Tamron bietet mit dem seit Ende
2010 erhältlichen 70-300'er ein gut ausgestattetes Telezoom incl.
Bildstabilisator, das sich aufgrund der überraschend hohen
Auflösungsleistung auch für anspruchsvolle Fotografen anbietet.
Auflösung
Die Auflösung liegt - gemessen am
Preisniveau - auf einem sehr hohen Level und erreicht mit
durchschnittlich 1.993 Linien gut durchzeichnete Motive in fast
allen Brennweitenbereichen. In der Praxis sind auch keine
gravierenden Einbrüche im Randbereich des Vollformats auszumachen.
Mit einer gewissen Schärfeeinbusse bei der wichtigen Offenblende und
300mm ist man zwar noch konfrontiert, doch sie fällt deutlich
geringer als bei vergleichbaren Telezooms in der Preisklasse aus.
Erwartungsgemäss erreicht ein Canon 70-300mm L hier höhere Werte,
spielt preislich jedoch in einer anderen Liga. Mit dem Canon
70-300/4-5,6 IS USM oder der DO-Variante hält das Tamron locker mit
und übertrifft die beiden Zooms in Sachen Auflösung sogar
signifikant.
sonstige Leistung
Die chromatischen
Abberationen sind je nach Brennweite unterschiedlich breit im
Randbereich verteilt. Bei 70mm konnten wir 5 Pixel Breite und bei
300mm nurnoch 3 Pixel breite Farbsäume ausmachen. In der Praxis noch
für die Startbrennweite etwas stark, für die Endbrennweite jedoch
sehr aktzeptabel ausgeprägt.
Die Offenblend-Vignettierung liegt
zwischen 1 und 1,7 Blendenstufen je nach Brennweitenbereich (1,5 bei
300mm). Auch die
kissenförmige Verzeichnung ist erkennbar aber nicht allzu prägnant.
Beim
Autofokustest kann
das Tamron ebenfalls durchaus überzeugen und erreicht im
Phasenkontrast noch 85% und im Kontrast-AF 89%, keine
Spitzenleistung aber immerhin besser als an den vergleichbaren
Canon-Telezooms, das L-Objektiv ausgenommen.
Konstruktion
Das Tamron ist - mit Ausnahme des Bajonetts - komplett aus
Kunststoff gefertigt, konnte uns jedoch haptisch trotzdem
überzeugen. Der Tubus wackelt beim Ausfahren praktisch nicht und
auch der Scharfstellring lässt sich sauber und relativ weich
einstellen. Dank Innenfokussierung dreht die Frontlinse nicht mit,
so dass auch Polfilter ohne Probleme nutzbar sind. 9 Blendenlamellen
erzielen nahezu perfekte Unschärfekreise im Bokeh. Lt. Tamron soll
der Bildstabiliator bis zu 4 Blendenstufen an Verwacklung
ausgleichen. Eine Locktaste oder Arretierring fehlt aber wir konnten
den ausgefahrenen Tubus auch gegen den Himmel nutzen, ohne das er
unfreiwillig in die Startzoombrennweite zurückfuhr.
Fazit
Das Tamron 70-300 hat uns durchweg positiv überrascht, zumal in der
Preisklasse bislang keine solch hohe Auflösung zu finden ist. Auch
die übrigen Werte überzeugen und liegen mit einer durchweg
konstanten Leistung in Sachen Vignettierung, chromatischen
Abberationen und Verzeichnungen im grünen Bereich. Glückwunsch
Tamron - tendenziell vergeben wir 4,25 Sterne!
Manfred u. Evelyn Prinz: ..ich bin froh dass ich mir dieses Teil angeschafft habe ! Preis Leistungsverhältnis "TOP"
Ganz kleines Manko: Die beiden Schiebeschalter für
A/M und Verwackelschutz sind zu leichtgängig, soll
heissen: Öfters aus versehen verstellt !
Fazit: Für ein vergleichbares Objektiv ist ansonsten wesentlich mehr Geld hinzulegen ! (28.10.2011, 19:43 Uhr)
Stephan: Ich habe mir das Objektiv nach längerem
Vergleichen und Test´s lesen gekauft, da es
in allen Tests besser als die preislich
vergleichbaren Sigma und Canon abgeschnitten
hat. Bisher bin ich sehr zufrieden, die Schärfe
ist um Welten besser als beim alten Sigma 18-200.
Für meine Ansprüche ist es perfekt. Bin sehr
zufrieden, auch was Autofokus, Haptik etc. angeht. (20.10.2011, 20:59 Uhr)
Stefan_tf: @Mario: Wir messen natürlich die jeweils der Brennweite zugehörige Blende, können das in der Grafik aber nicht anders darstellen. Wird auch in den Informationen zum Testverfahren beschrieben.
grüsse
Stefan (04.08.2011, 12:22 Uhr)
Mario: Hallo Stefan,
wie habt Ihr die Auflösung bei 300mm und Blende 4 bestimmen können, wenn das Objektiv die Kombination garnicht zulässt?
MfG
Mario (04.08.2011, 09:26 Uhr)
Stefan_tf: @Martin Weingart: die Nahgrenze wurde korrigiert, danke für den Hinweis. (20.05.2011, 13:57 Uhr)
Martin Weingart: Hallo, auf dieser Seite ist leider ein erheblicher Fehler, die Nahgrenze beträgt nicht 50cm sondern definitiv 150 cm. Somit wohl auch keine 2++ für eine sehr geringe Nahdistanz. Gestern bekam ich dieses Objektiv und habe mich doch sehr gewundert, diese Daten sind auch auf der Internet-Seite von Tamron so angegeben. Bitte korrigieren, übrigens der Autofokus scheint mir nicht immer treffsicher zu sein, eigentlich recht scharf dieses Objektiv dank Fluorit- und LD-Linse. Viele Grüße von M. Weingart aus München. (19.11.2010, 10:23 Uhr)
Nicht jedes für Canon ausgewiesene
EF-Objektiv ist mit allen Canon DSLR kompatibel:
Canons EF-S-Objektive (das "S" steht für Short-Back) sind mit allen
Canon EOS-Kameras kompatibel allerdings mit Ausnahme der EOS 5D
(Mark I und II) und der 1D-Modelle. An letztgenannten Modellen können
diese EF-S-Objektive nicht angesetzt werden !
Sigmas Objektive für Canon EOS, die in der
Bezeichnung ein DC ausweisen lassen sich zwar an allen Canon
EOS-Kameras ansetzen, sie erzeugen jedoch idR Weitwinkel-Vignettierungen
an der EOS 5D und 1D-Modellen !
Tamron-Objektive für Canon EOS mit der
Bezeichnung Di II sind an allen Canon EOS-Kameras verwendbar,
erzeugen jedoch idR Weitwinkel-Vignettierungen an der 5D und 1D-Modellen.
Tokina-Objektive für Canon EOS mit der
Bezeichnung DX sind ebenfalls nicht mit EOS 5D und 1D-Modellen
kompatibel (idR Weitwinkel-Vignettierungen).