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bestes Ergebnis
vollaufgelöstes Testchart via Mausclick
Offenblende Endbrennweite
vollaufgelöstes Testchart via Mausclick
45mm f5,6 - ISO 160
45mm f2,8 - ISO 160
Beispiel Fasan
vollaufgelöste Bilddatei via Mausclick
Beispiel Ziffernblatt
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45mm f2,8
- ISO 160
45mm f2,8 - ISO 160
Bevor die Bildqualität in Sachen Auflösung an einigen Testbeispielen
näher gezeigt wird, kurz ein paar generelle Erläuterungen.
Das Leica-Makro ist ein
Spezialobjektiv für Makro-Aufnahmen wie Münzen, Mineralien, Blüten,
Insekten und alles was zu klein für klassische Linsen ist. Es kann
allerdings darüber hinaus auch auf grössere Distanz z.B. für
Portraits etc. eingesetzt werden.
Abbildungsmasstab
Man kann sich trotz der
Tele-Brennweite* von 45mm einem Motiv
bis auf rund 6cm annähern (Frontlinse-Motiv) und bildet dann 1,7cm formatfüllend über die Bildbreite ab. Das entspricht dem
1:1-Abbildungsmasstab, da der Micro Four Thirds-Bildsensor 1,7cm
breit ist. Vergleicht man die maximale Abbildungsgrösse von
typischen 1:1-Makroobjektiven an einem
Kleinbild-Sensor wie einer EOS 5D Mark II, dann können sie dort
nur 3,6cm fortmatfüllend abbilden. Da nützt es
auch nichts, näher ans Motiv heranzurücken, weil das Objektiv
einfach nicht mehr scharfstellen kann.
Nachfolgend zeigt die
Schwebefliege, dass an der Lumix mit dem Leica-Makro 1,7cm in der
Breite abgelichtet werden können, während rechts im Vollformat
maximal 3,6cm möglich sind. An der Lumix muss man allerdings auch
näher heranrücken (6cm gegenüber 10-14cm am Vollformat).
*Brennweiten mit 20mm -
25mm gelten als Normalobjektive, da die Brennweite in Nähe der
Sensordiagonale liegt (=21,6mm), Objektive oberhalb davon zählen zu
den Telebrennweiten.
Die gegenüber Kleinbild-Sensoren
verdoppelte Schärfentiefe des Micro Four Third Standards sollte im
Makrobereich nicht überschätzt werden, denn es fehlt dort fast immer
an Tiefe, egal ob am 2x gecroppten Lumix- oder am Vollformat-Sensor.
Nachfolgend ein
Schärfentiefe-Vergleich bei Blende f8 gegenüber der EOS 5D Mark II
mit dem
Canon 100mm/2,8L IS USM Makro, der zeigt, dass zwar die
Schärfentiefe an der Lumix höher ist aber der Unterschied
subjektiv nicht besonders ausgeprägt scheint (jeweils in 3:2
formatfüllend aufgenommen).
Abbildungsleistung
Wie gut steht das Leica-Makro im
Vergleich zu einer Canon DSLR mit hochwertigem Makroobjektiv da ?
Unten wird deutlich, dass man mit dem Leica an der Lumix qualitativ
voll mithalten kann. Jeweils im RAW-Format mit 3:2-Ratio entwickelt
unter Lightroom 3.3 mit Standardeinstellungen. EOS 5D II mit dem
Canon 100mm/2,8L IS USM Makro.
weitere Motive
Das Lumix-Makro lässt sich ausserhalb
der Makrowelt z.B. für Portraits und weitere Motive nutzen, für die
ein leichtes Teleobjektiv praktisch ist. Nachfolgendes
Flamingo-Bildbeispiel zeigt, dass es auch im Randbereich schon bei
der verwendeten Offenblende hoch auflöst.
Mit dem Leica 45mm-Objektiv steht ein sehr interessantes
Makroobjektiv zur Verfügung, das mit guter Lichtstärke von f2,8
extrem hohe Abbildungsmasstäbe bis 2:1 (analog zum 35mm Kleinbildformat)
ermöglicht aber auch für weitere Anwendungen wie Portraits etc.
geeignet ist.
Ausstattung
Die Ausstattung mit
Bildstabilisator, Fokussierbegrenzer (15 - 50cm / 50cm bis
unendlich) aber auch leicatypischer, abgeflachter Streulichtblende
und breitem, butterweich laufendem Scharfstellring überzeugt. Zwar
ist der Tubus aus Kunststoff gefertigt; immerhin ist aber der
rückseitige Bajonettanschluss in Metall ausgelegt. Die
Fokussierung findet intern statt, so dass beim Scharfstellvorgang
keine Baulängenänderung nötig ist. Letztere kann an manch DSLR-Makroobjektiv z.B. scheuere Insekten durch plötzlich
ausfahrenden Tubus beim Fokussieren verjagen.
Der Lieferumfang
enthält neben der Streulichtblende einen Aufbewahrungsbeutel,
deutschsprachige Bedienungsanleitung und Schutzkappen. Die
Streulichtblende kann zu Transportzwecken aufgrund des eckigen
Design nicht umgekehrt auf die Frontlinse gesteckt werden, was
allerdings aufgrund der geringen Baulänge von 2,5cm kein grosser
Nachteil sein dürfte.
Optische Leistung
Die Auflösung ist
erwartungsgemäss einwandfrei: schon bei Offenblende lassen sich
hochaufgelöste Aufnahmen selbst bis in den Randbereich durchführen.
Wie auch im Praxisbericht gezeigt, steht es damit vergleichbaren und
leistungsstarken DSLR-Objektiven nicht nach.
Chromatische
Abberationen sind mit einer Breite bis 2 Pixel praktisch nicht
auffällig; auch Vignettierungen können bei Offenblende mit 0,7 EV
als gering bezeichnet werden. Sie verschwinden schon um eine Stufe
abgeblendet gänzlich. Verzeichnungen sind praktisch nicht vorhanden.
Lensflares konnten wir selbst bei hellen Lichteinstrahlungen nicht
ausmachen (es kann ggf. mal ein dezentes Geisterbild durch
Sensorrückspiegelung auftreten).
Autofokus und Bildstabilisator
Der Autofokus ist
zielsicher und trifft in unserem Test mit einer hohen Quote von 100%
gegenüber manuell optimierter Scharfstellung. Er arbeitet zwar mit
geringem Geräuschpegel aber manchmal ist ein leises Sirren zu hören,
das in Videoaufzeichnungen mit kamerainternem Mikrofon wahrnehmbar
sein kann. Die Geschwindigkeit liegt an der
Lumix GH2
von Unendlich bis auf 10cm bei 0,5 Sekunden (Tageslicht); ein Wert
der vom Canon
100mm-Makro mit Ultraschall zwar noch leicht unterboten wird
(0,3 Sekunden) allerdings deutlich unterhalb Makrolinsen mit
Mikromotoren liegt (dort meist zwischen 1 - 1,5 Sek.).
Wer sich ein
stabilisiertes Bild für den Makrobereich erhofft könnte enttäuscht
sein, denn der Bildstabilisator im Leica Makroobjektiv ist nicht für
den Nahbereich ausgelegt und hatte dort bei unseren Test praktisch
keine Wirkung. Dafür wäre schon ein sogenannter
Hybrid-Bildstabilisator erforderlich, der besonders im Makrobereich
auftretende Shiftbewegungen ausgleicht, wie ihn Canon z.B. vor nicht
allzu langer Zeit für sein 100mmL-Makro mit IS erst entwickelt hat.
Auf grössere Distanz kann man aber einen Ausgleich von bis zu 3
Blendenstufen erwarten.
Fazit
Das
Leica-Makro ist mit 225 Gramm angenehm leicht und auch kompakt.
Entscheidend allerdings, dass die
Abbildungsleistung über jeden Zweifel erhaben ist und sich keine Schwächen
leistet. Wir hätten natürlich eine effektive
Bildstabilisierung im Makrobereich begrüsst aber immerhin kann das
Objektiv ja auf grössere Distanzen z.B. für Portraits etc.
stabilisiert genutzt werden.
Auch
wenn der Anschaffungspreis relativ hoch angesiedelt ist sprechen wir
für das Leica Makroobjektiv in der Gesamtleistung einen lupenreinen
Kauftipp aus und vergeben volle 5 Sterne.
Kirschbaum: @Stefan: Mir wäre daran gelegen, anhand einer Skala VORHER bei verschiedenen Teilstrichen das Lineal zu fotografieren, so dass ich im Gelände nur noch den Teilstrich notieren muss, unter dem ich das Objekt fotografiert habe. Dann benötige ich draußen kein Linieal (geht bei meinen Objekten oft auch gar nicht anzulegen) und kann nachträglich dennoch in das Bild einen mm-Strich hineinkopieren, damit der Betrachter sehen kann, wie groß diese Objekte sind. Das menschliche Auge sieht Objekte von wenigen mm Größe in der Regel nicht und daher hat unser Gehirn kein Vorstellungsvermögen von diesen Winzlingen und muss mit Hilfsmitteln (z.B. mm-Strich) unterstützt in seinem Bemühen um Vorstellung werden.
mfg Ulrich (02.09.2011, 12:47 Uhr)
Stefan_tf: @Ulrich Kirschbaum: das Objektiv verfügt über einen elektronischen Scharfstellring - insoweit wird die Scharfstellposition nicht unbedingt immer konstant angezeigt. Damit ergibt auch eine Markierung des Abbildungsmasstabes wenig Sinn. Wenn es um technische Aufnahmen geht, kann man den Abbildungsmasstab schnell mittels eines Zentimetermasses selbst ermitteln. Einfach im Foto mit ablichten. Der Sensor hat eine Breite von rund 18mm (17,3mm), werden also 18mm vom Zentimetermass formatfüllend gezeigt, ist der Abbildungsmasstab 1:1, bei 36mm wären es 1:2 usw. (26.08.2011, 19:00 Uhr)
Ulrich Kirschbaum: Habe mir das Objektiv für meine G 3 gekauft und bin total enttäuscht: Es gibt keine Skalierung, mit deren Hilfe man den Abbildungsmaßstab ermitteln kann. Damit ist es für meine Zwecke praktisch wertlos. Ärgerlich ist, dass man das Manko erst bemerkt, wenn man das Objektiv erstanden hat: Auf allen Bildern ist es so geschickt abgebildet, dass man dies nicht bemerkt. Ich habe auch nirgendwo einen schriftlichen Hinweis darauf gefunden (auch in diesem Test nicht). Da meine übrigen Makrolinsen selbstverständlich mit einer Skkalierung ausgerüstet sind, kommt man natürlich nicht darauf, dass sie hier fehlen könnte.
Panasonic begründet dieses Manko mit "im Consumerbereich angesiedelt" (bei dem Preis und der Auflösung finde ich das lachhaft).
mfg Ulrich (26.08.2011, 18:26 Uhr)
Anonym: Ist ja kein wunder das Linse gut ist, ist ja auch von Leica! (09.02.2011, 19:15 Uhr)
Nicht jedes für Canon ausgewiesene
EF-Objektiv ist mit allen Canon DSLR kompatibel:
Canons EF-S-Objektive (das "S" steht für Short-Back) sind mit allen
Canon EOS-Kameras kompatibel allerdings mit Ausnahme der EOS 5D
(Mark I und II) und der 1D-Modelle. An letztgenannten Modellen können
diese EF-S-Objektive nicht angesetzt werden !
Sigmas Objektive für Canon EOS, die in der
Bezeichnung ein DC ausweisen lassen sich zwar an allen Canon
EOS-Kameras ansetzen, sie erzeugen jedoch idR Weitwinkel-Vignettierungen
an der EOS 5D und 1D-Modellen !
Tamron-Objektive für Canon EOS mit der
Bezeichnung Di II sind an allen Canon EOS-Kameras verwendbar,
erzeugen jedoch idR Weitwinkel-Vignettierungen an der 5D und 1D-Modellen.
Tokina-Objektive für Canon EOS mit der
Bezeichnung DX sind ebenfalls nicht mit EOS 5D und 1D-Modellen
kompatibel (idR Weitwinkel-Vignettierungen).