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bestes Ergebnis
vollaufgelöstes Testchart via Mausclick
Offenblende Endbrennweite
vollaufgelöstes Testchart via Mausclick
14mm f4 - ISO 160
140mm f5,8 - ISO 160
Beispiel Fasan
vollaufgelöste Bilddatei via Mausclick
Beispiel Insekten
vollaufgelöste Bilddatei via Mausclick
140mm f5,8
- ISO 160
140mm f5,8 - ISO 160
Das Superzoom 14-140 habe ich im Set mit der GH2 erworben. Klar,
dass der flexible Anwendungsbereich ohne Objektivwechsel im
Vordergrund steht. Da ich parallel auch mit DSLR fotografiere und
dort doch recht häufig das
28-300mmL-Objektiv mit 1,7 KG-Gewicht nutze, war es eine
Überlegung, die schwere Linse durch die GH2 + dem 14-140'er-Objektiv
zu ersetzen. Immerhin 800gr. Gewichts- und eine deutliche
Platzersparnis. Selbstredend haben DSLR ihre Stärken gegenüber
Systemkameras wie besseres Freistellpotenzial etc., die aber hier
unberücksichtigt bleiben sollen. Zunächst stand die Frage im Raum,
ob das Lumix Vario in Sachen Auflösungs-Leistung an die
DSLR-Superzooms herankommt.
Vergleich mit
Canon-DSLR
Zuerst wurde das
28-300mmL-Objektiv an der 5D Mark II und auch eine EOS 7D mit einem
ähnlichen Brennweitenbereich - dem
Canon 18-200mm - zum hier vorgestellten 14-140'er-Objektiv
gegenübergestellt. Im ersten Test wurde auf eine Häuserfassade aus
rund 70 Metern Entfernung natürlich per Stativ und
Fernauslöser ausgelöst.
Den Distanzvergleich gewinnt die 7D
knapp mit dem 18-200'er, während sich zwischen der 5D II mit dem
28-300'er und dem Lumix 14-140 in der Endbrennweite wenig tut.
Zumindest wenn die Grössendiskrepanz gedanklich herausgerechnet
wird.
Aus einer geringeren Entfernung wird
als nächstes ein 20 Meter entfernterHartschalenkoffer
von Canon abgelichtet, mal sehen, wer auf diese interessante Distanz
bei der Endbrennweite vorn liegt:
Die Unterschiede sind gering,
subjektiv scheint mir die 7D mit dem 18-200'er eine Idee weniger
hoch aufzulösen, während die Lumix und 5D II etwa auf einem Niveau
liegen (die Grössenunterschiede einmal ausser acht gelassen).
Insgesamt tut sich aber nicht viel.
Als nächstes ist der Nahbereich auf
Mindestdistanz von 50cm dran. Hier lichte ich ein
5-Cent-Stück ab:
Klarer Sieger im Nahbereich ist das
Lumix-Objektiv, während die 5D II und EOS 7D deutliche Unschärfen
aufweisen. Letzteres entspricht auch meinen Erfahrungen, die ich vor
allem mit dem L-Objektiv seit Jahren mache: Für Makros und selbst
den erweiterten Nahbereich bis ca. 2 Meter ist das Superzoom trotz
Luxery-Status (L) leider weitgehend unbrauchbar. Und hier überrascht
das 14-140 an der Lumix äusserst positiv; auch wenn es nicht ganz an
die Qualität eines klassischen Makro-Objektivs herankommt.
Zugegeben, der Test ist nicht komplett
und zeigt hier nur das Bildzentrum (im Randbereich waren die
Ergebnisse im Prinzip sehr ähnlich) und die - allerdings wichtige -
Offenblende bei der Endbrennweite aus verschiedenen Distanzen. Aber
vom Gesamteindruck tendiere ich insgesamt dazu, aufgrund der guten
Nahbereichsleistung das 14-140 als knappen Sieger zu küren,
zumindest kann es in meiner Praxis die beiden anderen ersetzen,
wobei auch die nachfolgend genannten Faktoren eine Rolle spielen.
sonstige Praxis
Im Lager der spiegellosen
Systemkameras zählt das 14-140'er nicht gerade zu den
Leichtgewicht-Linsen - zumindest im Vergleich zu den
Pancake-Objektiven - allerdings ist der Gewichts- und
Packmass-Vorteil gegenüber den Superzooms im DSLR-Bereich noch
erheblich. Seine Leichtigkeit zahlt sich z.B. auch bei
ausserhorizontalen Position aus, denn es lässt sich fast gegen den
Himmel oder nahezu senkrecht in den Bodenbereich anhalten, ohne dass
sich das G Vario aus der Zoomposition löst. Da ist das 18-200'er
grausig, denn es rutscht sogleich in eine andere Brennweite, wenn
nicht die Anfangs- oder Endposition genutzt wird. Ähnliches gilt
auch für das teure 28-300'er-L-Objektiv. Hier gibt es zwar ein
Arretierring aber mich nervt es, den in der Vertikalebene ständig
zusätzlich anziehen zu müssen. Und er ist reparaturanfällig, wie
meine letzte 200 Euro-Rechnung nach rund 3 Jahren Einsatz beweist
(und da bin ich wohl nicht der einzige).
Eines ist mir allerdings klar; auch
aufgrund hier nicht gezeigter Testaufnahmen: an die hohe optische
Leistung von hochwertigen Canon Festbrennweiten - wie z.B. ein
300mm/4,0L IS USM oder selbst ein
70-200mm/4,0 L IS USM - kommen alle drei Superzooms nicht heran.
Aber manchmal brauche ich schlicht ein flexibles Megazoom allein aus
Geschwindigkeitsgründen bzw. um Sensorstaub beim Objektivwechsel zu
vermeiden. Und letztgenannte Canon-Linsen nutze ich zudem an der GH2
per EOS-Adapter dank sehr hochauflösendem, elektronischem Sucher mit
hervorragenden Ergebnissen im manuellen Betrieb; auch wenn einiger
Komfort verloren geht (Bildstabi arbeitet nicht, nur rudimentäre
Exif-Daten, idR nur Offenblende nutzbar, kein Autofokus).
Linksoben noch einige Impressionen
teils bei höheren ISO-Werten incl. 100%-Ausschnitten (eingezoomt),
die im RAW-Format mit Lightroom-Standardeinstellungen entwickelt
sind.
Mit einem Bildwinkel von 28 bis 280mm (Kleinbild-Umrechnung) ergeben
sich breite Anwendungsmöglichkeiten, die das Vario-Objektiv als "Immerdrauf"-Linse
empfehlen. Es ist zwar mit 460gr im Lumix-System nicht gerade als
Leichtgewicht zu bezeichnen, verbessert aber die Gesamthaptik
zumindest in grösseren Händen.
Ausstattung
Die Fertigungsqualität
liegt auf einem hohen Niveau; ein
sehr weich laufender, kratzfreier Scharfstellring und metallener Innentubus
(ansosten aber aus Kunststoff gefertigt) vermitteln einen insgesamt
hochwertigen Eindruck. Der Bildstabilisator gleicht etwa 3
Belichtungsstufen aus. Im Lieferumfang ist ein flexibler Köcher aus
Kunststoff enthalten.
Videofähigkeiten
Das von Panasonic
ausgewiesene "HD"-Prädikat in der Objektivbezeichnung weist darauf
hin, dass es im Autofokusbetrieb besonders schnell und leise
arbeitet und daher auch bei laufenden Videoaufzeichnungen idR
unhörbar bleibt, selbst wenn das kamerainterne Mikrofon verwendet
wird. Einige Videofähigkeiten des Objektivs stellen wir im
7. Teil unserer Videoserie zu Lumix GH2 näher vor.
Optische Leistung
Die Abbildungsleistung
liegt auf einem praxistauglichen Niveau. In den kurzen und noch
mittleren Brennweiten ergeben sich teils sehr gute Auflösungswerte,
während es in höheren Zoomstufen schon etwas weicher zeichnet. Für
ein Megazoom ist die Abbildungsleistung mit einem derartig flexiblem
Anwendungspotenzial insgesamt als gut zu bezeichnen, auch wenn die
Messwerte Summasumarum im Mittelmass angesiedelt sind.
Die oben im
Praxisbericht erwähnte, hervorragende Leistung im Nahbereich (in den
Messwerten unberücksichtigt) erweitert den Anwendungsbereich auch
auf die Makrowelt, in der aus einer Mindestdistanz von 50cm bis zu
9cm breite Motive formatfüllend und vergleichsweise sehr
hochaufgelöst aufgenommen werden können.
Chromatische
Abberationen werden zwar von einigen Rohdatenkonverter (Lightroom,
Silkypix) automatisch abgemildert, sind im dafür anfälligen
Randbereich jedoch noch mit minimalen 3 Pixeln in der Breite
erkennbar aber erfreulich gering ausgeprägt.
Randabdunkelungen sind
- je nach Zoomstufe - zwischen 1 und 0,75 Blendenstufen bei
Offenblende erkennbar aber als geringfügig einzustufen. Um eine
Stufe abgeblendet sind sie optisch kaum mehr auffällig.
Die Verzeichnung ist in
der Startbrennweite etwas tonnenförmig aber vergleichsweise gering
ausgeprägt, während sie in mittleren und höheren Zoomstufen
praktisch nicht vorhanden ist.
Die Autofokusleistung
haben wir in unserem Lumix GH2-Webreport näher unter die Lupe
genommen, siehe
hier.
Fazit
Zum 14-140'er
gibt es kaum eine Alternative, wenn man einen grossen Brennweiten-Bereich
von Weitwinkel bis in den erweiterten Telebereich nutzen möchte. Die
Laufruhe und insgesamt gute Ausführung gefällt. Erfreulich
ebenfalls, dass ausserhorizontale Positionen meist ohne
Nachrutschen auch in Zwischenzoomstufen genutzt werden können.
Aufgrund der guten
Gesamtperformance erhält es einen Bonusstern und wer Video nutzt,
kommt an dem Objektiv ohnehin kaum vorbei. Die automatische
Motivverfolgung (AF-Verfolgungsmodus)
der Lumix wird zudem durch den sehr schnellen AF-Betrieb bestens
unterstützt !
Anonym: Wie habt ihr denn Blende 4 bei 140 mm gemessen? (08.02.2012, 18:05 Uhr)
Stefan_tf: @KH Bernhard: das liegt wohl am Bildstabilisator mit beweglichem Linsenelement - kein Grund zur Sorge, ist normal. (02.05.2011, 21:33 Uhr)
Karl Heinz Bernhart: Ich habe bei diesem Objektiv festgestellt, dass es bei leichtem Schütteln etwas "klappert". Kann das an den beweglichen Teilen in seinem Inneren liegen, bzw. sollten die nicht irgendwie arretiert sein? (02.05.2011, 18:25 Uhr)
Nicht jedes für Canon ausgewiesene
EF-Objektiv ist mit allen Canon DSLR kompatibel:
Canons EF-S-Objektive (das "S" steht für Short-Back) sind mit allen
Canon EOS-Kameras kompatibel allerdings mit Ausnahme der EOS 5D
(Mark I und II) und der 1D-Modelle. An letztgenannten Modellen können
diese EF-S-Objektive nicht angesetzt werden !
Sigmas Objektive für Canon EOS, die in der
Bezeichnung ein DC ausweisen lassen sich zwar an allen Canon
EOS-Kameras ansetzen, sie erzeugen jedoch idR Weitwinkel-Vignettierungen
an der EOS 5D und 1D-Modellen !
Tamron-Objektive für Canon EOS mit der
Bezeichnung Di II sind an allen Canon EOS-Kameras verwendbar,
erzeugen jedoch idR Weitwinkel-Vignettierungen an der 5D und 1D-Modellen.
Tokina-Objektive für Canon EOS mit der
Bezeichnung DX sind ebenfalls nicht mit EOS 5D und 1D-Modellen
kompatibel (idR Weitwinkel-Vignettierungen).