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Hilfe zum Objektiv-Header |

A
- Klicken Sie mit der Maus auf das Objektiv und es werden 4 weitere,
hochaufgelöste Aufnahmen an unterschiedlichen Kameras angezeigt. Dort lassen
sich nicht nur Details des Objektivs genau betrachten, sondern auch Design und
Wirkung in Verbindung mit der Canon DSLR.
B
- Die Gesamtwertung berücksichtigt zu 67% die optische Leistung
des Objektivs (Durchschnitt an allen getesteten Kameramodellen) und zu 33% die
Ausstattung. Entsprechend der Gesamtpunkte werden bis maximal 5 Sterne vergeben
(siehe Grafik). Die Preisleistung setzt die Gesamtpunkte in Relation zum
Kaufpreis. Für Telekonverter setzen wir die optische Leistung mit der
Gesamtleistung gleich, da Ausstattungsmerkmale eine untergeordnete Rolle
spielen.
Da die Gesamtwertung den Durchschnitt aller getesten Kameramodelle angibt, muss
sie nicht für Ihr Kameramodell identisch sein. Entnehmen Sie den genauen Wert
daher dem
Wertungsüberblick nach Kameramodellen.
C
- Die Aussstattungsmerkmale eines Objektivs sind ein wichtiger Faktor.
Handelt es sich beispielsweise um einen solide verarbeiteten Metalltubus mit
Bildstabilisator, dann ist nicht nur das Objektiv wertiger sondern bei schwachem
Licht auch der Einsatzbereich deutlich erweitert. Wir tragen gleichfalls dem
Umstand Rechnung, dass sich ein solches Objektiv aufgrund des höheren Gewichtes
ggf. weniger als Reiseobjektiv eignet. Die einzelnen Merkmale werden
in nachfolgender Tabelle beschrieben, wobei ein Objektiv auch hier maximal 100
Punkte erzielen kann:
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Ausstattungs-Merkmale |
| Bezeichnung |
Beschreibung |
Punktevergabe |
Ultraschall-Motor
(Kurzform USM oder HSM) |
leiser und
schneller Antrieb, bei dem ein Rotor hochfrequente Schwingungen im
Ultraschallbereich von einem keramischen Piezo-Element abgreift und die
Linsengruppen zur Scharfstellung verschiebt. Ring-USM (oder auch bei
Sigmas HSM) ermöglichen zudem den permanenten Eingriff in die
Fokussierung, während bei Mikromotoren erst noch der AF-MF-Schalter in die
MF-Stellung gebracht werden muss.
Der USM-Antrieb wurde erstmals im Canon EF 300mm/2,8 im Jahre 1987
vorgestellt. |
10 Punkte |
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Mikromotor |
wird meist
in Objektiven der unteren Preisklasse eingebaut. Gegenüber dem USM ist er
lauter und etwas langsamer |
5 Punkte |
Bildstabilisator
(Kurzform IS oder OS) |
er
stabilisiert mit Hilfe einer beweglichen Linsengruppe Verwackler um bis zu
vier Blendenstufen. Damit kann häufig auf einen Stativeinsatz verzichtet
werden. Der Verschiebungsgrad der Linsengruppe wird mit Hilfe von
Giroskopen ermittelt. Erstmals wurde der Bildstabilisator im Canon
70-300/4,5-5,6 IS USM im Jahre 1995 vorgestellt. |
17 Punkte |
Innenfokussierung
(Kurzform IF) |
bei der
Innenfokussierung wird nicht die gesamte Optik sondern nur einzelne
Linsengruppen innerhalb des Objektivtubus verschoben (eine Variante
hiervon ist z.B. die Hinterlinsen-Fokussierung). Damit bleibt die Baulänge
konstant und die Frontlinse dreht nicht mit. Ersteres ist besonders für
grosse Brennweiten praktisch, da nur geringfügige Gewichtsverlagerungen
eintreten und sich an Makroobjektiven die nutzbare Mindestdistanz nicht
ändert. Eine fixierte Frontlinse hilft beim
Einsatz von Pool- oder Verlaufsfiltern, da sie ihre Einstellung trotz
Änderung der Fokussierung beibehalten können sowie beim Einsatz von
Tulpen-Gegenlichtblenden (die bei Weitwinkelobjektiven gegen
Vignettierungen eingesetzt werden). Von der Innenfokussierung ist der
Innenzoom zu unterscheiden (siehe unten). |
4 Punkte |
| Bildkreis
für Vollformat bzw. APS-C-Format |
Objektive,
die sich am Vollformat (Sensorgrösse entsprechend dem Kleinbildformat von
24 x 36mm, z.B. EOS 5D, 1Ds) nutzen lassen, sind universell auch an
den DSLR im APS-C-Format wie der EOS 350D, 400D, 20D, 30D etc. einsetzbar.
Seit einiger Zeit sind allerdings eine ganze Anzahl an Objektiven auf dem
Markt, die sich nur am APS-C-Format verwenden lassen (Canon Ef-S) oder
zumindest an Vollformat-Kameras zu Abschattungen im Randbereich führen (Sigmas
DC-Objektive und Tamrons DI II, bzw. Tokinas AT-X) |
5 Punkte
für Bildkreis im Vollformat |
| Innenzoom |
Zoomobjektiven mit Innenzoom ändern ihre Baulänge bei geänderter
Brennweite nicht. Damit treten nur geringfügige Gewichtsverlagerungen auf
und zwischen Tubus und Linsengruppen besteht weniger Potential, dass Staub
oder Spritzwasser eindringt. |
3 Punkte |
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integrierte Streulichtblende |
eine im
Objektivtubus eingelassene Streulichtblende, die sich bei Bedarf gegen
Streulicht oder zum Schutz (z.B. bei Nieselregen) ausziehen lässt. Sie ist
praktisch, da die Montage bzw. das Umstecken einer separaten Blende
entfällt. |
2 Punkte |
| gegen
Staub und Spritzwasser abgedichtet |
In das
Objektiv eindringender Staub bzw. Spritzwasser führt zu Verunreinigung
bzw. kann die Elektronik angreifen. Objektive der L-Serie sind alle gegen
Staub- und Spritzwasser abgedichtet, wohingegen einige Modelle (z.B. das
Canon 16-35 bzw 17-40mm) nicht über den Innenzoom verfügen und daher zum
Schutz ein Filter erforderlich wird. Neuere Modelle der L-Serie werden
zusätzlich mit einem Dichtungsring am Bajonett ausgestattet. |
2 Punkte |
|
Schiebezoom bzw. Drehzoom |
Zoomobjektive mit Schiebezoom ändern ihre Brennweite nicht über einen
Einstellring sondern werden ausgezogen bzw. zusammensteckt. Das Handling
kann etwas erschwert sein, da die Friktion manchesmal kontrolliert werden
muss (z.B. bei Überkopfaufnahmen) bzw. ist gewöhnungsbedürftig. |
3 Punkte für
Drehzoom |
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Fertigungsqualität |
wir werten
die Fertigungsqualität des Objektivs (Material, Leichtgängigkeit des
Einstellrings bzw bei Zoomobjektiven die Verstellung der Brennweite,
Haptik etc.) |
6 Punkte
(hoch)
3 Punkte (mittel)
0 Punkte (gering) |
| Gewicht |
die
Einsatzmöglichkeiten von schweren Objektiven sind gegenüber Leichtbauten
deutlich eingeschränkt, da sie höhere Anforderungen an den Transport
stellen, idR mehr Platz beanspruchen und teils den Stativeinsatz
voraussetzen.
>2.500 gr. = sehr hohes Gewicht
1.000 - 2.499 gr = hohes Gewicht
500 - 999 gr = mittleres Gewicht
0 - 499 gr = geringes Gewicht |
7 Punkte
(gering)
5 Punkte (mittel)
3 Punkte (hoch)
0 Punkte (sehr hoch) |
| parfokal |
Wird an
einem parfokalen Zoomobjektiv scharfgestellt und anschliessend die
Brennweite verändert, dann bleibt die Scharfstellung unverändert. Diese
Eigenschaft wird über von der Rücklinse entkoppelte Baugruppen erreicht
und sie lässt sich als Sucherlupe praktisch nutzen (Scharfstellung mit
Endbrennweite, Auslösen mit geringerer Brennweite)
Details zu Konstruktionen von Linsengruppen finden sie
hier |
3 Punkte |
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AF-Stopptaste |
die grossen
Teleobjektive der L-Klasse sind mit einer AF-Stopptaste in Nähe der
Frontlinse am Tubus ausgestattet. Mit ihr lässt sich partiell der
Autofokusbetrieb unterbrechen bzw. sie kann an einigen Canon DSLR über
Individualfunktionen unterschiedlich belegt werden. |
1 Punkt |
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Lichtstärke |
die
Lichtstärke ist von der Blendenzahl abhängig. Je niedriger die Blendenzahl
(Grössenverhältnis der Blendenöffnung zur Brennweite), umso mehr Licht
wird eingefangen. Kleine Blendenzahlen lassen kürzere Belichtungszeiten
und eine gezielte Schärfentiefe zu (z.B. im Protraitbereich wird der
Hintergrund weichgezeichnet). Abhängig von der
Brennweite stufen wir z.B. ein 300mm-Objektiv mit einer Blendenzahl von
f=2,8 als sehr lichtstark, mit 4,0 als lichtstark, mit 5,6 als
normale Lichtstärke mit >=6,3 als lichtschwach ein.
Lichtstärke lässt sich nur bedingt durch einen Bildstabilisator ersetzen,
da letzterer zwar Verwacklungsunschärfen auffängt, jedoch bei schnell
bewegten Motive bzw für einen weichgezeichneten Hintergrund keine Wirkung
hat. |
20 Pkte
(sehr lichtstark)
8 Pkte (lichtstark)
3 Pkte (normale lichtstärke)
0 Pkte (lichtschwach)
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eingrenzbarer AF-Bereich |
der
Fokussierweg lässt sich an einigen Objektiven über einen separaten
Schalter im Autokusbetrieb eingrenzen. Nützlich ist diese Möglichkeit z.B.
für Bewegtmotive, die nicht exakt vom Autofokus erfasst aber dennoch in
einer gewissen Distanz erwartet werden. Trifft der Autofokus z.B. einen
Vogel im Fluge vor freiem Himmel nicht, durchfährt er den gesamten
Scharfstellweg, was mehr Zeit kostet, als wenn dieser Weg im voraus per
Umschalter eingegrenzt wird. |
1 Punkt |
| Nahdistanz |
eine geringe
Nahdistanz erweitert den Einsatzbereich eines Objektivs erheblich und kann
ggf. ein zweites Objektiv ersetzen. Das Canon 300mm/2,8 mit einer
Nahdistanz von 2,50m (Sensorebene zum Motiv) lässt sich praktisch nicht im
Nahbereich einsetzen, während das Canon 300mm/4,0 mit 1,50m Nahdistanz
mehr Flexibilität zulässt und selbst Insekten in relativ grossem
Abbildungsmasstab abgelichtet werden können. Wir machen die Nahdistanz von
der Brennweite abhängig (bei Zoomobjektiven gilt die Endbrennweite) |
7 Punkte
(sehr gering) 5 Punkte
(gering)
3 Punkte (mittlere Nahdistanz)
0 Punkte (hohe Nahdistanz)
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Zoombereich (oder Festbrennweite) |
die
Einsatzmöglichkeit eines Zoomobjektivs ist einer Fest-brennweite überlegen.
Hier gilt für die Brennweitenbereiche folgende Einteilung:
>= 150mm "gross"
von 40 bis 149mm "mittel"
von 1 bis 39mm "klein" |
10 Punkte
(gross)
6 Punkte (mittel)
4 Punkte (klein)0 Punkte (Fest-BW)
|
D
- Den Kaufpreis ermitteln wir zum Zeitpunkt der Testveröffentlichung
anhand der Preissuchmaschine.de und berücksichtigen einen Mittelwert aus den 3
günstigsten Angeboten. Obwohl wir den Wert zeitweise anpassen, können
Preisabweichungen aufgrund neuerer Marktentwicklungen entstehen.

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Hilfe zum Wertungsüberblick |

E
- Mit bis zu 4 verschiedenen Kameragruppen wird ein Objektiv bewertet.
Klicken Sie auf die als Link unterlegte Kameragruppe und der jeweilige
Testbericht wird aufgerufen.
F - Die Auflösung
wird nach drei verschiedenen Kriterien untersucht. Im Zentrum, im Randbereich
und mit dem Autofokus. Die maximal erreichbaren 100 Punkte werden für ein
Objektiv vergeben, das über die untersuchten Brennweitenbereiche und
Blendenstufen eine durchschnittliche Auflösung von 700 Linien je 1000
Bildpunkten erreicht. Die Gesamtauflösung ermitteln wir aus [50% Zentrum, 50%
Rand]=75%, Autofokus = 25%. Weitere Erläuterungen zu Linien-Auflösung im Zentrum
und Randbereich bzw. zum Autofokus finden Sie weiter unten.
G - Unter der Rubrik
Sonstiges fassen wir CA (chromatische Abberationen = Farbränder),
Vignettierungen (= Randabdunkelungen) und Verzeichnungen zusammen. 100 Punkte
werden für eine chromatische Abberation von <=0,2 Pixel vergeben.
Vignettierungen erzielen die maximalen 100 Punkte, wenn der Lichtabfall im
Randbereich 0,05 Blendenstufen und geringer ausfällt. Details finden Sie
hier
H - Die Punktezahl unter der
Spalte Gesamt bewertet die optische Gesamtleistung (Auflösung zu 60% und
Sonstiges mit 40%). Der GES-Wert rechts daneben berücksichtigt zusätzlich
zur optischen Leistung auch die Ausstattung des Objektiv (67% optische Leistung und zu 33% die
Ausstattung).
I - Um die
Auswertungssicherheit zu erhöhen, werden einige Objektive mit demselben Kameramodell bzw. aus derselben Kameragruppe mehrfach getestet. Die Punkte geben
stets den durchschnittlichen Wert aller Tests an.

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Hilfe zur
Auflösung im Bildzentrum |

J - Die Tabelle gibt die
Auflösung im Bildzentrum in Linien sowie optisch anhand eines
100%-aufgelösten 5-Euroscheines (Ausschnitt) an. Die Angabe der Linien hat sich
international als Mass für die Auflösung etabliert. Unser Testverfahren
ermittelt die Auflösung nach ISO-Norm 12233 für einen Ausschnitt von 1.000
Punkten Bildhöhe, bei dem der Kontrast jeder Linie 50% und höher liegt (MTF 50).
Modellübergreifender Vergleich
Durch die Begrenzung auf 1.000 Bildpunkte sind die Linien-Angaben
kameraübergreifend
vergleichbar. Sie können damit z.B. die reale Auflösung der EOS 5D direkt mit
der EOS 30D vergleichen, ohne die unterschiedliche Pixelzahl beider Kameras
umrechnen zu müssen. Obwohl die EOS 5D vollformatbedingt bei gleicher Brennweite
einen weiteren Bildwinkel in höherer Gesamtpixelzahl als die EOS 30D darstellt,
vereinfacht das Verfahren der Ausschnittsbegrenzung auf 1.000 Bildpixel den
kameraübergreifenden Vergleich erheblich (siehe Grafik rechts).
mit 700 Linien Spitze
Theoretisch ist eine Auflösung von 1.000 Linien (In der
Diagonalen sogar noch mehr) für 1.000 Bildpixel Bildhöhe erreichbar. Praktisch
sinkt jedoch der Kontrast der Linien soweit ab, dass sich 1.000 Linien nicht
mehr voneinander unterscheiden lassen. Werte um 700 Linien zählen zur
Spitzengruppe unter den Objektiven. Im äusseren Randbereich, bei Offenblende
oder aufgrund Beugungsunschärfen hoher Blendenzahlen werden oft auch nur Werte
unter 500 bis hinunter zu 200 Linien erzielt. Sie können anhand der 100%
aufgelösten 5-Euro-Ausschnitte erkennen, dass hier deutliche Einbussen bei der
Bildschärfe in Kauf genommen werden müssen.
wichtiges in Klammern
In Klammer gesetzte Prozentangaben geben die prozentuale Auflösung des
Randbereichs an. Bei einer Angabe von 600 Linien (80%) erzielt das Objektiv im
Randbereich eine durchschnittliche Auflösung von 480 Linien (80% von 600).
Weitere Details zur Randauflösung erfahren Sie hier.
5-Euro vermittelt die reale Auflösung
Die 5-Euro-Ausschnitte zeigen 100%-Ausschnitte. Sie werden im Jpeg-Large-Format
mit dem Standard-Preset-Wert der EOS-Kameras (Schärfe = +3, alle übrigen
Parameter = 0) aufgenommen. Zur optimalen Vergleichbarkeit zeigen sie stets die
gleiche Abbildungsgrösse. Die Grössenangleichung wird über unterschiedliche
Entfernungen zum Motiv realisiert.

Exakte Kalibierung
Vor der Aufnahme steht ein aufwändiger Kalibrierungs-Prozess. Zunächst prüfen
wir via Software den gleichmässigen Lichteinfall, die lotrechte Ausrichtung der Kamera sowie
die exakte Motiventfernung, um die Standard-Zielgrösse des 100%-Ausschnittes
genau zu treffen. Im nächsten Schritt lösen wir unter Zuhilfenahme der
Spiegelvorauslösung, einem Funkfernauslöser sowie additiv der
Selbstauslöserfunktion im Autofokusbetrieb aus. Nach drei Auslösungen im AF-Betrieb ermitteln wir draus mit der Profi-Tester-Software IMATest die höchste
Auflösung und nehmen ein weiteres Testbild auf, das wenigstens die vorher
ermittelte Maximalauflösung erzielt.
In der Regel erreichen wir die gleiche oder eine noch höhere Auflösung erst nach
einer Anzahl von weiteren 5 - 10 weiteren Aufnahmen. Mit dieser maximal
auflösenden Einstellung (MF-Betrieb) führen wir die gesamte Testreihe durch. Bei
Brennweiten-, Kamera- oder Objektivwechsel kalibrieren wir den Testaufbau
erneut.
K - Das Chart visualisiert
die Auflösung im Zentrum. Entnehmen Sie ihr auf einen Blick, in welchem
Blendenstufen und Brennweitenbereichen das Objektiv optimal auflöst. Die
eingeblendete Kamera mit dem grünen Punkt weist darauf hin, dass hier
lediglich der innere Bildkreis des Objektivs berücksichtigt wird.

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Hilfe zur
Auflösung Bildzentrum+Rand |

L - Die Tableau zeigt den
Mittelwert der Auflösung aus Zentrum und Rand in Linien (jeweils 50%
Gewichtung). Damit wird die Gesamtleistung des Objektivs optimal wiedergegeben.
Die Randauflösung ermitteln wir in 8 Bereichen mit deutlichem Abstand zum
Bildzentrum. Bei einem Zoomobjektiv ergeben sich zusammen mit der zentralen
Ausmessung für 3 Brennweitenbereiche und 7 Blendenstufen insgesamt 189
Testbilder, die wir mit der Software IMATEST analysieren.
Wir ermitteln für unterschiedliche Sensorformate vergleichbare Relationen des
Randbereichs (beispielsweise liegt der relative Abstand zum Rand beim Vollformat
exakt so wie für das APS-C-Format, siehe Grafik rechts).
M - Das Chart visualisiert
die unter L-angegebenen Daten. Damit wird ein schneller Überblick für die durchschnittliche Auflösung
der jeweiligen
Objektiv-Kamerakombination in 7 Blendenstufen und idR für drei Brennweiten
gegeben. Die
eingeblendete Kamera zeigt an, dass der gesamte Bildkreis berücksichtigt wird.
Vergleichen Sie das Chart mit dem Chart zur Auflösung im Bildzentrum, so wird
idR deutlich, dass sich die Gesamtauflösung über den gesamten Bildkreis in
höheren Blendezahlenbereichen verbessert. Diese Erkenntnis lässt sich praktisch
nutzen, denn geht es Ihnen zum Beispiel bei Landschaftsaufnahmen um eine
durchgehend hohe Abbildungsleistung über das gesamte Bildformat, so lässt sich
die Bildqualität durch vergleichsweise noch höheres Abblenden verbessern.

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Hilfe zur
Autofokusleistung |

N - Mit einem nicht stets
hunderprozentig treffenden Autofokus haben sich viele Fotografen arrangiert.
Restungenauigkeiten sind trotz der elektronisch und mechanisch meist
hochwertigen Bauteile nicht vollständig auszumerzen. Selbstverständlich
lässt sich die Autofokusgenauigkeit in den Vertragswerkstätten nachträglich
kalibrieren, doch auch hier sind die Wartungsergebnisse oft nur auf eine
spezielle Objektiv-Kamerakombination abgestimmt und es können mit anderen
Objektiven weitere oder neue Probleme auftreten (Infos zum Autofokustest finden
Sie
hier). Die Mehrzahl der Fotografen
verzichtet daher auf die Kalibrierung und lebt mit den Restfehlern. Das
Testverfahren trägt diesem Umstand Rechnung und untersucht die Autofokusleistung
z.B. für Zoomobjektive in 3 Brennweiten mit insgesamt 9 Werten bei Offenblende.
Der Durchschnittswert geht in die Wertung für die Gesamtauflösung mit moderaten
aber praxisgerechten 25% ein.
Da die Auflösungswerte nach maximal erreichbarer Schärfe im Zentrum und Rand
sowie beim Autofokus jeweils getrennt angezeigt werden, bleibt die
Auflösungswertung transparent.
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Hilfe zu
sonstigen Objektivfehlern |

O
-
Farbsäume entstehen an harten Kontrastlinien mit einer violetten bzw. rötlichen
Farbe. Dieser prismenähnliche Effekt, der das Licht in seine
Farbbestandteile aufgrund der Linsenkrümmung aufspaltet, lässt sich trotz
Einsatz sogenannter Achromaten meist nicht vollständig eliminieren. Wir messen
diese chromatischen Abberationen mit IMATEST bei Zoomobjektiven für 189 (!)
Bereiche und bei Festbrennweiten in 63 Teilbereichen und bilden den Mittelwert
in obiger Tabelle ab. Das eingeblendete, 100%-aufgelöste
Testbild zeigt den durchschnittlichen Farbfehler beim Übergang von Schwarz nach Weiss durch eine Färbung an.
P
-
Die Randabdunkelung (Vignettierung) ist insbesondere bei Vollformatsensoren ein
Problem, das sich bei Offenblende bzw. Weitwinkelobjektiven recht deutlich
zeigen kann. Auch das APS-C-Format ist gegen die Randabdunkelung nicht
vollständig resistent. Wir demonstrieren den Effekt bei Offenblende und
Startbrennweite in der Gittergrafik. Hierbei handelt es sich um eine reale
Aufnahme über das gesamte Bildformat. Die Werte geben den Lichtabfall am Rand in
Blendenstufen an.
Q
-
Verzeichnungen können kissen- oder tonnenförmig ausfallen. Besonders fallen sie
bei Architektur- oder Reproaufnahmen auf und lassen sich durch nachträgliche
Softwarebearbeitung nicht verlustfrei entfernen (die Randbereiche müssen
weggeschnitten werden). Das Testbild zeigt die Verformung anhand einer
Gittergrafik, die vollformatig abgelichtet wurde. Die Abweichung vom
Ideal-Gitter wird in Prozentpunkten angegeben.

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