. eine kleine und leichte Bauform.
Bei älteren und dickeren Filtern kann es jedoch im Randbereich zu leichten Abschattungen kommen. Dies ist jedoch vom jeweiligen Objektiv und Hersteller abhängig.

Die meisten Hersteller bieten heute sogenannte super- und ultra-Slim Varianten an, bei denen dieses Problem idR nicht mehr besteht.

Variable ND-Filter hingegen haben den Vorteil,  dass nur ein Filter pro Objektivgröße mit ins Gepäck muss. Die ND-Stärke läßt sich durch Drehung am Ring variabel verstellen.

Da variable ND-Filter auf zwei gegenläufigen Polfiltern basieren, kann es hier im Randbereich zu sternförmigen Abschattungen kommen. Oft geht auch ein kleiner Auflösungsverlust einher.
Manche Vario-Filter im unteren Preissegment neigen in der Endabschattung zu leichten Farbverzeichnungen in den blau/violetten-Bereichen.
 

Moderne Slim- und Ultra-Slimfilter haben das Abschattungsproblem in der Regel nicht mehr.


Eine weitere Möglichkeit besteht in sogenannten Aufstecksystemen wie z.B. von Cokin oder Lee.
Diese Filtersysteme wurden entwickelt, um einen Filter an Objektiven mit unterschiedlichen Durchmessern zu verwenden.

Man benötigt nur noch einen Filterhalter, der mit Adapterringen an das jeweilige Objektiv angepasst wird.
Diese Filter bestehen aus beschichteten oder gefärbten Kunststoff- oder Glasplatten und können miteinander kombiniert werden.

So lassen sich z.B. Grauverlaufsfilter mit verschiedenen ND- oder Farbfiltern nutzen, was bei einem Aufschraubfilter nur schwer zu realisieren wäre.
Auch die Handhabung gestaltet sich freier; so kann z.B. ein weicher Grauverlaufsfilter noch in der Höhe (ca. 15cm) und somit in der Intensität verschoben werden.

Ein weiterer Pluspunkt gegenüber einem Aufschraubfilter ist, dass sich ein solches System auch an Fisheye-Objektiven nutzen lässt sofern die Streulichtblende abnehmbar ist.
 

Mit einem Aufsteckfiltersystem lassen sich mehrere Farb- und Verlaufsfilter miteinander kombinieren.

 

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Dieser Report wurde am Dienstag, 26. Mai 2015 erstellt und zuletzt am Freitag, 12. Juni 2015 bearbeitet.


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