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Canon EOS 760D im großen Traumflieger-Test

Canon EOS 760D im großen Traumflieger-Test

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Wir testen im RAW-Format - erfahren Sie, warum wir dieses Gütesiegel verwenden!

Der Halbstarke:  die Canon EOS 760D im Traumflieger-Test

Nach zwei Jahren renoviert Canon seine dreistellige Klasse und liefert seit Mai 2015 die neue EOS 750D und 760D aus. Beide nutzen einen neuen 24 Megapixel-Bildsensor aber die 760D bietet in Sachen Ausstattung mehr. Wir haben die 760D getestet, gehen aber auch auf Unterschiede zur 750D und insbesondere zur derzeit ähnlich teuren EOS 70D ein.

Der Body - Autofokus und Geschwindigkeit - Bildqualität - Test Teil 2

Die EOS 760D ist Canons 12. Modell aus der dreistelligen Serie. Und die gibts bereits seit 12 Jahren. Im Schnitt bringt Canon also jedes Jahr eine Neue. Nur diesmal hat es länger gedauert - rund 2 Jahre. Dafür gibts wie schon mit der 700D / 100D gleich ein Doppelpack. Die 760D bietet im Vergleich zur rund 50 Euro günstigeren EOS 750D im Kern die gleiche Leistung, zusätzlich liefert sie aber ein Daumenrad, LC-Display auf der Kameraoberseite und eine Pin-Sicherungen am Programmwahlrad.

> ausführliches DEMO-VIDEO zur EOS 760D (52min)

Canon verspricht mit der EOS 760D ein ganz neues Niveau an fotografischen Möglichkeiten. Und stellt dabei auf den nominell von 18 auf 24 Megapixel aufgestockten Bildsensor, einen optimierten Autofokus sowie mehr Steuerungsmöglichkeiten ab*. Wir werden im Rahmen dieses Reports prüfen, wie stichhaltig diese Behauptungen sind. Werfen wir zunächst kurz einen Blick auf die dreistellige Klasse.

* lt. Canon Deutschland, Webseite zur EOS 760D (Stand August 2015)

Als seinerzeit die dreistellige Klasse mit der EOS 300D (Herbst 2003) eingeführt wurde, sollte vor allem ein kostengünstiges und leichteres Modell den Anwendern zur Verfügung gestellt werden. Als Werkstoff kam erstmals Kunststoff zum Einsatz, während der zweistelligen Klasse ein Magnesium-Body vorbehalten war. Canon ist der Linie seither weitgehend treu geblieben, mit der Ausnahme, dass ein Kunststoff-Gehäuse seit der EOS 60D auch bei den Zweistelligen anzutreffen ist. Letztere sind aber kräftiger gebaut, bieten mehr Funktionen, einen größeren Sucher und ein leistungsstärkeres Autofokussystem.

Mit der EOS 760D durchkreuzt Canon sein Konzept jedoch etwas. Zwar bleibt sie gegenüber einer EOS 70D noch immer knapp 200gr leichter und der Body ist schlanker aber funktional sind zahlreiche Vorteile der zweistelligen Klasse verbaut.

Dazu zählt ein Daumenrad, ein LC-Display auf der Kameraoberseite, eine Pinsicherung beim Programmwahlrad und beim AF-System sind jetzt - wie an der EOS 70D - alle AF-Felder als Kreuzsensoren ausgelegt. Sogar eine Feldgruppierungsmöglichkeit, interne Wifi-Funktion und eine Wasserwaage sind mit dabei.

Die Klassenunterschiede versucht Canon aber bei 760D durch einen kleineren Sucher, weniger Serienbildgeschwindigkeit und beispielsweie eine weniger potente automatische Reihenbelichtungsfunktion zu wahren. Die 760D bietet andererseits einen nominell höher auflösenden 24 Megapixel-Bildsensor und könnte die 70D diesbezüglich ausstechen. Doch dazu weiter unten mehr!

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Der Body


Die 760D bleibt dem dreistelligen Konzept mit einem relativ leichten Body und einem Gewicht von 565gr treu. Der 700D-Vorgänger bringt mit 580gr ähnliches auf die Waage, während eine 70D mit 755gr (incl. Speicherkarte und Akku) knapp 200gr mehr wiegt.

Auch in unseren größeren Händen liegt die EOS 760D bestens, denn sogar der kleine Finger findet am Griff noch Halt, was bei vielen spiegellosen Mittelklasse-Modellen wie etwa einer Sony A6000 oder auch der EOS M3 nicht mehr gegeben ist.

Die erwähnten Luxusmerkmale wie das LC-Display werten die EOS 760D optisch sichtbar auf. Der Informationsgewinn kann bei Stativeinsatz gegeben sein, wenn man von oben herab schauend dort Werte für Zeit, Blende, ISO oder auch die Restbildanzahl der Speicherkarte ablesen kann. Auch das neue, gerastete Daumenrad wirkt solide gefertigt, gibt ein gutes Feedback und hat eine 4-Wege-Wippe integriert. Mit ihm wird beispielsweise im Programm AV oder TV die mittlere Belichtungsstufe angepasst, während man bislang an der 700D bzw. Vorgängermodellen dafür noch die AV-Taste gedrückt halten musste.

Via Direkttasten sind alle wesentlichen Funktionen erreichbar. Praktischerweise ist die ISO-Taste nochmal besonders erhaben und mit einem Pin versehen. So eindeutig ist die Bedienung der ISO-Werte bislang bei kaum einer anderen Canon DSLR. Zugriffe auf den Weißabgleich, die AF-Felder bzw. Feldgruppierungen oder Drivebetriebsarten sind alle via Button möglich. Eine Custom-Steuerung wie in der zweistelligen Klasse, um einige Tasten mit neuen Funktionen zu belegen, ist allerdings nicht vorhanden. Die ist aber erst an einer EOS 7D II etwas aufgebohrt und bei Canon eh ziemlich abgespeckt. Da stört es auch an der 760D wenig, dass nur die Set-Taste mit einigen wenigen, teils redundanten Befehlen umbelegt werden kann. Die Bedienlogik und der intuitive Funktionszugriff lässt generell nur wenig Wünsche offen.


Touchscreen und Schwenkmonitor inklusive

Wer möchte, kann die 760D auch fast komplett via Touchscreen bedienen. Praktischerweise lässt sich der Monitor ausschwenken und so auch vor das Kamera nicht nur ein Livebild kontrollieren sondern per Fingertouch auch Parameter wie Zeit-, Blende oder ISO-Werte ändern. Wie bei Canon gewohnt ist der kapazitive Touchscreen auch an der 760D vorbildlich bedienbar. Ähnlich wie am Smartgerät werden auch ziehende oder spreizende Gesten interpretiert. Im Menü lassen sich so Karteireiter überspringen bzw. auch mit zwei Händen Einstellungen noch schneller als tastengesteuert ändern. Im Livebild bzw. Videobetrieb kann der AF auch per Fingertouch gezielt gesetzt werden, was per Cursor-Steuerung nicht immer ideal ist. Z.B. an der EOS 5DsR mit kontinuierlichem Video-AF aber ohne Touchscreen können so ungewollt Motivbereiche scharfgestellt werden, was an der 760D kein Problem darstellt.

Während der Touchscreen und Schwenkmonitor schon von der 650D und 700D bekannt ist und auch an einer EOS 70D zur Verfügung steht, so ist zumindest eine Lockfunktion in der dreistelligen Klasse neu. Wird der Lock-Schalter an der 760D aktiviert, so blockiert das Daumenrad oder optional via Customfunktion auch das Hauptwahlrad beim Auslöser. Gesichert ist auch das Programmwahlrad mit einem Pin, den man kontinuierlich herunterhalten muss, um das Programm zu ändern. Sicherlich kein schlechte Funktion, um versehentliche Einstelländerungen beim Transport zu vermeiden.


seitlicher Speicherkarten-Zugriff

Erfreulicherweise kann man auf das Speicherkartenfach seitlich zugreifen, was vor allem bei Stativmontage praktisch ist. Es gibt zahlreiche Kameras, bei denen sich Akku und Speicherkarte ein Fach an der Kameraunterseite teilen. Dazu zählen beispielsweise auch die EOS 100D, 1100D und 1200D. Ist dann noch eine Stativschnellwechselplatte montiert, wird es teils blockiert. Das ist an der 760D also kein Problem. Auch das Akku-Fach an der Kameraunterseite ist weit genug nach außen versetzt, so dass selbst größere 6cm-Schnellwechselplatten nicht blockieren.


Blick ins Menü

Das Menü ist wie gewohnt übersichtlich in Karteireiter aufgeteilt. Alle Haupteinträge sind ohne Scrollbedarf direkt einsehbar. Canon hat es schlicht vorbildlich gelöst und sogar farblich noch logisch abgesetzt. Uns ist kein anderer Hersteller bekannt, der es ähnlich übersichtlich hinbekommt. Angenehm auch, dass der jeweils zuletzt aufgerufene Befehl im jeweiligen Karteireiter vorbelegt bleibt (Sony fehlt z.B. noch die farbliche Unterteilung und Vorbelegung). Wäre das nicht schon klasse genug, so trumpft Canon auch an der 760D noch mit einem einzigartigen MyMenü als individuelle Favoritenliste auf. Im Gegensatz zur EOS M3 ist sie erfreulicherweise nicht verkürzt, sondern bietet alle Haupt- und zahlreiche Untermenüeinträge. Ganz oben stellen wir hier "Karte formatieren" ein, denn das ist ein Befehl, den jede Kamera als ersten Eintrag ganz vorn im Menü haben sollte. Doch kein Hersteller hat offenbar verstanden, dass dies schlicht der am häufigsten genutzte Menüfehl ist. Canon bietet immerhin den verkürzten Zugriff via MyMenü.

Q-Taste

Selbstredend ist auch via Q-Taste der Schnelleinstell-Bildschirm erreichbar, der sich wie gewohnt auch sehr flott per Fingertouch bedienen lässt. Ein Tipp auf einen Eintrag und schon lässt sich via Dreh am Daumen- oder Hauptwahlrad der Wert ändern. Oder man tippt den Eintrag einfach schnell doppelt nacheinander an und kann per Geste den Wert neu vorbelegen. Tippt man hier z.B. auf Bildqualität fällt auf, dass die 760D - typisch für die dreistellige Klasse - zwar auch zum RAW ein JPEG parallel aufnehmen kann, hier wird aber nur das große JPEG L angeboten, während man ab der zweistelligen Klasse noch weitere JPEG-Größen nutzen kann.

keine AF-Feinjustierung

Die Individualfunktionen sind mit 14 Haupteinträgen auch recht gut bestückt aber etwas abgespeckt. Zwar kann man eine Spiegelvorauslösung aktivieren aber die AEB-Reihe ist nicht individualisierbar. Vermissen werden einige Anwender auch die AF-Feinjustierung, die ab der EOS 70D auch in der zweistelligen Klasse wieder zu finden ist (60D nicht vorhanden).


Guter Gesamteindruck

Insgesamt macht der 760D-Body auf uns einen wertigen und positiven Gesamteindruck. Er ist schön griffig, wie von Canon gewohnt auch hervorragend verarbeitet und läßt insgesamt keine Wünsche offen. Auch die Fertigung aus Kunststoff sehen wir nicht als Nachteil an, denn wer einen Magnesium-Body nicht mit Samthandschuhen anfasst, der wird nach einiger Zeit blank gescheuerte und somit durchscheinende Kanten kassieren, was bei Kunststoff kein Problem darstellt. Beim Auslösen klingt die 760D allerdings etwas schnappend. Hier hätte ein satterer Sound den Qualitätseindruck nochmals steigern können.

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Autofokus und Geschwindigkeit


Schaut man durch den Sucher der 760D, dann zeigen sich die 19 AF-Felder mit einer noch aktzeptablen Feldabdeckung. Vielfach werden Anwender per Standard das mittlere AF-Feld nutzen. Neu ist aber die Möglichkeit, auch AF-Felder wie an der EOS 70D zu gruppieren. Das macht erst Sinn durch eine gewisse Anzahl, so dass Canon bei den bisherigen Dreistelligen darauf verzichtet hat. 

An der 760D können so 9 AF-Felder im Zentrum oder auch - mit reduzierter Zahl - in Randbereichen genutzt werden. Dabei detektiert die Kamera mit einigen diesem Feldbereich zugeordneten AF-Einzelfeldern automatisch die besten Motivkontraste, ohne dabei auf alle AF-Felder zurückzugreifen. Die Chance steigt somit, dass der Fokus erfolgreich greift, wenn auch nicht immer exakt auf dem Punkt. Eine automatische Feldwahl über den gesamten Bereich ist hingegen auch an Vorgängermodellen möglich aber mit dem Risiko verbunden, dass bei tiefengestaffelten Motiven eine ungewollte Schärfeebene eingestellt wird.

So schnell ist der AF

Die Fokussiergeschwindigkeit hängt stark vom jeweils eingesetzten Objektiv und Brennweitenbereich ab. Generell fokussiert die 760D aber sehr zügig. Mit dem Setobjektiv EF-S 18-55mm IS STM haben wir bei 55mm Zeiten von 0,28Sek. von Unendlich in den Nahbereich bei guten Lichtverhältnissen gemessen*, bis das Foto vom Bildsensor incl. Scharfstellvorgang erfasst und gespeichert ist. Die EOS 700D oder eine Sony A6000 (mit 16-50mm bei 50mm) liegt in ähnlichen Zeitbereichen aber die EOS 70D braucht dafür mit 0,12s nur knapp die halbe Zeit. Eine Lumix FZ1000 schafft den Scharfstellvorgang incl. Bilderfassung sogar in nur 0,09 Sek.

*Messung im OneShot-Betrieb mit dem zentralen AF-Feld von Unendlich auf ca. 1m.

Ein weiterer Test mit dem Canon EF-S 18-135mm IS STM bei 135mm bringt hingegen stets dieselbe Fokussierzeit mit 0,49 Sek. Hier entscheidet weniger die AF-Messgeschwindigkeit der Kamera als vielmehr die Motorgeschwindigkeit des Objektivs. So haben wir auch mit einem Tamron 16-300mm in der Endbrennweite sowohl an der 760D, 700D, 70D oder auch 1200D bzw. 100D mit stets um 0,8 Sek. einen jeweils sehr ähnlichen Wert ermittelt.

In Lowlight in der Abenddämmerung trifft der Autofokus an der 760D meist zielsicher und ohne lange zu pumpen sein Ziel. Das schafft allerdings auch schon die EOS 700D oder auch die 70D, die ebenfalls relativ geringe Helligkeiten bis -0,5EV detektieren.

AF-Problem mit lichtstarken Objektiven

Die EOS 70D ist etwas unrühmlich ins Gespräch gekommen als User feststellten, dass es mit sehr lichtstarken Objektiven Probleme mit dem sucherbasierten Autofokus gibt. Betroffen ist davon offenbar der zentrale Einzelfeld-AF. Auch bei unseren Tests konnten wir das Phänomen mit dem Canon 24mm/1,4L II USM regelmässig reproduzieren und haben es hier im Video dokumentiert.

An der EOS 760D tritt allerdings exakt das gleiche AF-Problem mit dem Canon 24mm/1,4 auf. Jedoch nicht nur mit dem zentralen AF-Feld sondern auch mit seitlichen Feldern und sogar bei der automatischen Messfeldwahl oder Feldgruppierungen. Wie an der EOS 70D hilft auch an der 760D ein Wechsel in den Live-AF, der keine Schwierigkeiten hat, exakt scharfzustellen.

Wir machen daraufhin weitere Tests mit der EOS 700D, 7D Mark 2 und der EOS 5DsR und ernten die gleichen Probleme. Vor allem auf mittlere und größere Distanzen fokussiert unser 24mm/1,4L II USM regelmäßig nicht korrekt. Wir werden das Phänomen weiter beobachten und ggf. zu einem späteren Zeitpunkt hierzu noch konkret Stellung nehmen. Generell ist der phasenbasierte AF bis f2,8 ausgelegt und misst mit dem zentralen AF-Feld mit besonderer Genauigkeit. Wird jetzt ein f1,4-Objektiv angesetzt, liefert es eine noch größere, auslebare Strecke, die den AF offenbar überfordert. Dies konnten wir jedoch nicht an allen lichtstarken Objektiven eindeutig so nachvollziehen. Ein Canon 50mm/1,4 oder 50mm/1,2 stellt bei unserem Test mit der 760D zwar gegelegentlich auch einmal nicht exakt scharf, macht aber keine dauerhaften Unschärfeaussreisser.

Neuer CMOS AF III

Wenngleich schon die 700D bzw. 650D über einen kontinuierlichen Autofokus im Livebild und Videobetrieb verfügt, so soll er jetzt in 3. Generation an der 760D nochmals optimiert worden sein. Dabei handelt es sich um vereinzelte Pixel, die auf dem Bildsensor verteilt sind, mit denen eine Phasenmessung durchgeführt wird. Das Finetuning besorgt dann ein Kontrast-AF. Im Vergleich zur 700D (Hybrid CMOS AF I)  fallen uns an der 760D im Fotolivebild keine Pumpeffekte mehr auf, sondern der AF fokussiert deutlich zielstrebiger. Die Zeiten liegen etwa um 30% unterhalb denen der 700D. Im Videobetrieb sieht es ähnlich aus. Hier ist der kontinuierliche AF zwar generell verlangsamt (auf etwa 50%) aber der prozentuale Zeitvorteil bleibt zur 700D erhalten.

Eine EOS 70D greift hingegen auf einer Fläche von 80% auf duale Pixel zurück und stellt damit - zusammen mit der diesbezüglich nochmals modernisierten EOS 7D II - eine wesentlich größere Detektionsbasis als beim Hybrid CMOS AF bereit. Wir haben seinerzeit den Livebild- und Video-AF mit dem Hybrid CMOS AF (bis zur Vers. II in der 100D) verglichen und konnten hier Vorteile für den Dual Pixel CMOS AF erkennen. Es ist anzunehmen, dass der Dual Pixel CMOS AF auch weiterhin die Nase vor dem Hybrid CMOS III haben dürfte, wenngleich es hierzu noch aussagefähiger Tests bedarf, die wir gelegentlich nachholen wollen.

Insbesondere an der EOS 7D Mark 2 kann als derzeit einziger Canon DSLR die Geschwindigkeit des AF im Video eingestellt werden, um bedarfsweise cineastisch-weiche Fokusverlagerungen zu realisieren. Ähnliches ist auch an der Samsung NX1 nach Firmwareupgrade möglich.

Serienbilder

Canon gibt in den technischen Daten zum Serienbildmodus der EOS 760D eine Geschwindigkeit von 5 Bildern/Sek. für 8 unverzögerte RAWs an. Beim Blick in den Sucher werden allerdings nur 7 RAWs angezeigt. Und diese 7 RAWs konnten wir mit einer Geschwindigkeit von 4,6 B/Sek. nachvollziehen. Danach fällt sie auf rund 1,5 Bilder/Sek. zurück. Sehr ähnlich sieht es an der EOS 700D aus.

Die 70D bringt hingegen mit 15 unverzögerten RAWs mit rund 7 B/Sek. deutlich mehr Performance. Interessant ist die Geschwindigkeit nicht nur bei schnellen Bewegtmotiven sondern auch, wenn man automatische Reihenbelichtungen (AEB) z.B. für spätere HDR-Verrechnungen frei aus der Hand durchführen will. Auch bei Panoramen vom Stativ aus mit der Reihenbelichtungsfunktion wird man an der 760D ab dem 3. Abschnitt etwas ausgebremst und muss mit einer kleinen, speicherzeitbedingten Verzögerung rechnen.

Wie alle neueren Canon DSLR unterstützt auch die EOS 760D bei der SD-Karte den Ultra High Speed in erster Generation (UHS-I). Damit kann sie bis zu 50 MB/Sek. speichern. Die 7 unverzögerten RAWs speichert sie bei unserem Test an einer schnellen Sandisk in rund 4,3 Sek. mit 49 MB/Sek. Schnellere Karten lohnen daher nicht. Den UHS II-Standard unterstützen hingegen erst sehr wenige Systemkameras wie eine Samsung NX1 oder Fujifilm X-T1. Aber auch hier darf man keine Wunder erwarten. Höhere Speicher-Geschwindigkeiten als 80 MB/Sek. konnten wir hier nicht ermitteln, während die CF-Karten - etwa bei einer EOS 7D Mark 2 mit UDMA 7-Unterstützung - bereits Speichergeschwindigkeiten von rund 145 MB/Sek. ermöglichen (mit einer Sandisk Pro 32GB 160 MB/Sek).

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Bildqualität


Parallel zur spiegellosen EOS M3 macht Canon auch an der 760D und 750D den Sprung beim Bildsensor von 18 auf 24 Megapixel. Sony und Nikon bieten diese Auflösung auf ihren APS-C-Sensoren hingegen schon etwas länger an.

Mit der nominellen Auflösungssteigerung werden die Fotodioden allerdings von 4,3 auf 3,7µm (Pixel-Pitch) verkleinert. Generell steigert die verkleinerte, lichtempfindliche Fläche daher das ISO-Rauschen.

Die Auflösung ist jedoch real verbessert und bringt an der 760D im RAW-Format* bis zu 3.288 Linien, während die 700D mit dem 18 Megapixel-Sensor immerhin auch bis zu 2.965 Linien in der Bildhöhe abbildet aber damit gegenüber der 760D um rund 10% weniger hoch auflöst. Die Pixel-Effektivität ist allerdings gegenüber der nominellen Pixelsteigerung an der 760D von 86 auf 82% gesunken.

Der ISO-Rauschlevel ist hingegen erwartungsgemäß auch eine Idee stärker ausgeprägt als an der 700D und im Bereich von ISO 100 - 3.200 um rund 7% gestiegen. Visuell auffälliger wird der Unterschied allerdings in den noch höheren ISO-Regionen beispielsweise bei 12.800. Hier sieht die 700D schon erkennbar weniger verrauscht aus, wenngleich man diese Wertbereiche generell eher weniger nutzt, da sie grundsätzlich in einer kaum verwertbaren Qualität daherkommen.

Gegenüber einer EOS 70D mit 20 Megapixel-Bildsensor kann die 760D auch mit einer höheren Auflösung punkten, das ISO-Rauschniveau fällt an der 70D auch gegenüber einer 700D jedoch nochmals geringer aus. Unterm Strich ist an der 760D also mit sehr guten Objektiven und bei Tageslichtverhältnissen ein echter Vorteil realisierbar, während man bei weniger Umgebungslicht den Vorteil durch eine etwas angehobene Körnung im Bild wieder verliert.

Beim Aufhellen von Tiefen im RAW-Format schneidet die 760D hingegen eine kleine Idee besser ab, wenngleich der Vorteil gegenüber einer 700D bzw. 70D nur marginal ausfällt und in der Praxis kaum relevant scheint. Eine Sony A6000 ist hier allerdings in niedrigen ISO-Werten erheblich rauschärmer aufzuhellen. Ähnliches gilt auch für Systemkameras von Olympus oder Panasonic, die zwar einen 2x-Crop und damit etwas kleineren Sensor nutzen aber offenbar die diesbezüglich sehr gute Sony-Technologie einsetzen.

Wir testen im RAW-Format - erfahren Sie, warum wir dieses Gütesiegel verwenden!

*Traumflieger.de untersucht und bewertet die Kameras im RAW-Format, da es gegenüber den sonst vielfach im Web verbreiteten und durchgehend in praktisch allen Fotofachzeitschriften leider üblichen JPEG-Tests eine höhere Auflösung bietet und das echte Potenzial der Kamera widerspiegelt. Auch Aufhellungen sind im RAW-Format erheblich besser durchführbar, da Farben und die Durchzeichnung dunkler Bildbereiche idR viel besser erhalten bleiben.  Wir nutzen für den RAW-Test Adobe Lightroom mit Standardeinstellungen. Adobe ist mit Lightroom  (bzw. Photoshop im RAW-Dialog) mit Abstand weltweiter Branchenführer, weil sich die beste RAW-Bildqualität realisieren lässt. Deutlich besser als z.B. mit dem Canon RAW-Konverter Digital Photo Professional, der auch im Lieferumfang der EOS 760D kostenlos beiliegt. DPP nutzt offenbar nur eine 12-Bit-Datenbasis und arbeitet insbesondere bei Tiefenaufhellungen oder im Highlight-Recovering erheblich weniger effektiv. Mehr erfahren Sie hier!

 

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> Test Teil 2
(Videomodus / Wifi / Fazit / Rangliste)

 

 

 


Dieser Report wurde am Sonntag, 16. August 2015 erstellt und zuletzt am Donnerstag, 27. August 2015 bearbeitet.


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