Das Zeiss Makro Planar T* 50mm f/2 ZE unterscheidet es sich
im Grunde zum
Zeiss Makro
Planar T* 100mm f/2 ZE nur in der Brennweite und Gewicht.
Auch bei beim
50mm-Makro hat Zeiss eine beachtliche Lichtstärke von f2 realisiert alle anderen
Eigenschaften und Fähigkeiten vererbt. Nicht einmal die Abbilddungsleistung
unterscheidet sich in der Endsumme.
Beim 50'er Zeiss Makro
gibt es im Gegensatz zum 100'er einen leichten Nachteil am Rand im
Offenblendbereich, den gleicht es aber sodann bei Blende f:4 und
f:5,6 mit ca. 2.500 Linien aus. Spitzenwerte. Ebenso wie beim großen
Bruder gibt es erst bei Blende 16 leichte physikalisch bedingte
Beugungsunschärfen.
Auch hier am 50'er
Makro gibt es bei
Offenblende f:2 nur etwas mehr als eine Blendenstufe Randabschattung,
die sich schon bei f:2,8 unter einer halben Blendenstufe befindet
und mit f:4 keine praktische Relevanz mehr hat. Die chromatische
Aberration sind im Briefmarkenmotiv mit drei Pixel noch gering
ausgeprägt schlagen aber im Insektenmotiv bzw. dem Ziffernblatt
teilweise stärker zu.
Ebenfalls wie beim
großen Bruder ermöglicht das Zeiss-Makro nur einen Abbildungsmaßstab von 1:2.
Der Anwender muss für kleinere Makromotive auf ergänzende Hilfen wie
z.B.
Zwischenringe ausweichen, da das Zeiss von Haus aus am
Vollformatsensor nur Motive ab 7,2cm und grösser formatfüllend
ausbelichten kann.
Die übliche hochwertig
verarbeitete, metallene Streulichtblende und das Prüfprotokoll sind
Bestandteile der Lieferung.
Für Tiere mit
Fluchtreflex kann das Schwesterobjektiv
Zeiss Makro
Planar T* 100mm f/2 ZE aufgrund grösserer Motivdistanz
empfehlenswerter sein. Für weniger scheue Motive hat die
50mm Brennweite den nötigen breiten Winkel, um auch die Umgebung mit
in die Komposition einfließen zu lassen. Die hohe Lichtstärke ist in
jedem Fall ein Vorteil, auch wenn sie zu Lasten des
Abbildungsmasstabes geht. Der Autofokusbetrieb fehlt zudem, was aber
im Makrobereich regelmässig verschmerzlich ist. Ausserdem wird eine
elektronische Verbindung zur Kamera hergestellt, die auch die
akustische Scharfstellbestätigung ermöglicht. Haptisch überzeugt das
50'er Makro nicht nur aufgrund der hohen Fertigungsqualität sondern
auch durch einen langen Fokussierweg, der manuelle Einstellungen
erleichtert.
U Kebekus: Ich kann das Fazit dieses Testes nur unterschreiben. Das Zeiss Macroplanar ist das hochwertige 50mm Objektiv, auf das ich seit FD-Zeiten gewartet habe. Es macht mir mehr Freude als das EF 50mm 1,8 I und das EF 50mm 1,4, die nicht schärfer sind, als es auch schon das FD 50mm 1,4 schon war. Das Zeiss-Obkejktiv ist auch als Portraitobjektiv z.B. für Kinder gut geeignet, da es auch in der Nahdistanz scharf bleibt und wenig verzeichnet. Die Haptik ist zwar in der Summe beeindruckend, jedoch hat das Objektiv am Bajonett mehr Spiel, als es haben sollte. Dieser Effekt ließ sich bei allen Zeiss Objektiven an meiner 5d II reproduzieren, was dafür spricht, daß Cosima hier nicht optimal konstruiert hat. Egal, den Gesamteindruck trübt das nicht wirklich.
LG Ulrich Kebekus (22.01.2012, 13:21 Uhr)
Nicht jedes für Canon ausgewiesene
EF-Objektiv ist mit allen Canon DSLR kompatibel:
Canons EF-S-Objektive (das "S" steht für Short-Back) sind mit allen
Canon EOS-Kameras kompatibel allerdings mit Ausnahme der EOS 5D
(Mark I und II) und der 1D-Modelle. An letztgenannten Modellen können
diese EF-S-Objektive nicht angesetzt werden !
Sigmas Objektive für Canon EOS, die in der
Bezeichnung ein DC ausweisen lassen sich zwar an allen Canon
EOS-Kameras ansetzen, sie erzeugen jedoch idR Weitwinkel-Vignettierungen
an der EOS 5D und 1D-Modellen !
Tamron-Objektive für Canon EOS mit der
Bezeichnung Di II sind an allen Canon EOS-Kameras verwendbar,
erzeugen jedoch idR Weitwinkel-Vignettierungen an der 5D und 1D-Modellen.
Tokina-Objektive für Canon EOS mit der
Bezeichnung DX sind ebenfalls nicht mit EOS 5D und 1D-Modellen
kompatibel (idR Weitwinkel-Vignettierungen).