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Canon EOS 77D im Test

Canon EOS 77D im Test

Aufrufe: 13.983

8 von 10 Lesern fanden diesen Report hilfreich.

Entscheiden Sie selbst:

Canon EOS 77D im Traumflieger-Test!

Seit Frühjahr 2017 ist die neue Canon EOS 77D für solo derzeit ab ca. 800 Euro im Handel verfügbar. Viel Neues gibt es allerdings nicht zu verzeichnen. Immerhin ist der Body gegenüber einer EOS 80D schon spürbar kompakter und leichter. Auch die 77D bietet aktuelle Ausstattungsmerkmale wie Dual Pixel Autofokus und 45 AF-Felder. Ob die rund 200 Euro teurere 80D nicht doch die bessere Wahl bleibt, klärt unser Test.

Body - Bildqualität - Demo VideostabilisatorFazit - technische Daten - Rangliste - Leserkommentare  

Im Frühjahr 2017 hat Canon gleich zwei neue Modelle mit der 800D und 77D gebracht, die im Prinzip ähnliche Ausstattungsmerkmale wie das ein Jahr ältere Spitzenmodell der zweistelligen Canon DSLR mit der 80D bieten. Die hier getestete EOS 77D wird auch in die zweistellige Klasse eingruppiert, da sie ein Daumenrad und LC-Display aufweist. Typische Merkmale der höherwertigen Canon DSLR-Klassen. Zudem offeriert die 77D den Dual Pixel CMOS Autofokus, der u.a. eines der zugkräftigen Kaufargumente für die 80D (und 70D) ist.

Dass Canon die Klasseneinteilung allerdings mittlerweile durchbricht, wird schon an der im Mai 2015 eingeführten EOS 760D deutlich, die als erste dreistellige ebenfalls ein Flüssigkeitskristall-Display auf der Kameraoberseite offeriert. Als Rechtfertigung für die zweistellige Eingruppierung der 77D bleibt allein das Daumenrad, denn den Dual Pixel AF bietet mittlerweile ebenfalls die EOS 800D. Canon signalisiert aber mit der Bezeichnung, dass sich die 77D von den Ausstattungsfeatures unterhalb der 80D eingruppiert.

Dennoch bietet die 77D viele Merkmale der 80D. Dazu gehört nicht nur das erwähnte LC-Display und Daumenrad, sondern auch 45 AF-Felder, interne Wifi-Funktion mit Smartgerätesteuerung, internen Timer, Anti-Flacker-Funktion oder erweitertes MyMenü. Aber die 80D bietet dennoch mehr, denn sie kann statt 1/4.000 mit bis zu 1/8000s belichten, offeriert einen spürbar größeren Sucher ohne Beschnitt, bietet einen Kopfhörer-Ausgang, Customprogramme und deutlich mehr Optionen etwa bei der individuellen Tastenbelegung oder durch dynamisches Auto-ISO. Zudem ist der Body spürbar wertiger und laufruhiger gefertigt.

Canon hat dennoch ein paar Innovationen an der 77D inpetto. Dazu gehört ein optional per Menübefehl zuschaltbarer Videostabilisator, der  softwarebasiert bis zu 5 Achsen stabilisiert. Auch Bluetooth erbt die 77D als DSLR-Neuerung von einer spiegellosen EOS M5, womit das Pairing schneller beim Verbindungsaufbau mit dem Smartgerät von statten geht oder man nutzt einen neuen Fernauslöser, der Bluetooth unterstützt und kann so gegenüber IR-Modellen mehr Reichweite nutzen bzw. auch hinter der Kamera auslösen.

Wirklich revolutionäre Neuerungen spart Canon allerdings auch an der EOS 77D aus. Tatsächlich finden wir keine Besonderheit, die ganz neue Anwendungsbereiche erschließen würde. Während die höherwertigen spiegellosen Systemkameras deutlich größere (elektronische) Sucher und meist auch mehr Geschwindigkeit bieten versuchen sie zudem, durch Sonderfeatures Kunden zu gewinnen. Panasonic bietet hier etwa 4K-Video, Post-Focus bzw. Fokus Bracketing oder Olympus besondere Langzeitbelichtungsmethoden wie Live-Bulb, bzw. Live-Composit und ist mittlerweile auch auf 4K-Video aufgesprungen. Sony setzt durch Superzeitlupe, kamerainterne Funktionserweiterungen via Apps und ebenfalls hohe Geschwindigkeit seine Duftmarke. Canon hingegen bündelt an der 77D schon bewährtes und versucht mit für DSLR-Verhältnisse kompakten Body, Daumenrad, LC-Display nebst Dual Pixel CMOS zu punkten.

 


 

EOS 77D

EOS 80D

EOS 800D

EOS 750D

EOS 1300D

UVP 899 EUR 1.289 EUR 849 EUR 699 EUR 375 EUR
Markteinführung April 2017 Mai 2016 April 2017 Mai 2015 April 2016
Sensor 24 MP 24 Megapixel 24 Megapixel 24 MP 18 MP
Autofokus 45 AF-Felder, Dual Pixel, -3EV 45 AF-Felder, Dual Pixel, -3EV 45 AF-Felder, Dual Pixel, -3EV 19 AF-Felder, CMOS AF III, -0,5EV 9 AF Felder, +0EV
ISO-Bereich 100 - 51.200 (m.Erw.) 100 - 25.600 100 - 51.200 (m.Erw.) 100 - 25.600 (m. Erw.) 100 - 12.800 (m. Erw.)
Bel.-Zeiten 30s - 1/4.000s, bulb 30s - 1/8.000s, bulb 30s - 1/4.000s, bulb 30s - 1/4.000s, bulb 30s - 1/4.000s, bulb
Serienbilder bis 6 B/Sek. bis 7 B/Sek. bis 6 B/Sek. bis 5 B/Sek. 3 B/Sek.
Monitor 3' mit 1,04k, touchfähig, klappbar 3' mit 1,04k, touchfähig, klappbar 3' mit 1,04k, touchfähig, klappbar 3' mit 1,04k, touchfähig, klappbar 3'' mit 0,92k, fest verbaut
Sucher 0,51x (KB), 95% 0,58x (KB), 100% 0,51x (KB), 95% 0,51x (KB), 95% 0,47x (KB), 95%
Video Full HD bis 60B/Sek., Videostabilisator, Stereomikrof. Full HD bis 60B/Sek., Stereomikrof. Full HD bis 60B/Sek., , Videostabilisator, Stereomikrof. Full HD bis 30B/Sek., Stereomikrof. Full HD bis 30B/Sek., Monomikrof.
Wifi integriert, NFC, Bluetooth-Verb. integriert, NFC integriert, NFC, Bluetooth-Verb. integriert, NFC integriert, NFC
GPS ./. ./.  ./. ./. ./.
Speicherkarte SD-Karte UHS I SD-Karte UHS I SD-Karte UHS I SD-Karte UHS I SD-Karte UHS I
Buchsen HDMI-Out, USB 2.0, Mikrofoneingang, Fernauslöser (Klinke) HDMI-Out, USB 2.0, Mikrofoneingang, Fernauslöser (Klinke), Kopfhörerausg. HDMI-Out, USB 2.0, Mikrofoneingang, Fernauslöser (Klinke) HDMI-Out, USB 2.0, Mikrofoneingang, Fernauslöser (Klinke) HDMI-Out, USB 2.0
Akku LP-E17 LP-E6N LP-E17 LP E17 LP-E10
Abmessungen (B x H x T) 131 x 100 x 76mm 139 x 105 x 79mm 131 x 100 x 76mm 132 x 101 x 78mm 129 x 101 x 78mm
Gewicht
540gr (solo) 730gr (incl.) 532gr (solo) 555gr (incl) 485gr (incl.)

 


 

Der Body


 

Links die EOS 77D ist 190gr und damit schon spürbar leichter als rechts die EOS 80D. Der Volumenunterschied ist zudem erkennbar!

 

Canon setzt auch an der EOS 77D auf seinen aktuellen APS-C-Sensor mit 24 Megapixel. Zudem sind jetzt - wie an der 80D bzw. EOS M5 - auch auf 80% der Fläche duale Pixel verbaut, was einen schnellen und idR pumpfreien Livebild- und Video-Autofokus ermöglicht.

 

Ein Blick ins 77D-Menü zeigt aktuelle Canon-Neuerungen wie einen internen Intervall- bzw. auch Langzeitbelichtungs-Timer sowie eine Anti-Flacker-Funktion, die vor allem bei Indoor-Aufnahmen unter Kunstlicht Helligkeitsschwankungen bei Bilderserien reduzieren kann (bei Lichtquellen mit 100/120Hz). Weiter hinten findet sich auch an der 77D das neuere MyMenü, das mehrere Karteireiter unterstützt.

 

Ein Blick auf die Kameraoberseite zeigt ein nobles LC-Display, speedlite-kompatiblen Blitzschuh sowie das Programmwahlrad. Letzteres ist pingesichert, wobei - wie bei Canon üblich - bei jedem Programmwechsel der pin heruntergedrückt werden will. Eine Option auf Verzicht der Sicherung - wie etwa bei Panasonic oder Olympus - besteht nicht.

 

Die Draufsicht im Vergleich rechts zur EOS 80D. Letztere bietet am Programmwahlrad noch Customprogramme und ein etwas größeres LC-Display. Zudem besteht an der 80D hier Zugriff über eine Extra-Tasten auf die Drive-Modi bzw. die Belichtungsmessmethode.

 

Die Anschlusssektion der 77D bietet einen Fernauslöser-Klinkeneingang (2,5mm), Mikrofoneingang (3,5mm Stereoklinke), sowie HDMI-Out sowie USB 2.0. Das NFC-Zeichen deutet auf die interne Wifi-Funktion hin, die ein Pairing mit dazu fähigen Android-Smartgeräten automatisiert, indem sie an die Fläche mit dem Zeichen gehalten werden.

 

Linksseitig findet sich ein SD-Kartenfach. Die Fachklappe ist ungefedert und wirkt daher wenig entgegenkommend. Die 77D speichert mit bis zu 64MB/Sek. (Test mit einer SanDisk Extrem mit nom. 95MB/Sek. Schreibrate) und schafft dann bis zu 22 unverzögerte RAW in Folge bzw. unbegrenzt viele JPEG mit einer von uns ermittelten Geschwindigkeit von 5,8 B/Sek. Mit einer 80D haben wir 6,5 B/Sek. und 20 unverzögerte RAW gemessen. Insoweit liegen beide Modelle recht nah beieinander. An der 80D ist die Speicherkartenklappe allerdings gefedert.

 

Die Unterseite zeigt ein in der Drehachse mittig eingelassenes Anschlussgewinde (1/4'') sowie das Akkufach. Der LP-E17 ist auch zur EOS 750D/760D oder 800D kompatibel.

 

Ein neuer - optional abschaltbarer - Assistent veranschaulicht Einsteigern die hinter den Programmen stehende Aufnahmelogik.

 

Im Videomodus steht ein neuer Videostabilisator "Movie Digital-IS" bereit, der nicht auf einem internen IBIS (in Body Image Stabilisator) sondern auf einer internen Software-Lösung basiert. Dabei wird das Videobild unter Bildwinkelverlust größer gezogen und so - durch Wackler ansonsten entstehende - dunkle Ränder vermieden.

 

Der Videostabilisator kann in zwei Stufen aktiviert werden. Deaktiviert wird der normale Bildwinkel (im 16:9-Format) genutzt, während in Stellung "Aktivieren" das Motiv etwas näher herangeholt wird. Die Option "Erweitert" zieht das Bild deutlich größer, so dass regelmäßig der Weitwinkel verloren geht. Zur Effektivität des Videostabilisator siehe unser Demo-Video unten!

 

Ein neuer Karteireiter in hellblauer Farbe ist für die Menüdarstellung und Hilfefunktionen zuständig. Ambitionierte Anwender werden hier alle Optionen abschalten bzw. auf Standard belassen.

 

Der 77D-Sucher ist mit einem leichten Crop versehen (zeigt nur ca. 95% des aufgenommenen Bildes) und deutlich kleiner als z.B. in der zweistelligen Klasse. Rechts dazu im Vergleich der 80D-Sucher. Tatsächlich haben wir an der 77D - wie generell bei Canons drei- und vierstelligen DSLR-Klasse - das Gefühl, in einen einengenden Schacht zu blicken. Via Mini-Icon ist auch eine einachsige Wasserwaage einblendbar.

 

Bildqualität


 

Die Auflösung liegt an der EOS 77D auf einem erwarteten Niveau und erreicht in unserem Test mit dem Canon 24mm/1,4L II USM bis zu 2.664 Linien in der Bildhöhe bei f8. An einer 80D haben wir 2.856 Linien ermittelt. In der Praxis ist der Unterschied aber nicht sichtbar und irrelevant!

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Das ISO-Tableau der 77D im JPEG-Format. Unter optimalen Bedingungen kann man durchaus noch ISO 6.400 anwenden, während ab 12.800 der interne Weichzeichner zunehmend zuschlägt und auch Farben stärker verblassen.

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Im RAW-Format ist noch gute Feinzeichnung bis ISO 12.800 erkennbar, wenngleich es hier deutlich körniger in den hohen ISO-Werten zugeht. ISO 51.200 kann als reine Marketing-Strategie verstanden werden.

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Im Direktvergleich zur 80D (rechts) zeigen sich keine relevanten Unterschiede. Und wir sehen daher auch keinen Grund, an der 77D ISO 51.200 einzuführen.

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Die RAW-Dynamik hat Canon - für sein sonstiges Niveau - auch an der 77D deutlich verbessert. Den Optimierungsschritt ist Canon bereits an der 80D bzw. 5D IV gegangen. Vor allem bei Tiefenaufhellungen ergeben sich so echte Vorteile z.B. gegenüber einer EOS 760D.

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Im Vergleich zeigt sich die 77D bei starken Tiefenaufhellungen im RAW-Format gegenüber der 760D (bzw. kleineren Dreistelligen oder Vierstelligen) klar im Vorteil und ähnelt dem Niveau einer Lumix GH5. Die Sony A6300 führt hier aber bei der Rauscharmut!

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Demo-Video Videostabilisator


 

 

Fazit


Zwiegespalten: Es gibt einige Kriterien, wo die 77D wirklich spannend ist. Sie ist deutlich leichter als die 80D und bringt gegenüber einer allerdings auch günstigeren EOS 760D noch ein paar Extras wie die bessere RAW-Dynamik oder den Videostabilisator. Gegenüber der 80D ist die 77D aber in vielen Details abgespeckt und nicht ganz so solide ausgeführt. Spontan würde ich persönlich den Aufpreis zur 80D zahlen. Wer lieber spart und einen etwas schlankeren Body bevorzugt, der wird auch an der 77D seine Freude haben.

Canon packt viele aktuelle Entwicklungen in einen schlanken Body und strickt daraus die EOS 77D. Mit der Eingruppierung in die zweistellige Klasse signalisiert der Hersteller, dass hier schon ein ambitioniertes Publikum angesprochen werden soll. Dazu passend findet sich auch ein edles LC-Display auf der Oberseite, zudem ein gefälliges Daumenrad. Einen Joystick behält sich Canon allerdings der einstelligen Klasse weiterhin vor. Mit dreh- und schwenkbarem Touch-Display und genügend Direktzugriffstasten aber auch Goodies wie Locktasten bzw. -schalter  sowie internem Blitz incl. Drahtlosfähigkeiten aber auch durch interne Wifi-Funktion mit Smartgerätesteuerung (incl. Videomodus!) bietet die 77D sehr viele Ausstattungsmerkmale, die das Anwenderherz begehrt. Dazu wird sie mit 45 AF-Felder mit guter Randabdeckung und dem sicherlich mit branchenführenden Livebild- und Video-Autofokus mit Dual Pixel garniert.

Und dennoch spüren wir beim Body einen merklichen Unterschied zur EOS 80D. Letztere wirkt deutlich solider. Das wird nicht nur am höheren Gewicht sondern auch bei der Bedienung deutlich. Das Hauptwahlrad der 80D schnurrt leiser, der Auslöser klingt satter. Und beim Sucherblick schauen wir an der 77D - im Gegensatz zur 80D - schon in einen Tunnel wie bei der drei- bzw. vierstelligen Klasse. Die 77D bietet auch so gut wie keine Customfunktionen. So fehlen die C-Programme am Programmwahlrad und ein Direktzugriff über den Schnelleinstellbildschirm auf die Custom-Steuerung ist auch nicht vorhanden. Im Menü sind nur ganz wenige Tasten mit einer schmalen Bandbreite individualisierbar. Generell sind auch kaum Individualfunktionen vorhanden. Dynamisches Auto-ISO oder eine bis zu 7stufige Reihenbelichtung - wie an der 80D - fehlen der 77D. Die kürzeste Verschlusszeit liegt an der 77D bei für die drei- und vierstellige Klasse typischen 1/4000s, während die 80D 1/8000s offeriert.

Auf der Habenseite verbucht die 77D aber den optionalen Videostabilisator, der uns bei einem kurzen Test jedoch nicht vollständig zu überzeugen wusste und sogar im erweiterten Modus noch zu stark ruckelt. Bluetooth ist ein weiteres Goodie, das man an der 80D nicht findet. Zudem ist die 77D günstiger und leichter. Also durchaus ein Kauftipp und mit 78% erreicht sie eine beachtliche Wertung, die allerdings bei einem schon ambitionierten Preis um 800 Euro auch erwartet werden darf! 

 

 

  • kompakter Body, der für DSLR-Verhältnisse relativ schlank und leicht daher kommt
  • hervorragender Livebild- und Video-AF mit Dual Pixel!
  • guter Direktzugriff mit vielen Direktzugriffstasten
  • separates Speicherkartenfach (keine Dopplung mit Akku-Fach)
  • angenehmes Daumenrad, das man ansonsten unterhalb der zweistelligen Klasse bei Canon nicht findet!
  • intuitives Kameradesign mit übersichtlichem Menü, optional auch mit Einsteigerhilfen
  • nobles LC-Display auf der Kameraoberseite
  • gute Anschluss-Sektion mit externem Mikrofoneingang
  • gute Serienbildleistung mit noch akzeptabel großem Puffer
  • interne Wifi-Funktion mit der App Canon Camera Connect incl. Unterstützung des Videomodus (mit Livebild)
  • interner Timer auch für Langzeitbelichtungen
  • erweitertes MyMenü
  • gute RAW-Dynamik
  • optionaler Videostabilisator
  • gute Datenbasis mit 24 Megapixel im APS-C-Format
  • sehr gute Objektivauswahl im Canon-System (EF- und EF-S ansetzbar)
  • etwas dünnwandiger Body, was man beim Auslösen bzw. Dreh am Einstellrad (beim Auslöser) zumindest gegenüber den anderen zwei- und einstelligen Canon-Modellen spüren kann
  • ungefedertes Speicherkartenfach
  • gegenüber einer 80D in vielen Details abgespeckt (z.B. kein dynamisches Auto-ISO, geringe Belichtungsstufenkorrektur, nur 1/4000 statt 1/8000s als kürzeste Verschlusszeit)
  • kein internes GPS
  • Videostabilisator könnte effektiver Verwackler ausgleichen
  • relativ kleiner Sucher
  • nur einachsige Wasserwaage

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Mehr zur Makrofotografie finden Sie in der neuen Fotozeitschrift Traumflieger MAKROWELT (hier Ausgabe Nr. 2)!

 

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technische Daten


 

Technische Daten Canon EOS 77D
UVP 899 EUR, kaufen hier bei Amazon
Markteinführung April 2017
Sensor 24 Megapixel, APS-C CMOS (22,3 x 14,9mm), 3,7µm-Pixel (Pitch), Dual Pixel CMOS-AF
Bildformate
  • bis 6.000 x 4.000 (RAW bzw. Jpeg L)
  • RAW, JPEG, RAW+JPEG parallel vorhanden
Autofokus Dual Pixel CMOS AF. 45 AF-Felder (Kreuzsensoren bis f5,6),  27 AF-Felder bis f8 mit 9 Kreuszsensoren, -3 - 18EV, Gesichtserkenneung
ISO-Bereich 100 - 25.600, erweiterbar bis 51.200, Auto-ISO 100 - 25.600, Drittelstufen, Video 100 bis 12.800, Auto-ISO 100 - 6.400
Belichtung 30s - 1/4.000s, Bulb., Korrektur +-3EV, in 1/3 oder 1/2 Schritten, AEB 3 Aufnahmen maximale Spreizung bis 2EV, Belichtungsmessung: Mehrfach, Selektiv, Mittenbetont, Spot
Weißabgleich AWB (zwei Optionen), Sonne, Wolken, Schatten, Kunstlicht, Blitz, Benutzerdefiniert, Kelvin
Serienbilder bis 6 B/Sek. bei voller AF- und Belichtungsunterstützung, im Servobetrieb kann die Geschwindigkeit jedoch geirnger sein.  bis 27 unverzögerte RAW (lt. unserer Messung 5,8 B/Sek bis 22 RAW in Folge)
Monitor 3'' mit 1,04MP, dreh- und schwenkbar, touchfähig
Sucher optisch, 0,51x (KB), 95% Abdeckung
Blitz eingebaut (LZ12), bis Brennweite 17mm (27mm KB),  Blitzsynchronzeit bis 1/200s.
Video
  • 1.920 x 1.080 60p / 50p / 30p / 25p / 24p
  • 1.280 x 720 60p, 50p
  • 640 x 480 (30p, 25p)
  • MP4 H264

    eingebautes Stereo-Mikrofon
Wifi integriert, IEEE802.11b/g/n mit 2,4GHz, NFC, Bluetooth 4.1 Low Energy Technologie, Smartphone, FTP, EOS Utlity, Web-Upload, kabelloser Druck
GPS nicht vorhanden
Speicherkarten 1 x SD UHS I
Extras integrierte, einachsige Wasserwaage
Buchsen Mini-HDMI-Out (Typ D), Mini-USB 2.0 , externer Mikrofon-Anschluss 3,5mm (stereo), Fernauslöser-Anschluss 2,5mm Klinke
Akku LP-E17 für ca. 600 Aufnahmen im Sucherbetrieb, 270 in Liveview
Gehäuse 131 x 99,9 x 76,2mm
Gewicht 540gr (nur Gehäuse)
Anleitung derzeit noch nicht dokumentiert (prüfen)
Firmware derzeit noch nicht dokumentiert (prüfen)
Objektive Canon EF- und EF-S-Wechselobjektive, auch von Sigma, Tamron, Tokina, Samyang etc. verwendbar (siehe Objektivtest für APS-C)

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Rangliste


 

 

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Dieser Report wurde am Mittwoch, 07. Juni 2017 erstellt und zuletzt am Freitag, 16. Juni 2017 bearbeitet.

Leserkommentare:


Autor: Uwe Heers 08.07.2017 - 13:47:19
Bewertung des Reports: 5 von 5 Sternen!
Habe heute eine schlechte Nachricht vom Canon Support erhalten:
Sehr geehrter Herr Heers,vielen Dank für Ihre Anfrage zur EOS 77D, die Sie gern mit dem Batteriegriff BG-E18 verwenden möchten.
Laut den uns vorliegenden Informationen aus den technischen Daten der Kamera ist diese nicht für die Verwendung mit einem Batteriegriff vorgesehen. Der Batteriegriff BG-E18 kann daher nicht an der EOS 77D verwendet werden."

Ich habe mir den Akkuschact mal angeschaut: die Zusatzkontakte zur Übermittlung der Steuerung aus den üblichen Handgriffen fehlen tatsächlich. Dies ohne jeden Hinweis in den verschiedenen Produktvorstellungen, das ab 77/800D Handgriffe nicht mehr verwendet werden können. Bin ich der einzige, der das schofelig findet?

1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich. Entscheiden Sie selbst:

Autor: Jank 07.07.2017 - 11:03:28
Bewertung des Reports: 5 von 5 Sternen!
Ein sehr guter und ausführlicher Test - wie gewohnt:-)
In Hinblick auf eine anstehende Kaufentscheidung (EOS 80 oder EOS 77D) würde mich noch eine Aussage bzw. Einschätzung hinsichtlich der unterschiedlichen Prozessoren (DIGIC 7 versus DIGIC 6) interessieren - inwieweit ist dieser Unterschied von Relevanz?

Beste Grüße

0 von 0 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich. Entscheiden Sie selbst:

Autor: Johannes E. 25.06.2017 - 15:52:29
Bewertung des Reports: 4 von 5 Sternen!
Vielen Dank für den Test, der wie immer sehr solide und aussagekräftig ausfällt. Allerdings bin ich der Meinung, dass man die Markenstrategie des Herstellers deutlich kritischer beurteilen sollte. Die 77D als "neues" Modell (von Seiten des Herstellers) auszuweisen, ist fragwürdig. Es handelt sich hier, wie der Report auch belegt, um eine abgespeckte 80D. Hier verschleiert der Hersteller m.E. das Fehlen neuer technischer Entwicklungen. Es erscheint ein neues Modell, das aber nichts fundamental Neues zu bieten hat (was allerdings nicht bedeutet, dass das Altbekannte als schlecht zu beurteilen ist). Zu wünschen wäre, dass neue Modelle auch wirklich Neues und Innovatives bieten. Auch wenn ich selbst zufriedener Nutzer von Canonprodukten bin, sollte sich der Hersteller Canon an der Konkurrenz ein Beispiel nehmen. Ich warte gespannt auf die 6D, die "in den Startlöchern stehen" soll. Es bleibt zu hoffen, dass hier nicht wieder ein upgedateter Zwilling des alten Modells präsentiert wird, sondern neue Entwicklungen auf dem Kameramarkt auch bei Canonprodukten Einzug halten.

0 von 0 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich. Entscheiden Sie selbst:

Autor: Stefan G. 14.06.2017 - 07:53:52
@Kai Mauer: Stimmt, die 80D hat auch nur eine einachsige Wasserwaage. Danke für den Hinweis, wir haben den Report entsprechend geändert!
VG Stefan

3 von 3 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich. Entscheiden Sie selbst:

Autor: Kai Mauer 14.06.2017 - 07:49:02
Bewertung des Reports: 5 von 5 Sternen!
Guten Morgen,
der Report ist sehr gut, allerdings hat sich an einer Stelle ein Fehler eingeschlichen: Die 80D besitzt anders als hier genannt keine zweiachsige Wasserwaage. Im 80D-Test steht dann auch: "Eine simple Wasserwaage bzw. Gitterlinien lassen sich optional einblenden".
Oder anders gesagt: Als Besitzer einer 80D hätte ich auch gerne ein Exemplar mit zweiachsiger Wasserwaage...
Viele Grüße
Kai

4 von 5 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich. Entscheiden Sie selbst:

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