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Panasonic Lumix GX8 im großen Test, Teil 1

Panasonic Lumix GX8 im großen Test, Teil 1

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µ4/3 mit 20 Megapixel:  die Panasonic Lumix GX8 im Traumflieger-Test

Panasonic bringt mit der spiegellosen Lumix GX8 einen neuen 20 Megapixel-Sensor im µ4/3-Format, verbessert den neigbaren Sucher und optimiert den kamerainternen Bildstabilisator. Der touchfähige Monitor ist jetzt frei dreh- und klappbar, außerdem will die GX8 mit einem verbesserten Autofokus, 4K-Video sowie mit Wifi und Zeitrafferfunktionen punkten. Nicht nur die Ausstattung sondern auch die UVP von 1.199 Euro ist ambitioniert. Lohnt der Kauf?

Demovideo - Der Body - Bildstabilisator - Test Teil 3 - Test Teil 2

Knapp 2 Jahre nach Markteinführung der Lumix GX7 bringt Panasonic den GX8-Nachfolger, der seit Juli 2015 im Handel erhältlich ist. Nicht nur die UVP ist von 999 auf 1.199 EUR sondern auch das Gehäuse angewachsen. Neu ist der Bildsensor, der anstelle der üblichen 16 MP jetzt mit 20 Megapixel auflöst und dabei wie bisher auf das µ4/3-Format mit 2x-Verlängerungsfaktor zurückgreift.

Besonderes Merkmal der GX8 ist der kamerainterne Bildstabilisator, der im Gegensatz zum Vorgänger jetzt als Dual-IS im Zusammenspiel mit optischen Objektiv-Bildstabilisatoren eine höhere Effektivität als an der GX7 haben soll. Zweites Kernmerkmal ist der ausklappbare Sucher an der GX8, der wie am Vorgänger Einblicke auch von oben zulässt aber auch Zwischenpositionen ermöglicht. Interner Bildstabilisator und ausklappbarer Sucher sind bei Panasonic derzeit nur an den Lumix GX-Modellen zu finden (GX7, GX8).

Die GX8 ist auch mit dem bei Panasonic mittlerweile zum aktuellen Standard gehörenden UHD-Video (3.840 x 2.160/25p) bestückt und liefert auch Wifi-Fähigkeiten mit Smartgerätesteuerung sowie ausgebaute Timer-Fähigkeiten.  Der frei dreh- und schwenkbare Monitor bietet umfangreiche Touchfähigkeiten und kann auch beim Sucherblick als Touchpad zur direkten Ansteuerung von Fokusfeldern genutzt werden.

Panasonics Lumix-Modelle

Panasonic hat noch eine Reihe weiterer, spiegelloser Modelle, die auf den µ4/3-Sensor mit 2x-Crop zurückgreifen, aktuell UHD-Video bieten und eine ähnliche Bedienung nutzen. Die Lumix GH4 ist das derzeitige Spitzenmodell mit besonders ausgebauten Videofähigkeiten wobei für November 2015 eine Lumix GH4R mit unbegrenzter Aufzeichnungslänge und V-Log angekündigt ist (UVP 1.500 EUR).

Unterhalb der GX8 ist die aktuelle Lumix G70 angesiedelt, die zu einer UVP von 699 EUR mit einem Kunststoffgehäuse und ohne Wetterschutz daherkommt aber ansonsten eine grundsätzlich ähnliche Ausstattung mit Touchscreen, großem elektronischen Sucher, UHD-Video, Wififähigkeiten und hoher Serienbildgeschwindigkeit bietet.

Beliebt ist auch die kompakte Panasonic Lumix LX100, die mit fest eingebautem Objektiv, einem relativ großen Sensor (2,2x Crop), ansonsten aber ähnliche innere Werte wie UHD-Video, Zeitraffer, Stopmotion, Wifi etc. liefert. Ihr fehlt allerdings ein beweglicher Touchscreen und Mikrofonanschluss.  Zu nennen ist auch die Bridgekamera Lumix FZ1000, die sich von der Bedienung und auch funktional in die aktuelle Panasonic-Welt einreiht aber statt Wechselobjektiven ein rel. lichtstarkes Superzoom mit auf Kleinbild umgerechnet 25 - 400mm/2,8 - 4,0 offeriert. Der 1''-Sensor verwendet einen Crop von 2,7x.

In gewissem Sinne konkurrieren die genannten Panasonic-Modelle auch mit der GX8, da sie nicht nur wegen integriertem Sucher, Wifi und UHD-Video funktional ähnlich sondern auch alle noch relativ kompakt daherkommen.

Erwähnt sei auch die sehr schlanke Lumix GM5, die von Gewicht und Abmessungen einer Kompaktkamera ähnelt, immerhin aber einen kleinen elektronischen Sucher, Full HD-Video, Touchscreen (feststehend), Wifi und Wechselobjektive bietet.

Oberklassen-Vergleich

Die Lumix GX8 hat einige direkte Konkurrenten. Sieht man von DSLR und Sony A7-Modellen mit Vollformat-Sensor, einer Samsung NX1 und gehobenen Systemkameras ohne integrierten Sucher wie eine Canon EOS M3 bzw. Samsung NX500 ab, dann ist hier die von der Ausstattung ähnliche aber kräftiger gebaute Lumix GH4, eine Olympus OMD E-M1 und auch die Fuji X-T1 in ähnlicher Preisklasse zu nennen.

GX8-Alleinstellungsmerkmal aus letztgenanntem Feld ist dabei der neigbare Ausklappsucher. Die Suchergröße findet man hingegen in ähnlichen Dimensionen auch an der Olympus OMD EM1 und der Fuji X-T1 (auch bei einer Sony A7R II bzw. A7S II).  Vollständige Touchfähigkeiten auch im Menü fehlen der Olympus EM1 bzw. die Fuji X-T1 bietet keine Touchfähigkeiten. UHD-Video ist ebenfalls bei der Olympus oder Fuji nicht zu finden. Der 20 Megapixel-Sensor ist von der nominellen Auflösung im Vergleichsfeld den anderen Modellen um rund 4 Megapixel voraus. Dafür lässt sich die GX8 nicht mit einem Batteriegriff hochrüsten.

Gegenüber dem GX7-Vorgänger ist das Depth from Defocus-Verfahren hinzugekommen, das auch im Videobetrieb einen kontinuierlichen, weitgehend (aber nicht vollständig) pumpfreien Autofokus ermöglicht.

spiegellose Oberklasse im Vergleich (Auswahl)
  Lumix GX8 Lumix GX7 Lumix GH4 Olympus OMD EM1 Fuji X-T1
UVP/Strasse (10/2015) 1.199 EUR / ca. 1.199 EUR 999 EUR / ca. 480 EUR 1.999 EUR / ca. 1.250 EUR 1.499 EUR / ca. 1.099 EUR 1.399 EUR / ca. 1.150 EUR
nom. Auflösung 20 MP (m4/3) 16 MP (m4/3) 16 MP (m4/3) 16 MP (m4/3) 16 MP (APS-C)
Sucher 0,77x, neigbar 0,7x, neigbar 0,67x, fest 0,74x, fest 0,77x, fest
Monitor 1,04MP, touchf., schwenkbar 1,04MP, touchf., klappbar 1,04MP, touchf.,schwenkbar 1,04MP, teilw. touchf.,klappbar 1,04MP,klappbar
Autofokus DFD, -4EV Kontrast bis -4EV DFD, bis -4EV Hybrid, (k.A.) Hybrid, (k.A.)
integr. Wifi ja ja ja ja ja
integr. Blitz nein ja ja nein (beigelegt) nein (beigelegt)
Serienbilder/Sek. 8 B/s. ca. 40 RAW 5 B/s. ca. 9 RAW 12 B/s. ca. 40 RAW 10 B/s. ca. 50 RAW 8 B/s. ca. 16 RAW
Bildstabilisator integriert, Hybrid integriert nur via Objektiv integriert, 5achsig nur via Objektiv
Video UHD 3.840 x 2.160 (25p) 1.080 50p 4k 4.096 x 2.160 (30p) 1.080 30p 1.080 60p
Fokuspeaking in Rot ja nein nein nein ja
Mikro-/Kopfhörer-Anschl. ja / nein nein / nein ja / ja ja / nein ja / nein
Abdichtung ja nein ja ja ja
Akku-Laufzeit ca. 340 Fotos ca. 320 Fotos ca. 500 Fotos ca. 350 Fotos ca. 350 Fotos
Gewicht (incl.) 487gr 402gr 562gr 497gr 440gr
Batteriegriff nein nein ja ja ja
Anz. Systemobjektive (10/2015) 24 (Panas.) / 24 (Olymp.) 24 (Panas.) / 24 (Olymp.) 24 (Panas.) / 24 (Olymp.) 24 (Olymp.) / 24 (Panas.) 20

 

Demovideo - die GX8 vorgestellt


 

Video als HD-Version für Mitglieder

 

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Der Body


Der GX8-Body ist aus Magnesium (Druckguss) gefertigt und bietet dank zahlreicher Abdichtungen einen Wetterschutz. Auch wenn er eher wie eine Messsucherkamera flacher gebaut ist, liegt er dank ausgeformten Handgriffs gut in unserer Hand. Eine GH4, G70 oder Olympus OMD EM1 schmiegt sich in unsere größeren Hände jedoch noch etwas direkter. Das liegt vor allem an einer Vertiefung für den Mittelfinger, auf die Panasonic an der GX8 verzichtet. So müssen wir sie etwas fester anpressen wenn man einhändig etwas schwerere Objektive halten möchte.

Gleich 4 Rändelrädchen bieten Zugriffe auf Programme, mittlere Belichtungsstufe sowie für Blende bzw. Zeitwerte. Das neue Rädchen für die mittlere Belichtungsstufe ist noch gut per Daumen erreichbar aber etwas schwergängig. Auch das Rädchen ganz rechts außen könnte eine Idee leichter ansprechen, geht aber in der Praxis in Ordnung.

Ambitionierte Anwender nutzen häufig das Programm A (=AV) um die Belichtung via Blenden- und ISO-Wertsteuerung zu kontrollieren. Ein komfortabler Zugriff ist hier besonders wichtig. Die GX8 bietet zwar eine ISO-Taste die aber durch eine weite Wegstrecke zum Vierwege-Tastenkranz nicht leicht erreichbar ist. Alternativ kann man sich aber eine Funktionstaste im oberen Bereich umkonfigurieren. Diese Custom-Tasten sind hier allerdings ebenfalls nur mit lang gestrecktem Zeigefinger erreichbar bzw. bieten teils zu wenig Hub. Wir haben die auf der Vorderseite per Mittelfinger erreichbare Customtaste mit dem ISO-Wert belegt, können sie aber nicht immer blind sofort erfühlen. Nicht ganz ideal ist im Programm A auch die Dopplung der Blendensteuerung auf zwei Einstellrädern, hier wäre eine direkte Änderung der Belichtungsstufe auf einem der Räder sinnvoller.

der geniale Sucher

 

Während sich unsere Begeisterung bei der Haptik bzw. Werteansteuerung noch in Grenzen hält, so trumpft die GX8 aber beim neigbaren Sucher auf. Der ist mit 0,77x (KB) nicht nur deutlich größer sondern eben auch - wie am Vorgänger -  neigbar. So kann man ihn um 90 Grad nach oben ausklappen und von oben hineinsehen. Der Rastmechanismus überzeugt uns während man auch problemlos Zwischenpositionen z.B. im 45-Grad-Winkel einstellen kann.

Der flexible Sucher hat zahlreiche Vorteile: Die Arme müssen nicht mehr so hoch gehalten werden, was zu einer entspannteren Haltung führt, wenn man den Kopf abneigt. Menschen- oder Tierportraits gelingen so auch unaufdringlicher. Aufnahmen gegen den Himmel wie bei Astro- oder Vogelflugaufnahmen werden genauso wie bodennahe Makros erheblich erleichtert. Durch den Höhengewinn kann man rund 30cm einsparen und eine Stativmittelsäule eingefahren lassen. Die Verwacklungsgefahr sinkt so deutlich!

Das Sucherbild ist weitgehend artefaktefrei. Einzelne Pixel können wir auch bei kritischem Blick nicht ausmachen. Schwenks gelingen bei Tageslicht weich und flüssig. In Lowlight kann der Sucherblick aber leicht rucklig werden, wenn die Belichtungszeiten erheblich länger werden. Im Serienbildmodus lassen sich mit Liveview bei 6 Bilder/Sek. Motive noch mit dem Sucher verfolgen, auch wenn dazwischen Dunkelphasen liegen.

Erfreulich ist auch die natürliche Farbdarstellung, bei der uns auch unter Kunstlicht keine signifikanten Farbabweichungen auffallen. Der Sucher einer Lumix G70 oder GH4 steht dem der GX8 allerdings kaum nach, auch wenn sie etwas kleiner dimensioniert sind. In Sachen Größe und flüssiger Darstellung kommt der Sucher einer Olympus OMD EM1 dem der GX8 noch am nächsten und wir sehen beide auf Augenhöhe, wenn man einmal von den Neigfähigkeiten des GX8-Suchers absieht. Punkten kann der GX8-Sucher allerdings durch die Nasenfreiheit, da er seitlich versetzt ist und das Okular angenehm weit herausragt. Panasonic hat den Einblick mit einer Winkelerweiterung auf 21mm auch für Brillenträger optimiert.

Aufgesteckte Blitzgeräte blockierenden allerdings den Sucher-Ausklappmechanismus. Im Hochformat bringt der Ausklappsucher auch wenig.

touchfähiger Monitor

Den am Vorgänger lediglich klappfähigen Monitor kann man jetzt an der GX8 vollständig ausschwenken. So gelingen auch vor der Kamera nicht nur Selfies sondern auch generelle Bildkontrollen. Dank Touchfähigkeiten kann man auch in schwierigen Aufnahmepositionen noch Werte verstellen bzw. das Livebild einsehen. Panasonics Touchsteuerung ist schlicht hervorragend und bietet nicht nur ziehende, spreizende und wischende Gesten sondern auch viele Abkürzungen via Buttons. Im Gegensatz zur Olympus OMD EM1 wird auch die Menüsteuerung vollständig per Fingertouch unterstützt.

Schlicht genial ist die Möglichkeit, den Monitor als Touchpad zu nutzen, um den Fokuspunkt per Daumen zu setzen, während man durch den Sucher blickt. So ist eine direkt Ansteuerung des Eyecatcher möglich. Fokusfelder lassen sich auch beim Blick durch den Sucher so in der Größe via Spreizgeste ändern. Erfreulich ist zudem die Möglichkeit, per Automatik-Adapter montierte Canon-Objektive im manuellen Fokusbetrieb incl. Lupenfunktion zu nutzen, wobei der Fokuspunkt und die automatisch angezeigte Lupe ebenfalls per Touchpad aktivierbar sind.

Zum Schutz kann der Monitor auch so eingeklappt werden, dass Kratzer beim Transport vermieden werden. Dies ist ein weiterer, wesentlicher Vorteil gegenüber lediglich klappbaren Display, auch wenn letztere etwas fester im Gehäuse integriert sind und eine Positionsänderung beim Ausklappen keinen vermehrten Platz beansprucht, wie dies beim voll ausschwenkbaren GX8-Monitor der Fall ist.

Vergleichbare Touch- und Schwenkfähigkeiten findet man allerdings auch an der Lumix GH4 bzw. G70.

reichhaltige Tastenkonfiguration

Gleich 8 Hardware-Tasten sind an der GX8 individuell konfigurierbar. Dafür wählen Sie eine der jeweils 52 bereitstehenden Funktion wie etwa die Bildqualität, das Seitenverhältnis, Messmethode, Weißabgleich oder Zugriffe auf Helligkeitsverteilung, Dynamik oder HDR.  Wir haben den erwähnten ISO-Direktzugriff, Fokuspeaking, Wifi, Bildstabilisierung, Stummschaltung und die Abblendfunktion vorbelegt.

Die Tasten kann man abweichend im Playmodus auch anderen Funktionen zuweisen, wobei uns der Direktzugriff auf die Löschfunktion am sinnvollsten erscheint. Zusätzlich werden 5 Softwaretasten geboten, die man genauso wie die Hardware-Buttons belegt aber per Touchscreen einblenden kann. Hier lässt sich z.B. im laufenden Video der ISO-Wert zwecks Helligkeitsanpassung geräuschlos ändern, was per Hardwaretaste noch mit einem Klicklaut verbunden ist. Die Softwarebuttons sind allerdings nur am Kameramonitor verfügbar, so dass man sie beim Sucherblick nicht direkt nutzen kann.

 

komfortables Menü

Auch an der GX8 findet man das von Panasonic gewohnt übersichtliche und intuitive Menü. Es steht der vielgelobten Menüführung an Canon DSLR nicht nach und ist liebevoll in farbliche Hauptkarteireiter unterteilt. Die großen Schrifttypen sind auch ohne Lesebrille gut erkennbar, nehmen allerdings auch recht viel Platz in Anspruch. Eingebundene Icons erleichtern nicht nur die Orientierung sondern sind schlicht schick anzusehen. Navigieren lässt sich entweder per Fingertouch oder auch per Pfeil-, Display-Taste oder Rändelrädchen. Sony mit seiner spröden Menüführung darf sich für seine spiegellosen Modelle hieran gerne ein Beispiel nehmen.

Der zuletzt aufgerufene Menüeintrag wird im jeweiligen Karteireiter auch nach dem Ab- und Einschalten der Kamera vorgemerkt. Ein Favoritensystem bleibt allerdings Canons Systemkameras vorbehalten, immerhin hat Panasonic den wichtigen Formatieren-Befehl an eine noch gut erreichbare Position gebracht.

gedoppeltes Fach für Akku & Speicherkarte

Das an der GX8 gedoppelte Fach für Akku und Speicherkarte ist generell nicht besonders praktisch. Vor allem, wenn die Kamera auf einem Stativ montiert ist und dann die Speicherkarte gewechselt werden soll. An einigen Kameras muss man dann die Schnellwechselplatte abschrauben was nicht nur mühsam ist sondern man verliert dabei auch eine gezielt eingestellte Ausrichtung. An der GX8 ist dies aber kein Problem, da das Fach relativ schmal ist, so dass es auch von größeren z.B. 6cm breiten Schnellwechselplatten nicht blockiert wird. Die Speicherkarte wird allerdings etwas ungünstig in Nähe des Scharniers eingelassen was das Entnehmen etwas fummelig macht. Es ist aber noch deutlich einfacher als an der diesbezüglich unsäglichen Sony A6000, wo man nur mit zwei spitzen Fingern die SD-Karte noch greifen kann und diese dazu noch spiegelverkehrt eingesteckt werden muss.

Das Fach lässt sich an der GX8 dank Dichtungsring angenehm gedämpft schließen und wirkt nicht billig oder klapprig, wie man es von einigen anderen Modellen kennt (etwa Olympus OMD EM1 oder Sony A7-Modellen). Weniger intutiv ist allerdings die seitlich zu verschiebende Fachverriegelung.

Der Akku DMW-BLC12E bietet mit seinen 1200mAh eine klassentypische aber nicht allzu hohe Leistung von rund 340 Bildern. Erfreulicherweise ist er aber zu einigen anderen Panasonic-Kameras wie der Lumix G70 oder FZ1000 kompatibel.

Silent-Modus

Um geräuschlos aufzunehmen, bietet auch die GX8 einen seit der GH4 bei Panasonic wie selbstverständlich verbauten Silent-Modus. Dabei wird der Verschluss vollelektronisch gesteuert. Nimmt man bei Offenblende auf, dann ist die GX8 unhörbar, ansonsten ist noch ein leises Schnappen beim Abblenden vernehmbar. Vorteile hat der Geräuschlosmodus auch, um die kürzeste Verschlusszeit von 1/16.000s zu erreichen. Auch Verschluss-Erschütterungen lassen sich so vermeiden. Dynamikeinschränkungen sind uns im RAW-Format hingegen nicht aufgefallen, wie man sie etwa bei Sony A7-Modellen noch hinnehmen muss. Dennoch hat der geräuschlose Modus Nebenwirkungen, denn man kann keine längeren Verschlusszeiten als 1 Sek. nutzen und der Blitzbetrieb wird auch nicht unterstützt. Praktisch aber, dass er sich einfach via entsprechend konfigurierter Fn-Taste bedarfsweise zu- und abschalten lässt.

Anschluss-Buchsen

Anschlüsse bietet die GX8 durch eine kombinierte Buchse für Fernauslöser und Mikrofon. Das ist etwas unpraktisch, da man - wie an der Lumix GH2 - für Mikrofone mit einem typischen 3,5mm Klinkenstecker noch einen Adapter auf 2,5mm benötigt. Immerhin besteht die Möglichkeit, ein externes Mikrofon einzukoppeln, was am Vorgänger verwehrt wird. Die HDMI-Buchse für ein Mikro-HDMI-Kabel, Typ D (wird nicht mitgeliefert) reicht zwar an der GX8 parallel zum Kameramonitor ein Foto-Livebild durch aber wird während des laufenden Videobetriebs abgeklemmt. Einstell-Kontrollen an einem HD-Monitor sind zwar auch im Videomodus per HDMI-Out möglich aber nur bis zum Start des Videos. So verfährt Panasonic leider auch an der Lumix FZ1000 und G70, nur die GH4 liefert dagegen parallel auch während der Videoaufzeichnung ein Livebild per HDMI-Out. Ein Ausweg besteht aber via Wifi-Modus mit der App-Steuerung, wo das Videolivebild am Smartgerät noch relativ verzögerungsarm geboten wird.

Über die USB (2.0)-Buchse nimmt die GX8 Verbindung zu einem PC auf, bei dem man Zugriff auf die in der Kamera befindliche Speicherkarte erhält und Bilddaten transferieren kann. Via USB kann auch ein Drucker angeschlossen werden bzw. über ein optionales AV-Kabel lassen sich auch TV-Geräte anschliessen. HDR-Anwendungen über die kamerainternen Möglichkeiten hinaus sind auch durch Unterstützung des Promote Control Systems am USB-Port möglich.

Body-Fazit

Der GX8-Body könnte noch eine Idee griffiger sein und einige Funktions-Tasten mehr Hub bieten. Grundsätzlich ist er aber sehr hochwertig ausgeführt. Seine Stärken liegen nicht nur im großen, neigbaren Sucher und dem ausschwenkbaren, touchfähigen Monitor sondern auch in einer konsequenten Rechtshandbedienung. Die linke Hand wird für laufende Kameraoperationen praktisch nie benötigt.

Die Ansprache ist generell direkt und man kann nach dem Einschalten bereits innerhalb der ersten Sekunde Schnappschüsse incl. AF durchführen. Die GX8 ist auch außerhalb des Geräuschlosmodus angenehm leise und klingt durchaus satt beim Auslösegeräusch.

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Bildstabilisator


Gegenüber der GX7 ist der kamerainterne, sensorbasierte Bildstabilisator an der GX8 als sogenannter Dual IS ausgelegt. Er arbeitet jetzt auch mit Objektiven zusammen, die über einen optischen Bildstabilisator verfügen und ergänzt diesen dann um bis zu 4 weitere Achsen. Dies soll lt. Panasonic gegenüber der GX7 zu einer 3,5fachen Effektivitätssteigerung im Weitwinkelbereich führen und besonders in Lowlight-Situationen bzw. bei der Streetfotografie hilfreich sein. Voraussetzung ist ein Firmwareupdate auf dem Panasonic-Objektiv und auch der Lumix GX8. Derzeit sind Firmwareupdates für die 6 Objektive verfügbar:

  • Lumix G Vario 14-140mm F3.5-5.6 ASPH Power O.I.S. (H-FS14140)
  • Lumix G Vario 14-42mm F3.5-5.6 II ASPH Mega O.I.S. (H-FS1442A)
  • Lumix G Macro 30mm F2.8 ASPH Mega O.I.S. (H-HS030)
  • Lumix G X Vario 12-35mm F2.8 ASPH (H-HS12035)
  • Lumix G X Vario 35-100mm F2.8 ASPH (H-HS35100)
  • Lumix G Leica DG Nocticron 42.5mm F1.2 (H-NS043)

Bis Februar 2016 sollen auch alle weiteren Objektive mit internem Bildstabilisator (OiS) von Panasonic unterstützt werden mit Ausnahme des ursprünglichen 14-45mm Setobjektivs und der 45-200mm/3,5-5,6 und 100-300mm/3,5 - 5,6 Zooms.

Werden Objektive ohne Bildstabilisator angesetzt, dann greift nur der sensorbasierte Stabilisator und die GX8 blendet ein Icon "Body" als Stabilisierungshinweis ein.

 

 

Nachfolgend vergleichen wir die Effektivität des Bildstabilisators mit dem Lumix G X Vario 12-35mm/2,8 im Weitwinkel an der GX8 mit der Leistung zur Olympus OMD EM1 mit dem 12-40mm/2,8:

 

 

 

HD-Version für Mitglieder

Wie gezeigt, ist die Stabilisierungsleistung am verwendeten Lumix 12-35mm keineswegs überragend, zumindest im Direktvergleich mit der Olympus OMD EM1. Wenngleich die Stabilisierung sichtbare Vorteile gegenüber unstabilisierten Freihandbelichtungen bringt, so konnten wir in Weitwinkelstellung an der Panasonic GX8 durchgehend längstens zwischen 1/10s und 1/5s (bei 12mm = 24mm KB) zuverlässig unverwackelt ablichten. Die Olympus schafft hingegen noch 1 Sek., ohne dabei unscharfe Ausreißer zu zeigen.

In einem zweiten Test haben wir auch das Lumix G Vario 14-140mm/3,5-5,6 untersucht und hier testweise 2 Sek. bei 14mm und f3,5 verwendet. Im Direktvergleich bei gleichen Einstellungen ergaben sich jedoch eher Nachteile gegenüber dem 12-35mm (bei 14mm) und durchschnittlich stärker verwackelte Ergebnisse.

Insgesamt schätzen wir die Stabilisierungsleistung der GX8 mit dem Dualen IS im Fotomodus auf rund 2,5 - 3,5 Stufen ein. Damit ergeben sich kaum Vorteile durch die ergänzende, rein sensorbasierte Stabilisierung. Es ist uns schleierhaft, warum Panasonic hier von einer 3,5x höheren Winkelstabilität zumindest für das Lumix 14-140mm und gegenüber der GX7 spricht. Im Videomodus lässt sich allerdings mit dem 14-140'er ein deutlicher Vorteil bei Kamerafahrten realisieren aber hier offenbar nicht mit allen Objektiven.

Stabilisierung bei Kamerafahrten

Eine Stabilisierung wird an der GX8 auch im Videobetrieb geboten. Hier allerdings nicht in UltraHD (2160p) sondern nur bis Full HD. Dafür ist ein entsprechend per Firmware-Update bestücktes Objektiv mit optischem Stabilisator nötig, damit ein dualer IS greift. Eine rein sensorbasierte Stabilisierung für Objektive ohne OiS bzw. adaptierte Objektive ist im Videobetrieb hingegen nicht vorgesehen.

Im Videotest ergab sich erstaunlicherweise für das Lumix 12-35mm so gut wie kein Effekt bei einer freihändigen Kamerafahrt. An dem Lumix 14-140mm/3,5-5,6 war der Stabilisierungseffekt hingegen gut erkennbar und sehr beachtlich. Im Direktvergleich zur Olympus OMD EM1 zeigt letztere jedoch eine noch ruhigere Kamerafahrt, setzt aber eine kontinuierliche Bewegung voraus (in Ruhestellung zeigen sich an der OMD hingegen starke Verkrümmungen). Eine Videodemo dazu finden Sie hier!

Stellt man den Videomodus am Programmwahlrad ein, dann ist übrigens der Menüeintrag zu den Stabilisierungseinstellungen nicht erreichbar, selbst wenn man eine Fn-Taste damit belegt hat. Man sollte daher dafür in den Fotomodus (auf ein anderes Programm) wechseln und kann auch von hier ein Video starten.

manuelle und adaptierte Objektive stabilisieren

Werden Objektive ohne Stabilisator an die GX8 angesetzt, dann greift im Fotomodus lediglich die sensorbasierte BODY-Stabilisierung, die dann auf 6 Achsen stabilisieren soll. Auch hier lassen sich ähnliche Ergebnisse mit ca. 3 - 3,5 EV an Verwacklungsausgleich erzielen. Bedauerlicherweise wird aber das Livebild nicht stabilisiert, so dass man in der Sucherlupe keine beruhigte Ansicht nutzen kann, um sorgfältig scharfzustellen (hier kann einem jedoch die Fokuspeaking-Funktion weiterhelfen). Werden manuelle Objektive wie z.B. ein Voigtländer Nokton 25mm/0,95 angesetzt, dann fragt die GX8 eine Brennweitenangabe für den Stabilisator-Betrieb ab. Etwas störend ist allerdings, dass die Abfrage jedesmal nach dem Einschalten der GX8 auftaucht.

Auch Canon-Objektive lassen sich per Automatik-Adapter nutzen, dann wird ein ggf. vorhandener, optischer Stabilisator vom Adapter unterstützt. Die GX8 wendet jedoch den rein sensorbasierten BODY-Stabilisator ergänzend an was bei unseren Tests nicht immer die optimalsten Ergebnisse brachte. Hier empfiehlt es sich ggf., den internen Stabilisator im Menü bzw. am besten über eine entsprechend belegte Fn-Taste abzuschalten und nur den optischen IS am Objektiv zu nutzen.

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> Test Teil 2
(Autofokus / Bildqualität / Belichtung / Videomodus / Wifi)

 

 

 


Dieser Report wurde am Mittwoch, 04. November 2015 erstellt und zuletzt am Donnerstag, 05. November 2015 bearbeitet.


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